Weihnachten bei den Syrisch-Orthodoxen Christen

liebfrauen.de

Weihnachten bei den Syrisch-Orthodoxen Christen

Pfarrbrief Liebfrauen

Advent / Weihnachten 2004


Liebe Gemeindemitglieder,

wenn wir an Weihnachten denken,

denken wir an einen bunt geschmückten

Weihnachtsbaum, an das Jesuskind

in der Krippe, an ein üppiges

Essen im Familienkreis, an

den Besuch der Christmette

und nicht zuletzt an viele Geschenke.

Klirrend kalte Wintertage

vervollständigen unser

Bild von einem traumhaften

Weihnachtsfest.

Doch was ist das eigentlich

wichtige am Weihnachtsfest,

der Grund

unserer Festfreude: die

Geburt von Jesus Christus!

Die Freude über die Geburt Jesu

teilen mit uns auch Christen anderer

Nationalitäten und Religionsgemeinschaften,

die in unserer Gemeinde

(Jutta Rademacher)

PGR-Vorsitzende

(Maria Wissing)

PGR-Vorstand

(Markus Hungerkamp)

PGR-Vorstand

Titelbild: Orthodoxe Ikone aus dem Ikonenmuseum Recklinghausen

leben. In diesem Advents- und Weihnachtsbrief

geben uns unsere Nachbarn

einen Einblick darin, wie sie

Weihnachten feiern.

Doch haben sie die gleichen Vorstellungen

von einem „traumhaften

Weihnachtsfest“?

Sicherlich unterscheidet sich

die Art zu feiern in Riten

und Bräuchen, wobei

der Grund zur Freude

uns allen gemeinsam

ist. Uns verbindet der

Glaube und die Gewissheit,

dass Gott uns Jesus,

seinen menschgewordenen Sohn,

als Zeichen seiner unendlich grossen

Liebe geschenkt hat.

Vertrauend auf diese Liebe, wünschen

wir Ihnen allen ein friedvolles

und gesegnetes Weihnachtsfest.

(Dr. Klaus Winterkamp)

Pfarrer

(Beate Angenendt)

PGR-Vorstand

Weihnachten bei ...

Frohe Weihnachten! Sretan Bozic! Feliz Natal!

Błogosławionych Świąt Bożego Narozenia! ¡ Feliz Navidad !

In diesen und in vielen anderen Sprachen

werden sich auch in diesem Jahr wieder die

Menschen zum Weihnachtsfest begrüßen.

Christlicher Glaube ist schließlich weltumspannend,

ökumenisch – im ursprünglichen

Sinn des Wortes – „katholisch“. Die große

weite christliche Welt gibt es in Liebfrauen

auch im Kleinen. Ein Großteil der christlichen

Bürger unserer Stadt, die anderer

Nationalität sind, feiern nämlich Woche

für Woche in den Gottesdiensträumen von

Liebfrauen die Eucharistie.

Jeden Sonntag um 13.00 Uhr kommen

die Katholiken kroatischer Sprache in der

Anbetungskapelle der Liebfrauenkirche zur

Messfeier zusammen. Mehrstimmige, sehr

gefühlvolle Gesänge prägen die Liturgie,

die etwa 40 Teilnehmer unter der

Leitung des Kroatenseelsorgers

für das westliche Münsterland,

Pater Jakov Kupresanin OFM,

mitfeiern.

In St. Martin versammeln sich

alle 14 Tage 80 bis 100 syrisch-orthodoxe

Christen (oft

Aramäer genannt) mit Pfarrer

Lahdo Kaya aus Gronau zur Eucharistiefeier

im syrisch-antiochenischen Ritus, der

in seinen Ursprüngen bis ins 4. Jahrhundert

zurückreicht. Die Christen der syrischen

Tradition sind stolz darauf, dass in ihren

Gottesdiensten noch immer die Sprache

zu hören ist, die Jesus selbst gesprochen

hat und in der seine Jünger gebetet und

sein Evangelium zuerst verkündet haben.

In der St. Agnes Kapelle feiern – ebenfalls

im 14-tägigen Rhythmus – ungefähr 30

Gläubige der serbisch-orthodoxen Kirche

gemeinsam mit ihrem Seelsorger Dusko

Spasojevic Eucharistie. Die Gottesdiens-

te der serbisch-orthodoxen Kirche, die

1219 Selbständigkeit erlangte, werden in

serbischer Sprache gefeiert und gehören

zum slawischen Zweig der byzantinischen

Liturgie, die unter den orientalischen Liturgien

am weitesten verbreitet ist.

Ferner haben die römisch-katholischen

Christen polnischer, portugiesischer und

spanischer Sprache in der St. Agnes Kapelle

ihren Gottesdienstort. Etwa 100 polnische

Katholiken feiern an jedem zweiten

Samstag eines Monats die Eucharistie als

Vorabendmesse. Dazu reist aus Recklinghausen

Kaplan Zbigniew Mielcarek an.

Einmal monatlich – sonntags um 15.30

– versammeln sich auch die portugiesischen

Katholiken zur Messfeier. Dafür

kommt aus Münster der Leiter

der Seelsorge für die Gläubigen

der portugiesischen Sprache im

Bistum Münster, Pater Vitor Coutinho,

nach St. Agnes.

Schließlich treffen sich alle

zwei Wochen sonntags um

11.20 Uhr die spanischen

Katholiken in der St. Agnes-

Kapelle. Dann feiert Pater Rogelio Vences

mit ungefähr 50 Teilnehmern die Messe in

spanischer Sprache.

Wie sie teils eigene, jahrhundertealte Riten

haben – die syrisch-orthodoxen Christen

oder die serbisch-orthodoxen Christen zum

Beispiel –, so besitzen die einzelnen Konfessionen

und Nationalitäten auch besondere,

zum Teil sehr lang zurückreichende

Weihnachtsbräuche. Darin möchten Vertreter

der einzelnen Riten und Nationalitäten,

die in Liebfrauen zu Gast sind, nachfolgend

einen kleinen Einblick geben. Herzlichen

Dank allen Autoren!


Weihnachten bei ...

Weihnachten bei den Kroaten ...

... war immer und ist auch heute noch

ein Fest, das man besonders im Advent

mit Freude in jeder Familie erwartet.

Gefeiert hat dieses Fest das christliche

Volk auch dann, wenn dies mit

verschiedenen Schwierigkeiten (Kommunismus!)

verbunden war. Als eine

ewige Inspiration hat dieses Fest seinen

Platz in der Poesie, Literatur und

Kunst bei den Kroaten eingenommen.

Mit diesem Fest der Geburt Christi sind

viele volkstümliche Bräuche verbunden,

wie bei den anderen Völkern, so

auch bei dem kroatischen Volk. Durch

diese Bräuche bringt das christliche

Volk die Kontinuität seines geistigen

Lebens zum Ausdruck.

Die Vorbereitung für das Weihnachtsfest

beginnt bei vielen kroatischen

Familien am Fest des hl. Nikolaus, am

Abend vor diesem Fest, wo bekanntlich

die Kinder ihre Stiefel putzen, um am

nächsten Tag die Süßigkeiten heraus

zu holen. Am

4. Dezember,

dem Fest der

hl. Barbara,

werden die

„Barbarazweige“

in eine

größere Vase

gestellt. Am

13. Dezember, dem Fest der hl. Luzia,

wird der Weizen mit der Erde in ein Gefäß

getan, mit Wasser begossen, sodass

am Hl. Abend grüne Stengel von ca. 10

cm gewachsen sind. Dies ist ein Symbol

für das Leben und die Fruchtbar-

keit. Darin steckt man drei Kerzen, die

als Symbol der Dreifaltigkeit gelten.

Die Kerzen sind oft rot, weiß und blau

(kroatische Landesfarben). Sie werden

vor dem Gebet und festlichem Essen

angezündet.

Am Ende

des Essens

werden sie

vom Familienvater

mit

einem Stück

Brot, eingetaucht

in den

Rotwein, gelöscht. Dieses Stück Brot

gibt man später den Tieren im Stall.

Vor Weihnachten sucht man nach

Tannenbäumen. Dies hat man von den

Deutschen irgendwann übernommen.

Der Tannenbaum wird oft von den

Kindern geschmückt, die dabei ihren

großen Spaß haben. Dazu gehört auch

das Zusammensetzen der Weihnachtskrippe.

Die Krippe wurde durch den

hl. Franziskus von Assisi in die Kirche

eingeführt. Bei den Kroaten wurde sie

von vielen Künstlern gebaut und in den

Kirchen am Hl. Abend ausgestellt. Die

Familien in Kroatien und Bosnien-Herzegowina

haben sie in ihren Wohnungen.

Vor der Krippe wird in den Wohnungen

Stroh auf den Boden gestreut.

In großen Städten gibt es auch lebende

Krippen. Zu diesen gehören lebende

Tiere: Esel, Kuh, Ochse, Schafe und

Hirten. Maria, Josef und das Jesuskind

dürfen nicht fehlen.

Am Hl. Abend wird bei den Kroaten

gefastet und zum Mittagessen Stockfisch

gegessen. Alle sind in Erwartung

eines großen Ereignisses, vor allem

die Kinder. Die Hausfrauen haben alle

Hände voll zu tun. Das Haus muss

sauber gemacht werden. Besuch von

Familienangehörigen, Verwandten

und Freunden wird zum Fest erwartet.

Kuchen und Plätzchen müssen vorbereitet

sein. Die Torte darf dabei nicht

fehlen. Die Männer kümmern sich um

Spanferkel und Hammelfleisch. Beides

muss gebraten werden.

Am Fest soll alles feierlich sein. Dabei

dürfen auch die Armen nicht vergessen

werden. Ihnen wird etwas vom Gebratenen

und anderen essbaren Sachen

gebracht.

Bei dem feierlichen Essen am ersten

Weihnachtstag darf nichts fehlen.

Nicht der Sliwowitz und auch nicht der

Wein. In der Woche vor Weihnachten

kommen viele Priester aus anderen Gemeinden,

um den Gläubigen die Beichte

abzunehmen. Für Weihnachten muss

man an Leib und Seele sauber sein.

Am Hl. Abend hört man schon die

Weihnachtslieder. Es ist eine freudenreiche

Zeit. Um 24 Uhr

gehen die Gläubigen in

die Kirche.

Weihnachten bei ...

In Bosnien gibt es sehr früh Schnee,

sodass manche zu Fuß in die Kirche

k o m m e n ,

und zwar mit

der Laterne

in der Hand.

Andere kommen,

wenn

es nicht viel

Schnee gibt,

mit dem Wagen.

Wieder andere werden, wenn es

viel Schnee gibt, mit dem von Pferden

gezogenen Schlitten zur Kirche gebracht.

Weihnachten bei den Kroaten ohne

Mitternachtsmesse gibt es nicht. Das

tun sogar diejenigen, die man sonst

selten in der Kirche sieht. Oft ist es so,

dass die Kirchen brechend voll sind und

manche vor der Kirche bleiben müssen.

Schon auf dem Weg zur Kirche werden

Weihnachtslieder gesungen. Und in der

Kirche werden nur diese Lieder gesungen.

Unsere Weihnachtslieder sind sehr

melodiös. Und jeder singt sie aus voller

Brust. Bei jedem sieht man dabei Freude

im Gesicht. Manche ziehen sich

Nationaltrachten an und gehen so

in die Kirche. Nach der Mitternachtsmesse

und der Gratulation

des Pfarrers gratulieren sich

die Gläubigen gegenseitig

und wünschen sich

alles Gute zu diesem

Fest. Manche bringen

eine Flasche Sliwowitz

mit und nehmen einen


Weihnachten bei ...

Schluck daraus und bieten ihn den anderen

nach der Messe an. Viele bringen

essbare Sachen mit, die vom Priester

gesegnet werden. Diese werden anschliessend

beim Fest zu Hause zuerst

a u f g e g e s s e n .

