Köln Innenstadt

dmdrogeriemarkt

Köln Innenstadt

Februar 2012

Wolfgang

Niedecken

Rockmusiker mit

Herz für Afrika

Die besten

Zukunftsprojekte in

Köln

Innenstadt


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KÖLN

Das passende Ehrenamt finden

| OBEN | Die Kölner Freiwilligen Agentur hilft bei der

Suche nach einem Ehrenamt.

KÖLN

Vom Reisen träumen viele Jugendliche. Wer

dabei noch Gutes tun möchte, ist beim Internationalen

Freiwilligendienst bestens aufgehoben.

Im Rah men des ehrenamtlichen Austauschdienstes

leben junge Kölnerinnen und

Kölner zwischen 18 und 28 Jahren ein halbes

oder ein ganzes Jahr in einer Partnerstadt Kölns

und engagieren sich in einem sozialen, kulturellen

oder ökologischen Projekt. Umgekehrt

kommen junge Men schen aus den Kölner

Partnerstädten an den Rhein und helfen dort,

wo sie gebraucht werden. Der Internationale

Freiwilligendienst baut Brücken zwischen

www.koeln-freiwillig.de/internationaler-freiwilligendienst

Der Wunsch, zu helfen und die soziale Umwelt

aktiv mitzugestalten, motiviert viele Menschen,

sich ehrenamtlich zu engagieren. Fast jeder dritte

Deutsche arbeitet freiwillig und unentgeltlich in

einem Verein, Verband oder einer Initiative mit.

Gemeinnützige Einrichtungen sind immer stärker

auf Unterstützung angewiesen – vor allem

nach Abschaff ung des Zivildienstes. „Wir von

der Kölner Freiwilligen Agentur haben die Aufgabe

übernommen, beim freiwilligen En gage -

ment in Köln Angebot und Nachfrage zu sam -

men zu führen“, sagt Mitarbeiterin Anke Werner.

www.koeln-freiwillig.de

Beim Internationalen Freiwilligendienst engagieren sich junge Menschen ehrenamtlich in sozialen,

kulturellen, ökologischen oder sportlichen Einrichtungen einer Kölner Partnerstadt. Kontakt: Kerstin

Kau, Telefon: 0221 88827823, E-Mail: info@koeln-freiwillig.de

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Nachhaltigkeitsprojekte aus Ihrer Region: informieren und mitmachen!

„Wir beraten Freiwillige, die einen passen den

Einsatzort suchen und Einrichtungen, die ihre

Dienste durch den Einsatz von Frei wil li gen

ergänzen und weiterentwickeln wollen.“ Im

Bera tungs lokal lernen Interessierte die viel -

fäl tigen Angebote des Ehrenamts kennen

und können sich über die Ausgestaltung des

Freiwilligen en ga gements beraten lassen. Im

Internet können sie auch in der Engagement-

Datenbank unter: www.koeln-freiwillig.de/

engagement nachschauen.

Sie suchen eine ehrenamtliche Aufgabe oder engagierte Helfer für Ihre Einrichtung? Das Beratungslokal

der Kölner Freiwilligen Agentur, Clemensstraße 9, 50676 Köln, hat Dienstag von 10–13, Mittwoch von

13–16 und Donnerstag von 16–19 Uhr geöffnet. Vorher Termin vereinbaren bei Anke Werner, Telefon:

0221 88827822, E-Mail: beratung@koeln-freiwillig.de

Raus aus Köln und rein in die Welt

Menschen, Städten und Kulturen. Beteiligt

sind Köln und einige seiner Partner städte,

darunter Barcelona, Istanbul, Rotterdam oder

Th essaloniki. „Es braucht viel Mut, als jun ger

Mensch sein Zuhause zu verlassen und das

Aben teuer Freiwilligendienst einzugehen“, sagt

Koor dinatorin Kerstin Kau von der Kölner Freiwilligen

Agentur. „Aber für viele Freiwillige werden

es die wichtigsten Monate in ihrem Leben.

