Genfer Autosalon - Magazine Sports et Loisirs

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Genfer Autosalon - Magazine Sports et Loisirs

Welche Impressionen des 80. Genfer Autosalons sollte man festhalten? Es wird schwierig

sein, darauf nur eine knappe Antwort zu geben. Währenddessen lässt sich feststellen,

dass das Kriterium „immer mehr” dem Kriterium „immer besser” gewichen ist.

Angesichts der Windschutzscheibe des neuen Citroën C3, der zum ersten Mal in Genf vorgestellt

wurde, ist es klar, dass die Autohersteller ihre Vision des Fahrzeugs beträchtlich

erweitert haben. Die Autobauer sind von dem „immer mehr”-Ansatz (immer größere, immer

schwerere, immer leistungsstärkere Autos ...) zu dem „immer besser”-Ansatz gewechselt:

man muss nicht auf das bereits Vorhandene verzichten, man sollte es aber auf intelligente

Weise erhalten, ohne dass dabei die Freude am Fahren eingebüßt wird. Die Panorama-Windschutzscheibe

des neuen Citroën C3, die auf dieser Seite abgebildet ist,

symbolisiert diesen Geisteszustand vortrefflich. Es wird nicht auf die Fahrfreude verzichtet,

sondern sie wird neu erfunden indem man die Umgebung oberhalb und um sich herum wieder

entdeckt. Bei Porsche und Ferrari drückt sich die neue Freude am Fahren durch den Hybrid-

Motor des 918 Spyder und des 599 Kers-Hybrid aus. Und da Porsche es sich nie nehmen lässt,

auf seine ehrenvolle Vergangenheit zu verweisen, stellen wir fest, dass der 918 Spyder die gleiche

“DNA” wie der

Porsche 918 Spyder Porsche Spyder RSK Ferrari 599 Kers-Hybrid

Spyder RSK

besitzt, den Wolfgang

von Trips

Ende der fünfziger

Jahre gefahren ist.

Laurent Missbauer

Fotos: Laurent Missbauer,

Autohersteller und

UnitedPictures.com

Eine neue Vision:

das neu erfundene

Fahrvergnügen

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John Fleming und der neue Ford Focus

Peugeot SR1

Sbarro Autobau

mit Jo Vonlanthen

(links) und Franco

Sbarro

Weltpremieren und VIPs

Wie jedes Jahr empfängt der Genfer Autosalon eine

beeindruckende Zahl an Weltneuheiten und bedeutenden

Personen. Einige davon finden Sie auf dieser Doppelseite,

angefangen mit dem ehemaligen Formel-1-

Piloten Jo Vonlanthen, den wir bei Franco Sbarro

getroffen haben. Letzgenannter hat auf dem Autosalon

den Sbarro Autobau vorgestellt, der durch einen zwölf

Zylinder Motor mit 500 PS angetrieben wird. Die Stars

bei Mercedes waren die Formel 1 Fahrer Michael Schumacher

und Nico Rosberg. Der Besitzer von Ford, John

Fleming, hat persönlich den neuen Fokus enthüllt, dessen

Kombi als Weltpremiere in Genf vorgestellt wurde.

Wie Fiat den Abarth oder Mini den Cooper, hat auch

Renault den Namen Gordini neu aufkommen lassen.

Die Modelle Twingo Gordini und Clio Gordini haben

damit eine Hommage an Genf und an den legendären

Renault8Gordini erwiesen. Unter den echten Neuheiten

des Salons entdeckten wir zudem die Prototypen Citroën

Survolt und die beiden Bertone Alfa Romeo Pandion

und Pininfarina Duettottanta. Die letzten beiden

haben auf ihre Art das 100-jährige Jubiläum von Alfa

Romeo gefeiert. Die zweitgenannte hat außerdem den

80. Geburtstag von Pininfarina gefeiert; im Italienischen

wird 80 übrigens ‘ottanta’ geschrieben. Der erste Teil

seines Namens, Duetto, verweist auf den mythischen

Cabriolet Alfa Romeo Duetto, der vor mehr als vierzig

Jahren von Dustin Hofmann in dem Streifen “Le lauréat”

gefahren wurde.

Renault Wind

Opel Flextreme GTE

Renault 8 Gordini

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Renault Clio RS Gordini


Mercedes SLS Safety Car

Mazda 5

Mercedes F800 mit Michael Schumacher und Nico Rosberg (links)

Citroën Survolt

Rosberg und Michael Schumacher

Bertone Alfa Romeo Pandion

Pininfarina Alfa Romeo Duettottanta

Audi A1

Audi A8

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In Genf konnten die Besucher den

Accord Type S Diesel näher kennen

lernen, der 180 PS leistet und während

unserer Testfahrt nur 6,2 l/100

km verbraucht hat (ab 45.900 Fran-

für die Technologie

Einen besonders starken Eindruck von Châteaux-d’Oex, einem Festival ken). Seine Nüchternheit ist beispielhaft,

und das gilt auch für seine

hat Honda in Genf hinterlassen. Und in dessen Rahmen der neue CR-V

das sogar vierfach: Coupé CR-Z vorgestellt wurde. Dieser erfuhr verschiedene

Design- Verbesserungen Beispiel möglich, ihn mit einem adap-

Sicherheitsausstattung. Es ist zum

hybride, Accord Type S Diesel, der

neue CR-V und der neue Civic Type und kann ab jetzt auch mit einem tiven Geschwindigkeitsregler (ACC)

R Championship! Der japanische Dieselmotor und einer automatischen

Gangschaltung ausgestattet wellen-Radar erlaubt der ACC, den

für die Technologie treu werden.

Sicherheitsabstand zu dem vor Ihnen

zu versehen. Mit einem Millimeter-

Autohersteller ist somit seiner Lei-

geblieben, eine Leidenschaft, die

fahrenden Fahrzeug einzuhalten.

man ebenfalls bei dem menschlichen

Maß von 4x4, wie dem CR-V, Accord Type S Diesel: 180

HONDALeidenschaft

PS und 6,2l/100 km

als auch bei den humanoiden Robotern

wie Asimo, der letztes Jahr in

Genf der große Star am Stand von

Honda war, antrifft. Asimo hatte in

dem Jahr einen sehr guten Platz,

nämlich auf dem Honda-Heissluftballon

anlässlich des Ballon-Festivals

Wenn Sie Ihren Geschwindigkeitsregler

auf 120 km/h einstellen und

Sie sich einem Auto nähern, das vor

Ihnen mit 110 km/h fährt, verlangsamt

das ACC-System Ihr Auto und

hält einen Sicherheitsabstand ein,

ohne dass Sie selbst aktiv werden

müssen. Wenn danach das mit 110

km/h fahrende Auto den Weg, z.B.

nach einer Überholung, wieder frei

macht, beschleunigt der Accord von

selbst von 110 auf 120 km/h. Es ist

ein echter Fortschritt im Bereich der

Sicherheit. Das gleiche gilt für das

LKAS-System von Honda, das sich

vor allem bei Zuständen von Müdigkeit

als sehr nützlich erweist.

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Der neue Honda CR-Z hybride wurde von Takanobu Ito,

CEO von Honda, in Genf als Europa-Premiere vorgestellt


Leben retten

Im Verhältnis zu Systemen anderer

Autohersteller, wie zum Beispiel

dem System AFIL, dem Spurhalteassistent

von Citroën, der Vibrationen

am Sitz hervorruft wenn der

Fahrer von seiner Spur abzukommen

scheint, sei es weil er abgelenkt

ist, sei es weil er einschläft,

geht das System von Honda noch

einen Schritt weiter: das Fahrzeug

kann sich selber zwischen den Fahrbahnspuren

positionieren. Der LKAS

(Lane Keeping Assist System)

genannte Spurhalteassistent gehört

zur Ausstattung des neuen Accord

und funktioniert mithilfe einer Kamera,

die hinter der Windschutzscheibe

angebracht ist. Seine Aufgabe

besteht darin, die Straßenmarkierung

am Boden zu verfolgen und so

Abweichungen des Fahrzeugs festzustellen.