Dabei werden

hauptsächlich

die Weihnachtslieder

gesungen.

Man geht froh

und fröhlich zurück

nach Hause.

Dort wartet

die Verteilung der Geschenke. Die

Freude der Kinder ist dabei riesengroß.

Es wird gegessen, zuerst das Gesegnete

und danach alles andere, was von der

Mutter der Familie vorbereitet worden

ist. Danach gehen die Kinder ins Bett,

aber die Erwachsenen bleiben noch

einige Stunden zusammen. Es wird

gegessen und getrunken, erzählt und

gesungen.

Am ersten Weihnachtstag gehen diejenigen

in die Kirche, die nicht in

der Mitternachtsmesse waren. Beim

Mittagessen isst und trinkt man, was

vor dem Fest vorbereitet wurde. Dabei

werden wieder die Kerzen angezündet

und Weihnachtslieder gesungen. Die

Jüngeren besuchen ihre Eltern und

wünschen ihnen alles Gute zum Weihnachtsfest.

Es werden die Geschenke

ausgetauscht. Dabei wird sehr viel

erzählt, gesungen und gelacht. Eine

riesige Stimmung herrscht unter den

Menschen.

Am zweiten Weihnachtstag geht man

wieder in die Kirche zur Messe. Nach

dem Gottesdienst bleibt man vor der

Kirche, gratuliert einander, trinkt einen

Schluck Schnaps und wünscht

alles Gute. Nach der Messe besucht

man die Verwandtschaft und Freunde.

Und bei jedem Treffen sagt man bei

uns am ersten und zweiten Tag des

Weihnachtsfestes SRETAN BOZIC!

(Frohes Weihnachtsfest!) Später sagt

man das auch mit einem zusätzlichen

„gehabt zu haben“. Dies wünsche auch

ich allen Mitgliedern der Liebfrauengemeinde.

Am zweiten Weihnachtstag beginnen

Pfarrer und Kaplan mit den Besuchen

bei den Familien der Gemeinde. Dabei

wird der Familie und allem, was sie

besitzt, der Segen erteilt. Bis alle besucht

sind, vergehen einige Tage. Dies

wird traditionellerweise einmal im Jahr

gemacht, überwiegend am Anfang des

Jahres. Es ist gut, dass sich die Priester

wenigstens einmal im Jahr bei den Familien

zeigen.

P. Jakob (Kroatenseelsorger für das

westliche Münsterland)

Weihnachten bei ...

Weihnachten bei den Serbisch-Orthodoxen Christen

Weihnachtsfeiertage und Bräuche

Bei den Serben sind die Weihnachtstage

mit zahlreichen Bräuchen verbunden,

sodass diese Tage die schönsten im

Jahr sind. Weihnachten wird die Geburt

von Jesus Christus, Gottes Sohn, dem

Erlöser der Welt gefeiert. Dieser Feiertag

wurde bei

den Serben durch

viele Bräuche

und Zeremonien

wunderschön ausgeschmückt.

Alle

diese Bräuche

haben ein Ziel:

Gottes Gnade und

Schutz zu erbitten für die Familien und

alle, die wir lieben. Das kann sich in

einem kurzen Gebet und einem „Trinkspruch“

äussern: „Lieber Gott, erhalte

Gesundheit und Freude in diesem

Heim, lass uns gesunde Kinder gebären,

möge das Getreide und die Reben

tragen und unsere Habe auf dem Feld,

auf den Wiesen und in der Herde sich

vermehren“.

Ab St. Nikolaus, einige Wochen vor

Weihnachten, bis St. Saba, einige Wochen

nach Weihnachten, dauert diese

Stimmung. Die Menschen sind gut

gelaunt und in den Familien spürt man

eine geistig gehobene Stimmung. Überall

spürt man eine leise festliche Seligkeit.

Diese Zeit wird genutzt, um Streitigkeiten

zu beenden und zu vergeben.

Alle Menschen werden wie eine Seele.

In dieser Periode sind auch der Heilige

Tag (Badnji dan) und der Heilige Abend

(Badnje vece) sehr wichtig.

Der Tag vor Weihnachten – Heiliger

Tag („Badnji dan“)

Dieser Tag ist am 6. Januar (nach dem

neuen Kalender). Der Name „Badnji“

kommt vom Baum, der an diesem Tag

geschlagen wird und den man ins Haus

holt. An diesem Tag, vor Tagesanbruch,

wird mit einem Gewehr in die Luft geschossen

und damit angekündigt, dass

die Leute in den Wald gehen sollen, um

die Bäume zu schlagen. „Badnjak“ ist

eine ganz junge Eiche. Der „Badnjak“

steht symbolisch für das Holz, das die

Hirten gebracht haben und das der gerechte

Joseph angezündet hat, um die

Hütte, in der Jesus geboren wurde, zu

erwärmen. „Badnjak“ bedeutet aber

auch das Holz, aus dem das Kreuz Jesu

gemacht wurde.

Heiliger Abend („Badnje vece“)

Der Heilige Abend verbindet den heiligen

Tag („Badnji dan“) und Weihnachten.

In den

Kirchen wird

abends die

Messe gefeiert

und der Badn

j a k - B a u m

und das Stroh

geweiht. Das

Stroh symbolisiert

das Stroh der Krippe, in der

Jesus geboren wurde. Bei der Ankunft

zu Hause holt man den Badnjak-Baum

und das Stroh ins Haus. Die Hausgenossen

beten und besingen die Heilige

Dreifaltigkeit, man gratuliert sich zum

Heiligen Abend und setzt sich an die


Weihnachten bei ...

Tafel. Sechs Wochen vor Weihnachten

und am heiligen Abend ist Fastenzeit.

Es wird Fastenessen angeboten (keine

tierischen Produkte, sondern meistens

frischer oder geräucherter Fisch, Salat

und Bohnen).

Weihnachten

Der fröhlichste Feiertag bei

den Serben ist Weihnachten.

Es wird drei Tage gefeiert. Der

erste Weihnachtstag ist am 7.

Januar (nach dem neuen Kalender).

Am frühen Morgen läuten

die Glocken aller Kirchen. Die

Menschen ziehen festliche

Kleidung an und gehen in die

Kirche zur Morgenmesse.

Nach der Messe wird „Nafora“

(Brot) genommen.

Die Menschen begrüßen

sich mit den Worten „Christus

ist geboren“ und antworten „Das

ist wahr, er ist geboren!“

Cesnica – Weihnachtsbrot

Zu Weihnachten wird ein Brot gebacken,

das „Cesnica“ heißt. In dem Brot

wird eine Münze versteckt. Oben drauf

wird ein Zweig vom „Badnjak“ gesteckt.

Nach dem Gottesdienst versammeln

sich alle zu Hause am Tisch. Es wird

eine Kerze angezündet, der Hausherr

nimmt Weihrauch und beräuchert damit

alle Hausgenossen, die Ikonen und das

ganze Haus. Es wird gebetet und gesungen.

Danach wird das Brot gedreht wie

der heilige Kuchen und in so viele Teile

zerbrochen, wie es Hausgenossen gibt.

Wer in seinem Stück die Münze findet,

wird besonders glücklich, ein ganzes

Jahr lang. Danach wird festlich und gut

gegessen. Die Fastenzeit ist vorbei.

Weihnachten in der heutigen modernen

Welt

Es wird die Frage gestellt, wie heute

Weihnachten in den großen Städten gefeiert

wird, wo es kein Feuer

und keine Bäume gibt und

wo auf den hohen Etagen

keine Möglichkeiten bestehen,

Bäume und Stroh hinauf

zu bringen.

Das serbische Volk hat immer,

wie die Heiligen auch, unter

schweren Bedingungen gefeiert,

im Krieg, auf dem

Wachposten, an der Front.

Daher ist es viel einfacher,

in einer hellen, warmen

und komfortablen Wohnung

zu feiern. Anstelle eines

Baumes nimmt man ein paar Zweige

und ein bisschen Stroh. Das wird am

heiligen Abend ins Haus gebracht und

unter einer Ikone an der östlichen Seite

des Hauses platziert. Brennende Kerzen

und Weihrauch symbolisieren das Feuer

und die Feuerstelle. Das Haus wird mit

Weihrauch beräuchert und das Gebet

gesprochen. Der Abend wird in einer

festlichen Atmosphäre im Kreise der

Familie verbracht. Derjenige, der solche

Feste erlebt hat, kann auch das Gedicht

Njegos verstehen: „Es gibt keinen

Tag ohne Augenlicht, und keine heilige

Feier ohne Weihnachten.“

Weihnachten bei ...

Weihnachten bei den

Syrisch-Orthodoxen Christen (Aramäern)

Der Brauch, Christi Geburt am 25.

Dezember, zur Zeit der Wintersonnenwende,

zu feiern, begann in Rom. Für

das Jahr 336 ist die Feier von Weihnachten

in Rom sicher bezeugt. Von

Rom haben dann die anderen Kirchen

in Ost und West das neue Fest nach und

nach übernommen. Johannes Chrysostomus

(+ 407) hat miterlebt, wie

seine syrische Heimatkirche begonnen

hat, Christi Geburt am 25. Dezember

zu feiern.

Im Syrischen heißt Weihnachten „’idho

d’mawlodeh d’moran“ (Geburtsfest

unseres Herrn) oder kürzer „’idho

d’yaldo“ (Geburtsfest). Das Fest gedenkt

aller Ereignisse, die mit der

Geburt Jesu zusammenhängen. Nicht

nur die Hirten von Betlehem sieht

die syrische Weihnachtsliturgie

am Geburtstag Jesu an

seiner Krippe, sondern

auch die Sterndeuter aus

dem Osten. Sie werden

auf syrischen Weihnachtsikonen

meistens

zusammen mit den Hirten

abgebildet.

Wie die römische Weihnachtsliturgie

vergisst die westsyrische

Liturgie des Christtages über der Geburt

„im Fleisch“ nicht, immer wieder

an die ewige Geburt „des ewigen Sohnes

vom ewigen Vater“ zu erinnern.

Sie übersieht keinen Augenblick, dass

der hilflose Säugling in Windeln derselbe

ist, „der mit seinem Vater über

Höhen und Tiefen herrscht.“ Wer die

Weihnachtsgesänge und -gebete der

syrischen Christen aufmerksam liest,

kann sich selbst überzeugen, wie

unzutreffend der Vorwurf des Monophysitismus

(in Jesus gibt es nur eine,

die göttliche Natur) ist, den man in der

Vergangenheit immer wieder erhoben

hat. Die syrischen Christen bekennen

nicht anders als die katholischen und

evangelischen Christen das unbegreifliche

Geheimnis der Menschwerdung

Gottes: Gottheit und Menschheit unvermischt,

ungetrennt und unverkürzt

in der einen Person des menschgewordenen

Sohnes Gottes.

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von

Antiochien kennt im Hauptgottesdienst

ihrer Hochfeste

regelmäßig den eindrucksvollen

Ritus der

Erhebung des Heiligen

Kreuzes und der „Segnung

der vier Enden der

Erde“ mit dem Zeichen

der Erlösung. Auch an

Weihnachten verzichtet

sie nicht darauf. So verbinden

die syrischen Christen

die Gedächtnisfeier an das Kommen

Christi in seiner Geburt mit dem Ausblick

auf sein österliches Heilswerk.

Die Liturgie führt die Gläubigen in die

Grotte von Betlehem, lenkt dann aber

auch ihren Blick auf „das erlösende

Kreuz“ von Golgota.


Weihnachten bei ...

Den Brauch der Weihnachtskrippe und

des Weihnachtsbaums haben die Syrer

erst in jüngster Zeit von ihren westlichen

Mitchristen übernommen.

