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Landeskontrollverband Brandenburg e.V.

Straße zum Roten Luch 1

15377 Waldsieversdorf

Tel.: 033433/656-0

Fax: 033433/656-74

Internet: www.lkvbb.de

eMail: lkv@lkvbb.de

Neufassung der Viehverkehrsverordnung – die wichtigsten Änderungen im Überblick

Kennzeichnung und Registrierung der Schafe und Ziegen

Sehr geehrte/r Schafhalter/in, sehr geehrte/r Ziegenhalter/in,

am 13. Juli 2007 wurde im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2007 Teil I Nr. 30 die im Vorfeld stark diskutierte

Neufassung der „Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr

(Viehverkehrsverordnung - ViehVerkV)“ veröffentlicht. Sie trat damit am 14. Juli 2007 in

Kraft und setzt die ViehVerkV in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. März 2003, zuletzt geändert

am 31. Oktober 2006, außer Kraft. Nach Abstimmung mit dem Schafzuchtverband möchten

wir im Auftrag des MLUV über wesentliche Änderungen, die sich für die Kennzeichnung und Registrierung

der Schafe und Ziegen ergeben, informieren. Die vollständige Fassung der ViehVerkV ist auf

der Homepage des LKV Brandenburg www.lkvbb.de unter Tierkennzeichnung nachlesbar.

1. Amtliche Kennzeichnung (§ 34)

Die Kennzeichnung von Schafen und Ziegen muss innerhalb von neun Monaten nach der Geburt,

jedoch in jedem Fall vor Verlassen des Geburtsbetriebes, erfolgen. Zugegangene Tiere aus anderen

EU-Staaten behalten ihre ursprüngliche Kennzeichnung. Tiere, die aus Drittstaaten eingeführt wurden,

sind durch den Tierhalter des Bestimmungsbetriebes innerhalb von 14 Tagen nach dem Einstellen

in den Bestimmungsbetrieb, spätestens vor dem Verbringen aus dem Betrieb, zu kennzeichnen

oder kennzeichnen zu lassen.

Für die bisher in Brandenburg verwendeten Kennzeichnungssysteme für Schafe und Ziegen (siehe

auch Informationsschreiben 10. Kalenderwoche 2006) werden die Kosten weiterhin durch die Tierseuchenkasse

(TSK) getragen. Dies sind für:

a. Zuchttiere: zwei gleichlautend gelbe Ohrmarken mit schwarzer Schrift auf dem Dornteil:

DE + Tierartencode (Ziffer „01“) + individueller Nummer (8-stellig und unbeschriftetem Lochteil);

b. Schlachttiere: eine weiße Ohrmarke mit schwarzer Schrift auf dem Dornteil:

DE + KFZ-Kennzeichen + letzte sieben Ziffern der Registriernummer des Betriebes und unbeschriftetem

Lochteil.

Sofern die Kennzeichnung von Zuchttieren mit folgenden, nach der Neufassung der ViehVerkV zusätzlich

zugelassenen Kennzeichnungssystemen erfolgt, sind die Kosten komplett durch den Tierhalter

zu tragen:

c. eine gelbe Ohrmarke mit schwarzer Schrift auf dem Dornteil:

DE + Tierartencode (Ziffer „01“) + individueller Nummer (8-stellig) und unbeschriftetem Lochteil

sowie als zweites Kennzeichen ein Nurlese-Passivtransponder (elektronische Ohrmarke

oder Pansenbolus) nach den ISO-Normen 11784 und 11785;

d. nur für Ziegen: eine gelbe Ohrmarke mit schwarzer Schrift auf dem Dornteil:

DE + Tierartencode (Ziffer „01“) + individueller Nummer (8-stellig) und unbeschriftetem

Lochtteil sowie als zweites Kennzeichen eine Fußfessel, die folgende Angaben: DE

+Tierartenkenncode (Ziffer „01“) + individueller Nummer (8-stellig) in schwarzer Schrift auf

gelbem Grund enthält. Die Fußfesseln müssen so beschaffen sein, dass sie nur einmal verwendbar

sind.

Schlachttiere sind Tiere, die das erste Lebensjahr nicht vollendet haben und im Inland geschlachtet

werden.

Für den Export von nach dem 09.07.2005 geborenen Schafen und Ziegen gilt weiterhin, dass diese

mit einer für Zuchttiere zulässigen Kennzeichnung gekennzeichnet sein müssen.

2. Nachkennzeichnung (§ 34, Abs. 5)

Bei Verlust eines oder beider Kennzeichen oder wenn ein Kennzeichen unlesbar geworden ist

(Ohrmarke, elektronische Ohrmarke, Pansenbolus, Fußfessel), so hat die Nachkennzeichnung

unverzüglich entweder durch Ersatzkennzeichen mit denselben Angaben wie auf den zu ersetzenden

Kennzeichen oder durch zwei Kennzeichen mit anderen Angaben als auf den Originalkennzei-

Herausgeber: LKV Brandenburg e.V., Straße zum Roten Luch 1, 15377 Waldsieversdorf


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chen (bisherige Verfahrensweise, siehe Informationsschreiben 10.Kalenderwoche 2006) zu erfolgen.

Bei Anwendung der Nachkennzeichnung durch zwei Kennzeichen mit anderen Angaben ist die geänderte

Kennzeichnung im Bestandsregister einzutragen. Die Nachbestellung von Ersatzkennzeichen

kann beim LKV erfolgen. Sofern eine Nachkennzeichnung durch Ersatzkennzeichen mit denselben

Angaben erfolgt, sind die Kosten für die Ersatzkennzeichen durch den Tierhalter selbst tragen.

2. Bestandserfassung (§ 26 Abs. 3)

Mit der Neufassung der ViehVerkV sind die Kriterien der Bestandserfassung für Schafe und Ziegen

festgelegt worden. Der Bestand ist mit Stand 01. Januar des jeweiligen Jahres bis zum 15. Januar

anzuzeigen. Schafe und Ziegen sind getrennt nach Altersgruppen zu melden. Folgende Altersgruppen

sind vorgesehen:

- bis einschließlich neun Monate,

- zehn bis einschließlich 18 Monate und

- ab 19 Monate.

Die Bestandserfassung erfolgt über die Erhebungsbögen der Tierseuchenkasse.

3. Anzeige von Bestandsveränderungen (§ 35)

Ab dem 01. Januar 2008 ist der Zugang von Schafen oder Ziegen von jedem Halter innerhalb von

sieben Tagen nach der Übernahme unter Angabe folgender Daten zu melden:

- Anzahl der in den Bestand verbrachten Tiere,

- Registriernummer des Tierhalters,

- Datum des Verbringens,

- Registriernummer des abgebenden Betriebes und Datum des Zugangs, soweit es vom Datum

des Verbringens abweicht.

Über die weiteren Modalitäten wird der LKV Brandenburg alle Schaf- und Ziegenhalter zu einem

späteren Zeitpunkt informieren.

4. Begleitpapier (§ 36)

Bei der Umsetzung von Schafen und Ziegen ist dem Empfänger vom abgebenden Tierhalter ein

Begleitpapier zu übergeben, dass folgende Daten enthalten muss:

Registriernummer sowie Name und Anschrift des abgebenden Betriebes, Registriernummer sowie

Name und Anschrift des Bestimmungsbetriebes, Anzahl der verbrachten Tiere, Kennzeichen der

verbrachten Tiere, sowie Angaben zum Transportmittel und dem Muster der Anlage 10 der Vieh-

VerkV entspricht. Das Begleitpapier ist vom Empfänger mindestens für einen Zeitraum von drei Jahren

aufzubewahren.

5. Bestandsregister (§ 37)

Das Bestandsregister muss dem Muster der Anlage 11 entsprechen und die vorgeschriebenen Angaben:

A. zum Betrieb,

B. zum Verbringen von Schafen und Ziegen,

C. ab 01. Januar 2008 zu im Betrieb geborenen und/oder verendeten Schafen und Ziegen,

D. im Fall der Überprüfung enthalten.

Das Bestandsregister muss gebunden, chronologisch aufgebaut und mit fortlaufender Seitenzahl

versehen sein, kann aber auch als Loseblattsystem oder in elektronischer Form geführt werden. Im

Falle der elektronisch geführten Form hat der Tierhalter bei Bedarf der zuständigen Behörde einen

Ausdruck auf seine Kosten vorzulegen. Die Eintragungen sind unverzüglich nach Ausführung der

aufzeichnungspflichtigen Tätigkeit in dauerhafter Weise vorzunehmen.

Die Aufbewahrungsfrist beträgt drei Jahre. Die Frist beginnt mit Ablauf des 31. Dezembers desjenigen

Jahres, in dem die letzte Eintragung gemacht worden ist.

Ihr LKV Brandenburg

Regionalstelle HIT

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