DMG-informiert 6/2014

dmginterpersonal

Spannende und bewegendet Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen.

ich

verkündige

euch ...

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 6/2014


Thema

ich

verkündige

euch ...

... groSSe

Freude

Flughafen Tel Aviv, Israel

Die Passkontrolle habe ich hinter mir.

Um die Wartezeit zu überbrücken, gehe

ich in den Buchladen der Duty-Free Zone.

Ein Bildband über Israel sieht interessant

aus. Als ich ihn durchblättere, spricht

mich eine Frau an. Sie kann den Währungshinweis

auf dem Preisschild eines

Buches nicht entziffern. „Sind das 80

israelische Schekel oder 80 Dollar?“, fragt

sie auf Englisch. Englisch ist nicht ihre

Muttersprache. Ich frage sie aus welchem

Land sie stammt. „Aus der Türkei“, gibt

sie zur Antwort. Die nächste Frage stelle

ich auf Türkisch: „Nasilsiniz“ (wie geht es

Ihnen)? Die Frau starrt mich mit großen

Augen an, weil ich in ihrer Muttersprache

rede. Und dann geht das Gespräch nicht

mehr über Buchpreise weiter, sondern

um den Inhalt des wichtigsten Buches,

über die Bibel. Sie ist Muslimin, und wir

kommen auf die Propheten und auf Jesus

zu sprechen. Ich erkläre ihr, warum Jesus

mehr als nur ein Prophet ist.

Von Jesus Christus reden

Nichts anderes tut der Engel, der die

Hirten auf dem Feld bei Bethlehem überrascht.

Er verkündigt nicht vom Himmel

herab seine Botschaft, sondern tritt auf

die Hirten zu. Er begegnet ihnen auf

Augenhöhe und spricht mit ihnen. Dabei

redet er auch nicht auf sie ein, sondern es

folgt eine kurze aber kraftvolle Evangelisation.

Wörtlich heißt es nämlich: Siehe

ich „evangelisiere“ euch große Freude.

Evangelisieren kommt aus dem

Griechischen und heißt „gute Nachricht

bringen“. Es ist nicht nur allein ein Kind

geboren, sondern dieses Kind ist der

Retter der Welt. Die Wahrheit der

Weihnachtsgeschichte ist: Der Christus

(Gesalbte) Gottes hat in Bethlehem nicht

das Licht der Welt erblickt, sondern ist in

die Finsternis dieser Welt hineingeboren.

Warum das? Weil ohne den Sohn Davids

Menschen auf ewig verloren gehen. Er

ist der Retter für Israel und alle Völker.

Das ist in der Tat die beste Nachricht der

Welt und Grund zu großer Freude.

Nachdem der Engel diese Freudenbotschaft

den Hirten bekannt gemacht hat,

erscheint bei ihm ein Lobpreischor, der

es in sich hat. Die große Freude wird

sofort proklamiert und Gott die Ehre

gegeben.

Sie erzählten es allen

Die Hirten hören die gute Nachricht

und erfahren sie, denn sie machen sich

auf den Weg und suchen persönlich das

Kind auf, von dem der Engel gesprochen

hat. Danach kehren sie selbstzufrieden,

mit sich und der Welt im Reinen, wieder

zu ihren Schafen und dem entspannenden

Lagerfeuer zurück? Nein! Genau das tun

sie eben nicht. Sie erzählen erstmal allen

Leuten, was sie erlebt haben:

Dort, wo sonst in der Steinnische ein

Salzkristall lag, an dem die Tiere schleckten,

liegt nun ein neugeborener Junge.

Genau wie der Engel es angekündigt hat.

Der langersehnte Messias ist geboren.

Der Retter ist da. Die Hirten begreifen

durch die Botschaft und die Begegnung

mit dem Retter: Nicht Jesus, sondern wir

haben in dem stallähnlichen Kreißsaal das

Licht der Welt erblickt. Jesus Christus

ist das Licht der Welt, deswegen die

Riesenfreude, die ihre Gesichter strahlen

lässt. Die gute Botschaft hat sie gepackt,

und das wirkt sich aus, sodass andere mit

in Staunen versetzt werden.

Vor kurzem lernte ich einen Afghanen

kennen, der nach Deutschland geflüchtet

war. Begeistert erzählte er mir, wie er

Jesus kennengelernt hat. Der Mann hatte

eine Ausstrahlung, die hätten Sie sehen

sollen. Nun sieht er seinen Auftrag darin,

Afghanen in Deutschland von Jesus zu

erzählen.

Es mangelt an Botschaftern

Woran liegt es, dass noch so viele

Menschen – auch in unserem Land –

diese gute Botschaft nicht gehört haben?

Die Antwort ist tragisch: Es hat ihnen

bisher keiner gesagt. Es mangelt also an

Botschaftern. Die Verantwortung liegt

bei den Nachfolgern von Jesus. Angesichts

der Not der Menschen sagte er

(Matth 9,38): „Bittet den Herrn der Ernte,

dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“

Als DMG wollen wir dieser Bitte

nachkommen und gezielt um mehr und

neue Missionare beten. Außerdem sollen

diese Botschafter dort hingehen, wo

Menschen die gute Nachricht noch nicht

hören konnten. Als Missionswerk wollen

wir in den kommenden Jahren den Blick

besonders auf die noch unerreichten

2 DMG-informiert | 6 | 2014


Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und

der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und

der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren

wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Die Bibel, Lukas 2,8–11

Volksgruppen der Erde richten.

Es mangelt an Botschaftern, die zu den

Menschen gehen. Mit dem Aussenden

von Missionaren allein ist es nicht getan.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mir

der Mut genommen werden kann oder

ich mit so vielem beschäftigt bin, dass ich

nicht mehr die Menschen im Blick habe,

sondern nur noch die Arbeit. Papierkram,

E-Mails und anderes werden wichtiger,

und damit verliere ich die Zeit, Menschen

von Jesus zu erzählen.

Jeder kann weitersagen

Die Ausrede, ich habe keine Gabe für

Evangelisation, ich kann nicht gut reden,

zählt nicht. Die Weihnachtsgeschichte

lehrt uns nämlich etwas ganz Wichtiges:

Nicht nur Gottes gesandte Boten, die

Engel, sondern ganz einfache Menschen

können und sollen die beste Botschaft

der Welt verkündigen. Jeder, der reden

kann, kann anderen von Jesus weitersagen.

Wir hatten ein Missionsfest in einer

Gemeinde. Der örtliche Verantwortliche

wurde leider schwer krank und konnte

nicht an der schönen Feier dabei sein.

Das Programm mit den Liedern hatte er

schon ausgewählt, darunter auch ein Lied

aus dem letzten Jahrhundert, das wir im

Gottesdienst sangen. In einem Vers heißt

Kinder in Bethlehem

es: „Menschen müssen Menschen sagen,

dass Gott alle liebt …“ Der Zustand des

Mannes verschlechterte sich, und er

musste ins Krankenhaus. Einige Tage später

sprach ich mit seiner Frau. Sie erzählte:

„Ja, im Krankenhaus nutzt er jetzt die

Möglichkeit, von Patient zu Patient Jesus

bekannt zu machen: Menschen müssen

Menschen sagen!“

Deutschland braucht mehr Evangelisten!

Menschen, die nicht nur zu den

Menschen hingehen, sondern im Großen

wie im Kleinen und im persönlichen Umfeld

von der guten Nachricht reden. Das

ist es, was die Hirten ausmacht. Sie gehen

nicht nur hin, sie reden.

Gottes Weg

Während meiner Israelreise im

Sommer habe ich einfache philippinische

Frauen kennengelernt. Als Gastarbeiterinnen

pflegen sie in Israel alte und kranke

jüdische Bürger und finanzieren so ihre

Familien daheim. Ich durfte einen ihrer

Gottesdienste miterleben. Sie haben

dabei ein Anliegen; Juden Jesus als den

Messias bekannt machen.

Die Hirten mögen von ihrem Auftreten

her anders gewirkt haben als der Engel.

Ihre Aura war kein leuchtendes Licht

sondern Schafgeruch. Kluge Köpfe von

heute hätten sicherlich Ratschläge für ein

besseres Outfit gegeben: „Nimm doch

ein Schaf mit, das belebt die Botschaft.

Oder rasiere ein Fischemblem ins Fell,

das wäre doch ein Hingucker, an dem du

deine Botschaft festmachen könntest.“

Wir denken uns tausend Methoden

aus, wie wir die Botschaft zu den Menschen

bringen könnten. Warum machen

wir es uns oft nur so kompliziert und

streiten über diese und jene Methoden,

wenn Gott schon einen Weg eingeschlagen

hat? Seine Methode heißt: „Verkündigen!“

Auf Augenhöhe wird die Botschaft

von Mund zu Ohr weitergegeben. Das

geschieht mit dem gesprochenen Wort.

Deswegen heißt es auch, „der Glaube

kommt aus dem Gehörten“ (Röm 10,17;

Luther übersetzte „… aus der Predigt“).

Die Türkin auf dem Flughafen in Tel

Aviv war tief bewegt, als ich ihr erzählte,

was das Einzigartige an Jesus ist. Er ist

derjenige, der die Gnade in diese Welt

gebracht hat. Denn als einziger ist er – im

Gegensatz zu allen anderen Propheten –

sündlos.

Gottes Lob anstimmen

Als seine Botschafter sind wir mit dem

Boden verhaftet, reden mit den Menschen,

und unser Blick ist dennoch nach

oben zum Herrn der Welt gerichtet. Der

Mund, der die Botschaft verkündigt, ist

derselbe, der das Lob Gottes anstimmt.

Das war beim Engel wie bei den Hirten

so – und sollte genauso bei uns sein. Mit

dieser Botschaft wünschen wir Ihnen

als DMG ein gesegnetes und fröhliches

Weihnachten.

Übrigens: Viermal erwähnt der Evangelist

Lukas in seinen zwei Büchern „große

Freude“. Große Freude in Bethlehem,

in Jerusalem, Samaria und als Heiden zu

Jesus umkehren. Sagt uns das etwas? Die

Botschaft der großen Freude breitet sich

aus in alle Welt. Aber es geschieht auf

Augenhöhe. Vom Engel zu den Hirten in

Bethlehem und von dort zu Menschen

in aller Welt. Vielleicht müsste der Engel

heute zu jedem von uns treten und sagen:

Verkündigt die gute Nachricht! Verkündigt

große Freude! Macht den

Mund auf, redet von Jesus, aber

fürchtet euch nicht.