Sobald das Fahrzeug die Fahrbahnmarkierung

berührt, ertönt ein

Signal, bevor das System aktiv wird.

Natürlich wird dem Fahrer ein kurzer

Zeitraum für die Reaktion gewährt;

falls dieser aber nicht handelt, wird

der Richtungsassistent aktiviert, der

das Fahrzeug auf die Fahrspur

zurückbringt. Man sollte jedoch wissen,

dass LKAS nur unter bestimmten

Bedingungen funktioniert. Allem

voran, müssen die Bodenlinien deutlich

und gut sichtbar sein. Zudem

sollte die Straße keine engen Kurven

haben und der Fahrer darf dabei die

Blinker nicht benutzen. All diese Vorrichtungen

sind Teil einer ganzen Reihe

von Fahrhilfen wie z.B. der Antikollisions-Radar.

All diese Fahrhilfen

zusammen können Leben retten.

Daher ist die Leidenschaft für die

Technologie bei Honda kein leeres

Wort. Das konnten wir auch bei dem

neuen Civic Type R Plus “Championship”

feststellen.

Civic Type R:

Der Fahrgenuss

Civic Type R Plus

“Championship” ist

eine extrem sportliche

Version des Civic Dreitürers.

Der “Championship

White” ist an

seiner weissen Aufmachung

erkennbar

und erinnert an das

erste Einsitzer-Modell

von Honda für die Formel

1 von 1963. Dieser

neue Civic wird

durch einen 2.0 i-VTEC

Benzin-Motor angetrieben.

Er entwickel

insbesondere bei

hoher Umdrehungszahl

201 PS und

ermöglicht eine

Beschleunigung von 0

auf 100 km/h in nur 6,6

Sekunden (Höchstgeschwindigkeit

235

km/h). Das Fahrzeug,

das für den Preis von

39.950 Franken erworben

werden kann,

bereitet vor allem auf

Gebirgsstraßen ein

echtes Fahrvergnügen.

Er ist Liebhabern

des sprotlichen Fahrens

wärmstens zu

empfehlen!

ACC- und LKAS-Knöpfe am Lenkrad

LKAS - System

Civic Type R

Accord Diesel Type S

HONDA

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Logo von 2010

Logo von 1910

ALFA ROMEO

1910-2010: 100 Jahrfeier in Genf

Der neue Giulietta wurde als Weltpremiere

auf dem Genfer Salon präsentiert.

Er verweist ...

... vor allem auf den

Giulietta Sprint der

sechziger Jahre.

Der neue Alfa Romeo Brera 1750 TBi.

Alfa Romeo hat seinen100-jährigen

Geburtstag auf dem Genfer Autosalon

würdevoll gefeiert. Das erste

Jahrhundert des berühmten italienischen

Autobauers wird mit einer

Rückbesinnung auf seine glänzende

Vergangenheit geehrt, man denke

insbesondere an den neuen Giulietta,

der in Genf seine Weltpremiere

feierte und an die Rückkehr des

Namens «1750», unter anderem für

den Brera 1750 TBi.

Die Gründung fand 1910 unter dem

Namen A.L.F.A. statt, wobei die vier

Initialen für Anonima Lombarda Fabbrica

Automobili, d.h. Anonyme

Gesellschaft der Lombardei für die

Autoherstellung stehen. Den Namen

Alfa Romeo erhielt die Gesellschaft

als sie während des ersten Weltkriegs

durch den Ingenieur Nicola

Romeo übernommen wurde. Im

Laufe des Jahre erreichte sie beneidenswerte

Spitzenergebnisse im

Automobilsport. Alfa Romeo behauptete

sich bei dem 24-Stunden-Rennen

von Le Mans (vier aufeinanderfolgende

Siege zwischen 1931 und

1934) und in der Formel 1 (Weltsieger

1950 mit Nino Farina und 1951

mit Juan Manuel Fangio) als auch

bei zahlreichen anderen Wettbewerben

wie vor allem bei Mille Miglia mit

dem 6C 1750 im Jahr 1929. Der

Name 1750 wurde mit dem «1750

Berlina» 1968 der damaligen Mode

angepasst - er ist im oberen Teil der

Seite abgebildet ist (Foto 01, mit dem

neuen 159) - der bis 1971 hergestellt

Anlässlich seines 100-jährigen Geburtstags

hat Alfa Romeo seine Bezeichnung

«1750» dem heutigen Geschmack

angepasst. Diese Zahl steht nun auf

dem 159 1750 TBi, der im Vordergrund

abgebildet ist und auf den «1750 Berlina

» von 1968 Bezug nimmt.

wurde; abgelöst wurde er danach

vom «2000 Berlina».

Auf dem Genfer Salon taucht dieser

Name wieder auf und nämlich bei

den Modellen 159, Brera und Spider

1750 TBi, die mit Motoren von

1742 cm3 ausgestattet sind und

dank eines Turbokompressors (TB)

und einer elektronischen Einspritzpumpe

(i) eine Leistung von 200 PS

erreichen. Dieser 1750 TBi- Motor,

der einer der weltweit besten Vierzylinder

ist, erweist nicht nur dem 1750

von damals sondern auch dem

berühmten „cuore sportivo”, dem

„sportlichen Herz”, der schon immer

zum Charakteristikum von Alfa

Romeo gehört hat, die Ehre. Mit seinem

neuen Motor von 1742 cm3,

ist der Brera 1750 TBi 100 kg schwerer

geworden, wobei gleichzeitig im

Vergleich zum 260 PS starken Brera

3.2 V6 sein Verbrauch um 26% reduziert

wurde (10,8 l/100 km während

unserer Testfahrt). Und das ohne von

seiner Leistug etwas einuzbüßen.

Durch das maximale Drehmoment

von 320 Nm ab 1400 Umdrehungen

wird eine sehr schnelle Beschleunigung

ermöglicht: er braucht nur 7,7

Sekunden um von 0 auf 100 km zu

kommen. Der Brera 1750 TBi kann ab

44.900 Franken käuflich erworben

werden.

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Logo DS

Der neue C3: ein Traum von einer Windschutzscheibe

Der Citroën C3 mit der Panorama-Windschutzscheibe Zénith

CITROËN

Citroën hat auf dem Genfer Salon

zum ersten Mal seinen neuen C3

vorgestellt. Dieser wird insbesondere

durch seine Panorama-Windschutzscheibe

Zénith charakterisiert.

Es gibt diese neue Windschutzscheibe,

welche die größte auf dem Markt

ist, serienmäßig in der Exclusive-

Ausführung oder für 600 Franken in

der Mittelklasse. Dieses industrielle

Meisterwerk der Firma Saint-Gobain

ist 1,35 m lang und vermittelt den Eindruck,

unter freiem Himmel zu fahren.

Bei großer Helligkeit, kann sie

kurzerhand durch einen verschiebbaren

Sonnenschutz abgedeckt werden.

Der C3 besitzt eine einwandfreie

Qualität der Herstellung als auch der

Geschmeidigkeit des 120 PS Motors

1.6 VTi. Wir hätten uns allerhöchstens

einen längeren fünften Gang auf der

Autobahn oder sogar einen sechsten

Gang gewünscht, um den Benzinverbrauch

noch mehr einzugrenzen. Der

Verbrauch betrug während unserer

Testfahrt höchstens 6,2l/100 km. Der

neue C3 mit der Panorama-Windschutzscheibe

Zénith ist ab 21.600

Franken käuflich zu erwerben (1.4 l

von 75 PS). Die Variante 1.6 VTi Exclusive,

mit der wir unsere Testfahrt

durchgeführt haben, ist dagegen für

26.800 Franken zu erwerben.

Ein Blick in die

Vergangenheit

Wir wollen schließlich hinzufügen,

dass der neue C3 dieselbe Plattform

wie der DS3 besitzt. Durch den

Namen DS wird ein deutlicher Bezug

zum legendären DS, der zwischen

1954 und 1975 gebaut wurde, hergestellt.

