Geschäftsbericht 2006 - Wien Holding

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Geschäftsbericht 2006 - Wien Holding

Geschäftsbericht 2006

Wien Holding GmbH

A-1010 Wien

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Kontakt

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E-Mail: b.holper@wienholding.at

und

Prof. Ing. Ernst Hoffmann

Tel.: +43 (1) 408 25 69-22

Fax: +43 (1) 408 25 69-97

E-Mail: e.hoffmann@wienholding.at


„ Dies ist ein Blindtext. Als Ergebnis

präsentiert sich ein Schriftbild, das

harmonisch und rhythmisch wirkt.

Und rhythmisch wirkt. Dies ist ein

Blindtext. Als Ergebnis.

Name Nachname

Impressum

Herausgeber

Wien Holding GmbH, 1010 Wien, Universitätsstraße 11

Fotonachweise

Wien Holding und Tochtergesellschaften, Stadt Wien, Oberlaa/4a Architekten GmbH,

Studentenheim Döbling/Archiv, VBW/Alexander Ch. Wulz, PID/Rigaud, Zolles


Inhalt

Vorworte 04

Organe, Mitarbeiter und Gesellschafter 06

Bericht der Geschäftsführung 08

Beteiligungsspiegel der Konzernunternehmen 18

Immobilienmanagement 24

Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement 36

Logistik und Mobilität 44

Umweltmanagement 52

Medien und Bildung 56

Konzernabschluss 60


WIEN HOLDING

Vorwort

In den letzten Jahren hat sich Wien ganz hervorragend als führende Millionenmetropole

„in the Heart of Europe“ positioniert und hat sich als Drehscheibe zwischen Ost und

West etabliert. Vielfalt, Dynamik und struktureller Wandel als Anforderung an eine

moderne und lebendige Stadt prägen nicht nur die Unternehmen, sondern auch den

ökologischen, ökonomischen und kulturellen Standard. Die Lebensqualität für die

Wienerinnen und Wiener jedoch steht im Vordergrund aller Bemühungen der Stadt.

Für die einen bedeutet Lebensqualität die großartige Wiener Architekturlandschaft

mit modernsten Gebäuden und revitalisierter historischer Substanz, die zahlreichen

Museen, Konzerte, Veranstaltungen und Ausstellungen. Andere hingegen schätzen

die kommunalen Leistungen wie den Ausgleich im Klima- und Umweltbereich, die

Sauberkeit und Sicherheit der Stadt, die öffentlichen Verkehrsmittel, die flächendeckenden

Kinderbetreuungseinrichtungen und vieles mehr.

Bürgermeister und Landeshauptmann von

Wien, Dr. Michael Häupl

Wie sehr diese Qualitäten im europäischen Vergleich geschätzt werden, zeigen zwei

Studien der britischen Forschungsgruppe Economist Intelligence Unit (EIU), wo Wien

in der Sparte Lebensqualität den zweiten und dritten Platz erreichte und unter 150

europäischen Großstädten zur sichersten Stadt gekürt wurde (fDi Magazine). Diesen

Hintergrund spielt die Stadt auch bei Investoren voll aus und konnte 74 neue

Betriebe oder Unternehmenszentralen in Wien ansiedeln. Wie beliebt Wien als

Destination im Städte- und Kongresstourismus ist, wird durch die Rekordzahl von

9,356 Millionen Nächtigungen im Jahr 2006 unterstrichen.

Der Wien Holding-Konzern spiegelt mit seinen zahlreichen Tochtergesellschaften die

Vielfalt der Stadt wider. Dies nicht nur in seiner effizienten strategischen Arbeit, sondern

vor allem auch im Setzen von Impulsen für eine innovative und nachhaltige

Stadtentwicklung. Der geplante Umbau der Therme Oberlaa zu einer „Wellness-

Oase“ und das Projekt „U2 Stadtentwicklung“ sind gute Beispiele dafür.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wien Holding haben durch ihr Können und

Wissen das Unternehmen zum Erfolg geführt. Sie bilden das Fundament für eine

zukunftsorientierte Entwicklung unserer lebenswerten Stadt. Daher möchte ich mich

bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Wien Holding-Konzerns für ihren

Einsatz bedanken und ihnen alles Gute für die Zukunft wünschen.

Dr. Michael Häupl

04


Vorwort

Im Wettbewerb der europäischen Wirtschaftsmetropolen liegt Wien als fünftreichste

Region im Spitzenfeld. Sowohl bei der Kaufkraft, den Ausgaben für Forschung und

Entwicklung, der Anzahl der Beschäftigten im Technologiebereich als auch bei

Standortfaktoren wie Lebensqualität, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und

Sicherheit – Wien belegt in den internationalen Rankings durchwegs Spitzenplätze.

Gleichzeitig war und ist die Wiener Wirtschaftsstruktur – wie auch in den meisten

anderen großen Städten der EU – einem Wandel unterworfen: weg von der klassischen

Sachgüterproduktion hin zu einer modernen technologie- und dienstleistungsorientierten

Wirtschaft. Diesen Strukturwandel gilt es aktiv zu unterstützen.

Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Wien

leistet die Wien Holding. Mit ihren fünf Geschäftsbereichen – Immobilienmanagement,

Kulturmanagement, Logistik und Mobilität, Umweltmanagement sowie Medien

und Bildung – spiegelt sie die Vielfalt der Stadt selbst wider. Durch ihre lokale und

auch überregionale Tätigkeit trägt die Wien Holding darüber hinaus wesentlich zur

Positionierung Wiens als Wirtschaftsdrehscheibe im Herzen Europas bei.

Vizebürgermeisterin Mag. a Renate Brauner,

Finanz- und Wirtschaftsstadträtin

Im Geschäftsjahr 2006 hat die Wien Holding trotz schwieriger Rahmenbedingungen

ein gutes Ergebnis erzielt. Das Konzept der Bildung von Business Cluster, die

Allianzen mit Partnern in Wien und der Centrope-Region sowie das erfolgreiche

Wiener Modell“ im Bereich Public Private Partnership haben sich bewährt.

Für die im Jahr 2006 erbrachten Leistungen möchte ich mich daher bei allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadt-Wien-Konzerns bedanken und Ihnen

für die kommenden Jahre viel Erfolg wünschen.

Mag. a Renate Brauner

05


WIEN HOLDING

Organe der Gesellschaft,

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Geschäftsführung

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Dir. Peter Hanke

Aufsichtsrat

Univ.-Prof. DDr. Walter Barfuß (Vorsitzender)

Magistratsdirektor Dr. Ernst Theimer

(1. Stellvertreter)

Bereichsdirektor Dr. Roland Kassar (2. Stellvertreter)

Generaldirektor Dr. Günter Geyer

Hermann Gugler

Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Holoubek

Finanzdirektor Richard Neidinger

Vorstandsdirektorin Dr. Gabriele Payr

Magistratsdirektor-Stellvertreter Dr. Franz Zörner

Arbeitnehmervertreter

Otto Kouril (bis 14. 2. 2007)

Mag. Doris Rechberg

Silvia Riegler

Karl Schmid

Herbert Tegel

Mitarbeiter

Dipl.-Ing. Stephan Barasits

Dr. Susanna Fuchs-Weißkircher

Dr. Kurt Gollowitzer

Ingrid Göbel

Mag. Tina Gschossmann

Dipl.-Ing. Tanja Hanzl

Prof. Ing. Ernst Hoffmann (bis 31. 8. 2006)

Brigitte Holper

Barbara Holzbauer

Stefanie Huber (bis 15. 3. 2007)

Mag. Gunther Jochum

Tatjana Kirchknopf

Andrea Kladensky

Gertrude Kolek

Sabine Koller

Mag. (FH) Harald Kristinar

Günther Leber

Mag. Michael Maier

Gabriele Malik

Mag. Doris Rechberg-Missbichler

Sabine Schauer

Eveline Scheibelreiter

Mag. Dr. Otto Schimpf

Sylvia Schuller

Mag. Ewa Slunecko

Sabine Stacher

Mag. (FH) Judit Staufer

Mag. Dr. Herbert Szirota

Dr. Gerhard Vitek

Marlies Wammerl

Jacqueline Weihmann

Gesellschafterstruktur

WIEN HOLDING GmbH

Stammkapital

Stadt Wien

Wiener Stadterneuerungsgesellschaft, Gemeinnützige Wohnbau-,

Planungs- und Betreuungsgesellschaft m.b.H.

EUR 13.000.000,00

99,99 %

0,01 %

06


Im Wettstreit der Ideen

und ihrer Verwirklichung

Der Wien Holding-Konzern verfügt über ein Unternehmensportfolio, dessen Vielfältigkeit

und Unterschiedlichkeit besondere Qualitäten verlangt: Nachhaltige

Absicherung und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Wien durch professionelles

Management kommunaler Dienstleistungen im Auftrag der Stadt, Konzepte,

Gestaltung, Entwicklung und Durchsetzung von bedeutenden Immobilienprojekten,

mit hohen Investitionen verbundene Infrastrukturprojekte im Umwelt-, Logistik- und

Mobilitätsbereich sowie neue Formate und Vermarktungsideen im Segment Freizeit-,

Kultur- und Veranstaltungsmanagement.

Im Grunde geht es um einen Wettstreit von Konzepten und Ideen, dem sich die

Unternehmen der Wien Holding stellen müssen. Es geht um den Wettbewerb der

Wirtschaftsstandorte, um Betriebsansiedlungen internationaler Konzerne und Unternehmen,

um die besten Architekten, Baumeister und Kulturproduzenten und um die

besten Fachkräfte für die jeweiligen Aufgaben. Der Wettstreit um Aufträge und

neue Entwicklungsprojekte, um Innovationen und zukunftsweisende Projekte ist das

tägliche Brot der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

o. Univ.-Prof. DDr. Walter Barfuß

Im Wesentlichen ist festzuhalten: Die Wien Holding steht für nachhaltige Projekte,

die den Wirtschaftsstandort Wien sichern und die Lebensqualität der Menschen

erhöhen. Nicht kurzfristige Gewinnmaximierung steht im Vordergrund, sondern die

Beteiligung an nachhaltigen Projekten für wirtschaftliche Prosperität und Wohlstand

in der Region. Kurzum: Die Wien Holding steht für Weitblick im Wettstreit der Ideen

und ihrer Verwirklichung.

Im Namen des Aufsichtsrats möchte ich der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2006 geleistete Arbeit Dank

und Anerkennung aussprechen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

o. Univ.-Prof. DDr. Walter Barfuß

07


WIEN HOLDING

Bericht der Geschäftsführung

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Dir. Peter Hanke

Das Geschäftsjahr 2006

Euro-Unternehmensanleihe

Die im Jahr 2005 platzierte Euro-Unternehmensanleihe

Die Wien Holding kann auch 2006 wieder ein sehr

erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnen. Der Konzernumsatz

wurde im Vergleich zum Vorjahr auf die Rekordsumme

in der Höhe von EUR 70 Mio. dient zur Finanzierung

zukünftiger Projekte und dem Erwerb weiterer Beteiligungen.

von TEUR 310.082 gesteigert, was einer

Erhöhung von 9,3 Prozent entspricht. Die Investitionen

belaufen sich auf TEUR 145.489. Der Personalstand

blieb gegenüber 2005 mit 1.858 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern unverändert. Insgesamt sind im Berichtsjahr

63 Unternehmen im Konzern der Wien Holding

vertreten.

Marketing und Kommunikation

Im Frühherbst 2006 wurde die komplette Kommunikation

der Wien Holding in einem zweistufigen Wettbewerb

neu ausgeschrieben und nach Präsentationen vergeben.

Viele kennen die Wiener Stadthalle, den Wiener

Hafen, die Vereinigten Bühnen – aber nur wenige die

Wien Holding. Die hohe Bekanntheit der einzelnen

Kernaufgaben

Zu den wichtigsten Aufgaben des Unternehmens

Unternehmen verstellt die Sicht auf das Ganze. Eine

Tatsache, die auch durch Marktforschung belegt ist.

gehören die strategische und operative Führung der

gehaltenen Beteiligungen, die Verwaltung von Unternehmungen

aus dem Bereich der Stadt Wien sowie die

Bewirtschaftung und Entwicklung der unternehmenseigenen

Liegenschaften. Durch die daraus erwachsenden

Synergieeffekte profitieren

Die Wien Holding als Ganzes soll Kern der neuen

Kampagne sein. Die Leistungen des ganzen Konzerns

sollen im Vordergrund stehen. Auf den ersten Blick

erscheint das schwierig, angesichts der vielfältigen

Tätigkeitsbereiche eines typischen

die Konzerngesellschaften sowohl

in steuerlicher und wirtschaftlicher

Hinsicht als auch im

Personalbereich.

„ Die Wien Holding bewegt die Wirtschaft

weit über die Stadtgrenzen

hinaus und beweist damit, dass sie

größer denkt – für mehr Wohlstand

Mischkonzerns. Im We-

sentlichen kann man aber eines

festmachen: Die Wien Holding

steht für nachhaltige Projekte,

und Prosperität einer ganzen

Region.“

Dir. Peter Hanke

08


„ Ohne ein ‚größer denken’ wären

Projekte wie der Stadtteil entlang

die den Wirtschaftsstandort

Wien sichern und die Lebensqualität

der Wienerinnen und

Wiener erhöhen.

der U2 und Wien Oberlaa lokale

Aktivitäten geblieben und kein

essenzieller Beitrag zur Entwicklung

der Stadt geworden.”

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Die Wiener Messe Besitz GmbH

betreibt die Verwaltung und

Weiterentwicklung des Standorts

Messe Wien, bei der Neugestaltung

des MesseCarrees Nord

Daher wurde die neue Imagekampagne

kann nach Beendigung der Fußball-Europameisterschaft

„größer denken“ entwickelt. Die neue

Kampagne betont in besonderer Weise die wirtschaftspolitischen

Ambitionen der Stadt Wien und

2008 und nach erfolgter

endgültiger Flächenwidmung mit der Realisierung der

Projekte begonnen werden.

wird im Frühjahr 2007 „on air“ gehen. „größer denken“

ist eine reine Business-to-Business-Kampagne

(B2B) und richtet sich somit in erster Linie an potenzielle

Investoren, Geschäftspartner und Meinungsbildner.

Zwei Liegenschaften wurden von der LSE Liegenschaftsstrukturentwicklung

an die optionsberechtigten

Projektgesellschaften verkauft.

Bei der U2 Stadtentwicklung konnte im Januar 2007

Der Konzern

Auch im Geschäftsjahr 2006 lag der Schwerpunkt auf

den Kernkompetenzen der Wien Holding. Besonderes

Augenmerk wurde hierbei auf die Bereiche Immobilienmanagement,

Kultur-, Freizeit- und Veranstaltungsmanagement

sowie Logistik und Mobilität gelegt.

Immobilienmanagement

In diesem Bereich entstanden auch im Berichtsjahr

mehrere Initiativen zur Entwicklung ausgewählter Projekte

in der Stadt.

Die GESIBA konnte ihre erfolgreiche Bautätigkeit auch

2006 fortsetzen. Insgesamt befanden sich Wohnbauprojekte

in der Größenordnung von 1.105 Wohneinheiten

in Bau, vier Projekte davon mit 228 Wohneinheiten

wurden bereits an die Mieter übergeben.

In der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft stand die

weitere Verwertung der „Rinderhalle“ im Vordergrund.

Die Sanierung der Außenhülle wurde im Berichtsjahr

fortgesetzt. Für das Projekt Muthgasse wurden Glamas-

Gesellschaften gegründet, die die Verwertung der

Liegenschaft vorantreiben sollen.

der Rohbau des Einkaufszentrums „Stadion Center“

fertig gestellt werden. Beim Projekt „Viertel Zwei“

wurden die Bedarfsflächen entsprechend angepasst,

da die OMV ihre Firmenzentrale auf diesem Standort

konzentrieren möchte.

Die Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft fand im

Berichtsjahr die Aufnahme in die ARGE Top-Ausflugsziele

Niederösterreich, wodurch die Qualität weiter

verbessert und sowohl Geschichte als auch Ambiente

des Schlossparks auch neuen Gästen ans Herz gelegt

werden können. Im Rahmen der neuen Niederösterreich-Card

werden der einmalige kostenlose

Besuch im Schlosspark und eine Führung im Museum

Franzensburg angeboten.

Die Wien Oberlaa Projektentwicklung konnte im Berichtsjahr

wichtige Fortschritte verzeichnen. Die Pläne

von Oberlaa Neu wurden im April vorgestellt. Das

Gesamtprojekt wurde in drei Teilprojekte gegliedert:

Therme, Thermen-Hotel und Erlebnisbereich „Life“. Im

Herbst erfolgte die Ausschreibung eines strategischen

Kommunikationskonzepts zur Positionierung des

Standorts. Mit dem Projekt Oberlaa Neu wird eine Steigerung

der Wertschöpfung um EUR 170 Mio. erwartet.

09


WIEN HOLDING

„ Die Gästezahlen im neuen Mozarthaus

Vienna übertrafen alle Erwar-

Die 2006 neu gegründete tungen: Mehr als 210.000 Besucherinnen

2007 fort, sodass „Rebecca“

PROMIS Projektentwicklung

und Besucher fanden den bereits jetzt bis Ende 2007 ver-

Missindorfstraße soll die Revitalisierung

des Gewerbehofs in

Wien-Penzing vorantreiben. Geplant

Weg in die Domgasse 5.“

Dir. Peter Hanke

längert werden konnte.

Beim Umbau des Etablissements

ist eine Aufwertung durch Aufstockung, Umbau,

Sanierung, Teilabriss und ergänzenden Neubau. Die

derzeitige Nutzung des Gewerbehofs soll bestehen

bleiben, neue Flächenangebote sollen sich in erster

Linie an Firmen aus dem Bereich der „Creative Production“

mit dem Schwerpunkt audio-visuelle Medien

Ronacher wurden die Planungsunterlagen für die

Funktionssanierung erstellt und die behördliche

Projektgenehmigung erwirkt. Derzeit wird mit einer

Wiedereröffnung im Sommer 2008 gerechnet, das

Ronacher wird dann als zweite Musicalbühne neben

dem Raimund Theater zur Verfügung stehen.

wenden.

Bei der TECH GATE VIENNA konnten die rund 2.000 m 2

Veranstaltungsflächen im Jahr 2006 fast 450-mal vermietet

werden. Auch einige Großevents, wie die

Verleihung des Wiener Innovationspreises durch die

Wirtschaftskammer Wien, fanden im Tech Gate statt.

Kultur-, Freizeit- und

Veranstaltungsmanagement

Dieser Bereich war durch mehrere Projekte – vor allem

im Hinblick auf das Mozartjahr 2006 – geprägt. Das

Mozarthaus Vienna wurde pünktlich zu W. A. Mozarts

250. Geburtstag eröffnet. Die Besucherzahlen übertrafen

alle Erwartungen: Im ersten Betriebsjahr konnten

bereits mehr als 210.000 Besucherinnen und Besucher

begrüßt werden. Ebenfalls im Zeichen des Mozartjahres

stand das Theater an der Wien. Der Mozart

gewidmete Jahresspielplan überspannte Werke wie

„Idomeneo“, „La Clemenza di Tito“, „Die Zauberflöte“,

„Cosi Fan Tutte“ und „Don Giovanni“.

Im Raimund Theater konnte das Musical „Romeo und

Julia“ sehr gute Erfolge verzeichnen; die Uraufführung

von „Rebecca“ fand am 28. September 2006 statt.

Das Musical entwickelte sich sehr schnell zu einem

hervorragenden Publikumserfolg, bereits in der ersten

Spielzeit konnte eine Auslastung von 98,7 Prozent

erreicht werden. Dieser Erfolg setzt sich auch im Jahr

Die Wiener Stadthalle stand ganz im Zeichen der

Eröffnung der Halle F. Eröffnet wurde die neue Halle

im Januar mit dem Musical „Mamma Mia“, das sich im

Berichtsjahr bereits zum zweiten Mal einem begeisterten

Publikum präsentierte. Die neue Halle F konnte im

ersten Betriebsjahr rund 170.000 Besucherinnen und

Besucher verzeichnen. Die neue Showbühne hat ein

Fassungsvermögen von rund 2.000 Sitzplätzen und

beeindruckt durch perfekte Optik und Ausstattung.

Die Highlights im Berichtsjahr waren „Holiday on Ice“,

die „BA-CA Tennis Trophy“, das „Fest der Pferde“ und

„Eine Italienische Nacht“ mit Anna Netrebko und

Rolando Villazon.

Im Haus der Musik konnten im Berichtsjahr sowohl bei

den Besucherzahlen als auch bei den Umsätzen Steigerungen

erreicht werden. Auch hier gab es eine Reihe

von Veranstaltungen, die dem Jahresjubilar Mozart

gewidmet waren.

Das Jüdische Museum der Stadt Wien erreichte im

Geschäftsjahr 2006 eine Gästesteigerung um fast 7,5

Prozent. Entscheidend dazu beigetragen hat die

Ausstellung über Lorenzo Da Ponte, die vom Museum

als Beitrag zum Wiener Mozartjahr 2006 organisiert

wurde. Im Berichtsjahr wurden auch die Führungsangebote

und Schulprogramme des Museums weiter

ausgebaut.

10


„ In der Wien Holding entstehen

nicht nur realisierbare Projekte,

Bei der WT Wien Ticket wurde

im zweiten Geschäftsjahr nach

der Gründung auf eine massive

Erweiterung der angebotenen

Veranstaltungen und auf eine

sondern auch Ideen, die zur

geistigen Mobilität und damit

zur Kreativität anregen.“

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Bei der DDSG BLUE DANUBE war

das Berichtsjahr von einer sehr

zufrieden stellenden Entwicklung

der Passagierzahlen geprägt.

Speziell im Bereich der Veranstaltungsfahrten

Intensivierung des Marktauftritts gesetzt. Vor dem

Sommer wurde der Wien Ticket-Club gegründet,

der seinen Mitgliedern Ermäßigungen, Vorkaufsrechte

sowie eine Rückvergütung vom Gesamtumsatz in

Höhe von 2,5 Prozent bietet. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft

konnten attraktive Geschenkcards präsentiert

werden, die reißenden Absatz fanden.

in Wien sind durch neue Themen auch

neue Kundengruppen erschlossen worden; auch die

Linienfahrten auf der Donau in Wien und der Wachau

haben sich, durch eine sehr gute Wetterlage begünstigt,

sehr positiv entwickelt.

Zentrales Thema war die Unterstützung der Central

Danube bei der erfolgreichen Einführung des Twin City

Liners. Sowohl der nautische Betrieb als auch die wirtschaftliche

Logistik und Mobilität

Die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Bereich verlief

auch im Geschäftsjahr 2006 ausgesprochen positiv.

Einführung sind sehr erfolgreich verlaufen.

Das vorhandene Know-how der Mitarbeiter der DDSG

Blue Danube war dabei besonders hilfreich.

