GESCHÄFT

mahle.aftermarket.com

GESCHÄFT

In dieser Ausgabe der MAHLE Aftermarket news geht es

um nicht mehr und nicht weniger als Ihre Zukunft. Um Fragen

und Antworten zum künftigen automobilen Antrieb. Um

das Erschließen neuer Reparaturfelder wie dem Turboladertausch,

zu dem MAHLE mit den richtigen Produkten einen

wichtigen Beitrag leisten wird. Um wertvolle Praxis-Tipps zu

einem weiteren wachsenden Geschäftsfeld der Werkstatt,

dem Ventiltausch. Um das, was Sie davon haben, wenn

MAHLE für die Erstausrüstung Ölfiltermodule entwickelt –

TURBO FÜRS

ÜBERBLICK

2 EDITORIAL

Arnd Franz, Geschäftsführer

MAHLE Aftermarket

3 BRANCHEN-NEWS

Neu im Programm: MAHLE

Turbolader

4 MAHLE INSIDE

Power ab Werk – aktuelle

Fahrzeuge mit MAHLE

Produkten

6 HIGHLIGHTS

Kompetenztransfer von der

Erstausrüstung in den Aftermarket:

MAHLE Ölfiltermodule

7 TRENDS

Antriebs-Fragen und Antworten

– von Prof. Dr. Heinz K. Junker,

Vorsitzender der MAHLE Konzern-Geschäftsführung

8 NEU IM HANDEL

Motorenteile und Filter

A F T E R M A R K E T

ZEITUNG FÜR HANDEL, WERKSTATT UND MOTORENINSTANDSETZUNG

nämlich mehr Umsatz mit Ölfiltern. Darum, wie Ihr Filterumsatz

vom Biodiesel profitiert. Dann nehmen wir Sie noch mit

nach Schweden, wo einer unserer Kunden mit seinen

zukunftsorientierten Ideen wächst. Und wir laden Sie ein zu

einem Blick auf und hinter die Fassade des neuen MAHLE

Aftermarket Logistikzentrums, das Ihre Filter und Motorenteile

heute und morgen präzise und termingenau auf den

Weg bringt. Sie sehen also: beste Voraussetzungen für eine

interessante und kurzweilige Lektüre.

GESCHÄFT

ZUKUNFTSORIENTIERTE SORTIMENTSERWEITERUNG: MAHLE TURBOLADER

FÜR DEN AFTERMARKET.

Mehr dazu auf den Seiten 2 und 3.

10 KOLBEN & CO.

Tipps für den sicheren

Ventilaustausch

12 FILTER – DIE REINE

WAHRHEIT

Kraftstofffilter und Biodiesel

14 KUNDENPORTRÄT

Interview mit Marcus Larsson,

verantwortlich für Markt und

Logistik bei der schwedischen

Handels- und Werkstattkette

Mekonomen

15 VOR ORT

Logistikzentrum Schorndorf –

Hightech für punktgenaue

Lieferung

16 MARKT

Neue Nachschlagewerke

1/2010

www.mahle-aftermarket.com


EDITORIAL

Arnd Franz,

Geschäftsführer

MAHLE Aftermarket.

SEHR GEEHRTE LESERIN,

SEHR GEEHRTER LESER,

AFTERMARKET

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seit einigen Jahren schon beschäftigt sich MAHLE mit Zukunftstechnologien

für aufgeladene Motoren. Im Rahmen der Frankfurter

IAA 2007 stellte MAHLE bereits die ersten selbst entwickelten

Turbolader für Otto- und Dieselmotoren sowie einen aufgeladenen

Komplettmotor als Demonstrator für Zukunftstechnologien

vor. Mit Gründung von Bosch Mahle Turbo Systems

bringen mit MAHLE und Bosch nun zwei der führenden Systempartner

der Automobilindustrie ihre Fertigungs- und Entwicklungskompetenzen

in ihr

Gemeinschaftsunternehmen

für Turbolader ein.

Aufgrund der zunehmenden

Ausrüstungsquote insbesondere

im Pkw-Bereich

entwickelt sich die Nachfrage

nach Turboladern

auch im Aftermarket nach

oben. Nachdem beim Diesel

der Turbolader aus motorischen

Antrieben kaum

mehr wegzudenken ist,

werden auch moderne Ottomotoren

kaum mehr als

Saugmotoren ausgeliefert.

Der Turbolader gehört zur

Grundausstattung auch bei

den Basismotorisierungen

aller Fahrzeugklassen.

Mit der zunehmenden Popularität haben sich auch die technischen

Eigenschaften der eingesetzten Lader in den letzten Jahren

grundlegend weiterentwickelt. Die enormen thermodynamischen

Anforderungen an dieses Produkt sowie sein Einsatz

über immer umfangreichere Drehzahlbereiche haben zu Lösungen

wie dem Wastegate-Lader oder der variablen Turbinengeometrie

geführt. Dabei hat auch die verwendete Werkstofftechnik

erhebliche Fortschritte gemacht.

Die unterschiedlichen und zum Teil harten Anforderungen im

Fahrbetrieb führen aber nach wie vor zu einer durchaus unterschiedlichen

Lebenserwartung heute verbauter Lader. Hinzu

kommen in vielen Fällen mangelnde Wartung, die bei unregelmäßigem

Öl- oder Filterwechsel zu zusätzlichen Belastungen

der empfindlichen Turboladerkomponenten und vorzeitigem

Ausfall führen. Trotz erheblichen Fortschritten in der Turboladertechnologie

bleibt deshalb die Reparatur- und Austauschquote

auf einem für Motorenbauteile hohen Stand.

Gleichzeitig wird ein Großteil der heutigen – überwiegend neuen

– Tauschlader in Vertragswerkstätten ersetzt. Hier gibt es erheb-

liche Wachstumspotenziale für den Independent Aftermarket.

MAHLE wird deshalb in diesem Jahr mit dem Aufbau eines Turboladerprogramms

in der bekannten MAHLE Qualität beginnen. In

dieses Programm fließen der Erfahrungsschatz unserer jahrelangen

Entwicklungsarbeit sowie die Ergebnisse unserer technischen

Analysen aus dem Reparaturgeschäft in allen wichtigen

Weltmärkten ein.

Als begleitende Maßnahmen zu unserem Sortimentsaufbau bieten

wir umfangreiche Unterlagen und Aktivitäten wie Reparaturanleitungen,

technische Schulungen und auch die erforderlichen

kompletten Anbausätze an, um eine fachgerechte und dauerhafte

Reparatur der Motoren zu gewährleisten. Da für die Langlebigkeit

des Turboladers auch die Filterqualität eine große Rolle

spielt – und wir von der Qualität unserer Produktpalette überzeugt

sind – wird für MAHLE Turbolader eine erweiterte Gewährleistung

angeboten, wenn sie zusammen mit Filtern von MAHLE

verbaut werden.

Wir sind uns sicher: Mit MAHLE Turboladern bieten wir unseren

Kunden in Handel und Werkstatt ein Produkt mit guten Wachstumschancen,

das unser bisheriges Programm in hervorragender

Weise ergänzt. Unsere Teams in Verkauf und technischem

Service stehen Ihnen in allen Fragen zu MAHLE Turboladern mit

Rat und Tat zur Seite.

Der Ausbau unseres Produktprogramms geht einher mit der

ständigen Erweiterung unserer Logistikfähigkeiten. Nach der Inbetriebnahme

unserer Regionalläger für Polen, die Ukraine, Estland,

Lettland und Litauen (Krotoszyn, 2006), für Nord-, Westund

Zentralafrika (Poissy, 2007) sowie West- und Zentralasien

(Izmir, 2008) haben wir in 2009 unser europäisches Zentrallager

in Schorndorf deutlich ausgebaut und an die sich verändernden

Marktanforderungen angepasst.

Unser Lager für Filterprodukte in Schorndorf haben wir um

4.000 Quadratmeter erweitert. Außerdem entstand ein zentrales

Auslieferungsterminal, das gemeinsame Lieferungen aus dem

gesamten MAHLE Aftermarket Sortiment in einer Sendung je

Anlieferstelle bündelt. Zusätzlich wird ein Großteil der Vollpalettenlagerung

zukünftig im entstehenden neuen Hochregallager in

St. Michael/Österreich mit einer Gesamtkapazität von Zehntausenden

von Stellplätzen vorgenommen.

Mit diesen Maßnahmen passt MAHLE die Logistikkapazitäten

an das erweiterte Geschäftsvolumen an und setzt weiter auf

Wachstum im Aftermarket. Gerade die logistischen Fähigkeiten

stellen nach wie vor eine der wichtigen Vorteile für den Independent

Aftermarket dar. Gleichzeitig sind sie auch eine der großen

Herausforderungen. Denn auch in den nächsten Jahren wird die

Variantenzahl bei Ersatzteilen weiter stark steigen – und auch

der zu versorgende Fahrzeugpark wird nach Bewältigung der

gegenwärtigen Absatzkrise wieder ansteigen. Darauf haben wir

uns bei MAHLE vorbereitet.

Ihr Arnd Franz


DER TURBO FÜR IHREN

UMSATZ

MAHLE ORIGINAL – DIE NEUE KOMPETENZ IM TURBOLADERMARKT.

Der Turbolader ist eine Schlüsseltechnologie zur Verbrauchsreduzierung und Senkung der CO 2 -Emissionen – und

damit zur Einhaltung der immer strenger werdenden Abgasnormen. Entsprechend ist die Marktentwicklung: Alleine in

Europa sind aktuell bereits rund 90 Millionen turboaufgeladene Fahrzeuge unterwegs; Branchenexperten erwarten in

den nächsten Jahren weiterhin einen starken Anstieg. Bei der Erschließung dieses enormen Potenzials unterstützt

MAHLE den Aftermarket: In Kürze werden MAHLE Original Turbolader weltweit für Handel und Werkstatt erhältlich sein.

TURBOLADER – EIN STARK WACHSENDES PRODUKT-

SEGMENT

Der Siegeszug des Diesels ist dem Turbolader zu verdanken.

Durch die Aufladung wurde der Selbstzünder durchzugsstark,

beschleunigungsfreudig und so den Ottomotoren ebenbürtig.

Nahezu alle heute in Europa, Nordamerika und Japan gefertigten

Dieselaggregate sind mit Turboladern ausgestattet, von den

Nfz über 3,5 t sogar annähernd 100 %. Daher liegt der Anteil

von Fahrzeugen mit Turbolader in Europa heute bereits bei 41 %

und soll bis 2018 auf 63 % ansteigen.

Auch bei Ottomotoren setzt sich der Turbolader immer mehr

durch. Bis vor kurzem arbeiteten diese überwiegend nach dem

Saugprinzip, bei dem die zur Verbrennung benötigte Luft von

außen angesaugt wird. Für moderne Downsizing-Konzepte ist

diese Luftmenge jedoch nicht ausreichend: Die hohe Leistungsdichte

dieser Motoren erfordert eine Erhöhung der zugeführten

Luftmasse.

Dies wird mittels Abgasturboaufladung erreicht: Die Luft wird mit

hohem Druck in die Verbrennungsräume gepresst, indem eine

von der Abgasenergie in Rotation gebrachte Turbine einen Verdichter

antreibt. Der Turbolader nutzt also im Gegensatz zum

bekannten mechanischen Verdichter die Energie der Motorabgase.

So lassen sich Downsizing-Konzepte realisieren, die aus

deutlich kleineren Hubräumen wesentlich höhere Leistungen

generieren – bei gleichzeitig sinkendem Verbrauch. Zudem

gewinnt der Motor noch an Drehmoment, also Durchzugskraft,

die vom Fahrer als entscheidendes Kriterium für die Leistung

seines Fahrzeugs wahrgenommen wird. Die Kombination aus

kleinem Hubraum, Direkteinspritzung und optimierten Steuerzeiten

ermöglicht den Fahrbetrieb in Bereichen mit thermodynamisch

hohen Wirkungsgraden des Motors, was sich für den

Autofahrer vor allem durch günstige Kraftstoff-Verbrauchswerte

bemerkbar macht.

Von den positiven Zukunftsaussichten profitieren auch Handel

und Werkstatt: Zwar ist ein Turbolader konstruktiv und funktional

auf die Lebensdauer des Motors ausgelegt – gegen äußere

Unwägbarkeiten ist er jedoch nicht gefeit. Während des Betriebs

in die Turbinen eindringende Fremdkörper, verschmutztes

Öl, mangelnde Ölversorgung oder überhöhte Abgastemperaturen

führen in der Praxis zu Turboladerschäden und machen

einen Austausch erforderlich. Insbesondere in der Nfz-Reparatur

wird der Turbolader daher immer häufiger routinemäßig im

Rahmen der entsprechenden Wartungsarbeiten getauscht.

MAHLE TURBOLADER – WEITERENTWICKELT FÜR

DEN AFTERMARKET

Mit dem Einsatz innovativer Werkstoffe, Technologien und Verfahren,

beispielsweise neuer Regelungsmechanismen oder Kombinationen

unterschiedlicher Turbolader, forciert MAHLE die Weiterentwicklung

der Aufladesysteme.

Davon profitieren

auch die Turbolader älterer

Fahrzeuggenerationen, die

mithilfe modernster Konstruktionsverfahren

und

Messtechniken weiterentwickelt

werden. Dabei können

die MAHLE Ingenieure

auf langjährige Erfahrung in

der Entwicklung und Produktion

hochbelasteter Turboladerkomponenten

für

die Erstausrüstung zurückgreifen.

Die Fertigung der MAHLE Original Turbolader erfolgt in Deutschland

und Österreich auf hochpräzisen Anlagen nach konzernweit

festgelegten Standards. So wird sichergestellt, dass alle

MAHLE Original Turbolader – unabhängig vom Baujahr der

jeweiligen Motorenapplikation – auf dem neuesten Stand der

Technik sind.

EIN BEDARFSORIENTIERTES PROGRAMM

Der Schwerpunkt des MAHLE Turbolader-Programms liegt

zunächst auf Nfz-Applikationen – beispielsweise für Mercedes-

Benz, MAN, Volvo und Scania. Das Produktprogramm wird permanent

ausgebaut und deckt bis 2012 rund 70 % aller Schnelldreher-Nfz-Applikationen

ab. Zudem wird es durch Pkw-Anwendungen

ergänzt. Dabei gewährleistet das breite Spektrum an

unterschiedlichen Größen und Typen mit einem Leistungsbereich

von 75 bis 1.000 kW eine optimale Anpassung an die unterschiedlichsten

Anforderungen von Pkw-, Nfz-, Bau- und Landmaschinen-

sowie Industriemotoren.

BRANCHEN-NEWS

Extrem aufgeladen: Auch bei über 1.000 °C

und 320.000 min -1 muss ein Abgasturbolader

einwandfrei funktionieren.

AFTERMARKET

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Bildnachweis: siehe Impressum

MAHLE INSIDE

Im Fokus: Opel Astra.

Power

GOLDJUNGE IN DER KOMPAKTKLASSE.

DIE DESIGNSPRACHE: GEPRÄGT VON INNEREN WERTEN

Mit dem neuen Astra führt Opel die neue markante Designsprache fort: Augenfällig ist die hohe Frontpartie der coupéhaften Karosserie, die auch den neuen Bestimmungen

zum Fußgängerschutz für mehr Freiraum zwischen Motor und Haube geschuldet ist. Um einen harmonischen Übergang der Motorhaube zur übrigen Karosserie

zu erreichen, verlaufen die vorderen Dachsäulen relativ flach – und die Frontscheibe duckt sich entsprechend. Die Seitenpartie wird von einer dynamischen,

sichelförmigen Sicke dominiert.

HIGHTECH-DETAILS, EINMALIG IN SEINER KLASSE

Zum Patent angemeldet hat Opel die innovative Hinterachskonstruktion, deren aus dem Rennsport entlehntes Prinzip zu erhöhter Kurvenstabilität, niedrigerem

Innenraum-Geräuschniveau und einer besseren Entkoppelung von der Straße beiträgt. Sicherheits-Highlights sind unter anderem das adaptive Fahrlicht, in dem

bewegliche Elemente zur optimalen Ausleuchtung der Umgebung beitragen, und das Frontkamerasystem, das Verkehrsschilder erkennt und zudem warnt, wenn

das Auto versehentlich die Fahrspur verlässt.

PREISGEKRÖNT – KURZ NACH DER MARKTEINFÜHRUNG

Zahlreiche Presseberichte und Tests begleiteten den Opel Astra vor und während seiner Premiere – und kurz darauf holte er sich das begehrte „Goldene Lenkrad

2009“. Der unter der Regie der auflagenstarken Verbraucherzeitschriften „Auto Bild“ und „Bild am Sonntag“ initiierte Award wurde erstmals als europäischer

Preis vergeben und zeichnet den Opel Astra damit auch als Besten seiner Klasse aus.

BREITE MOTORENPALETTE FÜR EFFIZIENTE KRAFTSTOFFNUTZUNG

Die umfangreiche Motorenpalette besteht aus 9 Aggregaten, die alle die Euro-5-Norm erfüllen. Im Dieselbereich offeriert Opel 4 Common-Rail-Motoren von 1,3

bis 2,0 l Hubraum mit 70 kW (95 PS) bis 118 kW (160 PS) und Dieselpartikelfilter. Alternativ sind 5 Benziner mit 1,4 bzw. 1,6 l Hubraum und 74 kW bis 132 kW

(100 bis 180 PS) erhältlich, die nach dem Downsizing-Prinzip Fahrleistungen bieten, die bislang hubraumstärkeren Motoren vorbehalten waren. Zum umweltschonenden,

emissionsarmen Fahrspaß mit dem neuen Astra trägt MAHLE bei – mit Kolben, Kolbenringen und Kolbenbolzen, Pleueln, Gleitlagern, Nockenwellen,

Ventilen, Ventilsitzringen, Ventilführungen, Ölnebelabscheidern, Ölfiltern und Aktivkohlefiltermodulen.