Heute bedeuten die beiden

Buchstaben nicht mehr „déesse” (fr.

Göttin) wie bei seinem Vorgänger,

dem „déesse de la route” (fr. Göttin

der Straße), sondern sie stehen für

„Distinctive Spirit”. Durch diesen

Namen soll sich der DS3 und danach

der künftige DS4, der in Genf als

Prototyp DS High Rider präsentiert

wurde, zwischen den Spitzenreitern

Mini Cooper und Audi A3 positionieren.

Der DS3 kam letztes Jahr auf

den Markt, dem Jahr in dem Citroën

seinen 90. Geburtstag feierte. Der

Name DS erweist der großartigen

innovativen Fähigkeit, die der Hersteller

des doppelten Zickzacks schon

immer bewiesen hat, die Ehre. Die

Verantwortlichen der Marke haben

daher nicht gezögert, neben den C5

einen Traction Avant der dreissiger

Jahre und einen C6 neben den DS zu

stellen.

Zum Schluss wollen wir festhalten,

dass sowohl der C3 1.6 VTi als auch

der C5 sehr gute Autos sind. Ab jetzt

ist der C5 HDi V6 mit einem neuen

Dieselmotor von 240 PS und sechs

Zylindern ausgestattet; er beschleunigt

von 0 auf 100 km/h in 7,9 Sekunden

und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit

von 243 km/h. Er wird

ab einem Preis von 47.990 Franken

verkauft, wobei ein ausgezeichnetes

Preis/Leistungsverhältnis geboten

wird, und er verbraucht durchschnittlich

nur 7 l/100 km.

DS High Rider

C5 und Traction Avant

C6 und DS

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Der neue Infiniti M35 Hybrid feierte

in Genf Weltprämiere

INFINITI

Ein Salon, den man im Kalender rot anstreichen sollte

Den 80en Genfer Automobilsalon müsste

Infiniti im Kalender rot anstreichen. Der

japanische Autobauer hat in Genf nicht

nur zum ersten Mal den M35, seine

neue Luxuslimousine, die es auch in der

Version Hybrid geben wird, vorgestellt,

sondern auch seinen neuen Dieselmotor

von 3.0 Litern und 238 PS, der

Schlichtheit mit sportlichen Leistungen

verbindet. Mit diesem neuen Antrieb,

stellt der EX eine Alternative zu der hochkarätigen

Konkurrenz, zu der insbesondere

der Porsche Cayenne Diesel gehört.

EX 37: Eine den Abstand

messende Kamera mit einem

360°- Winkel

Während wir auf die Markteinführung

des EX Diesel gewartet haben, konnten

wir den EX 37 Benziner testen. Dieser

verfügt über eine große Anzahl technischer

Raffinessen. Ein Beispiel gefällig?

Das „Around-View Monitor” System,

das eine Luftaufnahme von 360°

gewährleistet. Dieses System macht

von vier Kameras Gebrauch: sie befinden

sich im vorderen und hinteren

Bereich sowie in den beiden seitlichen

Bereichen und sind in den Rückspiegeln

eingebaut. Die Aufnahmen werden auf

den Bildschirm des Navigationsgerätes

übertragen, auf dem eine echte Luftaufnahme

des fahrenden Autos zu sehen

ist, was vor allem beim Einparken sehr

nützlich ist. Der Infiniti M mit Hybridmotor

wird nächstes Jahr auf den Markt

kommen. Der Prototyp Infiniti Essence,

der letztes Jahr anlässlich des 20.

Geburtstages der Marke vorgestellt

wurde, ist bereits mit einem Hybridmotor

ausgestattet worden, der 600

PS leisten kann.

Sowohl der Infiniti Essence als auch

der Infiniti EX37 wurden vom japanischen

Designer Shiro Nakamura entworfen.