Detlef Garbers

Öffentlichkeitsarbeit

DMG-informiert | 6 | 2014

3


vadis

e von Lecco

ipre si

mt von Glyzinien

Viole t

uchert Zäune

en mit frischem

zum See

hes Tor

e:

www.DMGint.de

ISBN 978-3-905290-75-2

9 783905 290752

www.arte-media.ch

Europa

Deutschland

Klaus und Fränzi Libuda

Deutschland

Bernd und Christine Müller

Leben wie auf

der Achterbahn

Zweimal Beinbruch,

zweimal Segen

Sicher kennen Sie die Geschichte aus

dem Buch Daniel, wo der biblische Prophet

lange Zeit im Gebet verharrt, ohne

eine Antwort von Gott zu bekommen.

Dann wird ihm in einer Vision erklärt,

dass in der geistlichen Welt heftige Kämpfe

stattfinden, die unser Leben auf Erden

beeinflussen. Dass der Engelfürst seines

Volkes in so einen Kampf verwickelt

war und ihm nicht sofort zu Hilfe eilen

konnte.

Derzeit spüren wir diese geistliche

Auseinandersetzung

stark. Mecklenburg-Vorpommern

scheint

„Feindesland“

zu

Susanne Stoehr

Wie in einem Spiegel

Neu auf unserem Büchertisch:

Liederbuch und Musik-

CD „Na Putu – unterwegs“

von Frank Bosch und Team in

Deutsch und Kroatisch, geeignet

für Kinder und Erwachsene. „Wie

in einem Spiegel“ heißt der neue

Bildband mit Aquarellen von Susanne

Stoehr. Und „Einblicke weltweit“, unser

Tischkalender 2015 mit leckeren

Rezepten und Anekdoten aus aller

Welt (hier bestellen: Tel. 07265-9590

E-Mail: Kontakt@DMGint.de).

www.DMGint.de/

Buecher

4

9

9

14

16

Susanne Stoehr

Wie in einem Spiegel

Verschenken

Sie Mission

Inhalt

EUROPA

ASIEN

Veranstaltungen

AFRIKA

AMERIKA

4 DMG-informiert | 6 | 2014

Spielstraße von Libudas Gemeinde in der

Rostocker Innenstadt

sein, und Satan, der Fürst dieser Welt,

gibt keinen Zentimeter und keinen einzigen

Menschen kampflos an Gott ab. Alles

erfordert Zeit und Geduld, und wir sehen

oft über weite Strecken kaum Ergebnisse.

Christen unserer jungen Gemeinde

finden keine Arbeit und müssen wegziehen,

während sich neue Menschen nur

zögernd nähern. Manchmal fühlen wir uns

rundum angefochten.

Vor öffentlichen Einsätzen scheinen

sich die Probleme zuzuspitzen. Spannungen

und Konflikte in der Partnerschaft

flammen auf, dazu Probleme mit den Kindern

und gesundheitlich. In der Gemeinde

erleben wir staunend, wie Teenager und

junge Erwachsene „zwei Füße in einen

Schuh quetschen“, indem sie ihr Leben

mit Jesus mit den Verlockungen der Welt

zu vereinen versuchen. Erwartungen von

Vorgesetzten, Freunden und eigene Vorstellungen

bauen Druck auf und werden

zu Stolpersteinen.

Da fühlen wir uns kraftlos, und

wir fragen, wo heute zuzupacken

ist und was auf später verschoben

werden kann. Ein Leben wie auf

einer Achterbahn, die mit Höchstgeschwindigkeit

unterwegs ist und

uns kräftig durchschüttelt. Wie

wichtig ist es, dass wir uns im Blick

auf Epheser 6,21 immer auf Jesus

ausrichten. Danke für all Ihre Gebete

und Unterstützung, während der

Engel für Mecklenburg-Vorpommern

noch zwischen Himmel und Erde in

Kämpfe verwickelt zu sein scheint und

aufgehalten wird. Gott hat unseren

Landstrich und uns in seiner Hand. Er

wirkt und kommt zum Ziel … nach

seinem Zeitplan.

Wir haben Grund zur Freude, denn

Nicole (30), eine meiner Gitarrenschülerinnen,

und ihr Mann Danny sind jetzt mit

Jesus unterwegs. Sie haben zwei Kinder,

Darian (6) und Jaron (2). Beim Schreiben

dieser Zeilen begeistert mich, wie der

Heilige Geist sie vorbereitet und zu ihnen

gesprochen hat.

Im Winter 2013 hatte Nicole erwähnt,

dass sie gerade einen Taufkurs besuche,

der jedoch oft ausfalle. Allerdings würde

sie vieles nicht verstehen. Sie hatte

Fragen und wollte wirklich wissen, was

es mit dem Glauben an Jesus auf sich

hat. Eines Tages brach sie sich ein Bein

und wurde einige Zeit krankgeschrieben.

Plötzlich hatte sie Zeit, sich mit den

wesentlichen Dingen zu beschäftigen. Es

machte Freude, sie darin zu begleiten.

Gemeinsam arbeiteten wir das Heftchen

„Neues Leben in Christus“ durch. Schon

nach drei Treffen hatte sie verstanden;

sie war Gottes Schöpfung, aber nicht

Gottes Kind. Das jedoch wollte sie gerne

werden.

Sie hatte Fragen und wollte

wirklich wissen, was es mit

dem Glauben an Jesus auf

sich hat.

Auf die Frage, ob sie ihrem Mann von

ihrer Hinwendung zu Jesus erzählen solle,

konnte ich ihr keine eindeutige Antwort

geben. Ich befürchtete, dass er uns für

eine Sekte hielt. Doch sie konnte es nicht

für sich behalten. Und ihr Mann verstand

plötzlich, dass er in der Gefahr stand,

die Ewigkeit ohne seine Frau erleben zu

müssen. Also beschloss er, sie in unsere

Gottesdienste zu begleiten.

Kaum zu glauben, ein paar Wochen

später brach er sich ebenfalls das Bein.

Nun bat er seine Frau, ihm die Bibel ins

Krankenhaus mitzubringen. Und kurze

Zeit darauf traf er seine eigene Entscheidung

für Jesus. Seit ein paar Monaten

kommen sie regelmäßig zum Abendgottesdienst.

Und Danny liest mit Bernd die

Bibel, und Nicole mit

mir. Wir danken dem

Herrn, dass er ihnen

neues Leben geschenkt

hat. Eine große Freude

für die Beiden und

uns.

Beten Sie mit für

Nicoles Familie


Deutschland

Matewos Hagos

Auf Afrikanisch

Weihnachten feiern

Das Weihnachtsfest, das wir nach

eritreischer Tradition zwischen dem

3. und 6. Januar feiern, ist immer eine

besondere Gelegenheit, Außenstehende

einzuladen. Zum Weihnachtsgottesdienst

unserer Gemeinde in Stuttgart (im

Haus der Ev. Stephanusgeimeinde Bad

Cannstatt, Burckhardtstr.

75) laden wir

eritreische Christen

Freunde, Verwandte,

Bekannte und unsere

deutschen Nachbarn

ein, außerdem geben wir die Einladung

übers Lokalradio bekannt. Zum Gottesdienst

kommen dann viele Familien

mit Kindern, Jugendliche und Menschen

ohne Kirchenbindung, dazu Gäste aus der

eritreisch-lutherischen und der koptischorthodoxen

Kirche.

Die Feier beginnt vormittags um 11

Uhr mit dem Gottesdienst, bei dem es

um die gute Nachricht geht, dass Gott in

Wir führen ein Krippenspiel

auf, wie in unserer

Heimat Eritrea

Jesus Mensch

geworden ist.

Die Erwachsenen führen ein Krippenspiel

auf, wie in unserer Heimat

Eritrea. Die Botschaft lautet: „Damals

fand Jesus keinen Platz in der

Herberge, heute bittet er um Raum in

unserem Leben.“

Nach dem Gottesdienst gibt

es ein gemeinsames Festessen,

das unsere Gemeindeglieder

für alle vorbereitet haben. Das

traditionelle Weihnachtsessen

unserer afrikanischen Heimat besteht

aus Hähnchen, Rindfleisch und Gemüse

in scharfer Soße, die mit Fladen gegessen

werden. Unsere eritreischen Gäste freuen

sich sehr, in Deutschland heimatlich

bekocht zu werden. Beim Nachmittagsprogramm

geht es mit Liedern weiter,

und Christen erzählen, was sie mit Jesus

erlebt haben. Da werden Herzen angerührt.

Eritreisches Festessen im

Anschluss an den Gottesdienst

Den Weihnachtsgottesdienst in

Stuttgart besuchen etwa dreimal so viele

meiner Landsleute, wie die anderen Gottesdienste.

Wir sind dankbar, dass durch

diese Feiern schon eine ganze Reihe Menschen

zum Glauben und in die Gemeinde

gefunden haben. Ich hoffe und bete, dass

noch mehr Eritreer Jesus annehmen, der

die Herrlichkeit Gottes verlassen und

unser Leben, Leiden und Sterben geteilt

hat. Deshalb laden wir auch 2015 herzlich

zu unseren Gemeindeveranstaltungen ein

(Information: 07531 77128).