MAHLE MOTORENTEILE UND MAHLE FILTER ARBEITEN IN DEN FAHRZEUGEN UND MOTOREN DIESER MARKEN:

Alfa Romeo, Audi, BMW, Case, Caterpillar, Chevrolet, Citroën, Cummins, DAF, Deutz, Ducati, Ferrari, Fiat, Ford, GM, Harley Davidson, Hatz, Honda, Hyundai, Isuzu, Iveco,

Jaguar, John Deere, Kia, Komatsu, Lancia, Land Rover, Mack Trucks, Magna Steyr, MAN, Maserati, Mazda, Mercedes-Benz, Mitsubishi, Moto Guzzi, MWM International,

New Holland, Nissan, Opel, Perkins, Peugeot, Porsche, Renault, Renault Trucks, Saab, Scania, Seat, Škoda, Smart, Stihl, Suzuki, Subaru, Toyota, Volvo, VW, Zettelmeyer.

AFTERMARKET

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A B W E R K


1 PORSCHE PANAMERA

4 komfortable Sportsitze, große Heckklappe, großer Kofferraum mit niedriger

Ladekante – der neue Porsche Panamera punktet mit einem schlüssigen Raumkonzept

und intelligenten Proportionen, die für einen niedrigen Schwerpunkt

und damit hohe fahrdynamische Qualitäten sorgen. Angetrieben wird er wahlweise

von einem V8-Sauger oder einem Turbomotor mit 294 kW (400 PS) bzw.

368 kW (500 PS) mit Luftansaugmodulen, Luftfiltern, Aktivkohlefiltermodulen,

Nockenwellen, Ventilen, Pleueln sowie Kolben und Kolbenbolzen von MAHLE.

2 SAAB 9-5

Das Design des neuen Saab Flaggschiffs überzeugt mit neuen, runden Formen,

hoher Gürtellinie und bulliger Schürze. Silbern eingefasste Frontscheinwerfer,

LED-Leuchten am Heck und ein verbindendes Lichtband sorgen für

frische Optik. Außerdem bringt der 9-5 technische Details wie eine automatische

Verkehrszeichenerkennung mit. 5 Turbo-Motoren mit bis zu 221 kW

(300 PS) stehen zur Verfügung. Mit unter der Haube: Nockenwellen, Ventile,

Ventilsitzringe, Ventilführungen, Pleuel und Ölnebelabscheider von MAHLE.

3 PEUGEOT 5008

Der mit 4,53 m Länge zu den Großen seiner Klasse zählende neue Kompaktvan

Peugeot 5008 bietet mit 7 Sitzen ein großzügiges Raumangebot. Dagegen

zeigen sich die 4 zur Wahl stehenden Motoren angemessen sparsam im Verbrauch.

Viel MAHLE steckt in dem variablen Familienfahrzeug: Ölfiltermodule,

Kraftstofffilter, Aktivkohlefiltermodule, Ventilsitzringe, Nockenwellen, Kolben, Kolbenringe

und Kolbenbolzen, Zylinderlaufbuchsen sowie Gleitlager.

4 VW GOLF BLUEMOTION

Der 77 kW (105 PS) starke VW Golf BlueMotion punktet mit extrem niedrigen

Verbrauchs- und Emissionswerten. Die erreicht er durch eine Vielzahl an technischen

Neuentwicklungen wie das länger übersetzte Fünfgang-Schaltgetriebe,

die Schaltpunktanzeige, die Bremsenergie-Rückgewinnung, das Start-Stopp-

System, rollwiderstandsoptimierte Reifen, besonders leichte und strömungsgünstige

Felgen oder die aerodynamisch überarbeitete Karosserie. MAHLE

unterstützt das Spritspar-Konzept mit Luftansaugmodulen, Luftfiltern, Ölfiltermodulen,

Ventilen, Kolben sowie Pleueln.

5 ŠKODA YETI

Offroad-Charme, outdoortauglich unlackierte Stoßstangen und ein markanter

Name kennzeichnen den neuen Allrounder von Škoda. Der Yeti verbindet laut

Hersteller die besten Eigenschaften eines Kombis mit den Vorteilen eines Offroaders.

Der kräftige 1,5-Tonner ist in 2 Benziner-Versionen und 3 Common-

Rail-Selbstzündermotoren erhältlich. Kolben, Kolbenringe und Kolbenbolzen,

Ventile, Luftansaugmodule sowie Luftfilter stammen von MAHLE.

6 JAGUAR XJ

Ian Callum, Designer des Jaguar XJ, sieht in seinem neuen Modell die Synthese

von Tradition und Innovation. Besonders die spektakuläre Aluminium-

Karosserie beeindruckt durch eine ordentliche Portion Futurismus.

Tribut an die Tradition sind die vertikal geschwungenen Rückleuchten und

die hinter schwarzen Glasblenden verschwundenen C-Säulen. Zum Fahrkomfort

tragen das luftgefederte Fahrwerk und die sanften V8-Motoren

bei, die mit Luftansaugmodulen, Luftfiltern, Saugrohren, Ventilsitzringen,

Ventilführungen, Pleueln, Kolbenringen und Gleitlagern von MAHLE ausgestattet

sind.

7 MERCEDES-BENZ ML

Nach 4 Jahren M-Klasse wurde nun der ML lanciert – mit aufgefrischtem

Design und deutlicher Verbrauchsreduktion. Das laut Herstelleraussage „sauberste

Diesel-SUV der Welt“ nutzt die Harnstoff-Einspritzung zur Minimierung

von Stickoxiden und „bietet als 6-Zylinder einen 4-Zylinder-Verbrauch mit der

Leistung eines V8“, wie es die Mercedes-Benz Entwicklungsabteilung plakativ

formuliert. Unter der Haube des ML arbeiten Kolben, Kolbenringe und Kolbenbolzen,

Zylinderlaufbuchsen, Nockenwellen, Ventile, Ventilsitzringe, Ventilführungen,

Luftfilter, Ölnebelabscheider, Ölfilter, Kraftstofffilter und Aktivkohlefiltermodule

von MAHLE.

MAHLE INSIDE

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7

Bildnachweis: siehe Impressum


HIGHLIGHTS

Als Entwicklungspartner und einer der 30 größten Automobilzulieferer

der internationalen Automobilindustrie ist MAHLE in viele Produktentwicklungsprozesse

von Anfang an eingebunden. Im Filterbereich entwickelt

der MAHLE Konzern unter anderem komplexe Ölfiltermodule.

Aktuelles Beispiel: das Modul für VW/Audi V6- und V8-Dieselaggregate,

mit dem zwischenzeitlich über 400.000 Pkw auf Europas Straßen ausgerüstet

sind. 400.000 Fahrzeuge, deren Ölfilterelemente in absehbarer

Zeit gewechselt werden müssen – ein enormes Umsatzpotenzial.

Entwicklungspartnerschaft von Anfang an

Öltemperaturen bis 150 °C, Öldrücke bis 16 bar – die Ölfilter, die für die V6und

V8-Dieselmotoren von VW/Audi zu entwickeln waren, müssen extremen

thermischen und druckseitigen Belastungen standhalten. Darüber hinaus waren

anspruchsvolle konstruktive Vorgaben zu erfüllen. Und natürlich sollten sie im

Betrieb zuverlässig arbeiten, möglichst wenig wiegen und ein gutes Kosten-

Nutzen-Verhältnis aufweisen.

Um diese vielfältigen Anforderungen zu erfüllen und die optimale Lösung für

die jeweiligen Fahrzeuganwendungen zu realisieren, war MAHLE als langjähriger

und erfahrener Systemlieferant bereits sehr frühzeitig in den Entwicklungsprozess

der Automobilhersteller eingebunden – und brachte die exakt auf die

Fahrzeugmotoren zugeschnittenen Filtermodule nach einer Entwicklungszeit

von 2 bzw. 3 Jahren zur Serienreife.

MAHLE Ölfiltermodule: 3 in 1

Die von MAHLE entwickelten Ölfiltermodule vereinen

3 Funktionen: Ölfiltration, Ölkühlung und Ölnebelabscheidung.

Weil hier mehrere Baugruppen auf einer

einzigen Trägerplatte untergebracht sind, werden sie

auch als Hybrid-Module bezeichnet.

Die Ölfilterbaugruppe besteht aus einem Deckel, einem

Gehäuse, dem Filterelement mit Vollkunststoffölfilter

und einem Filterumgehungsventil mit integrierter Verklippung

für den Ölfiltereinsatz. Das Bypass-Ventil im

Die Ölablauffunktion zur Vereinfachung Deckel gewährleistet eine sichere Versorgung der

des Ölwechsels (Pfeil zeigt die Ölablaufrichtung).

Motorschmierstellen beim Kaltstart oder einer Filterfehlfunktion

(z. B. bei übermäßig stark verschmutztem

Filter). Zur Gewichtsreduktion und Erhöhung der Dichtigkeit werden anstatt

der sonst üblichen Aluminiumdruckguss-Legierung glasfaserverstärkte Hochleistungskunststoffe

eingesetzt.

