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Informationsdienst der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Baden-Württemberg

E 5529

Ministerpräsident

Günther Oettinger:

Nr. 9, 24. Jahrgang, September 2008

Positive Entwicklung

des Arbeitsmarkts in

Baden-Württemberg hält an

Seite 47

Singapur –

Das Wirtschaftsmusterland

in Asien!

Seite 18

Jahreswirtschaftsbericht 2007/2008 veröffentlicht

Wachstum von gut zwei Prozent erwartet Seite 49

Familienunternehmen in

Baden-Württemberg erfolgreicher Seite 51

www.mit-baden-wuerttemberg.de

Seite 40

GmbH-Reform beschlossen

Moderne, schlanke Rechtsform für den Mittelstand


Stimmen des Mittelstandes

noch so kleinen privaten Lebensraum

regeln und staatlich bevormunden zu

wollen. Wir leben in einem Land mündiger

Bürger. Die Politik hat Rahmenbedingungen

zu schaffen, die jedem

eine freie Lebensführung garantieren.

Wie die Menschen jedoch dieses freiheitliche

Leben ausfüllen und welche

individuellen Entscheidungen sie für

sich treffen, sollte ihnen grundsätzlich

selbst überlassen bleiben“, so Freiheit.

Nach der Übergangsregelung des

Bundesverfassungsgerichts darf in

Trinkkneipen mit weniger als 75 Quadratmetern

und nur einem Raum ab

sofort wieder geraucht werden. Voraussetzungen

hierfür sind die Kennzeichnung

als Rauchergaststätte im

Eingangsbereich, der Ausschluss von

Personen unter 18 Jahren, und der Verzicht

auf das Verabreichen zubereiteter

Speisen. „Diese Regelung“, so Freiheit,

„könnten Landesregierung und

Landtag nahtlos ins Gesetz übernehmen.“

Gerd Scheffold

Michelbach im

Amt bestätigt

Die CSU-Mittelstands-Union

hat ihren Vorsitzenden Hans

Michelbach für weitere zwei Jahre in

seinem Amt bestätigt. Auf Michelbach

entfielen auf dem Bayerischen

Mittelstandstag Ende Juli in Bamberg

91 von 96 gültigen Stimmen (95 Prozent).

Der 59 Jahre alte Unternehmer

und Bundestagsabgeordnete, der

auch stellvertretender Vorsitzender

der CDU/CSU-Mittelstands- und

Wirtschaftsvereinigung ist, steht seit

acht Jahren an der Spitze der Organisation.

Auch seine vier Stellvertreter

Dagmar Wöhrl, Klaus Dieter Breitschwert,

Alexander Radwan und Thomas

Schmatz wurden für weitere

zwei Jahre wiedergewählt.

Singapur – Das Wirtschaftsmusterland

in Asien!

von Dipl.-Kfm. Georg Wengert,

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in Singen/Htwl.

Delegationsreise mit dem badenwürttembergischen

Wirtschaftsminister

Ernst Pfister nach Singapur

Vom 3. bis 10. Mai 2008 unternahm

Wirtschaftsminister Ernst Pfister an

der Spitze einer Delegation von baden-württembergischen

Wissenschaftlern

und Unternehmern eine

Reise nach Asien. Singapur war das erste

spektakuläre Ziel der vom Wirtschaftsministerium

gemeinsam mit

der Baden-Württemberg International

GmbH und der Auslandshandelskammer

in Singapur wieder einmal perfekt

organisierten Reise mit den Schwerpunkten

Gesundheitswesen, Medizintechnik

und Biotechnologie. In Singapur

standen für die Wissenschaftler

ein international beachtetes Fachsymposium

für „Healthcare & Biotechnology“,

für die Unternehmer eine Kooperationsbörse

und für die politische

Delegation Gespräche mit der Regierung

Singapurs auf dem sehr dicht gedrängtem

Programm.

Singapur: Vom Entwicklungsland zur

modernen Industrienation

Noch vor 200 Jahren war Singapur

eine nur von Fischern und Seeräubern

bevölkerte Insel an der Südspitze Malaysias.

Heute ist Singapur eine Ausnahmeerscheinung

in Südostasien.

Das kleine Land hat sich nach seiner

Unabhängigkeit im Jahr 1965 von einem

Entwicklungsland zur modernen

Industrienation und zur wirtschaftlichen

Drehscheibe Südostasiens empor

gearbeitet. Seither wuchs die

Wirtschaft jährlich im Durchschnitt

nahezu um 9%. Das autoritäre Regiment,

das der erzkonservative Lee

Kuan Yew seit fast 50 Jahren als Premierminister

und Minister Mentor geprägt

hat, war der Schlüssel zum Erfolg

für dieses Wirtschaftswunder am

südostasiatischen Äquator. Er hat aus

dem Nichts einen Staat aufgebaut, der

bis in die letzten Winkel nach modernsten

Erkenntnissen organisiert, verwaltet

und kontrolliert wird. Nach

dem jährlich veröffentlichten „Doing

Business-Report“ für 2008 der Weltbank

wird Singapur zum zweiten Mal

hintereinander als das Land ausgezeichnet,

in dem man am besten Geschäfte

machen kann. Deutschland

liegt in dieser Rangliste abgeschlagen

auf Platz 20. Die Regierung führt das

Land schon seit vielen Jahren so effizi-

18 WIRTSCHAFTSFORUM 9/08


Stimmen des Mittelstandes

ent wie einen internationalen Wirtschaftskonzern.

Die Minister und die

Regierungsbeamten werden gut bezahlt,

was Korruption eindämmt und

auch gute Leute aus der Wirtschaft

veranlasst, in die Politik zu wechseln.

Die Minister verdienen jährlich etwa

eine Mio. Euro, der Premierminister

etwa das Doppelte.

Singapurs Pläne und Entwicklungsstrategien

sind bisher alle aufgegangen.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt

pro Kopf(BIP) in 2007 von rund 35.100

US Dollar befindet sich der Stadtstaat

fast auf einer Ebene mit Deutschland

(40.400 US Dollar). Die Wirtschaftsleistung

je Einwohner ist die höchste

in Südostasien. Das Wirtschaftswachstum

betrug in 2007 ca. 7,7%, das

durchschnittliche Haushaltseinkommen

ist um ca. 9,6% gewachsen und

die Inflationsrate wird mit 2,1% angegeben.

In 2007 erwirtschaftete der

Stadtstaat einen Rekordhaushaltsüberschuss

von rd. 3,3 Mrd. Euro. Entscheidend

für den wirtschaftlichen Erfolg

des Landes ist das friedliche Miteinander

der verschiedenen Rassen,

Religionen und Kulturen auf dem

äußerst beengtem Raum. Seit Bestehen

der Republik fördert die Regierung

die Integration aller Volksgruppen

zu einer Nation. Von den heute ca.

4,6 Mio. Einwohnern sind ca. 77% Chinesen,

ca. 14% Malaien und ca. 8% Inder.

Die ethnische Zusammensetzung

WIRTSCHAFTSFORUM 9/08 19


Stimmen des Mittelstandes

der Bevölkerung mit einer Mehrheit

chinesischer Abstammung ist ausschlaggebend

für den wirtschaftlichen

Aufstieg Singapurs. Die Chinesen bilden

nicht nur in Singapur, sondern in

fast allen Ländern Asiens die wohlhabende

Oberschicht. Sie sind die treibenden

Kräfte für wirtschaftliche Prosperität.

Mittelfristig plant die Regierung,

die Einwohnerzahl auf ca. 6,5

Mio. zu steigern. Außenpolitisch

nimmt Singapur eine starke Führungsrolle

in dem ASEAN Länderverbund

ein.

Regierung und Politik

Der heute 84-jährige Gründervater

Singapurs, Lee Kuan Yew, ist nach wie

vor Minister Mentor in der Regierung

seines Sohnes Lee Hsien Loong. Das

politische System in Singapur ist autokratisch

organisiert mit demokratischen

Grundzügen. Presse-, Versammlungs-

und Meinungsfreiheiten sind

enge gesetzliche Grenzen gesetzt. Die

Regierung wird seit 1959 von der „People’s

Action Party“ gebildet, die Lee

Kuan Yew gegründet hat und deren

Vorsitzender er bis zu seinem Rückzug

aus der Regierungsverantwortung im

Jahr 1990 war. Eine Opposition ist erlaubt,

aber nicht gerne gesehen und

eher nur geduldet. Im grundsätzlich

alle vier Jahre zu wählenden Parlament

sitzen gerade einmal zwei Oppo-

sitionspolitiker. Letztlich gibt es so gut

wie keine Proteste gegen die Regierung

oder öffentlich ausgetragene

Konflikte, da es den Menschen gut

geht und der Wohlstand in der Vergangenheit

stetig gewachsen ist. Das

derzeit praktizierte politische System

in Singapur ist das Beste, was dem

Land und seinen Bewohnern im asiatischen

Kulturkreis hat passieren können.

Man vergleiche das Modell Singapur

nur mit den politischen und

wirtschaftlichen Verhältnissen in den

Nachbarstaaten, dann wird eindeutig

klar, was die Regierung in

Singapur Außergewöhnliches

leistet.

Singapur hat keine natürlichen

Ressourcen wie Öl,

Gas, Wälder oder metallische

Bodenschätze. Der

große Erfolg seiner Wirtschaft

und damit die Existenz

des Landes ist ausschließlich

abhängig von der

Leistungskraft seiner Bevölkerung.

Die Regierung versteht

es meisterhaft, dieses

Humankapital ihres Landes

vorbildlich zu organisieren

und zum Fortschritt und der

Zukunft des Landes und damit

zum Wohle aller einzusetzen.

Das versteht man in

der Regierung Singapurs unter

„Orientierung am Allgemeinwohl“

und unter „Good

Governance“. Von dieser Politik

könnten sich Regierende

in Deutschland viel abschauen.

Der Transformationsprozess

von der Industriegesellschaft

in die Wissensgesellschaft

wird mit

großer Anstrengung umgesetzt. Der

Wettbewerb mit anderen Metropolen

und Regionen in Asien dreht sich heute

um die lukrativsten Zukunftstechnologien

des 21. Jahrhunderts in den

Bereichen Elektronik, Umwelt-, Nanound

Biotechnologien, also in den Wissensbranchen.

Er wird von der fortschreitenden

Globalisierung kräftig

angeheizt.

Die einheimische Wirtschaft wird

vom Staat streng kontrolliert. Über

die kapitalkräftigen Staatsholdinggesellschaften

werden mehr als 500 Unternehmen

national und international

Beteiligungen gehalten, mit steigender

Tendenz. So erwirbt der Staat über

seine strategischen Unternehmensbeteiligungen

im Ausland das dringend

benötigte Know-How zur nachhaltigen

Stärkung seiner heimischen Wirtschaft

im globalen Wettbewerb. Erst

vor kurzem hat die Govemment Investment

Corporation (GIC) für mehr

als 10 Milliarden US-Dollar einen Anteil

von 9,54% am Aktienkapital der

Schweizer UBS -Bank, dem größten

Vermögensverwalter der Welt, erworben.

Die Regierung steht für ein liberales

und Unternehmer freundliches Investitionsklima

mit niedrigen Steuersätzen,

steuerlichen und finanziellen Investitionsanreizen

und lockeren Einwanderungsvorschriften

für ausländische

Fachleute. Mit kurzen Entscheidungswegen,

schnellen und unbürokratischen

Verfahren schafft sich die

effiziente Verwaltung einen klaren

Standortvorteil im Wettbewerb um

ausländische Unternehmensansiedlungen.

In den Beziehungen zwischen

Unternehmen und Arbeitnehmern hat

die Regierung ein System etabliert,

20 WIRTSCHAFTSFORUM 9/08


Stimmen des Mittelstandes

das Arbeitskämpfe vermeiden und

Konflikte auf informeller Basis regeln

kann. Über die Lohnentwicklung

wacht der „National Wage Council“,

an dem Vertreter beider Seiten teilnehmen,

wobei die Gewerkschaften

ebenfalls vorrangig an der Wettbewerbsfähigkeit

von Singapurs Wirtschaft

interessiert sind. Auch die Regierung

sitzt als Moderator mit am

Tisch.

Die Schulen sind ausgezeichnet und

die Universitäten genießen einen hervorragenden

internationalen Ruf. Sauberkeit

und Ordnung nehmen einen

hohen Rang ein. Der Anteil an Wohnungseigentum

in privater Hand zählt

zu dem höchsten weltweit. Die hervorragende

Infrastruktur verhindert

Verkehrsstaus und Wartezeiten an

Bahnhöfen und am internationalen

Changi-Airport. Arbeitslosigkeit ist zu

vernachlässigen. Kriminalität, Armut

und Umweltverschmutzung sind in

Singapur so gut wie unbekannt.

Mit seiner an westlichen Standards

ausgerichteten hohen Lebensqualität

unterscheidet sich Singapur wesentlich

von anderen asiatischen Boomstädten,

wie Hongkong oder Shanghai.

„Singapurs Stärken sind vorrangig

seine hohe Lebensqualität, attraktive

Unternehmenssteuern, die politische

Stabilität und seine Rechtsicherheit

durch eine effektive und unabhängige

Gerichtsbarkeit“, dies ergab eine kürzlich

von Ernst & Young veröffentlichte

Studie über eine bei 200 Unternehmensführern

durchgeführte Umfrage.

Im internationalen Korruptionsindex

von Transparency lntemational(TI)

steht Singapur mit an der Spitze unter

den ersten fünf Ländern, während die

Bundesrepublik Deutschland einen

beschämenden Rang 16 einnimmt. Es

ist das Ziel der Regierung, Singapur zu

einer Weltstadt zu machen, denn Metropolen

ziehen die Talente und Wissensarbeiter

magisch an.

Schlüsselbranchen der Wirtschaft

Einer der bedeutendsten Wirtschaftssektoren

ist die internationale

Finanzwirtschaft: Die hervorragende

Administration, die Rechtssicherheit,

die nahezu völlige Abwesenheit von

Korruption und vornehmlich das weltweit

strikteste Bankgeheimnis haben

Singapur auf den zweiten Platz der attraktivsten

Finanzzentren weltweit

gehievt. Nicht umsonst hat sich Singapur

heute schon den Nimbus als

„Schweiz Asiens“ verdient. Die Kombination

aus hoher Vertraulichkeit und

der fehlenden Besteuerung der Kapitaleinkünfte

haben Singapur in den

vergangenen Jahren zu einem der attraktivsten

Finanzzentren weltweit

gemacht. Anfang 2008 wurde zudem

die Erbschaftsteuer abgeschafft. Nach

der Meinung von Fachleuten ist Singapur

heute eines der modernsten

Bankzentren. Trotz der niedrigen

Steuersätze ist es in der Lage, so erfolgreich

zu wirtschaften, dass es keine

Staatsschulden hat und jährliche

Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet,

die von der Regierung als Bonus wieder

an die Empfänger niedriger Einkommen

zurückzahlt sowie in das Gesundheits-,

das Sozial-, das Schul- und

das Erziehungssystem investiert werden.

Die internationalen Großbanken wie

UBS, Credit Suisse, BNP Paribas,

Deutsche Bank u.v.a.m. betreiben mit

gewaltigem Personalaufgebot ihr Vermögensverwaltungsgeschäft

in Singapur

mit jährlichen Zuwächsen von

ca. 30%. Auch die Landesbank Baden-

Württemberg(LBBW) bietet in ihrer

Niederlassung in Singapur seit neuestem

die Vermögensverwaltung an.

WIRTSCHAFTSFORUM 9/08 21


Stimmen des Mittelstandes

frei. Ausnahmen sind lediglich Autos,

Alkohol, Benzin, Waffen und Zigaretten.

Bei der Einfuhr fallen nur 7%

„Goods & Services Tax“ an. Mit dem

Ausbau der Öllagerstätten zu den

größten in Asien und der Ansiedlung

der internationalen Ölkonzerne stieg

Singapur zu einem der drei größten

Raffinerie-Standorte weltweit auf. Singapur

ist auch das asiatische Handelszentrum

für ÖI und petrochemische

Produkte. Der Hafen gehört zu den

drei größten Umschlags- und Handelshäfen

auf der Welt.

Seit geraumer Zeit zeichnet sich ab,

dass in Singapur die Themen Forschung

und Entwicklung eine vorrangige

Rolle spielen werden. So haben

sich die Biotechnologie, die Umweltund

Wassertechnologie und die digitale

Medientechnik zu wichtigen Säulen

des Wirtschaftswachstums entwickelt.

In rasantem Tempo hat sich

Singapur zu einem bedeutenden Forschungszentrum

für Biowissenschaften

hochgearbeitet. Zum gezielten

Ausbau der Biotechnologie wurde das

Forschungszentrum Biopolis errichtet,

wo die international bekanntesten

Forscher an allerneuesten Techniken

und Methoden arbeiten können und

dabei nicht von Ethikgesetzen behindert

oder beschränkt werden.

Alle internationalen Hotelkonzerne

sind mit einer großen Zahl an Fünf

Sterne Luxus-Hotels präsent. Die Regierung

hat schon lange erkannt, dass

man mit Leisure- und Shopping-Tourismus

gutes Geld verdienen kann. In

2007 besuchten ca. 10,8 Mio. Touristen

die Stadt.

Zukünftige Entwicklung

Auf die wirtschaftlichen Herausforderungen

und auf die zunehmende

Konkurrenz aus China und Indien reagiert

die Regierung mit Investitionen

Der weitaus überwiegende Teil des

Geldes kommt dabei nachweislich

aber aus China, Indien, den ASEAN-

Ländern, den Golfstaaten, Russland

und Südamerika. Und wenn ein Deutscher

sein Geld in Singapur deponiert,

dann meist nur deshalb, weil er etwas

dagegen hat, wie in Deutschland mit

seiner Privatsphäre umgegangen wird.

In Singapur sind inzwischen um die

110 Geschäfts- und ca. 50 Investmentbanken

registriert. Weitere 180 lizenzierte

Finanzdienstleister werben um

das Geld der internationalen Kundschaft.

Im internationalen Devisenhandel

nimmt Singapur weltweit inzwischen

die vierte Position ein, nach

London, New York und Tokio. Fast unbemerkt

hat sich Singapur zu einem

attraktiven Standort für die internationale

„Hedgefonds-Industrie“ entwickelt

und wurde so in diesem Finanzgeschäft

zu einem sehr ernst zu

nehmenden Wettbewerber für Hongkong

und sogar für London. In Kürze

kommt eine neue Terminbörse für

Rohstoffe-Derivate hinzu.

Im produzierenden Gewerbe bilden

Elektronik und Elektrotechnik die

wichtigsten Wirtschaftszweige. Inzwischen

haben mehr als 26.000 ausländische

Unternehmen eine Niederlassung

in Singapur. Von den ca. 7.000

multinationalen Konzernen in und um

Singapur, haben ca. 60% ihr regionales

Hauptquartier im Stadtstaat. Um internationaler

Vorreiter auch in ausgewählten

Spitzenbereichen wie

Halbleitertechnik, Informationstechnik,

Medien, Gesundheitswesen, Biound

Gentechnologie zu werden, investiert

die Regierung gezielt in Bildung

und Ausbildung, Forschung und Technologie.

Im internationalen Handel glänzt

Singapur mit einer attraktiven Zollpolitik.

Rund 95% aller Importe sind zollin

den Bildungs- und Forschungssektor

und mit der Förderung der Wissensindustrien.

Bis zum Jahr 2010 sollen

die Ausgaben für Forschung und Entwicklung

auf 3% des BIP steigen. Es ist

das erklärte Ziel der Regierung, Singapur

schnellstens zu einem weltweit

anerkannten „Research & Education

Hub“ auszubauen.

Sogar das Glückspielverbot wurde

aufgehoben, das jahrzehntelang als

Pfeiler für den Erhalt von Moral, Sitte

und Sauberkeit im Land galt. Dafür

wird im neuen Stadtteil „Marina Bay“

ein riesiges Casino-Resort gebaut, das

Ende 2009 eröffnet werden soll. Ein

weiterer Touristenmagnet ist der im

März 2008 eröffnete „Singapore-Flyer“,

das derzeit größte Riesenrad der

Weit. Im Jahr 2010 wird Singapur die

ersten „Youth Olympic Garnes“ organisieren.

Der Flughafen hat mit der

Eröffnung des neuen Terminal 3 in

2008 seine Kapazität auf 70 Mio. (!)

Passagiere erhöht. Hinzu kommt Ende

September 2008 das Formel-1-Nacht-

Rennen in der Innenstadt Singapurs,

das die Attraktivität, das Image und

die Bekanntheit der Stadt weiter steigern

wird.

„Wir dürfen nicht stehen bleiben, die

ganze Region bewegt sich, auch wir

müssen uns ändern“ mahnte vor kurzem

der Premierminister Lee Hsien Yoong.

Wie die Vergangenheit beweist,

hat sich Singapur immer schneller und

immer auf dem richtigen Weg bewegt.

Nicht umsonst wurde es in der „Mercer-Studie“

für 2008 (siehe www.mercer.com)

erneut als die Stadt in Asien

mit der höchste Lebensqualität und

der größten Sicherheit für seine Bewohner

ausgezeichnet.

Weitere Informationen über Singapur,

wie Gesellschaftsgründung,

Steuerrecht usw. sind auf der Internetseite

www.wengert-ag.de enthalten. ■

22 WIRTSCHAFTSFORUM 9/08

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