In jedem Kind steckt

großes Potential

Herbstmissionsfest: 1.200 Gäste informierten sich über Mission

„In jedem Kind steckt das Potential für

ein gelingendes, glückliches Leben, wenn

jemand sich investiert, es anfeuert, ihm

hilft, seine Begabungen zu entdecken, und

es mit dem Glauben an Jesus in Berührung

bringt.“ Mit eindrucksvollen Worten

erklärte DMG-Mitarbeiterin Pia Kaufmann

beim Herbstmissionsfest am 28.09.

ihre Motivation, weshalb sie Kindern in

Mexiko hilft. Am Rande der Veranstaltung

auf dem Buchenauerhof berichtete

sie von ihrem Projekt:

Das Team der DMG-Krankenschwester

baut ein christliches Kinderdorf in Mexiko

auf. „In unserem Landstrich haben

Kinder kaum einen Stellenwert“, sagte

sie. „Familien sind arm und zerfallen

aufgrund von Alkohol. Viele Mütter

sind alleinerziehend und frustriert.“

Kürzlich hätten die Behörden ihnen eine

Elfjährige ins Kinderdorf zugewiesen, die

von ihrer Mutter fast erhängt und vom

Stiefvater missbraucht worden war. Das

Mädchen habe noch wochenlang Striemen

am Hals gehabt. Derzeit leben

25 Kinder in ihrem Kinderdorf,

die meisten Sozialwaisen

und Missbrauchsopfer. 200

Kinder sollen dort eine

Heimat finden …

Kinder singen mit

Tello Harbichs beim

Herbstmissionsfest

Hier der ausführliche

Bericht vom

DMG-Herbstmissionsfest, die

Fotogalerie und Audiopredigten

von Dr. Detlef Blöcher und

Pfr. Günther Beck:

www.DMGint.de/hmf

DMG-informiert | 6 | 2014

5


Europa

Deutschland

Walter und Esther Reuter

Deutschland

NEU: Gerhard und Bettina Denecke

Jahreswechsel

ist Kalenderzeit

Wir helfen Migranten in

Deutschland praktisch und

seelsorgerlich. In Städten wo wir

regelmäßig Büchertische aufbauen,

kommen zum Jahresende manche

gezielt an unseren Stand und fragen

nach christlichen Abreiß- und

Monatskalendern in unterschiedlichen

Sprachen für sich, ihre Nachbarn,

Freunde und Kollegen. Das

begeistert uns, denn die Kalender

zeigen Wirkung:

In einem Asylantenheim gab ich

gezielt den Abreißkalender „Die

gute Saat“ in mehreren Sprachen

weiter. Jemand wollte für seinen

Freund einen weiteren haben. Der

las nun täglich die Andachten.

Bereits am 4. Januar begannen

die Bibelworte und Andachten

zu wirken. Epheser 2 – „aus

Gnaden errettet“ – brachte den

jungen Leser ins Nachdenken. 20

Tage und Kalenderblätter später

traf Gott ihn mit Jesaja 44,22

mitten ins Herz: „Ich habe eure

ganze Schuld vergeben; sie ist

verschwunden wie der Nebel vor

der Sonne. Wendet euch mir zu,

denn ich werde euch befreien.“ Er

entschied sich für Jesus.

Als ich ihn kürzlich besuchte,

hatte er so eine Freude in Jesus.

Er geht treu den Weg und besucht

nun eine Gemeinde. Bitte beten

Sie, dass noch vielen Kalender-

Lesern die Augen für die Gnade

Gottes aufgehen.

Sie wollen

Migranten

in Ihrem Umfeld

erreichen?

Dabei können Ihnen unsere

Mitarbeiter Walter und Esther

Reuter helfen (Tel. 07464

3323), beispielsweise durch ein

Seminar in Ihrer Gemeinde.

Fremdsprachige Kalender erhalten

Sie hier: EAD Dortmund

(Tel. 0231 48-923) und MSOE

Siegen (Tel. 02734 28478-40).

„Alte Hasen“

werden neue Missionare

Gerhard:

An einem sonnigen Nachmittag kommen

Menschen vieler Länder und Religionen

an meinem christlichen Büchertisch

in der Innenstadt vorbei. Ich bete für die

Passanten, das tue ich gern. Gott hat

uns ja berufen, den Menschen ein Segen

zu sein. Also segne ich die Kinder, die

neugierig unsere Kinderbücher anschauen.

Dann einen älteren Türken, mit dem

ich über politische

Fragen ins Gespräch

komme. Als

ausländische Studenten

einen Blick

auf mein Sortiment

werfen, bitte ich

Gott, dass er sich ihnen offenbart.

Einer bleibt stehen und fragt: „Was sind

das für Bücher?“ Ich schenke ihm eine

Bibel in seiner Sprache, die er freudig

annimmt. Ein Iraner kommt vorbei, den

ich schon mehrere Jahre kenne. Wir

wechseln freundliche Worte, dann geht

er weiter. Gott liebt diese Menschen.

Das spüre ich oft deutlich, wenn ich mit

meinem Büchertisch in der Innenstadt

stehe und für sie bete.

Eine Türkin erklärt mir: „Das Neue

Testament habe ich schon.“ Ich biete ihr

den Film über das Leben von Jesus an.

Sie: „Den haben Sie mir schon gegeben,

er hat mir gut gefallen. Ich bin zwar Muslimin,

aber ich verstehe gar nicht, weshalb

viele Muslime Jesus so sehr ablehnen.“

Ja, das verstehe ich auch nicht. Es macht

mir Freude, hier in Deutschland Menschen

aus aller Welt mit Jesus bekannt zu

machen.

Schon in meiner Jugend in der DDR

war ich begeisterter Mitarbeiter bei Evangelisationswochen.

Obwohl es damals

polizeilich verboten war, habe ich Einladungen

auf der Straße verteilt. Es ging

gut, ich wurde von keinem sozialistischen

Staatsbediensteten verhaftet. Meine Freude

hat Gott gesehen, und er gab mir die

Möglichkeit, Missionar zu werden.

Gott liebt Migranten. Das spüre

ich oft deutlich, wenn ich mit

meinem Büchertisch in der Innenstadt

stehe und für sie bete.

Bettina:

„Gibt es die Hölle in echt?“, fragte Hassan

(alle Namen geändert) in meiner ev.

Religionsstunde. „Ja“, sagte ich. „Und wer

kommt dann in die Hölle?“, bohrte der

kurdische Junge weiter. Ich erklärte ihm,

dass Jesus für die Schuld aller Menschen

den Tod am Kreuz auf sich genommen

hat und jeder, der an Jesus glaubt, gerettet

wird. Hassan schien verstanden zu

haben. „Kann man auch heimlich Christ

sein?“, war seine nächste Frage.

Ausweichend antwortete ich: „Jeder

kann Christ sein, egal ob Kurde, Chinese,

Franzose oder Deutscher.“ Hassan

versank in Schweigen.

In der großen Pause

kam Hassans Klassenlehrerin

mit zackigem

Schritt auf mich zu:

„Hey Bettina, was

hast du denn heute

den Kindern von der Hölle erzählt? Eben

hat sich Hassan vor mich hingestellt

und zu mir gesagt: ‚Frau Meier, glaubst

du an Gott?‘ Ich sagte: ‚Nee, damit hab

ich nichts am Hut.‘ Sagt er: ‚Weißt du

denn auch, dass du dann in die Hölle

kommst?‘“

Migrantenkinder sind erstaunlich

offen für die Botschaft von Jesus. Aber

oft dürfen sie den Religionsunterricht

nicht besuchen. Dabei würden sie gerne

mehr über Jesus erfahren. In den Städten

Niedersachsens gibt es besonders viele

Jesiden. Die schlimme Situation im Irak

und in Syrien macht sie fragend. Wer

lässt sich in die Arbeit unter ihnen berufen?

Die Türen sind weit offen.

Vor einigen Monaten habe ich meine

Arbeit als Grundschullehrerin beendet

und mit meinem Mann die Vorbereitungszeit

bei der DMG begonnen. Vor 25 Jahren

habe ich in Aidlingen die theologische

Ausbildung absolviert. Es war mir immer

eine Freude, in Andachten, Schulgottesdiensten

und Bibelarbeiten Gottes Wort

weiterzugeben.

Gemeinsam:

Ab Januar beginnen wir unseren Reisedienst.

Wir freuen uns schon, wenn Sie

uns in Ihre Gemeinde einladen. Gerne

erzählen wir Ihnen von unserer künftigen

Arbeit. Wir werden in Niedersachsen

Migranten wie Hassan und seinen Eltern

helfen und von Jesus weitersagen.

6 DMG-informiert | 6 | 2014


Österreich

Gerhard und Junko Deimel

Wie die Engel

in der Bibel

Ester Sachi

In der Bibel (Lukas 2) kündigen Engel

die Ankunft von Jesus an. In ähnlicher

Weise soll unser Stand des Christlichen

Literaturvereins (CLV) auf dem Wiener

Christkindlmarkt Menschen auf Jesus, den

Retter der Welt, hinweisen. Immerhin besuchen

jedes Jahr drei Millionen den großen

Weihnachtsmarkt am Rathausplatz,

davon zwei Millionen Touristen. Wir sind

der einzige Bücherstand unter den 140

Marktbuden. Motiviert bringen wir gute

Literatur unter die vielen Besucher aus

allen Erdteilen.

Den Bücherstand gibt es schon seit 21

Jahren, ich arbeite zum elften Mal mit.

Touristen gefällt die schöne Gestaltung,

einige fragen: „Are you Christians?“ (Seid

Ihr Christen?). Mit unseren Büchern

sind wir Boten der Liebe Gottes. Das

Präsentieren, Erzählen und Vorlesen für

Kinder lockt ganze Menschentrauben

an und spricht zu ihren Herzen. Manche

Zuhörer klatschen, besonders asiatische

und japanische Touristen. Und sie kaufen

die vorgestellten Bücher, zum Beispiel ein

schönes Bilderbuch über die Gleichnisse.

Wir beten, dass durch die Bücher Kinder

und Erwachsene Jesus kennenlernen.

Jedes Jahr sind 40 freiwillige Helfer

beteiligt: Durch die Empfehlung, Auswahl

und Bestellung der Bücher, durch

Gebet, Vorbereiten und Organisieren,

Auf- und Abbau des Standes, Dekoration,

Auspacken, Auspreisen, Folieren, Transport

zum Markt, Gespräche am Stand,

Beratung, Verkauf, Verpflegung und

Ermutigung der Mitarbeiter. Jeder trägt

zum Gelingen bei. Und Rückmeldungen

zeigen, dass die Mühe sich lohnt. Wir

erreichen Menschen aus aller Welt mit

der Frohen Botschaft.

Komm in unser Jahresteam!

FSJ und BFD auf dem Buchenauerhof

Freundschaft Mission Begegnung SpaSS WG

Herausforderungen Arbeiten Gemeinschaft

Engagement Gott Missionare Kultur Abenteuer

Anbetung Mentoren Vielfalt Einsätze

Mehr Information:

www.junge-mission.de

Das Präsentieren der Bücher,

Erzählen und Vorlesen für Kinder

lockt ganze Menschentrauben an

und spricht zu ihren Herzen.

Weihnachtsmarkt in Wien

DMG-informiert | 6 | 2014

7


Europa

Griechenland

Karin Schutz

Wirklich

etwas bewegt …

Es war wie ein Wunder: 315 Teilnehmer

aus 25 Ländern (Kolumbien,

Australien, Südafrika, Neuseeland …)

kamen im Juli nach Griechenland, um

Bibeln, christliche Bücher und Medien

zu verteilen und mit Menschen über

Jesus zu reden. Die „Operation Josua

7“ meiner Partnermission war ein

voller Erfolg. Wir verschenkten Literaturpakete

an 102.000 Haushalte in 376

Dörfern rund um Halkidiki, Thessaloniki

und den Berg Athos. 50 Autos und

Kleintransporter brachten 42.400 Kilo

Literatur ans Ziel – Gottes Wort für

Tausende Griechen. Hier ein Bericht

von Teilnehmer Benjamin Kurtze (25)

aus Berlin:

„Durch einen griechischen Abend mit

Karin Schutz kamen mein Vater und ich

auf die Idee, bei Operation Josua mitzumachen.

Ich hatte eh Semesterferien. Wir

meldeten uns an, erhielten die Zusage

und buchten den Flug nach Thessaloniki.

Das Camp Sithonia, in dem die Teilnehmer

untergebracht waren, befand sich in

der Nähe des Dorfes ‚Methamorphosi‘

am Meer. Wir wurden herzlichst begrüßt

und fühlten uns sofort ins Team integriert.

-App für

Smartphones

Zu unserer Kleingruppe gehörten zwei

Griechinnen. Gemeinsam beluden wir

unser Auto mit möglichst vielen Bibeln

und machten uns auf den Weg in die

uns zugewiesenen Dörfer. Dort gingen

wir zu Fuß von Haus zu Haus, sprachen

mit den Menschen und gaben Tüten mit

Literatur weiter. Da die Arbeitslosigkeit

in Griechenland hoch ist, waren viele

zu Hause und fragten, was wir wollten.

Die beiden Griechinnen überzeugten die

Dorfbewohner, unser Geschenk dankbar

anzunehmen.

Abends beim gemeinsamen Abendessen

lernten wir

interessante Menschen

aus aller Welt kennen.

Gegen 20.30 Uhr

versammelten wir

uns zur Andacht und

Lobpreiszeit auf dem

Fußballplatz, wo jeder Erlebnisse mit

Gott erzählen konnte. Kaum zu glauben,

wie schnell Freundschaften über Kontinente

hinweg entstanden.

Wir kamen in Bergdörfer mit gerade

mal 20 Einwohnern und in große, historische

Städte wie Kavala. Das Wetter war

traumhaft. Eine unserer Griechinnen traf

eine ältere Frau, die zu Tränen gerührt

war, dass sie eine Bibel geschenkt bekam

– weil sie sich keine leisten konnte. Mein

Vater setzte sich im Dorfzentrum zu ein

paar Senioren, die ihn begeistert um weitere

Bibeln für ihre Freunde und Familie

baten. Eine ältere Frau lud unsere ganze

Gruppe zu einem Dreigänge-Menu ein.

Solche Gastfreundschaft habe ich noch

selten erlebt.

In den Dörfern gab es viele freilaufende

Hunde. Einer war zutraulich, ließ

sich streicheln und folgte mir mehrere

Kilometer. An einer Kreuzung liefen uns

plötzlich sechs große, schwarze Köter

entgegen, die laut bellten und die Zähne

fletschten. Ich dachte, jetzt ist es aus.

Da schoss mein

kleiner Begleiter

auf die Meute zu

und begann laut zu

kläffen. Es war unglaublich,

er schlug

die Angreifer in die

Flucht und bewahrte mich davor, gebissen

zu werden. Diesen kleinen Helden hatte

Gott zu meinem Schutz geschickt.

Am letzten Abend am Strand hatte ich

ein weiteres bewegendes Erlebnis. Ich

bat Gott unterm Sternenhimmel um ein

Zeichen, dass wir wirklich etwas bewegt

hatten. Plötzlich zog eine große Sternschnuppe

mit rotem Schweif über den

Himmel, ein klares Ja von Gott. Wenn

es sich einrichten lässt, werden wir bei

der nächsten ‚Operation Josua‘

im Sommer 2015 wieder dabei

sein. Kommst du mit?“

An einer Kreuzung liefen uns

plötzlich sechs große, schwarze

Köter entgegen, die laut bellten

und die Zähnen fletschten.

Information und Anmeldung:

www.operationjoshua.org

Ab sofort können Sie Neuigkeiten aus der DMG-

Zentrale, unsere Nachrichten und Informationen über

Projekte in aller Welt als App auf Ihr Android-Smartphone

oder iPhone installieren. So können Sie Aktuelles, Fotos

und Veranstaltungshinweise der DMG per Fingertipp abrufen.

Außerdem werden Sie bei

Neuigkeiten automatisch

informiert (selbstverständlich

deaktivierbar). Über den

QR-Code rechts gelangen Sie

mit Ihrem Handy auf unsere

Internetseite, wo Sie die App

installieren können.

8 DMG-informiert | 6 | 2014

www.DMGint.de/App

Benjamin verteilte

Bibeln in Griechenland


ASien

Taiwan

Dr. Alain und Rita Haudenschild

Neue Missionare

für Asien gesucht

Die Wirtschaft brummt, und viele

aus dem deutschsprachigen Raum sind

tatkräftig mit ihren Firmen in Ostasien

daran beteiligt. Ganz anders jedoch in der

geistlichen Arbeit: Da leidet Asien unter

einem chronischen Mangel an Missionaren.

Gerade mal sechs Prozent aller

Missionare weltweit arbeiten in Asien.

Der Kontinent hat nicht nur die größten

von Jesus unerreichten

Religionsblöcke (Hinduismus,

Buddhismus, Islam),

er ist auch die Heimat

der meisten unerreichten

Volks- und Sprachgruppen.

Doch wieviele davon

arbeiten wirklich bei

diesen Unerreichten?

Wir benötigen dringend neue Missionare

aus dem deutschsprachigen Europa.

Viele Regionen Ostasiens sind extrem

dicht besiedelt. Wenn Sie hier jemandem

von Jesus weitersagen, dann verbreitet

sich die Botschaft. Sie wird von vielen

gehört, verstanden und geglaubt. Was

für eine Chance für Pionierarbeit und

Gemeindebau. Die Entwicklung von Missionsprojekten,

Missionsforschung und

Einführung von

Ein Grund für die

geringe Zahl an

Missionaren aus Europa

könnte die falsche

Einschätzung der

geistlichen Not sein.

V e r a n s t a lt u n g e n

05.12.2014, 20 Uhr: Gebet für die Welt – Spanien

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

14.12.2014, 10 Uhr: Gebetssonntag – Afrika

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

17.01.2015, 20 Uhr: Abschluss der Allianzgebetswoche

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

18.01.2015, 10 Uhr: Gebetssonntag – Amerika

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

16.–28.04.2015: Frühlingsreise nach Israel

Mit Besuch bei Familie Shahwan (DMG)

in Beit Jala bei Bethlehem. Information:

Gerd Sigrist, Tel. 07265 8610

E-Mail: Gerd.Sigrist@gmx.net

Frühbucherrabatt bis 30.11.2014

04.–08.05.2015: DMG-Missionsfreizeit

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

Missionswissenschaften an theologischen

Ausbildungsstätten wären weitere

hochinteressante Aufgaben. Sie könnten

effektiv vielen Lernwilligen Glaube,

Jüngerschaft und Mission in Theorie und

Praxis beibringen.

Ein Grund für die geringe Zahl an Missionaren

aus Europa könnte die falsche

Einschätzung der geistlichen Not sein.

wirtschaftlichen

Segnungen aus

diesen Ländern mit

geistlichem Segen

antworten? Dazu

kommen die Angst

vor den schwierigen

asiatischen

Sprachen und

die Befürchtung,

sowieso nicht viel

Wer gute Autos und Computer

produziert, müsste

sich doch selbst helfen

können? Doch, Hand aufs

Herz, sollten nicht gerade

wir Christen auf die

Trefft uns am Infostand

und in Seminaren bei:

Wesentliches beitragen zu können. Auch

die hohen Lebenshaltungskosten spielen

sicher eine Rolle, weshalb junge Missionare

sich oft gegen Asien entscheiden. Gott

(be)ruft … doch wer hört?

In Missionskursen am Theologischen

Seminar Taosheng durfte ich rund 60

Pastoren für die missionarischen Herausforderungen

in Ostasien sensibilisieren.

Pastor Wu meinte nach unserem

Kurs: „Wir kennen uns mit den anderen

Religionen in unserem Land viel zu wenig

aus und müssen lernen, unseren Mitmenschen

das Evangelium weiterzugeben.“

Hätten wir für den gleichen Zeitraum

zehn Lehrer gehabt, wären 600 Pastoren

wie er für Mission motiviert worden.

Gott hat seine Weisheit gerecht auf

unterschiedliche Kulturen verteilt, sodass

keine alles alleine tun kann. Während

in der Wirtschaft Massen an Europäern

hierzulande auftauchen, hat das auf die

Kirchen und Gemeinden noch nicht

durchgeschlagen. Wir brauchen euch

Christen aus Deutschland, der Schweiz

und Österreich als Gottes Mitarbeiter in

Japan, China, Taiwan und der Mongolei.

In den südöstlichen Philippen und vielen

unerreichten Völkern Indonesiens warten

Muslime, die offen sind für das Evangelium

und für Lehrer, die ihnen mit Geduld

ihr Wissen vermitteln …

JuMiKo Anzeige 2015 10.09.14 09:11 Seite 1

© fotomek / Fotolia.de

Himmel und Hölle

Dein Leben ist mehr als ein Spiel!

