J A H R E S B E R I C H T

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J A H R E S B E R I C H T

2005


Kennzahlen

CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzern-Kennzahlen

In Mio. € 1.1.2005 - 31.12.2005 1.1.2004 - 31.12.2004

Umsatzerlöse 146,0 165,4

EBITDA 13,1 16,7

Betriebsergebnis (EBIT) 1,7 2,1

Konzernergebnis -7,5 15,7

Cash-flow aus lfd. Geschäftstätigkeit 3,6 0,6

Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1,3 -1,7

Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -0,4 -0,8

Eigenkapital -17,5 -10,2

Eigenkapitalquote n.a. n.a

Investitionen 0,9 2,7

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2.246 2.354

2


Inhalt

Vorwort Seite 4

Konzernlagebericht Seite 16

Konzernbilanz und GuV Seite 30

Konzern-Kapitalflussrechnung Seite 33

Konzern-Eigenkapitalspiegel Seite 34

Konzernanhang Seite 36

Bericht des Aufsichtsrats Seite 72

Bestätigungsvermerk Seite 73

Bilanz der CinemaxX AG und GuV Seite 74

Die Organe Seite 77

Profil Seite 78

3


Vorwort

Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre,

dass das Kinogeschäft schwierig ist und seit einigen Jahren wenig Freude

bereitet, wissen Sie als Anteilseigner der CinemaxX AG schon länger.

Dass die Filmtheaterwirtschaft aber auch die größten Bedrohungen

überstehen kann, beweist das Geschäftsjahr 2005. Es wird

zwar als das schlechteste Jahr in die Multiplex-Geschichte eingehen,

aber die CinemaxX-Gruppe hat die Hürde gemeistert.

Dank unseres Einsatzes und der Anpassungsfähigkeit unserer

Geschäftspartner kann man heute – Mitte 2006 – feststellen: Wir

haben die schlimmsten Besucherrückgänge verdaut und sind auf

dem Wege, an bessere Zeiten anzuknüpfen.

Die Hoffnung, dass das vergangene Jahr ein negativer Ausrutscher war,

wird durch die Besucherzahlen des ersten Halbjahres 2006 bestätigt, in

dem die Filmtheaterbranche trotz Fußball-WM und tropischer Sommertemperaturen

im Vergleich zum Vorjahr wieder zugelegt hat.

Nach Expertenmeinung dürften die Kinos die Kartenverkäufe im Jahre 2006 zwischen

6,5% und 10% steigern können, was aufzeigt, dass der Absturz im

Berichtsjahr 2005 ein einmaliges Ereignis war und das Kino nicht tot ist.

Trotz der Aufrüstung der heimischen TV-Erlebniswelt, der Verkürzung des DVD-

Fensters, der allgemeinen Konsumzurückhaltung und der Internet-Piraterie gilt:

Stimmt das Filmangebot, kommen die Zuschauer in die Filmtheater, an den Ort,

für den die Filme geschaffen wurden. Kein TV-Erlebnis kann so nachhaltig,

intensiv und emotional wirken wie ein Kinobesuch, bei dem man mit anderen

Besuchern vor einer großen Leinwand gemeinsam leidet, lacht, ergriffen und

erleichtert einem Happyend entgegen fiebert.

Diese Gefühlswelten kennt man auch als Kinobetreiber, der mehr denn je auf das

Produkt „Film“ angewiesen ist. Gelingen den Kreativen Filme, die die Menschen

bewegen, können wir uns über Blockbuster – und Sie als Aktionäre über gute

Einnahmen – freuen. Wird an dem Interesse der Menschen vorbeiproduziert,

haben nicht nur Kinobetreiber und Verleiher ein Problem, sondern letztlich alle

unsere Partner (auch die Vermieter), mit denen wir in einer Art Schicksalsgemeinschaft

verbunden sind.

Status

2005 war ein Jahr, in dem alles zusammenkam, was einem erfolgreichen Kinobetrieb

entgegensteht. Dieser Zahlenüberblick spiegelt das Problem der Branche

wider:

Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Besucher 152,5 Mio. 177,9 Mio. 163,9 Mio. 149,0 Mio. 156,7 Mio. 127,3 Mio.

Kinoumsatz (in €) 824,5 Mio. 987,2 Mio. 960,1 Mio. 850,0 Mio. 892,9 Mio. 745,0 Mio.

Durchschn. Eintrittspreis (in €) 5,41 5,55 5,86 5,70 5,70 5,85

Besuche pro Einwohner 1,9 2,2 2,0 1,8 1,9 1,5

4

Anzahl der Leinwände 4.783 4.792 4.868 4.868 4.870 4.889


Vorwort

Das Erstaunliche an dieser Entwicklung ist jedoch, dass Deutschland 2005 nicht

allein mit dem Besucherschwund zu kämpfen hatte. Weltweit mussten rückläufige

Zahlen festgestellt werden, was beweist, dass in diesem Produktionsjahr bis

auf wenige Ausnahmen das Interesse der potenziellen Besucher nicht getroffen

wurde. Deutschland nimmt – wie so häufig in den vergangenen Jahren – eine

negative Spitzenposition ein, aber auch die anderen europäischen Länder konnten

nicht an die erfolgreichen Jahre anknüpfen.

Land 2003 2004 2005 %Änderung

2005/2004

Schweiz 16,5 17,2 15,1 -12,2

Deutschland 149,0 156,7 127,3 -18,8

Spanien 137,5 143,9 126,0 -12,5

Frankreich 173,5 195,3 175,7 -10,1

Großbritannien 167,3 171,3 164,7 -3,8

Italien 110,5 116,3 107,7 -7,5

Niederlande 24,9 23,0 20,5 -11,2

Wie man sieht, haben alle Länder, soweit sie auf Hollywood-Filme angewiesen

sind, das gleiche Problem wie Deutschland. Nur die Länder, die über eine starke

lokale Produktionsbranche verfügen, können diesem Trend trotzen, z. B. Dänemark

und Großbritannien. Wie abhängig wir vom Filmangebot sind, zeigt der

Vergleich unserer Kinos in

Deutschland und Dänemark.

Während wir in Deutschland 14% der

Besucher verloren haben, konnten wir

in Dänemark 1,7% dazugewinnen. Da wir in

Deutschland nicht schlechter arbeiten oder

weniger Anstrengungen unternehmen als die

dänischen Kollegen, zeigt dieses Beispiel aber auch, wie

es gelingen könnte, den Schwächen des internationalen

Angebots auszuweichen. Durch ein starkes nationales Angebot kann

man ein schwaches internationales Programm kompensieren.

Als Konsequenz gilt: Wir müssen die deutschen Produzenten unterstützen

und ermutigen, ihre Filme für das Kino und nicht nur für TV-Events („Dresden“,

„Die große Flut“) herzustellen. Deutschland hat – auch wenn man es

nicht glauben will - eines der besten, vielseitigsten TV-Angebote weltweit,

und deutsche Serien sprechen den Konsumenten eher an als beispielsweise

aufwendige Fantasy-Filme made in Hollywood.

Ein Blick auf die CinemaxX-Besucherentwicklung tröstet und ermutigt auch

in schlechten Zeiten. Während die Branche im Vergleich zu 2004 über 18,8%

verloren hat, musste die CinemaxX AG (bereinigt um abgegebene Standorte)

einen Rückgang von „nur“ 14% verzeichnen.

Damit soll das katastrophale Ergebnis nicht schöngeredet werden; aber wenn

man sich in einem weltweit rückläufigen Markt besser als die Konkurrenz

behauptet, zeigt dies, dass CinemaxX auf allen Ebenen um jeden Besucher

Besucherentwicklung

in Dänemark

1.155

1.333

1.719

1.691

5


Vorwort

kämpft und vor allem im Service- und Marketingbereich auch und gerade in dieser

Zeit eine hervorragende Arbeit leistet. Ein Trend übrigens, der sich in besseren

Zeiten fortsetzt (1. HJ ’06).