Leicht, leistungsfähig, flexibel, wirtschaftlich und sehr wartungsfreundlich

Die MAHLE Ölfiltermodule bieten vielfältige Vorteile:

� Bis zu 15 % Gewichtsersparnis im Vergleich zu Ölfiltern mit Aluminiumgehäuse

� Hohe Wirtschaftlichkeit durch Reduzierung von Einzelmodulen zu einem

Gesamtsystem

� Möglichkeit, mehr Funktionalitäten in der Modulbauweise zu integrieren

und diese konstruktiv flexibel zu gestalten

� Sichere Versorgung der Motorschmierstellen durch Bypass-Ventil

� Hohe Dichtigkeit

� Erleichterte Zugänglichkeit der Module

� Wartungsfreundlichkeit durch Integration eines verlässlich funktionierenden,

von MAHLE patentierten Ablaufsystems, das ein Vermischen von

ungefiltertem und gefiltertem Öl verhindert

� Einfacher Wechsel – durch Aufschrauben des Deckels mit einem Steckschlüssel

lässt sich das Element mühelos aus dem Gehäuse ziehen

Gute Zeiten für den Filterwechsel

Herzstück der Module ist ein Ölfilterelement aus voll veraschbaren Kunststoff-

Endscheiben und einem Longlife-Filterpapier. Dieses Element ist in 2 Varianten

erhältlich, die je nach Baujahr, Motorcode und Fahrgestell-Nummer voneinander

abgegrenzt werden: OX 196/1D ECO und OX 196/3D ECO. Das empfohlene

Wechselintervall beträgt für beide Varianten 30.000 km bzw. 2 Jahre.

Diese beiden Ölfilterelemente sind in verschiedenen TDI-Aggregaten von VW

und Audi verbaut, den V6-Motoren (120–176 kW) von Audi A4, A5, A6, A8, Q7

sowie VW Phaeton und Touareg und in den V8-Motoren (202–240 kW) von

Audi A8 und Q7.

Filterkompetenz aus einer Hand

Neben dem hier beschriebenen Ölfilter hat MAHLE für die entsprechenden

Fahrzeugmodelle auch Kraftstoff-, Luft- und Innenraumluftfilter im Programm,

die sich wie alle MAHLE Produkte durch exakte Passgenauigkeit, hohe Funktionalität

und Zuverlässigkeit auszeichnen und damit einen wesentlichen Beitrag

zur Zufriedenheit Ihrer Kunden leisten können.

Das MAHLE Ölfiltermodul: mehrere

Baugruppen (Ölfilter, Ölnebelabscheider,

Ölkühler) auf einer Trägerplatte.

KNOW-HOW-

TRANSFER

VON DER ERSTAUSRÜSTUNG IN DEN AFTERMARKET: MAHLE ÖLFILTER.

AFTERMARKET

n e w s

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Herzstück des Filtermoduls: das

Ölfilterelement aus voll veraschbaren

Kunststoff-Endscheiben

und Longlife-Filterpapier.


Die Range-Extender-Frage: Wird der Verbrennungsmotor bald nur

als Reichweiten-Verlängerer des Batterieantriebs dienen – ohne

Verbindung zur Antriebsachse?

Prof. Dr. Junker: Vom Thema Range-Extender sind wir noch eine Zeit entfernt.

Es stellt sich die Frage, ob er überhaupt einmal in größeren Stückzahlen

auf den Markt kommen wird. Betrachtet man die Wirkungsgradketten

des gesamten Systems, kann man da schon ein Fragezeichen

machen. Um den Range-Extender richtig bewerten zu können, muss man

die Technik von einer ganzen Reihe unterschiedlicher Blickwinkel betrachten.

MAHLE untersucht die verschiedenen Möglichkeiten des Systems

derzeit fundiert in einer Studie.

Die Downsizing-Frage: Vollhybrid oder Downsizing – welches

Antriebskonzept wird sich durchsetzen?

Prof. Dr. Junker: Es wird interessant zu sehen sein, wie sich der Vollhybrid

gegen das Downsizing schlagen wird. Beide Technologien zielen auf die

gleiche Richtung, nämlich den Verbrennungsmotor in Bereichen zu betreiben,

in denen er im alltäglichen Betrieb effizienter arbeitet. Mit Downsizing

und Start-Stopp-Funktion sind 80 bis 90 % der CO 2 -Einsparungen eines

Vollhybrids zu erreichen – zu deutlich geringeren Kosten.

Die Verbrennungsmotor-Frage: Der Verbrennungsmotor als Fahrzeugantrieb

– wie sieht er im Jahr 2020 aus?

Prof. Dr. Junker: Hier muss klar unterschieden werden zwischen einem

autonomen Verbrennungsmotor oder einem System mit einem Elektromotor

als Parallelhybrid. Ein Verbrennungsmotor, der mit einem Elektroantrieb

kombiniert ist, wird tendenziell einfacher aufgebaut sein als heute. Ein Verbrennungsmotor,

der als alleiniger Fahrzeugantrieb dient, wird allerdings

viel variabler sein als heute. Ein genereller Trend gilt für beide Motorkategorien:

Sie werden kleiner hinsichtlich Hubraum und Zylinderzahl.

Die Optimierungs-Frage: Wohin geht der Trend beim Verbrennungsprozess

– beim Benziner und beim Diesel?

Prof. Dr. Junker: Bei Ottomotoren sind wie gesagt Downsizing mit Aufladung

sowie Direkteinspritzung Megatrends. Um die hohen spezifischen

Leistungen beim Downsizing abbilden zu können, muss bei der Motormechanik

extrem viel Aufwand getrieben werden. Ähnlich, wenn auch mit anderen

Schwerpunkten, verhält es sich bei Dieselmotoren. Auch hier geht der

Trend zu einem gewissen Downsizing, im Vordergrund stehen aber höhere

Einspritz- und Aufladedrücke.

Professor Dr. Heinz K. Junker,

Vorsitzender der MAHLE

Konzern-Geschäftsführung.

Antriebs

EINE FRAGE DES

(UND SIEBEN WEITERE)

ELEKTROANTRIEB, HYBRIDKONZEPTE ODER OPTIMIERTER VERBRENNUNGSMOTOR – WIE SIEHT DER ANTRIEB DER ZUKUNFT AUS? PROFES-

SOR DR. HEINZ K. JUNKER, VORSITZENDER DER MAHLE KONZERN-GESCHÄFTSFÜHRUNG, GIBT ANTWORT AUF DIE FRAGEN ZUR ZUKUNFT

DES AUTOMOBILS UND SEINER MOTORISIERUNG.

Die Turbo-Frage: Wie optimiert MAHLE den Ladungswechsel?

Prof. Dr. Junker: Das geht mit teil- und vollvariablen Ventiltrieben sowie der

Abschaltung von Zylindern im Fahrbetrieb. Die MAHLE CamInCam ® -Technologie

ist praktisch eine doppelte Nockenwelle, bei der in der äußeren

eine innere drehbar gelagert ist, die beide unabhängig voneinander verstellt

werden können. Auf diese Weise sind variable Steuerzeiten der Ventile

möglich. Der Motor entwickelt bis zu 10 % mehr Drehmoment und verbraucht

bis zu 8 % weniger Kraftstoff. Die variable Nockenwelle ist auch die

Basis für einen vollvariablen Ventiltrieb, der deutlich einfacher aufgebaut ist

als sonstige Lösungen. Und sie ist eine ideale Ergänzung zum Turbolader,

weil sie das „Turboloch“ im unteren Drehzahlbereich kompensiert. Das ist

deutlich kostengünstiger als eine doppelte Aufladung und bringt trotzdem

ein sehr spontanes Ansprechverhalten des Motors.

Die Material-Frage: Kolben aus Aluminium oder aus Stahl – was

setzt sich durch?

Prof. Dr. Junker: Beim Pkw-Dieselmotor sind Spitzendrücke von 200 bar und

mehr zu erwarten – eine hohe Belastung für das Material. Beim Nfz haben die

Motorenhersteller daher von Aluminium- auf Stahlkolben umgestellt. Auch die

Dieselrennwagen in Le Mans, die ja mit Pkw-ähnlichen Motoren laufen, haben

Stahlkolben. Künftig ist der Einsatz durchaus auch im Serien-Pkw vorstellbar.

Die CO 2 -Frage: Wo sehen Sie das größere Einsparpotenzial – beim

Elektrofahrzeug oder beim Verbrennungsmotor?

Prof. Dr. Junker: Wenn wir wirklich beim Thema CO 2 -Reduzierung Ernst machen

wollen, dann bringen deutlich verbrauchsreduzierte Verbrennungsmotoren

heute und auch in den nächsten Jahrzehnten erheblich größere Effekte als

Elektrofahrzeuge. Am Beispiel des als Technologie-Demonstrator entwickelten

und mit den aktuellen Innovationen des MAHLE Produktportfolios ausgestatteten

Dreizylinder-Downsizing-Motors erreichen wir einen um 30 % verringerten

Kraftstoffverbrauch – und damit eine ebenso verringerte CO 2 -Emission.

Die Kraftstoff-Frage: Und was füllt künftig die Tanks?

Prof. Dr. Junker: Bio-Kraftstoffe der zweiten Generation, die nicht im Konflikt

mit der Nahrungskette stehen, werden in Zukunft deutlich an Bedeutung

gewinnen. Das MAHLE Produktportfolio enthält speziell abgestimmte Komponenten

für Motoren mit alternativen Kraftstoffen, wie etwa Ethanol. Auch für

den Gasbetrieb sind spezielle Komponenten und Werkstoffe im Programm.

AFTERMARKET

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TRENDS


NEU IM HANDEL

VENTILSITZRINGE

Für Nfz: MAN Serien NL 232, NL 243, NG 243, ... (E2866 DUH01-03) ab Bj. 1993, (G2866

DUH01-05) ab Bj. 1993

Besonderheiten: Spezieller Werkstoff für Einsatz bei MAN Gasmotoren

Artikel-Nr.: (MAHLE und Perfect Circle): 227 SE 31324 000 (Einlass), 227 SA 31325 000 (Auslass)

KRAFTSTOFFFILTER-EINSATZ KX 262D ECO

Für Nfz: DAF CF85-, XF105-Serie/Solaris

Bus Urbino

Besonderheiten: Ökoelement ohne Innenzarge

Artikel-Nr.: 70383776 (MAHLE) bzw.

70383775 (Knecht)

AFTERMARKET

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KOLBEN

Für Nfz:

Besonderheiten:

Artikel-Nr.:

ÖL-WECHSELFILTER OC 617

Für Pkw:

Besonderheiten:

Artikel-Nr.:

LUFTFILTER-EINSATZ LX 2010

Für Pkw: Seat Altea, Cordoba, Ibiza, Leon; Škoda Fabia,

Roomster; VW Golf, Golf Plus, Polo, Caddy

Besonderheiten: Platteneinsatz mit patentgeschützter, umschäumter

Kunststoffeinlage

Artikel-Nr.: 70373793 (MAHLE) bzw. 70373792 (Knecht)

TGA 18.430, 18.390 ... (D2066 LF01-03 Euro 3) ab Bj. 02/2004

Ringträger, Kühlkanal, Aussparung Kühlöldüse, graphitiert

229 32 00 (MAHLE) bzw. 56 13058 0 (Perfect Circle)

Honda Ottomotoren (diverse Modelle)

Nachfolger für Honda Anwendungen

des OC 115 mit optimiertem Filterpapier

70384191 (MAHLE) bzw. 70384190

(Knecht)

KRAFTSTOFFLEITUNGSFILTER KL 599Für

Pkw:

Artikel-Nr.:

Audi A4 2,7 TDI/3,0 TDI

70383771 (MAHLE) bzw. 70383770

(Knecht)


DETAILINFORMATIONEN ÜBER DIE NEUEN PRODUKTE FINDEN SIE IN DEN PERMANENT

AKTUALISIERTEN ONLINE-KATALOGEN AUF WWW.MAHLE-AFTERMARKET.COM

INNENRAUMLUFTFILTER-EINSATZ LA 424

Für Pkw:

Besonderheiten:

Artikel-Nr.:

KOLBENRINGSATZ

Für Pkw:

Besonderheiten:

Artikel-Nr.:

ÖLFILTER-EINSATZ OX 351 D ECO

Für Pkw: Hyundai i 20 1.4 + 1.6 CRDI,

i 30 1.6 CRDI, Kia Sorento

3.3 I, Soul 1.6 CRDI

Besonderheiten: Vliesendscheibe und Kunststoffinnenzarge

Artikel-Nr.: 70388112 (MAHLE) bzw.

70388111 (Knecht)

Peugeot 4007, Mitsubishi Outlander, Citroën Crosser ab 02/07

Partikelfilter ohne mittige Faltenstabilisierung

70374639 (MAHLE) bzw. 70374638 (Knecht)

Ford Transit (Duratorq-Motoren FA, FX) ab Bj. 2004

1. Ring mit Chrom-Keramik-Beschichtung

015 80 N0 (MAHLE) bzw. 47 90680 0 (Perfect Circle)

ASSEMBLY

Für Nfz:

Besonderheiten:

Artikel-Nr.:

VENTILE

Für Pkw:

Artikel-Nr.:

VENTILFÜHRUNGEN

Für Nfz:

Artikel-Nr.:

DAF 95 480, 95 530 (XE 280 C1, XE 315 C1, Euro 3) ab Bj. 04/2001

Kolben: Ringträger, Aussparung Kühlöldüse, graphitiert, zugehörige Buchse 213WT03

213 66 90 (MAHLE) bzw. 76 13101 1 (Perfect Circle)

Smart Fortwo, City Coupé,

Cabrio (OM 660) ab Bj. 1999

(MAHLE und Perfect Circle):

222 VE 31300 000 (Einlass),

222 VA 31301 000 (Auslass)

MAN TGA-Serie (D2866/D2876)

(MAHLE und Perfect Circle):

227 FX 30953 000 (Einlass und

Auslass)

NEU IM HANDEL

AFTERMARKET

n e w s 9


KOLBEN & CO.

WECHSEL-

n e w s

AFTERMARKET

10

KURS

TROTZ – ODER GERADE WEGEN – DER STEIGENDEN LAUFLEISTUNGEN

HEUTIGER VERBRENNUNGSMOTOREN: VENTILE HABEN HOCHKON-

JUNKTUR. IMMER ÖFTER WERDEN DIE WERKSTÄTTEN MIT FAHR-

ZEUGEN KONFRONTIERT, DEREN VENTILE GEWECHSELT WERDEN

MÜSSEN. BEIM AUSTAUSCH GIBT ES JEDOCH EINIGES ZU BEACHTEN.

Ventile sind ein Paradebeispiel für Werkstattumsatz, der durch Wartungsversäumnisse entsteht. Denn die Ursache für den Ventilschaden ist –

neben normalem Verschleiß – in vielen Fällen ein überalterter, gerissener Zahnriemen bzw. eine gerissene Kette oder überzogene Ölwechselintervalle.

Ebenfalls häufiger Grund für Schäden an den Ventilen: Fahrfehler wie das versehentliche Einlegen eines niedrigen Gangs bei hohen

Drehzahlen – mit dem Resultat verbogener oder gar gebrochener Ventile. Und nicht zu vergessen sind die Fälle, in denen ein Ventilschaden kurz

nach einem Ventilaustausch auftritt – als Folge eines (vermeidbaren) Montagefehlers.


VENTILE – GANZ DICHT MÜSSEN SIE SEIN

Ventile dichten den Brennraum ab und sorgen für optimalen Gaswechsel.

Da sie ständig in Bewegung sind – und das bei schwierigen

tribologischen Verhältnissen und unter der Einwirkung

aggressiver Gase bzw. Abgase – sind sie natürlichem Verschleiß

unterworfen. Dieser kann beschleunigt werden durch Extremsituationen

wie mechanische oder thermische Überlastung.

Daher müssen Ventile bei einem sichtbaren Schaden grundsätzlich

ausgetauscht werden.

WARUM IST VENTIL-RECYCLING GEFÄHRLICH?

Das „Aufarbeiten“ alter Ventile ist riskant. Denn oftmals ist das

ganze Ausmaß des Ventilschadens mit bloßem Auge gar nicht zu

erkennen. So kann der Werkstoff des Ventils thermisch überlastet

worden sein – oder es sind durch mechanische Überbeanspruchungen

Anrisse im Bauteil entstanden. Auch kann oftmals nicht

beurteilt werden, ob die Sitzpanzerung und die gehärteten Bereiche

stark genug für eine Nacharbeit sind (und ob der Verschleiß dann

noch zulässig ist) bzw. ob der Sitzwinkel wirklich korrekt geschliffen

werden kann. Wirtschaftlich lohnt sich dieses Aufarbeiten ohnehin

nicht – und das nicht unerhebliche Risiko eines Motorschadens

durch ein altes Ventil sollte keine seriöse Werkstatt eingehen.

DIE DEMONTAGE – DAS RICHTIGE WERKZEUG IST

WICHTIG

Um eine irreparable Beschädigung des Zylinderkopfs zu vermeiden,

müssen die Ventile bei der Demontage abgefedert werden –

beispielsweise mithilfe einer Ventilpresse oder eines Ventilfeder-

Spannapparats (Abb. 1). Die Ventilkeile lassen sich am besten mit

einem Magnetstab entnehmen.

Tipp: Um Fehlmontagen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die ausgebauten

Ventile vor dem Entsorgen mit den neuen Ventilen zu

vergleichen – bezüglich Schaftdurchmesser, Gesamtlänge, Ventiltellerdurchmesser

und Sitzwinkel.

DIE MONTAGE: AUCH FÜHRUNGEN UND SITZRINGE

CHECKEN!

Bevor die neuen Ventile eingebaut werden, sollte der Zustand der

Ventilführungen und der Ventilsitzringe geprüft werden. Bei starken

Verschleißspuren müssen diese entweder nachgearbeitet

oder ersetzt werden. Das neue Ventil wird dann von unten durch

die Ventilführung gesteckt.

VENTILFÜHRUNG ERNEUERN, BOHRUNG REIBEN

Ist das Spiel zwischen Ventilschaft und Ventilführung zu groß?

Dann müssen die Ventilführungen zusammen mit den Ventilen

erneuert werden. Nach dem Einpressen bzw. Einschrumpfen der

neuen Ventilführung empfiehlt es sich, die Bohrung zu reiben. Nur

so hat sie den richtigen Durchmesser, ist garantiert zylindrisch

und gratfrei – und kann zusammen mit dem neuen Ventil eine

gute Leistung bringen. Reiben ist eine sehr genaue, feine Bearbeitung,

die immer nur von Hand erfolgen sollte – unter Einsatz

von Schneidöl zur Schmierung (Abb. 2).

VENTILSITZ VERSCHLISSEN?

Dann sollte er nachgearbeitet oder durch einen neuen Ventilsitzring

ersetzt werden. Führung und Dichtfläche des Ventilsitzrings müssen

perfekt fluchten – nur dann kann das neue Ventil gut abdichten.

DICHTUNG UND RÜCKSTAND

Nachdem das neue Ventil eingeschoben wurde, muss der korrekte

Ventilrückstand geprüft werden. Im nächsten Schritt sollte

dann die Ventilschaftdichtung mit der Montagehülse montiert

werden. (Die Montagehülse wird von den meisten Dichtungsher-

stellern zusammen mit der Ventilschaftdichtung geliefert und verhindert

eine Beschädigung der sehr empfindlichen Dichtlippe in

der Dichtung.)

SCHRÄGE FEDER?

Bei der weiteren Montage ist auf einen korrekten Sitz der Ventilfeder

im Zylinderkopf zu achten. Bei einigen Motoren besteht

konstruktionsbedingt das Risiko, dass die Ventilfeder schräg eingesetzt

wird. Bei der anschließenden Inbetriebnahme des Motors

kann dadurch die Feder einseitig auf Block gehen. Das dabei entstehende

große Biegemoment auf den Federteller des Ventils

kann zum Bruch oder Abriss des Ventils führen – mit der Folge

eines Motorschadens (Abb. 3).

NEUE VENTILE – NEUE KEILE

Ein Ventilkeil schleift sich im Betrieb auf das Ventil ein. Deshalb

passen alte Ventilkeile nicht exakt auf die neuen Ventile. Insbesondere,

wenn die Ventilkeile der einzelnen Ventile willkürlich wieder

eingesetzt werden, besteht die Gefahr ungleichmäßiger

Belastungen, Biegespannungen, Druckspitzen und damit eines

Ventilbruchs im Bereich der Rillen (Abb. 4). Kurz: Neue Ventilkeile

schützen vor Montageschäden. Um der Werkstatt den Arbeitsablauf

aktiv zu erleichtern und eine noch höhere Reparatursicherheit

zu bieten, nehmen wir sukzessiv passende Ventilkeile ins Programm

auf. Dann sind MAHLE Original und Perfect Circle Ventile

künftig mit den passenden Keilen erhältlich.

DARUM DREHT ES SICH

Mehrrillige Ventile müssen sich in den Keilen drehen können. Die

Rotation der Ventile während des Motorbetriebs unterstützt die

Abdichtung und die Wärmeableitung, reduziert den Verschleiß am

Ventilfuß und verhindert Ablagerungen an der Dichtfläche. Daher

sollte die Drehbarkeit überprüft werden – ein Ventil, das sich nicht

drehen lässt, kann sich dauerhaft in den Zylinderkopf einschlagen.

SIND DIE VENTILE WIRKLICH DICHT?

Eine Vakuumprüfung gibt Gewissheit. Alternativ kann auch mit

einer Flüssigkeit geringer Viskosität (z. B. Benzin oder Bremsenreiniger)

die Dichtheit des Ventils geprüft werden. Dazu wird der

Zylinderkopf mit den Ventiltellern nach oben gedreht und die Flüssigkeit

auf die Ventilteller gegossen. Läuft sie ab, sind die Ventile

undicht (Abb. 5).

VENTILE – DIE KOMMEN GESCHLIFFEN

Ein Einschleifen der Ventile, wie es in der Vergangenheit üblich

war, ist heute nicht mehr notwendig. Die Dichtfläche der Ventile ist

von MAHLE hochexakt gefertigt – und dank präziser, voreingestellter

Werkzeuge wird der Ventilsitz so maßgenau gefertigt, dass

die Ventile perfekt abdichten.

HYDRAULISCHER VENTILSPIELAUSGLEICH? BITTE

WARTEN!

Bei einer Ventilbetätigung über Hydrostößel empfiehlt es sich, den

Motor erst 12 Stunden nach dem Zusammenbau in Betrieb zu

nehmen. Diese Zeit ist notwendig, um einen eventuellen Ölüberschuss

aus dem Hydrostößel entweichen zu lassen. Alternativ können

auch die Hydrostößel vor dem Einbau entleert werden.

VOLLES PROGRAMM – IN DER GRUPPE UND SOLO

Das MAHLE Original und Perfect Circle Ventilprogramm umfasst

zahlreiche Pkw- und Nfz-Anwendungen in unterschiedlichen Materialien

und Ausführungen, entsprechend den Anforderungen der

Erstausrüstung. Alle Ventilmodelle sind übrigens auch einzeln

erhältlich – als gute Basis einer kundenorientierten, bedarfsgerechten

Reparatur.

1

KOLBEN & CO.

Hilfreich bei der Ventil-Demontage: ein Ventilfeder-Spannapparat.

2

Die Bohrung der Ventilführung sollte von Hand

mit Schneidöl eingerieben werden.

3

Vorsicht – eine schräg eingesetzte Ventilfeder

kann das Ventil beschädigen und einen Motorschaden

verursachen.

4

Verschlissene Ventilkeile passen nicht auf

die neuen Ventile und sind daher oftmals

die Ursache von Ventilbrüchen.

5

Zur Sicherheit: Eine Vakuumprüfung bestätigt

die Ventildichtheit.

AFTERMARKET

n e w s 11


FILTER – DIE REINE WAHRHEIT

BIODIESEL:

HERAUSFORDERUNG

FÜR DAS KRAFTSTOFFSYSTEM

DIE UMSTELLUNG VON FOSSILEM DIESELKRAFTSTOFF AUF BIODIESEL BRINGT SO EINIGES MIT SICH – UNTER ANDEREM

ZUGESETZTE KRAFTSTOFFFILTER, VERURSACHT DURCH ANGELÖSTE ALTABLAGERUNGEN. EIN KURZER ÜBERBLICK

ÜBER MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN DES ALTERNATIVEN TREIBSTOFFES AUF DAS KRAFTSTOFFSYSTEM – UND DEREN

URSACHEN.

Trotz kontroverser Diskussionen: Immer mehr Fuhrpark- und Fahrzeugbesitzer stellen auf Biodiesel um – und immer mehr Biodiesel fließt in die Tanks.

Zumeist handelt es sich um Beimischungen zu fossilen Dieselkraftstoffen – in europäischen Ländern beträgt der von den Mineralölgesellschaften standardmäßig

zugemischte Biodieselanteil im fossilen Diesel heute bis zu 7 % (B7) – aber auch purer Biodiesel (B100) kommt vermehrt zum Einsatz. Allerdings:

Biodiesel, insbesondere in seiner reinen Form oder als Wechselbetankung, kann das Kraftstoffsystem des Fahrzeugs stärker belasten und durch die

gelösten Ablagerungen aus Tank und Leitungen beispielsweise den Kraftstofffilter zusetzen.

n e w s

AFTERMARKET

12


ABLAGERUNGEN IM KRAFTSTOFFSYSTEM: VON

FOSSILEM DIESEL VERURSACHT, DURCH BIO-

DIESEL GELÖST

Bei der Betankung von Dieselkraftstoff fossiler Herkunft entstehen

Ablagerungen im Kraftstoffsystem. Wird nun auf Biodiesel

umgestellt, wirkt dieses wie ein Lösungsmittel: Die alten

Dieselkraftstoffablagerungen im Tank und in den Leitungen

werden freigesetzt und sammeln sich im Kraftstofffilter, der

sich durch diese plötzliche hohe Belastung komplett zusetzen

kann. Die mögliche Folge: Die Kraftstoffzufuhr wird unterbrochen,

das Fahrzeug bleibt stehen. Experten empfehlen daher,

sicherheitshalber wenige Hundert Kilometer nach der Umstellung

von konventionellem Dieselkraftstoff auf Biodiesel den

Kraftstofffilter auszuwechseln.

Wird permanent zwischen Biodiesel und fossilem Treibstoff

gewechselt, ist ebenfalls eine deutlich stärkere Zusetzung des

Kraftstofffilters zu beobachten: Die laufend vom fossilen Diesel

erzeugten Ablagerungen werden in der Folge vom Biodiesel

gelöst und in den Kraftstofffilter geschwemmt. Daher ist von

solchen Mischbetankungen abzuraten.

BIODIESEL – GANZ SCHÖN AGGRESSIV

Biodiesel kann jedoch nicht nur alte Ablagerungen anlösen,

sondern auch ggf. im Kraftstoffsystem verbaute Kunststoffe,

Elastomere, Kleber oder gar Metalle. Unter anderem können

Korrosionsschutzschichten wie Verzinkung oder Tankinnenbeschichtungen

auf Kunstharzbasis von Biodiesel angegriffen

werden. Wenn Biodiesel mit den im Kraftstoffsystem verbauten

Materialien reagiert, können seifenartige Stoffe entstehen,

die den Filter zusetzen. Vor der Betankung mit Biodiesel empfiehlt

es sich daher dringend, auf diesbezügliche Freigaben

des Fahrzeugherstellers zu achten.

WASSER IM DIESEL – NÄHRBODEN FÜR MIKRO-

ORGANISMEN

Im Dieselkraftstoff – ob fossil oder aus nachwachsenden Rohstoffen

– befindet sich immer eine geringe Menge Wasser,

dessen Nährstoffe die Grundlage für das ungestörte Wachstum

von Bakterien, Hefen, Algen und Pilzen bilden. Beim Biodiesel

ist die Wasserlöslichkeit und damit Wasseraufnahmekapazität

sogar noch erhöht und die Wasserabscheidung im

Kraftstofffilter reduziert. Da das Wasser nun die Bioaktivität

fördert, besteht eine noch größere Gefahr der Entwicklung

von Mikroorganismen, die den Kraftstoff in seine Urbestandteile

zerlegen und so Korrosion verursachen oder Biomasse

bilden. Wenn sich der Kraftstofffilter immer wieder gallertartig

zusetzt, kann eine solche „Dieselpest“ die Ursache sein.

Das Kondenswasser im fahrzeugeigenen Tank kann stets für

neue Nährstoffe für die kleinen Organismen sorgen. Um die

Bildung dieser Mikroorganismen einzudämmen, empfiehlt es

sich, auf eine Langzeitlagerung des Dieselkraftstoffes zu verzichten.

Ist dies nicht zu vermeiden, sollte darauf geachtet

werden, dass der Tank permanent möglichst gefüllt ist – ein

großer Luftraum begünstigt die Entstehung von Kondenswasser.

Auch eine zu warme Lagerung (beispielsweise in überirdischen,

der Sonneneinstrahlung ausgesetzten Tanks, wie sie im landwirtschaftlichen

Bereich verwendet werden) begünstigt die

Bildung von Mikroorganismen.

BIODIESEL UND MOTORÖL – EINE PROBLEMATISCHE

MISCHUNG

Biodiesel kann auch ins Motoröl gelangen, zumeist über die

Kolbenwand. Dies wiederum kann zu einer Verdünnung des

Motoröls mit Kraftstoff führen – mit der Konsequenz verminderter

Schmierung und höherer Öltemperaturen. Es empfiehlt

sich daher, bei mit Biodiesel betriebenen Fahrzeugen die Ölwechselintervalle

exakt nach Herstellerangaben einzuhalten,

besser jedoch noch zu verkürzen.

Generell gilt bei Fahrzeugen mit Biodiesel-Betankung: Die vorgeschriebenen

Wechsel- und Wartungsintervalle für Kraftstoff-

und Ölfilter sind unbedingt einzuhalten. Empfehlenswert

ist jedoch eine Halbierung der üblichen Intervalle: So sollte der

Kraftstofffilter nach maximal 6 Monaten gewechselt werden.

Biodiesel – was, wie, warum?

Als Biodiesel werden Kraftstoffe bezeichnet, die aus nachwachsenden

Rohstoffen gewonnen werden. In Europa wird

Biodiesel vorwiegend aus dem Öl der Raps-Saat hergestellt,

die mithilfe von Methanol in Rapsölfettsäuremethylester (RME)

umgewandelt wird – ein Treibstoff, der weitgehend die Eigenschaften

des Dieselöls aufweist. Auch Fettsäuremethylester

(FME, FAME), Sonnenblumenmethylester (SME) oder Altfettmethylester

(AME) sind Biodiesel.

Biodiesel gilt als CO 2 -neutraler Treibstoff, weil bei seiner Verbrennung

nur so viel CO 2 freigesetzt wird, wie zuvor von der

Pflanze aus der Atmosphäre aufgenommen wurde. Als ökolo-

gische Pluspunkte verweisen Umweltexperten auch auf die

Schwefelarmut und die gegenüber fossilem Diesel deutlich

geringeren Emissionen von Ruß, Kohlenwasserstoff und Partikeln

sowie die rasche biologische Abbaubarkeit.

Im Gegenzug sind allerdings auch die bei Anbau, Herstellung

und Nutzung anfallenden Emissionen (unter anderem Kohlendioxid

und Lachgas) zu berücksichtigen. Als problematisch gilt

überdies die Tatsache, dass für den Biodiesel-Anbau Ackerflächen

benötigt werden, die ansonsten zur Nahrungsmittelerzeugung

dienen könnten.

FILTER – DIE REINE WAHRHEIT

Zugesetztes Filterpapier – die Folge:

kollabierter Filtereinsatz.

AFTERMARKET

n e w s 13


KUNDENPORTRÄT

Praktiziert erfolgreich Kundenorientierung:

Marcus Larsson, Director Market

& Supply Chain der schwedischen

Werkstattkette Mekonomen.

n e w s

AFTERMARKET

14

DEM

KUNDEN

DAS LEBEN LEICHTER MACHEN

Autofahren in Schweden ist eine saubere Sache. Es boomen die sogenannten Umweltautos, die mit dem Alternativtreibstoff

E85 betrieben werden. Der besteht zu 85 % aus Bioethanol und 15 % Benzin und minimiert den CO 2 -Ausstoß auf

maximal 120 g CO 2 pro gefahrenem Kilometer. Dazu werden die Schweden von ihrer Regierung animiert, die den Erwerb

eines Umweltautos mit 10.000 Kronen bezuschusst und den Betreibern Parkgebühr und City-Maut erspart. Nichtsdestotrotz

hat Schweden den fünftältesten Kfz-Fuhrpark in Westeuropa. Von den insgesamt 4,38 Millionen zugelassenen Fahrzeugen

sind knapp 38 % älter als 10 Jahre. Ideale Voraussetzungen also für die Kfz-Wartung und Reparatur? MAHLE

Aftermarket news sprach mit Marcus Larsson, verantwortlich für Markt und Logistik bei Mekonomen. Die führende Kfz-

Ersatzteilkette in Skandinavien verfügt über eigene Großhandelsbetriebe, 200 Ladengeschäfte sowie über 1.100

angeschlossene Werkstattbetriebe.

MAHLE Aftermarket news: Herr Larsson, wie sieht es momentan

auf dem schwedischen Kfz-Teile-Markt aus?

Marcus Larsson: Die starke Absatzphase der Vergangenheit in

Kombination mit den Auswirkungen der weltweiten Krise lassen

auch den hiesigen Markt stagnieren. Die Entwicklung von

Mekonomen trotzt jedoch den Umständen: Im ersten Halbjahr

2009 konnten wir die Verkaufserlöse gegenüber dem Vorjahr

um 17 % steigern.

MAHLE Aftermarket news: Was machen Sie anders als

andere?

Marcus Larsson: Unser Name steht für Innovation, Fachwissen,

Komplettlösungen, Spitzenqualität und ein hervorragendes

Preis-Leistungs-Verhältnis – und unser Ziel ist es, Ansprechpartner

erster Wahl für den Fahrzeughalter zu werden.

MAHLE Aftermarket news: Ihre Maxime ist es, dem Autofahrer

das Leben zu erleichtern. Wie ist das konkret zu verstehen?

Marcus Larsson: Wir haben beispielsweise beim Kundenservice

völlig neue Standards gesetzt – mit unseren zwischenzeitlich 60

Medium/Mega Shops. Die Geschäfte liegen in gut erreichbaren

Gegenden – und sind bis in den späten Abend hinein geöffnet,

die angeschlossenen Werkstätten sogar am Wochenende.

Und mit Mekonomen Direkt hat der Kunde telefonisch Zugriff

auf eine Vielzahl von Leistungen und kann beispielsweise eine

Inspektion für den Wagen buchen, eine Dachbox kaufen und

vieles mehr – 7 Tage die Woche rund um die Uhr. Das Konzept

ist so erfolgreich, dass wir es momentan auch auf andere

skandinavische Länder ausweiten.

MAHLE Aftermarket news: Das hört sich nach einer logistischen

Hochleistung an.

Marcus Larsson: Nun, in unserem Zentrallager in Strängnäs

sind 65.000 Artikel für 5.000 Fahrzeugmodelle abrufbar. Dank

einer Kooperation mit Vertragslieferanten, die direkt an die angeschlossenen

Geschäfte liefern, haben wir Zugriff auf weitere

400.000 Produkte. Zwischenzeitlich arbeiten wir in zwei Schichten

vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. So können wir uns

während des Tages ganz den Kundenaufträgen widmen und

nachts das Lager auffüllen und die Ware zustellen. Der enorme

Warenzu- und -abfluss erfordert natürlich auch, dass wir uns auf

unsere Lieferanten bedingungslos verlassen können. Das ist ja

auch einer der Gründe, weshalb wir so intensiv mit MAHLE

zusammenarbeiten.

MAHLE Aftermarket news: Mekonomen bedient auch Firmenkunden.

Marcus Larsson: Seit etwa anderthalb Jahren bietet Mekonomen

ein Flottenkonzept mit einheitlicher Preisgestaltung ungeachtet

des Standortes, Rechnung aus einer Hand – und natürlich

unseren allzeit bereiten und gut erreichbaren Werkstätten.

Damit haben wir in einem Markt, der mehr oder weniger durch

markengebundene Vertragshändler beherrscht war, eine starke

Position erobert: Durch 26 Flottenverträge betreuen wir insgesamt

62.000 Fahrzeuge.

MAHLE Aftermarket news: Und wie stehen Sie zu den markengebundenen

Vertragshändlern?

Marcus Larsson: Sehen Sie, die Marke Mekonomen hat in

Schweden einen Bekanntheitsgrad von 99 %. Diese Tatsache,

verbunden mit einem überzeugenden Konzept, hat uns die

Zusammenarbeit mit allen in Schweden vertretenen Automarken

ermöglicht. Durch die Finanzkrise haben viele markengebundene

Autohäuser ihren Service auf andere Automarken ausgeweitet –

die meisten davon zwischenzeitlich unter dem Markennamen

Mekonomen. Einer unserer neuen Partner ist übrigens Svenska

Bil – der weltweit größte Wiederverkäufer für Saab. Er hat sich

für das Mekonomen Mega-Konzept entschieden – und den

Großteil der Svenska Bil-Niederlassungen in Stockholm und

Göteborg geschlossen.

MAHLE Aftermarket news: Mekonomen steht also für Kompetenz

im Kfz-Teile-Geschäft durch alle Handelsstufen. Wo

sehen Sie noch Entwicklungspotenzial?

Marcus Larsson: Nun, dank unserer eigenen Produktlinie und in

Verbindung mit unserem hervorragenden Ruf für exzellente Original-Ersatzteile

von führenden Herstellern – wie beispielsweise

MAHLE – ist Mekonomen nun gerüstet, um noch größere

Marktanteile in Skandinavien zu gewinnen.

MAHLE Aftermarket news: Dabei wünschen wir Ihnen viel

Erfolg – und bedanken uns für das Gespräch.


Erweiterung des MAHLE Aftermarket Logistikzentrums:

optimierter Materialfluss, gebündelter

Versand, termingenaue Lieferung.

Die richtigen Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort – das ist es, was die

MAHLE Aftermarket Kunden brauchen und wollen. Um die termingenaue Versorgung

von Handel und Werkstätten auch in Zukunft zu gewährleisten, wurde

das MAHLE Logistikzentrum in Schorndorf bei Stuttgart nun auf 35.000 qm

erweitert.

In den beiden vorderen Bereichen des U-förmigen Gebäudes werden über 500

Paletten täglich getrennt nach Motorenteilen und Filtern angeliefert und je nach

Bedarf eingelagert, montiert oder zum weiteren Versand kommissioniert. Die

bislang getrennten Lagerhallen für Motorenteile und Filter sind nun durch eine

gemeinsame, 1.000 qm große Versandhalle mit 8 Verladerampen verbunden,

in der die weltweiten Versandaktivitäten beider Produktbereiche effektiv

gebündelt werden. Täglich verlassen so rund 600 Packstücke das Zentrallager.

Zur Steuerung des automatischen, doppeltiefen Lagers mit 18.000 Plätzen

wurde die Kapazität des Hochleistungs-Materialflussrechners entsprechend

erweitert. Durch den Hallenneubau, der alle Logistikaktivitäten auf einen Punkt

konzentriert, entfallen nun die bislang nötigen zeit- und ablaufintensiven Transferfahrten

zu Außenlagern. Auch für einen eventuellen „Fall der Fälle“ ist vorgesorgt

– so wurde beispielsweise mit dem Hersteller der 75 im Fuhrpark befindlichen

Flurförderzeuge, wie die gemeinhin als Gabelstapler bekannten Fahrzeuge

im Profi-Jargon heißen, eine Full-Service-Vereinbarung geschlossen.

Damit ist der MAHLE Aftermarket gut aufgestellt, um seine Kunden zuverlässig

und termingerecht zu beliefern.

Das neue Gesicht des MAHLE Aftermarket Logistikzentrums

Schorndorf, in dem 180 Mitarbeiter für

einen reibungslosen Warenfluss sorgen.

HIGHTECH FÜR MEHR

SERVICE

n e w s

AFTERMARKET

15

VOR ORT

Blick in die neue Halle 6, die nun 7.900 Palettenplätze

für Filter bietet – in platzoptimierter Schmalgang-Bauweise.


MARKT

IMPRESSUM

WER DEN

SCHADEN HAT …

… braucht die neue MAHLE Schadensbroschüre. Das praktische Nachschlagewerk gibt Aufschluss

über Ursache und Wirkung von Schäden und Fremdeinflüssen an Motorenteilen und Filtern. Und dazu

natürlich die aktuellen Kataloge – um die richtigen Ersatzteile zu bestellen.

In der neuen Schadensbroschüre vereint sich das geballte Wissen der MAHLE

Motorenteileexperten, die in aufwendiger Detailarbeit die gängigsten Schadensbilder

dokumentiert und fachgerecht erläutert haben – um so der Werkstatt

eine wichtige Diagnosehilfe zu bieten. Das umfassende Nachschlagewerk

ist als Broschüre in Türkisch, Französisch, Englisch, Deutsch und

Russisch erhältlich. Eine spanische und polnische Version steht unter

www.mahle-aftermarket.com zum Download bereit.

Ebenfalls neu und unverzichtbar: die druckfrischen Kataloge, die jetzt kostenlos

bei Ihrem MAHLE Vertriebspartner abrufbar sind. Die Motorenteile-Kataloge

sind in bewährter Form (aufgeteilt in „Kolben/Zylinder/Assemblies“,

MAHLE Aftermarket news 1/2010

REDAKTION MAHLE Aftermarket news

MAHLE Aftermarket GmbH

Pragstraße 26–46

70376 Stuttgart

www.mahle-aftermarket.com

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT: Arnd Franz

REDAKTEURE: Andrea Arnold, Yves Canaple,

Christoph Dutschke, Eckart Fritz, Andreas Kimmerle,

Hans-Ulrich Melchert, Peter Riedmayer

n e w s

AFTERMARKET

16

„Kolbenringsätze“, „Gleitlager“ und „Ventiltriebkomponenten“) jeweils für die

Marken MAHLE Original und Perfect Circle verfügbar.

Im Filterbereich sind die Kataloge gegliedert nach den Marken MAHLE Original

und Knecht – jeweils zu haben in den Versionen „Filter für Pkw, Transporter,

Motorräder“ und „Filter für Lkw, Busse, Transporter, Land- und Baumaschinen,

Stationärmotoren“. Filterkataloge für Pkw-Teile werden generell im Jahresrhythmus

neu aufgelegt, Filterkataloge für Nfz-Teile alle 2 Jahre – und daher aktuell neu.

Und für alle, die lieber klicken statt blättern, gibt’s eine CD-ROM für Motorenteile

und Filter.

AUSSENREDAKTION: Ingrid Münzer, Sabine Steinmaier

(Bransch & Partner GmbH, Stuttgart)

GESTALTUNG UND PRODUKTION: Bransch & Partner GmbH,

Stuttgart

FOTOS: Bransch & Partner GmbH, Stuttgart, MAHLE GmbH, Stuttgart,

Blühdorn GmbH, Stuttgart, Rossen Gargalov/auto motor und

sport (Opel Astra, S. 4), Hans-Dieter Seufert/auto motor und sport

(Porsche Panamera, S. 5, Abb.1; Peugeot 5008, S. 5, Abb. 3; Škoda

Yeti, S. 5, Abb. 5; Mercedes-Benz ML7, S. 5, Abb. 7), Reinhard

Schmid/auto motor und sport (Saab 9-5, S. 5, Abb. 2)

REPRO: HKS-ARTMEDIA GmbH, Stuttgart

DRUCK UND VERTRIEB: Raff, Riederich

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichung jeglicher Art, auch in elektronischen

Medien und/oder auszugsweise, nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung der MAHLE Aftermarket

GmbH. Weitere Information und autorisierte Druckvorlagen: über Ihren persönlichen MAHLE

Vertriebspartner.

Printed in Germany.Ra.02/10

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