Über 24 Veranstaltungen mit Andreas Boppart,

Winrich Scheffbuch, Peter Reid, Detlef Krause,

Tobias Kley, Yassir Eric, u.v.m.

22. JUGENDKONFERENZ

für Weltmission

www.jumiko-stuttgart.de

4. JANUAR 2015 ICS Messe Stuttgart

9


Asien

Thailand

Daniel und Melanie Böhm

Südostasien

Anne

Ein Slumviertel,

zwei Gemeinden, ein Ziel

Daniel ist auf dem Weg zum Tante-

Emma-Laden am Anfang unserer Straße.

Da hört er: „Hallo, Daniel“ – „Oh, Pastor

Dta! Lange nicht gesehen. Was verschlägt

Sie denn hierher?“ Pastor Dta erklärt:

„Wir sind mit unserer Gemeinde gerade

in dieses Viertel gezogen.“

Während unserer ersten Monate in

Bangkok wohnten

wir gegenüber von

Pastor Dta und

seiner „Kraft der

Gnade“-Gemeinde.

Wir feierten miteinander

Gottesdienst

und sahen uns täglich. Nun sind sie hier.

Und wie! Pastor Dtas Gemeinde wartet

nicht, dass sich irgendwer mal in ihren

Gottesdienst verirrt. Sie gehen zu den

Menschen hin, und zwar nicht nur zur

gutbegüterten Mittelklasse um unser

Armenviertel herum – gerade auch zu

unseren einfachen Nachbarn. Uns wird

fast schwindelig vor Freude, was diese

Gemeinde in nur wenigen Monaten alles

angestoßen hat:

Drei junge Männer unterstützen sonntags

unsere Kollegin bei der Lernwerkstatt

für Kinder im Slum. Kleine Teams

besuchen zweimal die Woche Kranke und

Senioren, die sich nicht mehr gut selbst

versorgen können, bringen ihnen Lebensmittel

vorbei, hören zu und bieten Gebet

an. Pastor Dta ist mit dem städtischen

Gemeinderat im Gespräch, um verschiedene

Projekte ins Leben zu rufen:

Eine Nutzpflanze, die sich unkompliziert

anbauen lässt und deren Blüten

gewinnbringend verkauft werden können,

soll Armen ein Einkommen bieten.

Ein zweistöckiges Gebäude könnte für

Jugendarbeit genutzt werden, Studenten

10 DMG-informiert | 6 | 2014

Pastor Dtas Gemeinde wartet

nicht, dass sich irgendwer mal

in ihren Gottesdienst verirrt. Sie

gehen zu den Menschen hin.

aus der Gemeinde möchten dort Kurse

und Nachhilfe anbieten. Pastor Dta lädt

Mitglieder des Gemeinderats mit ihren

Familien zu einer Wochenendfreizeit

ein. Und im Dezember werden wir mit

unseren buddhistischen Nachbarn drei

Tage lang Weihnachten feiern.

Wir staunen über Jesus. Unser Team

betet schon lange

für Gemeinden aus

der Mittelschicht, die

kleine Slum-Hauskirchen

unterstützen

und sich mit ihnen

gemeinsam für das

Wohl ihrer Nachbarschaft einsetzen.

Und dann schickt Gott so eine Gemeinde,

direkt vor unsere Haustür. Noch

dazu eine, die wir schon kennen und

schätzen. Sie haben die Menschen in

unserem Slumviertel auf dem Herzen

und wollen ihnen ganzheitlich dienen.

Wow, danke Jesus!

Samstagabends treffen wir uns jetzt

zum Gebet für unser Viertel, unsere

kleine Hauskirche und die „Kraft der

Gnade“-Gemeinde. Wir wünschen uns,

dass zwischen beiden Beziehungen

auf Augenhöhe wachsen. Dass unsere

Hauskirche sich nicht klein fühlt,

angesichts der Energie, mit der sich die

neue Gemeinde einbringt. Dass diese

wiederum unsere Hauskirche mehr einbezieht,

ihr in einer lernenden, demütigen

Haltung begegnet und Entscheidungen

gemeinsam getroffen werden.

Als Ausländer sitzen wir in guter Weise

zwischen den Stühlen und hoffen und

beten, dass wir zum Brückenbauen zwischen

ihnen beitragen können – zum

Segen für unsere Nachbarn.

Wie Christen in einem

Armenviertel Bangkoks

auf Menschen zugehen

Wiedersehen an

Heiligabend

Am Bahnhof lag ein verwirrter

junger Mann, mit Kot verschmiert

und in Lumpen mitten in der Menschenmenge.

Bevor mein Kollege

M. den Hilfsbedürftigen sah, roch er

ihn bereits. Die Leute um ihn herum

bezeichneten ihn als „pagol“ (durchgeknallt).

M. versuchte, mit dem

Mann zu reden, doch er reagierte

nicht. Kurzentschlossen brachte er

ihn zu uns ins Krankenhaus.

Unsere Ärzte diagnostizierten

Schizophrenie und begannen die Behandlung.

Zunächst konnte er uns

nicht einmal seinen Namen sagen.

Nur vorsichtig nahm er die Hilfe

unserer Klinik an. Nach und nach

sah er gepflegter aus.

Wir bemühten uns sehr, seine

Familie zu finden. Reporter kamen

und fotografierten ihn – doch

vergeblich. Alles verlief im Sand. M.

besuchte ihn regelmäßig, half bei

der Pflege und versuchte weiter unermüdlich,

die Familie aufzuspüren.

Nach zwei Monaten entschieden

die Ärzte, dass es für den Patienten

besser sei, ihn in die einzige Psychiatrie

unseres Landes zu überweisen.

M. machte sich mit ihm auf den

langen Weg dorthin. Leider weigerte

sich die psychiatrische Klinik, ihn

aufzunehmen. In der Nacht bevor

sie zurückfuhren musste sich M. mit

dem Mann ein Bett teilen. Mitten

in der Nacht fiel ihm plötzlich seine

Heimatadresse wieder ein! Ein Ort

ganz im Süden, zwei Tagesreisen

entfernt. Es dauerte noch ein paar

Wochen, bis wir die Familie ausfindig

gemacht hatten.

Einen Tag vor Weihnachten

kam der Vater des Patienten in

unser Krankenhaus. Als er seinen

Sohn sah, brach er in Tränen aus.

Eineinhalb Jahre hatte er ihn gesucht

– nun konnten sie sich wieder in die

Arme schließen! Unser Patient hatte

eine Frau und ein kleines Kind.

Die Familie war M. und unserem

Krankenhaus so dankbar für die

monatelange kostenlose Pflege. Sie

stehen bis heute in regem Kontakt

mit meinem Kollegen. Und M.,

der früher Muslim war, nutzt jede

Möglichkeit, der Familie von Jesus

zu erzählen.


Nepal

Benjamin Eilers (Jahreseinsatz)

Asiatische Adventsparty

Von August 2013 bis Mai 2014 habe ich

in Nepal in einer christlichen Grundschule

als Unterrichtsassistent mitgeholfen,

und samstags ging ich in eine nepalesische

Kirche. Warum samstags? Weil der

Wochenfeiertag in Nepal nicht sonntags

sondern samstags ist. Nur zwei Prozent

aller Nepalis sind Christen, dafür 80

Prozent Hindus. Es gibt also nur wenige

christliche Gemeinden. Ich ging in eine

Kirche, die jedes Jahr in der Adventszeit

eine besondere Aktion veranstaltet. Sie

weisen öffentlich auf Christus hin, den

Sohn Gottes und unseren Retter. Sie tun

ihren Mund auf, singen Lieder, tanzen und

erzählen Nachbarn und Freunden das

Evangelium mit großer Freude. Wie das

aussieht?

Kurz vor Weihnachten versammelt sich

die ganze Gemeinde auf einem öffentlichen

Platz, wo tagsüber viel Verkehr und

Trubel herrscht. Es ist dunkel. Ein Lagerfeuer

brennt, und eine Tanzgruppe der

Gemeinde macht sich bereit. Dann geht

es los, mit lauter Musik und Nepali-

Tanz. Die Anwohner schauen neugierig

aus ihren Fenstern. Der

eine oder andere Motorradfahrer

bleibt stehen und sieht

sich das Spektakel mit an.

Dann hält der Pastor eine

feurige Andacht in Nepali.

Sie singen weitere

Lieder von Jesus. Ein

Fest und Gottesdienst

gleichzeitig – einfach nur

schön!

Und tatsächlich, es wirkte: Viele

sind durch diese Aktion aufmerksam

geworden. Zum Weihnachtsgottesdienst

war die Kirche rappelvoll. Jugendliche

der Gemeinde erklärten mir, dass durchs

„Carol singing“ (öffentliches Weihnachtsliedersingen)

jedes Jahr neue Menschen

den Weg in ihre Gottesdienste finden.

Das war wunderbar, da nehme ich mir

die Christen in Nepal zum Vorbild.

Lasst uns in der Vorweihnachtszeit

auf die Straßen gehen und

Menschen fröhlich auf Jesus

hinweisen. Die frohe Botschaft

will unter die Leute. Dann

werden sie hellhörig.

Unsere Freude soll

keine Grenzen haben,

wie meine Nepali-

Freunde will ich es

allen mitteilen: „Freut

euch: Christus ist da!“

und Gott dafür loben und danken. Frohe

Weihnachten!

Es ist dunkel. Ein Lagerfeuer

brennt, und eine Tanzgruppe

der Gemeinde macht sich bereit.

Dann geht es los.

O f f e n e S t e l l e n f ü r

J a h r e s e

i n s ä t z e

2 0 1 5 i m

Wir suchen dringend (m/w ab 18 Jahre) …

A u s l a n d

Land Tätigkeit Freiwilligendienst Sprache

Frankreich Kinder- und Jugendarbeit IJFD Französisch

Frankreich Jugendcafé IJFD Französisch

Italien Buchhandlung/Verlag Italienisch

Italien Gästehaus IJFD Italienisch

Georgien Kreativ-Workshops IJFD Russisch hilfreich

Irland Kinder- und Jugendarbeit IJFD englisch

Spanien Drogenrehaarbeit eFD Spanisch

Thailand Rollstuhlprojekt IJFD englisch

Südasien Lernhelfer f. Männer IJFD englisch

Naher Osten Lernhelfer und int. Schule (nur Männer) evtl. IJFD englisch

Philippinen Lernhelfer/in IJFD englisch

Philippinen Jugendarbeit/Sozialprojekt IJFD englisch

Naher Osten Hausmeistertätigkeiten IJFD englisch/Arabisch

Namibia Unterricht/Nachhilfeunterricht IJFD englisch

Elfenbeinküste Kinder-und Jugendarbeit evtl. IJFD Französisch

Angola Lernhelfer (ab Januar, 6 Monate) evtl. IJFD englisch

Tansania Straßenkinderarbeit (nur Männer) IJFD englisch/Kisuaheli

Tansania Kindergarten evtl. IJFD englisch/Kisuaheli

Tansania Schulunterricht evtl. IJFD englisch

Ecuador Radioarbeit IJFD Spanisch

Nepal Unterrichtsassistenz englisch

Interessiert?

Dann Informiere

dich noch heute

und bewirb dich!

www.kurzeinsätze.de

IJFD = Internationaler

Freiwilligendienst

EFD = Europäischer

Freiwilligendienst

DMG-informiert | 6 | 2014

11


Orient

Westbank

Andres und Melissa Zorob

Zorobs im Einsatz

Durch die Bibel

redet Gott zu mir

Ich (Andres) bin in Jerusalem geboren

und in Beit Jala, einer Nachbarstadt von

Bethlehem, aufgewachsen. Meine Familie

sind traditionell christlich-orthodoxe Palästinenser,

und ich war immer stolz auf

meine Herkunft. Dass ich dort aufwachsen

durfte, wo Jesus gelebt hat. Kultur

und Tradition waren fester Bestandteil

meines Lebens, doch ich kannte keine

persönliche Beziehung zu Jesus.

Nach dem Abitur wollte ich ein

Studium als Touristenführer fürs Heilige

Land machen. Ich erhoffte mir, damit

gutes Geld zu verdienen. Zu den Unterrichtsfächern

gehörte selbstverständlich

auch Theologie, denn ein guter Touristenführer

hier muss die Bibel kennen. Ich

wollte ohnehin wissen, ob dieses Buch

wirklich Gottes Wort ist oder nur ein

historisches Dokument. Eigentlich stand

meine Meinung bereits fest, die ich mir

durchs Studium bestätigen lassen wollte:

Dass die Geschichten von Jesus alles nur

Legenden sind, die nicht der Wahrheit

entsprechen.

Ich las also die Bibel – und machte die

erstaunliche Entdeckung, dass Gott durch

dieses Buch direkt zu mir redete. Nicht

nur die Fakten darin stimmten erstaunlich

genau mit meinen Kenntnissen des

Heiligen Landes überein. Das Johannes-

Evangelium beschrieb einen Jesus, den ich

so noch nicht kannte. Ich war jung und

auf der Suche nach Leben. Johannes 10,10

spricht von einem besseren Leben, das

man durch Jesus bekommt. Ich staunte,

wie in Jesus alle Prophezeiungen des

Alten Testaments erfüllt worden sind,

beispielsweise Jesaja 53 und Psalm 22.

Die Wunder von Jesus haben mich

schließlich überzeugt, dass er auch mein

Leben verändern kann, wie es Johannes

9 beschreibt. Die Bibel, die ich eigentlich

nur gelesen habe, weil ich ein guter „Tour

Guide“ werden wollte, hat mir die Augen

geöffnet. Als würde dieses Buch wissen,

wonach ich mich sehnte. Diese Sehnsucht

hat Jesus gestillt. Ich wurde ein neuer

Mensch und bin begeistert von seiner

grenzenlosen Liebe zu mir. Ich hatte Jesus

ganz privat für mich entdeckt.

Heute bin ich stolz, nicht nur auf meine

Herkunft, sondern dass ich ein Kind

Gottes bin. Diese Veränderung hat mich

motiviert, weiter die Bibel zu studieren,

mit Schwerpunkt auf Theologie und

Pädagogik.

Ich (Melissa, geb. Shahwan) kam in

Bremerhaven zur Welt und bin in Beit

Jala aufgewachsen. Meine Eltern sind

DMG-Missionare (siehe nebenstehender

Text). Was für ein Segen, in dieser Familie

in der Provinz Bethlehem aufzuwachsen,

Langeweile gab es bei uns nur selten.

Doch es war auch nicht einfach, Missionarskind

zu sein. Die vielen Wechsel

zwischen den Kulturen. Oft fragte ich

nach meiner Identität, und ich fühlte mich

überall etwas fremd.

Dann verschlechterte sich die politische

Situation in den Palästinensergebieten

und Angst griff um sich. Damals war

ich „gläubig“, aber eher oberflächlich.

Warum ließ Gott so viel Ungerechtigkeit

zu und griff nicht ein? Meine Eltern

erklärten mir, dass Gott keine Fehler

macht, einen Plan für unser Leben hat

und immer die Kontrolle über alles. Ihre

Worte berührten mich tief. Nach einiger

Zeit des Hin und Her entschied ich mich

ganz für Jesus.

Er schenkte mir meinen Mann, und

Ende 2009 führte er uns nach Deutschland.

Andres begann ein Masterstudium

an der AWM in Korntal. Nebenher lernte

er Deutsch, nahm an Integrationskursen

teil und arbeitete in einer Kindertagesstätte.

Und ich absolvierte mein Studium

zur Sozialpädagogin und arbeitete in

einem Kinderheim.

Die konfliktreiche Situation in der

Arabischen Welt bewegt uns sehr. Wir

wollen Gottes Werkzeuge sein und ihm

mit unseren Fähigkeiten dienen. Seit

September bereiten wir uns deshalb bei

der DMG auf die Mitarbeit im „Haus der

Begegnung“ in Beit Jala vor. Wir sind

dankbar, wie Gott jeden Schritt geführt

hat. Unser Ziel ist das Land mit der

gewaltigsten Geschichte der Welt – wo

Jesus geboren wurde, lebte, starb und

auferstanden ist. Wo selbst die Steine

seine Botschaft erzählen, da möchten wir

lebendige Steine sein.

In unserem christlichen Zentrum

können wir uns pädagogisch-sozial in der

Kinder- und Jugendarbeit und Ausbildung

von Mitarbeitern einbringen, besonders

in der Kindertagesstätte. Wir möchten

ein Segen für die Menschen sein und

ihnen erzählen, dass es nur bei Jesus ein

reiches, sinnerfülltes Leben gibt. Bitte

beten Sie mit uns, dass in der Provinz

Bethlehem eine Generation heranwächst,

die ein Segen für ihre Nation ist und zum

Frieden beiträgt. Viele sollen erfahren,

dass Gott lebt, sie liebt und sich danach

sehnt, eine persönliche Beziehung zu

ihnen zu haben. Bitte begleiten Sie uns

auf diesem Weg.

Urlaub in Bethlehem

Unser Gästehaus in der Provinz Bethlehem ist

ein wunderbarer Ort der Erholung und Begegnung.

Lernen Sie interessante Menschen kennen, haben Sie teil

am Segen, den Gott schenkt, und staunen sie über lebendige

biblische Geschichte. Anmeldung: info@beitliqa.org

12 DMG-informiert | 6 | 2014

V.l.n.r: Johnny,

Andres, Lucinda,

Melissa und Marlene


Westbank

Johnny und Marlene Shahwan

Der Engel sagte:

„Fürchtet euch nicht!“

In den vergangenen Monaten machte

sich wieder Angst breit in der Provinz

Bethlehem. Der Krieg in Gaza und die

Grausamkeiten islamistischer Gruppen

bedrücken die Menschen hier, besonders

die Christen. Viele wollen auswandern.

Dann gäbe es bald kaum noch Christen

im Heiligen Land.

In unserem „Haus der Begegnung“

(Beit Al Liqa) versuchen wir, die christliche

Bevölkerung zu stärken. Deshalb

steht die Verkündigung von Gottes Wort

im Mittelpunkt. Wir erzählen schon

den Kleinsten in der Kindertagesstätte

von Jesus und erziehen sie zum Frieden.

Muslimische Kinder nehmen mit ausdrücklicher

Genehmigung ihrer Eltern

gerne am biblischen Unterricht teil. Sie

singen Lieder von Jesus mit, falten vor

dem Essen die Hände zum Gebet und

feiern mit uns Weihnachten – viele das

erste Mal im Leben.

In Kinderstunden und -camps hören

die Teilnehmer Geschichten aus der

Bibel und lernen Lektionen fürs Leben.

Teenager und Jugendliche führen wir ans

selbständige Bibelstudium heran, und wir

helfen ihnen, ihr Leben danach auszurichten.

Auch in den Frauenstunden geht es

um mehr als „Gesunde Ernährung“ oder

„Farb- und Stilberatung“; es geht glasklar

um Jesus.

Viele haben großen Hunger nach

Gottes Wort. Für die meisten sind die

Treffen mittwochvormittags der Ort, wo

sie geistliche Nahrung erhalten. In den

traditionellen Kirchen bestehen die Got-

tesdienste vor allem aus

Liturgie. Treue Kirchgänger

kennen zwar ganze Psalmen auswendig,

doch sie verstehen kaum ihren Inhalt.

„Seit ich in der Frauenstunde bin, begreife

ich auf einmal die Gebete meiner Kirche“,

sagte Suha. „Durch eure Auslegungen

ist mir die Bibel lebendig geworden. Die

Psalmen sind für mich Ermutigung und

Trost, nicht mehr nur Verse, die heruntergeleiert

werden.“

Kürzlich saß Johnny in einer Männerrunde.

Da wurde über Islam und Politik

diskutiert. „Durch die IS-Miliz im Irak hat

der Islam sein wahres Gesicht gezeigt!“,

sagte ein angesehener älterer Mann

unserer Stadt. „Erkennt ihr nun, dass der

Gott des Islam und der Gott der Bibel

unmöglich dieselben sein können?“, fragte

Johnny die Männer. Schon oft hatte er

mit ihnen über dieses Thema gesprochen.

Diesmal hörten sie ernst zu und bejahten.

Es ist so wichtig für sie als Christen,

Gott und die Bibel zu kennen.