Im Jahr 2006 konnte die Umschlagsmenge der Hafengesellschaften

um acht Prozent auf über 4,7 Millionen

Tonnen gesteigert werden. Mit 1,3 Millionen Tonnen

verzeichnete der Schiffsumschlag aufgrund der schwierigen

Fahrwasserverhältnisse in der ersten Jahreshälfte

jedoch einen Rückgang. Mit rund 70.000 PKW konnte

der Autoterminal im Wiener Hafen seine Position als

wichtigster Verteilknoten der Region bestätigen.

Im Bereich der Wiener Donauraum konnte der Umsatz

gegenüber dem Vorjahr wieder um fast 13 Prozent auf

rund EUR 4,9 Mio. gesteigert werden. Der Trend zur

Kreuzfahrtschifffahrt hielt auch 2006 weiter an, insgesamt

legten 4.681 Schiffe im Bereich der Reichsbrücke

an, das sind 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung

der neu eingeführten Linienverbindung

Wien–Bratislava mit dem Twin City Liner konnte die

Anzahl der abgefertigten Passagiere auf rund 265.000

Im Sommer wurde die neue Rohstofflagerhalle mit einer

Lagerkapazität von 5.000 Tonnen im Hafen Freudenau

gesteigert werden, was einem Zuwachs von mehr als

47 Prozent entspricht.

plangemäß fertig gestellt sowie ein mobiler Umschlagskran

in Betrieb genommen. Durch die Inbetriebnahme

des Kühl- und Tiefkühllagers im Hafen Freudenau im

September konnte das Cross-Docking für eine internationale

Lebensmittelkette aufgenommen werden.

Bei der Central Danube war der Start des Twin City

Liners ein voller Erfolg. Im ersten Rumpfbetriebsjahr

wurden bereits rund 80.000 Passagiere auf fast 1.000

Fahrten befördert. Mit dem Twin City Liner wird ein

attraktives und neues Service der Donau östlich von

Der von der Tochtergesellschaft Wiencont betriebene

Containerterminal ist weiterhin stark gewachsen und

erreichte mit 277.000 Containereinheiten (TEU) einen

Zuwachs um 23 Prozent und

Wien geboten. Das zweite Geschäftsfeld, Energy

Contracting, wurde intensiv bearbeitet. Auf Basis der

regionalen Schwerpunkte werden in mehreren Projekten

in den Ländern Ungarn,

damit einen neuerlichen Umschlagsrekord.

„ Die Wiener Hafen-Gruppe ist eine

der dynamischsten und erfolgreichsten

Slowakei, Tschechien und Österreich

Energiesparpläne entwickelt.

Unternehmen im Portfolio

der Wien Holding.“ Dir. Peter Hanke

11


WIEN HOLDING

Bei der TINA Vienna zählten die Vereinbarung mit den

Vereinigten Arabischen Emiraten, das Projekt Donauhanse,

das Korridormanagement des Korridor VII, die

damit verbundene Großveranstaltung in Galati und die

Teilnahme an der InnoTrans mit den Projekten Güter-

Bim, Telematik und NetScan zu den Höhepunkten des

Berichtsjahres.

Umweltmanagement

Bei den Entsorgungsbetrieben Simmering wurde im

Berichtsjahr, dem ersten vollen Betriebsjahr nach der

Erweiterung der Kläranlage, vor allem auf die Optimierung

der Verfahrenstechnik und des Energieverbrauchs

Wert gelegt.

Die Hauptkläranlage Wien reinigt das gesamte in Wien

anfallende Abwasser. Jährlich fallen bei der Reinigung

1,9 Mio. Kubikmeter Klärschlamm an, die in der Schlammbehandlungsanlage

im Werk Simmeringer Haide von

Wien Energie Fernwärme weiterbehandelt werden.

Im April 2006 erfolgte der Spatenstich für die Müllverbrennungsanlage

Pfaffenau und für die Biogasanlage

im Umweltzentrum Simmering.

Medien und Bildung

Die Kabel-TV-Wien bietet mit W24 inzwischen einen

umfassenden, Wien-bezogenen Stadt-Fernsehkanal an,

der, was die Kabelkunden betrifft, eine kumulierte

Tagesreichweite von 17 Prozent erreicht. Damit ist es

gelungen, W24 als Wiener Stadtinformationsprogramm

zu etablieren.

Die Dienstleistungen der Ö.K.O. Media für den ORF

bilden nach wie vor die wichtigste Geschäftssparte.

Das Unternehmen hat eine enge Kooperation mit dem

Markt-Positionierungsstrategen Leonhard Kubizek

begonnen und das von ihm entwickelte Produkt „Motive

Scan“ zu einem Bestandteil der Leistungspalette der

Ö.K.O. Media gemacht.

Wirtschaftliches Umfeld

Die aktuellen wirtschaftlichen Kennzahlen dokumentieren

eindrucksvoll die hohe Wettbewerbsfähigkeit

des Wirtschaftsstandorts Wien, aber auch die wachsenden

Herausforderungen, mit denen die Stadt konfrontiert

ist.

Die hervorragenden Rankingwerte beim Bruttoinlandsprodukt

pro Kopf, bei der „Preisstabilität“ und bei verschiedenen

„Lebensqualitätsindizes“ zeigen klar die

Position, die sich Wien im innerösterreichischen Wettbewerb,

aber auch innerhalb und außerhalb der Europäischen

Union erworben hat. So wurde Wien unter

150 europäischen Großstädten zur sichersten Stadt

gekürt und erreichte in zwei Studien den zweiten und

dritten Platz in der Kategorie „Lebensqualität“ im europäischen

Vergleich.

Wien ist Österreichs kräftigster Wirtschaftsmotor mit

der höchsten Kaufkraft sowie den meisten Betrieben

und Unternehmensneugründungen, die bereits mehr

als 9.000 pro Jahr betragen. Auch bei Büromieten kann

Wien punkten. Die Mieten in Wien sind niedriger als in

anderen mitteleuropäischen Metropolen.

Für ausländische Unternehmen ist Wien der mit Abstand

attraktivste Wirtschaftsstandort in Österreich.

Bereits 300 internationale Konzerne haben ihre

Osteuropa-Zentrale in Wien. 2006 wählte fast jedes

zweite internationale Unternehmen, das nach Österreich

gekommen ist, Wien als seinen Standort. Insgesamt

haben sich 74 ausländische Unternehmen in Wien

angesiedelt, von den mehr als zwei Drittel aus technologie-

und dienstleistungsorientierten Branchen stammen

und die ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund

EUR 46,5 Mio. bringen.

Das jährliche Investitionsvolumen der Stadt von

etwa EUR 2,5 Mrd. wird schwerpunktmäßig zur Ent-

12


„ Die Wien Holding war Vorreiterin

beim Paradigmenwechsel, der

wicklung und zur Forcierung

von Zukunftsbranchen wie Forschung,

speziell im Bereich Life

Sciences, in der IT-Branche, in

den „Creative Industries“ oder

im Tourismus eingesetzt, um die

Wien von der Einbahnstraße der

Geschäftsbeziehungen Richtung

Osten in eine Drehscheibe ‚Ost-

West/West-Ost’ verwandelt hat.“

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Rund 800 Forschungseinrichtungen

mit etwa 18.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern sind

in großen und kleinen Unternehmen,

Universitäten und außeruniversitären

Einrichtungen unter-

hohe Schlagzahl der Wirtschaft beizubehalten. Auch

wird viel Geld in die Stadtentwicklung, große infrastrukturelle

Aufgaben und Kultur investiert. Und die

zahlreichen grenzüberschreitenden Aktivitäten – insbesondere

im Centrope-Raum – bieten täglich neue

Möglichkeiten.

Für die Geschäftsfelder der Wien Holding sind somit

die Rahmenbedingungen insgesamt ausgesprochen

positiv. Dies nicht nur, um die eigenen Gesellschaften

und neue, innovative Projekte voranzutreiben, sondern

auch, um die Stadt Wien noch interessanter und attraktiver

für Bürger und Unternehmen, Besucher sowie

Investoren aus Österreich, der EU und dem sonstigen

Ausland zu positionieren.

So profitieren eine Reihe von Gesellschaften vom Tourismus,

der in Wien einen absolut entscheidenden

Wirtschaftsfaktor darstellt. 2006 wurde mit 9,36 Mio.

Nächtigungen ein neuer Rekord erzielt, was einer

Steigerung von 6,7 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Parallel dazu wird nicht nur der Geschäftstourismus,

sondern auch der Kongresstourismus forciert.

Vom Tourismus profitiert nicht nur die Wiener Messe

Besitz Gesellschaft direkt, sondern im Großen und

Ganzen auch der gesamte Bereich des Kulturclusters

der Wien Holding: ob Jüdisches Museum Wien, die

Vereinigten Bühnen oder die Wiener Stadthalle und

damit auch Wien Ticket.

Allein das Mozarthaus Vienna und das Haus der Musik

konnten im Jahr 2006 jeweils mehr als 200.000 Besucherinnen

und Besucher verzeichnen. Und die Fußball-EM

2008 wird sicher für eine weitere positive

Entwicklung sorgen.

gebracht. Der starke Fokus auf Forschung – die

Forschungsquote liegt mit 4,1 Prozent deutlich über

dem OECD-Durchschnitt – führt auch zu immer neuen

Ansiedlungen von Unternehmen aus dem Forschungsund

Entwicklungsbereich, die entsprechend maßgeschneiderte

Immobilien benötigen. Die Wien Holding

hat hier eindeutige Vorteile, verfügt sie doch über ein

hoch entwickeltes Know-how und Experten im Immobilienmanagement

– von der Projektentwicklung bis

zur Durchführung.

Die Tatsache, dass der Universitätsstandort Wien mit

etwa 120.000 Studentinnen und Studenten der zweitgrößte

im deutschsprachigen Raum ist, unterstreicht

die ausbildungspolitischen Ambitionen der Stadt und

die Chancen der Wien Holding auf junge, bestens ausgebildete

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wirtschaftliche Entwicklung

Die kräftige Expansion der Wien Holding lässt sich nicht

nur an einer deutlichen Ausweitung der Aktivitäten

feststellen. Auch die betriebswirtschaftlichen Indikatoren

zeigen einen nachhaltigen Wachstumstrend. Die nachfolgenden

Kennzahlen beziehen sich auf den Gesamtkonzern

unter Einbeziehung aller 63 Konzernunternehmen.

Die Beteiligungsunternehmen der Wien Holding

erwirtschafteten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in der

Rekordhöhe von TEUR 310.082, das sind um 9,3 Prozent

mehr als im Vorjahr. Die Investitionen belaufen

sich auf die Summe von TEUR 145.489, was in erster

Linie auf die Fertigstellung der Erweiterung der Hauptkläranlage

bei den Entsorgungsbetrieben Simmering

GmbH zurückzuführen ist. Der Personalstand blieb

gegenüber dem Vorjahr unverändert.

13


WIEN HOLDING

Unternehmenskennzahlen

Umsatzerlöse

Tsd. EUR

310.082

283.605

Investitionen

Tsd. EUR

145.489 156.981

Personalstand

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Investitionstätigkeit

geringfügig reduziert. So stiegen die Investitionen

im Bereich Kulturmanagement massiv an, was in erster

Linie auf die neue Halle F der Wiener Stadthalle

zurückzuführen ist. Ebenfalls massive Steigerungen

gibt es im Bereich Logistik und Mobilität. Hier stehen

der Ausbau des Wiener Hafens und der Bau des Twin

City Liners an erster Stelle.

1.858 1.858

Personalstand der Geschäftsbereiche

Geschäftsbereich Personalstand Personalstand +/- %

Jahresdurchschnitt 2006 2005

2006 2005 2006 2005 2006 2005

Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche

Geschäftsbereich Umsatzerlöse Umsatzerlöse +/- %

Tsd. EUR Tsd. EUR

2006 2005

Immobilien 144.572 129.090 +12,0

Freizeit/Kultur 45.518 49.858 - 8,7

Logistik/Mobilität 35.325 31.440 +12,4

Umwelt 77.271 65.943 +17,2

Medien/Bildung 7.396 7.275 +1,7

Der Immobilienbereich führt die Liste der Umsatzerlöse

mit einem Anteil von 46,6 Prozent an, gefolgt vom

Umweltbereich mit 24,9 Prozent sowie Kulturmanagement

mit 14,7 Prozent und Logistik und Mobilität

mit 11,4 Prozent.

Investitionen der Geschäftsbereiche

Geschäftsbereich Investitionen Investitionen +/- %

Tsd. EUR Tsd. EUR

2006 2005

Immobilien 75.313 85.065 -11,5

Freizeit/Kultur 43.412 13.389 +224,2

Logistik/Mobilität 10.214 6.784 +50,6

Umwelt 16.010 51.551 - 68,9

Medien/Bildung 539 193 +207,3

Immobilien 432 427 +1,2

Freizeit/Kultur 991 1.015 -2,4

Logistik/Mobilität 216 212 +1,9

Umwelt 168 151 +6,3

Medien/Bildung 51 53 -3,8

Die Wien Holding ist auf dem regionalen Arbeitsmarkt

ein wichtiger Faktor. Die Beschäftigungszahl blieb

gegenüber dem Vorjahr unverändert. Spitzenreiter ist

auch heuer wieder der personalintensive Bereich

Kulturmanagement mit den Vereinigten Bühnen Wien

und der Wiener Stadthallen-Gruppe.

WIFO-STUDIE – Die Bedeutung

der Wien Holding für die Wirtschaft

Abschätzung der volkswirtschaftlichen

Effekte der Unternehmen der Wien Holding

In einer aktuellen Studie 2006/07 von WIFO, Joanneum

Research werden die volkswirtschaftlichen Effekte, die

aus den Aktivitäten der Unternehmen der Wien Holding

resultieren, abgeschätzt. Diese Berechnungen betreffen

nur den laufenden Betrieb der einzelnen Unternehmen

sowie ihre Investitionstätigkeit im Jahr 2006.

Die regionalwirtschaftlichen Effekte der Errichtung des

gegenständlichen Projekts (beschränkt auf die Bauphase)

werden mithilfe des Wirtschaftsmodells MultiREG

14


abgeschätzt. MultiREG bildet auf Basis von Teilmodellen

die für einen Wirtschaftsraum typischen Kreislaufzusammenhänge

zwischen Nachfrage, Produktion,

Beschäftigung und Einkommen ab.

Simulationsergebnisse

Die im Zuge des laufenden Betriebs der Unternehmen

der Wien Holding getätigten Umsätze sind laut Multi-

REG-Abschätzungen mit rund EUR 1,3 Mrd. an gesamtwirtschaftlichem

Produktionswert (direkte, indirekte

und induzierte Effekte) verbunden. Daraus ergeben

sich weiters eine Bruttowertschöpfung von rund

EUR 680 Mio. sowie etwa 9.100 Beschäftigungsverhältnisse.

Die regionale Verteilung dieser Effekte konzentriert

sich sehr stark auf das Bundesland Wien, das rund 60

Prozent dieser Effekte für sich beanspruchen kann;

von den anderen Bundesländern profitiert das Nachbarbundesland

Niederösterreich in etwas stärkerem

Ausmaß (zwischen 12 und 14 Prozent der Effekte).

Die Investitionen der Unternehmen der Wien Holding

im Jahr 2006 sind laut MultiREG-Abschätzungen an

einem gesamtwirtschaftlichen Produktionswert von

rund EUR 320 Mio. verbunden. Daraus ergeben sich

weiters eine Bruttowertschöpfung von rund EUR 125

Mio. sowie ca. 2.100 Beschäftigungsverhältnisse. Auch

hier profitiert in gesamtwirtschaftlicher Sicht vor allem

Wien, auf das in etwa die Hälfte der Wertschöpfungsund

Beschäftigungseffekte entfällt.

Ausblick 2007

Wien Holding

Das Ziel des Wien Holding-Konzerns für das Geschäftsjahr

2007 liegt weiterhin in der wirtschaftlichen

Stärkung der Unternehmensgruppe. Ein stetiger Ausbau

des Beteiligungsportfolios, die Erarbeitung und

Umsetzung neuer Projektideen und der Aufbau eines

kommunikativen Profils sind wesentliche Faktoren, um

den Wirtschaftsstandort Wien nachhaltig zu stärken.

Zum Profil eines der größten Kulturunternehmen in

Österreich gehört auch die im Frühjahr eingegangene

Kooperation zwischen der Wien Holding und der

Musical-Kaderschmiede Performing Center Austria.

Gemeinsam wird erstmals das High-School-Musical –

der Disney-Sensationserfolg aus den USA – für eine

europäische Bühne produziert. Das „Teenie-Musical“

wird Ende September als einer der Programmschwerpunkte

der neuen KULTTOUR-Woche der Wien Holding

in der Wiener Stadthalle zu sehen sein.

Die Wien Holding ist bei den Wirtschafts- und Kulturfachleuten

schon als kompetenter Kontaktvermittler

zwischen Wirtschaft und Kultur bekannt. Mit der Einrichtung

einer übergreifenden KULTTOUR-Woche wird

das Unternehmen seine Fachkompetenz in dem Bereich

Kultur und Wirtschaft bestätigen. Die Wien Holding

wird die KULTTOUR-Woche nutzen, um durch Fachvorträge

und qualitativ hochwertige Veranstaltungen,

die auch aus der Region Centrope kommen werden,

den Wirtschaftsfachleuten die Notwendigkeit einer

gezielten Kulturförderung näher zu bringen.

Die im Spätherbst 2006 entwickelte Imagekampagne

„größer denken“ soll die Wien Holding und ihr umfangreiches

Tätigkeitsprofil genauso bekannt machen

wie ihre Töchter. Die neue Imagekampagne betont in

besonderer Weise die wirtschaftspolitischen Ambitionen

der Stadt Wien und geht als reine Business-to-

Business-Kampagne (B2B) im Frühjahr 2007 „on air“.

Die primäre Zielgruppe sind potenzielle Investoren, Geschäftspartner

und Meinungsbildner.

Ziel der Kampagne ist es, neben der weiteren Imageverbesserung

und der strategischen Positionierung der

Wien Holding den Wirtschaftsfaktor des gesamten

Konzerns aufzuzeigen und einem Fachpublikum sowie

auch der interessierten Bevölkerung emotional zugäng-

15


WIEN HOLDING

lich zu machen. Kaum ein Konzern

deckt mit seinen Unternehmen

derart viele Bereiche ab

– vom klassischen Immobilienmanagement

über Logistik und

Umweltmanagement bis hin zu

Kultur- und Freizeitservices,

Wohnbau und Infrastruktur,

Management und Administration

oder Medien und Bildung.

Geschäftsbereiche

Im Kulturcluster werden bestehende Synergien stets

weiterentwickelt, um für alle Bereiche übergreifende

Dienstleistungen entwickeln zu können. Bei den Vereinigten

Bühnen steht die Revitalisierung des Etablissements

Ronacher im Vordergrund. Da das Theater an der

Wien als Musicalspielstätte nicht mehr zur Verfügung

steht, ist die Wiedereröffnung des Ronacher ein wesentlicher

Faktor für den Kulturcluster der Wien Holding.

Bei der Wiener Stadthalle beginnen bereits jetzt die

Vorbereitungen für das 50-Jahr-Jubiläum im Jahr

2008. Nach der Etablierung der Halle F im Berichtsjahr

gibt es sehr positive Perspektiven für 2007. Das

Mozarthaus Vienna konnte in seinem ersten Betriebsjahr

weit über alle Erwartungen hinaus mehr als

210.000 Besucher verzeichnen, auch für 2007 ist ein

positiver Trend zu erwarten. Ab Sommer steht auch für

Kinder ein Audio-Guide zur Verfügung. Im Haus

der Musik steht die Einführung einer attraktiven

„Membership-Card“ ab dem 2. Quartal bevor.

Bei der Wien Ticket wird ab dem Start der Frühjahrssaison

der Fußball-Bundesliga der gesamte Verkauf von

Eintrittskarten für den SK Rapid abgewickelt. Für den

Mai 2007 ist die Einführung einer Praterverbundkarte

vorgesehen.

Die drei Strategielinien in der Standort- und Immobilienentwicklung

werden unverändert fortgesetzt.

„ Unser Beitrag ist es, die Jugendmusikkultur

zu verbessern, indem

wir gemeinsame Positionen darstellen

und konkrete Kooperationsmöglichkeiten

zwischen den Einrichtungen

aufzeigen. Ziel ist es,

ein gemeinsames Verständnis für

die Förderung junger Menschen im

Bereich Popularmusik herbeizuführen.“

Das Portfolio im Bereich der einzelnen

Kleinobjekte wird durch

Verkäufe bereinigt. Die größeren

Objekte der Wien Holding werden

sowohl von der Mieterseite

als auch baulich optimiert. Und

zum dritten bietet die Wien

Dir. Peter Hanke Holding als Dienstleistungsunter-

nehmen Projektentwicklungspakete,

häufig mit dem Ziel weitere private Partner

hereinzuholen.

Vor diesem Hintergrund sind exemplarisch drei

Projekte zu nennen: Unter dem Titel STAR wurde

Anfang 2007 gemeinsam mit dem WWFF eine

Gesellschaft gegründet, deren Ziel die Entwicklung

und Umsetzung von Immobilienprojekten für den

Wirtschaftsstandort Wien ist. Das erste Projekt ist die

Errichtung von STAR 22 im Gebiet „Neu Stadlau“.

Dabei werden ältere Bürogebäude durch neue Strukturen

vor allem für start-ups ergänzt. Die Nutzungsmischung

des umgebenden Areals wird durch leistbare

Wohnungen, Einkaufseinrichtungen, einem Studentenheim

und einem Pflegeheim ein „Zentrum für

alle“ garantieren.

Im Rahmen der von der Wien Holding durchgeführten

Entwicklung des Stadtteils wurden ein städtebauliches

Vorprojekt, die Flächenwidmung, Vermessungsarbeiten

und die Grundstücksteilung abgeschlossen. Heuer

erfolgen die ersten Baueinreichungen. Der Bereich

„OASE 22“ (Wohnen mit Serviceeinrichtungen speziell

für ältere Menschen) wurde in den internationalen

Jungarchitektenwettbewerb EUROPAN 9 eingebracht

und soll ab 2008 über einen Bauträgerwettbewerb

weiter bearbeitet werden.

Die Projektgesellschaft PROMIS (Projektentwicklung

Missindorfstraße) wurde gemeinsam mit der „at-home“,

einer Tochterunternehmung der GEWOG, gegründet.

16


Ziel ist die Revitalisierung und optimale Auslastung des

aus der Gründerzeit und den 1960er-Jahren stammenden

Gewerbezentrums, verbunden mit der Errichtung

eines Wohnbaus in einer im Eigentum der Wien Holding

stehenden Baulücke und einer, die einzelnen Bauteile

verbindenden Anrainergarage. Der städtebauliche Wettbewerb

zur Vorbereitung der Umwidmung läuft. Das

Flächenwidmungsverfahren wird ebenfalls im Jahr 2007

gestartet.

Die Wien Holding wird im Auftrag der Stadt Wien die

Verwertung des Palais Theophil Hansen am Schottenring

durchführen. Das derzeitige Amtsgebäude wird

weitgehend bestandsfrei gemacht und über ein

öffentliches Bieterverfahren werden private Partner für

die Realisierung einer neuen Nutzung gesucht. Ein

Tenderverfahren, in dem ein internationaler Bieterkreis

angesprochen wird, befindet sich in Vorbereitung.

Mit dem Jahr 2007 beginnt die Ausweitung der Positionierung

der Wien Holding im Themenkreis Wellness

und Lebensumfeldgestaltung. Die Wien Oberlaa Projektentwicklung

schließt die strukturellen Arbeiten für

den Neubau der Therme Oberlaa ab und wird sich der

Konzeptionierung weiterer Bauteile am Standort

Oberlaa widmen. Die lokalisierten Gesamtinvestitionskosten

belaufen sich damit auf derzeit EUR 220 Mio.

Darüber hinaus werden Feasibilty- und Marktstudien

für die Dachmarke Oberlaa durchgeführt und Überlegungen

für ein Corporate-Care-Center vertieft.

Im Cluster Regionalentwicklung zeichnet sich für den

von der Central Danube Region entwickelten Twin City

Liner auch 2007 wieder ein sehr positiver Verlauf ab.

Der Kauf eines weiteren Schiffs für den Ausbau der

Linienverbindung Wien–Bratislava wird geprüft.

Mit der Beteiligung an der Vienna Exchange Corporation

GmbH wird die Stimulierung der Zusammenarbeit

der Region Centrope mit der Region Atlanta/USA

unterstützt. Lehrer-, Studenten- und Schüleraustausch

werden am Anfang des Netzwerkaufbaus stehen.

Im Wiener Hafen sorgen die Inbetriebnahme einer

dritten Rohstofflagerhalle, die Erweiterung des Kombiterminals

Freudenau um rund EUR 72 Mio. sowie die

geplante Erweiterung des Hochwasserschutzes für

einen stetigen Ausbau der Anlagen.

Im Bereich Umweltmanagement sind bei den Entsorgungsbetrieben

Simmering für das Jahr 2007 weitere

Optimierungsschritte in der Betriebsführung geplant

sowie die Einführung eines integrierten Managementsystems

vorgesehen. Die Central Danube Region GmbH

wird einige Referenzprojekte zum Thema Energieoptimierung

aus Beispielen des Konzerns generieren.

Im Medienbereich wird das Engagement im content-

Bereich erweitert und auch wien.at mit Inhalten versorgt.

Der Ausbau von W24 und der Verkauf dieses

Produkts an andere größere Städte in Österreich gehen

Hand in Hand mit einer Neustrukturierung der Produktionsfacilitäten

der Kabel-TV-Wien. Das dritte

Standbein von wienweb.at, die Web-TV-Produktion,

soll ebenfalls mehr output liefern. Die Ö.K.O. Media

erwartet sich beim neuen Produkt „Motive Scan“ als

auch beim Beratungsprodukt „Kiver“ im laufenden Jahr

vermehrte Umsatzbeiträge.

Insgesamt ist daher mit einer positiven Geschäftsentwicklung

der Wien Holding und ihrer Tochtergesellschaften

für das Wirtschaftsjahr 2007 und die Folgejahre

zu rechnen.

Die Geschäftsführung der Wien Holding GmbH dankt

allen Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern

sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den

im Jahr 2006 erbrachten Einsatz.

Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Peter Hanke

17


WIEN HOLDING

Die Unternehmen der Wien Holding im Überblick

WIEN

Immobilienmanagement

GESIBA Gemeinnützige Siedlungsund

Bauaktiengesellschaft

Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft

Wohnpark Alt-Erlaa

Wiener Stadterneuerungsgesellschaft,

Gemeinnützige Wohnbau-, Planungsund

Betreuungsges.m.b.H.

GASOMETER-MALL Beteiligungsges.m.b.H.

GASOMETER-MALL Errichtungs- und

Betriebsges.m.b.H.

GSE „Gasometer“ Shopping- und Entertainment

Center Vermietungs GmbH

Josef-Gall-Gasse 2 GmbH

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH

PROMIS Projektentwicklung Missindorfstraße GmbH

Schloß Laxenburg Betriebsges.m.b.H.

STAR Entwicklungs- GmbH

Studentenheim Haus Döbling Betriebsges.m.b.H.

Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement

Haus der Musik Betriebsgesellschaft m.b.H.

Jüdisches Museum der Stadt Wien Ges.m.b.H.

Mozarthaus Vienna Errichtungs- und

Betriebs GmbH

Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H.

VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

Wiener Mozartjahr

Organisationsges.m.b.H.

Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsges.m.b.H.

StH - Garagenbetriebs GmbH

WT Wien Ticket GmbH

TECH GATE VIENNA Wissenschaftsund

Technologiepark GmbH

U2 Stadtentwicklung GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH & Co KG

Wiener Stadtentwicklungsges.m.b.H.

Wiener Messe Besitz GmbH

Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH

IMU Immobilienentwicklung Muthgasse GmbH

Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH

IMU Immobilienentwicklung

Muthgasse GmbH & Co KEG

Muthgasse Immobilienbeteiligung Zwei GmbH

Glamas Beteiligungsverwaltungs

GmbH & Co „Alpha“ KEG

Muthgasse Immobilienbeteiligung Drei GmbH

Glamas Beteiligungsverwaltungs

GmbH & Co „Beta“ KEG

Immobilienentwicklung St. Marx GmbH

MARXBOX Liegenschaftsentwicklungs GmbH

Realitäten-Development GmbH

18

Soleta Beteiligungsverwaltungs GmbH


HOLDING

Umweltmanagement

Logistik und Mobilität

Central Danube Region Marketing

& Development GmbH

TINA Vienna - Transport Strategies Ges.m.b.H.

Wiener Hafen Management GmbH

Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG

GYÖR-GÖNYÜ KIKÖTÖ BEFEKTETÉSI ÉS

Beruházasszervezési AG

Entsorgungsbetriebe Simmering Ges.m.b.H.

Tierkörperbeseitigung Wien GmbH Nfg KG

Burgenländische Tierkörperverwertungsgesellschaft

m.b.H.

Burgenländische Tierkörperverwertungsges.m.b.H.

& Co KG

Wiener Tierkrematorium GmbH

Wiener Kommunal-

Umweltschutzprojektgesellschaft mbH

Wiener Wasser Technologie GmbH

PKM – Muldenzentrale GmbH

Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

TerminalSped Speditionsges.m.b.H.

WienCont Krems Kombiterminal

Gesellschaft m.b.H.

Wiencont Management Ges.m.b.H.

DDSG - BLUE DANUBE SCHIFFAHRT GMBH.

Wiener Donauraum Länden und Ufer

Betriebs- und Entwicklungs GmbH

Medien und Bildung

Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H.

UPC Telekabel Wien GmbH


Kabel-TV-Wien Programmveranstaltungsund

Marketing Gesellschaft m.b.H.

KTV BeteiligungsgmbH

Salum Beteiligungsverwaltungs GmbH

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING SERVICES Ges.m.b.H.

Vienna International Exchange GmbH

19


WIEN HOLDING

Die Unternehmen der Wien Holding im Detail

Immobilienmanagement

GESIBA Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft

Grundkapital

Stadt Wien (in Verwaltung der Wien Holding)

EUR 85.640.600,00

99,97 %

Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft

Wohnpark Alt-Erlaa

Stammkapital

EUR 3.640.000,00 65,85 %

Wiener Stadterneuerungsgesellschaft, Gemeinnützige

Wohnbau-, Planungs- und Betreuungsges.m.b.H.

Stammkapital

EUR 2.180.185,03 99,97 %

GASOMETER-MALL Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital EUR 42.000,00 50,00 %

GASOMETER-MALL Errichtungsund

Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

EUR 72.672,83 100,00 %

GSE „Gasometer“ Shopping- und

Entertainment Center Vermietungs GmbH

Stammkapital

EUR 72.800,00 100,00 %

Josef-Gall-Gasse 2 GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 35.000,00

99,03 %

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 36.000,00

100,00 %

PROMIS Projektentwicklung Missindorfstraße GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 35.000,00

50,00 %

Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 436.037,00

50,00 %

STAR Entwicklungs- GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 35.000,00

50,00 %

Studentenheim Haus Döbling Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 36.336,42

100,00 %

TECH GATE VIENNA Wissenschaftsund

Technologiepark GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 440.000,00

20,00 %

U2 Stadtentwicklung GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 100.000,00

20,00 %

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 35.000,00

100,00 %

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH & Co KG

Hafteinlage

Wien Holding

EUR 10.000,00

50,00 %

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 400.000,00

100,00 %

Wiener Messe Besitz Gesellschaft m.b.H. Stammkapital EUR 2.100.000,00 94,88 %

Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 20,00 %

IMU Immobilienentwicklung Muthgasse GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

20


Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

IMU Immobilienentwicklung

Muthgasse GmbH & Co KEG Stammkapital EUR 1.000,00 100,00 %

Muthgasse Immobilienbeteiligung Zwei GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co

„Alpha“ KEG Stammkapital EUR 10.000,00 20,00 %

Muthgasse Immobilienbeteiligung Drei GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co

„Beta“ KEG Stammkapital EUR 10.000,00 20,00 %

Immobilienentwicklung St. Marx GmbH Stammkapital EUR 80.000,00 100,00 %

MARXBOX Liegenschaftsentwicklungs GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Realitäten-Development GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 20,00 %

Soleta Beteiligungsverwaltungs GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 20,00 %

Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement

Haus der Musik Betriebsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 35.000,00

100,00 %

Jüdisches Museum der Stadt Wien Gesellschaft m.b.H. Stammkapital

Wien Holding

Stadt Wien (in Verwaltung der Wien Holding)

EUR 36.336,41

49,00 %

51,00 %

Mozarthaus Vienna Errichtungs- und Betriebs GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 50.000,00

51,00 %

Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 335.966,51

97,34 %

VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

EUR 36.336,42 100,00 %

Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H. Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

WT Wien Ticket GmbH Stammkapital EUR 100.000,00 45,00 %

Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 10.900.925,13

100,00 %

StH - Garagenbetriebs GmbH

WT Wien Ticket GmbH

Stammkapital

Stammkapital

EUR 36.336,42 99,21 %

EUR 100.000,00 40,00 %

WT Wien Ticket GmbH

Stammkapital

Wien Holding

Wiener Stadthalle

VBW-Kulturmanagement

EUR 100.000,00

15,00 %

40,00 %

45,00 %

21


WIEN HOLDING

Die Unternehmen der Wien Holding im Detail

Logistik und Mobilität

Central Danube Region Marketing & Development GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 200.000,00

50,00%

TINA Vienna - Transport Strategies Ges.m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

EUR 72.672,83

100,00 %

Wiener Hafen Management GmbH (WHM)

Stammkapital

Wien Holding

EUR 36.000,00

100,00 %

Wiener Hafen, GmbH & Co KG (WHG)

Stammkapital

Wien Holding als Kommanditist

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft als Kommanditist

EUR 63.158.003,36

94,99 %

0,01 %

Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG (WHV)

Stammkapital

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft als Kommanditist

EUR 3.700.000,00 99,96 %

0,04 %

GYÖR-GÖNYÜ KIKÖTÖ BEFEKTETÉSI ÉS

Beruházasszervezési AG Stammkapital HUF 177.500.000,00 1,69 %

PKM – Muldenzentrale GmbH Stammkapital EUR 177.000,00 2,03 %

Wiencont Container Terminal Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital EUR 908.450,00 94,24 %

TerminalSped Speditionsgesellschaft m.b.H. Stammkapital EUR 1.000.000,00 100,00 %

WienCont Krems Kombiterminal

Gesellschaft m.b.H. Stammkapital EUR 220.000,00 26,00 %

Wiencont Management Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital

WienCont Krems

EUR 72.000,00 66,67 %

33,33 %

Wiener Donauraum Länden und

Ufer Betriebs- und Entwicklungs GmbH

Stammkapital

WHG

WHV

EUR 35.000,00

99,00 %

1,00 %

DDSG - BLUE DANUBE SCHIFFAHRT GMBH. Stammkapital EUR 1.453.460,00 50,00 %

22


Umweltmanagement

Entsorgungsbetriebe Simmering Gesellschaft m.b.H. Stammkapital

Stadt Wien (in Verwaltung der Wien Holding)

EUR 11.658.539,42

100,00 %

Wiener Wasser Technologie GmbH Stammkapital EUR 36.000,00 100,00 %

Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft mbH

Stammkapital

Stadt Wien, MA 48

EUR 60.000,00 33,33 %

66,66 %

Tierkörperbeseitigung Wien GmbH Nfg KG Stammkapital EUR 450.571,58 99,00 %

Wiener Tierkrematorium GmbH Stammkapital EUR 72.000,00 30,00 %

Burgenländische Tierkörperverwertungsgesellschaft

m.b.H. Stammkapital ATS 500.000,00 10,00 %

Burgenländische Tierkörperverwertungsgesellschaft

m.b.H. & Co KG Stammkapital EUR 290.691,33 10,00 %

Medien und Bildung

Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

EUR 654.055,51

99,99 %

0,01 %

UPC Telekabel Wien GmbH Stammkapital EUR 24.512.546,97 5,00 %

Kabel-TV-Wien Programmveranstaltungsund

Marketing Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital

EUR 72.672,83 100,00 %

KTV BeteiligungsgmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Salum Beteiligungsverwaltungs GmbH Stammkapital EUR 35.000,00 100,00 %

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING SERVICES Gesellschaft m.b.H.

Stammkapital

Wien Holding

ATS 1.500.000,00

33,33 %

Vienna International Exchange GmbH

Stammkapital

Wien Holding

EUR 46.792,00

12,60 %

23


GESIBA

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

Wiener Messe Besitz

Gesellschaft

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklung

Immobilienmanagement

U2 Stadtentwicklung

Schloß Laxenburg

Studentenheim Döbling

Wien Oberlaa

Projektentwicklung

PROMIS

Projektentwicklung

TECH GATE VIENNA

24


IMMOBILIENMANAGEMENT

GESIBA

GESIBA

Gemeinnützige Siedlungs- und

Bauaktiengesellschaft

Die GESIBA ist nicht nur einer der größten

sozialen Wohnbauträger in Wien, sie ist

auch Hausverwaltung, Facility-Management

und Dienstleistungsunternehmen

1013 Wien, Eßlinggasse 8–10

Tel.: +43 (1) 534 77-0

Fax: +43 (1) 534 77-600

für mehr als 26.000 Wohnungen, zusammen

mit Geschäften, Büros und diversen

E-Mail: office@gesiba.at

Web: www.gesiba.at

Sondernutzungen betreut sie mehr als

Vorstand

44.000 Einheiten. Außerdem ist sie in

Gen.-Dir. Ing. Ewald Kirschner

einigen Wiener Bezirken in der Gebietsbetreuung

tätig. Passend dazu das Motto der GESIBA „Fair Living“ als Gesamtdienst-

Dir. Dr. Manfred Haas

leistungsunternehmen.

Aufsichtsrat

Mit dem Haus-Verwaltungs-Informations-System (HaVIS) hat die GESIBA die erste

interaktive Plattform zwischen Mietern, Hausverwaltung und -betreuung eingerichtet.

Diese Plattform dient der Optimierung, der besseren Dokumentation und der Beschleunigung

von Serviceabläufen und ist gleichzeitig auch Informations- und virtuelles

Kompetenzzentrum: So gibt es Online-Einblick in die Betriebskostenabrechnung,

den Formularserver zum Download von Dokumenten und Formularen – zum

Beispiel für Wohnbeihilfe, Lohnsteuerausgleich und vieles mehr.

Seit dem Auslaufen des Hausbesorgergesetzes hat die GESIBA Hausbetreuungsteams

etabliert, die jene Anlagen sorgfältig pflegen, in denen keine Hausbesorger

Arbeitnehmervertreter mehr tätig sind.

Ewald Doleschal

Ziel der GESIBA ist nicht nur das Schaffen von leistbarem, hochqualitativem Wohnraum,

sondern auch die Garantie eines lebenswerten, intakten Wohnumfelds: Ge-

Günther Gersthofer

Otto Kouril (bis 31. 3. 2007)

Walter Schmölz meinschaftseinrichtungen, Förderung des Dialogs zwischen den Generationen, Eingehen

auf Wünsche und Vorschläge sowie Stabilisierung des sozialen Umfelds. „Fair

Ing. Robert Strehn

Living“, das zentrale Motto der GESIBA, ist angewandtes Mieter- und Kundenservice.

Im Berichtsjahr befanden sich zwölf Projekte mit 1.105 Wohneinheiten

und ein Kindertagesheim mit einem Gesamtbauvolumen

„ Die Mieterinnen und Mieter der

GESIBA sollen in ihren Anlagen von EUR 140.900.000,– in Bau; davon konnten vier Projekte mit

Freizeitangebote und soziale Interaktion

zu besten Voraussetzungen

288 Wohneinheiten übergeben werden.

nutzen können.“

Ausblick

Gen.-Dir. Ing. Ewald Kirschner Für 2007 wird die GESIBA ihre expansive, dynamische Wohnbaustrategie

fortsetzen und intensivieren, da Wien neue, leistbare

Wohnungen auf höchstem Standard, bei nachhaltiger und ökologisch ausgerichteter

OSR Dr. Josef Kramhöller (Vorsitzender)

Dir. Erwin Miggl (1. Stellvertreter)

SR Dr. Klaus Baringer (2. Stellvertreter)

OMR Dr. Kurt Peter Chylik

OSR Dipl.-Ing. Dr. Franz Deix

Dir. Peter Hanke

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

SR Mag. Helene Miksits

Ber.-Dir. OSR Mag. Wolfgang Müller, MBA

Dr. Peter Pillmeier

Planung braucht. Per Ende März 2007 befinden sich acht Projekte mit 817 Wohneinheiten

und einem Kindertagesheim im Bau. Das Gesamtbauvolumen beträgt

EUR 105.800.000,–. Weiters ist für das Jahr 2007 der Baubeginn für weitere fünf Projekte

mit 574 Wohneinheiten und einem Gesamtbauvolumen von EUR 67,100.000,–

vorgesehen.

26


Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

Die Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H. (WSE) ist Initiator und zentrale

Ansprechstelle wichtiger Stadtentwicklungsprojekte zur Förderung des Wirtschaftsstandorts

Wien. Für die Projektentwicklung der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

m.b.H. (WSE) stand im Jahr 2006 die Etablierung eines Biotechnologiezentrums

in der Muthgasse sowie das Vorwärtskommen zur Verwertung von Grundstücken

im Stadtentwicklungsgebiet St. Marx im Vordergrund.

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

mbH (WSE)

1021 Wien, Messeplatz 1

Tel.: +43 (1) 720 30 50

Fax: +43 (1) 720 30 50-25

E-Mail: wse@wse.at

Web: www.wse.at

Geschäftsführung

St. Marx (Immobilienentwickung St. Marx GmbH)

Die so genannte Ausbaustufe 1 im Stadtentwicklungsgebiet St. Marx, das zu 100

Dir. Ing. Rudolf Mutz

Mag. Josef Herwei

Prozent im Eigentum der IEM Immobilienentwicklung St. Marx GmbH steht, umfasst

Aufsichtsrat

vier Bauplätze mit einer Gesamtgröße von rund 12 ha. Davon konnte bisher eine

OSR Dipl.-Ing. Dr. Franz Deix (Vorsitzender)

Gesamtfläche von fast 27.000 m 2 erfolgreich verwertet beziehungsweise verkauft OAR Gerhard Kammerer (Stellvertreter)

werden. Hauptaugenmerk wird derzeit auf die weitere Verwertung des Bauplatzes

„Rinderhalle“ mit einer Fläche von 29.874 m 2 gelegt. Im Berichtsjahr wurde die

Sanierung der Außenhülle der denkmalgeschützten Halle fortgesetzt. Dieses Vorhaben

wird durch EU-Mittel gefördert.

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

OStBR Dipl.-Ing. Susanne Lettner

Dir. Dipl.-Ing. Dr. Bernd Rießland

Vorst.-Dir. Ing. Gerhard Schmid

Dir. Dr. Daniela Strassl, MBA

Laufend werden Gespräche mit potenziellen Nutzern geführt. Ein Bauplatz auf dem

das sogenannte „Parteiengebäude“ steht, wurde in eine eigene Gesellschaft eingebracht.

Die Marxbox Liegenschaftsentwicklungs GmbH, eine 100-prozentige

Tochtergesellschaft der Immobilienentwicklung St. Marx GmbH,

soll mit einem privaten Investor das Projekt – angelehnt an die „ Die WSE konnte für die weitere

Entwürfe „Skybox“ des Architekturbüros The Unit – realisieren. Entwicklung ihrer Flächen wichtige

Richtungspunkte setzen und die

Muthgasse – Glamas-Entwicklungsflächen

Etablierung des Bereichs Biotechnologie

für den Technologiecluster Muthgasse:

in der Muthgasse in die

Die Flächen (43.693 m 2 ) befinden sich zurzeit im außerbücherlichen

Wege leiten.“ Mag. Josef Herwei

Eigentum diverser Glamas-Gesellschaften. Für einen Teil der

Flächen (Biotech-Flächen) wurde im vergangenen Jahr ein Syndikat zur Projektentwicklung

zwischen WSE, BAI, Porr und Wiener Städtischen gegründet. Das Leitprojekt

„BOKU BioTech-Zentrum“ soll im Jahr 2009 fertig gestellt werden. Ein

Mietvertrag mit der BOKU wurde im September 2006 abgeschlossen. Neben der

BOKU soll auch Spin-off- und Start-Up-Unternehmen die Ansiedelung auf den

Biotech-Flächen ermöglicht werden. Dafür wird aktive Akquisition betrieben.

Für die Beteiligung als Kommanditist wurden seitens der WSE zwei Tochtergesellschaften

gegründet. Die WSE hat sich als Komplementärin zu je 20 Prozent beteiligt.

Muthgasse – Krone Entwicklungsfläche

(IMU Immobilienentwickung Muthgasse GmbH & Co KEG)

2006 erfolgten der Abbruch des Gebäudes auf dem Grundstück sowie weitere

Adaptierungsmaßnahmen. Auf dem Grundstück werden derzeit Parkplätze vermietet.