Schließlich haben sie Bedürftigen geholfen oder

sich für die Umwelt eingesetzt und viele wichtige

Erfahrungen gesammelt. Darauf können die

jungen Menschen sehr stolz sein.“

| OBEN | Der Internationale Freiwilligendienst bringt

Menschen näher zusammen.

Bildnachweis: Martin Bauer und Herbert Sauerwein, Corinna Goos, Mehmet Emin Zengin

KÖLN

Freiwilliger Dienst für die Gemeinschaft

| OBEN | Rentnerin Anna K. bei ihrem Einsatz im

Kinder- und Jugendzentrum Glashütte.

Der Kölner Freiwilligendienst bietet Menschen

jeden Alters die Möglichkeit, sich intensiv einer

sinnvollen Aufgabe in Köln zu widmen. Die

Freiwilligen stellen ihr Fachwissen, ihr Engagement

und ihre Begeisterung einer gemeinnützigen

Kölner Einrichtung für 15 bis 40 Stunden

pro Woche zur Verfügung. Sie bekommen, abgesehen

von einer Aufwandsentschädigung,

keinen fi nanziellen Ausgleich. Ihr Lohn ist vielmehr

ideell und besteht aus der Begegnung mit

anderen Menschen und der Lebenserfahrung,

die sie während ihrer Einsätze sammeln. „Es

www.koeln-freiwillig.de/koelner-freiwilligendienst

KÖLN

Schach verbindet die Kulturen

Türkische Sesamkringel und bayerische Brezen – selbst die Verpfl

egung bei den Turnieren dieses Schachclubs hat Symbol charakter.

Schließlich wurde der Satranç Club 2000 vor zwölf Jahren

von türkischstämmigen Schachfreunden mit dem Ziel gegründet,

Schach als Integrationssport und Ort der multikulturellen

Begegnung zu fördern. Mittlerweile stehen auf der Mitgliederliste

etwa gleich viele Deutsche und Türken, aber auch Schachfreunde

aus Italien, Serbien, dem Kosovo, Aserbaidschan, Chile, Indien und

Spanien. Als vermutlich einziger Schachverein in Deutschland hat

der Satranç Club 2000 die Förderung des kulturellen Miteinanders

explizit in seiner Satzung verankert. „Wir haben uns dem Motto

‚Wir sind eine Familie‘ des Weltschachbundes angeschlossen und

es ganz konkret umgesetzt“, erklärt der erste Vorsitzende Güven

Manay. „Schach ist für uns eine Leidenschaft und damit das geeignete

Mittel, zu Integration und Völkerverständigung aufzurufen.“

Mit zahlreichen Veranstaltungen wirbt der Verein für seine

Integrationsarbeit. Das interkulturelle Schachturnier in Köln ist

einer der Höhepunkte des Vereinsjahres.

www.satranc.de.vu

tut einfach gut, sich nützlich zu machen und

gebraucht zu werden“, sagt Kerstin Kau von der

Kölner Freiwilligen Agentur. „Die Freiwilligen

haben die Gelegenheit, ihr Wissen weiterzugeben,

Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sich

für neue Aufgaben zu qualifi zieren. Zum einen

ist das gerade für Senioren und Jugendliche

interessant, zum anderen sind Kindergärten,

Behindertenwerkstätten und Sportvereine

dringend auf engagierte Freiwillige angewiesen.“

Das dm-Fördergeld wurde erfolgreich in

die Werbung investiert.

Der Kölner Freiwilligendienst sucht Freiwillige. Die Kölner Freiwilligen Agentur übernimmt die

Koordination von Ehrenamtlichen und Einrichtungen. Kontakt: Kerstin Kau, Telefon: 0221 88827823,

E-Mail: info@koeln-freiwillig.de

| OBEN | Die Mitglieder des Kölner Schachvereins kämpfen gegen

Rassismus und Ausgrenzung.

Beim Interkulturellen Schach sind Spieler aller Nationen und Spielstärken jederzeit willkommen.