Die Menschen haben Angst. Sie sehnen

sich nach Sicherheit und Frieden. In der

Weihnachtszeit begegnen wir ihrer Not

mit der Botschaft der Engel: „Fürchtet

euch nicht! Schaut nicht auf die Bedrohung,

sondern auf Jesus! Er ist der Herr

der Geschichte und hat euer Leben in der

Hand!“

Wir verteilen jedes Jahr im Rahmen

von „Weihnachten

im Schuhkarton“

Tausende Päckchen

an Palästinenserkinder.

In

einer Schule in

Nablus begegnete

uns Mohammed.

Der junge Mann

half uns spontan

beim Schleppen der schweren Kartons.

Aus Neugier blieb er zum geistlichen

Programm, das wir vor etwa vierhundert

Kindern hielten. Hinterher kam Johnny

mit ihm ins Gespräch und erzählte ihm

vom größten Geschenk, das Gott den

Menschen durch Jesus Christus gemacht

hat. Seitdem ruft Mohammed regelmäßig

an: „Ich möchte, dass du mir mehr von

Jesus erzählst!“

Täglich kommen die Mitarbeiter unseres

Zentrums mit 400 bis 500 Menschen

in Kontakt. Durch die schwierige politische

Situation ist eine große Offenheit

da, etliche sind zum Glauben an Jesus

gekommen. Wir freuen uns, dass unser

Team wächst: Seit einem Jahr arbeiten

unsere Tochter Melody als Kinder- und Jugendreferentin

und ihr Mann Simon in der

Teenagerarbeit mit. In Kürze kommen

unsere Tochter Melissa und ihr Mann

Andres als DMG-Mitarbeiter zu uns. Es

freut uns besonders, dass unsere Enkel

Lucinda und Luca bei uns aufwachsen

werden. Gott segnet unseren Dienst und

unsere Familie, ein Grund zur Freude!

Weihnachten

im Schuhkarton: Päckchen

für Palästinenserkinder

DMG-informiert | 6 | 2014

13


Orient

Afrika

Unerreichte Volksgruppe

Die Jesiden

Die rund 800.000 Jesiden (Eziden/

Yeziden) sind eine nicht missionarische

Religionsgemeinschaft, die im 12.

Jahrhundert unter kurdischen Stämmen

entstanden ist und deren Angehörige fast

nur untereinander heiraten. Ihr Glaube

umfasst Elemente des Zoroastrismus, des

islamischen Sufismus und der Reinkarnationslehre.

Jesiden glauben an einen

Schöpfergott, der über den Mittlerengel

Taus (Pfau) zugänglich sei. Sie haben eine

Hierarchie von Scheichs/Pirs als religiöse

Mittler, die entlang traditioneller Stammesstukturen

organisiert sind. Jesiden

sind oft von den muslimischen Machthabern

verfolgt worden. Die Christen im

Nahen Osten sind ihre natürlichen Leidensgenossen

und Freunde. Jesiden leben

heute dezimiert im Irak, Syrien, Türkei,

Iran, Armenien, Aserbaidschan und Georgien,

viele sind Analphabeten. Seit 1970

sind einige in den Westen (Deutschland/

USA) geflohen.

Aktuelle Gebetsanliegen von Augenzeugen,

die uns in den vergangenen

Wochen aus verschiedenen Ländern

aus erster Hand berichtet haben:

Arabische Welt in Flammen

www.DMGint.de/Irak

1. In Armenien, Aserbaidschan

und Georgien haben sich etliche

jesidische Familien und ganze Teile

von Stämmen für Jesus entschieden.

Für die weitere Ausbreitung

und Vernetzung mit christlichen

Jesiden außerhalb.

2. Für die konzertierte aktuelle Hilfsaktion

durch türkische Christen:

Um mehr kurdische Geschwister,

einen geistlichen Aufbruch und

gute Hilfeleistung vor dem Winter.

3. Für Massenevangelisation mit Videos,

kurdischer christlicher Musik

und übers Internet.

DMG-Nothilfe

Nothilfe Irak:

Stichwort P50401

Flüchtlingshilfe Syrien:

Stichwort P50402

Senegal

Jens und Cornelia Auer

„Jetzt verstehe ich

es erst richtig!“

Das Mädchen blickt uns mit

großen Augen an, als sie das sagt.

Es hat uns fast umgehauen. Als

Missionarskind ist sie im Senegal

aufgewachsen, hat die biblischen

Wahrheiten quasi mit der Muttermilch

eingesogen. In unserem

Internat für Missionarskinder war

sie schon bei zahllosen Andachten

dabei. Und doch brauchte es diese

eine Stunde im Taufunterricht, um

ihre Herzensaugen zu öffnen. Was

für ein Geschenk.

Es ging in dieser besonderen

Stunde um grundlegende Wahrheiten

unseres menschlichen

Wesens und um Gott. Einfachstes

ABC des Glaubens; und plötzlich

fand der Heilige Geist eine offene

Tür in ihrem Teenagerherzen.

Sie kam aus dem Staunen nicht

heraus, was Gott für sie getan hat.

Damit ist ihr Wunsch, sich taufen

zu lassen, umso bedeutsamer

geworden.

Genau so ging es mir (Conni)

vor 25 Jahren. In einer Konfirmandenstunde,

bei der unser Pfarrer

mit schlichten Grafiken das Leben,

Sterben und die Auferstehung

von Jesus erklärt hat, merkte ich

plötzlich, dass mich das persönlich

anging. Nach unzähligen Gottesdiensten

und Kinderstunden

brauchte es diese eine besondere

Stunde, um mich aus der geistlichen

Lethargie zu reißen. Was der

Pfarrer damals sagte, war nichts

Neues; die „Verpackung“ war

weder modern, noch besonders

ansprechend. Doch Jesus hatte

plötzlich Raum, in meinem Herzen

eine persönliche Beziehung zu

beginnen. Der Bibelvers „Schaffe

in mir Gott ein reines Herz und

gib mir einen neuen beständigen

Geist“ (Psalm 51,12) war mir

plötzlich total wichtig und

wurde mein Konfirmationsspruch.

Wir sind begeistert, wie

wir Missionarskindern an unserer

Schule im Senegal die

gute Nachricht weitergeben

können. Beispielsweise durch

Jugend-Alphakurse für ältere

Schüler und das „Graffiti-

14 DMG-informiert | 6 | 2014


Mosambik

Angelika Maader / Inge Michel

Cornelia beim

„Graffiti-Weekend“

Jens mit

Sonntagsschulgruppe

Wir sind begeistert,

wie wir Missionarskindern

an unserem Internat im

Senegal die gute Nachricht

weitergeben können.

Weekend“ für Mädchen von 13 bis

16 Jahren, wo es um ein gesundes,

von Gott geprägtes Selbstbild

geht. Seit Jahren führen wir

Taufkurse durch, um Jugendlichen,

die hier getauft werden möchten,

eine solide Basis für ihren weiteren

Weg mit Jesus zu geben. Und wir

leiten Sonntagschulgruppen, in

denen Kinder hören, wie wichtig

die Freundschaftsbeziehung zu

Jesus ist. Kinder von Missionaren

sollen – genau wie andere – die

gute Botschaft so hören, dass sie

persönlich darauf antworten können.

Deshalb sind wir hier.

www.DMGint.de/Ebola

Ebola-

Nothilfe

Stichwort:

P84597

Mitarbeiter

der christlichen

ELWA-Klinik

in Liberia in

Schutzanzügen

beim Gebet.

Das Weihnachtskind

und seine Mama

„Dá licença, irmãs, dá licença“ (bitte

lasst uns herein), rief eine Stimme von

draußen. Wer kam jetzt noch vorbei,

zwischen den Weihnachtsfeiertagen und

zu so später Stunde? Der Gemeindeleiter

einer Kirche vom Stadtrand und sein Mitarbeiter

standen in der Tür. Im Wohnzimmer

beteten wir erstmal gemeinsam und

lobten Gott für seine

Liebe und Treue. Das

tut man hier so, nach

dem Betreten eines

Hauses. „So spät kommen

sie nur im Notfall

vorbei“, dachten wir,

„was ist los?“ Den eigentlichen Grund

ihres Besuchs erfuhren wir erst, als sie

wieder gingen.

So ist das hier in Mosambik mit der

Höflichkeit. Man fällt nicht mit der Tür

ins Haus, selbst wenn es dringend ist.

Beim Abschied an der Tür sagte der

Mann endlich: „Bitte, könnt ihr meine

Frau ins Krankenhaus fahren?“ Sie hatte

einige Tage zuvor einen Sohn entbunden,

doch es gab Komplikationen. Nach

fünf Tagen ging es ihr schlecht, sie hatte

unerträgliche Schmerzen. Und das an

Weihnachten. Fünf Kilometer Fußweg

bei Nacht hatten die zwei Männer hinter

sich, um unsere Hilfe zu erbitten.

Schnell holten wir das Auto aus der

Garage und fuhren durch die menschenleeren

Straßen. Die letzten Meter kamen

wir nur noch mit Schrittgeschwindigkeit

voran, denn es war Regenzeit und

der Weg aufgeweicht. Da konnte jede

Pfütze ein tiefes Loch sein. Bis zum Haus

kamen wir nicht, der Pfad war zu eng. Ich

wendete das Auto, während Angelika mit

zum Haus ging, um die Frau zu holen. Im

Schein der Rücklichter sah ich die Gruppe

kommen.

Sie trugen die Frau und setzten sie

vorsichtig ins Auto. Ein beißender Geruch

machte sich breit, es musste ein schlimmes

gesundheitliches Problem sein. Wie

üblich fuhren Familienmitglieder

mit, die sich

in der Klinik um die

Kranke kümmern wollten.

Ein kleines Bündel

in Tüchern eingewickelt

wurde vorsichtig

Beim Abschied an der Tür

sagte der Mann endlich:

„Bitte, könnt ihr meine Frau

ins Krankenhaus fahren?“

hereingereicht und von einer jüngeren

Frau, der Tante, fürsorglich entgegengenommen;

das Neugeborene.

Bangend und betend fuhren wir ins

Krankenhaus. An der Notaufnahme

musste alles schnell gehen. Die Kranke

wurde auf eine Trage gelegt. Der

Ehemann kümmerte sich um die Formalitäten,

während Angehörige

die Frau ins Haus

geleiteten. Die Tante mit

dem Neugeborenen wich

der Mutter nicht von der

Seite. So verschwanden

sie in der Klinik. Einem

Angehörigen sagten wir, dass sie jederzeit

kommen könnten, sollten sie weitere

Hilfe benötigen.

„Dá licença, irmãs, dá licença.“ Ein

paar Tage später bat der Mann wieder

lautstark um Einlass, diesmal um die

Mittagszeit. Freudestrahlend erzählte er,

dass seine Frau entlassen wird. Gerne

fuhren wir die Familie vom Krankenhaus

nach Hause. Unterwegs erzählten sie,

dass wir die Mutter gerade noch rechtzeitig

ins Hospital gebracht hatten. Bei der

Entbindung waren Teile der Nachgeburt

zurückgeblieben, was zu einer Vergiftung

geführt hatte. Einige Stunden später,

so der Arzt, wäre keine Rettung mehr

möglich gewesen. Noch schwach, aber

fröhlich hielt die Mutter auf dem Rücksitz

ihr kleines Weihnachtskind im Arm. Jetzt

konnte sie selbst für ihren Jungen sorgen.

Übrigens: Ich (Inge Michel) bin derzeit

in Deutschland und berichte gerne in

Ihrer Gemeinde von Gottes Wundern in

Nampula.

DMG-informiert | 6 | 2014

15


F

Amerika

Ecuador

Hermann und Irene Schirmacher

Wasserversorgung

für ein Bergdorf

Seit 1993 sind wir DMG-Missionare

in Südamerika. Zu meinen Aufgaben

gehören Wasser- und Hygieneprojekte in

abgelegenen Bergdörfern. Auf der Fahrt

zu einem Ort staunen wir, wie intensiv

die Regierung Straßen, Energieversorgung,

Gesundheit und Erziehung ausbaut.

Als wir jedoch die Panamericana-Straße

verlassen, rumpeln wir auf unwegsamen

Pfaden an Dörfchen vorbei, als seien wir

ein Jahrhundert in die Vergangenheit

zurückversetzt.

Das Indianerdorf Cumbas Conde liegt

im Hochland, umgeben von Bergspitzen.

Die Luft ist trocken und staubig,

und wir schützen unsere Gesichter vor

der stechenden Sonne mit Creme und

Mützen. Die 120 Familien im Ort sind

unkompliziert und fleißige Arbeiter. Das

Projekt schreitet gut voran. Wir helfen

ihnen, Trinkwasser von einer Quelle in

ihre Häuser zu leiten und Wasserreservoirs,

Latrinen und ein Abwassersystem

aufzubauen. Das dient der Hygiene, damit

sie gesund bleiben. Beim gemeinsamen

Bau kommen wir auch über den Glauben

ins Gespräch.

Alle Jahre wieder

… suchen Sie nach einer Idee für Ihre

Kinderstunden- oder Jungschar-Weihnachtsfeier?

Die DMG verleiht kostenlos Weihnachtsgeschichten

für verschiedene Altersgruppen als

Videos auf DVD, beispielsweise:

Überall wird gegraben. Von der

Quelle bis zum Ort sind 13 Kilometer

Leitungen zu verlegen. Sie arbeiten

gemeinsam jedes Wochenende, unter

der Woche gehen sie ihrer regulären

Arbeit nach. Einige Jugendliche, die

bis zur Hüfte im Graben stehen und

schaufeln, begrüßen uns freundlich.

Sie haben Spaß bei der Arbeit.

Auf die Idee für unser gemeinsames

Projekt kamen sie, weil wir dem

Nachbardorf genauso geholfen haben.

Als sie sahen, wie gut die Anlage dort

funktioniert, baten sie uns, ihr Dorf

ebenfalls mit Trinkwasser zu versorgen.

Sie hatten begriffen, dass sie die

Arbeit selbst erbringen mussten und

von uns die nötige Technik und Beratung

erhielten – das gemeinschaftliche

Konzept hat sie überzeugt.

Ein Dorfältester erzählt uns, wie

die Frauen und Kinder früher je 15

Liter Wasser aus einem Rinnsal mit

Blechbehältern vier Stunden zu Fuß

auf steilen Bergpfaden heranschaffen

mussten. Eine Tortur. Seit es die Wasserleitung

gibt, haben die Kinder Zeit,

zur Schule zu gehen. Benötigt jemand

Wasser, können sie heute bereits bei

einigen ihrer Häuser einfach den Hahn

aufdrehen. In den nächsten Wochen

wollen wir die Behälter und

Zuleitungen zu den restlichen

Häusern fertigstellen.

Ein Dorf in den Anden

erhält sauberes Trinkwasser

Seit es die

Wasserleitung gibt,

haben die Kinder Zeit,

zur Schule zu gehen.

Name des Ko

Konto-Nr. de

Bitte geben

Spendenbe

Freundesn

vorhanden

Namen un

Das gerettete Weihnachtsfest (Äthiopien)

Weihnachten und die Krippe ist leer (Brasilien)

Das Straßenkind und sein Geheimcode (Brasilien)

Bestellung:

Tel. 07265 959-147 (bis 12 Uhr)

E-Mail: EVolland@DMGint.de

16 DMG-informiert | 6 | 2014


des annehmenden Kreditinstituts

des

Vielen DAnk!

ntoinhabers

Helfen Sie mit, damit Menschen Gott begegnen

Impressum

s Kontoinhabers

Spenden per Lastschrift

Zeitschrift „DMG-informiert“ kostenlos beziehen

Herausgeber:

Ich möchte die Arbeit der DMG durch eine regelmäßige Lastschrift unterstützen.

Ich bitte Sie, von meinem Girokonto folgenden Betrag abzubuchen:

Sie für die

stätigung Ihre

ummer (falls

) oder Ihren

d Ihre Anschrift an.

DMG interpersonal e.V.

(ehem. Deutsche

Missionsgemeinschaft)

Buchenauerhof 2

D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0

Fax: 07265 959-109

Kontakt@DMGint.de

www.DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Titelfoto:

Christa Englert, Niger

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN:

DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN:

CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt

anerkannt. Spenden

werden im Rahmen der Satzung

entsprechend der Zweckbestimmung

für missionarische oder mildtätige

Zwecke eingesetzt. Stehen

für ein Projekt ausreichend Mittel

zur Verfügung, wird die Spende

für einen ähnlichen satzungsgemäßen

Zweck verwendet.

Herzlichen Dank

für Ihre Spende

Wir freuen uns über

Ihre Unterstützung der

missionarischen und

sozialen Arbeit der DMG.

Damit lindern Sie Not und

bringen Menschen in aller

Welt die Liebe Gottes auf

verständliche Weise nahe.

Ihre DMG

Euro

monatlich

jeweils zum

Datum, Unterschrift

Telefon

Name, Vorname

Straße

PLZ/Ort

Datum

Bitte diesen Abschnitt ausschneiden und per Post an die DMG einsenden.

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. (max. 27 Stellen, 27 Stellen, bei bei maschineller Beschriftung max. max. 35 Stellen) 35 Stellen)

IBAN IBAN

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder (8 oder 11 Stellen) 11 Stellen)

Spenden-/Mitgliedsnummer oder oder Name Name des des Spenders - (max. - (max. 27 27 Stellen)

PLZ PLZ und und Straße Straße des des Spenders: (max. (max. 27 27 Stellen)

IBAN IBAN

Datum Datum

für Verwendungszweck

vierteljährlich

01. / 15. des Monats

Meine Freundesnummer:

(Falls bekannt. Siehe auch sechstellige Zahl im rückseitigen Adressfeld)

SEPA-Lastschriftmandat:

BIC BIC

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

G E N O D E 6 1 W I E

Unterschrift(en)

halbjährlich

erstmals ab:

(frühestens 15 Tage nach Eingang dieses Mandats bei der DMG)

Geburtsdatum

Unterschrift

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

Einzugsermächtigung

Bitte geben Sie als Stichwort im Überweisungsträger den Namen eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an.

ggf. ggf. Stichwort

Angaben zum zum Kontoinhaber: Name, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. (max. 27 27 Stellen, keine keine Straßen- oder oder Postfachangaben

E-Mail

DMG interpersonal e.V., Buchenauerhof 2, 74889 Sinsheim

Gläubiger-Identifikationsnummer: DE84ZZZ00000848177

Mandatsreferenz-Nr.: Wird von der DMG vergeben und Ihnen separat mitgeteilt.

Ich ermächtige DMG interpersonal e.V., Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift

einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von DMG interpersonal e.V. auf

mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.

Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des

belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

Bank

IBAN

BIC

jährlich

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

Staaten in in Euro. Euro.

des IBAN des Auftraggebers

IBAN

für den Beleg/Quittung für den Auftraggeber

Empfänger

bei

Konto-Nr. bei

BLZ BLZ

EUR EUR

06 06

SPENDE

SPENDE

Auftraggeber/Einzahler:

Verwendungszweck:

Abzugsfähige Spende

zur beim Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt

Bei Bareinzahlung Empfängerbestätigung

Bei Bareinzahlung Empfängerbestätigung


Weihnachts-

Projekt

Kinder herzen

Weihnachten bedeutet Kinder auf der Schattenseite des

Lebens beschenken: Kinder auf der Flucht vor Krieg. Kinder,

die ausgebeutet werden, keine Chance auf Schule und Ausbildung

haben, die brutal misshandelt wurden oder hungern. Sie

brauchen Zukunft, Liebe und Jesus. Für sie setzen sich 100

DMG-Missionare weltweit von Herzen ein. Mit Ihrer Spende

fürs Weihnachtsprojekt unterstützen Sie beispielsweise:

Naher Osten / Ukraine

Flüchtlingskinder

Sozialwaisen und

missbrauchte Kinder

Europa

Migrantenkinder

Vorschule und

Kinderstunden

Betreuung von

AIDS-Waisen

Jüngerschaft und

Jugendhilfe

Herzlichen Dank für Ihr Weihnachtsgeschenk an Gott!

Volksbank Kraichgau • IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04 • BIC: GENODE61WIE • Stichwort: P50718 Kinderherzen

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine