Artikel downloaden - Verein Freilichtspiele Illnau

freilichtspiele.illnau.ch

Artikel downloaden - Verein Freilichtspiele Illnau

Seite 1 von 2

zurück

27. August 2004

Volketswil / Die Familie Fischer wirkt beim

Freilichtspiel «Summer 1942» in Illnau mit

Bis anhin über 4000 Besucher

Wenn es in der Kiesgrube in Illnau jeweils

«Summer 1942» wird, taucht auch die Familie

Fischer aus Volketswil in die Vergangenheit

ein. Eltern und Kinder sind Mitwirkende im

stimmungsvollen Freilichtspiel.

Judith Sacchi

Die Familie Fischer hat Gefallen gefunden am

Mitwirken beim Freilichtspiel in Illnau. (sj)

Beinahe die ganze Familie Fischer wirkt beim

Freilichtspiel in Illnau mit. Doch nicht nur sie, auch

etliche ihrer Vierbeiner reisen noch bis am 4.

September einige Male nach Illnau in die alte

Kiesgrube Punt. Dort wird das Stück «Summer

1942» – basierend auf dem Bühnenstück

«Polenliebchen» – aufgeführt. Die Kinder Anna,

David, Benjamin und S ämi, welcher mit seinem

Klarinettenspiel zu überzeugen weiss, haben

genauso viel Spass an der Sache wie ihre Eltern

Madeleine und Jakob. Und selbst die Kleinste der

Familie, die bald zweijährige Heidi, macht schon

eifrig mit und trippelt ihrer Mutter immer wieder auf

den schön inszenierten Dorfplatz nach.

Für das Ehepaar Fischer ist es nicht das erste

Mal, dass sie bei diesen Freilichtspielen mitwirken.

Bereits bei «Chruutmahl» und «Üermoos » wirkten

sie vor und hinter der B ühne mit. «Wir haben eine

sehr gute Stimmung im Team», schwärmt

Madeleine Fischer. Sie könne sich die Zeit anno

1942 gut vorstellen und lebe ihre Rolle als

zurückgebliebene Hausfrau richtig mit.

Männer sind rar

Und so geht es in den 40er Jahren vielen Frauen.

Obwohl der Krieg die Schweiz nicht direkt betrifft,

ist er allgegenwärtig. Die Frauen müssen sich zu

Hause um Haus und Hof kümmern, während ihre

Männer in den Militärdienst eingezogen werden.

So spielt «Summer 1942» in den Monaten Juni,

Juli und August des Jahres 1942. W ährend sich

die einen in ihr Schicksal ergeben, sind andere

aufmüpfig und leiden unter dem akuten

Männermangel. So kommt es immer wieder zu

Zwistigkeiten unter den Frauen, wobei vor allem

Norma, die Tochter des Gemeindepräsidenten, ein

sehr loses Mundwerk hat. Als dann eine Gruppe

internierte Polen ins Dorf einmarschiert, schauen

http://www.glattaler.ch/storys/storys.cfm?vID=829

13.09.2004


Seite 2 von 2

die Frauen dann schon sehr genau hin.

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Zwischen einigen Polen und Dorfbewohnerinnen

bahnen sich verbotenerweise zarte Bande an.

Nicht alle enden glücklich, und so fehlt es im Stück

auch nicht an dramatischen Szenen.

Die spezielle, stimmungsvolle Atmosphäre in der

Kiesgrube trägt das Ihrige zum guten Gelingen

des Stückes bei. Detailgetreue, schöne Kulissen

versetzen die Zuschauer in eine vergange Zeit.

Witzige Wortspiele und Dialoge wechseln sich

immer wieder mit dem Bild des Dorflebens ab, wo

zur passenden musikalischen Untermalung

Kinder, Pferdegespanne und Traktoren den

Dorfplatz überqueren. Es gibt für das Publikum

immer was zu sehen, und man entdeckt während

des rund 2½ Stunden dauernden Stückes immer

wieder Neues. Besonders zu erwähnen sicher die

Darsteller der internierten Polen, welche einige

Sätze der polnischen Sprache und verschiedene

polnische Lieder erlernten.

«Ich bin zufrieden»

Die Schauspieler – meist Laien, welche

durchwegs eine gute Leistung zeigen – wurden

vom Regisseur, Rupert Dubsky, welcher schon auf

viele erfolgreiche Inszenierungen zurückblicken

kann, denn auch gut auf ihre Rollen vorbereitet.

«Ich bin mit der Leistung der Akteure sehr

zufrieden», meinte der Regisseur. Das Stück

käme auch beim Publikum gut an. Rund 4500

Besucher haben bis anhin «Summer 1942»

gesehen und waren voll des Lobes.

Und wer sich noch mit einem traditionellen Essen

aus dieser Zeit auf das Freilichtspiel einstimmen

möchte, kann dies im Festzelt. tun. Es gibt

«Spatz», in der Gamelle serviert. «Bis jetzt haben

wir rund 1300 Liter serviert», war vom

Verantwortlichen für die Wirtschaft, Herbert

Zimmermann, zu erfahren.

http://www.glattaler.ch/storys/storys.cfm?vID=829

13.09.2004

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine