Warsteiner – Premium pur - marke41

marke41.de

Warsteiner – Premium pur - marke41

54

3 : 2010

marke 41

markE

Die Brauerei intensivierte das soziale Erlebnis der

Marke. In Events, durch Sponsoring und im Kontakt

mit internationaler Prominenz. Immer bedacht auf Stil

und Exklusivität. Das Kraftfeld der Marke erreichte

offensichtlich auch Andy Warhol. Er befand ihre Ikone,

die Warsteiner Tulpe, offensichtlich „Pop“ genug, um

sie 1984 auf einer Siebdruck-Trilogie zu verewigen, die

er persönlich ins Sauerland brachte und an die Inhaberfamilie

übergab.

Mit dem Start ins „Premium Verum“-Zeitalter setzt

bereits eine Verschiebung in den Inhalten der Positionierung

Premium“ ein. Die Eindeutigkeiten der Fahrstuhl-Gesellschaft

aus den Nachkriegsjahrzehnten

sind vorbei. Neben ARD und ZDF startet das Privatfernsehen.

In Folge der 1970er-Jahre ist die soziale

Ordnung weniger statisch.

Premium war früher eine Auszeichnung, der Konsum

hieß ich kann es mir leisten. Seither ist diese

Oben-/Unten-Markierung so nicht mehr relevant.

E-Journal

Warsteiner

diE dEsiGn-GEsCHiCHtE von WarstEinEr

Bis zum 30. Juni hatte das deutsche verpackungs-museum in

Heidelberg in einer ausstellung die designgeschichte von Warsteiner

gezeigt. das Begleitheft dazu steht auf der Homepage

www.verpackungsmuseum.de als download bereit.

Brautradition

Bierkiste aus den 1950ern

Wichtiger ist es, sich mit der Marke einen vielleicht

abgehobenen aber vor allem eigenen sozialen Raum zu

schaffen. Die Markierung wurde weitergedreht von

„fein“ auf „mein“.

Die Voraussetzung von Premium war einmal Feinheit.

Die Vorausetzung von Premium heute ist Dinstinguiertheit

und die Fähigkeit, Identität zu stiften. Dafür

braucht die Marke eine Identität. Wo das nicht vorliegt,

kann Premium nicht funktionieren. Deswegen ist auch

der neueste Markenauftritt von Warsteiner eine eindeutige

Aussage, die eine Aneignung durch ihre Konsumenten

erst möglich macht. Es ist eine zeitgemäße

Interpretation von Purismus. Der Markenauftritt mit

der Grundfarbe Schwarz wird ergänzt durch Events,

die urbanen Style vermitteln und kulturorientierte

Genießer ebenso ansprechen wie erlebnisorientierte

Meinungsführer. von kirsten mißfeld

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine