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DMG-informiert 6/2014

Spannende und bewegendet Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen.

Thema ich verkündige

Thema ich verkündige euch ... ... groSSe Freude Flughafen Tel Aviv, Israel Die Passkontrolle habe ich hinter mir. Um die Wartezeit zu überbrücken, gehe ich in den Buchladen der Duty-Free Zone. Ein Bildband über Israel sieht interessant aus. Als ich ihn durchblättere, spricht mich eine Frau an. Sie kann den Währungshinweis auf dem Preisschild eines Buches nicht entziffern. „Sind das 80 israelische Schekel oder 80 Dollar?“, fragt sie auf Englisch. Englisch ist nicht ihre Muttersprache. Ich frage sie aus welchem Land sie stammt. „Aus der Türkei“, gibt sie zur Antwort. Die nächste Frage stelle ich auf Türkisch: „Nasilsiniz“ (wie geht es Ihnen)? Die Frau starrt mich mit großen Augen an, weil ich in ihrer Muttersprache rede. Und dann geht das Gespräch nicht mehr über Buchpreise weiter, sondern um den Inhalt des wichtigsten Buches, über die Bibel. Sie ist Muslimin, und wir kommen auf die Propheten und auf Jesus zu sprechen. Ich erkläre ihr, warum Jesus mehr als nur ein Prophet ist. Von Jesus Christus reden Nichts anderes tut der Engel, der die Hirten auf dem Feld bei Bethlehem überrascht. Er verkündigt nicht vom Himmel herab seine Botschaft, sondern tritt auf die Hirten zu. Er begegnet ihnen auf Augenhöhe und spricht mit ihnen. Dabei redet er auch nicht auf sie ein, sondern es folgt eine kurze aber kraftvolle Evangelisation. Wörtlich heißt es nämlich: Siehe ich „evangelisiere“ euch große Freude. Evangelisieren kommt aus dem Griechischen und heißt „gute Nachricht bringen“. Es ist nicht nur allein ein Kind geboren, sondern dieses Kind ist der Retter der Welt. Die Wahrheit der Weihnachtsgeschichte ist: Der Christus (Gesalbte) Gottes hat in Bethlehem nicht das Licht der Welt erblickt, sondern ist in die Finsternis dieser Welt hineingeboren. Warum das? Weil ohne den Sohn Davids Menschen auf ewig verloren gehen. Er ist der Retter für Israel und alle Völker. Das ist in der Tat die beste Nachricht der Welt und Grund zu großer Freude. Nachdem der Engel diese Freudenbotschaft den Hirten bekannt gemacht hat, erscheint bei ihm ein Lobpreischor, der es in sich hat. Die große Freude wird sofort proklamiert und Gott die Ehre gegeben. Sie erzählten es allen Die Hirten hören die gute Nachricht und erfahren sie, denn sie machen sich auf den Weg und suchen persönlich das Kind auf, von dem der Engel gesprochen hat. Danach kehren sie selbstzufrieden, mit sich und der Welt im Reinen, wieder zu ihren Schafen und dem entspannenden Lagerfeuer zurück? Nein! Genau das tun sie eben nicht. Sie erzählen erstmal allen Leuten, was sie erlebt haben: Dort, wo sonst in der Steinnische ein Salzkristall lag, an dem die Tiere schleckten, liegt nun ein neugeborener Junge. Genau wie der Engel es angekündigt hat. Der langersehnte Messias ist geboren. Der Retter ist da. Die Hirten begreifen durch die Botschaft und die Begegnung mit dem Retter: Nicht Jesus, sondern wir haben in dem stallähnlichen Kreißsaal das Licht der Welt erblickt. Jesus Christus ist das Licht der Welt, deswegen die Riesenfreude, die ihre Gesichter strahlen lässt. Die gute Botschaft hat sie gepackt, und das wirkt sich aus, sodass andere mit in Staunen versetzt werden. Vor kurzem lernte ich einen Afghanen kennen, der nach Deutschland geflüchtet war. Begeistert erzählte er mir, wie er Jesus kennengelernt hat. Der Mann hatte eine Ausstrahlung, die hätten Sie sehen sollen. Nun sieht er seinen Auftrag darin, Afghanen in Deutschland von Jesus zu erzählen. Es mangelt an Botschaftern Woran liegt es, dass noch so viele Menschen – auch in unserem Land – diese gute Botschaft nicht gehört haben? Die Antwort ist tragisch: Es hat ihnen bisher keiner gesagt. Es mangelt also an Botschaftern. Die Verantwortung liegt bei den Nachfolgern von Jesus. Angesichts der Not der Menschen sagte er (Matth 9,38): „Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Als DMG wollen wir dieser Bitte nachkommen und gezielt um mehr und neue Missionare beten. Außerdem sollen diese Botschafter dort hingehen, wo Menschen die gute Nachricht noch nicht hören konnten. Als Missionswerk wollen wir in den kommenden Jahren den Blick besonders auf die noch unerreichten 2 DMG-informiert | 6 | 2014