Dieser ist der Meinung, dass es

der Traum eines jeden Autofahrers ist,

ein Fahrzeug zu besitzen, dass „den

Stil eines Coupés, den Raum eines

Kombis und die Vielseitigkeit eines

SUV” hat. „Falls dieser Traum bisher nur

durch den Erwerb von drei Autos möglich

war, ist dies seit dem EX37, welcher

der erste wahre Crossover Coupé der

Welt ist, nicht mehr der Fall”, bemerkt

Shiro Nakamura. „Durch seine Vielseitigkeit

ist der EX37 ein perfektes Auto

sowohl für Familien als auch für Skioder

Radfans. Der EX37 wird gleichermaßen

die Liebhaber der Coupés, die

sich mehr Platz wünschen, aber sich

gleichzeitig nicht mit einem banalen

Aussehen zufrieden geben, verführen”

meint Bastien Schupp, Marketingdirektor

von Infiniti in Europa. „Trotz des Status

eines Crossovers, folgt der Infiniti

EX37 eigentlich dem Stilkanon eines

traditionellen Coupés: großer Achsenabstand

und lange Motorhaube, kurzer

Überhang und abfallendes Verdeck.

Außerdem ist der EX 37 deutlich weniger

hoch als seine Konkurrenten,

wodurch es möglich wurde, seinen

Schwerpunkt tiefer anzusetzen, was

vor allem für seine Bodenhaftung vorteilhaft

ist.”

Die hinteren Rückenlehnen

sind elektrisch klappbar

Der Infiniti EX37 besitzt Rücksitzlehnen,

die elektrisch verstellbar sind. Dies

erleichtert die Auf- und Entladung von

besonders sperrigem Gepäck und

besitzt dadruch die Ausschließlichkeit in

diesem Marktsegment. Jede Lehne

kann nach vorne oder nach hinten mittels

eines Knopfes, der im hinteren Teil

des Kofferraumes angebracht ist,

geklappt werden. Es ist ebenfalls möglich,

die Lehnen von der zentralen Konsole

aus hochzuklappen. Der EX37 wird

durch denselben Motor wie der Infiniti

G37 angetrieben, nämlich durch einen

V6 Motor von 3700 cm3, und erreicht

eine Höchstgeschwindigkeit von 240

km/h, wobei er von 0 auf 100 km/h in

6,4 Sekunden beschleunigt. Sein kombinierter

Verbrauch beträgt bis zu 11,2

l/100 km. Während unseres Tests haben

wir nur 10,4 l/100 km verbraucht, was

überaus bemerkenswert ist. Es verwundert

jedoch nicht, angesichts seiner

7-Gangschaltung. Alle EX37- Modelle

sind auch mit einem l-Key oder einem

intelligenten Schlüssel ausgestattet. Es

handelt sich hierbei um ein Ver- und

Entriegelungs-System und einem

Motor-Anlasser, der ohne Schlüssel sondern

per Druckknopf funktioniert. Sobald

das Auto einen kompatiblen und programmierten

l-Key ausmacht, werden

das Öffnen der Türen und das Anlassen

des Motors aktiviert, ohne dass man

dafür den Schlüssel aus der Tasche oder

aus der Handtasche, wo er weggeräumt

wurde, holen muss. Der EX37 ist

ab einem Preis von 73.300 Franken zu

haben.

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Der neue Infiniti EX37


G37 Cabrio: perfekte

Proportionen

Er besitzt eine neue Vorderpartie und

wurde in Genf zum ersten Mal der

Öffentlichkeit vorgestellt: der Infiniti G37

Cabrio, der auf dem Markt ab einem

Preis von 77.900 Franken erworben

werden kann und der perfekte Proportionen

zu erkennen gibt, die mit oder

ohne ausfahrbarem Hardtop sichtbar

sind. „Der neue Infiniti G37 Cabrio

besitzt Seltenheitswert. Es handelt sich

eigentlich um einen Viersitzer-Cabrio

mit einem einziehbaren Hardtop, dessen

Linien nicht durch einen unschönen

Kofferraum entstellt werden. Wir haben

uns freiwillig entschieden, einen kleinen

praktischen Aspekt zu opfern, um einen

einwandfreien Stil zu bewahren” erklärt

Jim Wright, Vize-Präsident von Infiniti

Europa. Das, was er mit der Opferung

eines „kleinen praktischen Aspekts”