27


IMMOBILIENMANAGEMENT

Wiener Messe Besitz Gesellschaft

Wiener Messe Besitz GmbH

(MBG)

1021 Wien, Messeplatz 1

Tel.: +43 (1) 720 40 50

Fax: +43 (1) 720 40 50-25

E-Mail: office@mbg.at

Web: www.mbg.at

Geschäftsführung

Gen.-Dir. Ing. Rudolf Mutz

Aufsichtsrat

OSR Dr. Josef Kramhöller (Vorsitzender)

SR Dr. Klaus Baringer (Stellvertreter)

OMR Mag. Dr. Gerhard Cech

Dr. Susanna Fuchs-Weißkircher

Vizepräs. Komm.-Rat Michael Hochenegg

SR Mag. Helene Miksits

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 war bereits das dritte für das neue Messezentrum

Wien. Die Wiener Messe Besitz GmbH arbeitete im Jahr 2006 intensiv an

der Entwicklung der Flächen nördlich und südlich der Bestandsobjekte.

MesseCarree Nord

Zwischen April und Oktober 2006 wurden im Rahmen eines zweistufigen städtebaulichen

Wettbewerbs 24 Projekte hinsichtlich der Bebaubarkeit dieses Areals erarbeitet.

Basierend auf den Inhalten des Siegerprojekts der ARGE Architektinnen Tillner und

Freimüller-Söllinger werden derzeit gemeinsam mit der MA 21A

„ Nach der Errichtung der neuen

Wiener Messe trägt die MBG mit der

Entwicklung der MesseCarrees Nord

und Süd einen weiteren städtebaulichen

die Eckpunkte zur neuen Flächenwidmung ausgearbeitet, sodass

nach erfolgter endgültiger Flächenwidmung sowie nach Beendigung

der Fußball-Europameisterschaft 2008 mit der Realisierung

der Projekte begonnen werden kann.

Impuls zur Entwicklung der

Achse vom Praterstern bis zum MesseCarree Süd

Stadion bei.“ Gen.-Dir. Ing. Rudolf Mutz Der Abbruch der Hallen 14/16 wird nach erfolgter Asbestsanierung

im Jahr 2006 im ersten Quartal 2007 abgeschlossen. Für dieses

Areal wird derzeit eine erste Bebauungsstudie erarbeitet.

Der bereits seit 2004 zur Verfügung stehende „Rotundenplatz“ wurde auch 2006

mit einer Reihe von hochkarätigen Veranstaltungen wieder der Wiener Bevölkerung

präsentiert. Highlight war André Hellers internationale Show „Afrika!Afrika!“, die

rund 200.000 Besucherinnen und Besucher anlockte.

Ausblick

Aufgrund der Einschränkungen bis zur Fußballeuropameisterschaft 2008 kann

sowohl im Nord- als auch im Südbereich im Jahr 2007 noch keine Neubautätigkeit

erfolgen. Die Fertigstellung der U2 im Frühjahr 2008 wird allerdings für weitere

positive Impulse für das gesamte Areal sorgen.

28


LSE Liegenschaftsstrukturentwicklung

Die LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH wurde im Geschäftsjahr 2004 als

eine 100-prozentige Tochter der Wien Holding GmbH gegründet. Primär als strategische

Besitzgesellschaft konzipiert, bedient sie sich zur gesamtplanerischen Entwicklung

von städtebaulich bedeutsamen Liegenschaftsprojekten für die Erledigung

operativer Aufgaben weiterer Partnergesellschaften.

Im Rahmen der Ausgliederung von Aufgaben von Körperschaften öffentlichen

Rechts an juristische Personen des Privatrechts wird die LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs

GmbH von der Stadt Wien beauftragt, Liegenschaften der Stadt zu entwickeln

und zu verwerten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 wurden zwei Liegenschaften des Komplexes

„U2-Krieau“ an die optionsberechtigten Projektgesellschaften verkauft:

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs

GmbH

1021 Wien, Messeplatz 1

Tel.: +43 (1) 720 30 50-21

Fax: +43 (1) 720 30 50-25

Geschäftsführung

Mag. Josef Herwei

Liegenschaft 1: U2-Krieau Ecke Vorgartenstraße/Trabrennstraße

Hier handelt es sich um jene Fläche, auf der ab Beginn des Jahres

„ Durch das Miteinander von privaten

2007 mit Errichtungsarbeiten für das „Viertel Zwei“ mit dem

und öffentlichen Partnern wird eine

geplanten Bürohochhaus und einem Hotel begonnen wurde.

dynamische und gezielte Stadtentwicklung

ermöglicht.“ Mag. Josef Herwei

Liegenschaft 2: Parkplatz bei Ernst-Happel-Stadion

Auf dieser Fläche wurde bereits mit dem Bau des Einkaufszentrums „Stadion

Center“ begonnen. Bei beiden Liegenschaften wurden die notwendigen Arbeiten in

Abstimmung mit der U2 Stadtentwicklung GmbH durchgeführt.

Ausblick

Um den vorliegenden Masterplan zur Therme Oberlaa zu realisieren, wurden in

enger Zusammenarbeit mit der Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH und in Abstimmung

mit den zuständigen Dienststellen der Stadt Wien die notwendigen

Schritte zur grundtechnischen und zur rechtlichen Umsetzung vorgenommen.

Es ist angedacht, die der LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH seitens der

Stadt Wien eingeräumte Option zum Kauf von Flächen rund um den Kurpark

Oberlaa schrittweise zu aktivieren.

29


IMMOBILIENMANAGEMENT

U2 Stadtentwicklung

U2 Stadtentwicklung GmbH

1010 Wien, Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-39

Fax: +43 (1) 408 25 69-93

E-Mail: u2stadt@wienholding.at

Web: www.u2stadt.at

Geschäftsführung

Dir. Mag. Dr. Otto Schimpf (Vorsitzender)

Dir. Mag. Michael Griesmayr

Dir. Ing. Hermann Klein

Beirat

Gen.-Dir. Ing. Ewald Kirschner (Vorsitzender)

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

(Stellvertreterin)

Mag. Karin Assem-Honsik

Dipl.-Ing. Bernhard Engleder

OMR MMag. Dr. Sandra Hofmann

Andreas Hutflesz

OAR Karl-Peter Löwenstein

OStBR Dipl.-Ing. Wilfried Kalss

OStBR Dipl.-Ing. Andrea Kreppenhofer

Bezirksvorsteher Gerhard Kubik

Gen.-Dir. Ing. Rudolf Mutz

Dr. Ferdinand Podkowicz

SR Dipl.-Ing. Klaus Vatter

Die U2 Stadtentwicklung GmbH hat im Berichtsjahr 2006 ihren Betriebsgegenstand,

nämlich die Koordinierung der Bebauung, Einreichung zu sämtlichen Genehmigungen

sowie die Abwicklung des Flächentransfers und damit verbundene Baufreimachungen,

erfolgreich durchgeführt. Ein speziell entwickeltes Controllingsystem

begleitet den gesamten Projektfortgang bis zur Fertigstellung.

Die Bebauungspläne für die von der Gesellschaft entwickelten Flächen im zweiten

Wiener Gemeindebezirk sind im Berichtsjahr geringfügig erweitert worden.

Viertel Zwei

Durch den OMV-Beschluss, ihre Firmenzentrale an den Standort „Viertel Zwei“

(Vorgartenstraße/Ecke Trabrennstraße) zu konzentrieren, wurden die Bedarfsflächen

gegenüber der ursprünglichen Planung entsprechend angepasst. Anfang März 2007

erfolgte die Grundsteinlegung für das Bürohochhaus „Hoch Zwei“, ergänzt durch

die angrenzenden – von Architekt Martin KOHLBAUER entworfenen – Bürokomplexe

„Plus Zwei“ und „Biz Zwei“. Die Flächen für die Bauwerke wurden von der LSE

Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH auf jeweils einzelne Projektgesellschaften

der IC Projektentwicklung GmbH übertragen. Weitere Bürohäuser des Architektenteams

henke und schreieck („Rund Vier“) werden dann etwa zeitgleich (2009) fertig

gestellt und bezugsfertig sein. Ein Vier-Sterne-Hotel für den Konzern „Marriott“ mit

255 Gästezimmern, Konferenzräumen, Shops und einem Wellness Bereich wird die

neue autofreie Architektur-Landschaft, mit einem 50-prozentigen Grünanteil und

einem geplanten 5.000 m 2 großen See, komplettieren.

„ Die Fußball-EM ist ein Motor für

die Entwicklung dieses neuen Stadtteils.

Und sie ist Bestandteil unserer

Verantwortung im Sinne einer nachhaltigen

Stadtentwicklung.“

Dir. Dr. Mag. Otto Schimpf

Stadion Center

Beim parallelen Projekt der U2 Stadtentwicklung GmbH, dem

Einkaufszentrum „Stadion Center“ (Engerthstraße/Ernst-Happel-

Stadion), ist nach nur 64 Wochen Bauzeit der Rohbau Anfang

Jänner 2007 fertig gestellt worden. Als Eröffnungstermin wurde der

30. 8. 2007, also lange vor dem Zeitkriterium „Fußball-EM 2008“,

festgelegt. Die Mietfläche beträgt rund 35.000 m 2 .

Ausblick

Mit dem Abschluss der hier skizzierten Projektarbeiten und dem Baubeginn hat die

U2 Stadtentwicklung GmbH einen wesentlichen Teil des Wiener Stadtentwicklungsplanes

(STEP 05, Zielgebiet 12) erfüllt. Dieser Stadtteil wird mit seiner Infrastruktur

neue Maßstäbe in Lebens- und Arbeitsqualität setzen. Ein Entwicklungskonzept für

„Kunst im öffentlichen Raum Wien, Stadtentwicklungsgebiet Ziel 12, Areal U2“

sieht die Integration von Kunstprojekten vor dem Hintergrund der innovativen Architektur

vor. Für die Projekte der Baustufe 2 (Zeitraum 2008–2012), die Entwicklung

der so genannten „Uniongründe“, laufen die Vorbereitungen.

30


Schloß Laxenburg

Unternehmensgegenstand ist die Wiederherstellung, die Erhaltung und der Ausbau Schloß Laxenburg

des Schlosses Laxenburg einschließlich des dazugehörigen Schlossparks sowie die Betriebsgesellschaft m.b.H.

Schaffung eines Erholungsgebiets im Bereich Laxenburg, um dadurch eine Förderung

der Allgemeinheit auf geistigem und kulturellem Gebiet durch Denkmalpflege,

2361 Laxenburg, Schloßplatz 1

Tel.: +43 (2236) 71 226-0

Fax: +43 (2236) 72 730

Gesundheitspflege, Pflege des Natur- und Tierschutzes, Heimatpflege und dergleichen

zu erreichen.

Web: www.schloss-laxenburg.at/

E-Mail: office@schloss-laxenburg.at

Die Einzigartigkeit der Fauna und Flora, der Natur- und Baudenkmäler machten den

Geschäftsführung

Schlosspark Laxenburg auch im Jahr 2006 für mehr als eine Million Besucherinnen

Dir. Ing. Robert Dienst

und Besucher zum Ausflugsziel. Attraktiv für die ganze Familie ist die Fähre zur Franzensburg,

der riesige Kinderspielplatz mit großem naturnahen Bereich, die Bootsver-

Dir. LAbg. Günther Reiter

Aufsichtsrat

mietung, eine Panoramabahn, Pferdefuhrwerke und Ponys. Auch sportlichen Aktivitäten

sind auf dem 10-km-Wegenetz kaum Grenzen gesetzt.

GR Peter Maschat (Stellvertreter)*

Dr. Peter Pillmeier (Vorsitzender)*

Dir. Peter Hanke

Mit Beginn des Jahres 2006 wurde der Schloßpark Laxenburg in die ARGE Top- Ing. Walter Heidenreich

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Ausflugsziele Niederösterreich aufgenommen. Dies sind 40 niederösterreichische

Mag. Helmut Miernicki

touristische Unternehmen oder Organisationen, die Jahr für Jahr einem strengen (*im Jahreswechsel alternierend)

Auswahlverfahren unterzogen werden, damit aber zu den führenden Unternehmen

im niederösterreichischen Ausflugstourismus zählen. Das Ziel der Schloß Laxenburg

Betriebsgesellschaft ist es, durch den Beitritt zu den TOP-Ausflugszielen

Niederösterreichs die Qualität der Destination weiter „ Von der neuen Niederösterreich-Card

zu verbessern und durch die überregionalen Werbemaßnahmen erhoffen wir uns weitere Marketingund

Werbeimpulse, um noch mehr

Geschichte wie Ambiente des Schlossparks Laxenburg auch neuen

Gästen ans Herz zu legen.

Gäste zu gewinnen.“

Ganz im Sinne der historischen Bedeutung des Orts und des

Dir. Günther Reiter, Dir. Ing. Robert Dienst

Tourismus in Niederösterreich bietet Schloß Laxenburg auch die

neue Niederösterreich-Card an. Diese Karte gilt jeweils vom 1. April eines Jahres bis

zum 31. März des Folgejahres und berechtigt zum kostenlosen Eintritt bei rund 190

Ausflugszielen in Niederösterreich und Wien. Der Schlosspark Laxenburg bietet im

Rahmen dieser Karte den einmaligen kostenlosen Besuch des Parks sowie eine Führung

im Museum Franzensburg an.

Der Schlosspark Laxenburg steht seit 1999 gesamtheitlich unter Denkmalschutz. Seit

dem Jahr 2001 ist der Park auch ein „Natura 2000 Gebiet“. Alle Pflegemaßnahmen

werden im Sinne des Bundesdenkmalamts auf Basis eines umfassenden Parkpflegewerks

für den Schlosspark Laxenburg vorgenommen. Mit Stolz wurden im

Jahr 2006 an verschiedenen Orten des Parks neue Solitär-Bäume wie auch Baumgruppen

gesetzt. Gelbblühende Rosskastanien, Stieleichen, Säuleneichen, kastanienblättrige

Eichen, Tulpenbäume und Hängeeschen waren ebenso dabei wie österreichische

Schwarzföhren. Ein wichtiger Schritt zur Erneuerung und Vervollständigung

des wertvollen Baumbestands des Laxenburger Landschaftsparks.

31


IMMOBILIENMANAGEMENT

Studentenheim Döbling

Studentenheim Haus Döbling

Betriebsgesellschaft m.b.H.

1190 Wien, Gymnasiumstraße 85

Tel.: +43 (1) 369 54 90-16

Fax: +43 (1) 369 54 90-25

E-Mail: office.sth.doebling@netway.at

Web: www.haus-doebling.at

Geschäftsführung

Dir. Herbert Pretsch

Das Studentenheim Haus Döbling bietet Studenten und Studentinnen aus 35 Nationen

einen Platz zum Studieren, Wohnen und Leben in Wien. Derzeit verfügt das

Studentenheim über 700 Einzelzimmer in sechs Häusern, die wegen der vorteilhaften

Lage, des guten Heimklimas sowie des günstigen Preises sehr stark nachgefragt sind.

Im Berichtsjahr wurde das Kontingent der Erasmus-Studenten auf 125 erhöht,

womit die Internationalität des Heims neuerlich unterstrichen wird.

Trotz des geringen Preises für ein Einzelzimmer mit Euro 157,70 pro Monat im Studienjahr

2006/07 konnte die Haus Döbling BetriebsgmbH ausgeglichen bilanzieren.

Die betriebsnotwendigen Investitionen in die Einrichtung und Erneuerung der technischen

Anlagen wurden teilweise durch Zuschüsse der Bundesländer Burgenland

und Tirol gefördert und durch die Wien Holding unterstützt.

„ Unser günstiger Heimpreis unterstützt

die sich finanziell in einer Nachdem im vorangegangenen Jahr bereits zwei Häuser mit einer

Ausblick

schwierigen Lage befindlichen neuen Internetverkabelung versorgt wurden, sind für 2007 drei

Studentinnen und Studenten, da weitere Gebäude vorgesehen. Als Vorbereitung für die dritte Ausbaustufe

des Studentenheims wurde die Medienversorgung des

die Studiengebühren nicht abgeschafft

wurden.“

Personalwohnhauses umgeleitet; im Frühjahr 2007 beginnt der

Dir. Herbert Pretsch Abriss der Mensa. Durch die hohe Nachfrage und die nötigen

Sanierungen an den Bestandsobjekten wurde ein Umbau und Neubaukonzept

notwendig. Im Zuge dessen werden 162 neue Appartements errichtet.

Somit können nach der Fertigstellung die bestehenden sechs Gebäude sukzessive

saniert werden, ohne die Zimmerkapazität des Heims zu verringern.

Die Bauverhandlung ist erfolgt und das Behördenverfahren im Gange. Nach der Bescheiderstellung

erfolgt die Ausschreibung der mit Plankosten von rund EUR 5,3 Mio.

projektierten neuen 162 Appartements. Die Wien Holding entwickelt unter dem

Immobiliennamen BASE22 ein weiteres Studentenheim für die Region Centrope.

Durch das Know-how der Betriebsgesellschaft werden dafür Synergien abgerufen.

32


Wien Oberlaa Projektentwicklung

Wien Oberlaa

Projektentwicklung GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung

GmbH & Co KG

1010 Wien, Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-35

Fax: +43 (1) 408 25 69-93

E-Mail: office@wien-oberlaa.at

Web: www.wien-oberlaa.at

Geschäftsführung

Monika Freiberger

Beirat der Co KG

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr konnten wesentliche Schritte in der Projektentwicklung

erfolgreich abgeschlossen werden. Die Pläne des Projekts „Oberlaa Neu“

Stadtbaudirektor Dipl.-Ing. Gerhard Weber

(Vorsitzender)

Mag. Gottfried Koos

wurden erstmals im April 2006 vorgestellt und über Höhepunkte wie eine (Stellvertreter)

Verdoppelung der Wasserflächen der Therme auf 3.800 m 2 , die Errichtung einer Prim. Univ.-Prof. Dr. Johann Bröll

eigenen Kinderwelt, ein Sommer- und Outdoorbereich, eine großzügige „Relax- und

OStBR Dipl.-Ing. Bruno Domany

SR Mag. Dietmar Griebler, MBA

Sauna-Landschaft“, ein Gesundheitszentrum auf 10.000 m 2 , ein Day Spa, ein

Dr. Susanne Herbek

eigener Seminar- und Konferenzbereich im neuen 3-/4-Sterne-Hotel, Serviced Apartments

und vieles mehr berichtet.

Dir. Ing. Walter Troger

Dir. OAR Otto Müller

Das Gesamtprojekt „Oberlaa Neu“ wurde in drei Teilprojekte gegliedert: Die „Therme

Wien Oberlaa“, das „Thermen-Hotel Wien Oberlaa“ und der „Erlebnisbereich Life“.

Für die beiden ersten Teilprojekte wurden im März 2006 anonyme, EU-weite, nicht

offene Realisierungswettbewerbe gestartet und mit Herbst 2006 abgeschlossen. Für

das dritte Teilprojekt, den neuen Erlebnis- und Ausstellungsbereich „Life“, wurde der

Beginn der Detailprojektentwicklungsphase mit Herbst 2007 festgelegt.

Im Herbst wurde ein strategisches Kommunikationskonzept zur

Positionierung des Standorts in Form der Dachmarke „Oberlaa

„ Kurzurlaub ohne wegzufahren –

Neu“ für den Zeitraum 2007 bis 2010 in einer zweistufigen

‚Oberlaa Neu’ wird als eine einzigartige

Wettbewerbspräsentation ausgeschrieben und zum Jahresende Verbindung von gesundheitlicher

vergeben. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das Widmungsverfahren Kompetenz und Entspannung neue

aufgrund des vorgelegten Masterplans abgeschlossen.

Möglichkeiten eröffnen.“

Monika Freiberger

Ausblick

Die Errichtung und den Betrieb der neuen Therme wird Anfang 2007 die Therme

Wien Oberlaa Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. übernehmen, deren

Gesellschafter die Wien Holding und die VAMED sowie Investoren aus dem Bereich

Banken und Versicherungen sein werden. Die Wien Holding und die VAMED beteiligen

sich mit jeweils ca. 20 Prozent an der Gesellschaft. Das kommende Jahr wird vor

allem durch die nächsten Umsetzungsschritte wie Beginn der Abrissarbeiten und

darauf folgenden Bauarbeiten für die Therme Wien geprägt sein.

33


IMMOBILIENMANAGEMENT

PROMIS

PROMIS Projektentwicklung

Missindorfstraße GmbH

1010 Wien, Universitätsstraße 11

Tel.: +43 (1) 408 25 69-0

Fax: +43 (1) 408 25 69-37

E-Mail: promis@wienholding.at

Web: www.wienholding.at

Geschäftsführung

Dir. Dr. Robert Korab

Dir. Susanne Reppè

Der im Besitz der Wien Holding befindliche, in Wien-Penzing gelegene Gewerbehof

Missindorfstraße soll revitalisiert werden. Der Bestand, ein Bauteil aus der Gründerzeit

und ein weiterer aus den 1960er-Jahren, ist teilweise veraltet, die technische

Infrastruktur und andere Ausstattung sind verbesserungsfähig. Bis vor Kurzem gab es

lediglich Produktionsflächen. Auch ein klares Image des Standorts ist nicht vorhanden.

Geplant ist eine Aufwertung des Bestands durch Aufstockung, Umbau, Sanierung,

Teilabriss und ergänzenden Neubau. Ziel ist die Entwicklung eines hybriden Mixed-

Use-Projekts: Die derzeitige Nutzung als Gewerbehof soll bestehen bleiben, neue

Flächenangebote sollen sich jedoch in erster Linie an Firmen unterschiedlicher Größe

aus dem Bereich der „Creative Production“ wenden, mit Schwerpunkt auf die audiovisuelle

Medienproduktion.

„ Die Neuausrichtung des Gewerbehofs

Missindorfstraße orientiert sich

an den Bedürfnissen mittlerer und

kleiner Betriebe der Kreativwirtschaft

und des audiovisuellen

Mediensektors mit hoher Innovationskraft.“

Dir. Dr. Robert Korab

Nachdem 2005 bereits Okto Community TV in die Bestandsgebäude

eingezogen war, ist 2006 auch Kabel-TV-Wien an den

neuen Medienstandort übersiedelt. Mit der Neuausrichtung des

Standorts soll der wachsenden Bedeutung der Kreativwirtschaft

Rechnung getragen und ihren speziellen Anforderungen entsprochen

werden. Für die Wien Holding ist ein solcher Gewerbehof

neuen Typs eine innovationsorientierte Projektentwicklung mit

besonderem Imagefaktor.

Ein Wohnungsneubau entlang der Märzstraße im Norden des Areals soll die

Wohnfunktion im Quartier erhalten und erneuern. Der soziale Wohnbau wird durch

die „at home“ errichtet, ein neuer Trakt für den Gewerbeteil durch die Wien Holding

GmbH selbst. Darunter wird ein mehrgeschoßiges Volksgaragenprojekt realisiert.

Die gesamte vermietbare Fläche aller Bauteile beträgt derzeit 13.662 m 2 . In den

Bauteilen I und II sind elf Mieter eingemietet, die 11.740 m 2 Fläche belegen. Die

Bauteile III und IV sind bestandsfrei. Geplant sind mindestens 10.500 m 2 Neubau für

Gewerbe- und mindestens 7.500 m 2 für Wohnnutzung.