Warum sich die CinemaxX–Gruppe besser entwickelt als der Markt, darauf werde

ich später noch eingehen.

Die negative Besucherentwicklung hat die Gesellschaft im Jahre 2005 jedoch vor

einige Probleme gestellt. Um Liquiditätsengpässe auszugleichen, wurden einerseits

umfangreiche Mietstundungen mit den Vermietern vereinbart, andererseits

das Kino MaxX München an einen Investor veräußert. Durch die gewählte Vertragskonstruktion

ist es der Gesellschaft jedoch möglich, dieses Kino wieder

zurückzuerwerben, wenn sich die Liquiditätslage verbessert hat. Die Abgabe war

erforderlich, weil die Gesellschaft über keine Bankkreditlinie verfügt und saisonale

Schwankungen selbst ausgleichen muss.

Im folgenden Teil möchte ich noch einmal die Gründe für die allgemein unbefriedigenden

Besucherzahlen erklären.

Wie schon in den Vorjahren beeinflussen hauptsächlich 5 Faktoren die Besucherentwicklung:

1. Konsumrückhaltung:

Wenn man nicht weiss, ob man seinen Arbeitsplatz behält, und

andererseits die Ausgaben des täglichen Gebrauchs und der Altersvorsorge

steigen, zahlt man das Geld lieber auf das Sparkonto ein, als es für

den Konsum auszugeben. Solange diese Einstellung bei einem Großteil der

Bevölkerung vorherrscht, werden viele Menschen einen Kinoabend als „entbehrlich“

ansehen. Unzählige Spielfilme im Fernsehen, relativ kurzfristige Verfügbarkeit

aktueller Titel auf DVD und „gefühlt“ teure Eintrittspreise halten große

Bevölkerungsteile von regelmäßigen Kinobesuchen ab.

Nur stark beworbene Film-Events werden wahrgenommen; das Durchschnittsangebot

wird ignoriert. Diese Entwicklung hat sich in der letzten Zeit verstärkt und

irritiert sowohl Kinobesitzer als auch Filmverleiher. Allerdings liegt hier auch eine

große Chance für die Kinobetreiber; denn wenn es gelingt, den Event-Charakter

und die Besonderheit eines Kinobesuchs herauszustellen, können diese Besuchergruppen

wieder zurückgewonnen werden. Teilweise ist dies durch die Übertragung

der WM-Fußballspiele gelungen, denn dieses „Live-Entertainment“

kann keine DVD, auch vor aufwändig aufgerüsteten TV-Anlagen, leisten.

1. Die Konsumzurückhaltung aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

2. Der DVD-Boom und das technische Aufrüsten in den Privathaushalten

3. Die Internet-Piraterie

4. Die unattraktive Filmversorgung aus Hollywood

5. Die Abhängigkeit vom Wetter

2. DVD-Boom und das technische Aufrüsten in den Privathaushalten

Noch müssen wir gegen den DVD-Boom und die Konkurrenz durch die aufgerüstete

heimische TV-Welt ankämpfen. Auch der Versuch der Produzenten und Filmrechteinhaber,

die Verfügbarkeit der aktuellen Titel durch eine Verkürzung des

exklusiven Kinoauswertungsfensters zu beschleunigen, stellt eine konstante

6


Vorwort

Bedrohung des bisherigen Auswertungsmodells eines Kinofilms dar,

gegen die sich alle Kinobetreiber gemeinsam stemmen. Doch der Boom

des DVD-Markts scheint sich durch das Verramschen der DVD, die Internet-

Piraterie und die Gewöhnung an das neue Medium abzuschwächen. Während

2005 noch zweistellige Zuwachsraten die Anbieter erfreuten, wird 2006 erstmals

ein Abflauen dieses Marktsegments festgestellt. Wie bei allen anderen Freizeitangeboten

gibt es irgendwann einen Sättigungspunkt, spätestens dann, wenn

der Reiz des Neuen erlischt. Unsere Chance besteht darin, die Konsumenten wieder

von den Vorzügen des Kinos zu überzeugen und sie wegzuholen vom heimischen,

isolierten, austauschbaren TV-Konsum.

Allerdings stellen innovative neue Vertriebswege und technische Weiterentwicklungen

wie Video-on-demand, DVD-Internet-Verleihdienste, Filmempfang- und

wiedergabe auf dem Handy neue Angebote dar, mit denen wir uns arrangieren

müssen. Es wird ein permanenter Kampf bleiben, genau wie der Kampf gegen

die Internet-Piraterie.

Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V., die zunehmend

mehr Erfolge im Kampf gegen die kriminellen Organisationen verzeichnen kann.

4. Filmversorgung

Über die Abhängigkeit von der Filmversorgung wurde eingangs berichtet. Allerdings

kann man zusätzlich zur Problematik der Frage der Attraktivität des Angebots

beobachten, dass eine weitere Abhängigkeit entsteht: Die Besucher reagieren

zurückhaltender auf „durchschnittliche“ Filme. Während die Beliebtheit der

Blockbuster steigt und die mit Millionenaufwand promoteten Titel nicht nur in

Amerika regelmäßig neue Bestmarken aufstellen, schaffen es Filme mit geringem

Werbedruck und weniger Staraufgebot nur dann in die Hitparade, wenn sie eine

spezielle Zielgruppe ansprechen oder dem Filmkunstbereich zuzuordnen sind. So

sind die Unterschiede zwischen Tops und Flops an der Kinokasse besorgniserregend

groß geworden. Diese Blockbusterabhängigkeit führte z. B. zu dem

schlechten Jahresergebnis 2005. Erreichten 2005 nur 6 Titel die Blockbustermarke

von 3 Mio. Besuchern, so werden es 2006 mehr als 10 Filme sein.

3. Internet-Piraterie

Der milliardenschwere Schaden, der der Filmbranche weltweit zugefügt wird,

kann nur durch vielfältige Abwehrmaßnahmen gedämpft werden. Durch Aufklärungskampagnen

der Filmtheater und durch technische Innovationen (z. B. das

digitale Wasserzeichen) sollen „Piraten“ verunsichert werden, um die Zuwachsraten

dieser Straftaten zu stoppen. Eine hervorragende Arbeit leistet die GVU -

Gleiches gilt für die deutschen Produktionen. Während 2005 nur wenige Filme

die Millionengrenze erreichten, gab es im 1. Halbjahr 2006 mit „Die wilden Kerle

3“, „Die wilden Hühner“ und „Das Leben der Anderen“ schon einige erfolgreiche

Filme. Im 2. Halbjahr lassen vor allem Bernd Eichingers Verfilmung „Das

Parfüm“, der 2. Teil der „7 Zwerge“-Verfilmung und Sönke Wortmanns WM-Film

„Deutschland ein Sommermärchen“ Erfreuliches erahnen.

7


Vorwort

5. Abhängigkeit vom Wetter

Doch nicht nur der attraktive Titel, sondern auch das richtige Timing haben Einfluss

auf die Kinokasse, denn die Abhängigkeit vom Wetter ist in Deutschland

ausgeprägter als im europäischen Ausland. Obwohl die Kinosäle durchweg klimatisiert

sind, bleiben die Deutschen den Filmtheatern in den wenigen Sommermonaten

mit einer Konsequenz fern, die z. B. die amerikanischen

Produzenten kaum glauben mögen. Ein Grillabend ist in Deutschland

eben „einmaliger“ als ein Kinobesuch, und so müssen

wir uns Jahr für Jahr (wie im Sept. ’05) darauf einstellen.

Aufgrund des von den amerikanischen Produzenten

bevorzugten „Day-to-date-release“, d. h. dem

gleichzeitigen Start vermeintlicher Blockbuster

in Amerika und Deutschland, werden wir seit

einigen Jahren in der eigentlich ruhigen

Kinosaison von Mai – August mit publikumswirksamen

Titeln versorgt, so dass

die großen negativen Ausschläge in

den Sommermonaten ausbleiben.