meint, ist der unbenutzbare Kofferraum

sobald das Dach einzogen wurde. Dies

ist allerdings nicht schlimm, da die beiden

Rücksitze gegebenenfalls das

Gepäck aufnehmen können, falls man

unbedingt ins Wochenende oder in den

Urlaub mit offenem Verdeck fahren will.

Der G37 Cabrio ist mit einem Motor V6

von 3,7 l ausgestattet, er erreicht 230 PS

Die Rücksitze des Infiniti G37 Cabrio

und bietet einen Klang, der von Infiniti

als „besonders berauschend” während

der Fahrt mit offenem Verdeck beschrieben

wird. „Dieser Klang wurde durch

eine Feinabstimmung der Länge des

Auspuffrohrs erreicht, damit ein perfektes

Gleichgewicht zwischen tiefen und

hohen Tonsequenzen entstehen kann”

so die Pressemitteilung. Im Unterschied

zur Mehrheit seiner Mitkonkurrenten

besitzt er einen zusätzlichen Gang; die

Automatikschaltung des G37 verfügt

nämlich über einen siebten Gang, welcher

es ermöglicht, sowohl den Verbrauch

als auch die Dezibel zu senken.

Er ist mit Magnesiumplatten am Lenkrad

und mit einer Adaptiven Schaltsteuerung

(ASC, Adaptive Shift Control,)

im DS Modus (Drive Sports)

ausgestattet. Seine Höchstgeschwindigkeit

ist elektronisch auf 250 km/h

begrenzt und er braucht nur 6,4 Sekunden,

um von 0 auf 100 km/h zu kommen.

Was seinen durchschnittlichen

Verbrauch betrifft, so betrug dieser während

unserer Testfahrt nicht mehr als

10,9 l/100 km, was für ein Auto mit 320

PS beachtenswert ist.

Ein Kühlsystem für

die Vordersitze

Der G37 Cabrio Automatik unseres

Tests war zudem mit einer intelligenten

Geschwindigkeitsregelung (ICC, Intelligent

Cruise Control) ausgestattet. Dieses

System macht von Bremsen, Gaspedal

und Lasersensoren Gebrauch,

um einen Sicherheitsabstand zu den

Fahrzeigen, die vor Ihnen fahren, zu

gewährleisten. Ein weiteres raffiniertes

Detail: die Vordersitze verfügen über

ein Erwärmungs- und Abkühlungssystem.

Die letzt genannte Möglichkeit ist

besonders zu schätzen, nachdem das

Auto lange Zeit mit offenem Dach in der

Sonne stand.

Was bedeutet

eigentlich Infiniti?

Infiniti ist für Nissan, das was Lexus

für Toyota ist, nämlich eine Luxusmarke,

von der etwa 150.000 Automobile

pro Jahr erzeugt werden. Die

Autos dieser japanischen Marke

haben sich zum Ziel gesetzt, den

Kunden „unendlich Vieles” (französisch:

infiniment) zu bieten; in der

Schweiz kann man sie erst seit

einem Jahr kaufen. „Unendlich Vieles”

bedeutet mehr Power, mehr

Design und mehr Kundenservice.

Letzter sieht für Wartungsarbeiten

einen Abhol- und Rückgabeservice

des Autos zum Wohnort oder zur

Arbeitsstätte des Kunden vor, wenn

sich dieser innerhalb einer Entfernung

von 250 km von den Infiniti-

Zentren von Genf und Zürich befindet;

in ein paar Monaten wird dieser

Service auch von den neuen Infiniti

Zentren in Basel und Lausanne/

Etoy möglich sein. Der Name „Infiniti”spiegelt

sich übrigens auch in

dem Logo der Marke wieder. Dieses

symbolisiert nämlich eine Straße,

die sich ins Unendliche fortsetzt.

