Ausgabe 2/2011 - rfw-bgld

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INTERVIEW

Im Gespräch: Landesobmann Leo Kandlbauer

Auf heimische

Seit kurzem ist Transportunternehmer

Leo

Kandlbauer Obmann

des RfW-Burgenland.

„Jeder spricht von den

KMUs als Rückgrat der

Wirtschaft, aber keiner

tut wirklich etwas für

sie, nicht im Bund und

nicht im Land“, kritisiert

er. Das zu ändern,

ist das große Ziele des

neuen RfW-Obmann.

Warum engagieren sie

sich beim RfW?

Grundsätzlich: Nur jammern

und schimpfen, ist

zuwenig. Wer etwas

ändern will, muss selbst

aktiv werden. Und leider

gibt es genug Dinge, die

bei uns im Argen liegen,

bundesweit, aber auch

bei uns im Burgenland.

Und der RfW spricht mir

als Unternehmer mit seinen

Kritikpunkten und

seinen Ideen einfach

„aus der Seele“. Rot und

Schwarz reden immer

von den KMUs als Rückgrat

der Wirtschaft, aber

getan wird nichts.

Was genau liegt in der

Politik im Argen?

Da weiß man ja gar

nicht, wo man anfangen

soll: Ein Unternehmer in

Österreich zahlt laut

einer aktuellen Studie

Gesamtsteuern von rund

55 Prozent, 34 Prozent

davon machen die Lohnnebenkosten

aus – ich

habe selbst neun Mitarbeiter,

ich weiß, wovon

ich spreche. deshalb:

Die Lohnnebenkosten

müssen endlich gesenkt

werden. Zusätzlich verbringen

wir als Unternehmer

noch Stunden

um Stunden damit, den

Berg an Formularen

abzubauen. Der rote

Faden der sich durchzieht:

Niemand in der

Regierung, egal ob im

Bund oder im Land Burgenland,

kümmert sich

wirklich um die Probleme

der heimischen kleinen

und mittleren Betriebe.

Im Burgenland wird

ein Mega-Projekt nach

dem anderem aus dem

Hut gezaubert – siehe

Blue Chip Energy, eine

Riesen-Pleite! Oder es

gibt „Pseudo“-Förderprogramme

ohne Effizienz.

Aber bei der Infrastruktur,

bei wichtigen Projekten

geht rein gar nichts

weiter.

Was will der RfW?

Für mich, für uns ist die

oberste Regel: Die Interessen

der KMUs gehen

vor. Große Unternehmen,

die Industrie, die

kann es sich richten, die

können abwandern,

wenn die Steuerbelastung,

der Bürokratiewust

zu viel wird. Wir

KMUs, wir bleiben, wir

schaffen Arbeitsplätze.

Aber nirgends sehe ich

bei Rot und Schwarz

eine Österreich-freundliche

Politik, sie schielen

immer mit einem Auge

auf die EU. Und das hat

speziell auch auf die

KMUs im Burgenland

negative Auswirkungen.

SPÖ und ÖVP machen keine österreich-freundliche Politik -

Zur Person:

Leo Kandlbauer

geb. 1956, Inhaber der

Kandlbauer GmbH

Derzeit sowohl in der

WKÖ als auch in der

WK-Burgenland als

Delegierter zum Wirtschaftsparlament

tätig.

Auf Landesebene engagiert

er sich in der Sparte

Transport und Verkehr

und in der Fachgruppe

Energiehandel.

4 | WirtschaftAktiv

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