Auch einen Advent nach Art der römischen

und der anderen westlichen

Liturgien kennen die syrischen Kirchen

nicht. Aber es gibt doch etwas

wie eine Vorweihnachtszeit. Die sechs

letzten Sonntage vor dem Fest bereiten

auf Weihnachten vor, insofern sie an

die Ereignisse erinnern, die der Geburt

Christi vorausgingen: die Verkündigung

an Zacharias, die Verkündigung

des Erzengels Gabriel an Maria, die

Begegnung von Maria und Elisabeth,

die Geburt Johannes des Täufers, die

Verkündigung an Josef. Dementsprechend

heißen die zum Weihnachtsfest

hinführenden Sonntage „Sonntage der

Verkündigung“ (suboro).

Nach dem Brauch der Syrisch-Orthodoxen

Kirche beginnt das neue liturgische

Jahr um den Novemberanfang.

Die „Verkündigungs-Sonntage“ sind

von festlicher Vorfreude geprägt. Als

B u ß z e i t

werden die

Wochen vor

Weihnachten

nicht erlebt.

T r o t z d e m

kennt auch

die Syrische

Kirche ein

Fasten vor dem Fest. Einer ihrer großen

Theologen, Bar Hebraeus (13. Jh.), bezeugt

das „Fasten der Geburt“ (saume

d’yaldo) als bereits fest eingebürgerten

Brauch. Damals fasteten manche (wie

vor Ostern) 40 Tage, andere nur zwei

Wochen (ab dem 10. Dezember). Die

heutige Praxis lässt das Weihnachtsfasten

am 15. Dezember beginnen (10

Tage).

Am 26. Dezember, dem zweiten

Weihnachtsfeiertag, ehren die Syrer

in besonderer Weise Maria. Einen

solchen „Lobpreis der Gottesmutter“

kennt als weihnachtliches

Begleitfest am

gleichen Datum auch

der griechisch-byzantinische

Ritus.

Am folgenden

Tag (27.12.)

gedenkt man

der von König

Herodes ermordeten Kinder von Betlehem.

Am achten Tag nach der Geburt

wurde der Knabe beschnitten und man

gab ihm den Namen Jesus. Dieses Ereignis

wird am 1. Januar in der Liturgie

bedacht. Am Sonntag nach Weihnachten

gehen mit dem Gedächtnis an

den zwölfjährigen Jesus im Tempel

die weihnachtlich geprägten Tage zu

Ende. Die Darstellung Jesu im Tempel

feiern die syrischen Kirchen – wie die

Kirchen des Westens – 40 Tage nach

Weihnachten, am 2. Februar.

Weihnachten bei ...

Weihnachten bei den Polen

„Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit“

– dieser Satz besagt, dass die Christen

zu Weihnachten eine Tradition pflegen,

jedes Jahr denselben Ritualen folgen.

Weihnachten wird auf der ganzen Welt

gleich verstanden: wir feiern die Geburt

von Jesus. Allerdings ist es immer

wieder interessant zu erfahren, wie die

weihnachtlichen Traditionen der Menschen,

meist abhängig davon, wo sie

leben, verschieden sind. Früher habe

ich gedacht, alle Menschen machen an

diesem einen Heiligen Abend das Gleiche:

sie kochen ein festliches Abendmahl,

wünschen einander Gutes, beten

gemeinsam, schließlich essen sie, singen

vielleicht zusammen Weihnachtslieder

und ja, natürlich die Weihnachtsgeschenke...

Aber fangen wir doch mal

beim Ersten Advent an: an diese Zeit

erinnere ich mich besonders gut, als

ich noch als Kind mit meinen Eltern in

Polen lebte. Vom ersten Tag an wurden

wir Kinder

im Religionsunterricht

aufgefordert,

abends zum

A d v e n t s -

gottesdienst

zu gehen.

Hinterher hat

jedes Kind einen Papierstreifen, eine

Art Puzzlestück, bekommen, woraus

man am Heiligabend dann ein fertiges

Bild basteln konnte. Noch mit Buntstiften

anmalen – fertig war die Bethlehem-Scheune.

Im neuen Jahr haben

alle Kinder im Religionsunterricht ihre

Bilder vorgestellt.

Der Adventsgottesdienst war für alle

Kinder Pflicht. Unsere Eltern haben

schon Wochen vorher eifrig Lampions

für uns gebastelt: mein Lampion war

viereckig, aus dünnem Holz, mit vier

darin ausgeschnittenen Weihnachtsfiguren.

Diese waren mit buntem Bast

e l p a p i e r

beklebt und

das Beste:

sie leuchteten

durch

das darin

eingebaute,

kleine Licht.

Das Anzünden

des Adventskranzes lernte ich

erst in Deutschland kennen, ebenso die

zahlreichen, lecker duftenden Weihnachtsmärkte.

In der Weihnachtszeit

backten wir mit meiner Mutter regelmäßig

Plätzchen, machten kleine

Geschenktütchen und verschenkten

sie an Freunde und Bekannte. Am Heiligabend

dann endlich: ich öffnete das

letzte Türchen des Adventskalenders.

Wir pflegen die in Polen übliche Tradition

des Fastens bis zum Abend. Der

Tannenbaum muss noch geschmückt

werden, im ganzen Haus riecht es

schon nach Essen. Inzwischen kommen

die Verwandten, noch schnell die letzte

Unordnung im Zimmer beseitigen...

Es ist Heiligabend: wenn der erste Stern

am Himmel aufleuchtet, ist es Zeit,

dass jeder am Tisch seinen Platz hat.


Weihnachten bei ...

Mein Vater liest uns das Evangelium

von Lukas (Lk 2, 1 – 14) aus der Bibel

vor, wir beten gemeinsam und danken

Gott, dass wir dieses Fest erneut in

Frieden erleben dürfen. Anschließend

wünschen wir

einander Gutes

und teilen

Oblaten. Die

Oblate ist das

gesegnete Brot

und Symbol für

den Frieden und

die Versöhnung. Das Teilen signalisiert

Nächstenliebe und die gegenseitige

Vergebung von Sünden. Wir alle wollen

mit reiner Seele gemeinsam am

heiligen Tisch speisen. Der Tisch ist

für eine zusätzliche Person gedeckt.

Das ist am Heiligabend in Polen üblich

und soll zeigen, dass jeder, der

unerwartet an der Tür klingeln würde,

ob arm oder einsam, am gemeinsamen

Tisch einen Platz hätte. In der Mitte des

Tisches liegt, außer den zahlreichen

traditionellen Speisen, ein Brotlaib,

ein wenig Salz, Pfeffer und etwas Geld

– damit davon im nächsten Jahr immer

ausreichend da ist.

Zum Heiligabend isst man in Polen

traditionell entweder Borschtsch oder

eine Pilzsuppe mit Nudeln, dazu nach

Großmutters überlieferten Rezepten

verschieden eingelegte Heringe und

– ganz wichtig – Karpfen mit Kartoffeln

und Kraut. Oftmals steckt in der

Vielfalt der Speisen der Sinn, zwölf

verschiedene Gerichte zuzubereiten

– so viel wie Jesus Apostel hatte. Die in

Deutschland so berühmte Weihnachtsgans

erfreut sich ihrer Popularität meist

später, nämlich am ersten oder zweiten

Weihnachtstag, denn zum traditionellen

Fasten am Heiligabend zählt ebenso

der ganztägige Verzicht auf Fleisch.

Die Bescherung folgt noch am Heiligabend.

In Polen bringt das Christkind

die Geschenke den Kindern, mancherorts

der Weihnachtsmann. In jedem

Fall haben dann alle Kinder Grund

zur Freude, wenn sie ihre Geschenke

mit leuchtenden Augen auspacken.

Allerdings weiß jedes Kind Bescheid

über die eigentliche Bedeutung von

Weihnachten. Bevor wir später in die

Kirche zur Mitternachtsmette aufbrechen,

singen wir noch mit der ganzen

Familie Weihnachtslieder. Polen gilt

als eines der christlichen Länder mit

den meisten Weihnachtsliedern, die

zum Großteil mehrere Jahrhunderte

alt sind.

Es ist Zeit für die Mitternachtsmette.

Draußen rieselt der Schnee, ich sehe

in der Dunkelheit eine weiße Schneedecke

soweit das Auge reicht. Aus der

Kirche höre ich die Glocken erklingen

und nähere mich langsam den leuchtend

geschmückten Tannenbäumen. Es

ist stille Nacht, heilige Nacht...

Weihnachten bei den Spaniern

Bis vor einigen Jahren gab es im

spanischen Wohnzimmer keinen

Weihnachtsbaum, die Krippe war der

zentrale Weihnachtsschmuck. Doch

im Zuge der Europäisierung hat auch

in Spanien der Weihnachtsbaum

Einzug gehalten. So

findet mittlerweile ebenso

die Bescherung, die früher

immer am Tag der Heiligen

Drei Könige stattfand, als

Zeichen der Überbringung

der Geschenke für das

Christuskind, nun auch am

Heiligen Abend statt. Manche

Familien folgen jedoch

noch der alt hergebrachten Tradition

der Bescherung am 6. Januar.

Wie in Deutschland die Christmette

so gibt es auch in Spanien

die „misa del gallo“ um

24:00 Uhr am Heiligen Abend. Die

katholischen Kirchen sind in Spanien

nicht mit Tannenbäumen, sondern

nur mit einer Krippe geschmückt. Es

ist durchaus üblich, dass die spanischen

Katholiken im Anschluss an die

Weihnachtsmessfeier das Christuskind

verehren, indem die Jesusfigur aus

der Krippe genommen und diese von

den einzelnen Gemeindemitgliedern

in Form eines Kusses oder einer Verneigung

verehrt wird. Währenddessen

singt die Gemeinde fröhliche, rhythmische

Weihnachtslieder und klatscht

dabei. Somit werden auch Unmusikalische

zum Mitsingen begeistert.

Weihnachten bei ...

Gefeiert wird am Heiligen Abend ausgiebig

in großer Familienrunde mit

viel Wein, Sekt und Gesang, denn der

Heilige Abend ist bei den Spaniern

der wichtigste unter den Weihnachtsfeiertagen.

Die Familie

trifft sich und es wird in

mehreren Gängen festlich

gespeist. Als traditionelles

Weihnachtsgebäck gilt u.a.

„turrón“ eine süße Spezialität

in verschiedenen Variationen

mit Mandeln, Honig,

Kokus, Früchten etc. oder

die „figuritas de mazapán“,

kleine Marzipanfigürchen.

Jedesmal an Weihnachten werden

selbstzubereitete „torrijas“ in Cognac-

Sirup, entfernt vergleichbar mit „armen

Rittern“, meist zum Nachtisch serviert

bzw. am Morgen danach immer wieder

gern zum Frühstück verzehrt.

Das Fest der Heiligen Drei Könige

ist, wie bereits erwähnt, in Spanien

ein sehr hoher Feiertag in der Weihnachtszeit.

In einigen Städten Spaniens

finden am 6. Januar „cabalgatas“

öffentliche Umzüge der Heiligen Drei

Könige zu Pferd bzw. in Südspanien

sogar mancherorts auf Kamelen statt,

die von Musikcorps begleitet werden.

Die Leute gehen auf die Straße und

sehen diesen Umzügen zu.

Weihnachten in Spanien ist eher fröhlich

und nicht ganz so besinnlich wie

hierzulande.

¡ Feliz Navidad !


Kirchenmusik an Liebfrauen in der

Advents- und Weihnachtszeit 2004

In der Vorbereitungszeit auf das

Weihnachtsfest bietet Ihnen die

Kirchenmusik an Liebfrauen auch

diesmal wieder ein reichhaltiges

Spektrum musikalischer Impulse. Nach

dem außerordentlich guten Zuspruch im

vergangenen Advent geht unsere neue

Reihe „Moment mal ... Ein adventliches

Viertelstündchen mit Musik und Text“

in diesem Jahr in eine zweite Runde.

Samstags um 11 Uhr gibt sie einen kleinen

Anstoß zum Innehalten, bestehend aus

abwechslungsreicher Instrumentalmusik

und einem kurzen besinnlichen Text.

Nutzen Sie die Gelegenheit, vielleicht in

Verbindung mit dem sowieso eingeplanten

Marktbesuch, es kostet Sie wirklich nur ein

Viertelstündchen – und natürlich keinen

Eintritt!

Gottesdienste, die von den verschiedenen

Chören unserer Gemeinde musikalisch

mitgestaltet werden, finden sich in der

gesamten Adventszeit. Musikalische

Highlights sind wiederum ein Offenes

Singen mit neuen geistlichen Liedern

am 2. Adventssonntag, die besonders

festlichen Weihnachtsgottesdienste mit

Chor, Orchester und Instrumentalsolisten

sowie unser seit über 35 Jahren traditionell

durchgeführtes Weihnachtskonzert, das

diesmal am Mittwoch nach Weihnachten

stattfindet.

1. Advent 11:00 Uhr Moment mal ...

Samstag, Ein adventliches Viertelstündchen mit Musik und Text

27. November Musik für Blockflöte, Violoncello und Orgel

Alfred Vieth (Blockflöte), Carl-Stefan Thöne (Violoncello),

Kantorin Irmhild Abshoff (Orgel)

18:00 Uhr Meßfeier mit Chorgesang und Flötenmusik

Mitgestaltet von Kirchenchor und Blockflötenensemble der

Pfarrgemeinde Liebfrauen.

Sonntag, 11:30 Uhr Meßfeier mit modernen Gesängen

28. November Mitgestaltet vom Chor ergo cantemus!

2. Advent 11:00 Uhr Moment mal ...

Samstag, Ein adventliches Viertelstündchen mit Musik und Text

4. Dezember Musik für Trompete (Thomas Engenhorst) und Orgel

(Kantorin Irmhild Abshoff)

Sonntag, 16:00 Uhr Offenes Singen zum Advent

5. Dezember Moderne Adventslieder - Besinnliche Texte - Meditative

Musik. Zum Mitsingen und Zuhören. Eine adventliche

Stunde mit ergo cantemus! Leitung: Irmhild Abshoff

3. Advent 11:00 Uhr Moment mal ...

Samstag, Ein adventliches Viertelstündchen mit Musik und Text

11. Dezember Musik für Klarinettenensemble

Klarinettenquartett der Musikschule

Bocholt-Isselburg-Rhede

4. Advent 11:00 Uhr Moment mal ...

Samstag, Ein adventliches Viertelstündchen mit Musik und Text

18. Dezember Musik für Posaune (Daniel Wendring) und Orgel (Kantorin

Irmhild Abshoff)

Sonntag, 10:00 Uhr Meßfeier mit Gregorianischem Choral

19. Dezember Mitgestaltet von der Choralschola Liebfrauen

Heiligabend 15:00 Uhr Krippenfeier für Kinder im Kindergartenalter

24. Dezember Mit einem Krippenspiel, aufgeführt vom Kinderchor

17:00 Uhr Meßfeier am Heiligen Abend

Mitgestaltet vom Blockflötenensemble Liebfrauen

Musik für Trompete (Thomas Engenhorst)

und Orgel (Kantorin Irmhild Abshoff)

22:00 Uhr Feierliche Christmette in der Heiligen Nacht

Mitgestaltet vom Chor ergo cantemus! Traditionelle und

moderne Weihnachtslieder. Festliche Instrumentalmusik

1. Weihnachtstag 10:00 Uhr Meßfeier mit Musik für Trompete und Orgel

25. Dezember Thomas Engenhorst (Trompete),

Kantorin Irmhild Abshoff (Orgel)

11:30 Uhr Meßfeier mit Musik für Posaune und Orgel

Daniel Wendring (Posaune),

Kantorin Irmhild Abshoff (Orgel)

18:00 Uhr Meßfeier mit Musik für Querflöte und Orgel

Simon Wendring (Querflöte),

Kantorin Irmhild Abshoff (Orgel)

2. Weihnachtstag 10:00 Uhr Meßfeier mit Chor und Orchester

26. Dezember Wolfgang Amadeus Mozart, Missa brevis in D, KV 194

Kirchenchor Liebfrauen und Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters

der Musikschule Bocholt.

Leitung: Irmhild Abshoff


Mittwoch 20:00 Uhr Weihnachtskonzert 2004

29. Dezember Kirchenchor, Choralschola und Blockflötenensemble der

Pfarrgemeinde Liebfrauen

Ökumenischer Flötenkreis Bocholt (Leitung: Hanna Jürges)

collegium musicum Bocholt (Leitung: Annette Oehmen)

Charlotte Kuhlen (Sopran), Ferdi Hallen (Trompete)

Orgel und Gesamtleitung: Kantorin Irmhild Abshoff

Erscheinung des Herrn - 6. Januar

18:00 Uhr Meßfeier mit Chorgesang

Mitgestaltet vom Kirchenchor Liebfrauen

Musik für Trompete und Orgel

Sollten Sie durch unser kirchenmusikalisches Angebot auf den Geschmack

gekommen sein und es vielleicht auch einmal selbst ausprobieren wollen, ob

Ihre Freizeitvorstellungen mit einer unserer Chor- oder Instrumentalgruppen auf

einen Nenner zu bringen wären, dann sprechen Sie doch einfach unsere Kirchenmusikerin

an: Kantorin Irmhild Abshoff, Telefon 02871-220171, e-mail:

irmhild@abshoffs.de. Sie können die Kirchenmusik an Liebfrauen auch im

Internet besuchen unter der Adresse www.liebfrauenmusik.de, die Homepage

des Kirchenchores Liebfrauen finden Sie unter www.liebfrauenchor.de. Hier

erfahren Sie alles über unsere Chöre und die anderen Ensembles unserer Gemeinde

und erhalten jederzeit aktuelle Informationen, was gerade in Liebfrauen

in puncto Gottesdienst und Konzert musikalisch so auf dem Programm steht.

Regelmäßige Probenzeiten unserer kirchenmusikalischen Gruppen:

Kirchenchor dienstags 20:00 Uhr Pfarrsaal Liebfrauen

Choralschola dienstags 19:30 Uhr Pfarrsaal Liebfrauen

ergo cantemus! freitags 19:30 Uhr Pfarrsaal Liebfrauen

Blockflötenensemble mittwochs 19:00 Uhr, 14tägig St. Martin Stenern

Kinderchor montags 16:00 Uhr St. Martin Stenern

Blockflöten Kinder montags nach Rücksprache St. Martin Stenern

Besondere Gottesdienste in den kommenden Wochen

Rorate-Messen

Jeden Montag und Mittwoch in der Adventszeit um 18:00 Uhr in der

Anbetungskapelle der Liebfrauenkirche (29. November, 1. Dezember, 6. Dezember,

8. Dezember, 13. Dezember, 15. Dezember, 20. Dezember, 22. Dezember).

Frühschicht

im Pfarrsaal, Wesemannstr. 4, am Freitag, 3. Dezember, 10. Dezember, 17.

Dezember, jeweils um 06:30 Uhr.

Familiengottesdienste

Sonntag, 05. Dezember, 10:00 Uhr in der Liebfrauenkirche

(Messdieneraufnahmefeier)

Samstag, 18. Dezember, 16:30 Uhr in St. Martin

Sonntag, 02. Januar, 10:00 Uhr in der Liebfrauenkirche

Samstag, 15. Januar, 16:30 Uhr in St. Martin

Sonntag, 06. Februar, 10:00 Uhr in der Liebfrauenkirche

Samstag, 19. Februar, 16:30 Uhr in St. Martin

Gottesdienste der Frauengemeinschaft

Dienstag, 07. Dezember, 09:30 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

Mittwoch, 15. Dezember, 09:00 Uhr Messfeier in St. Martin

Mittwoch, 19. Januar, 09:00 Uhr Wortgottesdienst in St. Martin

Dienstag, 01. Februar, 09:30 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

Mittwoch, 16. Februar, 09:00 Uhr Messfeier in St. Martin

Einladung zur Feier der Versöhnung

Empfang des Bußsakramentes in der Liebfrauenkirche

Samstag, 27. November, 15:30 bis 16:00 Uhr

Samstag, 04. Dezember, 15:30 bis 16:00 Uhr

Samstag, 11. Dezember, 15:30 bis 16:00 Uhr

Samstag, 18. Dezember, 15:00 bis 16:30 Uhr

Mittwoch, 22. Dezember, 18:30 bis 19:30 Uhr

Bußgottesdienst in der Liebfrauenkirche

Sonntag, 19. Dezember, 16:30 Uhr


HOCHFEST DER GEBURT DES HERRN – WEIHNACHTEN

Heiligabend, 24. Dezember

15:00 Uhr Krippenfeier für Kinder im Kindergartenalter in der

Liebfrauenkirche mit dem Kinderchor Liebfrauen

16:00 Uhr Krippenfeier für Kinder im Kindergartenalter in St. Martin

17:00 Uhr Messfeier am Heiligen Abend – Blockflötenensemble Liebfrauen

und Musik für Trompete und Orgel

20:00 Uhr Gottesdienst der aramäischen Christen in St. Martin

22:00 Uhr Feierliche Christmette in der Heiligen Nacht – Traditionelle und

moderne Weihnachtslieder mit dem Chor ergo cantemus!

sowie festliche Instrumentalmusik

1. Weihnachtstag, 25. Dezember

08:30 Uhr Messfeier in St. Martin

10:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche - Musik für Trompete und Orgel

11:30 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche - Musik für Posaune und Orgel

13:00 Uhr Messfeier der kroatischen Gemeinde in der Liebfrauenkirche

18:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche - Musik für Querflöte und Orgel

2. Weihnachtstag – Fest des hl. Stephanus, 26. Dezember

08:30 Uhr Messfeier in St. Martin

10:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

Es musizieren der Kirchenchor Liebfrauen und Mitglieder des

Jugendsinfonie-Orchesters der Musikschule Bocholt die

Missa brevis in D, KV 194, von W. A. Mozart

11:30 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

18:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

Hochfest der Gottesmutter Maria

Silvester, 31. Dezember

18:00 Uhr Jahresschlussmesse in der Liebfrauenkirche

Neujahr, 1. Januar

10:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

11:30 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

18:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

2. Sonntag nach Weihnachten, 2. Januar

10:00 Uhr Familiengottesdienst in der Liebfrauenkirche

11:30 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

13:00 Uhr Messfeier der kroatischen Gemeinde in der Liebfrauenkirche

17:15 Uhr Vespergottesdienst in der Liebfrauenkirche

18:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche

Hochfest der Erscheinung des Herrn – Heilige Drei Könige, 6. Januar

09:30 Uhr Messfeier in St. Martin mit Aussendung der Sternsinger

18:00 Uhr Messfeier in der Liebfrauenkirche mit dem

Kirchenchor Liebfrauen und Musik für Trompete und Orgel


Zeichen, Handlungen und Riten der christlichen

Liturgie geben immer wieder Anlass

zu der Frage, welche Bedeutung mit ihnen

verbunden ist. Unsere kleine Reihe „Wieso?

Weshalb? Warum?“ will helfen, erneut

einige Gebräuche der gottesdienstlichen

Praxis der Advents- und Weihnachtszeit

zu klären.

In den letzten sieben Tagen vor dem Weihnachtsfest,

vom 17. bis zum 24. Dezember,

werden in den Werktagsgottesdiensten die

sogenannten O-Antiphonen gesungen. Sie

stammen aus der kirchlichen Stundenliturgie,

in der sie als Antiphonen vor dem Magnificat

dienen. Antiphonen sind Kehrverse,

die vor und nach einem Psalm gesungen

werden

und ihm eine

Art Rahmen

geben. Die

l i t u r g i s c h e

Neuordnung

im Anschluss an das II. Vatikanische Konzil

hat sie in die Messliturgie der letzten

Adventstage als Hallelujaverse vor dem

Evangelium übernommen. Sie sind eine

ganz eigenständige Kunst und stellen eine

Bereicherung der vorweihnachtlichen Liturgie

dar. Schon die Bibel liebt es, aus dem

Schatz der Schriftworte durch eine andere

Zusammenstellung der Sätze und Worte

immer neue, vom Geist des Gotteswortes

durchdrungene Gestalten zu schaffen. Diese

Form der Dichtung ist in der kirchlichen

Tradition nie zum Stillstand gekommen

und hat eine Poesie hervorgebracht, die

in die christliche Liturgie Eingang fand.

Die O-Antiphonen sind dafür die wohl

bedeutendsten Beispiele. Es handelt sich

nicht um Schriftzitate, sondern um freie

Dichtung, die durch prophetische und apo-

Wieso? Weshalb? Warum?

kalyptische Texte inspiriert sind. Schon im

8. Jahrhundert belegt, bezeugen ihre Verfasser,

dass sie den Motivreichtum der Hl.

Schrift überzeugend beherrschen. Sie verbinden

jeweils eine preisende Anrede des

erwarteten Messias mit einer flehentlichen

Bitte um sein Kommen. Weil sie im Lateinischen

mit dem vokativen, anredenden O

beginnen, erhielten sie die Bezeichnung O-

Antiphon. In der deutschen Wiedergabe ist

daraus ein „Du“ geworden. 1) „Du Weisheit

des Höchsten...“ (O Sapientia), 2) „Du

Führer des Hauses Israel...“ (O Adonai), 3)

„Du Wurzel Jesse...“ (O radix Jesse), 4)

„Du Schlüssel Davids...“ (O clavis David),

5) “Du Morgenstern, Glanz des ewigen

Lichts…” (O Oriens), 6) “Du König der

Völker…” (O Rex gentium), 7) “Du Immanuel,

unser König…” (O Emmanuel).

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn

(Epiphanie), herkömmlich „Dreikönigstag“

genannt, ist mit verschiedenen

Segnungen verbunden. Die mancherorts

übliche Häusersegnung an diesem Tag

haben in unserem Raum die Sternsinger

„übernommen“. Sowohl die Häuserweihe

als auch die Sitte des Sternsingens haben

vorchristliche Wurzeln. Die Haussegnung,

die mit dem an diesem Tag gesegneten

Wasser und Weihrauch vorgenommen

wird, ist erwachsen aus dem Brauchtum

der Rauhnächte um die Wintersonnenwende,

in denen die wilde Jagd umging und

durch Lärm („Heidenlärm“, bis heute erhalten

im Geböller der Neujahrsnacht) und

Ausräuchern vom Haus vertrieben wurde.

Auch die Bezeichnung der Türen mit C +

M + B (und der Jahreszahl) ist Verchristlichung

eines heidnisches Schutzzaubers,

mittelalterlich gedeutet meist als „Christus

mansionem benedicat“ (= Christus segne

das Haus), volkstümlich aber oft auf die

legendären Namen Caspar, Melchior und

Balthasar bezogen. Früher war es Aufgabe

des Hausvaters, den Segensspruch auf

die Tür zu zeichnen. Seitdem nach dem

Zweiten Weltkrieg der Brauch

der Sternsinger in Deutschland

wiederbelebt wurde, bringen sie

den Segen zu den Häusern. Die

dafür verwendete Kreide wird

auch bei uns in Liebfrauen im

Aussendungsgottesdienst für

die Sternsinger am 6. Januar um

9.30 Uhr in St. Martin gesegnet. Dabei

wird folgendes Gebet gesprochen: „Gütiger

Gott, segne diese Kreide, mit der wir

das Zeichen des Kreuzes über den Eingang

unserer Häuser und Wohnungen setzen.

Lass uns nicht vergessen, dass unser ganzes

Leben dem gehört, der uns in diesem

Zeichen erlöst hat.“ Die Segnungen am

Hochfest der Erscheinung des Herrn sollen

sichtbar machen, dass die Menschwerdung

Jesu Christi in den Alltag hineinwirkt.

In einem inhaltlichen Zusammenhang

mit dem Geheimnis der Menschwerdung

und ihrer Festfeier steht auch das früher

„Mariä Lichtmeß“, heute „Darstellung

des Herrn“ genannte Fest am 2. Februar,

am 40. Tag nach Weihnachten. Es hat jene

biblischen Geschehnisse im Tempel von

Jerusalem zum Gegenstand, die in Lk

2,22-39 berichtet werden. Das Fest hat

eine östliche (Jerusalem) und eine westliche

(Rom) Ursprungskomponente. Nach

dem Bericht der Pilgerin Ätheria wurde

der 40. Tag nach Epiphanie (damals noch

das einzige Geburtsfest Jesu in Jerusalem)

mit einer festlichen Prozession und Eucharistiefeier

begangen. In Rom ist diese Festfeier

möglicherweise schon um die Mitte

des 5. Jahrhunderts bekannt. Nach späteren

Zeugnissen hat sich mit diesem 40. Tag

nach Weihnachten eine Lichterprozession

herausgebildet, die eine alte heidnische

Bußprozession verdrängen sollte.

Die bei der christlichen Prozession

mitgetragenen Lichter erinnern daran,

dass Simeon an diesem Tag Jesus

„ein Licht, das die Heiden

erleuchtet“, genannt hat. Eine

Segnung der mitgetragenen Kerzen

entstand noch vor 1000 n. Chr. in

Gallien. Lichterweihe und Lichterprozession

führten zu der deutschen

Bezeichnung „Lichtmeß“, die wenig

von der eigentlichen Festthematik aussagt.

Entsprechend den Vorschlägen des Messbuchs,

versammeln wir uns am 2. Februar

in der St. Agnes-Kapelle, Schonenberg.

Dort werden sowohl die Kerzen gesegnet,

die im Laufe des Jahres in der Kirche während

der Gottesdienste entzündet werden,

als auch jene Kerzen, die wir während der

anschließenden Prozession in den Händen

tragen und mit nach Hause nehmen. Das

Segensgebet über die Kerzen greift die dem

greisen Simeon geschenkte Offenbarung

Christi als „Licht

zur Erleuchtung

der Heiden“ auf:

„Segne die Kerzen,

die wir in unseren

Händen tragen und

zu deinem Lob

entzünden. Führe

uns auf dem Weg

des Glaubens und der Liebe zu jenem

Licht, das nie erlöschen wird.“ Nach der

Besprengung mit Weihwasser ziehen wir

in Prozession über die Wesemannstraße

zur Liebfrauenkirche, wo die Eucharistie

gefeiert wird.


Auf dem Weg zur Priesterweihe ...

Mein Name ist Michael Rupieper. Geboren

wurde ich am 9. Oktober 1977 in

Gelsenkirchen. Aufgewachsen bin ich

jedoch in Neubeckum. Im März diesen

Jahres

habe ich

mein Theo

l o g i e s -

tudium in

M ü n s t e r

a b g e -

schlossen.

M e i n

Wunsch ist

es, Priester

zu werden.

Ein erstes

Mal tauchte diese Idee bei mir auf, als

ich mich als Jugendlicher in meiner

Heimatgemeinde engagierte. Dabei

durfte ich erfahren, dass es mir Freude

bereitet, miteinander und füreinander

auf der Basis des christlichen Glaubens

etwas zusammen zu machen. Mein persönlicher

Glaube und die Gemeinschaft

der Glaubenden wurden mir wichtig.

Doch willst Du wirklich Priester werden,

fragte ich mich kurz vor dem Abitur.

Ich entschied mich zunächst dafür,

den Zivildienst zu leisten - und zwar in

einer Pfarrei in Mexiko, in der ich 18

Monate mitgearbeitet habe. Die Lebensweise,

das Gottvertrauen und die

ganz andere Wertevorstellung der Mexikaner

haben mich sehr beeindruckt.

Und insbesondere die vielen positiven

Erlebnisse im dortigen Gemeindeleben

haben mir zu der Entscheidung verholfen,

dass ich Priester werden möchte.

Seit September arbeite ich nun in der

Liebfrauengemeinde mit, um mich

durch praktische Erfahrungen auf

meinen späteren Dienst vorzubereiten.

Meine Arbeitsschwerpunkte sehe ich

in der Messdienerarbeit und der Umgestaltung

der Firmvorbereitung. Außerdem

bin ich an drei Vormittagen in

der Woche in der Melanchthon-Hauptschule

und wirke in einigen Klassen im

Religionsunterricht mit.

Nach dem Praktikumsjahr werde ich

mich ab September 2005 im Priesterseminar

in Münster auf den Empfang

der Diakonenweihe vorbereiten, die im

Januar 2006 sein wird. Anschließend

kehre ich für ein weiteres Jahr zu Ihnen

in die Liebfrauengemeinde zurück, um

meine Arbeit fortzusetzen bzw. dann

als Diakon auch weitere Aufgaben im

diakonalen und liturgischen Bereich zu

übernehmen.

Ich freue mich auf die gemeinsame

Zeit mit Ihnen in der Liebfrauengemeinde

und hoffe, dass wir an vielen

Stellen in unserem Leben die Botschaft

des Weihnachtsfestes erfahren: Gott ist

mit uns Menschen!

Michael Rupieper

Wesemannstr. 11

Tel. 237 29 39

E-Mail: rupieper@liebfrauen.de

Danke für zwei schöne Jahre in Liebfrauen!

Als Gärtner weiß ich, dass sich Bäume am

besten verpflanzen lassen, wenn sie optimal

auf das Versetzen an einem neuen Standort

vorbereitet wurden.

Als Pastoralassistent schrieb ich zu Beginn

meiner Tätigkeit in Liebfrauen, dass ich

hoffte, Wurzeln zu schlagen, hier in

Bocholt und hier in Liebfrauen.

Das Wurzeln-Schlagen ist mir in den

vergangenen zwei Jahren gelungen.

Das Verpflanzen und Anwachsen an

dem nun neuen Standort muss noch

gelingen.

Auch wenn ich mich schon am 6. und

7. November innerhalb der Gottesdienste

verabschiedet habe, möchte ich hier noch

einmal die Gelegenheit ergreifen, Ihnen

allen zu danken. Zu danken für eine

schöne Zeit in Bocholt. Zu danken für

unser Zusammensein in der Gemeinde,

zu danken für Ihren und Euren

Beitrag zu meinem Wachstum.

Dieses Wachstum - vor allem

die Dinge, die ich hier mit den

Menschen lernen konnte - bietet für

das Einwurzeln in meiner neuen Stelle als

Pastoralreferent in Kleve, St. Mariä Himmelfahrt

sicher gute Bedingungen.

Jetzt, am Ende meiner Zeit in Bocholt, bietet

es sich an, auf das Vergangene zurückzuschauen.

Mir fallen da die Begegnungen mit vielen

verschiedenen Menschen ein: In den Gruppen,

bei Besuchen, im Gottesdienst oder bei

spontanen Begegnungen auf der Straße.

Mit den Menschen verbinde ich ganz unterschiedliche

Ereignisse und Begebenheiten,

von denen mich einige besonders beeindruckt

haben:

Die Arbeit des Pfarrgemeinderates gehört

dazu! Ganz besonders in diesem Wahlgremium

erlebte ich die Verantwortung von

Christen für das Leben, insbesondere für das

Glaubensleben einer Gemeinde. Ich habe

gemerkt, dass die Mitglieder unseres Pfarrgemeinderates

sich dieser Verantwortung

immer bewusst waren. Besonders deutlich

wurde es mir bei den Beratungen zur

Erstkommunionkatechese. Nicht nur

hier bewies der Pfarrgemeinderat Mut

und seelsorgerische Weitsicht.

Auch die Vielfalt der Liturgie in

Liebfrauen gehört zu den Dingen, die

mir sicher lange in Erinnerung bleiben.

In welcher Gemeinde gibt es das schon,

bzw. noch: Jeden Tag Eucharistiefeier und

Wortgottesdienst, regelmäßige Schulgottesdienste

und die unterschiedlichen

Gottesdienste einzelner Gruppen.

Ganz besonders beeindruckt hat

mich die gute Zusammenarbeit.

Einmal unter den hauptberuflichen

Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern – etwas, was

lange nicht selbstverständlich

ist. Und ebenso die gute Zusammenarbeit

zwischen den hauptberuflichen

Seelsorgern und den vielen ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Für die gegenseitige Verbindlichkeit und

Transparenz sage ich ganz besonders danke.

Alles aber wäre nichts ohne den Wurzelgrund

unserer Gemeinde. Jetzt, zum Abschied

wünsche ich Ihnen besonders, dass

Sie immer mehr einwurzeln im Glauben

an ihn, der uns trägt und uns als Gemeinde

wachsen lässt – Jesus Christus.

Ihr

Franz-Josef Roth


“Wohl den Menschen, die Pilgerwege

in ihrem Herzen tragen“

PSALM 84,6

Kommt es Ihnen bekannt vor? – Sie haben

scheinbar alles: eine glückliche Familie,

ein schönes Zuhause, einen netten Job. Sie

sind materiell gut abgesichert, haben viele

Freunde. Alles ist geregelt, jeder erfüllt die

ihm zugeteilten Aufgaben. Perfekt!

Wenn da nur nicht das „komische Gefühl“

in Ihrem Herzen wäre... Ein Gefühl,

das Sie zwingt, sich zu fragen:

- Wer bin ich?

- Wo stehe ich?

- Wo gehe ich hin?

- War es das schon?

- Wie seht mein Leben in 10, 20

Jahren aus, wenn alles läuft wie

bisher?

Sie verspüren eine Sehnsucht nach

mehr Leben, nach mehr Lebendigkeit.

So erging es mir. Ich gab mich nicht mehr

mit dem Erreichten zufrieden. Ich träumte,

wünschte, hoffte und sehnte mich nach

dem, was sein könnte, aber was nicht war.

Dann machte ich die Augen auf, wurde

wach, lauschte und suchte.

Durch die Menschen, die ich traf, durch

die Lektüre, die ich las, und durch die

Erfahrungen, die ich machte, wurde aus

der Suche ein Ahnen und aus dem Ahnen

eine Gewissheit.

Ein neuer Weg wurde sichtbar.

Am 1. September brach ich auf. Nach

vorausgegangenem Bewerbungsverfahren

wurde ich vom Bistum Münster für

eine praxisbegleitende Ausbildung zur

Pastoralreferentin zugelassen. Im Institut

für Diakonat und Pastorale Dienste in

Münster werde ich während der zahlreichen

Studienwochen vier Jahre lang in Bereichen

Theologie, Pastoralpsychologie und

Religionspädagogik ausgebildet. Darüber

hinaus werde ich meine pastoralpraktische

Erfahrungen in der Gemeinde Zur Hl.

Familie in Rhede sammeln.

In Münster studieren – in Rhede arbeiten

– in Bocholt lernen und leben. Zugegeben:

ein gewagter Schritt. Gleichzeitig aber

auch die lang ersehnte Perspektive,

eigene Kraft und Talente in einer

sinnvollen, hauptberuflichen

Tätigkeit im Dienste des

Nächsten einsetzten zu können.

Ein neues, anderes Leben

hat für mich begonnen. Fast

genauso, wie vor 15 Jahren in

Polen, als ich mich mit meiner

kleinen Familie auf den Weg

nach Deutschland machte – ins Ungewisse.

Auf der Suche nach Heimat. Aber ich traue

meiner Sehnsucht, ich traue Gott, ich sage

„ja“ voll Hoffnung und Angst und mache

diesen Schritt.

Ich setze mich aufs Spiel, ich setze mich

ein.

Katharina Mikolaszek

im November 2004

Jugendliche mit Liebfrauen unterwegs

Südtirol, St.Georgen, Kappl, Bodensee,

Nordsee, Collioure, Maria Alm, Ascona

– mit diesen Ortsnamen verbinden nicht

wenige junge und auch erwachsene

Mitglieder der Pfarrgemeinde und darüber

hinaus Ferienerlebnisse, sei es in den

Wintermonaten oder im Sommer.

Denn neben den Ferienfreizeiten für

Kinder, besonders auf Ameland, haben

vor allem viele Ehrenamtliche als Leiter,

Betreuer oder als Küchenteamer in den

letzten Jahrzehnten auch Freizeiten für

Jugendliche ermöglicht, zuletzt für 39

Jugendliche am Lago Maggiore in Ascona

im vergangenen August.

Damit gehört Liebfrauen zu den ganz

wenigen Pfarrgemeinden des Dekanates

Bocholt, die ein solches Angebot für

Jugendliche ab 13 Jahren vorhalten.

Im Nachhinein ist auch für Jugendliche

das Erleben von Gemeinschaft der

entscheidende Faktor, ob sie sich gerne an

diese Zeit zurück erinnern. Dabei spielen

natürlich auch die jeweilige Umgebung,

die Unterkunft, das Programm und das

Wetter eine wichtige Rolle – ein Zeltlager

in Südfrankreich hat eben ein anderes

„Flair“ als eine Ferienfreizeit in den

Südtiroler Alpen.

Warum bieten wir als Pfarrgemeinde

Ferienfreizeiten

für Jugendliche

an? Einerseits

sicherlich, weil

die „Nachfrage“

dafür da ist,

zumindest in der

Altersstufe bis 16

Jahren. Zum anderen, weil es bisher noch

genügend Menschen gibt, die gerne bei der

Planung, Organisation und Durchführung

einer solchen Freizeit mithelfen und

oft sogar einen Teil ihres Urlaubs dafür

opfern, was

genauso für die

Kinderfreizeiten

gilt. Deshalb

ein herzliches

Danke an dieser

Stelle allen, die

in den letzten

Jahren und Jahrzehnten

sich in dieser Weise engagiert

haben.

Und die allermeisten Jugendlichen wie

auch deren Eltern wissen das auch sehr zu

schätzen. Bei den übrigen ist manchmal

eine kleine Erinnerung daran angebracht.

Eine Pfarrgemeinde hat als „Anbieter“

einer Jugendfreizeit auch eine andere

Ausrichtung als ein anderer Träger oder

gar ein kommerzielles Unternehmen. So

machen manche Jugendliche nach langer

Zeit während einer Ferienfreizeit auch

wieder Erfahrungen im religiösen Bereich:

sei es bei den Morgen- oder Tischgebeten,

bei der Gestaltung oder Mitfeier von

Gottesdiensten. Auch dies gehört zu den

Gemeinschaftserlebnissen; sie bieten aber

keine „Gewähr“, dass sich Jugendliche

nach einer solchen Ferienfreizeit enger

an die Pfarrgemeinde binden wollen.

Nicht nur in dieser Beziehung hat sich

sicherlich manches im Lauf der Zeit auch

bei Jugendfreizeiten geändert.

Last but not least – neben der nicht

bezahlbaren Arbeit der vielen

Ehrenamtlichen – spielt auch die Frage

der finanziellen Unterstützung seitens der

Stadt Bocholt eine wichtige Rolle. Es

bleibt zu hoffen, dass dies auch in Zukunft

gelten wird.


Es gibt wohl keine Möglichkeit für Kinder,

erlebnisreichere und aufregendere

Ferien zu verbringen als in einem Ferienlager.

Die Pfarrgemeinde Liebfrauen

bietet dieses seit 22 Jahren für 9 bis 12

jährige Kinder auf der Nordseeinsel

Ameland an. Schon im Januar

finden hierfür die Anmeldungen

statt. Auch Kinder, die

nicht zur Pfarrgemeinde

gehören, aber vielleicht

durch Freunde hier in

einer Gruppe aktiv sind,

können sich anmelden.

Bei dem meist großen

Andrang ist es nötig, dass

Eltern ihr Kind persönlich anmelden.

Dank der ehrenamtlichen Arbeit des

gesamten Betreuerteams können die

Kosten für das Ferienlager relativ gering

gehalten werden. Bei der Anmeldung

mehrerer Kinder verringern sich

die Kosten für jedes weitere Kind um

40 Euro. Sollte es einer Familie

schwer fallen, das Geld aufzubringen,

wenden Sie sich bitte ohne Scheu an

die Lagerleitung oder an einen der

hauptamtlich Tätigen in der Pfarre.

Ferienlager Ameland

Termine Ferienlager 2005

Auf keinen Fall soll Geldmangel der

Grund für eine Nichtteilnahme sein!!

Bei der Vielzahl der Aktivitäten trauen

sich nach kurzer Zeit auch stillere und

schüchterne Kinder vieles zu! Man

lernt, Niederlagen leichter einzustecken

und über sich selbst zu lachen.

Oft wird das Selbstbewusstsein

gesteigert, sei es dadurch,

dass Kinder ihr Heimweh

überwinden und die

„ganze Zeit“ durchhalten,

oder sie entdecken

Fähigkeiten, die ihnen

gar nicht bewusst waren.

Neben viel Spaß erlebt man

ein großes Gemeinschaftsgefühl. Viele

Freundschaften, die sich während dieser

Zeit bilden, bleiben darüber hinaus bestehen!

Für mich als Lagerleiterin war es

jedes Mal eine tolle Erfahrung gemeinsam

mit den jugendlichen Betreuern ein

gutes Miteinander zu schaffen. Als ich

vor 8 Jahren zum ersten Mal mit meinen

drei Kindern ins Ferienlager fuhr, hat

uns alle dieses „Lagerfieber“ gepackt

und bis heute nicht losgelassen.

Elisabeth Wissing

Kinderlager Ameland (9 - 12 jährige) 20.7. - 2.8.2005

Jugendlager Ascona ( 13 - 16 jährige) 9.8. - 21.8.2005

Auf die Anmeldetermine im Januar wird durch das BBV, das Liebfrauenblättchen,

die Homepage www.liebfrauen.de und die Kirchenzeitung

rechtzeitig hingewiesen.

„Kinder haben eine Stimme“

So lautet das Thema der Sternsingeraktion

2005. Sowohl die

„kleinen“ heiligen drei Könige als

auch die Kinder, für die sie auf die

Straße gehen, machen deutlich:

Jedes Kind ist unvergleichlich

kostbar. Es hat seine Würde und

sein Lebensrecht. Es hat und ist

Stimme der Schöpfung Gottes.

Viel zu oft verstummen Kinder in

unserer Welt, haben

keine Stimme, keine

Rechte, keinen Namen.

Auf die Stimme

jedes Kindes zu

hören, Kinder stark

zu machen, Kindern

in aller Welt eine

Stimme zu geben,

dazu sind wir mit

der Aktion „Kinder

haben eine Stimme“

eingeladen. Bei der kommenden

Sternsingeraktion wird der Blick

schwerpunktmäßig auf die Kinder

in Thailand gerichtet.

Unsere Sternsinger „leihen“ ihre

Stimme den Kindern aus aller

Welt, die so mit ihnen zusammen

am Donnerstag, den 6. Januar an

Ihre Tür klopfen. Die Aussendung

aller Sternsinger findet am gleichen

Tag in der Messfeier um 9.30 Uhr

in St. Martin statt. Unsere Sternsinger

sind Boten der Liebe Gottes

zu den Menschen. Diese Botschaft

wird deutlich, indem sie Ihnen für

das neue Jahr Frieden und den

Segen Gottes wünschen. Wie in

jedem Jahr werden sie den alten

Segenswunsch über die Tür schreiben

bzw. einen entsprechend bedruckten

Zettel abgeben: 20 * C +

M + B * 05 Christus

Mansionem Benedicat

(Christus segne

dieses Haus.). Mit

Ihrer Spende tragen

Sie dazu bei, dass

den Stimmen der

Kinder in Thailand

Gehör geschenkt

wird; dass ihnen

eine Chance auf ein

besseres Leben ermöglicht

wird.

Die Kinder, die sich zum ersten

Mal bei der Sternsingeraktion beteiligen,

treffen sich am Donnerstag,

den 16.12.2003, um 15.00 Uhr

im Gemeindezentrum Stenern oder

am gleichen Tag um 16.00 Uhr im

Pfarrsaal an der Wesemannstr. 4.


Ende der offenen Kinder- und Jugendarbeit

im Life zum 31.12.2004

Seit Anfang 2002 gibt es zwischen der

Stadt Bocholt und den katholischen Trägern

der Jugendfreizeitheime mit offener

Kinder- und Jugendarbeit sog. Budgetvereinbarungen,

die für einen Zeitraum

von zwei Haushaltsjahren abgeschlossen

wurden. Obwohl der Fachbereich Jugend,

Familie und Sport den katholischen Trägern

im sog. Wirksamkeitsdialog

gute Arbeit für das Jahr 2002

attestierte, kündigte die Stadt

Bocholt aufgrund der sich

für das Jahr 2004 abzeichnenden

angespannten Finanzlage

die Budgetvereinbarungen

mit Datum vom

25. Juni 2003. Daraufhin

haben sich sowohl die Pfarrei

Liebfrauen als auch die anderen

katholischen Träger offener Kinder-

und Jugendarbeit in der Stadt

Bocholt im Juli 2003 an den Fachbereich

Jugend, Familie und Sport gewandt, um

über eine zeitnahe Neuvereinbarung zur

Finanzierung der offenen Kinder- und

Jugendarbeit zu verhandeln. Nach Gesprächen

im August mit Vertretern des Fachbereichs

einerseits sowie dem damaligen

Bürgermeister Ehling und Vertretern der

Verwaltung andererseits wurde Einigkeit

darüber erzielt, die Budgets für die offene

Kinder- und Jugendarbeit für einen festgeschriebenen

Zeitraum von drei Jahren

um 7% oder um 8% mit einem noch zu

verhandelnden Ausgleich für Lohnsteigerung

zu kürzen. Diese Vereinbarung hätte

den kirchlichen Trägern die Möglichkeit

geboten, sowohl qualifiziertes Personal

längerfristig an sich zu binden als auch

eine inhaltlich langfristige und sinnvolle

Kinder- und Jugendarbeit zu garantieren.

Entgegen den von Bürgermeister Ehling

geäußerten Hoffnungen, die Politik werde

diese Lösung mittragen, teilte der damalige

Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses

der Stadt Bocholt den kirchlichen Trägern

in einem Gespräch im September 2003 mit,

dass sie angesichts der unsicheren

Haushaltssituation nicht konsens-

und damit mehrheitsfähig

sei. Der Fachbereich Jugend,

Familie und Sport

erklärte sich nach den

Gesprächen mit den

katholischen Trägern

der offenen Kinder- und

Jugendarbeit und einer

Informationsveranstaltung im

November 2003 bereit, unter

Beteiligung der Träger eine Neukonzeptionierung

der offenen Kinder-

und Jugendarbeit in Bocholt vorzulegen.

Sie soll den Trägern Planungs- und

Finanzierungssicherheit unabhängig von

der Förderung das Landes NRW geben.

Diese Konzeptionsentwicklung sollte im

Frühjahr 2004 beginnen und zum 30.9.

des Jahres abgeschlossen sein. Der Wirksamkeitsdiaolog

für das Jahr 2003 sollte

Bestandteil dieses Prozesses sein.

Dementsprechend lud der Fachbereich

Jugend, Familie und Sport die Vertreter

des Kirchenvorstandes Liebfrauen und

die hauptamtlichen Mitarbeiter der Jugendfreizeitstätte

Life zum 8. März 2004

zur Fortsetzung des Wirksamkeitsdialogs

für das Jahr 2003 ein. Das abschließende

Gespräch mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes

fand am 30.3.2004 statt. Inhaltlich

ging es dabei vorwiegend um die Neukon-

zeptionierung der offenen Kinder- und

Jugendarbeit. Diesbezüglich äußerten die

Vertreter des Fachbereichs Jugend, Familie

und Sport die grundlegende Vorstellung,

die Zahl der Jugendfreizeitstätten in der

Stadt Bocholt konsequent zu verringern

und die verbleibenden Einrichtungen personell

so auszustatten bzw. aufzustocken,

dass mindestens 2 1⁄2 pädagogische Fachkräfte

pro Einrichtung zur Verfügung stehen.

Nach den bisherigen Vorgesprächen

konnte die Pfarrei Liebfrauen davon ausgehen,

dass die Jugendfreizeitstätte Life auch

nach der Neukonzeptionierung Bestand

haben würde. Daher war es für die Kirchenvorstandsmitglieder

überraschend, als

die Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend,

Familie und Sport im weiteren Verlauf

des Gesprächs der Kirchengemeinde das

Angebot unterbreiteten, die offene Kinder-

und Jugendarbeit im Life zum 31.12.2004

zu beenden. Mit diesem Angebot wurde die

Bereitschaft der Stadt Bocholt verbunden,

die Arbeitsverhältnisse der beschäftigten

Mitarbeiter des Life bei einem anderen

Träger weiterzuführen oder sozialverträglich

zu beenden. Unter diesen Bedingungen

hat der Kirchenvorstand Liebfrauen in

seiner Sitzung vom 5.4.2004 das Angebot

der Stadt angenommen

– nicht

ohne zuvor mit

den betroffenen

Mitarbeitern zu

sprechen, ihre

Absichten für

ihre weitere berufliche

Zukunft

zu erfragen und

ihnen die für sie

aussichtsreichste Lösung zu ermöglichen.

Dafür haben sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes

auch in den nachfolgenden

Gesprächen mit dem Fachbereich Jugend,

Familie und Sport immer wieder eingesetzt.

Der Kirchenvorstand hat jedoch nicht

nur deshalb die Beendigung der offenen

Kinder- und

Jugendarbeit

im Life bes

c h l o s s e n ,

weil den

M i t a r b e i -

tern derzeit

a n d e r n o r t s

ein gleichw

e r t i g e s

Arbeitsverhältnis angeboten werden kann.

Dazu haben ihn ebenso die Probleme im

Hinblick auf die langfristige Finanzierbarkeit

der offenen- Kinder und Jugendarbeit

bewogen als auch die in der Vergangenheit

teils immensen Kosten für die Reparaturen

materieller Schäden und schließlich die

Probleme, die sich mit einigen Besuchern

auch vor dem Eingangsbereich des Life

und des Pfarrsaals ergaben.

Ganz herzlich möchten wir uns an dieser

Stelle bei den Mitarbeitern im Life bedanken.

Frau Sabine Jennesken-Bartjes

war seit dem 1.4.1999 als pädagogische

Mitarbeiterin mit dem Schwerpunkt Mädchenarbeit

im Life beschäftigt. Herr Georg

van Schyndel hat die Leitung des Life

im April 2003 übernommen. Sie haben

– neben Frau Tanja Heien, die bereits

im Juli in Mutterschutz gegangen ist – die

qualifizierte Arbeit im Life gewährleistet

und es durch gezielte Angebote zu einem

Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche

– gerade auch anderer Nationalität und

Herkunft – im Innenstadtbereich gemacht.

Nicht zuletzt haben sie auf diese Weise

einen enormen Dienst am Gemeinwohl

der Stadt Bocholt geleistet und in ihrem

Bereich eine der kirchlichen Grundfunk-


tionen – Diakonie bzw. Caritas – für die

Pfarrei Liebfrauen wahrgenommen.

Wir danken ihnen auch für ihre Bereitschaft,

die Entscheidung des Kirchenvorstands

zu akzeptieren, obwohl diese

für sie zu manchen Unsicherheiten und

Die demographische Entwicklung, d.

h. die zurückgehenden Kinderzahlen in

den nächsten Jahren, und die sinkenden

Kirchensteuereinnahmen haben das

Bistum Münster veranlasst, strukturelle

Veränderungen in der Kindergartenfinanzierung

vorzunehmen. Einerseits

sollen freie und nicht mehr zu belegende

Betreuungsplätze abgebaut werden,

andererseits wird der Schlüssel für die

Festlegung der sog. Grundbestands-

und Überhanggruppen verändert. Eine

Grundbestandsgruppe wird zukünftig

nicht mehr – wie bisher – je 1200

Pfarreimitgliedern, sondern je 1500

Mitgliedern über Kirchensteuermittel

finanziert. Konkret bedeutet das für

die Pfarrei

Liebfrauen,

die derzeit

etwa 6700

Mitglieder

u m f a s s t ,

eine Verringerung

ihrer

Grundbestandsgruppen von derzeit

5,5 (6700 : 1200) um 1,1 auf dann 4,4

Gruppen (6700 : 1500). Tatsächlich

umfassen die drei Kindertageseinrichtungen

der Pfarrei Liebfrauen jedoch

Zukunftssorgen geführt hat. Der Kirchenvorstand

wünscht ihnen und ihren

Familien im Namen der Pfarrei Liebfrauen

für ihre berufliche Zukunft alles

Gute und vor allem Gottes Segen.

Reduzierung der Kindergartenplätze im

Kindergarten Liebfrauen, Prinz-Heinrich-Straße

11 Gruppen. Damit ergibt sich eine Differenz

von derzeit 5,5 und demnächst

6,6 Überhanggruppen.

Wie

die zur Zeit

bestehenden

Ü b e r h a n g -

gruppen auch

schon müssen

dann ab

1.1.2005 die

zusätzlichen

1,1 Überhanggruppen von Dritten finanziert

werden.

Natürlich ist auf Stadtebene nicht

nur die Pfarrei Liebfrauen von dieser

Entwicklung betroffen. Ab 1.1.2005

sind in Bocholt 8,8 bisherige Grundbestandsgruppen

als Überhanggruppen

durch die Stadt Bocholt zu finanzieren.

Im Gegensatz zu anderen Kommunen

hat die Stadt Bocholt ihre Bereitschaft

zu einer teilweisen Übernahme der

finanziellen Mehrbelastungen signalisiert,

wenn die katholischen Kirchengemeinden

ihrerseits bereit sind,

das Kindergartenplatzangebot dem

tatsächlichen Bedarf anzupassen. Eine

Erhebung der aktuellen Belegungssituation

hat ergeben, dass im Nord-Osten

der Stadt das Angebot schon jetzt nicht

– und zukünftig noch weniger – der

Nachfrage entspricht. Allein 33 der

insgesamt 69 freien Betreuungsplätze

in katholischen Kindertageseinrichtungen

Bocholts verteilen sich

auf die Kindergärten im

nord-östlichen Stadtgebiet.

Daher hat der Kirchenvorstand

Liebfrauen

auf seiner Sitzung am

30.6.2004 eine Reduzierung

des Betreuungsplatzangebotes

im Kindergarten Liebfrauen

an der Prinz-Heinrich-Str. von

derzeit 100 auf 75 Plätze zum 1.8.2005

ins Auge gefasst. Der Kirchenvorstand

steht darüber mit der Leitung und mit

den Mitarbeiterinnen des Kindergartens

Liebfrauen einerseits wie mit

den Leitungen der beiden anderen

pfarrlichen Kindertageseinrichtungen

St. Martin und St. Theresia und dem

Trägerverbund der katholischen Tageseinrichtungen

für Kinder in Bocholt

andererseits im Gespräch. Denn das

Problem der Überhanggruppenfinanzierung

und des Betreuungsangebotes

kann nicht auf Ebene einer einzelnen

Pfarrei gelöst werden. Insbesondere

bedürfen sozialverträgliche Regelungen

für die von der Reduzierung des

Betreuungsumfangs

betroffenen Mitarbeiterinnen

sowohl einer

pfarrgemeindeübergreifenden

Regelung und

Absprache als auch eines

solidarischen Handelns

über Pfarreigrenzen

hinweg.

Die Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen der Pfarrei Liebfrauen

sind auf einer Mitarbeiterversammlung

im September über die sich abzeichnenden

Entwicklungen im Bereich der

Kindertageseinrichtungen informiert

worden. Die Eltern der Kinder im

Kindergarten Liebfrauen hat der Kirchenvorstand

im Rahmen einer Elternvollversammlung

am 23.9.2004 über

die Reduzierung der Betreuungsplätze

ins Bild gesetzt. Der Kirchenvorstand

bemüht sich nach Kräften darum, eine

für alle Beteiligten gute und akzeptable

Lösung der Probleme zu finden.

Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten des Pfarrbüros in

den Weihnachtsferien:

Dienstag, 28.12 und Donnerstag, 30.12.2004;

Dienstag, 04.01., Donnerstag, 06.01 und

Freitag, 07.01.2005

jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr


Wunschzettel-Kette

Jedes Jahr bastle ich einen anderen Wunschzettel.

Ob sich alle meine Wünsche erfüllen

werden, weiß ich natürlich nicht - jedenfalls

habe ich mir viel Mühe gegeben.

Du brauchst: leichte Pappe, Stifte, Schere,

stabile Kordel

Schneide mehrere gleich große rechteckige

Karten (5 x 10 cm) aus Pappe. Schreibe auf

jede Karte einen Wunsch, oder male einen

Gegenstand, den du dir wünscht.

Steche mit der Schere vorsichtig links und

rechts ein Loch in die Karten und fädle sie

nacheinander auf die Schnur auf. Meine

Wunschzettel-Kette hängt jetzt am Fenster.

Ich bin schon sooo gespannt!

Weihnachtsmann - dreh dich!

Weihnachtsmann und Weihnachtsengel sind lustig drauf, sie tanzen unentwegt im

Kreis herum. Du brauchst: Papier, leichte Pappe, Stifte, Schere, Klebstoff, Faden

Zeichne einen Kreis mit einer Spirale auf das

Papier, male die Spirale von beiden Seiten

bunt an und schneide sie aus. Zeichne den

Weihnachtsmann auf die Pappe. Der Fuß

bekommt eine Lasche, an die später die Spirale

geklebt wird. Auch der Weihnachtsmann

wird von beiden Seiten bunt bemalt. Klebe

dann die Spirale an die Fußlasche.

Die Figuren drehen sich ohne Unterlass,

wenn du sie über einer Heizung aufhängst.

Dort steigt angewärmte Luft nach oben, trifft

auf die Unterseite der Spirale und setzt sie in

Bewegung.

Jakob malt ein Weihnachtsbild

Jakob zeichnet und malt für Weihnachten. Tante Helli wünscht sich ein Kripperl

mit Jesuskind, Esel und Ochs. Onkel Fritz wünscht sich Hirten auf dem Weg nach

Bethlehem. Die Omama hätte gern einen Engel, der freundlich dreinschaut und

„Fürchtet euch nicht“ sagt.

Jakob zeichnet eine Sprechblase vor den Mund des Engels und schreibt „Fürchtet

euch nicht“ hinein. Dann sagt er zu Katharina: „Jetzt hab ich für jeden ein schönes

Geschenk!“. „Nur für das Geburtstagskind noch nicht!“, sagt

Katharina. „Für Jesus. Er hat zu Weihnachten Geburtstag.

Eigentlich müsste man ihm etwas schenken!“. „Meinst du,

er hätte Freude an einem Bild?“, fragt Jakob. „Wenn es sehr

schön bunt ist – warum nicht?“, fragt Katharina. Jakob nimmt

ein neues Zeichenblatt. Er zeichnet einen Christbaum mit

vielen Kerzen und Kugeln und Zuckerln in Fransenpapier.

„Ich helfe dir“, sagt Katharina. Sie malt Tupfen und

Sterne auf die Kugeln und um jede Kerze einen gelben

Schein. „So“, sagt sie „jetzt bring ihm das Geschenk!

Bring es ihm in die Kirche!“. Jakob geht zur

Kirche, aber das Tor ist verschlossen. Jakob steht

auf der Straße und überlegt, was er tun soll. Das

Christbaumbild flattert im Wind, Jakob muss es mit beiden

„Überrasche Deine Familie mit einem

auswendig gelernten Weihnachtsgedicht“

Sicher wird sich Deine Familie darüber sehr

freuen und vielleicht macht es den Heiligen

Abend noch ein bißchen festlicher.

Das Kind

Das Kind lag nur auf Stroh,

die Eltern waren arm.

Sie hüllten es in Lumpen,

die hielten es schön warm.

Das Kind war so zufrieden

wie Kinder aller Welt.

Es wusste nichts von Neid,

von Missgunst, Streit und Geld.

Das Kind hatt´ einen Wunsch,

es hat ihn nicht allein,

bestimmt wünschst du dir auch,

es möchte Frieden sein.

Händen halten. Eine alte Frau bleibt

neben ihm stehen. „So eine lustige,

bunte Zeichnung“, sagt sie. „Das

ist wohl ein Weihnachtsgeschenk?“

„Ja“, sagt Jakob. Und dann hält er

der alten Frau die Zeichnung hin.

„Ich schenke sie Ihnen!“.

„Nein, so etwas!“, ruft die alte Frau.

„So eine Überraschung ... danke ...“

Jakob rennt nach Hause. Katharina

wartet schon auf ihn. „Na?“, fragt

Katharina. „Der Christbaum hat

Jesus sehr gut gefallen“, sagt Jakob.

„Weißt du das bestimmt?“, fragt

Katharina. „Ja“, sagt Jakob. „Er hat

es mir ausrichten lassen!“.

Aus: Das Weihnachtsbuch von Lene Mayer-

Skumanz, Peter Wessely. Patmos-Verlag.


Katechese und Erstkommunionfeier

haben in Liebfrauen wesentliche Änderungen

erfahren haben. Darüber wurde

seit Weihnachten letzten Jahres immer

wieder berichtet und informiert. Die

neue Form der Katechese nimmt neben

den Kindern zusätzlich die Familien

in den Blick. So gibt es beispielsweise

sogenannte „Familienaufgaben“ als

Katechesen in der Familie. Hierbei geht

es darum, gemeinsam Glauben zu leben

und Glaubenserfahrungen miteinander

zu teilen.

Insgesamt stehen aber trotzdem die

Kinder noch immer im Mittelpunkt.

Das ist auch gut so, denn so können sie

uns Erwachsenen den Glauben vermitteln,

den wir im Älterwerden oft hinter

uns gelassen haben. Ganz konkret ist es

das Vertrauen. Kinder erleben jeden Tag

Neues und lernen öfter als Erwachsene

andere Menschen kennen. Ohne große

Überlegung, ohne wenn und aber

Den Kindern sei Dank

gehen sie in diese neuen Beziehungen

und Situationen hinein. So auch bei der

Erstkommunionkatechese.

Insofern können die Kinder für uns Vorbild

sein für die Art und Weise, sich auf

Neues einzulassen und Vertrauen zu haben.

Und

somit wird

e b e n s o

d e u t l i c h ,

dass Katechese

kein

Unterricht

ist, bei

dem Erwachsene

den Kindern irgendetwas

beibringen, sondern dass Katechese im

eigentlichen Sinne so etwas wie „Glauben

teilen“ bedeutet.

Dafür dürfen wir erwachsene Christen

den Kindern dankbar sein, die mit der

Erstkommunionkatechese begonnen

haben:

Luis Alonso Schned, Jannick Behrens, Ines Bowenkerk, Fabian Brähler, Daniel

Bühs, Isabelle Bußhoff, Sascha Dahmen, Jonas Demming, Sabina Eilers, Carolin

Eiting, Jana Gaelings, Jessica Geuting, Laura Geuting, Jan Gießing, Pia Hegmann,

Jonas Heinrich, Alicia Huster, Alexander Jansen, Dominik Jansen, Leon Kampshoff,

Lucas-Emanuel Kersten, Lukas Kindermann, Kevin Kiontke, Bastian Kleinpaß, Julia

Krasenbrink, Mareen Krasenbrink, Yannick Küppers, Debora Labusch, Tom Lensing,

Bastian Lenz, Lena Lenz, Benjamin Lückel, Tim Möllenbeck, Lukas Mumbeck,

Henning Navel, Linn Navel, Patrycia Nierychlo, Markus Niestegge, Martin Oehmen,

Niels Oortveld, Tobias Paus, Simon Pehl, Florentin Pieper, Nick Rademacher,

Nils Rademacher, Henrike Ridder, Felix Rülfing, Niklas Sagadin, Anna Sauret,

Jil Schermutzki, Lisanne Schlief, Julian Schmitz, Annika Schroer, Jolina Schroer,

Marlen Skora, Jan Stegger, Alina Steinkämper, Peter Stöcker, Jonah Struck, Lena

Summen, Kira Teklote, Niklas Telaar, Jonas Tenbrock, Jule Terbeck, Max Terodde,

Jens Terörde, Svenja Trillenberg, Phyllis Weinen, Lars Wieczorek, Felix Wüpping.

Pfarrer

Dr. Klaus Winterkamp

Langenbergstr. 25

Tel. 225 854

Kaplan

Robert Schmäing

Wesemannstr. 11

Tel. 225 898

Pastoralreferent

Klaus Brücks

dienstlich: Robert-Koch-Ring 88

Tel. 32253

privat: Robert-Koch-Ring 94

Tel. 32458

Pastoraler Mitarbeiter

Michael Rupieper

Wesemannstr. 11

Tel. 237 29 39

Pfarrbüro

Langenbergstr. 25

Pfarrsekretär Ludger Peters

Tel. 225 691 / Fax:225 853

E-mail: info@liebfrauen.de

Homepage: www.liebfrauen.de

Öffnungszeiten: wochentags:

09:30-12:30 Uhr und 15-17 Uhr

Dienstag Nachmittag geschlossen

Küster Liebfrauenkirche

Ewald Veehof

Ostmauer 26

Tel. 228676

Küster St. Martin, Stenern

Michael Bauhaus - Tel. 32259

Up de Welle 27 a

Kirchenmusikerin

Kantorin Irmhild Abshoff

Ostwall 41

Tel. 220171

Zentralrendantur

St.-Georg-Platz 9

Tel. 2176040

Kindergarten St. Theresia

Wesemannstr. 4

Doris Schlüter

Tel. 7641

Kindergarten Liebfrauen

Prinz-Heinrich-Str. 14

Hedwig Brüggemann

Tel. 30309

Kindergarten St. Martin

Robert-Koch-Ring 88

Bernadette Paus

Tel. 30766

Erwachsenenbücherei

Wesemannstr. 11

Renate Wiedemann

Öffnungszeiten:

sonntags: 10:30-12:00 Uhr

donnerstags: 15:00-16:30 Uhr

Bücherei St. Martin, Stenern

Robert-Koch-Ring 88

Marie-Luise Overkamp

Öffnungszeiten:

sonntags: 10:00-11:30 Uhr

donnerstags: 15:00-17:00 Uhr


Herausgegeben vom Sachausschuß „Öffentlichkeitsarbeit“ des PGR Liebfrauen,

V.i.S.d.P.: Pfarrer Dr. Klaus Winterkamp, Langenbergstraße 25, 46397 Bocholt

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