K U N D E N Z E I T S C H R I F T D E R T Ü - TÜV Austria

tuev

K U N D E N Z E I T S C H R I F T D E R T Ü - TÜV Austria

KUNDENZEITSCHRIFT DER TÜV AUSTRIA GRUPPE AUSGABE 01 / MÄRZ 2008


EDITORIAL

Der

Inhalt

Akademie fördert Standard in der

Lebensmittelhygiene. Personal, das

Tätigkeiten mit Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit

ausführt, muss entsprechend

ausgebildet sein.

SEITE 03

Unter Volldampf. Die neue Gas- und

Dampfturbine macht Sappi Gratkorn vom

Stromkäufer zum Energielieferanten.

SEITE 04

Karpaten Karpaten-Zauber. Zauber. Der TÜV AUSTRIA ist

seit einem Jahr mit einem eigenen Tochterunternehmen

in In Rumänien tätig.

SEITE 06

CE-Kennzeichnung auf dem Prüfstand.

Gastkommentar von Dr. Andreas Schwab,

stv. Koordinator der EVP-ED Fraktion im

Europäischen Parlament.

SEITE 09

Die Lehren aus Bhopal und Seveso.

Methoden des Risikomanagements bei Prozessanlagen.

SEITE 10

Energieausweis mit Jahreswechsel

verpflichtend. Der Energieausweis ist seit

01.01.2008 für jeden Neubau in Österreich

gesetzlich vorgeschrieben.

SEITE 12

Prüfung von Betriebsanlagen: Verbindung

von Technik und Recht. Mit der im

§ 82b der Gewerbeordnung festgeschriebenen

Überprüfung von Betriebsanlagen schafft ein

Unternehmen Rechtssicherheit.

SEITE 13

Hybridantrieb - Fahrzeug der Zukunft?

Der Hybridantrieb spielt seine Stärken nur

unter bestimmten Bedingungen aus.

SEITE 14

TÜV News:

Grandioser Jahresausklang im TÜV Forum.

5. Tag der Umwelt- und Abfallbeauftragten.

TÜV AUSTRIA (Schweiz) nimmt Arbeit auf.

SEITE 15

TÜV AUSTRIA GRUPPE IM INTERNET:

http://www.tuv.at

Coverfoto: Rolphoto

Liebe Leserinnen!

Liebe Leser!

Rumänien ist einer der schnellst wachsenden

Wirtschaftsräume in der Europäischen Union.

Daher ist der Bedarf an bestqualifizierten Ingenieurleistungen

sehr hoch. Insbesondere im

Bereich der technischen Prüfung und Überwachung,

aber auch im Bereich des Qualitätsmanagements

ist eine ungebrochene Nachfrage

gegeben. Hier zeigte sich eine große Chance

für die TÜV AUSTRIA Gruppe, ihre hoch qualifizierten

Leistungen anzubieten. Seit Februar

2007 ist die TÜV AUSTRIA ROMANIA SRL

sehr erfolgreich auf dem Markt zwischen

Temesvar, Bukarest und Constantia aktiv. Lesen

Sie in unserer Titelgeschichte über unsere

Erfahrungen in einem geradezu euphorischen

Umfeld und den ungebrochenen Optimismus,

mit dem Rumänien zur Aufholjagd gegenüber

den alten EU-Mitgliedern angetreten ist.

Im Kundenporträt zeigen wir den Weg, auf

dem sich die Papierfabrik SAPPI Gratkorn

von den Wellenbewegungen des Energiemarktes

unabhängig machte. Die neue Gasund

Dampfturbine versorgt das Werk mit

Foto: Kurt Keinrath

900 GWh Strom – genug, um Überschussenergie

noch ans Netz zu liefern. Unsere Mitarbeiter

von der Geschäftsstelle Graz prüften

die Rohrleitungen des Kraftwerkes mittels

Schallemission, einem präzisen und schnellen

Verfahren, das in diesem Zusammenhang in

Österreich noch nie zum Einsatz kam.

Im Gastkommentar wird der Vorschlag für ein

europäisches Sicherheitszeichen des EU-Abgeordneten

Dr. Andreas Schwab erläutert.

Auslöser für die Diskussion um ein Sicherheitszeichen

ist die Revision des so genannten

„New Approach“. Dabei wurde die Frage

nach Bedeutung bzw. Sinn der CE-Kennzeichnung

diskutiert und der Ruf nach einem einheitlichen

europäischen Sicherheitszeichen laut.

Wie immer wollen wir die TÜV TIMES

nutzen, um das Augenmerk der Leser auf innovative

Dienstleistungen des TÜV AUSTRIA

zu lenken. Für diese Ausgabe wählten wir

Beiträge zur Sicherheit von Prozessanlagen,

zum Energieausweis und zu Leistungen im Bereich

der Prüfung von Genehmigungsunterlagen,

die nach diversen Gesetzen wie Gewerbeordnung,

Eisenbahngesetz etc. auszurichten sind.

Aus dem Bereich TÜV und Kunst erfolgt ein

kurzer Bericht über ein sensationelles Konzert

mit dem weltbekannten Pianisten Jörg

Demus im TÜV Forum.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

das Redaktionsteam.

Ihr

Dir. Dipl.-Ing. Dr. Hugo Eberhardt

p

s

TÜV AUSTRIA Gruppe

Sitz und Geschäftsführung: 1015 Wien, Krugerstraße 16, Tel. 01/514 07-6001

FACHBEREICHE:

Druckgeräte: Kommerzialrat Dipl.-Ing. Gerhard Höltmann, 1015 Wien, Krugerstraße 16, Tel. 01/514 07-6101

Aufzugstechnik: Ing. Anton Marschall, 1200 Wien, Höchstädtplatz 3, Tel. 01/332 42 81-6900

Maschinen-, Hebe- und Fördertechnik: Ing. Karl Preissler, 1015 Wien, Krugerstraße 16, Tel. 01/514 07-6200

Elektrotechnik: Dipl.-Ing. Friedrich Bittermann, 1230 Wien, Deutschstraße 10, Tel. 01/610 91-6400

Medizintechnik, Nachrichtentechnik/EMV: Dipl.-Ing. Franz Josef Fegerl, 1230 Wien, Deutschstr. 10, Tel. 01/610 91-6501

Werkstoff- und Schweißtechnik: Dipl.-Ing. Leopold Schöggl, 1230 Wien, Deutschstraße 10, Tel. 01/610 91-6600

Umwelttechnik und Chemie: Ing. Ludwig Pointner, 4600 Thalheim/Wels, Tel. 07242/441 77-0

Kraftfahrtechnik und Verkehr: Dipl.-Ing. Walter Bussek, 1230 Wien, Deutschstraße 10, Tel. 01/610 91-6450

Zertifizierung von Managementsystemen: Dipl.-Ing. Reinhard Fröhlich, 1015 Wien, Krugerstr. 16, Tel. 01/514 07-6060


Thomas Rochowansky, MBA

Schulungen steigern Standard

in der Lebensmittelhygiene.

Salat ist gesund – klein geschnitten

und fertig abgepackt kann er auch

rasch und einfach zubereitet werden.

Aber er ist dadurch leichter verderblich,

weil der an den Schnittflächen

austretende Pflanzensaft einen Nährboden

für Keime bietet. Damit abgepackter

Salat ein gesunder Leckerbissen

bleibt, muss die Kühlkette

von der Produktion bis zum Verzehr

lückenlos eingehalten werden.

Dieses Beispiel stellt exemplarisch dar,

worum es bei der Lebensmittelqualität und

-sicherheit geht. Erstens gibt es für die Produktion,

Verarbeitung und Logistik von Lebensmitteln

strenge Vorgaben durch Verordnungen,

Gesetze, Normen und Standards, die

in der TÜV Times 4/2007 unter dem Titel

„Better Standards for Safer Foods“ vorgestellt

wurden.

Erwartung der Konsumenten

Darüber hinaus geht es um die Qualifikation

des Personals im Lebensmittelbereich. Denn

die Einhaltung der Vorgaben erfolgt durch

einzelne Personen im Betrieb. Dort müssen

Eigentümer bzw. Führungskräfte dafür sorgen,

dass sich ihre Mitarbeiter/innen ihrer

besonderen Verantwortung bewusst sind.

Durch entsprechende Informationen und

Schulungen muss klar sein, wie durch bestmögliche

Arbeitsschritte und Kontrollen die

größtmögliche Lebensmittelsicherheit erreicht

wird.

NEU!

Anforderungen an

Schulung und Personal

Daher wird in der ISO 22000 gefordert, dass

das Personal, das Tätigkeiten mit Auswirkungen

auf die Lebensmittelsicherheit ausführt,

entsprechend ausgebildet sein muss. Für die

Durchführung von Schulungen in der Lebensmittelhygiene

gibt die ÖNORM N 1000-2 eine

Anleitung, die folgende Hauptpunkte bei

der Qualifizierung von Mitarbeiter/innen in

den Mittelpunkt rückt:

Unterweisungen in Lebensmittel-Mikrobiologie

& -hygiene, z.B. betriebs- und

produktspezifische Kenntnisse über Mikroorganismen

und deren mögliche Auswirkungen,

potentielle Gefährdungen und deren

gesundheitliche Folgen

Unterweisungen in Hygiene, bezogen auf

den Arbeitsplatz, z.B. Personal-, Rohstoff-,

Lager-, Anlagen-, Verarbeitungs- & Transporthygiene

sowie Vorschriften des Lebensmittelrechts

inkl. Konsequenzen bei

Verstößen gegen diese Vorschriften.

Better Trainings for Safer Foods

Unter diesem Motto bietet die TÜV AUSTRIA

Akademie eine Komplettausbildung über alle

Aspekte des Lebensmittelsicherheits- und

Hygienemanagements an. Bei der „Ausbildung

zum/r zertifizierten Hygienemanager/in“

werden die wesentlichen Vorgaben bezüglich

Lebensmittelsicherheit, Lebensmittelmikrobiologie,

HACCP, Guter Hygienepraxis (GHP)

und betriebstechnischer Vorgaben zusammengefasst

und mit einem Überblick über

AUSBILDUNG

ZUM/R ZERTIFIZIERTEN HYGIENEMANAGER/IN

Folgende 3 Module bilden eine neuartige Gesamtausbildung, die alle wesentlichen

Aspekte der Lebensmittelsicherheit und des Hygienemanagements zusammenfasst. Die

Module können auch als Einzelseminare besucht werden. Gleichwertige bisherige Ausbildungen

werden für die Gesamtausbildung angerechnet.

Hygienemanagement, HACCP & Gute Hygiene Praxis 07.-09.04.2008

inkl. . Grundlagen der Lebensmittel-Mikrobiologie

Lebensmittel-Recht & -Standards 28.-30.04.2008

aktuelle . Rechtsgrundlagen und Standards wie ISO 22000 & IFS

Methoden & Tools im Hygienemanagement 13.-14.10.2008

interne . & Lieferanten-Audits, Trainingsmethoden für Mitarbeiter

Zertifizierungsprüfung 15.10.2008

Informationen, Auskünfte und Anmeldungen:

Frau Susanne Kauer: 01/617 52 50–8182 oder: ks@tuv.at sowie www.tuv-akademie.at

Fotos: Stephen Coburn

TÜV AKADEMIE

relevante rechtliche Vorgaben ergänzt. Die

Teilnehmer/innen erstellen und bewerten

Risikoanalysen im Bereich der Lebensmittelsicherheit

und werden zu Auditor/innen im

Lebensmittelbereich ausgebildet. Die Durchführung

dieser Maßnahme wird in der neuen

Version 5 des IFS – International Food Standard

– sogar als „KO-Kriterium“ festgelegt.

Die Ausbildung schließt mit der Zertifizierung

durch die akkreditierte Personalzertifizierungsstelle

von der TÜV AUSTRIA CERT

GMBH ab. Damit ist das hohe Niveau und

die Akzeptanz dieser Ausbildung am Markt

garantiert.

p

SEITE 3


PORTRÄT

Unter

Volldampf.

SEITE 4

Die neue Gas- und Dampfturbine

von Sappi Gratkorn machte eines der

größten steirischen Unternehmen vom

Energieverbraucher zum Erzeuger.

Mit einer neuartigen Form der Schallemissionsprüfung

testete der TÜV

AUSTRIA die Dampfleitungen zwischen

den Turbinen auf Herz und Nieren.

Der Industriestandort Gratkorn wurde im

August des Vorjahres zum Schauplatz einer

denkwürdigen Eröffnung. Sappi Gratkorn nahm

offiziell den Betrieb der neuen Gas- und

Dampfturbine (GuD) auf. Dies bedeutet nichts

anderes als die Inbetriebnahme eines Kraftwerkes,

das mehr als ein Zehntel des steirischen

Energieverbrauchs erzeugen kann. Sappi

Gratkorn schaffte mit der 50 Mio. Euro teuren

Investition den Schwenk vom Stromeinkäufer

zum Energielieferanten. Bislang mussten für

den Jahresbedarf von 720 GWh rund 35 bis

40 % des Stromes zugekauft werden, der Rest

wurde intern durch Anlagen mit Kraft-Wärme-

Kopplung (KWK) und Kleinwasserkraftwerken

(KWKW) produziert. Seit Sommer des vorigen

Jahres hat es damit ein Ende: Die Gesamterzeugung

beträgt mit der neuen GuD-

Anlage jährlich bis zu 900 GWh, wobei bis zu

180 GWh ins Netz geliefert werden können.

"Mit unserer neuen Anlage versorgen wir uns

zur Gänze selbst mit Strom und speisen

überdies in das öffentliche Netz", sagt Max

Oberhumer,Werksdirektor des Papier- und Zellstoffwerkes.

Hintergrund waren die hohen

Energiekosten, die vor allem bei energieintensiven

Betrieben wie denen der Zellstoff- und

Papierindustrie zu enormen Belastungen

führen. „Wir ersparen uns im Jahr bis zu zehn

Mio. Euro“, zeigt der Chef von 1.300 Mitarbeitern

die wirtschaftlichen Überlegungen der

GuD-Investition. Trotz der enormen Kapitalbelastung

ist eine Amortisationszeit von fünf

Jahren eine überschaubare Zeitspanne in

energiepolitisch turbulenten Zeiten. Die Anlage

hat einen Wirkungsgrad von bis zu 90 %

und ist technologisch gesehen das Modernste,

was derzeit am Markt zu finden ist. „Sie

hat den geringsten spezifischen CO 2 -Ausstoß

aller in Frage kommenden Erzeugungsarten",

erläutert Oberhumer die umweltpolitisch

relevanten Konsequenzen.

Die Papierproduktion ist ein energieintensiver

Prozess: Allein die gewaltige Papiermaschine

11 verfügt über 60 Trockenzylinder, in denen

die dickflüssige Papiermasse in Sekundenschnelle

getrocknet wird. Die Maschine in

Gratkorn erzeugt pro Stunde 100 t Papier,

das für hochwertige Nutzungen wie Magazindruck,

Kunstdrucke und grafische Druckkataloge

Verwendung findet. Mit diesem Ausstoß

von gesamt 250.000 t Zellstoff und 900.000 t

holzfreien gestrichenen Papieren ist Gratkorn

einer der weltweit größten Standorte in

diesem Bereich.

Lastprobleme

Für den TÜV AUSTRIA bedeutet die Mitarbeit

an der neuen GuD-Anlage eine große

technische Herausforderung. Die Experten

der Grazer Geschäftsstelle unter Klaus Strunz

mussten eine Lösung für ein ungeahntes Problem

finden: Zwischen den Gas- und Dampfturbinen

wurden auf 250 Meter Länge Rohr-

Fotos: Sappi

Dr. Max Oberhumer, Geschäftsführer

Sappi Werk Gratkorn

leitungen auf einer speziell angefertigten

Brücke verlegt. Bei den Vorbereitungen für die

erste Druckprobe der Rohre stellte sich heraus,

dass die herkömmliche Prüfmethode

mittels Wasserdruckprobe in diesem Fall unmöglich

wäre. Durch das Eigengewicht des

flüssigen Prüfmediums waren auf der Brücke

Statikprobleme zu erwarten. Das benötigte

Wasser war für die Dampfleitungen zu schwer.

Mehrere Experten des TÜV AUSTRIA mussten

eine „Vorgangsweise entwickeln, die bei

gleichem Ergebnis eine geringe Gewichtsbelastung

auf die Rohrbrücke brachte.“ Aus anderen

Prüfbereichen wurden verschiedenste

Techniken angedacht, um das Gewichtsproblem

zu lösen. Nach mehreren Vortests erwies

sich die Luftdruckmethode mit begleitender

Schallemissionsprüfung als meistversprechend.

Die Herausforderung lag darin,

auf 250 Metern Rohrleitungen mit einem

Durchmesser von bis zu einem Meter den erforderlichen

Prüfdruck herzustellen. „Wir haben

mit TÜV-eigenen Kompressoren und einigen

Versuchen die benötigte Prüfsituation herstellen

können“, so Schauritsch (TÜV AUSTRIA),

ein europaweit anerkannter Spezialist für

Schallemissionsprüfungen. 30 Sensoren liefer-


ten die notwendigen Überwachungsdaten, um

Schweißnähte und andere potentielle Rissstellen

auf ihre Festigkeit bei Überbeanspruchung

zu testen. In nur zwei Tagen war die

Schallemissionsprüfung in der neuen GuD-

Anlage in Gratkorn abgeschlossen.

Standortsicherung

Mit der neuen GuD-Anlage hat das größte

Papierwerk der Sappi-Gruppe das drängende

Kostenproblem in Energiefragen gelöst. Im

globalen Wettbewerb der Papierindustrie

wurde die Position von Gratkorn damit nachhaltig

verbessert. Die Steirer zählen weltweit

zu den qualitätsvollsten Anbietern von holzfrei

gestrichenen Papieren. Die Kostenführer

findet man aber mittlerweile in anderen

Ländern. Werksdirektor Max Oberhummer:

„Wir kämpfen jeden Tag mit Rahmenbedingungen,

die unsere Ausgangsposition gegenüber

den Mitbewerbern stark verschlechtern.“

So hätte die Errichtung eines biogenen

Kraftwerkes in jedem anderen EU-Standort

„10 – 12 Mio. Euro an Förderungen erhalten.

In Österreich sind wir durch den Förderausschluss

von industriellen Biomassekraftwerken

durch das Ökostromgesetz nicht berücksichtigt.“

Dies war letztendlich auch der Grund,

warum eine Gasturbine installiert wurde und

kein Biomasse-Kraftwerk. Neben den fehlenden

Unterstützungen wären bei der Einspeisung

auch Netzgebühren für den vom Netz

zu beziehenden Strom fällig geworden.

Das Ökostromgesetz erweist sich seit Inkrafttreten

2002 als rotes Tuch für die Vertreter

der Papierindustrie: Durch die Förderungen

von Biomasse für den privaten und kommunalen

Gebrauch hat die Branche mit einer

Verknappung des Rohstoffs Holz zu kämpfen.

„Die Auswirkungen des Ökostromgesetzes

führen dazu, dass hochwertiger und teurer

Rohstoff verbrannt wird, anstatt ihn zuerst

der stofflichen Verwertung zuzuführen. Diese

Förderpolitik führt zu massiven Wettbewerbsverzerrungen“,

sagt Oberhumer. Die intensive

Auseinandersetzung mit den Themen

Holzmobilisierung und Holzernteprogrammen

könnte das Marktgleichgewicht wieder

herstellen. Das zeitweise gesteigerte Holzangebot

infolge der Sturmkatastrophen Kyrill

und Paula könne keine strukturelle Bereinigung

der Situation mit sich bringen. Derzeit wird

nur ein Drittel bis 50 % des jährlichen Holzzuwachses

in Österreich tatsächlich genutzt.

Globalisierte Anlage

Das neue GuD-Kraftwerk ist seinerseits ein

Beweis für die globalisierten Marktbedingungen,

unter denen die Papierindustrie arbeitet.

Die Gasturbine stammt aus Schweden, die

Dampfturbine aus Brasilien, der Dampfkessel

PORTRÄT

kommt aus Dänemark und Polen. Unter den

bis zu 280 Monteuren aus 19 Nationen, die

gleichzeitig auf der Baustelle tätig waren, herrschte

bisweilen ein babylonisches Kauderwelsch,

das aber ohne Missverständnisse ablief.

Gratkorn-Projektleiter Herbert Habersatter

konnte nicht nur alle Termine halten, sondern

schaffte auch die zweite Zielvorgabe: Die

zweijährige Bauzeit für die Gas- und Dampfturbinen

mit 320.000 Arbeitsstunden verliefen

ohne einen einzigen Arbeitsunfall.

p

GESCHICHTE

Vom Spatenstich bis zum heutigen Tag: Null Unfälle.

Dieser Leistung zu Ehren zierten denn auch die

Flaggen aller beteiligten Nationen zur Eröffnungsfeier

das Gebäude des Gas- und Dampfturbinenkraft-

1585 Druckerei Widtmannstetter in Graz / Austria gegründet

1793 Andreas Leykam kauft die Leuzendorfer Papierfabrik

werkes von Sappi.

1870 “Actien-Gesellschaft für Papier- und Druckindustrie Leykam-Josefsthal” gegründet

1974 Zusammenschluss zu “Leykam-Mürztaler Papier und Zellstoff Aktiengesellschaft”

1994 Merger “KNP LEYKAM”: Die Leykam-Mürztaler Papier und Zellstoff AG wird mit den

Papierdivisionen der niederländischen KNP BT verschmolzen.

1997 Sappi erwirbt KNP LEYKAM: Die Sappi Holding des südafrikanischen Papierkonzerns Sappi Ltd. übernimmt in

Österreich die Papierfabrik in Gratkorn (Steiermark). Die Division Sappi Fine Paper ist der weltweit größte

Anbieter an holzfrei gestrichenen Papieren mit einer Jahresproduktion von 2,5 Mio. t. Gratkorn ist unter den

sieben Sappi-Standorten mit 900.000 jato mit Abstand der größte. Die Sappi Holding

mit Sitz in Johannesburg beschäftigt weltweit 16.000 Mitarbeiter und ist in mehr als

100 Ländern der Erde aktiv.

SEITE 5


DER BOOM IN DEN KARPATEN

SEITE 6

Karpaten

Zauber.

Der TÜV AUSTRIA ist seit einem

Jahr mit einem eigenen Tochterunternehmen

in Rumänien tätig. Die

Realität hat die Pläne um ein Mehrfaches

übertroffen. Und der Boom

geht weiter.

In den finsteren Zeiten von Ceausescu und

Planwirtschaft galt Rumänien als das Armenhaus

Europas. Schlagzeilen gab es nur, wenn

der Conducator wieder einmal ein Stadtviertel

der Hauptstadt in Schutt und Asche legen

ließ. Überdimensionierte Regierungsgebäude

oder Prachtstraßen sollten anstelle der historischen

Baukerne treten. Bekanntermaßen war

die Geschichte aber schneller. Nahezu 20 Jahre

später sorgt Rumänien wieder für Aufsehen

– als das Land mit der dynamischsten

Volkswirtschaft Europas. Es wird gebaut,

renoviert und investiert, was die Brüssler

Budgets hergeben. Und das ist beträchtlich:

Der EU-Finanzplan verspricht den Rumänen

bis 2013 mehr als 30 Mrd. Euro an Förderungen

für den Wiederaufbau. Voraussetzung für

den Subventionsregen ist, dass die Bukarester

Regierung nach dem System der Kofinanzierung

die gleiche Summe in den Topf zu

schmeißen vermag. „Es herrscht im ganzen

Land eine unglaubliche Aufbruchsstimmung“,

beschreibt Adolf Morgenbesser die Situation

im Karpaten-Land. Arbeitskräfte sind knapp,

der Himmel über Bukarest voller Baukräne,

die Auftragsbücher voll. Morgenbesser ist

im TÜV AUSTRIA für den Aufbau der TÜV

AUSTRIA ROMANIA SRL verantwortlich,

die im Februar des Vorjahres ihr erstes Büro

eröffnete. Aus den anfänglich drei Mitarbeitern

wurden in 12 Monaten 19. Dazu kommt

noch einmal die gleiche Zahl an freien Auftragnehmern,

die hauptsächlich für die rumänische

Niederlassung des TÜV arbeiten. „Wir

haben nach 12 Monaten unsere Drei-Jahresziele

des Business-Plans erreicht“, erklärt der

Auslandsverantwortliche nicht ohne Stolz.

Der TÜV AUSTRIA hat sich in wenigen Monaten

in Rumänien in eine Position gebracht,

die andere Mitbewerber aus Zentraleuropa

nach Jahren der Marktbearbeitung nicht einnehmen

können.

Hoher Österreichanteil

Ein Drittel der Auslandsinvestitionen in

Rumänien kommt aus Österreich, obwohl die

Alpenrepublik nur ein Drittel des Landes ausmacht

und über keine gemeinsame Grenze

verfügt. Ein Rumänien-Symposium der Außenwirtschaft

Österreich liefert griffige Zahlen:

Derzeit sind bereits 4.200 österreichische

Beteiligungen vor Ort tätig und haben rund

10 Mrd. Euro investiert. 130.000 Rumänen arbeiten

inzwischen für österreichische Tochterunternehmen

Die Übernahme des Mineralölkonzerns

Petrom durch die OMV, die jährlich

zwischen 800 Mio. und einer Milliarde Euro

in Rumänien investiert, sowie der Kauf der

Banca Comerciala Romana S.A. (BCR), der

größten rumänischen Bank, durch die heimische

Erste Bank haben das Österreichkonto

in den Investitionsstatistiken gehörig aufgefüllt.

Eben diese Menge an großen und kleinen

österreichischen Unternehmen am rumänischen

Markt stellt ein ungeheures Auftrags-


potential für die Auslandstochter des TÜV

AUSTRIA dar. „Viele der Investoren in Rumänien

sind Kunden des TÜV AUSTRIA, die uns

aufgefordert haben, sie doch nach Rumänien

zu begleiten“, beschreibt Adolf Morgenbesser

die Ausgangssituation. Der TÜV AUSTRIA

agierte daher nicht ins Blaue: Die beiden Raffinerien

der OMV-Tochter Petrom bieten für

Druck- und Kesselspezialisten ein gewaltiges

Tätigkeitsfeld. Die Petrom unterzieht derzeit

die Prozessanlagen Petrobrazi in Ploesti und

Arpechim in Pitesti (Gesamtkapazität von

8 Mio. Tonnen Rohöl im Jahr) einem intensiven

Investitionsprogramm. Sicherheit ist dabei

ein Thema, das in diesen Anlagen noch nie in

dieser Intensität verfolgt wurde wie in den

beiden vergangenen Jahren.

Netzwerker

Über Erwarten stark entwickelt hat sich die

Nachfrage nach Zertifizierungsdienstleistungen.

Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf im Bereich

der Zertifizierungen unter den rumänischen

Unternehmen derzeit das Angebot

weit übersteigt. „Wer unter den rumänischen

Unternehmen in den EU-Raum exportieren

möchte, braucht Qualitätsnormen“, begründet

Morgenbesser die Nachfrage nach allen

Formen der Auditierung. Der TÜV erntet dabei

die Früchte einer Strategie, die in allen Internationalisierungsschritten

eingehalten wurde.

„Wer in einem fremden Markt Geschäfte

machen will, muss mit den Bürgern des Marktes

arbeiten“, so Morgenbesser. In Rumänien

sei dies noch dringlicher: „Rumänen legen eine

große Sensibilität gegenüber allem an den

Tag, was als Bevormundung ausgelegt werden

könnte“, weiß Morgenbesser, der rund eine

Woche pro Monat in Bukarest verbringt.

Für die Startphase ist mit Johannes Salcher

ein einziger Österreicher in Geschäftsführerfunktion

vor Ort, ansonsten arbeiten ausschließlich

rumänische Staatsbürger im TÜV

AUSTRIA Romania. Auch die Spitzenposition

wird nach der Firmenkonsolidierung an rumänische

Manager übergehen. Morgenbesser:

„Rumänen sind begnadete Netzwerker.

Wer etwas geregelt bekommen möchte, sollte

jemanden kennen.“ Und wer Aufträge akquiriert,

sollte jemanden kennen, der jemanden

kennt. „Wir hatten das Glück, gleich zu

Beginn zwei sehr erfahrene Mitarbeiter zu gewinnen,

die den Markt und seine Akteure wie

ihre Westentasche kannten“, erzählt der TÜV

AUSTRIA-Ingenieur. Die neuen Mitarbeiter

sorgten für einen raschen Bekanntheitsgrad

des TÜV AUSTRIA Romania in der Branche.

Herkömmliche Managementmethoden versanden

im Lande ohne Widerhall. Adolf

Morgenbesser weiß von ersten Versuchen zu

berichten, Personal über Headhunter und Inserate

zu suchen: „Ich bekam es mit 25- bis

30-jährigen Bewerbern zu tun, die völlig ohne

Branchenerfahrung waren und das Dreifache

des marktüblichen Gehaltes verlangten.“ Die

Österreicher wurden in ihrer Mitarbeitersuche

erst erfolgreich, als sie begannen, im Bekanntenkreis

der rumänischen Kollegen und

Kunden nachzufragen: „Auf einmal hatten wir

die Interessenten, die zu uns passten.“

Fotos: Mele / Andres Rodriguez

DER BOOM IN DEN KARPATEN

212 km Autobahn

Der Wirtschaftsaufschwung Rumäniens wird

durch riesige Infrastrukturprojekte bewegt.

Treiber des Booms ist das Füllhorn Brüssels.

Die Fördermilliarden sollen ein Land an die

EU-15 heranbringen, dessen Infrastruktur nur

auf Plänen existiert. Die Aufgaben sind dabei

gigantisch. Im ganzen Land gibt es 220 km

Autobahn, von denen ein Viertel immer gesperrt

ist. 2020 sollen es laut Infrastrukturplan

1.800 km sein. Die Stadtverwaltung Bukarest

arbeitet an einer Generalüberholung der Stadt.

160 Hauptstrassen werden neu asphaltiert,

Brücken, Überführungen und Unterführungen

gebaut sowie Straßenbahngleise ersetzt. 20

Innenstadt-Parkhäuser mit einer Kapazität

von 14.400 Parkplätzen sollen Raum schaffen

in einem Chaos, das einen Transfer über mehrere

Bezirke untertags nahezu unmöglich

macht. Stadtdurchquerungen, die 1990 in 30

Minuten zu erledigen waren, dauern heute

drei bis vier Stunden.

Ing. Adolf Morgenbesser

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DER BOOM IN DEN KARPATEN

SEITE 8

Die Deckung von Bedarf und neuen finanziellen

Möglichkeiten zeitigt ein BIP-Wachstum

von 5-8 % jährlich. Der österreichische Handelsdelegierte

in Bukarest, Walter Friedl,

kommt geradezu ins Schwärmen, wenn er

über die „Chancen für Österreicher in diesem

Land“ spricht: „Wir befinden uns derzeit

in einem Zeitfenster, in dem die Nachfrage

das Angebot weit übertrifft. Die Märkte sind

noch nicht aufgeteilt.“ Und er treibt die heimischen

Entscheidungsträger zur Eile: „Hier

haben auch kleine Gewerbetreibende alle

Chancen. Für einen Junior-Chef eines Installationsbetriebes

stehen alle Tore offen. Der

kann sich die Baustelle aussuchen.“

Stärkstes Wachstumshemmnis ist der Mangel

an Facharbeitern. Allein der Baubranche fehlen

500.000 Arbeiter. Das rumänische Arbeitsmarktservice

tourt bereits durch Spanien

und Großbritannien, um durch Informationskampagnen

zumindest einige der zwei Millionen

Exilarbeiter nach Hause zu holen. Die

Resonanz ist im besten Falle zögerlich. Dabei

sind die Löhne im rasanten Steigflug. Der

Netto-Durchschnittgehalt liegt bei 300-500

Euro außerhalb von Bukarest, wobei vor allem

die Staatsdiener für das niedrige Niveau verantwortlich

sind. In anderen Wirtschaftsbereichen

spielt Geld derzeit weniger Rolle. Ein

ausgebildeter Rumäne mit Fremdsprachenkenntnissen,

der im mittleren Management

eines Unternehmens tätig ist, verdient zumindest

gleich viel wie ein Österreicher in

vergleichbarer Position zu Hause. Auch Facharbeiter

können sich mittlerweile eines Lohn-

Fotos: Guido Thomasi / Sven Meyer

Architektonisch erweitertes, früheres

Direktionsgebäude der Ceausescu Regierung.

Heute Symbol des „neuen Rumäniens“

niveaus erfreuen, das sich mit dem ihrer

österreichischen Arbeitskollegen messen lässt.

2007 stiegen die rumänischen Löhne im

Schnitt um 20 %, bei einer Inflationsrate von

6,8 % ein echter Reallohn-Zuwachs. Die

höchsten Löhne werden im Bankwesen, im

Ingenieurwesen, in der Buchhaltung und im

Vertrieb gezahlt, dort ist man in Rumänien

fast auf EU-Niveau.

Ausdehnung

Der TÜV AUSTRIA Romania ist derzeit dabei,

über die Hauptstadt Bukarest hinaus Aktivitäten

im ganzen Land zu entfalten. Nach den

Anfängen in einem Bukarester Vorort auf 60 m 2

unterhält der TÜV AUSTRIA Romania seit

Sommer das Hauptbüro in Bukarest sowie

zwei Außenstellen an den Raffinerien in Ploesti

und Pitesti. Niederlassungen in Temesvar und

Craiova wurden bereits eröffnet, weitere sind

geplant. „Wir wollen für unsere Akademieund

Zertifizierungsaktivitäten ein deckendes

Netz im ganzen Land aufbauen, um von den

Entwicklungen in der Hauptstadt unabhängiger

zu werden“, begründet Morgenbesser die

frühe Offensive. Zudem sei der Bedarf in den

rumänischen Provinzen an Ausbildung und

Zertifizierungswissen immens, „ohne dass es

nennenswerte Anbieter gäbe“, so Morgenbesser.

Viele Unternehmen mit ausländischer

Beteiligung haben sich entlang der Grenze

Ungarns angesiedelt, von wo aus Heimatstandorte

in Zentraleuropa von den LKWs noch in

einer Tagesfahrt erreicht werden können.

„Wir spüren in diesen Regionen eine unbändige

Nachfrage nach technischen Dienstleistungen

unseres Hauses“, zeigt der TÜV-

Mitarbeiter die kommende Marschrichtung.

Besondere Hoffnung setzt Morgenbesser auf

die Einrichtung einer Abteilung für Sonderprüftechnik,

die bald forciert werden soll.

Dabei werden Untersuchungen an Rohrleitungen

und Druckkörpern durch digitale

Radiografie oder Schallemissionsprüfungen

durchgeführt, ohne dass die Anlagen abgestellt

werden müssen. Dafür braucht es hohe

Investitionen, aber Morgenbesser ist zuversichtlich,

„in diesem Markt einen raschen Return

on Investment erwirtschaften zu können“.

E-Mail: office@tuv-austria.ro

FACTS &

FIGURES

p

RO

Länderprofil Rumänien

Fläche 238.391 km2 Bevölkerung 21,6 Mio.

Hauptstadt Bukarest 1,9 Mio.

Inflation 2006 4,9 %

Wirtschaftswachstum 2006 7,9 %

BIP/Kopf 4.400 €

Arbeitslosigkeit 5,4 %


Dr. Andreas Schwab

CE-Kennzeichnung

muss auf den Prüfstand.

Die aktuelle Diskussion über das

Auftauchen von unsicheren Verbraucherprodukten

zeigt, dass sich in den

vergangenen Jahren trotz verschiedener

Maßnahmen der Europäischen

Kommission nicht genug getan hat.

Die Stärkung der Marktüberwachung ist zentrales

Anliegen der Überarbeitung des so genannten

"Neuen Ansatzes" (new approach),

des horizontalen Instruments, welches das

Europäische Parlament und der Rat zurzeit

überarbeiten. Nur mit einer verbesserten

Marktüberwachung können wir sicherstellen,

dass bereits an den Grenzen der Europäischen

Union unsichere Produkte aus dem

Verkehr gezogen werden und erst gar nicht

auf den Binnenmarkt kommen.

Nach dem Subsidiaritätsprinzip sind die Mitgliedstaaten

für die Marktüberwachung verantwortlich,

in Deutschland sogar die Bundesländer.

Die Qualität und Intensität der

Marktüberwachung sind gesamteuropäisch

betrachtet sehr gering und in den einzelnen

Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich.

Hier besteht großer Handlungsbedarf. Das

Europäische Parlament möchte die Zollbehörden

stärker in die Pflicht nehmen und den

Austausch und die Zusammenarbeit mit den

Marktüberwachungsbehörden stärken. Durch

eine zentrale Akkreditierung aller notifizierten

Stellen und europaweit gleiche Anforderungen

werden wir in Europa ein einheitliches

Niveau der akkreditierten Stellen und damit

der Verfahren der Konformitätsbewertung

von Produkten gewährleisten.

Die Diskussion über sichere Verbraucherprodukte

zeigt aber auch noch eine weitere Dimension

auf: Wir müssen die Frage der Sicherheitszeichen

für die Verbraucher im europäischen

Binnenmarkt neu aufrollen. Die

jetzige Situation führt immer wieder zur Verwirrung

von Verbrauchern, da viele davon

ausgehen, dass ein CE-Kennzeichen auf dem

Produkt bedeutet, dass es sicher sei.

Es bedarf also zunächst der Klarstellung: Das

CE-Kennzeichen steht nach heutigen Maßstäben

nicht per se, wie fälschlicherweise immer

behauptet wird, für die Sicherheit von Pro-

Foto: privat

Dr. Andreas Schwab, stv. Koordinator der

EVP-ED Fraktion im Binnenmarktausschuss

des Europäischen Parlaments

dukten. Es sagt aus, dass die Produkte, wie

Maschinen, den Anforderungen in den das

Produkt betreffenden EU-Richtlinien entsprechen,

- bzw. dass der Hersteller dies durch die

Anbringung des CE-Kennzeichens erklärt. Es

ist also eine reine Herstellererklärung. Damit

ist das CE-Kennzeichen hauptsächlich ein Zeichen,

das den Marktüberwachungsbehörden

helfen und diese informieren soll. Für die Verbraucher

hat es dagegen nur bedingte Aussagekraft.

Was wir auf dem europäischen Binnenmarkt

brauchen, ist ein Zeichen für die

Verbraucher, das eindeutig für die Sicherheit

des Produkts steht.

Geprüfte Sicherheit in Deutschland

In Deutschland wurde mit dem 1977 eingeführten

GS-Zeichen ein funktionsfähiges und

verlässliches System etabliert, wie es in dieser

Form in keinem anderen europäischen Land

existiert. Trotzdem ist das GS-Zeichen über

den deutschen Markt hinaus bekannt und wird

von Unternehmen nachgefragt. Wieso nicht

alle europäischen Verbraucher in den Genuss

eines solchen Systems bringen? Ein europäisch

geregeltes Zeichen würde den Verbrauchern

hohe Transparenz bieten und eine wichtige

Orientierungshilfe beim Kauf von Produkten.

Überprüfung des Kennzeichnungssystems

in der EU notwendig

In ihrem Vorschlag zur Revision des "Neuen

Ansatzes" schlägt die Europäische Kommission

allerdings eine weitgehende Abschaffung der

nationalen Prüfzeichen vor - und zwar ersatzlos.

Das Europäische Parlament hat sich nun

Foto: agent orange

GASTKOMMENTAR

in einem fraktionsübergreifenden Kompromiss

dafür ausgesprochen, dass die nationalen

Zeichen zumindest solange weiter bestehen

können müssen, bis es eine europäische

Lösung gibt. Zudem haben wir die Kommission

dazu aufgefordert, in einer Studie eine

grundsätzliche Überprüfung der bestehenden

Systeme der Kennzeichnung von Verbraucherprodukten

in der EU vorzunehmen.

Wir erwarten, dass die derzeitige Situation

vollständig eruiert wird, sowie Vor- und Nachteile

der CE-Kennzeichnung sowie der nationalen

Kennzeichen geprüft werden. Es muss

dabei auch überprüft werden, inwiefern nationale

Zeichen ein Zugangshindernis zum

Binnenmarkt darstellen können und ob die

Einführung eines freiwilligen europäischen

Sicherheitszeichens für alle Verbraucherprodukte

einen Mehrwert bringen würde.

p

Impressum:

s

Medieninhaber und Verleger:

TÜV Österreich, 1015 Wien, Krugerstraße 16

Herausgeber: Dir. Dipl.-Ing. Dr. Hugo Eberhardt

Redaktionskoordination: Renate Simkovics

Redaktionssitz: 1015 Wien, Krugerstraße 16

Gesamtproduktion: fabelhaft. Werbung + PR.

1080 Wien, Lederergasse 18/6

Grafik & Layout: Agent Orange®

1150 Wien, Graumanngasse 41/18

Reproduktion & Druck: Druckerei Berger

3580 Horn, Wiener Straße 80

SEITE 9


INNOVATION & WISSENSCHAFT

SEITE 10

Dipl.-Ing. Dr. Reinhard Preiss

Sicherheits- und Risikomanagement

in Prozessanlagen.

Die Lehren aus Bhopal und Seveso.

Die Vermeidung von Störfällen in

Prozessanlagen ist heutzutage aus

mehrerlei Gründen von zentraler Bedeutung:

einerseits können damit

verbundene wirtschaftliche Schäden,

insbesondere Produktionsausfälle,

von bedeutender Höhe sein, und andererseits

ist die Akzeptanz und Toleranz

der Behörden und Öffentlichkeit

hinsichtlich Gefährdung bzw. Schaden

von Personen und Umwelt gering.

Die Sensibilisierung insbesondere der Öffentlichkeit

fußt auf Großschadensereignissen der

Prozessindustrie der vergangenen Jahrzehnte,

zum Beispiel Seveso 1976, Bhopal 1984, die

Zerstörung der Nordsee-Bohrinsel Piper

Alpha 1988, der Tanklagerbrand Buncefield /

England 2005 oder die Explosion in der USA

Texas City Raffinerie im Jahre 2005. Die Unfälle

blieben aber nicht ohne Konsequenzen.

Zwar wurden die wirtschaftlichen Schäden

meist durch Versicherungen abgedeckt, in

weiterer Folge forderten die Assekuranzen

von den versicherten Unternehmen aber

vermehrte Anstrengungen zur zukünftigen

Vermeidung derartiger Fälle. Denn abgesehen

von den humanitären und ökologischen

Folgen wurde eines rasch klar: Ohne fundiertes

Sicherheits- und Risikomanagement in

produzierenden Industrieanlagen übersteigen

mögliche Schadenssummen vertretbare versicherungsmathematische

Wahrscheinlichkeiten.

Gefährdungsidentifikation

und Risikoanalyse

Ziel der Risikoanalyse ist es, einen generellen

Überblick der bestehenden Risiken einer Anlage

zu erhalten und ggf. einen Handlungsbedarf

zu erkennen. Betrachtet werden dabei

die Auswirkungen auf Personen, Umwelt und

Sachgüter, die durch Abweichungen vom bestimmungsgemäßen

Betrieb hervorgerufen

werden können.

Das heutige Verständnis eines sicheren Betriebes

von Anlagen verlangt ein systematisches

Vorgehen, um Risiken zuverlässig zu erkennen

und zu minimieren. Die dabei notwendigen

Schritte sind Erkennung der Ursachen

von Störungen, Abschätzung der Konsequenzen

(Schadensausmaß), Festlegung der

Gegenmaßnahmen, Abschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit,

und somit eine Risikobewertung

entsprechend der allgemein

gültigen Definition Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit

x Schadensausmaß. Es stehen

verschiedene Methoden zur Durchführung

einer systematischen Gefährdungs- und Risikoanalyse

zur Verfügung, deren Anwendung

im Wesentlichen von der erforderlichen Tiefe

der Analyse und dem Zeitpunkt der Durchführung

(erste Konzeptphase, Designphase,

Bestandsanlage etc.) abhängt. In der Konzeptphase

sind oftmals Checklistenmethoden das

geeignete Mittel, um mögliche Risiken frühzeitig

zu identifizieren. Diese Methoden

können noch um Elemente einer intuitiven

Methode, beispielsweise des What-If Verfahrens,

erweitert werden. Dies vereint dann die

Vorteile der beiden Methoden – nämlich die

vorgegebenen Strukturen des Checklisten-

Verfahrens mit der Kreativität des What-If-

Verfahrens. Die in der Prozesstechnik am

weitesten verbreitete Methode der Analyse,

die sowohl in der Designphase wie auch bei

Bestandsanlagen angewendet wird, ist das sogenannte

HAZOP Verfahren, benannt nach

den Anfangssilben der Begriffe „Hazard“ and

„Operability“. Diese Methode bedient sich –

unabhängig von der Fragestellung bzw. dem

betrachteten System – folgender Vorgehensweise:

Zergliedern des Systems in überschaubare

Funktionseinheiten bzw. Handlungssequenzen.

Formulieren von zugehörigen „Sollfunktionen“,

die den Zweck der betrachteten

Einheit bzw. die Einzelschritte der Handlungssequenz

verbal als Anforderung

(„Soll“) präzise beschreiben.

Anwenden der so genannten „Leitworte“

nein/nicht, mehr, weniger, sowohl als auch,

teilweise, Umkehrung, anders als auf die

zuvor formulierten „Sollfunktionen“, damit

systematisches „Erzeugen“ hypothetischer

Abweichungen vom bestimmungsgemäßen

Betriebszustand.

Auffinden der Ursachen durch Übertragen

der hypothetischen Abweichung auf das

untersuchte System und Ermitteln realer

Ursachen.

Foto: Andre Bonn


Abschätzen der Auswirkungen, d.h. Ermitteln

der Folgen der Abweichung ohne

Berücksichtigung eventueller Gegenmaßnahmen.

Bewerten vorhandener Gegenmaßnahmen

und Entscheidung über deren Angemessenheit

bzw. Festlegung zusätzlich erforderlicher

Maßnahmen.

Der letzte Schritt – die Bewertung der Angemessenheit

der Gegenmaßnahmen – stellt

die eigentliche Risikobewertung dar. Diese

kann in rein qualitativer Weise, basierend auf

dem Wissen und Erfahrung der beteiligten

Personen durchgeführt werden. Es sind aber

auch andere Methoden möglich:

Anwendung von kalibrierten Risikolandschaften

semi-quantitative Methoden wie die Layer-

Of-Protection Analyse

Anwendung von Risikographen für Einrichtungen

der funktionalen Sicherheit

(Anlagensicherung mit Mitteln der Prozessleittechnik)

Schutzebenenkonzept bei Prozessanlagen

Mehrstufige Sicherheitsmaßnahmen

(Sicherheits-Barrieren)

Funktionale Sicherheit

Eine wesentliche Rolle in modernen Anlagen

spielt die Prozessleittechnik (PLT). Mit der zunehmenden

Komplexität verfahrenstechnischer

Anlagen werden Sicherheitsaufgaben in

erheblichem Maße von der Prozessleittechnik

wahrgenommen. Die Funktionen und Anforderungen

der in einer Anlage eingesetzten

PLT-Einrichtungen müssen systematisch strukturiert

und klar festgelegt werden. Eine Sicherung

von Anlagen der Verfahrenstechnik mit

Mitteln der PLT setzt eine eindeutige Unterscheidung

zwischen sicherheitsrelevanten

Aufgabenstellungen und sonstigen betrieblichen

Aufgaben voraus. Eine hohe Verfügbarkeit

von Sicherungseinrichtungen wird erreicht

durch:

Einsatz zuverlässiger Geräte und bewährter

Installationstechnik

regelmäßige Wartung und Prüfung der

Komponenten

kurze Fehlererkennungszeiten

Einsatz von geschultem Fachpersonal und

kurzen Instandsetzungszeiten

Anwendung von Redundanz oder Diversität

Risikograph funktionale Sicherheit

Sicherheitsmanagement

und Human Error

Im Rahmen einer Produktion in prozesstechnischen

Anlagen müssen die unterschiedlichsten

organisatorischen und praktischen Arbeitsvorgänge

und Abläufe stattfinden. Dabei

handelt es sich beispielsweise um

Montage und Inbetriebnahme

Betrieb und Überwachung der Anlagen

Vorgabe von Arbeits-/Handlungsanweisungen

Qualifikation, Training und Führung des

Personals

Behandlung von Änderungen/Modifikationen

(Management of Change)

Entscheidungen und Reaktionen im Störungsfalle

etc.

