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DMG-informiert 6/2014

Spannende und bewegendet Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen.

Orient Afrika

Orient Afrika Unerreichte Volksgruppe Die Jesiden Die rund 800.000 Jesiden (Eziden/ Yeziden) sind eine nicht missionarische Religionsgemeinschaft, die im 12. Jahrhundert unter kurdischen Stämmen entstanden ist und deren Angehörige fast nur untereinander heiraten. Ihr Glaube umfasst Elemente des Zoroastrismus, des islamischen Sufismus und der Reinkarnationslehre. Jesiden glauben an einen Schöpfergott, der über den Mittlerengel Taus (Pfau) zugänglich sei. Sie haben eine Hierarchie von Scheichs/Pirs als religiöse Mittler, die entlang traditioneller Stammesstukturen organisiert sind. Jesiden sind oft von den muslimischen Machthabern verfolgt worden. Die Christen im Nahen Osten sind ihre natürlichen Leidensgenossen und Freunde. Jesiden leben heute dezimiert im Irak, Syrien, Türkei, Iran, Armenien, Aserbaidschan und Georgien, viele sind Analphabeten. Seit 1970 sind einige in den Westen (Deutschland/ USA) geflohen. Aktuelle Gebetsanliegen von Augenzeugen, die uns in den vergangenen Wochen aus verschiedenen Ländern aus erster Hand berichtet haben: Arabische Welt in Flammen www.DMGint.de/Irak 1. In Armenien, Aserbaidschan und Georgien haben sich etliche jesidische Familien und ganze Teile von Stämmen für Jesus entschieden. Für die weitere Ausbreitung und Vernetzung mit christlichen Jesiden außerhalb. 2. Für die konzertierte aktuelle Hilfsaktion durch türkische Christen: Um mehr kurdische Geschwister, einen geistlichen Aufbruch und gute Hilfeleistung vor dem Winter. 3. Für Massenevangelisation mit Videos, kurdischer christlicher Musik und übers Internet. DMG-Nothilfe Nothilfe Irak: Stichwort P50401 Flüchtlingshilfe Syrien: Stichwort P50402 Senegal Jens und Cornelia Auer „Jetzt verstehe ich es erst richtig!“ Das Mädchen blickt uns mit großen Augen an, als sie das sagt. Es hat uns fast umgehauen. Als Missionarskind ist sie im Senegal aufgewachsen, hat die biblischen Wahrheiten quasi mit der Muttermilch eingesogen. In unserem Internat für Missionarskinder war sie schon bei zahllosen Andachten dabei. Und doch brauchte es diese eine Stunde im Taufunterricht, um ihre Herzensaugen zu öffnen. Was für ein Geschenk. Es ging in dieser besonderen Stunde um grundlegende Wahrheiten unseres menschlichen Wesens und um Gott. Einfachstes ABC des Glaubens; und plötzlich fand der Heilige Geist eine offene Tür in ihrem Teenagerherzen. Sie kam aus dem Staunen nicht heraus, was Gott für sie getan hat. Damit ist ihr Wunsch, sich taufen zu lassen, umso bedeutsamer geworden. Genau so ging es mir (Conni) vor 25 Jahren. In einer Konfirmandenstunde, bei der unser Pfarrer mit schlichten Grafiken das Leben, Sterben und die Auferstehung von Jesus erklärt hat, merkte ich plötzlich, dass mich das persönlich anging. Nach unzähligen Gottesdiensten und Kinderstunden brauchte es diese eine besondere Stunde, um mich aus der geistlichen Lethargie zu reißen. Was der Pfarrer damals sagte, war nichts Neues; die „Verpackung“ war weder modern, noch besonders ansprechend. Doch Jesus hatte plötzlich Raum, in meinem Herzen eine persönliche Beziehung zu beginnen. Der Bibelvers „Schaffe in mir Gott ein reines Herz und gib mir einen neuen beständigen Geist“ (Psalm 51,12) war mir plötzlich total wichtig und wurde mein Konfirmationsspruch. Wir sind begeistert, wie wir Missionarskindern an unserer Schule im Senegal die gute Nachricht weitergeben können. Beispielsweise durch Jugend-Alphakurse für ältere Schüler und das „Graffiti- 14 DMG-informiert | 6 | 2014

Mosambik Angelika Maader / Inge Michel Cornelia beim „Graffiti-Weekend“ Jens mit Sonntagsschulgruppe Wir sind begeistert, wie wir Missionarskindern an unserem Internat im Senegal die gute Nachricht weitergeben können. Weekend“ für Mädchen von 13 bis 16 Jahren, wo es um ein gesundes, von Gott geprägtes Selbstbild geht. Seit Jahren führen wir Taufkurse durch, um Jugendlichen, die hier getauft werden möchten, eine solide Basis für ihren weiteren Weg mit Jesus zu geben. Und wir leiten Sonntagschulgruppen, in denen Kinder hören, wie wichtig die Freundschaftsbeziehung zu Jesus ist. Kinder von Missionaren sollen – genau wie andere – die gute Botschaft so hören, dass sie persönlich darauf antworten können. Deshalb sind wir hier. www.DMGint.de/Ebola Ebola- Nothilfe Stichwort: P84597 Mitarbeiter der christlichen ELWA-Klinik in Liberia in Schutzanzügen beim Gebet. Das Weihnachtskind und seine Mama „Dá licença, irmãs, dá licença“ (bitte lasst uns herein), rief eine Stimme von draußen. Wer kam jetzt noch vorbei, zwischen den Weihnachtsfeiertagen und zu so später Stunde? Der Gemeindeleiter einer Kirche vom Stadtrand und sein Mitarbeiter standen in der Tür. Im Wohnzimmer beteten wir erstmal gemeinsam und lobten Gott für seine Liebe und Treue. Das tut man hier so, nach dem Betreten eines Hauses. „So spät kommen sie nur im Notfall vorbei“, dachten wir, „was ist los?“ Den eigentlichen Grund ihres Besuchs erfuhren wir erst, als sie wieder gingen. So ist das hier in Mosambik mit der Höflichkeit. Man fällt nicht mit der Tür ins Haus, selbst wenn es dringend ist. Beim Abschied an der Tür sagte der Mann endlich: „Bitte, könnt ihr meine Frau ins Krankenhaus fahren?“ Sie hatte einige Tage zuvor einen Sohn entbunden, doch es gab Komplikationen. Nach fünf Tagen ging es ihr schlecht, sie hatte unerträgliche Schmerzen. Und das an Weihnachten. Fünf Kilometer Fußweg bei Nacht hatten die zwei Männer hinter sich, um unsere Hilfe zu erbitten. Schnell holten wir das Auto aus der Garage und fuhren durch die menschenleeren Straßen. Die letzten Meter kamen wir nur noch mit Schrittgeschwindigkeit voran, denn es war Regenzeit und der Weg aufgeweicht. Da konnte jede Pfütze ein tiefes Loch sein. Bis zum Haus kamen wir nicht, der Pfad war zu eng. Ich wendete das Auto, während Angelika mit zum Haus ging, um die Frau zu holen. Im Schein der Rücklichter sah ich die Gruppe kommen. Sie trugen die Frau und setzten sie vorsichtig ins Auto. Ein beißender Geruch machte sich breit, es musste ein schlimmes gesundheitliches Problem sein. Wie üblich fuhren Familienmitglieder mit, die sich in der Klinik um die Kranke kümmern wollten. Ein kleines Bündel in Tüchern eingewickelt wurde vorsichtig Beim Abschied an der Tür sagte der Mann endlich: „Bitte, könnt ihr meine Frau ins Krankenhaus fahren?“ hereingereicht und von einer jüngeren Frau, der Tante, fürsorglich entgegengenommen; das Neugeborene. Bangend und betend fuhren wir ins Krankenhaus. An der Notaufnahme musste alles schnell gehen. Die Kranke wurde auf eine Trage gelegt. Der Ehemann kümmerte sich um die Formalitäten, während Angehörige die Frau ins Haus geleiteten. Die Tante mit dem Neugeborenen wich der Mutter nicht von der Seite. So verschwanden sie in der Klinik. Einem Angehörigen sagten wir, dass sie jederzeit kommen könnten, sollten sie weitere Hilfe benötigen. „Dá licença, irmãs, dá licença.“ Ein paar Tage später bat der Mann wieder lautstark um Einlass, diesmal um die Mittagszeit. Freudestrahlend erzählte er, dass seine Frau entlassen wird. Gerne fuhren wir die Familie vom Krankenhaus nach Hause. Unterwegs erzählten sie, dass wir die Mutter gerade noch rechtzeitig ins Hospital gebracht hatten. Bei der Entbindung waren Teile der Nachgeburt zurückgeblieben, was zu einer Vergiftung geführt hatte. Einige Stunden später, so der Arzt, wäre keine Rettung mehr möglich gewesen. Noch schwach, aber fröhlich hielt die Mutter auf dem Rücksitz ihr kleines Weihnachtskind im Arm. Jetzt konnte sie selbst für ihren Jungen sorgen. Übrigens: Ich (Inge Michel) bin derzeit in Deutschland und berichte gerne in Ihrer Gemeinde von Gottes Wundern in Nampula. DMG-informiert | 6 | 2014 15

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