Pietro Massa, Klavier

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Pietro Massa, Klavier

P r o g r a m m

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Drei Intermezzi Op. 117 (1892)

I Andante moderato

II Andante non troppo e con molta espressione

III Andante con moto

César Franck (1822 – 1890)

Prélude, Aria et Finale (1888)

- Pause -

César Franck (1822 – 1890)

Prélude, Choral et Fugue (1884)

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Variationen über ein Thema von Paganini Op. 35 (1866)

Pietro Massa, Klavier


BRAHMS • F RANCK • BRAHMS

Johannes Brahms (1833-1897) wandte sich nach einer Pause

von zwölf Jahren erst wieder 1891 seinem Lieblingsinstrument, dem

Klavier, zu. Die Drei Intermezzi Op. 117, im Jahr

1892 komponiert, gehören zu seinen intimsten

Werken und wurden aufgrund ihrer poetischen

Tiefe von ihm selbst als «Monologe für Klavier»

bezeichnet. Durch den Formbegriff «Intermezzo»

schien Brahms die starke emotionale

Prägung dieser Kompositionen bewusst

verschleiern und sie nicht als Charakterstücke

im Sinne Schumanns präsentieren zu

wollen. Dem Freund Rudolf von Leyen

enthüllte er jedoch später die ihnen zugrunde liegende

Wahrheit: Sie seien «drei Wiegenlieder seiner Schmerzen».

César Franck (1822-1890) komponierte fast alle seine bedeutenden

Werke erst in späten Lebensjahren, und diese Kompositionen

erlangten – quasi als musikalisches Testament – Anerkennung

und Popularität erst nach seinem Tode. Neben

dem Klavierquintett (1879), der Violinsonate

(1886), der Sinfonie (1888), dem Streichquartett

(1889) und den großen Orgelchorälen stehen

ebenbürtig seine bekanntesten Klavierwerke:

Prélude, Choral et Fugue (1884) und Prélude,

Aria et Finale (1888). Die traditionellen Gattungsformen

der Tradition erhalten hier einen

neuen Inhalt durch stark chromatische Akkorde,

dichte Polyphonie, stetige Modulationen

so wie eine zyklische Wiederkehr und Überschichtung der Themen.

Franck war jedoch mehr als ein bloßer Meister des spätromantischen

Kontrapunkts. Die Komplexität seiner äußerst durchstrukturierten Musik

erreicht zudem die höchste Sphäere einer mystischen Einheit.

Wie andere Komponisten des 19. Jahrhunderts ließ sich auch der

junge Brahms (im Bild) nicht nehmen, ein Werk des berühmten italienischen

Geigers Niccolò Paganini, damals Inbegriff des Virtuosen

schlechthin, als Vorlage zu einer Komposition zu verwenden. Die

sogenannten Paganini-Variationen entstanden

im Winter 1862/1863 in Wien und wurden 1866

veröffentlicht. Das Thema ist aus Paganinis

Capriccio op. 1, Nr. 24 in a-Moll entlehnt. Obwohl

die Bezeichnung «Studien für Pianoforte»

auf den didaktischen Anspruch des Werks

hinweist und Brahms selbst diese Variationen

als «Fingerübungen» bezeichnet haben soll,

konnte sich das Werk im Konzertrepertoire fest

etablieren. Die einzelnen Variationen sind sehr

„streng“ durchgeführt, und ihr harmonischer Verlauf weicht meistens

kaum von dem des Themas ab. Brahms gelang es jedoch, ein

durachaus weites Spektrum an pianistischen Spielformen zu entfalten

und somit ein Meisterwerk der Klavierkunst zu schaffen.

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