Andererseits erreichen die Titel dann

aber nicht die Besucherzahlen, die

sie im trüben Herbst oder Winter

erhalten hätten.

Wie eingangs beschrieben, blicken wir im Sommer 2006 optimistischer in die

Zukunft als bei einer ausschließlichen Betrachtung des Jahresergebnisses 2005.

Denn wir haben einiges erreicht und verändert.

Wie auch bei den Gründen der Kinokrise wiederholen sich bei der Aufzählung der

eingeleiteten Lösungsmöglichkeiten die Handlungsoptionen:

1. Konsequente Umsetzung der Sparprogramme

2. Konsolidierung durch Abgabe defizitärer und Akquisition

profitabler Standorte

3. Verbesserung der Filmmietenkonditionen

4. Umsetzung der Kapitalmaßnahmen der Hauptversammlung 2004

5. Stärkung der Marketing –und Vertriebsleistungen

6. Neue technische Entwicklungen (digitales Kino)

1. Sparprogramme

Natürlich stehen bei allen Unternehmen in kriselndem Umfeld die Einsparungen

auf der Kostenseite im Zentrum des Handelns.

Wir sind seit 2001 dabei, die Sanierung der Gesellschaft voranzutreiben. Leider

wurden die Erfolge immer wieder von der rückläufigen Besucherentwicklung

relativiert. Nichtsdestotrotz konnte der Fixkostenblock um über 30% (seit 2001)

verringert werden. Darin enthalten sind allerdings auch die Reduzierungen, die

durch die Abgabe unprofitabler Kinos entstanden. Massive Einsparungen gab


Vorwort

und gibt es im Bereich der größten Kostenposition, den

Gebäudemieten. Hier konnten durch intensive, langjährige

Verhandlungen mit den Vermietern und den finanzierenden

Banken für die Mehrzahl der Kinos ein neues Mietmodell

eingeführt werden, das sich im Wesentlichen aus einer

geringeren als ursprünglich vereinbarten (Mindest-)Miete und einer

umsatzbezogenen Pachtzahlung ergibt. Das heißt, dass auf Basis des schlechten

Kinojahres 2005 eine Miete errechnet wurde, die ein gerade noch ausgeglichenes

Ergebnis ermöglicht. In besseren Zeiten, also bei steigenden Besucherzahlen,

wird den Vermietern über die dann zu zahlende Umsatzmiete die Möglichkeit

eröffnet, wieder in den Bereich der ursprünglichen, in Boom-Zeiten vereinbarten

Miete zu gelangen. Dieses mit der Mehrheit der Immobilienbesitzer in partnerschaftlicher

Weise entwickelte und umgesetzte Mietmodell hat den Vermietern

nicht nur den Betreiber CinemaxX für ihre Zweckimmobilie erhalten, sondern

für die CinemaxX-Gruppe die Mietbelastung von EUR 52 Mio. p. a. auf ca.

EUR 32 Mio. (Mindestmiete) gesenkt. Dieser langwierige Prozess ist noch nicht

beendet, mit einigen Vermietern wird weiter an einer erforderlichen Optimierung

gearbeitet. Den CinemaxX-Vermietern ist allerdings bewusst geworden, dass sie

für ihre Zweckimmobilie bereits den besten Betreiber „an Bord“ haben, der

selbst in Krisenzeiten weniger verliert als seine Mitbewerber und in den guten

Zeiten seine Zuverlässigkeit bewiesen hat.

So ist es auch zu erklären, dass die Vermieter der CinemaxX-Gruppe bei saisonalen

Schwankungen helfen und (wie z. B. zur Fußball-WM) Monatsmieten erlassen

oder stunden.

Dass auch an allen anderen Kostenpunkten - von

Reinigungs- bis zu Overhead-Kosten – kontinuierlich

und erfolgreich gearbeitet wird, war eine Voraussetzung

dafür, die Kinokrise 2005 zu meistern.

Unverändert schwierig bleibt die Situation im Bereich der Personalkosten.

Hier fehlen die Instrumente, um in Zeiten rückläufiger Zahlen flexibel

auf das Besucheraufkommen reagieren zu können. So konnten die Personalkosten

selbst im Krisenjahr nur um 2% gesenkt werden, obwohl die Besucherzahlen

um 14% zurückgingen.

Trotz Kritik der Gewerkschaft und einiger Mitarbeiter müssen wir weiterhin an

unserem Sparkurs festhalten und neueinzustellenden Mitarbeitern geringere

Löhne anbieten, um bei den langjährig Beschäftigten die Löhne zu erhalten. Zu

diesen Sparmaßnahmen gibt es leider keine Alternative. Da wir keinen Mäzen

haben, der uns großzügig unterstützt, müssen wir mit unseren Mitteln haushalten

und können nur das ausgeben, was wir einnehmen. Das sollte eigentlich

jeder verstehen können.

So wird weiterhin wöchentlich um die Personaleinsatzpläne gerungen und kontinuierlich

die Personal-Kosten der Kinos überprüft. Dabei muss sehr sensibel

darauf geachtet werden, dass der Servicestandard erhalten bleibt und vor allem

die nötigen Marketing- und Vertriebsleistungen erbracht werden können.

9


Vorwort

2. Konsolidierung durch Abgabe

defizitärer und Akquisition profitabler

Standorte

Sollte trotz aller Sparmaßnahmen bei

der individuellen Besucherentwicklung

eines Kinos ein wirtschaftlich sinnvolles

Betreiben nachhaltig nicht möglich sein,

haben und werden wir auch zukünftig über

die Abgabe von Filmtheatern entscheiden.

So hat sich die CinemaxX AG in den vergangenen

Jahren von Multiplexen in Hamm, Darmstadt, Delmenhorst,

Mannheim, Solingen und Dresden (Juni ’05)

getrennt.

In allen Fällen konnten mit den Vermietern einvernehmliche Lösungen und

Nachfolgemieter gefunden werden. An zwei Standorten konnten die Mietverträge

in Geschäftsbesorgungsverträge umgewandelt werden, so dass CinemaxX diese

Kinos weiterhin, allerdings ohne wirtschaftliches Risiko betreibt.

Zum 31.12.2005 wurde der Mietvertrag für das CinemaxX Colosseum Berlin beendet.

Bauliche Mängel und eine wirtschaftlich nicht zu vertretende Mietforderung

führten dazu, den Vertrag für dieses traditionsreiche Kino aufzuheben. Bis August

2006 wurden jedoch die Verhandlungen mit dem Vermieter weiter geführt, um

eine gemeinsame Lösung für die Zukunft des Hauses zu finden.

Andererseits bemüht sich die CinemaxX AG wieder um die Übernahme profitabler

Standorte. So konnte im Herbst 2005 ein Multiplexkino in Sindelfingen zu

wirtschaftlich vernünftigen Konditionen angemietet werden, im August 2006

folgte das Multiplexkino „Harmonie“ in Freiburg.

Bei diesen Übernahmen werden strenge wirtschaftliche Kriterien eingehalten,

die z. B. auch einen möglichen weiteren Besucherrückgang berücksichtigen.

Die Konsolidierung des Gesamtmarkts geht nur schleppend voran, aber die

Bewegung nimmt an Fahrt auf. In den Jahren 2005/2006 wurden zwei Multiplexkinos

(in Berlin und Hamburg) geschlossen und umgenutzt. Auch die Schließung

einiger traditioneller Filmtheater führte dazu, dass 2006 deutlich weniger Leinwände

bespielt werden als im Jahr 2005. Noch halten die hohen Umbaukosten

einige Vermieter unprofitabler Standorte von einer Umwidmung ab, aber gerade

bei Innenstadtlagen werden die Alternativen immer attraktiver. Sollte es zu Neuvermietungen

angeschlagener Projekte kommen, hilft der CinemaxX-Gruppe der

gute Markenname, die Marktposition und die Zuverlässigkeit, die auf jahrelanger,

vertrauensvoller Zusammenarbeit mit unseren Immobilienpartnern beruht.

Eine positive Entwicklung, die zeigt, dass CinemaxX auf dem richtigen Weg ist,

hat sich im Frühjahr 2006 ergeben. CinemaxX hat entschieden, die von einem

Investor zwischenzeitlich erworbenen Anteile an der Berliner Filmtheater Knapp

GmbH & Co. KG (CinemaxX Berlin am Potsdamer Platz) aus eigener Kraft wieder

zurückzuerwerben, und dies auch umgesetzt (Details s. Lagebericht).

10


Vorwort

3. Verbesserung der Filmmietenkonditionen

Die langjährigen Verhandlungen mit den Filmverleihern ranken sich nicht mehr

nur um wirtschaftlich vertretbare Leihmietensätze, sondern auch um die Exklusivität

des Filmerlebnisses. Für die Filmtheaterbranche ist es wichtig, das exklusive

„Auswertungsfenster“ eines Films solange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Für die Rechteinhaber und Produzenten spielt der DVD-Markt allerdings eine

ebenso wichtige Rolle. Sie wollen daher die Exklusivitätsperiode fürs Kino einschränken.

Bisher galt ein 6-Monats-Fenster als akzeptiert, seit 2005 jedoch

wird kontinuierlich versucht, dieses „Gentleman-agreement“ zu unterlaufen.

CinemaxX hat sich daher entschieden, keinen Film mehr zu spielen, der mit

weniger als 4 Monaten Schutzfrist vor Video- oder DVD-Start herausgebracht

wird. Wir bestehen prinzipiell auf dem 6-Monats-Fenster und sind nur bereit,

einige Wochen davon abzuweichen, wenn die Verleihkonditionen entsprechend

reduziert werden. Unter dem wirtschaftlichen Druck, der durch die rückläufigen

Besucherzahlen für die gesamte Branche entstand, waren die Filmverleiher nach

zähen Verhandlungen letztlich bereit, auf die Erfordernisse der Kinobetreiber

einzugehen. Dies hat bei der CinemaxX-Gruppe dazu geführt, dass Leihmietensätze

flexibler verhandelt, die Laufzeiten der Filme dem Besucheraufkommen

besser angepaßt und die Marketinganstrengungen, die die Kinos selbständig vor

Ort durchführen, von den Verleihern besser finanziell unterstützt werden - zum

beiderseitigen Nutzen.

Als Resultat lässt sich feststellen, dass die aktuellen Nettoleihmietensätze zwar

noch nicht das erwünschte Niveau erreicht haben, aber doch zu einer spürbaren

Entlastung des Kinobetriebs führen. Allerdings wird in diesem Bereich - wie bei

Gebäudemieten und Personalkosten - nur durch kontinuierliche, tagtägliche

Kleinarbeit eine weitere Optimierung möglich sein.

4. Umsetzung der Kapitalmaßnahmen der Hauptversammlung 2004

Im Rahmen der Hauptversammlung 2004 wurden umfangreiche Kapitalmaßnahmen

beschlossen, die anschließend im Handelsregister eingetragen und rechtsgültig

wurden, trotz diverser Anfechtungsklagen einiger Aktionärsgruppen.

Durch das Engagement des neuen Hauptaktionärs Dr. Herbert

Kloiber kehrte eine deutliche Beruhigung in die Geschäftsabläufe

der Gesellschaft zurück, die ein geordnetes Arbeiten ermöglicht.

Der neue Hauptaktionär glaubt wie die anderen (Groß-)Aktionäre

an die Zukunft des Kinos und fördert die Anstrengungen

des Vorstands bei seinem Sanierungskurs.

Mit dieser Unterstützung lassen sich die wichtigen Zukunftsaufgaben

engagiert angehen:

- Stärkung der Marketing- und Vertriebsleistungen

- Neue Angebote: CinemaxX... mehr als Kino!

- Umsetzung der neuen technischen Entwicklung „digitales Kino“

- Relaunch der Kinopaläste

11


Vorwort

5. Stärkung der Marketing– und Vertriebsleistung

Dass die CinemaxX-Gruppe auch in schlechten Zeiten besser als

der Markt abschneidet, hat sicherlich nicht nur mit den Standorten,

der Marke und dem Service zu tun, sondern hängt

wesentlich von Marketing und Vertrieb ab.

Trotz aller Kostenzwänge haben wir immer in Werbung und neue Vertriebswege

investiert. Kinos gibt es viele; aber dass man im CinemaxX besser aufgehoben

ist, weil mehr Leidenschaft in unseren Kinos steckt und jedes Theaterteam

sich intensiv und individuell um die Kunden kümmert, spüren unsere Besucher.

Diese Vorzüge werden durch überzeugendes Marketing herausgestellt. Kundenbindungsmaßnahmen

und der Aufbau lokaler Netzwerke gehören zu den Pfeilern

der Kommunikation, in die wir Jahr für Jahr investieren.

Besonders die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten hat schon im Jahr 2005 zu

zusätzlichen Einnahmen im Bereich der Saalvermietung, zahlreichen Sonderveranstaltungen

und Promotionaktionen, aber auch zu einem verstärkten Verkauf

von Kinogutscheinen und Geschenkboxen geführt. Ob als Last-Minute-Geschenk

zu Weihnachten, als Aufmerksamkeit zum Valentinstag oder zu Ostern, CinemaxX-Eintrittskarten

gehören zum Angebot, das unser Vertrieb Unternehmen

und Privatleuten unterbreiten kann.

Namhafte Großkunden setzen CinemaxX-Karten als lncentive für ihre Kunden

oder Mitarbeiter ein. Der CinemaxX-Kinosaal als Veranstaltungsort wird zunehmend

häufiger gebucht, genauso wie regelmäßige Sonderveranstaltungen für

Schulen, Kindergärten und Vereine ein fester Bestandteil des „Nebenprogramms“

geworden sind. Fast täglich werden Kindergeburtstage im Kino gefeiert. Spezialangebote

wie Ladies Night, Men´s Night oder Kids Club versuchen, zusätzliche

Anreize für Kinobesuche zu schaffen und werden von uns

aufwändig beworben.

Unsere Marketingkampagne hat CinemaxX ein

unverwechselbares Gesicht gegeben, das mit

kreativen Angeboten und gezielten Sonderaktionen

immer wieder aufgefrischt wird. Dass

unsere Anstrengungen erfolgreich sind, zeigt

der Konkurrenzvergleich. An fast allen Standorten,

an denen CinemaxX auf Mitbewerber

trifft, schneiden wir eindeutig besser ab und

können unsere Marktanteile kontinuierlich

steigern. Diese Tendenz wird sich sicherlich

noch verstärken, wenn wir zur Jahreswende

2006/2007 unsere Kundenkarte, die CinemaxX-

BONUSCARD, einführen werden. Mit dieser Treuekarte

wollen wir unsere Heavy-user für ihre Kinobe-

12


Vorwort

suche belohnen und die gelegentlichen Besucher stärker an CinemaxX binden,

weil sie durch ihre Kinobesuche Punkte sammeln, die zu attraktiven Preisen und

Vergünstigungen führen.

Neue Angebote: CinemaxX... mehr als Kino!

Neben den reinen Filmvorführungen versuchen wir, immer mehr Events –

besonders in den vorstellungsfreien Zeiten - in unseren Kinosälen und -foyers zu

organisieren.

Während der Fußball-WM wurden die Spiele im Kinosaal übertragen, und vor

allem die deutschen Spiele konnten vor teilweise ausverkauften Sälen den Besuchern

auf der Riesenleinwand ein ganz anderes, fast „Live“-Erlebnis vermitteln.

Nachdem wir z.B. in Hamburg eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem HSV

vereinbart haben und alle Auswärtsspiele „live“ im Kino übertragen, laufen Verhandlungen

mit weiteren Bundesliga-Vereinen mit dem Ziel, CinemaxX-Kinos als

Veranstaltungsort zu verankern. Von der Formel 1-Übertragung bis zu Gottesdiensten,

von TV-Serien (Gilmore Girls) bis zu Rockkonzerten werden Events auf

den Großleinwänden in ungeahnter Qualität und Größe präsentiert. Hier sehen

wir gerade nach der Umstellung der Kinos auf die digitale Filmwiedergabe noch

große Potenziale.

Umsetzung der neuen technischen

Entwicklung „digitales Kino“

Die Digitalisierung der Filmvorführung

wird in den nächsten Jahren umgesetzt.

Alle Branchenteilnehmer wollen den Rollout

in Deutschland. Verhandelt wird noch über

die Finanzierung und die technische Ausrüstung.

Dass die Bildwiedergabe präzise und störungsfreier

abläuft und die Vorführmöglichkeiten sich auch auf

andere Inhalte erweitern lassen, sind Vorteile, die die Branche

sich nicht entgehen lassen wird. Einige CinemaxX-Kinos werden voraussichtlich

noch im Laufe des Jahres 2006 zu Testzwecken umgerüstet, in 2 bis 3 Jahren sollten

alle Filmtheater über die digitale Projektionstechnik verfügen.

Relaunch der Kinopaläste

Diese Zeitspanne benötigen wir auch, um die nötigen Investitionsmittel für den

Relaunch der Filmtheater zu erwirtschaften. Wir wollen vor allem in unseren

Kinofoyers ein neues Erscheinungsbild gestalten. Wir setzen auf Atmosphäre,

Gemütlichkeit und gediegenes Ambiente, um unsere Besucher zum längeren Verweilen

einzuladen. Die CinemaxX-Foyers sollen das Erscheinungsbild von Hotel-

Lobbies übernehmen, wo man in entspannter Atmosphäre Leute beobachtet

13


Vorwort

oder nach dem Film über das Gesehene diskutieren kann. Deswegen arbeiten wir

auch mit Partnern aus der Gastronomie an speziellen Kino-Foyer-Konzepten.

Abschließend möchte ich Ihnen noch erklären, warum der Jahresbericht 2005

erst im Herbst 2006 vorliegt und die Hauptversammlung im November 2006

stattfindet.

Abschließend noch ein Hinweis auf eine personelle Veränderung: Der bisherige

Finanzvorstand, Herr Hartmut Scheunemann, hat die Gesellschaft zum 13. August

2006 nach fast fünfjähriger Tätigkeit verlassen. Sein Nachfolger wird die Geschäfte

voraussichtlich im November übernehmen.

Wir danken Herrn Scheunemann für seinen engagierten, aufopferungsvollen Einsatz,

mit dem er dazu beigetragen hat, CinemaxX in einem schwierigen Umfeld

zu stabilisieren.

Der einzige Grund dafür ist die Umstellung der Bilanz auf die Bewertungsrichtlinien

nach dem International Financial Reporting Standards (IFRS). Der handelsrechtliche

Abschluss war bereits im Frühjahr erstellt. Der durch die Neubewertung

nach IFRS ausgelöste Arbeitsanfall ist von uns jedoch unterschätzt worden.

Gerade die Vielzahl der Mietverträge, die aufwändig nach den Bilanzierungskriterien

geprüft werden mussten, hat das durch Kostensparzwänge reduzierte Mitarbeiterteam

vor ein zeitliches Problem gestellt. Die Umstellung ist nun erfolgt

und sollte uns zukünftig nicht an der rechtzeitigen Veröffentlichung hindern.

Auf die Auswirkungen der neuen Bilanzrichtlinien, vor allem im Vergleich zum

bislang vorgelegten HGB-Abschluss, werden wir im Lagebericht ausführlich eingehen.

Unser Dank gilt auch unseren Geschäftspartnern, mit denen es bisher gelungen

ist, die Gefahren der Branchenentwicklung zu meistern. Das praktizierte, partnerschaftliche

Miteinander hilft uns allen. Das engagierte CinemaxX-Team hat

nicht nur im Jahr 2005 dem Abwärtstrend getrotzt und hervorragende Arbeit

geleistet. Diesen Teamgeist braucht man auch, um unseren Besuchern mit Überzeugung

und Optimismus die Vorzüge des Gemeinschaftserlebnisses KINO zu präsentieren!

Hamburg, im September 2006

Wir hoffen, dass Sie uns die späte Veröffentlichung nachsehen. Wir gehen davon

aus, dass wir in den folgenden Jahren ohne Sondereffekte an die normalen Fertigstellungs-

und Veröffentlichungstermine anknüpfen werden.

14


Lagebericht

CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2005

Nach 156,7 Millionen Besuchern im Jahr 2004 bedeutet das Ergebnis des Jahres

2005 einen Rückgang um 18,8%. Die Kartenumsätze gingen nach FFA-Angaben

hingegen „nur“ um 16,6% zurück, von Euro 892,9 Millionen im Jahr 2004 auf

nun Euro 745,0 Millionen.

A) Geschäftsentwicklung des Jahres 2005

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Jahr 2005 brachte nach Angaben der Filmförderungsanstalt in Berlin (FFA)

mit nur noch 127,3 Millionen Besuchern für den gesamten deutschen Kinomarkt

einen Rückfall auf das Niveau des Jahres 1995. Jeder Deutsche ging im Schnitt

nur noch 1,54 Mal ins Kino. Vor allem fehlten den Filmtheatern die besucherwirksamen

Filme. Konnten im Vorjahr noch starke deutsche Produktionen die

mangelnde Anziehungskraft der Hollywood-Filme ausgleichen, so musste man

2005 feststellen, dass weder deutsche noch amerikanische Filme beim Publikum

die nötige Aufmerksamkeit erfuhren.

Insgesamt erreichten nur sechs Filme die „Blockbuster-Grenze“ von 3 Millionen

Besuchern: HARRY POTTER UND DER FEUERKELCH auf Platz 1 gefolgt von dem Animationsfilm

MADAGASCAR und STAR WARS: EPISODE III. Erfolgreich waren zudem

noch die Filme HITCH-DER DATE-DOKTOR, MR. & MRS. SMITH sowie MEINE FRAU,

IHRE SCHWIEGERELTERN UND ICH.

Wie in den Vorjahren lähmte die Konsumzurückhaltung auch 2005 die wirtschaftliche

Entwicklung. Die Deutsche Bundesbank weist in Ihrem Geschäftsbericht

2005 ebenfalls darauf hin: „Die Schwäche bei den privaten Konsumausgaben

hielt auch im Berichtsjahr an. (...)“ (Geschäftsbericht 2005 der Deutschen

Bundesbank, Seite 52)

So muss man leider feststellen, dass der Besuch eines Filmtheaters aufgrund der

Verunsicherung vieler Verbraucher vermehrt als „entbehrlich“ angesehen wird

– und nur die wirklichen Highlights noch in den Fokus der Besucher rücken.

Insgesamt stieg die Anzahl der in deutschen Kinos bespielten Leinwände trotz

der schwierigen Situation noch einmal leicht, auf nun 4.889 an (Vorjahr: 4.870).

Der durchschnittliche Eintrittspreis erhöhte sich nach FFA-Angaben ebenfalls.

Nach Euro 5,70 pro Karte im Jahr 2004 waren 2005 Euro 5,85 zu zahlen. Diese

Entwicklung ist laut FFA auf die Überlänge der Erfolgsfilme sowie vereinzelte,

leichte Preiserhöhungen zurückzuführen.

16


Lagebericht

II. Umstellung auf International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss der CinemaxX AG für das Geschäftsjahr 2005 wurde erstmals

nach den zum Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting

Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Er

steht mit den für das Geschäftsjahr 2005 geltenden Vorschriften der IFRS im Einklang.