INFINITI

Das Logo von Infiniti, hier mit Amel Boubaaya,

Leiterin der Kommunikationsabteilung

von Infiniti Schweiz, symbolisiert eine Straße,

die sich ins Unendliche fortsetzt.

Der neue Infiniti G37 Cabrio

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ASTON MARTIN

In den Fußstapfen

von Porsche

Aston Martin hat in Genf zum ersten Mal seine neue

viertürige Limousine Rapid vorgestellt. Diese kündigt

sich als eine sehr ernsthafte Konkurrentin für den neuen

Porsche Panamera an. Betreffend Porsche, kann

man feststellen, dass Aston Martin im Juni zum zweiten

Mal in Folge an dem 24-Stunden-Rennen von Le

Mans mit einem Prototyp Aston Martin LMP1 teilnehmen

wird. Dieser wird die berühmten Gulf-Farben

tragen, mit denen Porsche vor vierzig Jahren mit seinen

legendären 917 vielzählige Siege errungen hat. Diese

wurden von den Schweizern Jo Siffert und Herbert

Müller gefahren. Auch dieses Jahr wird es ein schweizer

Fahrer sein, der bei dem 24-Stunden-Rennen von

Le Mans einen blau-orangenen Aston Martin LMP1 fahren

wird. Es handelt sich hierbei um den Genfer Harold

Primat, der das zweite Jahr in Folge zum Rennstall der

Aston Martin Racing gehören wird. Die legendären Farben

Blau und Orange sind ab jetzt auch für den kleinen

Aston Martin Cygnet vorgesehen, der auf dem

Toyota IQ basiert und der in Genf als Weltpremiere vorgestellt

wurde.

Aston Martin Cygnet Gulf-AMR

Harold Primat,

Aston-Martin-Fahrer

Aston Martin LMP1

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Aston Martin Rapid


Die Hybrid-Offensive

Porsche hat nicht nur zum ersten

Mal seinen neuen Viertürer Porsche

Panamera, den großen Konkurrenten

von Maserati Quattroporte

und Aston Martin Rapid,

sondern gleichzeitig auch drei

Hybrid-Modelle als Weltpremiere

vorgestellt. Absoluter Höhepunkt:

der 918 Spyder, würdevoller Nachkomme

des Carrera GT. Mit dem

Cayenne S Hybrid stellt Porsche

das erste serienmäßig gebaute

Hybrid-Fahrzeug seiner Geschichte

vor. Was den 911 GT3 R Hybrid

angeht, so ist er der erste hybride

Rennwagen aus Zuffenhausen.

Mit einem Verbrauch von

nur 3 l/ 100 km, laut Neuem

Europäischen Fahrzyklus

(NEFZ), ist der

918 Spyder der unbestrittene

Spitzenreiter

im Segment der nüchternen

Supersportwagen. Das gleiche

gilt für den CO2-Ausstoß, der

höchstens 70 g/km beträgt.

Obwohl der neue Cayenne S

Hybrid 8,2 l/100 km verbraucht,

gehört er ebenfalls zu den besten

seines Segments. Die drei Modelle

bilden zusammen das Zugpferd

der Porsche-Strategie, welche es

versteht, das Fahrvergnügen zu

steigern bei gleichzeitiger Reduzierung

des Benzinverbrauchs.

Zum Porsche Spyder müssen wir

noch hinzufügen, dass seine Formen

an jene des Porsche RSK Spyder

und anderer 718-Modelle der

fünfiziger und sechsziger Jahre

erinnern. Sein Name 918 nimmt

Bezug auf den legendären Porsche

917, der es dem Autobauer aus

Stuttgart-Zuffenhausen ermöglicht

hat, die World Endurance Meisterschaft

zwischen 1969 und 1971

drei Mal in Folge zu gewinnen.

PORSCHE

Porsches Hybrid-Offensive

Porsche 917 Gulf

Panamera

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