Im Sommer 2006 erfolgte die Gründung der PROMIS Projektentwicklung Missindorfstraße

GmbH zwischen der Wien Holding und der „at home“. Anschließend wurden

alle Vorbereitungen für die Durchführung des Architekten-Wettbewerbs getroffen,

sodass Anfang 2007 ein geladener städtebaulicher Wettbewerb gestartet wird, der

als Grundlage für die neue Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung die besten

städtebaulichen Entwürfe für das Areal ermitteln wird.

34


TECH GATE VIENNA

TECH GATE VIENNA

Wissenschafts- und

Technologiepark GmbH

1220 Wien, Donau-City-Straße 1

Tel.: +43 (1) 20 50 111-0

Fax: +43 (1) 20 50 111-900

E-Mail: office@techgate.at

Web: www.techgate.at

Geschäftsführung

Ein großer Teil der im Jahr 2006 auslaufenden Mietverträge konnte verlängert Dipl.-Ing. Thomas Jakoubek

werden. Im Bauteil TOWER sind mit Ende 2006 die Ebenen 0 bis 11 sowie 15 und

19 ausgebaut und vermietet. Im Jahr 2006 wurden in den Bauteilen TOWER und

GATE insgesamt 50 neue Mietverträge, Änderungsverträge oder Nachträge zu

bestehenden Mietverträgen abgeschlossen. Damit wurden fast 7.700 m 2 mit durchschnittlicher

Vertragslaufzeit von 25 Monaten vermietet. Das sind –

die etwa 2.000 m 2 Veranstaltungsflächen nicht eingerechnet – „ Als Wiens erste Adresse für Hightechrund

30 Prozent der vermietbaren Gesamtfläche von 25.700 m 2 .

Die rund 2.000 m 2 Veranstaltungsflächen konnten im Jahr 2006 fast

450-mal vermietet werden. Unter anderem wurden auch einige Groß-

Events gewonnen, wie zum Beispiel die Verleihung des Wiener Innovationspreises

Mercur 2006 durch die Wiener Wirtschaftskammer.

Mit der Reduzierung der Geräte-Vermietung des Virtual Reality

Centers gewinnt die Entwicklung des zweiten Standbeins des VRC,

des Planverwaltungssystems PVS-ASP, zunehmend an Bedeutung.

Im Jahr 2006 konnten insgesamt fünf Großprojekte und mehrere

Entwicklung bietet Tech Gate Vienna

mit dem neuen Tech Gate Tower nunmehr

rund 55.000 m 2 Bruttogeschoßfläche

und ist somit Österreichs größtes

Technologiezentrum. Ausschlaggebend

für den Ausbau war unter

anderem die hohe Nachfrage nach

bestens ausgebauten Mietflächen.“

Dipl.-Ing. Thomas Jakoubek

kleine Bauvorhaben betreut werden.

Höhepunkt des Jahres für Tech Gate Vienna war die feierliche Eröffnung des Tech

Gate TOWER im Rahmen der in Kooperation mit der WED AG durchgeführten

Vienna DC Gala zum 10-jährigen Bestehen des Standorts Donau-City. Stargast bei

diesem Ereignis war der ehemalige US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger

Henry Kissinger neben mehr als 600 anwesenden Gästen.

Von rund EUR 378.000,– Gesamtinvestition im Jahr 2006 entfiel der Großteil auf den

mieterspezifischen Ausbau des Bauteils TOWER. Der Umsatz konnte um 25 Prozent

von rund EUR 4,145 Mio. auf EUR 5,187 Mio. gesteigert werden. Das EGT wurde

geringfügig erhöht; ein ausgeglichenes Ergebnis wurde erzielt.

Ausblick

Für das Jahr 2007 ist mit einer erhöhten Auslastung beider Bauteile zu rechnen, da

einige neue Mietverträge entweder bereits abgeschlossen oder unmittelbar vor

Vertragsabschluss stehen. Außerdem werden mit mehreren Interessenten derzeit

intensive Verhandlungen für große Mietflächen geführt.

35


Vereinigte Bühnen Wien

Wiener Stadthalle

Haus der Musik

Jüdisches Museum Wien

Freizeit-, Kulturund

Veranstaltungsmanagement

Mozarthaus Vienna

Wien Ticket

36


FREIZEIT-, KULTUR- UND VERANSTALTUNGSMANAGEMENT

Vereinigte Bühnen Wien

Vereinigte Bühnen Wien

Ges.m.b.H. (VBW)

1060 Wien, Linke Wienzeile 6

Tel.: +43 (1) 58 830-0

Fax: +43 (1) 58 830-33

E-Mail: info@vbw.at

Web: www.musicalvienna.at

Geschäftsführung

Gen.-Dir. Komm.-Rat Franz Häußler

Intendanz

Mag. Kathrin Zechner,

Musical, Entertainment

Dipl.-Ing. Roland Geyer,

Neue Oper Theater an der Wien

Aufsichtsrat

Gerhard Weis (Vorsitzender)

OSR Dr. Adelheid Bretterbauer

(Stellvertreter)

Dir. Peter Hanke

SR Mag. Helene Miksits

Dr. Karl Newole

SR Mag. Thomas Stöphl

Mag. Marion Winkler

Im Jubiläumsjahr 2006 zu Mozarts 250. Geburtstag präsentierte sich das Theater an

der Wien als neues ganzjähriges Opernhaus einem lokalen wie internationalen

Opernpublikum.

In der Zielsetzung einer innovativen Programmgestaltung, von der Barockoper bis

zur zeitgenössischen Oper, das Kulturangebot in Wien zu erweitern, wurde bereits

im ersten Opernjahr 2006 eine große Publikumsakzeptanz erreicht. Der dem Jahresregenten

Mozart gewidmete Jahresspielplan überspannte bekannte Werke wie

„Idomeneo“, „La Clemenza di Tito“, „Die Zauberflöte“, „Cosi Fan Tutte“, „Don

Giovanni“ und weniger bekannten Werken wie „Lucio Silla“ und „Requiem“. Das

vielfältige Programmangebot wurde durch konzertante Veranstaltungen im Rahmen

der OsterKlang- und KlangBogen-Bespielung bereichert.

In der künstlerischen Verantwortung der Musicalintendanz konnte die zweite Mitgliedsbühne,

das Raimund Theater, seine Positionierung als international anerkannte

Musicalbühne mit gegenüber den Vorjahren starken Zuwächsen bei den Gästen und

den Kartenerlösen weiter festigen.

2006 folgte der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals „Romeo und Julia“

mit einer Auslastung von 90,1 Prozent im ersten Halbjahr die Uraufführung des

Dramamusicals „Rebecca“ von Michael Kunze und Sylvester Levay am 28. September.

Bereits in der Spielzeit 2006 übertraf der Bespielungserfolg mit 98,7 Prozent

Auslastung alle Erwartungen und legte wie „Romeo und Julia“ den Grundstein für

eine künftige internationale Vermarktung.

„ Im Berichtsjahr sahen 440.544 Gäste

2006 wurden auch die erforderlichen Planungsunterlagen für die

die 437 Veranstaltungen der

Funktionssanierung des denkmalgeschützten Etablissements

Vereinigten Bühnen in eigenen wie

Ronacher erstellt und die behördliche Projektgenehmigung wurde

betreuten Spielstätten im Rahmen

erwirkt. Aufgrund eingewendeter subjektiv-öffentlicher Anrainerrechte

muss der Bespielungsbeginn der dritten Mitgliedsbühne auf

der OsterKlang- und KlangBogenwie

Ronacher-mobile-Bespielungen.“ Ende Juni 2008 verschoben werden.

Gen.-Dir. Komm.-Rat. Franz Häußler Unter Bedachtnahme der künstlerischen Kontinuität wurden

Bespielungen im Rahmen „Ronacher mobile!“ auf dritten Spielstätten

wie im Odeon, im Museumsquartier und im Raimund Theater durchgeführt

und erfreuten sich eines starken Publikumsinteresses.

Die internationale Vermarktung der Eigenproduktionen wurde auch 2006 im Wege

der Tochtergesellschaft VBW Kulturmanagement- und Veranstaltungsges.m.b.H.

erfolgreich fortgesetzt. Die Entwicklung neuer Stoffe und deren Realisierung wie

Verwertung haben das Unternehmen zu einem wichtigen Content-Player in Europa

gemacht. So wurden die Musicalproduktionen „Elisabeth“, „Mozart“, „Tanz der

Vampire“ und „Rudolf“ auf internationalen Spielstätten präsentiert.

38


Wiener Stadthalle

Die Wiener Stadthalle konnte auch im Jahr 2006 ihre Rolle als Europas führendes Wiener Stadthalle – Betriebs- und

multifunktionales Veranstaltungszentrum behaupten. Mehr als 1,15 Millionen Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

Besucherinnen und Besucher erlebten live nationale und internationale Höhepunkte 1150 Wien, Vogelweidplatz 14

Tel.: +43 (1) 981 00-0

aus den Bereichen „Entertainment“, „Sport“ und „Lebensnahe Bildung“, wie zum

Fax: +43 (1) 981 00-376

Beispiel die Installation „Dialog im Dunkeln“, und waren auch höchst zufrieden. So E-Mail: customer_care@stadthalle.com

hatten 90 Prozent einen positiven Eindruck von der Wiener Stadthalle, wie Besucherbefragungen

ergaben. Die Steigerung der Zugriffe im Internet um 80 Prozent zum

Web: www.stadthalle.com

Geschäftsführung

Vorjahr beweisen die Aktualität und Attraktivität der Veranstaltungen.

Dir. Prof. Komm.-Rat. Mag. Dr. Gerhard Feltl

Von 1999 bis 2006 wurden rund 70 Millionen Euro in Infrastruktur und Revitalisierung

des gesamten Areals, in die neue Halle F und in das Erscheinungsbild investiert

Dir. Prof. Komm.-Rat Peter Gruber

Aufsichtsrat

und damit der Stadthallenkomplex nicht nur optisch, sondern auch von den Veranstaltungsmöglichkeiten

her, massiv aufgewertet.

Dir. Peter Hanke (Stellvertreter)

Dr. Walter Schwartz (Vorsitzender)

OMR MMag. Dr. Sandra Hofmann

Die neue Halle F

Mag. Ulrike Huemer

Mag. Bettina Klötzl

Am 15. Februar wurde die Halle offiziell mit einer Galapräsentation und zahlreichen

prominenten Gästen aus Wirtschaft und Kultur eröffnet und konnte mit ihrem Arbeitnehmervertreter

attraktiven Programmangebot bereits im ersten Jahr rund 170.000 Besucherinnen Walter Krizmanits

Herbert Tegel

und Besucher begeistern. Die neue Showbühne mit einem Fassungsvermögen von

Josef Weissenburger

rund 2.000 Sitzplätzen beeindruckt durch ihre perfekte Optik und Ausstattung. Von

der Klimaanlage bis zur Licht- und Bühnentechnik verfügt sie über sämtliche Hightecheinrichtungen,

die eine moderne Eventlocation haben kann. Die Bühne misst

27 mal 15,3 Meter, die lichte Höhe beträgt 10 Meter.

„ Mit der neuen Halle F setzt die Wiener

Highlights

Stadthalle neue Maßstäbe in puncto

Die Liste der Stars, die 2006 aufgetreten sind, liest sich wie das

Qualität und Bühnenerlebnis.“

„Who’s who“ der internationalen Unterhaltungsbranche. Künstlerinnen

und Künstler wie Pink, Christina Aguilera und Anna Netrebko mit Rolando

Dir. Prof. Komm.-Rat Peter Gruber

Villazon, Max Raabe, die etablierten Kultbands Red Hot Chili Peppers und U2 sowie

die Youngstergruppe Tokio Hotel sorgten für Begeisterungsstürme. Die große

Flexibilität der Wiener Stadthalle illustrierten auch die Megaevents wie Holiday on

Ice, die BA-CA Tennis Trophy, das Fest der Pferde oder die 3 Night of the Jumps.

Ausblick

Für das kommende Jahr sind verstärkte Marketing- und Werbeaktivitäten insbesondere

im Bereich der VIP- und Hospitalityvermarktung vorgesehen. Dazu gehören

VIP-Broschüren, Angebote für Sponsoren und neue VIP-Logen mit Hospitality-Corner.

Für 2007 wurde auch eine enge Kooperation mit der österreichischen Kaderschmiede

für Musicaldarsteller, dem Performing Center Austria, beschlossen. Als zukunftsorientierter

Jugendschwerpunkt und richtungsweisendes Signal für junge Talente wird als

Auftakt die europäische Erstaufführung von „High School Musical“ gespielt.

39


FREIZEIT-, KULTUR- UND VERANSTALTUNGSMANAGEMENT

Haus der Musik – das Klangmuseum

Haus der Musik Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war unverändert positiv und es konnten

Betriebsges.m.b.H. Steigerungen sowohl der Besucherzahlen als auch der Umsätze erzielt werden. Wohl

1010 Wien, Seilerstätte 30 auch aufgrund des „Mozartjahres“ lag der Zuwachs über den Prognosen.

Tel.: +43 (1) 516 48

Im Jahr 2006 wurden die bestehenden Kontakte in die Tourismuswirtschaft nicht nur

Fax: +43 (1) 512 03 15

E-Mail: info@hdm.at intensiviert, sondern auch neue geknüpft. Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher

konnte im Jahr 2006 um 17 Prozent auf 160.264 gesteigert werden und erst-

Web: www.hdm.at

mals wurden insgesamt – zuzüglich der Gäste von Sonderveranstaltungen – mehr als

Geschäftsführung

200.000 Gäste gezählt. Der touristische Anteil beträgt derzeit 78 Prozent.

Dir. Simon K. Posch

Die Zusammenarbeit mit dem Stadtschulrat hinsichtlich der pädagogischen Arbeit

des Hauses der Musik funktioniert ausgezeichnet. Das speziell produzierte Unterrichtsmedium

„Musik im Spiel“ wird den Musikerzieherinnen und

„ Unser ambitioniertes Jahresziel Musikerziehern in Österreich periodisch präsentiert und als unterstützendes

Unterrichtsmittel zur Verfügung gestellt.

2006 haben wir förmlich gesprengt.

In 2007 wollen wir weiterhin auf Der Anteil von Schulgruppen konnte auf dem hohen Niveau

gewohnt hohem Qualitätsniveau gehalten werden. Insgesamt waren über 28.000 Schülerinnen und

Menschen aus aller Welt für die Schüler im Jahr 2006 im Haus der Musik. Der im Jahr 2002 verliehene

Österreichische Museumspreis hebt gerade den „hohen

Musik begeistern – Musik ist

Emotion und ohne Emotion können volksbildnerischen Wert“ und die „didaktisch moderne Aufbereitung“

hervor und attestiert dem Haus der Musik eine „herausra-

wir nicht Mensch sein – genau das

wollen wir vermitteln.“

gende kulturelle Bedeutung für Wien“.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war auch ausgefüllt mit einer Reihe

Dir. Simon K. Posch

von Veranstaltungen, die dem Jahresjubilar Mozart gewidmet

waren. Die Mozart-Oasenkonzerte im Innenhof des Hauses wurden in Zusammenarbeit

mit der Intendanz des Mozartjahres organisiert und außerordentlich gut angenommen.

Ebenso fand das Kombiticket mit dem Mozarthaus Vienna großen

Anklang. Weitere 58 Eigenveranstaltungen, Kinderkonzerte sowie kleine Sonderausstellungen

haben das Angebot abgerundet. Der Bereich der Fremdveranstaltungen

konnte erneut einen Zuwachs verzeichnen. Die Vermietung des Veranstaltungssaals

sowie des Innenhofs hat mit insgesamt 92 Veranstaltungen einen neuen Höchststand

erreicht.

Bereits Tradition haben bereits die beiden „Langen Nächte“ (Lange Nacht der Musik

und Lange Nacht der Museen), die jeweils mehr als 5.000 Besucherinnen und

Besucher ins Haus der Musik lockten.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2007 ist aufgrund der intensiven Marketing- und

Vertriebsarbeit weiterhin mit einem guten Verlauf zu rechnen. Speziell die Bereiche

„Fremdveranstaltungen“ sowie der Museumsshop haben noch Wachstumspotenzial.

Die neue „Membership-Card“ wird im Mai 2007 eingeführt werden.

40


Jüdisches Museum Wien

Das Jüdische Museum Wien kann auch 2006 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr Jüdisches Museum der Stadt

zurückblicken. Im Haupthaus in der Dorotheergasse wurde eine Steigerung der 1010 Wien, Trattnerhof 2/106

Besucherzahlen um fast 7,5 Prozent erreicht. Insgesamt besuchten das Museum in Tel.: +43 (1) 535 04 31

Fax: +43 (1) 535 04 24

der Dorotheergasse, die Außenstelle Judenplatz und die Synagoge mehr als 92.000

E-Mail: info@jmw.at

Gäste aus dem In- und Ausland.

Web: www.jmw.at

Entscheidend zum Erfolg trug vor allem die Ausstellung über Lorenzo Da Ponte bei,

Geschäftsführung

die das Museum als Beitrag zum Wiener Mozartjahr 2006 organisierte: Diese Dokumentation

über den Librettisten Mozarts sahen mehr als 35.000 Besucherinnen und

Dir. Dr. Karl Albrecht-Weinberger

Dir. Dipl.-Ing. Georg Haber

Besucher. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Da Ponte Institut und

Aufsichtsrat

dem Wiener Mozartjahr. Während der Da Ponte-Ausstellung hielt das Museum auch

Komm.-Rat Dr. Thomas Lachs (Vorsitzender)

am Samstag probeweise geöffnet, ein Angebot, das vom Publikum nur zum Teil

Präsident Dr. Ariel Muzicant (1. Stellvertreter)

angenommen wurde, da seit mehr als einem Jahrzehnt in der Öffentlichkeit verankert

ist, dass das Museum zu Schabbat geschlossen bleibt.

Prof. Dr. Alexander Friedmann

Hofrat Dr. Günter Düriegl (2. Stellvertreter)

Als Ausstellung zum zehnjährigen Jubiläum anlässlich der Eröffnung des Museums

Dir. Peter Hanke

Dr. Johann Marte

in seiner endgültigen Gestalt präsentiert das Haus eine Schau mit den Frühwerken

Robert Sperling

von Friedensreich Hundertwasser, Arik Brauer und Ernst Fuchs. Die Schau wird

wegen des regen Publikumsinteresses bis über Ostern 2007 hinaus verlängert.

Arbeitnehmervertreter

Mag. Gerhard Milchram

Für sehr positives Echo sorgte auch die Ausstellung über Felix Salten.

Im Rahmen der Manès-Sperber-Ausstellung ließ es sich Bundespräsident Heinz Fischer

nicht nehmen, den Manès-Sperber-Preis persönlich an Karl-Markus Gauß zu überreichen.

Das Symposium über Manès Sperber erzielte ein beachtliches

Echo und findet im Museumsjahrbuch seinen Niederschlag.

„ Der Schwerpunkt des Jüdischen

Museums liegt uneingeschränkt auf

Für internationales Aufsehen sorgte eine Ausstellung über Jakob

Rosenfeld im Museum Judenplatz, die in Zusammenarbeit mit

der Erfüllung des Bildungsauftrags

dem österreichischen Chinaforschungsinstitut anlässlich des 50- im Haupthaus, darum werden auch

Jahr-Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen fortlaufend die Bildungsangebote für

Österreichs mit der Volksrepublik China organisiert wurde. Schulen ausgebaut und erweitert.“

Die Führungsangebote und Schulprogramme des Museums wurden

2006 weiter ausgebaut. Insgesamt wurden im Jahr 2006 fast 30.000 Besucher-

Dir. Dipl.-Ing. Georg Haber

innen und Besucher im Rahmen von Führungen und Vermittlungsprogrammen

betreut. Spezielle Angebote zum Wiener Ferienspiel und eigene Themenführungen

unter dem Titel „Museum unter der Lupe“ waren ebenso Publikumsmagnete wie die

Kooperation mit dem BA-CA Kunstforum rund um die Chagall-Ausstellung.

Ausblick

Mit einer Dokumentation über Oskar Strnad würdigt das Museum im Frühjahr 2007

einen heute weitgehend vergessenen Architekten und Bühnenbildner. Im Mittelpunkt

des Herbstprogramms steht das Erich-Wolfgang-Korngold-Jubiläum. Über den

Sommer wird eine Ausstellung zum Thema Frauen im Judentum präsentiert und auf

dem Judenplatz verspricht die Paul-Goldmann-Retrospektive verstärktes Interesse.

41


FREIZEIT-, KULTUR- UND VERANSTALTUNGSMANAGEMENT

Mozarthaus Vienna

Mozarthaus Vienna Errichtungsund

Betriebs GmbH

Das Mozarthaus Vienna hat seinen Betrieb plangemäß am 27. Januar 2006 zum offiziellen

Start des Wiener Mozartjahres 2006 begonnen und konnte gleich im ersten

Betriebsjahr einen ausgezeichneten Erfolg verbuchen. Bereits im Rahmen des dreitägigen

Eröffnungsfests besuchten über 10.000 Wienerinnen und Wiener und Touristinnen

und Touristen das Haus. Bis Ende des Jahres konnten rund 203.000

Besucherinnen und Besucher begrüßt werden, womit alle Erwartungen übertroffen

wurden. Bereits jetzt zeigt die Besucherstruktur deutlich, dass mehr als 80 Prozent

Geschäftsführung

des Publikums aus dem touristischen Bereich kommen.

Dir. Dr. Gerhard Vitek

Diesem Trend wurde bereits mit einer Erweiterung des Fremdsprachenangebots Rechnung

getragen: Neben dem im Eintrittspreis inkludierten Audio-Guide in Deutsch,

Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Japanisch kamen die Sprachen

Tschechisch, Ungarisch, Polnisch, Slowakisch und Russisch dazu,

„ Insgesamt kann gesagt werden, ein chinesischer Audio-Guide ist geplant.

dass das Mozarthaus Vienna als Die bisherigen inhaltlichen Aktivitäten sind in enger Abstimmung

das nachhaltigste Ergebnis der mit dem Wiener Mozartjahr 2006 durchgeführt worden. Im

Aktivitäten der Stadt Wien im gemeinsamen Projekt „Original Mozart“ etwa wurden Arbeiten

Mozartjahr 2006 einzustufen ist.“ von zwanzig brasilianischen Künstlerinnen und Künstlern aus den

Dir. Dr. Gerhard Vitek Bereichen Malerei, Fotografie oder Bildhauerei als erste Kunstausstellung

im Veranstaltungsbereich des Hauses präsentiert.

Auch wurde ein Konzertbetrieb mit renommierten Mozartinterpreten wie dem

Concilium musicum Wien auf Originalinstrumenten begonnen. Gesprächskonzerte

mit Brigitte Hamann, Madoka Inui oder Herbert Föttinger fanden beim Publikum

großen Anklang.

Die Multimediabereiche haben sich zum wahren Publikumsmagneten entwickelt, die

Entscheidung zu dieser Investition ist durch die Verleihung des Österreichischen

Multimedia Staatspreises 2006 bestätigt worden.

Wien verfügt mit dem Mozarthaus Vienna zudem über einen weiteren attraktiven

Ort zum Heiraten. Bald nach der Eröffnung „traute“ sich das erste Paar, im neuen

Veranstaltungssaal des Hauses den Bund der Ehe einzugehen.

1010 Wien, Domgasse 5

Tel.: +43 (1) 512 17 91

Fax: +43 (1) 512 17 91-91

E-Mail: office@mozarthausvienna.at

Web: www.mozarthausvienna.at

Ausblick

Aufgrund der Tatsache, dass sich bei den Buchungen der Reiseveranstalter für 2007

ein sehr positiver Trend abzeichnet sowie ein zusätzlicher Monat im jährlichen

Vollbetrieb zu veranschlagen ist, rechnet die Betriebsgesellschaft mit einem neuerlichen

Erreichen des Plansolls von 170.000 zahlenden Gästen für 2007.

Für Herbst ist eine inhaltliche Erweiterung des Hauses um ein Learningcenter mit

dem Projekt „Learning from Mozart“ geplant. Mit zusätzlichen Angeboten und kleinen

Themenausstellungen soll auch das Wiener und österreichische Publikum für

einen wiederholten Besuch im Mozarthaus Vienna begeistert werden. Weitere

Kooperationen, insbesondere mit anderen Mozartstädten, sind in Planung.

42


Wien Ticket

Im zweiten Geschäftsjahr seit der Gründung der WT Wien Ticket GmbH wurde WT Wien Ticket GmbH

neben der Kernkompetenz „Technische Innovation und Flexibilität“ auf eine massive 1060 Wien, Linke Wienzeile 6

Erweiterung der angebotenen Veranstaltungen sowie auf eine Intensivierung des Tel.: +43 (1) 588 30-529

Fax: +43 (1) 588 30-539

Marktauftritts gesetzt.

E-Mail: office@wien-ticket.at

Das Wiener Mozartjahr prägte den Jahresbeginn in vielfältiger Weise. Sowohl beim Web: www.wien-ticket.at

dreitägigen „Fest für Mozart“ an zehn Spielstätten sowie bei der Eröffnung des

Geschäftsführung

„Mozarthaus Vienna“ war das Team für den Bereich des Kartenverkaufs eingesetzt.

Dir. Mag. Markus Weber

Seit Beginn 2006 wird im Theater an der Wien Oper gespielt und der Abonnementverkauf

an Wien Ticket übertragen.

Beirat

Im Frühjahr wurde eine Marketingabteilung installiert, um das Kartenangebot auszuweiten

und im Bereich der Marketing- und Medienkooperationen für die Kom-

Mag. Erwin Molnar (Vorsitzender)

Dr. Herbert Szirota (Stellvertreter)

Mag. Wolfgang Hülbig

munikation der Marke „Wien-Ticket.at, 01-58885“ zu sorgen. So konnten Vereinbarungen

mit News Networld, W24, echo Medienhaus sowie vielen weiteren

Kooperationspartnern geschlossen werden.

Der grandiose Start des Twin City Liners zwischen Wien und Bratislava wurde ebenso

wie ein höchst erfolgreiches Jahr des Haus der Musik von Wien Ticket im Bereich

des Ticketing begleitet. Ein neu erstellter Onlineshop nach Vorbild

der Flugbuchung per Internet soll die Buchung von Schiffsreisen „ Das Team der WT Wien Ticket GmbH

im Jahr 2007 noch komfortabler machen.

erfüllte 2006 die vielfältigen Anforderungen

des Markts – von Museen

Noch vor dem Sommer wurde der „Wien Ticket Club“ gegründet, der

seinen Mitgliedern u. a. Ermäßigungen, Vorkaufsrechte sowie eine über Oper bis zu einer Schnellkatamaranverbindung

zwischen Wien

Rückvergütung vom Gesamtumsatz in Höhe von 2,5 Prozent bietet.

Der August war von letzten Vorbereitungen für die Konzerte des und Bratislava – ganz hervorragend.“

Superstars Robbie Williams geprägt. Das Team von Wien Ticket

Dir. Mag. Markus Weber

wickelte den Verkauf an den Stadionkassen an den Veranstaltungstagen ab, war mit

vielen Mitarbeitern zum Fan-Support vor Ort und sorgte für die Zutrittskontrolle mittels

Scan der Barcodes. So konnten unter den mehr als 100.000 Besuchern etwa 100

gestohlene Karten identifiziert und sichergestellt werden.

Zum Weihnachtsgeschäft wurden die attraktiven Geschenkcards präsentiert, die

reißenden Absatz fanden. Für die MA 7 wurde gleichzeitig die Aktion „Kultur zum

Schenken“ in Kooperation mit 15 Veranstaltern und Spielstätten abgewickelt. Ziel

dieser Aktion war das Erreichen neuer Käuferschichten für Kulturveranstaltungen.

Ausblick

Bereits im Herbst und Winter 2006 wurden die Vorbereitungen für Großprojekte

gestartet. Ab dem Start der Frühjahrssaison der Fußball-Bundesliga wird der gesamte

Verkauf von Eintrittskarten für den SK Rapid abgewickelt. Im Mai 2007 wird eine

Praterverbundkarte eingeführt und für den Sommer wird der Verkauf von Karten für

eine Vielzahl von Sommerfestivals vorbereitet. Einen weiteren Schwerpunkt für 2007

bilden Sportveranstaltungen.

43


Wiener Hafen-Gruppe

Central Danube

TINA Vienna

Logistik

und Mobilität

44


LOGISTIK UND MOBILITÄT

Wiener Hafen-Gruppe

Wiener Hafen Management

GmbH (WHM)

1023 Wien, Seitenhafenstraße 15

Tel.: +43 (1) 727 16-0

Fax: +43 (1) 727 16-200

E-Mail: office@wienerhafen.com

Web: www.wienerhafen.com

Geschäftsführung

Dir. Mag. Walter Edinger

Dir. Komm.-Rat Friedrich Pacejka

Aufsichtsrat

OSR MMag. Robert Spacek (Vorsitzender)

OAR Gerhard Kammerer (1. Stellvertreter)

Dir. Peter Hanke (2. Stellvertreter)

Präsident Paul Höfinger

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Peter Kunisch

OAR Gerhard Mörtl

OSR Dr. Peter Pollak, MBA

Dr. Karl Ruhs

Vorst.-Dir. Ing. Gerhard Schmid

Dir. Senator h. c. Prof. Mag. Dr. Günther Schön

Vorst.-Dir. Dr. Martin Simhandl

Stadtbaudir. Dipl.-Ing. Gerhard Weber

Arbeitnehmervertreter

Mit den Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau, dem Personenhafen bei der Reichsbrücke

und über 120 hauptsächlich logistiknahen Unternehmen bietet das Logistikzentrum

Hafen Wien der Wirtschaft die erforderliche Dienstleistungspalette für ihre

Import- und Exportabwicklungen. Der Güterumschlag von 10,8 Millionen Tonnen

unterstreicht die kontinuierlich wachsende Bedeutung der Wiener Hafen-Gruppe.

Im Jahr 2006 konnte die Umschlagsmenge der Hafengesellschaften um acht Prozent

auf über 4,7 Millionen Tonnen gesteigert werden. Mit 1,3 Millionen Tonnen verzeichnete

der Schiffsumschlag aufgrund der schwierigen Fahrwasserverhältnisse in

der ersten Jahreshälfte jedoch einen Rückgang. Mit rund 70.000 Pkw konnte der

Autoterminal im Wiener Hafen seine Position als wichtigster Verteilknoten der

Region bestätigen.

Im Sommer wurde die neue Rohstofflagerhalle mit einer Lagerkapazität von 5.000

Tonnen im Hafen Freudenau plangemäß fertig gestellt sowie ein mobiler Umschlagskran

in Betrieb genommen. Durch die Inbetriebnahme des Kühl- und Tiefkühllagers

im Hafen Freudenau im September konnte das Cross-Docking für eine internationale

Lebensmittelkette aufgenommen werden.

Die Hackschnitzelanlage der Bundesforste im Hafen Albern für das Biomassekraftwerk

von Wien Energie in Simmering ging im September in Betrieb. Im Juni war der

Wiener Hafen Gastgeber bei der Generalversammlung des Verbands der

Europäischen Binnenhäfen in Wien.

Anton Hagl

Silvia Riegler

Ausblick

Bis Herbst 2007 ist die Inbetriebnahme einer dritten Rohstofflagerhalle in der Freudenau

mit einer Lagerkapazität von 20.000 Tonnen und einem Investitionsvolumen von

EUR 3 Millionen geplant, um die große Nachfrage nach Zwischenlagerung von

Schüttgütern decken zu können.

„ Als trimodales Güterverteilzentrum

bietet der Wiener Hafen der regionalen

Wirtschaft die besten Voraus-

die Erweiterung des Kombiterminals Freudenau mit einem Volumen

Mit dem Spatenstich im Februar 2007 wurden die Bauarbeiten für

setzungen für eine nachhaltige von 72 Millionen Euro gestartet. Der Abschluss der Planungsarbeiten

Gestaltung des Güterverkehrs.“ für die Verlegung der B14/Freudenauer Hafenstraße in die Seitenhafenstraße

wird im Laufe des Jahres Dir. Mag. Walter Edinger

erwartet.

Ebenfalls 2007 wird mit der Errichtung des Hafentors samt der erforderlichen

Dammverstärkungen begonnen. Mit diesen Investitionen ist das Güterverteilzentrum

Hafen Wien für die Herausforderungen der Zukunft bestens vorbereitet. Ende 2009

wird die Fertigstellung dieser Infrastrukturausbauten abgeschlossen sein.

46


Wiener Hafen

GmbH & Co KG (WHG)

Wiener Hafen und Lager Ausbauund

Vermögensverwaltung,

GmbH & Co KG (WHV)

1023 Wien, Seitenhafenstraße 15

Tel.: +43 (1) 727 16-0 Fax: DW 200

E-Mail: office@wienerhafen.com

Web: www.wienerhafen.com

Wiencont Container Terminal

Gesellschaft m.b.H.

1020 Wien,

Freudenauer Hafenstraße 12

Tel.: +43 (1) 727 72-0 Fax: DW 19

E-Mail: office@wiencont.com

Web: www.wiencont.com/

Geschäftsführung

Dir. Mag. Walter Edinger

Aufsichtsrat

Dir. Komm.-Rat Friedrich Pacejka

(Vorsitzender)

Dir. Lars Hedderich (Stellvertreter)

Dir. Peter Hanke

Dir. Dipl.-Ing. Brigitte Jilka, MBA

Arbeitnehmervertreter

Andrea Buchecker

Thomas Haindl

Wiencont

Der von der Tochtergesellschaft Wiencont betriebene Containerterminal ist weiterhin

stark gewachsen und erreichte mit 277.000 Containereinheiten (TEU) einen

Zuwachs um 23 Prozent und damit einen neuerlichen Umschlagsrekord.

Die wöchentlichen Ganzzugsverbindungen zwischen Wien und den großen Seehäfen

Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam und Duisburg sowie nach Budapest, Bratislava

und anderen österreichischen Terminals steigerten sich von 38 auf über 50.

Mit diesem Netzwerk an Zugverbindungen konnte der Wiencont-Terminal im Wiener

Hafen seine zentrale Position als Kombiverkehrsdrehscheibe für Ostösterreich weiter

ausbauen.

47


LOGISTIK UND MOBILITÄT

DDSG - BLUE DANUBE

SCHIFFAHRT GMBH.

1020 Wien, Handelskai 265

Tel.: +43 (1) 588 80

Fax: +43 (1) 588 80-440

E-Mail: info@ddsg-blue-danube.at

Web: www.ddsg-blue-danube.at

Geschäftsführung

Dir. Mag. Helmut Richter

DDSG Blue Danube

Das Jahr 2006 war geprägt von einer sehr zufriedenstellenden Entwicklung der

Passagierzahlen. Speziell im Bereich der Veranstaltungsfahrten in Wien sind durch

neue Themen auch neue Kundengruppen erschlossen worden, aber auch die Linienfahrten

auf der Donau in Wien und der Wachau haben sich – begünstigt durch eine

gute Wetterlage – sehr positiv entwickelt.

Zentrales Thema war die Unterstützung der Central Danube Region Marketing &

Development GmbH bei der erfolgreichen Einführung der Schnellbootverbindung

zwischen Wien und Bratislava mit dem Twin City Liner. Sowohl der nautische Betrieb

als auch die wirtschaftliche Einführung sind sehr erfolgreich verlaufen.

Das vorhandene Know-how der Mitarbeiter der DDSG Blue

„ Die eigentliche Herausforderung

war die Wiederaufnahme einer Danube war dabei von besonderer Bedeutung für das Gelingen

Schnellbootverbindung auf der des Projekts.

Donau – und das hat unser nautisches

Team sensationell gemeistert.“ Im Herbst wurde nach dem Motto „Back to the roots“ der

Dir. Mag. Helmut Richter Firmensitz und Hauptstandort zurück an die Donau verlegt. Das

Unternehmen ist wieder näher an den Schiffen, aber auch näher

an die Partner Central Danube Regional Marketing & Development GmbH und Wiener

Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft gerückt.

Ausblick

Mit 1. 1. 2007 übernimmt die DDSG Blue Danube Schiffahrt GmbH ein weiteres

Ausflugsschiff in Wien. Mit der „MS Schlögen“ ist die Wiener Flotte nun komplett,

und das ermöglicht, optimale Abfahrtszeiten verteilt über den ganzen Tag für die

Gäste anzubieten. Ein wichtiger Schritt für die DDSG, aber auch ein positiver Impuls

für die Verbesserung des touristischen Angebots der Stadt Wien.

48


Wiener Donauraum

Der Trend zur Kreuzfahrtschifffahrt hielt auch 2006 weiter an, obwohl die überdurchschnittlichen

Wachstumsraten der vergangenen Perioden nicht ganz erreicht

wurden. Trotzdem hat der Hafenbetrieb die in ihn gesetzten Erwartungen voll erfüllt.

Unter Berücksichtigung der neu eingeführten Linienverbindung Wien–Bratislava

mit dem Twin City Liner konnte die Anzahl der abgefertigten Passagiere auf rund

265.000 gesteigert werden, was einem Zuwachs von mehr als 47 Prozent entspricht.

Die Anzahl der Schiffsanlegungen stieg um etwa 28 Prozent auf 4.681. Für die

Kreuzfahrtschifffahrt wurden rund 190.000 Passagiere abgefertigt.

Wiener Donauraum Länden

und Ufer Betriebs- und

Entwicklungs GmbH

1020 Wien, Handelskai 265

Tel.: +43 (1) 727 10-201

Fax: +43 (1) 727 10-290

E-Mail: office@donauraum.at

Web: www.donauraum.at

Geschäftsführung

Dir. Dr. Ronald Schrems

Das Bürogebäude war im Geschäftsjahr 2006 fast zur Gänze ausgemietet (95 Prozent

der Flächen). Das gemeinsam mit dem neuen Pächter renovierte Restaurant wird von

den Gästen gut angenommen und belebt den Standort. Die neu geschaffenen Büros

in der ehemaligen Passagierhalle sind zur Hälfte schon wieder vergeben.

Die Mitte 2003 neu übernommenen Aufgaben im Bereich der Entwicklung der

Ländenflächen in Wien wurden konsequent weitergeführt. Der Architektenwettbewerb

für ein neu zu errichtendes Einstiegsgebäude beim Schwedenplatz wurde

erfolgreich abgehandelt und ein Siegerprojekt ausgewählt. Weiters wurde ein

Grobkonzept einer Modellentwicklung der Wiener Länden unter dem Schlagwort

Wien an die Donau“ präsentiert.

Ausblick

Die noch freien Büros werden im Laufe des Jahres 2007 vermarktet werden, sodass

ab diesem Zeitpunkt das Bürogebäude zu 99 Prozent ausgemietet sein wird.

Im Geschäftsjahr 2007 werden die Vorarbeiten für das Einstiegsgebäude am Schwedenplatz

fortgesetzt und die dafür erforderlichen Grundflächen gesichert werden.

Wie der erfolgreich abgeschlossene Architektenwettbewerb zeigt, ist mit einem Investitionsvolumen

von rund EUR 4,0 Mio. zu rechnen. Weiters soll wasserseitig ein neuer

Ponton für die Einstiegsstelle des Twin City Liners gebaut werden um dem Passagiervolumen

von ca. 75.000 Passagieren in einer Saison Rechnung tragen zu können.

Um auch zukünftig das Wachstumspotenzial der Personenschifffahrt auf der Donau

optimal nutzen zu können, sind weitere Ländenabschnitte sowohl am rechten

Donauufer in Wien als auch am Donaukanal von der Gesellschaft anzupachten.

Die Neugestaltung der Flächen entlang des rechten Ufers der Donau im Bereich

Reichsbrücke befindet sich derzeit im Planungsstadium, erste Ergebnisse dazu liegen

bereits vor.

49


LOGISTIK UND MOBILITÄT

Central Danube

Central Danube Region

Marketing & Development GmbH

1020 Wien, Handelskai 265

Tel.: +43 (1) 727 10-201

Fax: +43 (1) 727 10-290

E-Mail: office@centraldanube.at

Web: www.centraldanube.at

Geschäftsführung

Dir. Dr. Ronald Schrems

Dir. Dr. Andreas Hopf

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2006 stand im Zeichen des Starts des Twin City Liners und der Einrichtung

einer Linienverbindung zwischen Wien und Bratislava. Dabei wurden die Erwartungen

bezüglich Auslastung und wirtschaftlichem Erfolg bei Weitem übertroffen. Unter Nutzung

dieses Erfolgs konnte ein Gesamtumsatz von rund EUR 2,4 Mio. erzielt werden.

Die Gesellschaft agiert dabei weiter als Akquisitions- und Marketinginstrument zur

Entwicklung von Infrastrukturprojekten in der „Central Danube Region“ und kann

diese Aufgabe unter Nutzung der wirtschaftlichen Erfolge aus Vorprojekten auch selbst

finanzieren. Im Geschäftsjahr 2006 wurden primär drei Geschäftsfelder bearbeitet:

Twin City Liner

Das erste Geschäftsfeld betrifft die Linienverbindung zwischen Wien und Bratislava

mit dem Twin City Liner. Das Projekt wurde als PPP-Modell realisiert, wobei die

Konzerntochter DDSG Blue Danube GmbH als Betreiber gewonnen werden konnte.

Derzeit wird die Linie mit einem Schnellkatamaran betrieben. Damit ist es gelungen,

ein attraktives und neues Service auf der Donau östlich von Wien

„ Der Start des Twin City Liners war

anzubieten.

ein voller Erfolg. In der doch recht

kurzen operativen Zeit wurden rund

Energy Contracting

80.000 Passagiere auf nahezu 1.000

2006 wurde das Geschäftsfeld Energiespar Contracting weiter

Fahrten befördert.“ Dir. Dr. Ronald Schrems

intensiv bearbeitet. CDR GmbH entwickelt in mehreren Projekten

auf Basis unserer regionalen Schwerpunkte in den Ländern Ungarn, Slowakei,

Tschechien und Österreich Energiesparpläne, im Speziellen wurden die nun als Referenzprojekte

dienenden Energieeinsparmodelle in Ungarn (Bäder Budapest) realisiert.

Public Equivalent Body

Als strategisches Geschäftsfeld Public Equivalent Body stehen der CDR GmbH vielfältige

Möglichkeiten offen, sich in EU-Projekten als Antragsteller oder Projektpartner

zu engagieren und so zu Fördergeldern zu gelangen. Die CDR GmbH hat sich daher

in förderwürdigen Projekten engagiert, erarbeitete Projektkonzepte, versuchte Projektpartner

zusammenzubringen und leistete inhaltliche Beiträge insbesondere im

Bereich Finanzfeasibilities.

Ausblick

Der positive Trend bei der Linienverbindung Wien–Bratislava mit dem Twin City Liner

wird sich fortsetzen. Bei den Projekterlösen im Geschäftsfeld Energy Contracting

werden in 2007 entsprechend der schon geleisteten Vorarbeiten Steigerungen

erwartet, sodass auch mit entsprechenden Ergebnisbeiträgen zu rechnen sein wird.

Auch im dritten Geschäftsbereich werden die Kontakte weiter gepflegt, um für die

Gesellschaft weitere interessante Projekte an Land ziehen zu können.

50


TINA Vienna

TINA Vienna, seit 2003 eine Tochter der Wien Holding, hat 2006 ihr neuntes

Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. In diesem Zeitraum wurden 27 Projekte mit

einem Umsatz von über 9 Millionen Euro abgewickelt.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Berichtsjahres zählten sicherlich das Korridormanagement

des Korridor VII, die damit verbundene Großveranstaltung im Juni in

Galati und die Teilnahme an der InnoTrans – der größten Verkehrsmesse Europas –

mit den Projekten GüterBim-Telematik und NetScan im September in Berlin.

Der Projektfortschritt im Projekt GüterBim-Telematik ermöglichte für den zweiten

Weihnachtssamstag den Betrieb der PackerlBim als Serviceleistung für alle, die Weihnachtsgeschenke

eingekauft haben. Im Rahmen von CENTRAL wurde ein Informationsworkshop

zum Förderwesen der Europäischen Kommission in Györ abgehalten.

TINA Vienna - Transport

Strategies Ges.m.b.H.

1082 Wien, Lange Gasse 30

Tel.: +43 (1) 4000-84271

Fax: +43 (1) 4000-7997

E-Mail: office@tinavienna.at

Web: www.tinavienna.at

Geschäftsführung

Dir. SR Mag. Otto Schwetz

Dir. SR Dr. Thomas Weninger

TINA Vienna blickt in die Emirate

„ Nur die gemeinsame Entwicklung aller

Am 22. November 2006 fand im Emirates Palace Hotel in Abu

Verkehrsträger ermöglicht ein nachhaltiges

Konzept für die Zukunft.“

Dhabi die feierliche Unterzeichnung des „Memorandums of

Understanding“ zwischen der TINA Vienna Transport Strategies

Dir. SR Mag. Otto Schwetz

GmbH und der United Group Holdings (UGH) der United Arab

Emirates (UAE) statt. Diesem Ereignis waren intensive Verhandlungen vorausgegangen.

TINA Vienna entsprach dem Wunsch der Emirate – vor allem von Abu Dhabi –, eine

nachhaltige Entwicklung des gesamten Verkehrswesens auf den Weg zu bringen.

Donauhanse

Dieses im INTERREG-IIIB-Programm geförderte Projekt wurde 2004 gestartet, wurde

durch die MA 27-EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung, das BMWA, die Donau

Niederösterreich Tourismus GmbH und die Wirtschaftsregion der Donaustädte mitfinanziert.