Wer mehr über die Hintergründe, Turniertermine und Trainings von Satranç

Club 2000 erfahren möchte, kontaktiert Güven Manay, Telefon: 0179 9425521, E-Mail:

satrancclub@gmx.de

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KÖLN KÖLN

Jede Schule braucht

eine Schülerzeitung

| OBEN | Jungredakteure bei einem Seminar über journalistische Stilformen

Köln ist Deutschlands Medienstadt Nummer eins. Damit das auch

für die Schülerzeitungslandschaft gilt, setzt sich die Junge Presse

Köln e. V. gezielt für Jugendmedien ein. Jede Schule der Domstadt,

so die Vision des Vereins, soll ihre eigene Schülerzeitung haben. Die

Dachorganisation der Kölner Jugend- und Schülerzeitungen bietet

deshalb allen Jugendlichen der Stadt ein breites Spektrum an

Informationen, Dienstleistungen und Projekten. Die Junge Presse Köln

e. V. veranstaltet Seminare und Workshops zum Erlernen des journalistischen

Handwerks, die teilweise mit dem dm-Fördergeld fi nanziert

werden. Jährlich richtet der Verein den Schülerzeitungswettbewerb

Silberne Feder aus und kürt Kölns beste Schülerzeitung. „Zeitungen

von Schülern für Schüler tragen zum Erhalt der Demokratie in

Deutschland bei“, sagt die Vorsitzende Sigita Rakauskaite. „Die jungen

Zeitungsmacher setzen sich mit der Macht der Medien auseinander

und lernen, dass sie ein Recht haben, ihre Meinung zu äußern, und

wie sie das am besten tun.“

www.junge-presse-koeln.de

Die Junge Presse Köln e. V. freut sich über Schüler, die bei ihrer

Schü ler zeitung als Redakteur arbeiten, und Studierende, die das

Team bei der Vereinsarbeit unterstützen. Kontakt: Sigita Rakauskaite,

E-Mail: kontakt@junge-presse-koeln.de

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Nachhaltigkeitsprojekte aus Ihrer Region: informieren und mitmachen!

Kölsche

Karnevalssitzung

für Obdachlose

Grünkohl, Tanz und Büttenreden: Auf den ersten Blick unterscheidet

sich die jährliche Karnevalssitzung in der Wolkenburg nicht von

zahlreichen anderen Veranstaltungen ihrer Art. Und doch erleben

hier viele Menschen etwas ganz Einmaliges: eine Karnevalssitzung für

Obdachlose. Die Idee zu der gemeinnützigen Veranstaltung hatten die

Damen des Kölner Husaren-Korps von 1972 e. V. Nach dem Motto

„Wer feiert, kann auch helfen – Kölner Husaren helfen hier und jetzt!“

stellten sie 2010 die erste Obdachlosensitzung der Stadt auf die Beine

und laden seitdem jährlich rund 350 bedürftige Kölner ein, mitzufeiern.

Geboten werden eine warme Mahlzeit, alkoholfreie Getränke und ein

Karnevalsprogramm mit Top-Künstlern der Kölner Szene – und das

kostenlos. „Wir möchten unseren Gästen Karneval und Lebensfreude

vermitteln“, sagt Husarensprecher und Presseoffi zier Nik Siegenbruck.

„Und doch geht es uns um mehr als den rheinischen Frohsinn. Wir setzen

uns für ein soziales Köln ein, dass auch Menschen, die außerhalb

der Gesellschaft stehen, mit einbezieht.“

Das Kölner Husaren-Korps von 1972 e. V. lädt zur dritten

Kölschen Kar ne valssitzung für Obdachlose und sozial schwache

Mitbürger am 5. Februar 2012 in die Wolkenburg ein.

Spenden, Sponsoren und ehrenamtliche Helfer melden sich

bitte bei Helga Grube, Telefon: 0221 487400, E-Mail:

damenkorpspraesidentin@koelner-husaren.de oder in der

Geschäftsstelle bei Dr. Bernd Lindemeyer, Telefon: 0228 9481237,

E-Mail: geschaeftsstelle@koelner-husaren.de

| OBEN | Viele Helfer, Spender und Sponsoren machen den Karneval für

Obdachlose möglich.