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Die Bibel, Lukas 2,8–11 Volksgruppen der Erde richten. Es mangelt an Botschaftern, die zu den Menschen gehen. Mit dem Aussenden von Missionaren allein ist es nicht getan. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mir der Mut genommen werden kann oder ich mit so vielem beschäftigt bin, dass ich nicht mehr die Menschen im Blick habe, sondern nur noch die Arbeit. Papierkram, E-Mails und anderes werden wichtiger, und damit verliere ich die Zeit, Menschen von Jesus zu erzählen. Jeder kann weitersagen Die Ausrede, ich habe keine Gabe für Evangelisation, ich kann nicht gut reden, zählt nicht. Die Weihnachtsgeschichte lehrt uns nämlich etwas ganz Wichtiges: Nicht nur Gottes gesandte Boten, die Engel, sondern ganz einfache Menschen können und sollen die beste Botschaft der Welt verkündigen. Jeder, der reden kann, kann anderen von Jesus weitersagen. Wir hatten ein Missionsfest in einer Gemeinde. Der örtliche Verantwortliche wurde leider schwer krank und konnte nicht an der schönen Feier dabei sein. Das Programm mit den Liedern hatte er schon ausgewählt, darunter auch ein Lied aus dem letzten Jahrhundert, das wir im Gottesdienst sangen. In einem Vers heißt Kinder in Bethlehem es: „Menschen müssen Menschen sagen, dass Gott alle liebt …“ Der Zustand des Mannes verschlechterte sich, und er musste ins Krankenhaus. Einige Tage später sprach ich mit seiner Frau. Sie erzählte: „Ja, im Krankenhaus nutzt er jetzt die Möglichkeit, von Patient zu Patient Jesus bekannt zu machen: Menschen müssen Menschen sagen!“ Deutschland braucht mehr Evangelisten! Menschen, die nicht nur zu den Menschen hingehen, sondern im Großen wie im Kleinen und im persönlichen Umfeld von der guten Nachricht reden. Das ist es, was die Hirten ausmacht. Sie gehen nicht nur hin, sie reden. Gottes Weg Während meiner Israelreise im Sommer habe ich einfache philippinische Frauen kennengelernt. Als Gastarbeiterinnen pflegen sie in Israel alte und kranke jüdische Bürger und finanzieren so ihre Familien daheim. Ich durfte einen ihrer Gottesdienste miterleben. Sie haben dabei ein Anliegen; Juden Jesus als den Messias bekannt machen. Die Hirten mögen von ihrem Auftreten her anders gewirkt haben als der Engel. Ihre Aura war kein leuchtendes Licht sondern Schafgeruch. Kluge Köpfe von heute hätten sicherlich Ratschläge für ein besseres Outfit gegeben: „Nimm doch ein Schaf mit, das belebt die Botschaft. Oder rasiere ein Fischemblem ins Fell, das wäre doch ein Hingucker, an dem du deine Botschaft festmachen könntest.“ Wir denken uns tausend Methoden aus, wie wir die Botschaft zu den Menschen bringen könnten. Warum machen wir es uns oft nur so kompliziert und streiten über diese und jene Methoden, wenn Gott schon einen Weg eingeschlagen hat? Seine Methode heißt: „Verkündigen!“ Auf Augenhöhe wird die Botschaft von Mund zu Ohr weitergegeben. Das geschieht mit dem gesprochenen Wort. Deswegen heißt es auch, „der Glaube kommt aus dem Gehörten“ (Röm 10,17; Luther übersetzte „… aus der Predigt“). Die Türkin auf dem Flughafen in Tel Aviv war tief bewegt, als ich ihr erzählte, was das Einzigartige an Jesus ist. Er ist derjenige, der die Gnade in diese Welt gebracht hat. Denn als einziger ist er – im Gegensatz zu allen anderen Propheten – sündlos. Gottes Lob anstimmen Als seine Botschafter sind wir mit dem Boden verhaftet, reden mit den Menschen, und unser Blick ist dennoch nach oben zum Herrn der Welt gerichtet. Der Mund, der die Botschaft verkündigt, ist derselbe, der das Lob Gottes anstimmt. Das war beim Engel wie bei den Hirten so – und sollte genauso bei uns sein. Mit dieser Botschaft wünschen wir Ihnen als DMG ein gesegnetes und fröhliches Weihnachten. Übrigens: Viermal erwähnt der Evangelist Lukas in seinen zwei Büchern „große Freude“. Große Freude in Bethlehem, in Jerusalem, Samaria und als Heiden zu Jesus umkehren. Sagt uns das etwas? Die Botschaft der großen Freude breitet sich aus in alle Welt. Aber es geschieht auf Augenhöhe. Vom Engel zu den Hirten in Bethlehem und von dort zu Menschen in aller Welt. Vielleicht müsste der Engel heute zu jedem von uns treten und sagen: Verkündigt die gute Nachricht! Verkündigt große Freude! Macht den Mund auf, redet von Jesus, aber fürchtet euch nicht. Detlef Garbers Öffentlichkeitsarbeit DMG-informiert | 6 | 2014 3

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