All diese Vorgänge sind festzulegen und die

damit verbundenen organisatorischen Abläufe

zu regeln. Dazu muss eine geeignete Organisation

vorliegen, insbesondere mit

einer klaren Festlegung der Verantwortlichkeiten

einer eindeutigen Beschreibung der Abläufe

und Tätigkeiten

einer Zeitplanung/Nachverfolgung von Ergebnissen

Festlegung der einzusetzenden Arbeitsmittel

und Methoden

Festlegung zu Qualifikation, Qualifizierung

und Training des Personals

Wie unzählige Publikationen und Unfalluntersuchungen

belegen, ist ein Großteil der Stör-

INNOVATION & WISSENSCHAFT

fälle in Prozessanlagen letztendlich auf Mängel

in der Sicherheitskultur (Sicherheitsmanagement,

tatsächlicher Stellenwert der Anlagensicherheit

in einer Organisation) zurückzuführen.

Diese Mängel ebnen den Weg für die eigentlich

auslösenden Störfallursachen, seien sie

menschlicher oder technischer Natur.

Risiko basierende Inspektion

Unter dem Begriff Risiko basierende Inspektion

(RBI), wird ein systematischer Prozess zur

Analyse von Schädigungsmechanismen druckbeaufschlagter

Anlagenkomponenten und einer

damit verbundenen Wahrscheinlichkeit

des Ausfalls einerseits, und von den Konsequenzen

ebendieses Ausfalls (in sicherheitstechnischer

und wirtschaftlicher Sicht) andererseits

verstanden. Die Methode stammt ursprünglich

aus dem anglo-amerikanischen

Raum, in den letzten Jahren wurden auch entsprechende

europäische Modelle, welche die

bei uns vorherrschende Sicherheitsphilosophie

berücksichtigen, entwickelt.

Die grundsätzliche Idee besteht darin, die erforderlichen

Inspektionen und Prüfungen an

druckbeaufschlagten Anlagenkomponenten in

Abhängigkeit der Wahrscheinlichkeit eines

Ausfalls und der Konsequenzen eines Ausfalls

festzulegen. Damit ist der Schritt von rein

fristbedingten zu komponentenspezifischen

Prüftätigkeiten und -fristen möglich. Ein großer

Vorteil beim RBI Prozess liegt in der systematischen

und detaillierten Analyse möglicher

Schädigungsmechanismen, womit quasi ein

Korrosionsmanagementsystem begründet wird.

Beratung und Unterstützung

bei der Anwendung

Die Gruppe Anlagensicherheit des TÜV

AUSTRIA beschäftigt sich seit Jahren systematisch

mit Methoden und Prozessen zur Bestimmung

von Risiken und zur Erhöhung der

Sicherheit und Verfügbarkeit von Prozessanlagen.

Den Kunden werden bei Ein- und Durchführung

derartiger Prozesse und Methoden,

kompetent Gesamtlösungen angeboten.

E-Mail: prr@tuv.at

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

TIPP!

„Ausbildung zum/r

zertifizierten Risikomanager/in

Wien: 02.-04.04.2008 oder 20.-22.10.2008

Informationen:

Frau Susanne Kolm 01/6175250-8193

oder kol@tuv.at sowie www.tuv-akademie.at

p

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SERVICE

SEITE 12

Dipl.-Ing. Günter Zowa

Energieausweis mit

Jahreswechsel verpflichtend.

Sylvester brachte die Wende. Der Energieausweis ist seit 01.01.2008 für

jeden Neubau in Österreich verpflichtend. Und bis 01.01.2009 wird der Nachweis

für die Energieeffizienz einer Immobilie auch für bestehende Gebäude

obligatorisch. Der Energieausweis, im Sprachgebrauch auch als Gebäudepass

oder Energiepass bezeichnet, soll das Energieverhalten eines Bauwerks

beschreiben und vergleichbar machen. Diese Energieausweise betrachteten

bis jetzt nur einzelne Teile des Energieverbrauchs. Dies war meist der

Heizwärmebedarf eines Gebäudes, wobei die Berechnungsmethoden und

Ansätze sehr unterschiedlich waren.

Mit der EU-Gebäuderichtlinie über die

„Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes“

2002/91/EG wurde im Dezember 2002 eine

EU-Richtlinie verabschiedet, die den Energieverbrauch

von Gebäuden normiert. Dies

macht die ermittelten Werte vergleichbar.

Dieses Papier wird gerne mit dem Typenschein

eines Autos verglichen, weil es ebenso

wie beim Auto Konstruktion, Bauweise, die

vorgesehene Nutzung und den Energiebedarf

bei einer genormten Betriebsweise („so genannten

Normverbrauch“) beschreibt.

Foto: Kalle Kolodziej

Umsetzung in Österreich

Die Anforderungen der Richtlinie, die als bautechnische

Vorschriften verfasst wurden, obliegen

der Umsetzung durch die Länder. Das

gilt für alle Neubauten bzw. Sanierungen. Die

Verpflichtung, beim Verkauf und bei der Vermietung

von Gebäuden und Wohnungen

oder anderen Nutzungseinheiten dem Erwerber

einen Energieausweis vorzulegen, stellt

dagegen eine Angelegenheit des Zivilrechtswesens

dar, die in die Bundeskompetenz fällt.

Zur Umsetzung der zivilrechtlichen Bestimmungen

wurde am 24.05.2006 das Energieausweis-Vorlage-Gesetz

(EAVG) beschlossen.

Dieses Gesetz regelt die Verpflichtung zur

Vorlage eines Energieausweises beim Verkauf

und bei der In-Bestand-Gabe (Vermietung)

von Gebäuden und Nutzungsobjekten. Danach

hat der Übergeber eines Gebäudes

dem Übernehmer einen höchstens zehn

Jahre alten Energieausweis auszuhändigen.

Der Energieausweis

Die Betrachtungsweise des EAVG geht über

die schon bisher in einigen Bundesländern

ausgestellten Energieausweise deutlich hinaus,

Foto: Wojciech Gajda

und wird auch die gesamte Planung nachhaltig

verändern. Im Vergleich zum bisherigen

Energieausweis für Wohngebäude ist die Berechnung

des Heizwärmebedarfes weitgehend

gleich bleibend. Eine Neuerung stellt

hingegen die Betrachtung des Heizsystems

für die Raumwärme und Warmwassererzeugung,

beziehungsweise des Kühl- und Lüftungsbedarfs

für Nicht-Wohngebäude dar.

Was bringt der Energieausweis

für Immobilienbesitzer und Mieter?

Wichtigster Nutzen ist sicher die energetische

Vergleichbarkeit von Gebäuden. Gleichzeitig

soll ein Marktdruck auf energetisch schlechtere

Gebäude zur Sanierung erzeugt werden. Die

Sanierung eines Gebäudes bedeutet eine erhebliche

Wertsteigerung und eine Verbesserung

des Nutzungswertes. Daher stellt der

Energieausweis in Zukunft ein wichtiges Instrument

zur Transparenz dar. Er informiert

nicht nur über den energetischen, sondern auch

über den Gesamtzustand des Gebäudes. Die

umfassende Darstellung eines Gebäudes ermöglicht

dem Immobilienbesitzer eine zukunftsorientierte

Disposition über sein Gebäude.

Was bietet der TÜV AUSTRIA?

TÜV AUSTRIA CONSULT GMBH führt gemeinsam

mit vielen TÜV AUSTRIA Partnern

im gesamten Bundesgebiet flächendeckend

die Erstellung von Energieausweisen durch.

Dabei wird die gesamte Bandbreite vom

Einfamilienhaus bis hin zu komplexen Nicht-

Wohngebäuden mit unterschiedlichen Nutzungsarten

abgedeckt. Darüber hinaus bietet

der TÜV AUSTRIA ein Ingenieur-Leistungspaket

für eine thermische Sanierung an, das

von der Erstellung der Einreichunterlagen bis

hin zur örtlichen Bauaufsicht bei der Umsetzung

der Optimierungsmaßnahmen reicht.

E-Mail: tuv-consult@tuv.at

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

„Der Energieausweis für Gebäude“

Wien: 11.03.2008 oder 20.05.2008

Ansfelden: 16.04.2008

TIPP!

Informationen:

Frau Susanne Kolm 01/6175250-8193

oder kol@tuv.at sowie www.tuv-akademie.at

p


Ing. Alexander Kubanek

Prüfung von Betriebsanlagen:

Verbindung von Technik & Recht.

Die Vielfalt der anlagenrechtlichen

Bestimmungen ist für die meisten

gewerberechtlichen Geschäftsführer

sowie verantwortlichen Beauftragten

nicht mehr zu überblicken.

Mit der Durchführung der im § 82b der Gewerbeordnung

festgeschriebenen verpflichtenden

Überprüfung von Betriebsanlagen

erfüllt der Betrieb nicht nur eine gesetzliche

Prüfpflicht, sondern schafft auch Rechtssicherheit

für die Verantwortlichen im Betrieb.

Der TÜV AUSTRIA bietet den Betreibern eine

umfassende Überprüfung ihrer Anlagen

durch seine Sachverständigen an. Die in einem

Prüfbericht dokumentierten Ergebnisse stellen

wegen der Akkreditierung eine öffentliche Urkunde

dar. Für die verantwortlichen Betreiber

der Anlagen bringt dies Rechtssicherheit auf

einem Gebiet, das im „worst case“ mit schwerwiegenden

Haftungsfragen für Manager und

Eigentümer gepflastert ist. Nebenbei werden

Projekte wie „gerichtsfeste Organisation“ und

„legal compliance“ durch diese Prüfung mit

Leben erfüllt bzw. fortgeführt. Zu den anlagenrechtlichen

Prüfungen zählen neben der Prüfung

nach § 82b GewO im Wesentlichen auch

die Prüfungen nach § 19 Eisenbahngesetz, § 51

Gaswirtschaftsgesetz, § 14 Rohrleitungsgesetz

und § 134 Wasserrechtsgesetz. Kurz zusammengefasst

haben die angeführten Prüfungen

folgende Themenschwerpunkte gemeinsam:

Prüfung des

Genehmigungszustandes

Die Basis zur Beurteilung des Genehmigungszustandes

bilden die Genehmigungs- bzw.

Änderungsbescheide mit den zugehörigen Ein-

Foto: Jozsef Szasz-Fabian

reichunterlagen (Pläne, techn. Beschreibungen).

Aus den Bescheidsprüchen sowie den Einreichunterlagen

geht hervor, welche Anlagenbereiche

mit den jeweiligen Bescheiden genehmigt

wurden und wie diese baulichen oder maschinellen

Einrichtungen betrieben werden dürfen.

Der Vergleich dieser Unterlagen mit den

Anlagen und Gebäuden vor Ort bildet den

ersten Themenschwerpunkt der Prüfungen.

Prüfung von Bescheidauflagen

Neben der Beschreibung der Genehmigung

enthalten die Bescheide auch Auflagen. Diese

Auflagen sind auf Einhaltung zu prüfen. Einzelne

Auflagen können durch bereits vorhandene

Dokumentation nachvollzogen werden,

ein großer Teil der Auflagen wird durch Sachverständigenbegutachtung

verifiziert (z.B. Lagerung

und Verarbeitungen von Chemikalien;

baulicher und betrieblicher Brandschutz; Verwendung

seltener Gase und Gefahrenstoffe;

Fluchtwegssituation, Verhalten bei Abfüllund

Verladevorgängen etc.).

Foto: Anh Pham

Prüfung auf Einhaltung

der gesetzlichen Bestimmungen

Aufgrund der Fülle an gesetzlichen Bestimmungen

und Verordnungen stellt dieser Abschnitt

die größte Herausforderung an den

Sachverständigen dar. Dabei sind alle für die

Anlage relevanten gesetzlichen Bestimmungen

herauszufiltern und auf Einhaltung zu prüfen.

Die Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen

aufgrund der unterschiedlichen

Errichtungszeitpunkte macht diese Arbeit besonders

aufwändig.

Ergebnis der Prüfung

Die Prüfbescheinigungen sind eine Bestätigung

über die Einhaltung einer gesetzlichen

Prüfpflicht, schaffen Rechtssicherheit für die

Verantwortlichen im Unternehmen und dienen

gegenüber beschwerdeführenden Anrainern,

Mitbewerbern, aber auch Kaufinteressenten

etc. als Nachweis für die Einhaltung

des konsensgemäßen Zustandes.

Der TÜV AUSTRIA ist die einzige akkreditierte

Inspektionsstelle für derartige Prüfungen

in Österreich.

E-Mail: 82b@tuv.at

TÜV AUSTRIA AKADEMIE

„Anleitung zur Selbstüberprüfung

nach §82b Gewerbeordnung“

Wien: 10.03.2008 oder 17.11.2008

SERVICE

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Informationen:

Frau Susanne Kolm 01/6175250-8193

oder kol@tuv.at sowie www.tuv-akademie.at

p

SEITE 13


VERKEHRSWIRTSCHAFT

SEITE 14

Wenn man der Fernsehwerbung

glauben darf, sollten wir unser herkömmliches

Auto mit Verbrennungskraftmotor

schleunigst verkaufen

und durch ein neues Fahrzeug mit

Hybridantrieb ersetzen.

Das Prinzip des Hybridantriebes ist schnell

erzählt: Man kombiniert einen konventionellen,

sparsamen Verbrennungskraftmotor mit

einem Elektromotor. Beide zusammen ergeben

eine höhere Flexibilität bei der Wahl

des momentan günstigsten Antriebes. Beim

Anfahren des Fahrzeuges wird der Elektromotor

verwendet, das Auto fährt nahezu

geräuschlos aus dem Stillstand an, gespeist

aus dem Strom einer effizient arbeitenden

Batterie. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Der Elektromotor kann in Punkto Energieeffizienz

bei niedrigen Geschwindigkeiten

seine Stärken ausspielen. Erst bei höherer Geschwindigkeit

schaltet sich der Benzinmotor

zu und löst den Elektromotor ab. Während

der Fahrt kann bei einem herrschenden

Energieüberschuss, wie zum Beispiel bei einer

Bergabfahrt, ein Teil der Energie rückgewonnen

und in der Batterie gespeichert werden.

Die Hersteller von Hybridfahrzeugen werden

immer zahlreicher und bieten vermehrt

derartige Fahrzeugkonzepte an. Glaubt man

den Hochglanzprospekten, wurde mit der

Einführung der Hybridtechnologie eine neue

Ära im Automobilbau eingeleitet. Umweltfreundlich,

energieeffizient, geräuscharm und

andere Attribute zieren die Seiten der bunt

gestalteten Prospekte. Selbst großvolumige

SUV’s (sports utility vehicle) werden mit ei-

Foto: KIA Motors

Foto: KIA Motors

Dipl.-Ing. Dr. Markus Guggenberger

Hybridantrieb –

Fahrzeug der Zukunft?

nem Hybridantrieb ausgestattet, der Käufer

erhält dadurch die Absolution des Herstellers,

in Zukunft kein schlechtes Gewissen haben

zu müssen, wenn der Geländewagen mit

mehr als 2 t Leergewicht für eine Fahrt zum

Supermarkt herhalten muss.

Es bleibt die Frage, ob der immense technische

Aufwand in Hybridfahrzeugen auch

tatsächlich angebracht ist. Der Hybrid spielt

seine Stärken ausschließlich im Stadt- und

Stauverkehr aus, wo der saubere Elektromotor

zum Einsatz kommt. In Überlandfahrten

zeigen die Benzinaggregate der Hybriden

sogar einen höheren Treibstoffverbrauch

als herkömmliche Motoren. Dazu

treten weitere zumindest kompensatorische

Aspekte: Neben einem Verbrennungskraftmotor

schleppt ein Hybrid einen Elektromotor

inklusive Batterien, Generator und

komplexen Managementsystemen mit. Es

mag zwar stimmen, dass die Emissionswerte

um teilweise bis zu 50 % reduziert werden

können, doch muss man in die Emissionsbilanz

auch die freigesetzten Emissionen durch

die Herstellung der zusätzlichen Komponenten

einrechnen. Weiters wird der Anschaffungspreis

rasch zum Ausschlusskriterium

bei der Fahrzeuganschaffung. Der geringere

Kraftstoffverbrauch wiegt den höheren Anschaffungspreis

in keiner Weise auf. Ebenfalls

wurde von der Politik wieder einmal versäumt,

passende Anreizsysteme zu schaffen,

eine bloße Reduktion der NoVa erscheint

für viele Käufer nur ein bedingter Kaufanreiz.

Antrieb eines typischen Hybrid-Fahrzeuges

In Zusammenhang mit der immanenten

CO 2 - und Feinstaubdebatte drängt sich die

Frage auf, ob die Einführung des Hybridantriebes

nicht als eine hilflose Spontanaktion

der Fahrzeughersteller gesehen werden

kann. War doch schon Mitte der Neunziger

Jahre des vergangenen Jahrhunderts von der

Einführung wirklich innovativer Konzepte

wie wasserstoffbetriebenen Verbrennungskraftmotoren

oder gar von der Brennstoffzelle

die Rede. Doch was wurde aus beiden

Ansätzen? Dass beide Konzepte tatsächlich

funktionieren, wurde in zahlreichen Prototypen

hinlänglich bewiesen, die Umsetzung

versandete jedoch rasch in Ermangelung

investitionsfreudiger Partner. Das Hauptproblem

kann jedoch rasch zusammengefasst

werden: Die Herstellung und Speicherung

von Wasserstoff. Es gibt keinen energie- und

umwelttechnisch effizienten Prozess zur Gewinnung

von Wasserstoff. Und so startete

der Hybridantrieb langsam seinen Siegeszug.

p

Erstmalige Vorstellung von Hybrid-Fahrzeugen auf dem Genfer Automobilsalon 2007.


Grandioser

Jahresausklang.

Jörg Demus, einer der

profiliertesten Pianisten unserer

Zeit, spielte am 18. Dezember 2007

im TÜV Forum vor einem begeisterten

Publikum Werke von

Beethoven, Mozart, Schubert,

Brahms und Bruckner sowie auch

eigene Kompositionen.

Den Höhepunkt erreichte die Veranstaltung,

als Jörg Demus gemeinsam mit seinem

Freund, dem ebenfalls weltbekannten Pianisten

Paul Badura-Skoda, vierhändig Stücke

von Schubert interpretierte. Der besondere

Reiz des Abends war dadurch gegeben, dass

Dipl.-Ing. Daniela Keßler-Kirchmayr

Professor Demus Geschichten und Hintergründe

zu den einzelnen Stücken erzählte,

was darin gipfelte, dass er mit Paul Badura-

Skoda Anekdoten aus ihrer in vielen Berei-

5. Tag der Umwelt- &

Abfallbeauftragten.

Zum fünften Mal veranstaltete

die Wiener Umweltschutzabteilung –

MA 22 gemeinsam mit der TÜV

AUSTRIA Akademie den „Tag der

Umwelt- und Abfallbeauftragten“.

110 Abfall- und Umweltbeauftragte haben an

dieser Plattform für Informations- und Erfahrungsaustausch

teilgenommen. Abfallbeauftragte

sind in Unternehmen mit mehr als 100

MitarbeiterInnen gesetzlich vorgeschrieben.

Gemeinsam mit Umweltbeauftragten, die in

allen Bereichen des betrieblichen Umweltschutzes

tätig sind, tragen sie zu Rechtssicherheit

im Unternehmen und zur Ressourcenschonung

bei.

Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb

als prominente Vortragende

Frau Univ.-Professor Helga Kromp-Kolb von

der Universität für Bodenkultur sprach

über den menschlich verursachten Klimawandel

und die ökologischen Auswirkungen

sowie die Notwendigkeit zur Bewältigung

des Klimawandels.

Foto: TÜV AUSTRIA

V.l.n.r.: Jörg Demus, Paul Badura-Skoda, Dr. Hugo Eberhardt

Klimaschutz mit Eigennutz –

wer gewinnt mit Klimaschutz?

Mit der österreichischen Klimastrategie, gelebtem

Klimaschutz in Wien und konkreten

Maßnahmen wie z.B. dem Energieausweis

für Gebäude zeigten weitere Referenten

Möglichkeiten für Klimaschutz auf. In der

anschließenden Diskussion wurden die Chancen

für Betriebe und Beauftragte betreffend

Klimaschutz erörtert.

Eigenverantwortung der Betriebe

In vielen Bereichen wird verstärkt auf die

Eigenverantwortung der Betriebe gesetzt.

REACH (Registration, Evaluation and Autorisation

of Chemicals), die neue Chemikalienregelung

der EU, basiert auf diesem Grundsatz.

Fristen wie Pflichten wurden im Rahmen der

Veranstaltung präsentiert. Neuerungen im

Abfallrecht, Verantwortlichkeiten aus dem

Umwelthaftungsgesetz sowie die Eigenverantwortung

von Betrieben am Beispiel

Gewerbeordnung bildeten weitere Vortragsthemen

für die interessierte Zuhörerschaft.

p

Weitere Informationen zu Umwelt-Seminaren der TÜV AUSTRIA Akademie: www.tuv-akademie.at

Foto: TÜV AUSTRIA

TÜV NEWS

chen gemeinsamen Künstlerkarriere zum

Besten gab.

p

TÜV AUSTRIA (Schweiz)

nimmt Arbeit auf.

Die Schweiz weist bezogen auf ihre Einwohner die

größte Dichte an Aufzügen in Europa auf. Unter unzähligen

Industrie- und Produktionsbetrieben ist auch

einer der größten Aufzugsbetriebe der Welt angesiedelt.

Die starke Handelsverflechtung der Eidgenossen

mit dem EU-Raum ist Grund genug, dass die Schweiz

als EU-Nichtmitgliedsstaat zahlreiche Regelwerke und

Normen der EU übernimmt und umsetzt. So wurde

mit August 2000 die EU Richtlinie 95/16/EG (Aufzugsrichtlinie)

auch in der Schweiz ratifiziert. Für das

Inverkehrbringen von Aufzügen gelten fortan auch in

der Schweiz dieselben gesetzlichen Bestimmungen

wie in der EU.

Wegen der Nachfrage des Schweizer Marktes wurde

mit 01.01.2008 die TÜV AUSTRIA (Schweiz) GmbH

mit Sitz in Zollikon in der Schweiz gegründet, um im

Bereich Aufzugstechnik unmittelbar am Markt aktiv

werden zu können. Weitere Geschäftsbereiche

des TÜV AUSTRIA werden folgen. Bislang wurden

Kunden in der Schweiz von der Ge-

SEITE 15

schäftsstelle Dornbirn aus betreut.



Auszug aus dem Programm der TÜV Akademie.

ABFALLWIRTSCHAFT / UMWELTSCHUTZ

FAXANMELDUNG: 01/617 52 50-8145

Ja, ich melde mich für folgende Veranstaltung(en) an:

Kursnummer: Datum: Ort:

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Familienname: Vorname: Titel:

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Rechnung ergeht an: Teilnehmer Firma

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KURSNUMMER

Ausbildung zum/r Umweltbeauftragten - Einstieg laufend möglich ab 26.03.2008 Wien 3.450 € 08.112.013.01

In 4 Tagen zum/r qualifizierten Abfallbeauftragten 05.-08.05.2008 Salzburg 950 € 08.112.014.02

Betriebliche Umsetzung der REACH-Verordnung 14.04.2008 Wien 450 € 08.112.027.03

AUFZUGSTECHNIK / GEBÄUDETECHNIK & BAUWESEN

TÜV Aufzugstag 2008 09.04.2008 Wien 160 € 08.102.040.01

Technische Gebäudesicherheit 23.-25.04.2008 Wien 990 € 08.114.001.01

Technische Überprüfung und Bewertung von Gebäuden 15.05.2008 Wien 450 € 08.114.008.01

BRANDSCHUTZ

TÜV-Brandschutztag 2008 17.06.2008 M. Enzersdorf 160 € 08.115.011.02

Fortbildung für Brandschutzwarte 10.04.2008 Wien 250 € 08.115.017.01

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA-Anlagen) 09.04.2008 Wien 150 € 08.115.014.01

Alarm- und Räumungsübungen 26.05.2008 Wien 190 € 08.115.016.01

DRUCKGERÄTE / WERKSTOFF- & SCHWEISSTECHNIK

Ausbildung zum/r Dampfkesselwärter/in 07.-11.04.2008 Graz 970 € 08.101.004.03

Wartung und Betrieb von Dampfkesselanlagen 22.-24.04.2008 Lenzing 820 € 08.101.009.01

Hartlöterausbildung mit Zertifizierung 03.04.2008 Wien 430 € 08.106.004.01

Anforderungen an den Schweißbetrieb und die Schweißaufsicht 24.04.2008 Linz 470 € 08.106.013.02

ELEKTROTECHNIK

Staub-Explosionsschutz 03.04.2008 Wien 450 € 08.104.015.01

Elektrische Schutzmaßnahmen (ÖNORM/ÖVE E8001-1) 24.04.2008 Wels 450 € 08.104.006.02

Starkstromanlagen über 1 kV (ÖVE/ÖNORM E8383) 08.05.2008 Wien 450 € 08.104.018.01

Sicherheitsstromversorgung nach ÖVE/ÖNORM E8002 06.05.2008 Salzburg 450 € 08.104.020.01

IT & DATENSICHERHEIT

Ausbildung zum/r Informationssicherheits-Experten/in nach ISO17799 und ISO 27001 28.-29.04. & 28.-29.05.08 Wien 1.320 € 08.113.007.01

KRAFTFAHRTECHNIK

Gefahrgutlenker/innen Fortbildung 13.-14.06.2008 Wien 235 € 08.107.013.02

Ladungssicherung nach KFG, STVO & ADR 05.04.2008 Innsbruck 290 € 08.107.014.02

RISIKOMANAGEMENT / MANAGEMENT

Ausbildung zum/r zertifizierten Risikomanager/in 02.-04.04.2008 Wien 1.250 € 08.111.033.01

Effiziente Beschwerdebearbeitung 21.-22.04.2008 Wien 770 € 08.110.035.01

MEDIZINTECHNIK

CE-Kennzeichnung für Medizinprodukte 05.05.2008 Wien 450 € 08.105.012.01

Qualitätsmanagementsysteme für Herstellung und Vertrieb von Medizinprodukten 06.05.2008 Wien 450 € 08.105.022.01

Technische Dokumentation u. Risikomanagement für Medizinprodukte (Praxisworkshop) 07.05.2008 Wien 450 € 08.105.036.01

QUALITÄTSMANAGEMENT / MANAGEMENTSYSTEME

Ausbildung zum/r zertifizierten Qualitätsmanager/in (15 Tage) 26.05.-17.10.2008 Salzburg 3.320 € 08.108.003.02

Ausbildung zum/r zertifizierten Qualitätsbeauftragten 04.-06.06.2008 Graz 990 € 08.108.011.02

Upgrade zum/r zertifizierten IMS-Manager/in (2 Tage)

+ IMS-Auditor/in (1 Tag)

27.-28.05.2008

29.05.2008

Wien

770 €

450 €

08.108.012.01

08.108.015.01

NEU: Weiterbildung zum/r zertifizierten Lieferanten-Auditor/in

SICHERHEITSTECHNIK

23.-24.06.2008 Wien 850 € 08.108.006.01

Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft (31 Tage + Hausarbeiten) 05.03.-13.06.2008 Wien 3.940 € 08.103.004.01

Ausbildung zur Sicherheitsvertrauensperson 02.-04.04.2008 Bregenz 345 € 08.103.003.04

Ausbildung zum/r Staplerfahrer/in 17.-19.03.2008 Wien 280 € 08.119.001.01

TÜV Sicherheits- & Brandschutztag 2008 17.-18.06.2008 M. Enzersdorf 280 € 08.103.050.02

Anmeldung auch online: www.tuv-akademie.at

Preise zzgl. 20% MWSt.

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