Bildnachweis: Sigita Rakauskaite, Maria Schulz, Nik Siegenbruck (www.awsk.de), Pencho Stefanov

KÖLN

Die Begeisterung fürs Lesen wecken

| OBEN | Die Vorlese-Initiative LeseWelten möchte

Begeisterung für Geschichten wecken.

Die Vorlese-Initiative „LeseWelten“ hat eine

Vision: Jedes Kind in Köln soll wöchentlich in

den Genuss einer Vorlesestunde kommen und

so den Zugang zur Welt des Lesens fi nden. Seit

2004 schickt die Kölner Freiwilligen Agentur

ehren amtliche Vorleserinnen und Vorleser in

Kindertagesstätten, Grundschulen, Bibliotheken

und Museen im gesamten Kölner Stadtgebiet.

Dabei ist sie ihrem Traum schon ein ganzes

Stück nähergekommen. Denn mittlerweile erreichen

140 Vorleser jede Woche rund 500 Kinder

zwischen zwei und zehn Jahren in mehr als

45 Einrichtungen. Die Vorlesestunden sind für

alle kostenlos. Die Freiwilligen werden mit einer

Einführungsveranstaltung auf ihre Lesetätigkeit

KÖLN

Ein Zentrum für Globale Musik

Die Kölner Initiative „GlobalFlux“ setzt sich für den Schutz und die Förderung

kultureller Vielfalt im Bereich Musik ein. Ziel des Projekts ist es, in

Köln ein Zentrum für Globale Musik zu etablieren, um ethnische Musik

in der Gesellschaft, in Forschung, Lehre und kultureller Bildung zu verankern.

„Traditionelle Musik, Folk und Weltmusik führen bisher eher ein

Nischendasein und sind an Konzerthäusern, Musik- und Hochschulen

kaum präsent“, sagt die Initiatorin Birgit Ellinghaus. „Die Neugründung

vorbereitet und mit Fortbildungen begleitet,

die zum Teil mit dem dm-Fördergeld fi nanziert

worden sind. „Durch das Vorlesen wecken wir

das Interesse der Kinder, selbst zu lesen“, sagt

die Projektleiterin Susanne Klinkhamels von

der Kölner Freiwilligen Agentur. „Wir möchten

die Begeisterung für Geschichten vermitteln

und gerade auch Kindern aus bildungsfernen

Familien oder mit Migrationshintergrund einen

Zugang zu Büchern ermöglichen.“

www.koeln-freiwillig.de/lesewelten

Sie möchten Kindern vorlesen? Sie suchen eine Vorlesestunde für ihr Kind oder ihren Enkel? Oder wollen

Sie die Vorlese-Initiative durch eine Mit glied schaft oder Spende unterstützen? Kontakt: Susanne

Klinkhamels, Telefon: 0221 88827828, E-Mail: susanne.klinkhamels@koeln-freiwillig.de

eines zentralen Exzellenz-Zentrums für Globale Musik am Standort

Köln wäre für Deutschland eine Modelleinrichtung mit europäischer

Bedeutung.“ Geplant ist eine Art ästhetisches, technologisches und wirtschaftliches

Laboratorium als lokale Antwort auf globale Entwicklungen

in der Musik. Der Traum von einem Haus der Globalen Musik nahm bei

der „GlobalFlux“-Konferenz im Dezember 2010 erstmals Gestalt an. 200

Fachleute, darunter international renommierte Musiker, Künstler und

Musikwissenschaftler, widmeten sich Fragestellungen zur Weltmusik und

tauschten sich darüber aus, ob und wie ein gemeinsames Zentrum zur

Förderung Globaler Musik beitragen könne. Referate und ausgewählte

Diskussionsbeiträge stehen als Audio-Mitschnitte auf der Internetseite

zur Verfügung.

| LINKS | Fachleute auf der Konferenz zur

Zukunft globaler Musik 2010 in Köln. www.globalflux.de

„GlobalFlux“ ist eine Initiative zur Förderung Globaler Musik des Büros alba

Kultur. Kontakt: Birgit Ellinghaus, Telefon: 0221 813211, E-Mail: birgit@albakultur.de

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KÖLN

Hilfe für Familien mit Neugeborenen

| OBEN | wellcome unterstützt Eltern nach der Geburt ihres Kindes.

www.wellcome-online.de

KÖLN-INNENSTADT

„Die Couragierten“ heißt eine dokumentarische

Filmreihe über Frauen, die sich im Rentenalter

entschieden haben, ihren Lebenstraum zu erfüllen

und noch einmal etwas ganz Neues anzufangen.

Elisabeth Zilz ist eine von ihnen.

Mit Anfang 60 gründet die Bibliothekarin

einen Bücherbus in Nicaragua. Seit über 20

Jahren bringt sie Literatur dorthin, wo sie

sonst nie hinkäme, in abgelegene Dörfer und

Gefängnisse. Auch Wilma Rehkugler hat als

Seniorin die Abenteuerlust gepackt. 2002 hat

die damals 60-Jährige den Verein Kinder- und

Jugendbildung Shimshal gegründet und mit

Spendengeldern eine Schule in einem pakistanischen

Gebirgsdorf errichtet. Mit ihrer

Filmreihe „Die Couragierten“ setzt die Kölnerin

Petra Hoff mann diesen modernen Heldinnen

ein Denkmal: „Ich bin tief beeindruckt von den

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Nachhaltigkeitsprojekte aus Ihrer Region: informieren und mitmachen!

Unbeschreiblich groß ist das Glück junger Eltern nach der Geburt ihres Kindes.

Doch kaum aus der Klinik entlassen, holt viele Wochenbett-Familien der Alltag

ein: Das Baby weint, niemand kauft ein, das Geschwisterkind ist eifersüchtig,

und der besorgte Vater hat keinen Urlaub mehr. Viele Familien sind in dieser besonderen

Zeit auf sich allein gestellt und ohne familiäre und nachbarschaftliche

Unterstützung. Hier springt das Kölner Team der bundesweiten Organisation wellcome

– Praktische Hilfe für Familien nach der Geburt ein. Im ersten Lebensjahr

des Kindes kommen die ehrenamtlichen Helfer mehrmals in der Woche in die

Familien und packen ganz selbstverständlich mit an. „Die wellcome-Mitarbeiter

sind für die Neugeborenen da, unterstützen die Eltern im Alltag, begleiten sie

bei Arztbesuchen und unterstützen je nachdem, wo der Bedarf am dringendsten

ist“, sagt Sabine Marx, die wellcome-Koordinatorin in der Kölner Südstadt. Die

Ehrenamtlichen werden von der wellcome-Koordinatorin beraten. Bundesweit engagieren

sich bei fast 200 wellcome-Teams über 2.000 Ehrenamtliche für Familien

mit Neugeborenen.

Sie benötigen Hilfe oder möchten junge Eltern unterstützen? Das wellcome-Team

in der Evangelischen Familienbildung ist Ansprechpartnerin für Familien, Ehrenamt

liche und Multiplikatoren. Kontakt: Sabine Marx, Telefon: 0221 2793127, E-Mail:

koeln.suedstadt@wellcome-online.de

Couragierte Filmheldinnen jenseits der 60

| OBEN | „Von Paderborn nach Pakistan“ ist die 87-jährige Hanne Glodny (l.) gereist.

Lebensläufen meiner Protagonistinnen“, sagt

die Regisseurin. „Im Alter das Leben völlig umzukrempeln,

um anderen zu helfen, erfordert

Mut und eine unglaubliche Energie. Mit ih-

rem Engagement und ihren Projekten sind die

Frauen Vorbild für alle Generationen.“

„Von Paderborn nach Pakistan – eine 87-jährige Ärztin unterwegs“ heißt der erste Film der Reihe, der als DVD erhältlich ist. Kontakt: Petra Hoffmann,

Telefon: 0221 78949577 und 0175 1238323, E-Mail: hope_medien@web.de

Bildnachweis: HOPE MEDIEN Film- und Fernsehproduktion, wellcome gGmbH Hamburg, Klaus Daub • mauritius images/Zen Shui (S. 45)

LINDLAR

Im Einsatz gegen das Tabuisieren

Mit ihrer Kampagne „dirty blood and bloody dirt“ will Annette Sommer

den (umwelt)freundlichen Umgang mit der Menstruation fördern. „In unserer

Gesellschaft wird die Monatsblutung unsichtbar gemacht, dabei ist sie

doch eigentlich etwas Natürliches und Gutes“, sagt die Umweltpsychologin.

Durch informative Ausstellungen will sie das Th ema Menstruation an

die Öff entlichkeit bringen und dazu beitragen, dass es nicht mehr tabuisiert

wird. Zusätzlich informiert sie über einen umweltfreundlicheren

Umgang mit der monatlichen Blutung. Tampons und Binden landen häufi

g nicht im Restmüll, sondern in der Toilette. Damit gelangen sie in die

Abwassersysteme und müssen umständlich herausgefi ltert und entsorgt

werden. Um das zu vermeiden, fordert Annette Sommer deutliche Hinweise

auf allen Verpackungen, die zu einer Entsorgung im Restmüll auff ordern.

„Ein unübersehbarer Aufdruck wie bei den Zigarettenschachteln

könnte hier schon helfen“, sagt sie. Dies reicht allerdings nicht, Menstruationsmüll

nachhaltig zu reduzieren. Dafür wäre ein Umstieg auf wiederverwendbare

Menstruationsartikel wie natürliche oder synthetische

Menstruationsschwämmchen oder Mehrweg-Binden geeignet, deren

Verbreitung ebenfalls Ziel ihrer Kampagne ist.

| OBEN | Annette Sommer mit interessierten Kundinnen des

dm-Marktes in Radevormwald

Fragen zum umweltfreundlicheren Umgang mit der Menstruation oder

zum Projekt beantwortet Annette Sommer unter der Telefonnummer 0220

73284 oder per E-Mail an annettesommer@web.de

Mehr Wohnkomfort durch frische Luft

Bewusstes Lüften sorgt für ein angenehmes Raumklima und geringere Heizkosten

| OBEN | Räume wärmen sich nach dem Stoßlüften schnell wieder auf.

Vier Personen geben pro Tag etwa zwölf Liter Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf

an die Umgebungsluft ab. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit in einem Wohnraum

auf über 70 Prozent ansteigt, begünstigt dies die Bildung von Schimmel. Nur wenn

die Bewohner durch regelmäßiges Lüften die entstandene Feuchtigkeit hinauslassen,

wirken sie dem entgegen.

Wer mindesten zwei- bis dreimal täglich lüftet, trägt zu einem guten Raumklima

bei. Die eff ektivste Methode, um die Luft schnell auszutauschen, ist ein Lüften

mit Durchzug. Dazu macht man gegenüberliegende Fenster für etwa 10 bis

15 Minuten weit auf. In der Heizperiode im Winter verbraucht das kurzzeitige

Stoßlüften weniger Energie als das Lüften mit kontinuierlich gekippten

Fenstern. Denn nur die feuchtwarme Luft entweicht. Die in den Wänden und

Einrichtungsgegenständen gespeicherte Wärme bleibt bestehen und sorgt dafür,

dass sich die frische Luft schnell erwärmt. Das ist wichtig, da Luft bei unter 14

bis 16 Grad Celsius weniger Feuchtigkeit aufnimmt und sie diese als Kondensat

abgibt. Auch für Bad und Küche gibt es einen Rat: Beim Duschen oder Kochen

hält man die entsprechenden Räume geschlossen, damit die Feuchtigkeit nicht

in andere Zimmer gelangt. Die entstandene Feuchte verschwindet aus Bad und

Küche am besten, wenn für etwa fünf Minuten mit geschlossener Tür und weit

geöff netem Fenster gelüftet wird.

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