Ziel war es, eine stärkere Zusammenarbeit der Städte entlang der Donau zu erreichen.

Durch intensiven Informationsaustausch über das Projekt und das Konzipieren des

Subprojekts Datenplattform zu den Themen Häfen und Wirtschaft, Kultur und Tourismus

entstand der Beginn eines Netzwerks der Regionen und Städte an der Donau.

Wien und die Wiener Wirtschaft konnten in diesem Projekt vor allem vom Informationsaustausch

profitieren. Wien selbst hat seine Rolle als „Gravitationszentrum“

unter den Donaustädten hervorgehoben. TINA Vienna leitete in den Jahren 2005

und 2006 gemeinsam mit der MA 27 das Projektmanagement. Am 6. und 7. Dezember

2006 fand im Wiener Rathaus eine Bürgermeisterkonferenz als Abschluss zum

Projekt Donauhanse statt.

TINA Vienna hat für 2007 den Auftrag zur Aktualisierung und Weiterführung der

Datenbank erhalten und wird ab September 2007 gemeinsam mit der MA 27 ein

Nachfolgeprojekt – Donauhanse II – einreichen.

51


Entsorgungsbetriebe

Simmering

Umweltmanagement

52


UMWELTMANAGEMENT

Entsorgungsbetriebe Simmering

Entsorgungsbetriebe Simmering

Gesellschaft m.b.H. (EbS)

1110 Wien, 11. Haidequerstraße 7

Tel.: +43 (1) 760 99-0

Fax: +43 (1) 760 99-5800

E-Mail: info@ebs.co.at

Web: www.ebs.co.at

Geschäftsführung

Gen.-Dir. Dipl.-Ing. Peter Bortenschlager

Aufsichtsrat

OSR Dr. Josef Kramhöller (Vorsitzender)

TOAR Ing. Christian Gantner

(Stellvertreter)

SR Dr. Klaus Baringer

Dir. Dr. Erich Haider

Dir. Peter Hanke

SR Mag. Karl Pauer

Arbeitnehmervertreter

Gerhard Maresch

Dipl.-Ing. Miklos Papp

Petra Piesel

Die Entsorgungsbetriebe Simmering Ges.m.b.H. betreiben im Auftrag der Stadt

Wien die Hauptkläranlage Wien. Die Bedeckung der betrieblichen Aufwendungen

wird durch den dazu abgeschlossenen Vertrag mit der Stadt Wien über die Betriebsführung

der Hauptkläranlage Wien sichergestellt. Die Finanzierung erfolgt zu 100

Prozent aus Mitteln der Geschäftsgruppe Umwelt, bedeckt bei der Magistratsabteilung

30 – Wien Kanal.

Lagebericht

Die Hauptkläranlage Wien reinigt das gesamte in Wien anfallende Abwasser – jährlich

rund 200 Millionen Kubikmeter – mit einem mittleren Reinigungsgrad von 95

Prozent bei den Kohlenstoffverbindungen und über 70 Prozent bei den Stickstoffverbindungen.

Bei der Reinigung der Abwässer fallen rund 1,9 Mio. Kubikmeter

Klärschlamm an, die in der Schlammbehandlungsanlage im Werk Simmeringer Haide

von Wien Energie Fernwärme weiterbehandelt werden.

Im Jahr 2006, dem ersten vollen Betriebsjahr nach der Erweiterung, wurde vor allem

auf die Optimierung der Verfahrenstechnik und des Energieverbrauchs Wert gelegt.

Die EbS ist mit 99 Prozent an der Tierkörperbeseitigung Wien Ges.m.b.H. Nfg KG

(TKB) und mit 33,3 Prozent an der Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft

m.b.H. (WKU) beteiligt.

Tierkörperbeseitigung Wien

GmbH Nfg KG (TKB)

1110 Wien, Simmeringer Lände 208

Tel.: +43 (1) 767 61 76

Fax: +43 (1) 767 61 76-17

E-Mail: tkb-wien@eunet.at

Ausblick

Im Jahr 2007 sind weitere Optimierungsschritte in der Betriebsführung geplant.

Weiters ist die Einführung eines integrierten Managementsystems vorgesehen.

Tierkörperbeseitigung Wien Ges.m.b.H. Nfg KG (TKB)

Die TKB betreibt die städtische Wasenmeisterei und ist vertraglich verpflichtet, für

Geschäftsführung

das Land Wien die Sammlung und Entsorgung von Abfällen tierischer Herkunft

durchzuführen. Insbesondere im Seuchenfall hat die TKB die im Katastrophenplan

des Landes Wien geregelten Maßnahmen einzuleiten und die seuchensichere

Entsorgung zu gewährleisten.

Im Jahr 2006 führten die laut Geflügelpestrisikoverordnung notwendigen Maßnahmen

zu erheblichen Mehraufwendungen.

„ Die neue Hauptkläranlage Wien

Über den öffentlichen Auftrag hinaus hat sich die TKB mit der Entsorgung

tierischen Materials von Unternehmen des Lebensmittels-

reinigt das gesamte in Wien

anfallende Abwasser und ist hervorragend

für die Zukunft gerüstet.

sektors ein zweites Standbein geschaffen.

Derzeit werden jährlich rund 200

Millionen Kubikmeter Abwasser

behandelt.“

Entsorgungsbetriebe Simmering

Gesellschaft m.b.H.

als persönlich haftender Gesellschafter

Gen.-Dir. Dipl.-Ing. Peter Bortenschlager

54


Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft

Die WKU wurde im Juni 2002 gegründet und steht zu 100 Prozent im Eigentum der

Stadt Wien. Die Magistratsabteilung 48 ist zu 66,7 Prozent, die EbS zu 33,3 Prozent

an der Gesellschaft beteiligt.

Hauptaufgabe der WKU ist die Errichtung der Müllverbrennungsanlage Pfaffenau

sowie der Biogas Wien. Die Finanzierung erfolgt zu 100 Prozent aus Mitteln der

Geschäftsgruppe Umwelt, bedeckt bei der Magistratsabteilung 48 – Abfallwirtschaft,

Straßenreinigung und Fuhrpark.

Genehmigungsverfahren

Für die Müllverbrennungsanlage Pfaffenau war eine Genehmigung gemäß Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz,

für die Biogas Wien gemäß Abfallwirtschaftsgesetz

erforderlich. Nach Abschluss der umfangreichen Genehmigungsverfahren liegen für

beide Anlagen alle erforderlichen Bewilligungsbescheide vor.

Müllverbrennungsanlage Pfaffenau

Zweck der geplanten Anlage ist die thermische Behandlung von Restmüll aus den

Haushalten der Stadt Wien. Die Energie aus dem Restmüll wird in Form von Strom

und Fernwärme zurückgewonnen. Die Anlage verfügt über eine Verbrennungskapazität

von 250.000 Tonnen Restmüll pro Jahr.

Die thermische Behandlung des Restmülls erfolgt in einer Rostfeuerung mit zwei

Linien mit jeweils nachgeschalteter Abgasreinigungsanlage, bestehend aus

Entstaubung, zweistufiger nasser Rauchgaswäsche, Aktivkoksfilteranlage und katalytischer

Entstickung. Der Standort der MVA Pfaffenau liegt im Bereich des Umweltzentrums

Simmering.

Wiener Kommunal-

Umweltschutzprojektgesellschaft

m.b.H.

1110 Wien, 11. Haidequerstraße 7

Tel.: +43 (1) 760 99-0

Fax: +43 (1) 760 99-5800

E-Mail: info@ebs.co.at

Web: www.ebs.co.at

Geschäftsführung

Gen.-Dir. Dipl.-Ing. Peter Bortenschlager

Dir. Dipl.-Ing. Helmut Kadrnoska

Aufsichtsrat

OSR Dr. Josef Kramhöller (Vorsitzender)

TOAR Ing. Christian Gantner (Stellvertreter)

OSR Dipl.-Ing. Hans Bachl

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Franz Oberndorfer

Biogas Wien

Zweck der Anlage ist die Vergärung von im Bereich der Stadt Wien gesammelten

biogenen Abfällen und Speiseresten. Die Energie aus den biogenen Abfällen wird in

Form von Wärme genutzt. Der Standort der Anlage liegt unmittelbar neben der MVA

Pfaffenau.

Projektablauf

Im Jahr 2005 wurden die EU-weiten Vergabeverfahren für die Errichtungsaufträge

erfolgreich durchgeführt und die Errichtungsaufträge vergeben. Am 20. April 2006

erfolgte im Beisein von Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Umweltstadträtin Mag. Ulli

Sima und Bezirksvorsteherin Renate Angerer der Spatenstich für beide Anlagen. Im

Herbst 2007 ist die Inbetriebnahme der Biogas Wien vorgesehen. Die Inbetriebnahme

der MVA Pfaffenau erfolgt im Herbst 2008.

55


Kabel-TV-Wien

Ö.K.O. Media

Medien

und Bildung

56


MEDIEN UND BILDUNG

Kabel-TV-Wien

Kabel-TV-Wien

Gesellschaft m.b.H.

1010 Wien, Reichsratsstraße 11

Tel.: +43 (1) 368 34 24

Fax: +43 (1) 368 24 65

E-Mail: office@ktv.co.at

Web: www.kabeltvwien.at

Geschäftsführung

Dir. Mag. Christian Cap

Aufsichtsrat

Dr. Peter Pillmeier (Vorsitzender)

OMR Mag. Elisabeth Miksch-Fuchs

(1. Stellvertreterin)

Dkfm. Klaus Stadler (2. Stellvertreter)

OSR Dr. Rudolf Gerlich

SR Mag. Dietmar Griebler, MBA

Hofrat Fred Vavrousek (bis 24. 8. 2006)

OAR Peter Zupancic

Derzeit sind rund 425.000 Haushalte Kunden des Wiener Kabelnetzes, mehr als

270.000 sind mit einem Breitband-Internet-Anschluss von Chello versorgt und rund

140.000 telefonieren über das kabeleigene Festnetz oder über Voice-over-IP.

Das Leistungsspektrum der UPC Telekabel Wien umfasst im analogen Bereich 39

Fernsehprogramme und weitere 69 TV-Programme im digitalen Bereich mit Zusatzprogrammen

und Premium-TV-Packages, die unter anderem auch teilweise Premiere

Austria umfassen. Darüber hinaus ist im digitalen Bereich mit Hilfe des Set-Top-

Computers der Zugang zu Near-Video-On-Demand und damit zu spannenden

Spielfilmen gewährleistet.

Die Kabel-TV-Wien ist die Programmgesellschaft des Wiener Kabelnetzes und mit

fünf Prozent an der UPC Telekabel Wien beteiligt. Als Programmgesellschaft ist sie

verantwortlich für das angebotene Programmbouquet der UPC Telekabel Wien, ist

aber als Programmgesellschaft auch Content-Produzent: Der Einstieg der Kabel-TV-

Wien in diesem Bereich erfolgte mit einem eigenen KabelText, der gerne und ausgiebig

über den Infokanal der UPC Telekabel Wien genutzt wird.

„ Der vor Jahren begonnene Weg, die W24

Kabel-TV-Wien zu einem umfassenden

Medienhaus zu entwickeln, wird

Inzwischen bietet die Kabel-TV-Wien mit W24 einen umfassenden,

Wien-bezogenen Stadt-Fernsehkanal an, der von 06:00 Uhr

bald abgeschlossen sein.“

Früh bis 21:00 Uhr Abend in einem 15-Minuten-Durchlauf das

Neueste aus Wien den Wiener Kabelkunden nahebringt. Die

Dir. Mag. Christian Cap

Entwicklung der kumulierten Tagesreichweite dieses Fernsehkanals

liegt derzeit, bezogen auf die Kabelkunden, bei 17 Prozent und, bezogen auf die

Wiener Gesamtbevölkerung, bei 10 Prozent. Damit ist es gelungen, W24 als Wiener

Stadt-Informationsprogramm zu etablieren. In Zukunft wird verstärktes Augenmerk

auf die Abendschiene gelenkt. Der Ausbau von W24 geht Hand in Hand mit einer

Neustrukturierung der Produktionsmöglichkeiten der Kabel-TV-Wien.

Damit kann sie mit ihren Tochterunternehmen den vollständigen Workflow – von der

redaktionellen Konzeption bis zur technischen Umsetzung im eigenen TV-Studio –

abdecken.

wienweb.at

Ergänzend zu W24 bietet die Kabel-TV-Wien mit dem eigenen Internet-Dienst

wienweb.at eine zu W24 bewusst vertiefende Informationsplattform über Wiener

Belange an, wobei sich dieser Dienst an zwei Personengruppen richtet: Einerseits an

diejenigen, die stets aktuell informiert werden wollen was gerade in Wien passiert

und andererseits an jene, die in unkomplizierter Art und Weise die angebotenen

Service-Dienste dieser Webseite nutzen. Das dritte Standbein von wienweb.at, die

Web-TV-Produktion, soll in Zukunft stärker ausgebaut werden.

58


Ö.K.O. Media

Lagebericht

Die Ö.K.O. Media-Dienstleistungen für den ORF bilden nach wie vor die wichtigste

Geschäftssparte des Unternehmens. Auch in diesem Jahr war die Firma von weiteren

Sparmaßnahmen des ORF betroffen. Der größte Teil des von der Ö.K.O. Media

beschäftigten Leihpersonals wurde abgebaut beziehungsweise vom ORF übernommen.

Das hat zwar zu einem Umsatzrückgang in dieser Geschäftssparte von rund

8 Prozent geführt, es ist aber gelungen, die Umsätze der anderen ORF-Dienstleistungen

um mehr als 5 Prozent zu erhöhen.

Dir. Dr. Michael Kraus

Geschäftsführung

Die Umsatzausweitung im Bereich des Marketings und der Eventbetreuung von Einkaufscentern

ist weiterhin in der Akquisitionsphase, wodurch die Umsatzeinbußen

im ORF-Geschäft durch diese Sparte noch nicht ganz wettgemacht werden konnten.

Durch Kosteneinsparungen von rund 25 Prozent gelang es dennoch,

ein positives Jahresergebnis zu erzielen und die Umsatzrentabilität

von rund 10 Prozent zu halten.

des ORF ist es der Ö.K.O. Media auch

„ Trotz weiterer Einsparungsmaßnahmen

in diesem Jahr gelungen, den

Höhepunkte des Berichtsjahres

Geschäftsbetrieb entsprechend anzupassen

und ein positives Ergebnis

Die Ö.K.O. Media hat eine enge Kooperation mit dem Markt-

Positionierungsstrategen Leonhard Kubizek begonnen und das auszuweisen.“ Dir. Dr. Michael Kraus

von ihm entwickelte Produkt „Motive Scan“ (ein Verifikationsinstrument

für Marketingmaßnahmen) zu einem weiteren Bestandteil der Leistungspalette

der Ö.K.O. Media gemacht. Dieses Produkt konnte unter anderem bei der Geschäftsführungs-Tagung

der Wien Holding im September 2006 und bei einer Pressekonferenz

am 17. Jänner 2007 einem interessierten Publikum vorgestellt werden.

Es geht dabei um die mittels wissenschaftlicher Messmethoden unterstützte Beurteilung

des Konsumentenverhaltens insgesamt und in besonderem Maße hinsichtlich

der Wirksamkeit von Werbemaßnahmen für Produktinnovationen. Die Produktvorstellung

ist nicht nur auf großes Interesse gestoßen, es konnten auch einige erste

Testaufträge gewonnen werden.

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING

SERVICES Gesellschaft m.b.H.

1014 Wien, Wallnerstraße 3

Postfach 3

Tel.: +43 (1) 803 50 50

Fax: +43 (1) 803 50 50-20

E-Mail: oe.k.o.media@nextra.at

Ausblick

Die Ö.K.O. Media geht davon aus, dass die Einsparungs- und Konsolidierungsmaßnahmen

beim ORF nunmehr abgeschlossen sind und daher mit keinen weiteren

Umsatzeinbußen zu rechnen sein wird.

Die Auswertung der umfangreichen Archivmaterialien der Ö.K.O. Media wurde

inzwischen begonnen und eine grundsätzliche Kooperation mit dem ORF vereinbart.

Es bestehen gute Aussichten, dass die Archivmaterialien der Ö.K.O. Media bei den

vorbereiteten Sonderberichten zu den Jahrestagen des Zusammenbruchs des

Kommunismus in den österreichischen Nachbarstaaten Verwendung finden.

Auch werden das neue Produkt „Motive Scan“ und das mit diesem in Verbindung

stehende Beratungsprodukt „Kiver“ im laufenden Jahr Umsatzbeiträge liefern.

59


WIEN HOLDING

Konzernabschluss der Wien Holding GmbH

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2006

AKTIVA

Stand

31. 12. 2006

Vergleich

31. 12. 2005

EUR EUR EUR TEUR

A. Anlagevermögen 317.407.555,21 316.532

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.224.644,26 13.249

1. Konzessionen, Rechte, Lizenzen 1.469.299,67 1.342

2. Geschäfts- (Firmen-)wert 6.707.247,49 11.892

3. geleistete Anzahlungen 48.097,10 15

II. Sachanlagen 240.874.003,13 231.804

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten, einschließlich der Bauten

auf fremdem Grund 201.471.675,62 185.753

2. technische Anlagen und Maschinen 3.474.329,60 2.344

3. andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 19.825.217,55 16.759

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.102.780,36 26.947

III.Finanzanlagen 68.308.907,82 71.480

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

(nicht konsolidiert) 5.072.072,84 72

2. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.119.936,10 3.073

3. Beteiligungen 1.616.081,14 1.123

4. sonstige Ausleihungen 205.157,28 194

5. Wertpapiere des Anlagevermögens 58.295.660,46 67.018

B. Umlaufvermögen 167.288.000,44 160.424

I. Vorräte 8.656.153,37 29.273

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 301.343,10 197

2. unfertige Erzeugnisse 0,00 4.661

3. fertige Erzeugnisse und Waren 6.644.206,31 23.754

4. noch nicht abrechenbare Leistungen 1.708.577,98 628

5. geleistete Anzahlungen gegenüber Dritten 2.025,98 31

II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände 47.902.852,36 23.860

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.416.949,82 16.964

2. Forderungen gegenüber verbundenen

Unternehmen (nicht konsolidiert) 2.507.019,97 85

3. Forderungen gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.179.545,53 500

4. sonstige Forderungen und

Vermögensgegenstände 14.799.337,04 6.312

III.Wertpapiere und Anteile 9.643.472,97 7.261

IV.Kassenbestand, Schecks,

Guthaben bei Kreditinstituten 101.085.521,74 100.030

C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.340.159,39 9.258

Rundungsdifferenzen bei den Vorjahreswerten bleiben unbeachtet.

493.035.715,04 486.215

60


Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2006

PASSIVA

Stand

31. 12. 2006

Vergleich

31. 12. 2005

EUR EUR EUR TEUR

A.Eigenkapital 224.096.783,32 227.326

I. Stammkapital 13.000.000,00 13.000

II. Kapitalrücklagen 175.214.199,06 154.813

1. gebundene Kapitalrücklagen 560.253,13 560

2. nicht gebundene Kapitalrücklagen 117.258.773,50 108.245

3. Sonderrücklage 57.395.172,43 46.007

III.Gewinnrücklagen 30.072.877,47 54.456

1. andere Gewinnrücklagen 30.072.877,47 54.456

IV.Ausgleichsposten für Anteile

anderer Gesellschafter 4.174.730,44 4.324

V. Konzernbilanzgewinn 1.634.976,35 733

davon Konzernvortrag EUR 733.289,21

(im Vj: EUR 0,00)

B. Investitionszuschüsse

aus öffentlichen Mitteln 23.809.296,96 15.912

C. unversteuerte Rücklagen 18.484.171,80 20.256

1. Bewertungsreserve aufgrund

von Sonderabschreibungen 18.484.171,80 20.256

2. sonstige unversteuerte Rücklagen 0,00 0

D.Rückstellungen 56.722.898,37 64.988

1. Rückstellungen für Abfertigungen 11.713.427,03 11.021

2. Rückstellungen für Pensionen 27.995.361,00 30.092

3. Steuerrückstellungen 613.997,61 719

4. sonstige Rückstellungen 16.400.112,73 23.157

E. Verbindlichkeiten 157.033.137,29 149.133

1. Anleihen 70.000.000,00 70.000

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.633.531,06 30.197

3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.394.062,34 417

4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 10.970.406,81 12.576

5. Verbindlichkeiten gegenüber

Beteiligungsunternehmen 5.503.336,27 359

6. sonstige Verbindlichkeiten 32.531.800,81 35.585

davon aus Steuern EUR 2.233.725,39

(im Vj: EUR 1.627.993,83)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 1.309.877,63

(im Vj: EUR 1.200.636,88)

F. Rechnungsabgrenzungsposten 12.889.427,30 8.599

493.035.715,04 486.215

Eventualverbindlichkeiten 1.318.925,34 5.077

61


WIEN HOLDING

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006

Stand

2006

Vergleich

2005

EUR EUR TEUR

1. Umsatzerlöse 109.114.677,51 98.874

2. Bestandsveränderungen 979.511,75 -14

3. sonstige betriebliche Erträge 60.705.644,35 31.457

a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum

Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 461.409,37 168

b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.841.055,94 2.159

c) übrige sonstige betriebliche Erträge 58.390.659,80 29.131

d) Erträge aus der Ertrags- und Aufwandseliminierung 12.519,24 0

4. Aufwendungen für Material und sonstige

bezogene Herstellungsleistungen -62.098.385,73 -29.928

a) Materialaufwand -23.842.887,14 -6.339

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -38.255.498,59 -23.590

5. Personalaufwand -70.194.855,14 -67.282

a) Löhne -10.053.100,87 -10.283

b) Gehälter -42.148.773,95 -38.501

c) Aufwendungen für Abfertigungen -1.720.529,90 -1.639

d) Aufwendungen für Altersversorgung -2.315.224,03 -3.014

e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben

sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -12.974.395,84 -12.992

f) sonstige Sozialaufwendungen -982.830,55 -853

6. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -16.557.477,44 -15.924

7. sonstige betriebliche Aufwendungen -48.539.653,26 -37.071

a) Steuern -1.195.276,81 -1.229

b) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -46.413.295,88 -35.819

c) Aufwendungen aus der Ertrags- und Aufwandskonsolidierung -931.080,57 -12

d) Aufwendungen aus der Schuldenkonsolidierung 0,00 -11

8. ordentlicher Konzernbetriebsverlust -26.590.537,96 -19.888

9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

und sonstigen Beteiligungen 352.009,85 1.218

10. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 1.076.641,69 1.006

11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.128.715,20 2.496

12. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu

Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 918.411,99 13.974

13. Aufwendungen aus Finanzanlagen

davon Abschreibungen EUR -254.208,24 (im Vj: EUR -51.547,34) -270.593,00 -1.166

14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.278.672,99 -1.143

15. Finanzergebnis 1.926.512,74 16.385

16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -24.664.025,22 -3.503

17. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -554.612,63 -646

19. Jahresfehlbetrag -25.218.637,85 -4.149

20. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 712.687,35 964

21. Konzernjahresfehlbetrag -24.505.950,50 -3.186

22. Auflösung unversteuerter Rücklagen 1.748.897,44 1.075

23. Auflösung von Kapitalrücklagen 0,00 0

24. Auflösung von Gewinnrücklagen 24.372.540,30 2.843

25. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen 0,00 0

26. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 0,00 0

27. Konzernvortrag 19.489,11 0

28. Konzernbilanzgewinn 1.634.976,35 733

Rundungsdifferenzen bei den Vorjahreswerten bleiben unbeachtet.

62


Konzern-Anlagenspiegel vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006

Anschaffungskosten

1. 1. 2006

Zugänge zu

Anschaffungskosten

Abgänge zu

Anschaffungskosten

Umbuchungen

Veränderung im

Konsolidierungskreis

Anschaffungskosten

31. 12. 2006

kumulierte

Abschreibungen

auf Veränderung

Konsolidierungsk.

kumulierte

Abschreibungen

laufend

Buchwert

31. 12. 2006

Buchwert

1. 1. 2006

Abschreibungen

2006

EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR

I. Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Konzessionen,

Rechte, Lizenzen 8.202.264,85 527.120,27 139.894,57 140.991,09

2. Geschäfts- (Firmen-)wert 27.285.046,62 0,00 0,00 0,00

3. geleistete Anzahlungen 15.300,00 65.517,65 0,00 -32.720,55

0,00 8.730.481,64 0,00 7.261.181,97 1.469.299,67 1.342.064,69 533.082,26

0,00 27.285.046,62 0,00 20.577.799,13 6.707.247,49 11.891.769,00 5.184.521,52

0,00 48.097,10 0,00 0,00 48.097,10 15.300,00 0,00

Summe Immaterielle

Vermögensgegenstände 35.502.611,47 592.637,92 139.894,57 108.270,54

0,00 36.063.625,36 0,00 27.838.981,10 8.224.644,26 13.249.133,69 5.717.603,78

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten,

einschließlich der Bauten auf

fremdem Grund

· Grundwert 30.000.111,67 1.196.896,06 24.364,65 10.885.868,00

· Baurecht 59.434,85 0,00 0,00 0,00

· Gebäudewert 268.021.775,72 2.150.358,45 795.887,30 7.725.069,66

· unbebaute Grundstücke 17.133.622,94 591.180,57 90.471,95 0,00

0,00 42.058.511,08 0,00 0,00 42.058.511,08 30.000.111,67 0,00

0,00 59.434,85 0,00 1.212,96 58.221,89 58.828,37 606,48

0,00 277.101.316,53 0,00 135.380.705,44 141.720.611,09 138.560.726,66 6.114.140,70

0,00 17.634.331,56 0,00 0,00 17.634.331,56 17.133.622,94 0,00

315.214.945,18 3.938.435,08 910.723,90 18.610.937,66

0,00 336.853.594,02 0,00 135.381.918,40 201.471.675,62 185.753.289,64 6.114.747,18

2. technische Anlagen und

Maschinen 14.011.104,23 1.780.521,53 544.689,37 21.231,98

3. andere Anlagen, Betriebsund

Geschäftsausstattung 48.496.879,83 3.961.146,81 2.042.397,89 3.885.211,33

4. geleistete Anzahlungen

und Anlagen in Bau 26.947.097,54 13.951.850,43 2.170.516,10 -22.625.651,51

0,00 15.268.168,37 0,00 11.793.838,77 3.474.329,60 2.344.230,56 666.531,52

0,00 54.300.840,08 0,00 34.475.622,53 19.825.217,55 16.759.003,82 4.058.594,60

0,00 16.102.780,36 0,00 0,00 16.102.780,36 26.947.097,54 0,00

Summe Sachanlagen 404.670.026,78 23.631.953,85 5.668.327,26 -108.270,54

0,00 422.525.382,83 0,00 181.651.379,70 240.874.003,13 231.803.621,56 10.839.873,30

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen (nicht konsolidiert) 93.199,70 5.000.000,00 0,00 0,00

2. Anteile an assoziierten

Unternehmen 3.202.993,87 325.849,07 278.095,74 0,00

3. Beteiligungen 1.123.005,58 506.701,85 0,00 0,00

4. sonstige Ausleihungen 327.884,96 26.162,22 15.988,02 0,00

5. Wertpapiere des

Anlagevermögens 68.543.421,25 20.656.754,82 29.391.784,79 0,00

0,00 5.093.199,70 0,00 21.126,86 5.072.072,84 72.072,83 0,00

-94.474,68 3.156.272,52 -93.747,95 36.336,42 3.119.936,10 3.072.909,50 0,00

0,00 1.629.707,43 0,00 13.626,29 1.616.081,14 1.123.005,58 13.626,29

0,00 338.059,16 0,00 132.901,88 205.157,28 194.083,85 -899,23

0,00 59.808.391,28 0,00 1.512.730,82 58.295.660,46 67.017.645,77 196.977,56

Summe Finanzanlagen 73.290.505,36 26.515.467,96 29.685.868,55 0,00

-94.474,68 70.025.630,09 -93.747,95 1.716.722,27 68.308.907,81 71.479.717,53 209.704,62

Summe Anlagevermögen 513.463.143,61 50.740.059,73 35.494.090,38 0,00

-94.474,68 528.614.638,28 -93.747,95 211.207.083,07 317.407.555,21 316.532.472,78 16.767.181,70


WIEN HOLDING

Erläuterungen zum Konzernabschluss

per 31. Dezember 2006

I. Allgemeine Erläuterungen

Der Konzernabschluss der Wien Holding GmbH zum 31. 12. 2006 ist nach den Vorschriften des HGB in der

Fassung des EU-GesRÄG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse der Klarheit

haben wir in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang

gesondert erläutert.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Wien Holding GmbH einunddreißig Tochtergesellschaften im Rahmen

der Vollkonsolidierung einbezogen. Bei einer Tochtergesellschaft wurde auf die Einbeziehung in den konsolidierten

Abschluss verzichtet, da diese aufgrund ihrer untergeordneten wirtschaftlichen Bedeutung das möglichst getreue

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht beeinträchtigt.

Darüber hinaus wurden acht assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Auf die Einbeziehung

von anderen assoziierten Unternehmen wurde aufgrund der Tatsache, dass die Beteiligungen für die Vermittlung

des möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von nur untergeordneter

Bedeutung sind (§ 263 (2) HGB), verzichtet.

Als Stichtag für die Erstkonsolidierung wurde das Jahr des Erwerbes der Anteile bzw. das Jahr der erstmaligen

Einbringung in den Konzernabschluss herangezogen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die vom Mutterunternehmen erstellten Konsolidierungsrichtlinien enthalten als Leitfaden eine Beschreibung der

Bewertungs- und Ausweisvorschriften, welche von allen einbezogenen Töchtern zu beachten waren.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Bei Vermögensgegenständen und

Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.

Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten

Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste, die im laufenden

Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungsoder

Herstellungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Teilwert angesetzt. Wertpapiere des

Anlagevermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

64


2. Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Forderungen

und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken im

Forderungsbestand werden durch Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt.

3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach finanz- bzw. versicherungsmathematischen Grundsätzen mit

einem Zinssatz von vier Prozent gebildet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit Grundsätzen mit

einem Zinssatz von vier Prozent gebildet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden mit

dem Betrag der erwarteten Inanspruchnahme bilanziert.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Fremdwährungsbeträge werden zum Anschaffungskurs oder zum höheren Briefkurs per 31. 12. 2006 bewertet.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Verbundene Tochterunternehmen wurden nach der Buchwertmethode gemäß § 254 HGB vollkonsolidiert, assoziierte

Unternehmen entsprechend § 264 HGB at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden die Anschaffungswerte der Tochterunternehmen mit dem anteiligen

Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Ein bei der Erstkonsolidierung

entstehender aktivischer Unterschiedsbetrag wurde mit stillen Reserven im Anlagevermögen bzw. als Firmenwert

ausgewiesen. Aktivierte Firmenwerte werden in einem Zeitraum von fünf Jahren amortisiert bzw. gegen Rücklagen

verrechnet.

Die Anteile konzernfremder Dritter der konsolidierten Gesellschaften sind im Konzerneigenkapital enthalten.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equitymethode in den Konzernabschluss einbezogen.

Dies erfolgte nach der Buchwertmethode.

Weitere Konsolidierungsmaßnahmen betreffen die Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen

konsolidierten Gesellschaften und die Verrechnung konzerninterner Umsatzerlöse und anderen konzerninternen

Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen.

V. Währungsumrechnung

Eine Währungsumrechnung war nicht erforderlich, da keine einbezogene Tochtergesellschaft ihren Sitz im Ausland hat.

VI. Steuerabgrenzung

Durch die Anwendung unterschiedlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften im Konzernabschluss gegenüber

den Einzelabschlüssen im Bereich der Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen kam es zu zeitlich befristeten

Ergebnisunterschieden. Von einer Aktivierung im Konzernabschluss wurde aufgrund von untergeordneter

Bedeutung abgesehen.

65


WIEN HOLDING

VII. Übersicht konsolidierte Unternehmen

Vollkonsolidierte Gesellschaften

Konsolidierungsausmaß

in %

Tochtergesellschaften

Haus der Musik Betriebsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs GmbH 100,00% Wien Holding GmbH

Studentenheim Haus Döbling Betriebsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

TINA Vienna - Transport Strategies Ges.m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH 100,00% Wien Holding GmbH

Wiener Hafen Management GmbH 100,00% Wien Holding GmbH

Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H. 100,00% Wien Holding GmbH

Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H. 97,34% Wien Holding GmbH

Wiener Hafen GmbH & Co KG 95,00% Wien Holding GmbH

Mozarthaus Vienna Errichtungs- und Betriebs GmbH 51,00% Wien Holding GmbH

Wien Oberlaa Projektentwicklungs GmbH & Co KG 50,00% Wien Holding GmbH

Enkelgesellschaften

Kabel-TV-Wien Programmveranstaltungsund

Marketing Ges.m.b.H. 100,00% Kabel-TV-Wien Gesellschaft m.b.H.

Immobilienentwicklung St. Marx GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

IMU Immobilienentwicklung Muthgasse GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Muthgasse Immobilienbeteiligung Zwei GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Muthgasse Immobilienbeteiligung Drei GmbH 100,00% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

StH-Garagenbetriebs GmbH 100,00% Wiener Stadthalle - Betriebs- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

WT Wien Ticket GmbH 98,80% VBW-Kulturmanagement- und Veranstaltungsgesellschaft

m.b.H., Wiener Stadthalle -

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.,

Wien Holding GmbH

VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H. 97,34% Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H.

Wiener Mozartjahr Organisationsges.m.b.H. 97,34% VBW-Kulturmanagement- und

Veranstaltungsgesellschaft m.b.H

Wiener Donauraum Länden und

Ufer Betriebs- und Entwicklungs GmbH 95,00% Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG 95,00% Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Wiener Messe Besitz GmbH 94,88% Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H.

Urenkelgesellschaften

IMU Immobilientwicklung Muthgasse GmbH & Co KEG 100,00% Muthgasse Immobilienbeteiligung Eins GmbH

MARXBOX Liegenschaftsentwicklung GmbH 100,00% Immobilienentwicklung St. Marx GmbH

Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H. 89,53% Wiener Hafen und Lager Ausbau- und

Vermögensverwaltung, GmbH & Co KG

Ururenkelgesellschaften

TerminalSped Speditions Ges.m.b.H. 89,53% Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

Wiencont Management Ges.m.b.H. 59,69% Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

66


At equity konsolidierte Gesellschaften

Konsolidierungsausmaß

in %

Tochtergesellschaften

Central Danube Region Marketing & Development GmbH 50,00% Wien Holding GmbH

PROMIS Projektentwicklung Missindorfstraße 50,00% Wien Holding GmbH

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING SERVICES Gesellschaft mbH 33,33% Wien Holding GmbH

TECH GATE VIENNA Wissenschafts- und

Technologiepark GmbH 20,00% Wien Holding GmbH

U2 Stadtentwicklung GmbH 20,00% Wien Holding GmbH

Enkelgesellschaften

DDSG - BLUE DANUBE SCHIFFAHRT GMBH. 50,00% Wiener Hafen, GmbH & Co KG

Urenkelgesellschaften

WienCont Krems Kombiterminal Ges.m.b.H. 26,00% Wiencont Container Terminal Ges.m.b.H.

Realitäten-Development GmbH 20,00% Immobilienentwicklung St. Marx GmbH

67


WIEN HOLDING

VIII. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

A. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Sachanlagen

Die Entwicklung ist im Anlagespiegel dargestellt.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund

Unter diesem Posten sind im Wesentlichen Liegenschaftsanteile in Fünfhaus, in Rodaun, in Oberlaa die Kurhalle

(Wiener Stadthalle), in der Anschützgasse, in der Missindorfstraße, in der Seilerstätte (Wien Holding), in der

Freudenau, in Albern, in der Lobau (Wiener Hafen, Ausbau und Vermögensverwaltung und Wiener Hafen, GmbH

& Co KG) und in Kagran (TECH GATE VIENNA) erfasst.

Finanzanlagen

Die Entwicklung ist im Anlagespiegel dargestellt.

Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) ist der Beteiligungsbuchwert an der

KTV BeteiligungsgmbH ausgewiesen.

Der ausgewiesene Saldo des Postens Anteile an assoziierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

Entwicklung der Beteiligungsbuchwerte

an assoziierte Unternehmen

(konsolidiert)

Unterschieds- anteiliger

Stand am Zugang/ betrag aus Gewinn/ Stand am

1. 1. 2006 Abgang der Erstkonsl. Verlust 31. 12. 2006

EUR EUR EUR EUR EUR

Central Danube Region

Marketing & Development GmbH 138.309,89 0,00 0,00 -3.513,66 134.769,23

DDSG - BLUE DANUBE SCHIFFAHRT GMBH. 1.661.861,66 0,00 0,00 224.515,31 1.886.376,97

Realitäten-Development GmbH 5.793,41 0,00 0,00 -5.793,41 0,00

PROMIS Projektentwicklung

Missindorfstraße GmbH 0,00 17.500,00 0,00 -2.653,41 14.846,59

TECH GATE VIENNA Wissenschaftsund

Technologiepark GmbH 1.073.707,01 0,00 0,00 -251.399,67 822.307,34

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING SERVICES

Gesellschaft m.b.H. 0,00 726,72 2.897,20 73.934,31 77.558,23

WienCont Krems Kombiterminal

Gesellschaft m.b.H. 159.243,64 0,00 0,00 6.275,53 165.519,17

U2 Stadtentwicklung GmbH 14.735,59 0,00 0,00 -14.735,59 0,00

3.053.651,20 18.226,72 2.897,20 26.629,41 3.101.404,53

Entwicklung der Beteiligungsbuchwerte

an assoziierten Unternehmen

(nicht konsolidiert)

Ö.K.O. MEDIA & MARKETING SERVICES

Gesellschaft m.b.H. 726,73 -726,73 0,00 0,00 0,00

Jüdisches Museum der Stadt Wien

Gesellschaft.m.b.H. 17.804,84 0,00 0,00 0,00 17.804,84

Schloß Laxenburg Betriebsgesellschaft m.b.H. 726,73 0,00 0,00 0,00 726,73

19.258,30 -726,73 0,00 0,00 18.531,57

Gesamt 3.072.909,50 17.499,99 2.897,20 26.629,41 3.119.936,10

68


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

RESTLAUFZEIT

bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt

EUR EUR EUR

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.736.274,82 9.680.675,00 29.416.949,82

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) 2.507.019,97 0,00 2.507.019,97

Forderungen gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.179.545,53 0,00 1.179.545,53

sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 14.766.534,96 32.802,08 14.799.337,04

38.189.375,28 9.713.477,08 47.902.852,36

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

EUR 2006 2005

Sonstige 8.340.159,39 9.258.148,49

Bei den Abgrenzungen handelt es sich um Leasingentgeltvorauszahlungen sowie eine Rechtsgeschäftsgebühr für

den Leasingvertrag.

Eigenkapital

Eigenkapitalspiegel

Das Eigenkapital entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Kapital- Gewinn- Konzern-

Stammkapital rücklagen rücklagen Fremdanteile bilanzgewinn Eigenkapital

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

Stand 1. 1. 2006 13.000.000,00 154.812.817,00 54.456.310,00 4.323.872,00 733.289,00 227.326.289,00

Gewinnausschüttungen -713.800,00 -713.800,00

Gesellschafterzuschüsse 20.401.382,00 20.401.382,00

Konzernjahresgewinn

2006 1.615.487,00 1.615.487,00

Veränderung Minderheiten

im Konzern -149.141,00 -149.141,00

Dotierung sonstige

Gewinnrücklagen 0,00

Übertragung auf

Gewinnrücklage 0,00

Auflösung von

Gewinnrücklagen -24.372.540,00 -24.372.540,00

Veränderung im

Konsolidierungskreis 0,00

Verrechnung aktiver

Unterschiedsbetrag -13.790,00 -13.790,00

Verrechnung passiver

Unterschiedsbetrag 2.897,00 2.897,00

Stand 31. 12. 2006 13.000.000,00 175.214.199,00 30.072.877,00 4.174.730,00 1.634.976,00 224.096.783,00

Zahlen gerundet

69


WIEN HOLDING

Stammkapital (Grundkapital)

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 13.000.000,00. Es wird zu 99,9944 Prozent von der Stadt Wien

und zu 0,0056 Prozent von der Wiener Stadterneuerungsgesellschaft, Gemeinnützige Wohnbau-, Planungs- und

Betreuungsgesellschaft gehalten.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage resultiert im Wesentlichen aus den Unterschiedsbeträgen aus der Erstkonsolidierung sowie

aus laufenden Veränderungen seit der erstmaligen Konzernerstellung.

Unversteuerte Rücklagen

Der ausgewiesene Saldo des Postens Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen ist den Konzerngesellschaften

wie folgt zurechenbar:

Grundstücke

immaterielle grundstücksgl. technische

Vermögens- Rechte und Unbebaute Anlagen und Finanzanlagegegenstände

Bauten Grundstücke Maschinen vermögen Gesamt

EUR EUR EUR EUR EUR EUR

Wiener Hafen,

Ausbau und Vermögensverwaltung

1.119.162,02 8.821.906,15 0,00 0,00 9.447,40 9.950.515,57

Wiener Hafen,

GmbH & Co KG 0,00 3.845.959,89 3.724.242,32 15.063,12 0,00 7.585.265,33

StH-Garagenbetriebs

GmbH 0,00 948.390,90 0,00 0,00 0,00 948.390,90

1.119.162,02 13.616.256,94 3.724.242,32 15.063,12 9.447,40 18.484.171,80

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen und für Pensionen werden nach finanz- bzw. versicherungsmathematischen

Grundsätzen mit einem Rechnungszinssatz von 4 Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag gebildet

Die Abfertigungsrückstellungen stammen im Wesentlichen von der Wiener Stadthalle, von der Wiener Hafen,

Ausbau und Vermögensverwaltung und von den Vereinigten Bühnen Wien.

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen im Wesentlichen die Wiener Stadthalle, die Wien Holding, die Wiener

Donrauraum Gesellschaft, die Wiener Messe Besitz GmbH, die Wiener Hafen, GmbH & Co KG, die Kabel-TV-Wien

und die Vereinigten Bühnen Wien.

70


Verbindlichkeiten

RESTLAUFZEIT

über 1 Jahr

Gesamt

bis 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre 2006

EUR EUR EUR EUR

Anleihen 0,00 0,00 70.000.000,00 70.000.000,00

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.699.762,88 13.096.494,35 21.837.273,83 36.633.531,06

erhaltene Anzahlungen 774.336,11 0,00 619.726,23 1.394.062,34

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.936.385,97 5.020,84 29.000,00 10.970.406,81

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 246.774,10 0,00 317.920,88 564.694,98

sonstige Verbindlichkeiten 15.079.595,02 16.966.304,48 485.901,31 32.531.800,81

28.736.854,08 30.067.819,67 93.289.822,25 152.094.496,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stammen im Wesentlichen

von der Wien Holding.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten seitens der LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs

GmbH von EUR 19,7 Mio., der Wiener Stadthalle von EUR 5,3 Mio., der Wien Holding von EUR 2,8 Mio. und der

Vereinigten Bühnen Wien von EUR 1,6 Mio. enthalten.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der ausgewiesene Saldo ist im Wesentlichen mit EUR 5,1 Mio. den Vereinigten Bühnen Wien, mit EUR 2,5 Mio.

der VBW-Kulturmanagement und Veranstaltungsgesellschaft, mit EUR 2,1 Mio. der Wiener Messe Besitz GmbH

und mit EUR 1,9 Mio. der Wiener Stadthalle zuordenbar.

71


WIEN HOLDING

B. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

EUR 2006 2005

Umsätze gesamt 109.114.677,51 98.873.747,76

Gegliedert nach geographischen Märkten bzw. Branchen zeigt sich folgendes Bild:

EUR 2006 2005

Umsatz Österreich 102.916.240,35 90.273.148,57

EU-Länder 3.778.743,76 4.794.337,41

Rest 2.419.693,40 3.806.261,78

Inlandsumsätze mit Dritten 109.114.677,51 98.873.747,76

Umsatz Immobilien 23.196.229,75 10.452.137,03

Logistik/Mobilität 30.923.870,47 29.180.756,16

Medien/Bildung 9.658.655,38 9.545.704,02

Kulturmanagement 45.335.921,91 49.695.150,55

109.114.677,51 98.873.747,76

Personalaufwand

Der Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt setzt sich wie folgt zusammen:

2006 2005

Durchschnittliche Zahl der Arbeiter 337 345

Durchschnittliche Zahl der Angestellten 855 868

1.192 1.213

Auflösung unversteuerter Rücklagen

Der ausgewiesene Posten ist im Wesentlichen der Wiener Hafen, Ausbau und Vermögensverwaltung mit EUR 1,6 Mio.

und der Wiener Hafen, GmbH & Co KG mit EUR 0,1 Mio. zuordenbar.

Auflösung von Gewinnrücklagen

Der ausgewiesene Posten resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung an den Konzernbilanzgewinn der

Konzernmutter mit EUR 24,4 Mio.

Konzernbilanzgewinn

Im Sinne einer möglichst klaren Kapitaldarstellung wird der ausgewiesene Konzernbilanzgewinn dem Bilanzgewinn

der Wien Holding (=Konzernmutter) angepasst.

Der Konzernabschluss der Wien Holding GmbH zum 31. Dezember 2006 wurde von der HLB Intercontrol Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

mbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

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