Ausgabe 2/2011 - rfw-bgld

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Ausgabe 2/2011 - rfw-bgld

Betriebe schauen!

Was wäre eine solche

negative Auswirkung?

Das Burgenland ist ein

Grenzbundesland zum

Osten, seit 1. Mai, mit

der Öffnung des Arbeitsmarktes,

kommen nicht

nur die Arbeitnehmer

unter Druck, sondern

auch speziell Betriebe in

den Grenzregionen, Gewerbe

und Handwerk

sind besonders betroffen.

Wenn ich mir nur

anschaue, dass die

Lohnkosten in den betreffenden

osteuropäischen

Ländern um rund

30 bis 50 Prozent niedriger

sind, dann ist klar,

wovon wir hier reden.

Allein dadurch haben die

heimischen Unternehmen

einen massiven

Wettbewerbsnachteil

gegenüber einem der

„Grenzgänger“-Betriebe

aus dem Osten. Außerdem

zahlen wir heimische

Betriebe grundsätzlich

Ist-Löhne, ein

ausländisches Unternehmen

kann sich auf

den Kollektivvertrag

beschränken.

Was kann man dagegen

tun?

Förderungen soll es nur

geben, wenn die Arbeiten

von einem zumindest

in Österreich ansässigen

Betrieb ausgeführt

werden. Ausschreibungen

müssen

so gestaltet werden,

dass nicht EU-weit ausgeschrieben

werden

muss. Und man muss

den Leuten auch sagen,

welche Nachteile es hat,

wenn sie ein ausländisches

Unternehmen beauftragen

– Stichwort

Gewährleistung. Da wird

alles viel komplizierter.

Das zu kommunizieren,

wäre Aufgabe der Bundes-

aber auch der Landesregierung.

Das wäre

einmal eine sinnvolle

Kampagne! Und ganz

klar: Runter mit den

Steuern, das wäre überhaupt

das Wichtigste.

Sie haben den Bürokratiewust

angesprochen..

.. und dazu kommen

noch eine Vielzahl an

Bestimmungen und

Gesetzen, die mit der

Realität nichts zu tun

haben. Die hat irgendjemand

am „Reissbrett“

entworfen, der keine

Ahnung von der Praxis

hat. Ein Beispiel aus

meiner Branche: Arbeitnehmerschutz

ist wichtig,

und gerade in meiner

Branche passiert viel

durch Übermüdung.

Aber: Der Mensch kann

nicht auf Befehl schlafen!

Die Lenk- und

Ruhezeiten verlangen

das aber. Und wenn

jemand zwei Minuten

länger fährt, dann setzt

es wegen Nichteinhalung

ganz saftige Strafen.

Ich wäre ja für ein generelles

Nachtfahrverbot,

jeder Mensch soll in der

Nacht schlafen können,

untertags soll gefahren

werden und man sollte

nicht auf jeder einzelnen

Minute „herumreiten“.

Wir vom RfW schauen auf die heimischen Betriebe!

In jeder Ausgabe der

WirtschaftsInfo online

lesen sie ein Interview

mit RfW-Spitzenfunktionären.

Den Anfang

machte Landesobmann

Leo Kandlbauer.

Als nächster Interview-

Partner befragen wir

Frau Mag. Elisabeth

Krenn, Landesobmann-

Stv.

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