Dies gilt auch für die Vergleichsperiode 2004. Da sich im Rahmen der

Umstellung erhebliche Auswirkungen auf die Ergebnissituation und damit auf

das Eigenkapital ergeben haben, wird neben den bereits im Anhang genannten

Angaben hier noch einmal Stellung genommen. Insbesondere hat die Bilanzierung

der Mietverträge nach IAS 17 erhebliche Auswirkungen auf das Eigenkapital

gehabt. Nach IAS 17 ist zu unterscheiden nach „operate lease“ und „finance lease“

in Abhängigkeit davon, wer die wesentlichen Chancen und Risiken aus

einem Miet- oder Leasingvertrag über einen Vermögenswert trägt. Bei Vorliegen

eines „finance lease“ erfolgt die Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums

und somit die Aktivierung des Leasinggegenstands beim Leasingnehmer. Im

CinemaxX-Konzern gibt es eine Reihe von Mietverträgen, die diese Kriterien

erfüllen. Insofern erfolgte eine Aktivierung dieser Immobilienmietverträge beim

CinemaxX-Konzern, gleichzeitig wurden die Finanzschulden daraus passiviert.

Der Konzern setzt zu Beginn des Leasingverhältnisses Vermögenswerte und

Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz an, und zwar in Höhe des zu Beginn des

Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasingobjekts oder mit dem

Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Die

Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern der aktivierten Vermögenswerte

entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte im CinemaxX-

Konzern, wobei die Abschreibung der nach IAS 17 aktivierten Vermögenswerte

über den kürzeren der beiden Zeiträume, Nutzungsdauer des Vermögenswerts

und Restlaufzeit des Mietvertrags, erfolgt. Die daraus resultierenden Zahlungsverpflichtungen

sind unter den Finanzschulden passiviert.

In der IFRS Eröffnungsbilanz zum 01.01.2004 erfolgte für die Kinoimmobilien an

den Standorten Hamburg-Dammtor, Freiburg und Krefeld, die der CinemaxX

Konzern über als Finanzierungsleasing klassifizierte Miet- bzw. Leasingverträge

angemietet hat, ein Ansatz zum beizulegenden Zeitwert als Ersatz für die

Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wurde für diese Kinoimmobilien

eine Bilanzierung zu den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

nach IAS 16.30 durchgeführt.

Der Zinsanteil der Leasingraten wird für die Laufzeit der Leasingperiode in der

Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die sich zum Zeitpunkt der IFRS-

Eröffnungsbilanz (01.01.2004) aus der Bilanzierung nach IAS 17 ergebenden Differenzen

zwischen Anlagevermögen und Verbindlichkeiten wurden gegen den

Ergebnisvortrag gebucht – und haben diesen für „finance lease“ von Immobilien

mit TEuro 16.647 und für „finance lease“ von Inventargegenständen mit

TEuro 6.517 belastet. Aufgrund von Mietreduzierungen im Geschäftsjahr 2004

konnten zwei Immobilien, die bis zum 01.04.2004 im Rahmen des „finance lea-

17


Lagebericht

se“ aktiviert wurden, im Geschäftsjahr 2004 dem „operate lease“ zugeordnet

werden. Insofern wurde das Jahresergebnis 2004 mit TEuro 3.439 aus diesen

Objekten positiv beeinflusst. Für die anderen, dem „finance lease“ zugeordneten

Objekte ergab sich im Geschäftsjahr 2004 aus der Abschreibung der Immobilien,

den Finanzierungszinsen sowie der Korrektur von Mietaufwendungen

insgesamt eine Ergebnisbelastung von TEuro 4.394.

Der positive Eigenkapitaleffekt aus dem Ansatz der drei genannten Objekte zum

beizulegenden Zeitwert nach IAS 17 i. V. m. IFRS 1.16 ff. zum 01.01.2004 beträgt

TEuro 14.754.

III. Ertragslage

Der Trend der Branche spiegelte sich leider auch bei der Gesellschaft wider. Mit

17,8 Millionen Kinogängern gegenüber 20,7 Millionen im Vorjahr musste die

Gesellschaft einen Rückgang von knapp 14% hinnehmen. Bereinigt um die

Abgabe dreier Kinos und die Hinzunahme zweier Häuser im Geschäftsjahr reduzierte

sich die Besucherabweichung auf 12,7%, was gegenüber der allgemeinen

Marktentwicklung als positiv angesehen werden kann. Die Umsatzerlöse beliefen

sich im Geschäftsjahr auf TEuro 146.004 gegenüber TEuro 165.378 imVorjahr

(-11,7%).

Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass sich im Rahmen der Umstellung

des Konzernabschlusses auf IFRS allein durch die Anwendung des IAS 17

und die daraus resultierende Klassifizierung der Mietverträge als „finance lease“

negative Ergebnis- bzw. Eigenkapitalauswirkungen in 2004 von insgesamt

TEuro 23.200 ergeben haben, die nur zum Teil durch den Ansatz beizulegender

Zeitwerte (vgl. oben) kompensiert werden konnten.

Unter Hinzurechnung der sonstigen betrieblichen Erträge von TEuro 25.280 (Vorjahr:

TEuro 26.208) summierte sich die Gesamtleistung damit im Geschäftsjahr

auf TEuro 171.284 (Vorjahr: TEuro 191.586). Positiv auf die sonstigen betrieblichen

Erträge des Jahres 2005 wirkte insbesondere eine von der Filmförderungsanstalt

gewährte Strukturhilfe für die Jahre 2002 bis 2004. Darüber hinaus konnten die

sonstigen betrieblichen Erträge durch getroffene Vereinbarungen mit den Vermietern

über den Verzicht auf gestundete Gebäudemieten positiv beeinflusst

werden. Aufgrund eines gekündigten Mietvertrags mit Wirkung zum 31.12.2005

konnte die bis dato als „finance lease“-bilanzierte Immobilie als Abgang

18


Lagebericht

gezeigt werden. Aus der Differenz zwischen Anlagevermögen und Verbindlichkeiten

zum 31.12.2005 ergab sich ein Ertrag von TEuro 3.627.

Der Bruttokartenumsatz pro Kopf betrug im Geschäftsjahr 2005 Euro 6,39 gegenüber

Euro 6,24 im Vorjahr und konnte damit um 15 Cent (2,6%) gesteigert werden.

Der CinemaxX-Konzern hat damit einen um 54 Cent höheren Durchschnittspreis

als der Markt (Euro 5,85) realisiert. Erfreulicherweise lässt sich

festhalten, dass damit der im Jahre 2003 begonnene Preiskampf beendet bzw.

eingedämmt wurde.

Die durchschnittlichen Gastronomieerlöse mit den Sparten Popcorn, Erfrischungsgetränke,

Süßwaren etc. trugen im Jahr 2005 mit Euro 2,14 (brutto) pro

Besucher zum Ergebnis bei und konnten damit gegenüber dem Vorjahr um 10

Cent (5%) gesteigert werden.

Die Werbeerlöse gingen von TEuro 9.781 im Jahr 2004 auf TEuro 9.014 im Jahr

2005 zurück. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die Anpassung des

Werbeindex (IVW-Gruppen) an die Besucherrückgänge der Kinos in den Vorjahren

sowie die noch immer bestehende Zurückhaltung der werbetreibenden

Wirtschaft. Auch der öffentliche Druck bei der Werbung für Zigaretten wirkt sich

weiterhin negativ aus. Dennoch gibt es erste Anzeichen bzw. fachkundige Meinungen,

aus denen hervorgeht, dass scheinbar eine leichte Trendwende in der

werbetreibenden Industrie zu verzeichnen ist.

Der Materialaufwand für Filmmieten, Förderabgaben und Gastronomieprodukte

betrug TEuro 59.195 (Vorjahr: TEuro 67.322). Aufgrund der ab dem 01.01.2005

erstmals mit 16% vorgenommenen Versteuerung der Popcorn- sowie Tortilla-

Chips-Umsätze erhöhte sich die Wareneinsatzquote von 22% im Vorjahr auf

nunmehr knapp 23,2%.

Die vor Jahren begonnenen und im vergangenen Jahr intensivierten Gespräche

mit den Filmverleihern über die Reduzierung von Filmmieten haben im

Geschäftsjahr erste Auswirkungen gezeigt. Während der Kartenumsatz von TEuro

118.248 im Geschäftsjahr 2004 um 11,9% auf TEuro 104.219 im Geschäftsjahr

2005 zurückging, konnten die Aufwendungen für Filmmieten von TEuro 56.022

im Vorjahr um 13,2% auf nunmehr TEuro 48.651 reduziert werden.

Im Geschäftsjahr 2005 gab

es im Bereich der Personalkosten

weitere Optimierungsanstrengungen.

Umsatzbestandteile

Werbeerlöse

Gastronomieerlöse

6,2

22,3

Sonstige

Kartenerlöse

0,1

71,4

19


Lagebericht

Durch die zentrale Vorgabe der wöchentlichen Dienstplanstunden bzw. die Verknüpfung

der operativen Arbeitsstunden mit dem zu erwartenden Besucheraufkommen

ist es gelungen, eine Verminderung der Personalkosten um 2,2%, von

TEuro 34.542 auf nun TEuro 33.781 zu erreichen. Mit dem bereits per 31.12.2003

gekündigten Manteltarifvertrag und der Kündigung des Entgelttarifvertrags zum

31.01.2004 wurde eine neue Vergütungsstruktur für neueingestellte Mitarbeiter

geschaffen, die sich im Berichtsjahr durch die Mitarbeiter-Fluktuation erstmals

voll auswirkte. Eine weitergehende Verbesserung dieser Kostenposition ist für

die Zukunft zu erwarten, da die Personalkosten im Jahr 2005 noch durch eine

Vielzahl von Restrukturierungsmaßnahmen (Abgabe von Standorten) belastet

waren.

Die sonstigen Betriebsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2005 TEuro

65.252 gegenüber TEuro 73.021 im Vorjahr. Der Rückgang um TEuro 7.769 ergibt

sich mit TEuro 4.039 aus geringeren Mietaufwendungen bzw. Mietnebenkosten,

da sich die im Vorjahr gewährten Mietreduzierungen nunmehr vollständig auf

das Geschäftsjahr 2005 ausgewirkt haben. Darüber hinaus konnten noch Einsparungen

hauptsächlich in den Bereichen Werbung, Rechts- und Beratungskosten,

Versicherungs- und Bürokosten sowie Reinigung realisiert werden.

Die Gesellschaft wies damit ein Betriebsergebnis vor Abschreibung, Ertragsteuern,

Finanz- und Beteiligungsergebnis (EBITDA) von TEuro 13.056 (Vorjahr: TEuro

16.701) aus. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen

sowie nach IAS 17 i. V. m./ IFRS 1.16 ff. bilanzierte Immobilien und Kinoinventare

beliefen sich einschließlich Wertminderungen auf TEuro 11.377 (Vorjahr: TEuro

14.629). Die Abschreibungen beinhalten mit TEuro 6.334 Abschreibungen auf

Inventare und Immobilien, die sich aus der Bilanzierung gemäß IAS 17 i. V. m.

IFRS 1.16 ff. ergeben. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug

somit TEuro 1.679 (Vorjahr: TEuro 2.072).

Das Finanzergebnis der Gesellschaft belief sich auf TEuro -11.136 (Vorjahr: TEuro

-13.591). Neben Zinserträgen von TEuro 198 (Vorjahr: TEuro 199) sind Avalgebühren

von TEuro 523 (Vorjahr: TEuro 541) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von

TEuro 10.811 (Vorjahr: TEuro 13.249) enthalten. Die Zinsaufwendungen resultieren

mit TEuro 1.403 (Vorjahr: TEuro 1.445) aus Finanzierungsaufwendungen für

Inventargegenstände im Rahmen der Bilanzierung nach IAS 17 i. V. m. IFRS 1.16

ff. sowie mit TEuro 7.260 (Vorjahr: TEuro 7.728) aus Zinsaufwendungen für Immobilienleasingverträge

gemäß IAS 17.

Bedingt durch die Auflösung einer Gewerbesteuerrückstellung weist der Konzern

damit im Geschäftsjahr 2005 einen Jahresfehlbetrag von TEuro 7.495 gegenüber

einem Jahresüberschuss von TEuro 15.656 im Vorjahr aus.

20


Lagebericht

IV. Investition

Aufgrund der angespannten Ergebnissituation und der Liquiditätslage der

Gesellschaft wurden auch im Geschäftsjahr 2005 sämtliche Investitionen auf ein

Minimum reduziert. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft den Betrieb eines

Multiplex-Kinos in Herten sowie den Betrieb eines Multiplex-Kinos in Sindelfingen

übernommen. Für erworbene Inventare wurde ein Betrag von TEuro 391

aufgewendet. Insgesamt hat der Konzern im Geschäftsjahr für Investitionen in

Sachanlagen TEuro 890 ausgegeben.

V. Vermögenslage

Die Gesellschaft wies am 31.12.2005 eine Bilanzsumme von TEuro 145.675 aus

(Vorjahr: TEuro 162.750). Das langfristige Vermögen mit Ausnahme der latenten

Steuern, bestehend aus immateriellen Vermögenswerten, Kinoeinrichtung,

Bauten auf fremden Grundstücken, finanziellen und sonstigen Vermögenswerten

sowie Kinoimmoblien und Inventar im Rahmen des Finanzierungsleasing

nach IAS 17 i. V. m. IFRS 1.16 ff. reduzierte sich von TEuro 150.729 auf nunmehr

TEuro 131.772. Aufgrund der Kündigung eines Mietvertrags zum 31.12.2005 ist eine

bis dahin als „finance lease“ nach IFRS bilanzierte Kinoimmobilie abgegangen.

Darüber hinaus lässt sich der Rückgang des Anlagevermögens durch die

Abschreibung erklären. Zusätzlich wurden, wie bereits erwähnt, die Inventare

an den Standorten Herten und Sindelfingen in Höhe von insgesamt TEuro 391

aktiviert. Die anderen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten

zwei langfristige Darlehensforderungen, die im Zusammenhang mit gemieteten

Kinoimmobilien stehen. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden

neben einer Forderung gegen einen Werbevermittler aus Rechnungsabgrenzungsposten

gebildet. Die kurzfristigen Vermögenswerte enthalten neben Zahlungsmitteln

und Zahlungsmitteläquivalenten im Wesentlichen Vorräte für Gastronomieprodukte

sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und

sonstige Forderungen und Vermögenswerte. Sie blieben gegenüber dem Vorjahr

nahezu unverändert. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen

aus Forderungen aus Geschäftsbesorgung, debitorischen Kreditoren sowie Kautionen

und einem Rechnungsabgrenzungsposten.

Im Wesentlichen bedingt durch den Jahresfehlbetrag 2005 reduziert sich das

Eigenkapital von TEuro -10.195 zum 31.12.2004 auf nunmehr TEuro -17.511. Die in

der Bilanz ausgewiesenen langfristigen Schulden beinhalten neben den Verbindlichkeiten

aus Finanzierungsleasing auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen handelt es sich überwiegend um gestundete Mietverbindlichkeiten,

die mehrheitlich innerhalb der nächsten 24 Monate zur Rückzahlung anstehen.

Bei den verzinslichen Darlehen werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten

21


Lagebericht

gegenüber Kreditinstituten, die im Rahmen der Konsolidierung einer Zweckgesellschaft

nach IFRS die Finanzierung dieser Objektgesellschaft betreffen, ausgewiesen.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten bestehen neben einem

Rechnungsabgrenzungsposten aus langfristigen zinslosen Darlehen seitens der

FFA. Die langfristigen Rückstellungen wurden für eine Einlageverpflichtung

gebildet. In den kurzfristigen Schulden sind neben den Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen Darlehensverbindlichkeiten aus der Abgabe der

Berliner Filmtheater Knapp GmbH & Co. KG bzw. der MaxX München GmbH & Co.

KG enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich

aus Gutscheinverbindlichkeiten bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern

zusammen.

VI. Finanzlage

Dem Konzern stand im Geschäftsjahr 2005 keine Kreditlinie zur Verfügung. Aufgrund

der negativen Besucherentwicklung in den ersten sechs Monaten des

Jahres 2005 konnten die Planzahlen gemäß der internen Budgetrechnung nicht

erreicht werden. Ebenfalls stark unter den Erwartungen lagen die Erlöse aus der

Leinwandwerbung. Daher waren liquiditätsschaffende Maßnahmen erforderlich.

Aus diesem Grund wurden der Geschäftsbetrieb sowie das Inventar des

Kinos MaxX München in eine eigene Gesellschaft, die MaxX München GmbH &

Co. KG, eingebracht. Mit Wirkung zum 01.06.2005 wurden die Kommanditanteile

der MaxX München GmbH & Co. KG an einen Investor veräußert. Zusätzlich

wurden auch im Geschäftsjahr 2005 umfangreiche Mietstundungen mit den

Vermietern vereinbart, die zu einer weiteren Liquiditätsentlastung beigetragen

haben. Der aus diesen Maßnahmen resultierende Liquiditätseffekt hat dazu

geführt, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2005 all ihren Verpflichtungen

nachkommen konnte. Damit war die Liquidität im abgelaufenen Geschäftsjahr

gesichert.

B) Besondere Ereignisse des Geschäftsjahres

I. Abgabe des Standortes Dresden

Der bisher von der Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. geführte Kinobetrieb

in Dresden, der in der Vergangenheit negative Ergebnisbeiträge erwirtschaftete,

ist mit Wirkung zum 15.06.2005 von der CinemaxX Dresden GmbH

übernommen worden. Die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. hält

an der neuen Betreibergesellschaft einen Anteil von 25,2%. Seit dem 15.06.2005

betreibt ein in Dresden bereits aktiver Kinounternehmer das CinemaxX. Er sieht

in der besser abzustimmenden Programmierung, dem lokalen Marketing und

einigen durch einen Einzelunternehmer umzusetzenden Kostenreduzierungen

Chancen, die Effizienz all seiner Kinos zu steigern.

22


Lagebericht

II. Übernahme des Standortes Herten

IV. Übernahme des Standortes Sindelfingen

Zum 28.04.2005 hat die Gesellschaft den Betrieb eines Multiplexkinos in Herten,

Nordrhein-Westfalen, übernommen. Im Verbund mit standortbezogenen Entscheidungen

wird sich diese Maßnahme zukünftig positiv auf den Konzern auswirken.

Seit dem 15.11.2005 gehört ein Multiplexkino in Sindelfingen zur CinemaxX-

Gruppe. Aufgrund der regionalen Situation bzw. der Nähe zu zwei unternehmenseigenen

Theatern am Standort Stuttgart wird sich diese Maßnahme durch

gemeinsames Marketing und Abstimmung der Programminhalte zukünftig positiv

auf die Gesellschaft auswirken.

III. Abgabe MaxX München

Mit Wirkung zum 01.06.2005 wurden der Geschäftsbetrieb sowie das Inventar

des Kinos MaxX München in eine eigene Gesellschaft, die MaxX München GmbH

& Co. KG, eingebracht. Zum 01.06.2005 wurden die Kommanditanteile der MaxX

München GmbH & Co. KG an einen Investor veräußert. Zugleich wurde ein

Management-Vertrag zwischen der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG und dem

Investor zum Betrieb des Kinos geschlossen. Auf Basis dieses Management-Vertrages

betreibt die CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG weiterhin das Kino MaxX

München. Die zwischen dem Investor und der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG

geschlossenen Verträge sehen vor, dass die CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG für

die verkauften Anteile eine Rückkaufoption hat. Der Investor seinerseits verfügt

über eine Put-Option. Das wirtschaftliche Eigentum an der MaxX München

GmbH & Co. KG liegt daher weiterhin bei der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG.

V. Ansprüche gegen die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co.

Mit Schreiben vom 15.12.2003 und Klage vom 18.11.2004 hat der Insolvenzverwalter

der UFA-Theater GmbH & Co. KG Ansprüche in Höhe von rund TEuro 4.000

gegen die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. geltend gemacht. Diese

Ansprüche stehen im Zusammenhang mit Abtretungen von Kaufpreisansprüchen

der UFA-Theater GmbH & Co. KG gegen die Surfer Verwaltungsgesellschaft

mbH (letztere wurde später zunächst in RMB (Deutschland) GmbH und anschließend

in RMB Germany Holding GmbH umbenannt). Der Insolvenzverwalter versucht

die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. KG in Anspruch zu nehmen,

da diese seit dem 20.04.2000 Gesellschafterin der UFA-Theater GmbH mit

einem Geschäftsanteil von 10% ist. Die UFA-Theater GmbH wiederum ist alleinige

Kommanditistin der UFA-Theater GmbH & Co. KG sowie alleinige Gesell-

23


Lagebericht

schafterin der UFA-Theater Verwaltungsgesellschaft mbH, die als alleinige Komplementärin

der UFA-Theater GmbH & Co. KG fungierte. Der Insolvenzverwalter

stützt seine Ansprüche auf die Grundsätze der Kapitalerhaltung, auf die unerlaubte

Rückführung kapitalersetzender Darlehen sowie auf die Insolvenzanfechtung.

Die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. geht nach Würdigung

des Sachverhaltes durch die beratenden Rechtsanwälte davon aus, dass

die vorgenannten Ansprüche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abgewiesen

werden und deshalb derzeit keine Rückstellungen gebildet werden müssen.

Der vom Insolvenzverwalter erhobenen Klage sind die prozessbevollmächtigten

Rechtsanwälte der Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. KG mit Klageerwiderung

vom 17.05.2005 entgegengetreten und haben beantragt, die Klage

abzuweisen. Sollte sich der Insolvenzverwalter mit seiner Auffassung jedoch

gerichtlich durchsetzen, wäre die daraus resultierende finanzielle Belastung für

die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. aufgrund ihrer Höhe Existenz

bedrohend.

C) Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2003 wurden die Kommanditanteile der Berliner Filmtheater

Knapp GmbH & Co. KG an einen Investor (Investor I) veräußert. In der Berliner

Filmtheater Knapp GmbH & Co. KG ist der Geschäftsbetrieb des CinemaxX Berlin

(Potsdamer Platz) gesellschaftsrechtlich organisiert. Zugleich wurde ein

Management-Vertrag zwischen der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG und dem

Investor I geschlossen. Auf Basis dieses Management-Vertrags betreibt die CinemaxX

Cinema GmbH & Co. KG weiterhin das CinemaxX Berlin. Die zwischen dem

Investor I und der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG geschlossenen Verträge

sahen vor, dass die CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG für die in Rede stehende

verkaufte Gesellschaft eine Rückkauf-Option hat. Der Investor I seinerseits verfügte

über eine Put-Option. Der Investor I hat diese Put-Option mit wirtschaftlicher

Wirkung zum 30.04.2006 ausgeübt. Die CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG

hat daraufhin den Investor I gebeten, den Kommanditanteil unter Aufhebung

des durch die Ausübung der Put-Option begründeten Kommanditanteilskaufvertrags

an einen anderen Investor zu veräußern (Investor II). Investor I ist

damit einverstanden gewesen. Der Verkauf des Kommanditanteils erfolgte von

Investor I an Investor II mit schuldrechtlicher Wirkung zum 31.05.2006. Investor

II hat sodann einen Teil des in Rede stehenden Kommanditanteils im Nennkapital

von Euro 40.500 sofort einschließlich der damit verbundenen Kapitalbe-

24


Lagebericht

teiligung an die CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG veräußert. Die CinemaxX Cinema

KG hat darüber hinaus aufgrund ihr zustehender Call-Optionen die Möglichkeit,

weitere Teilkommanditanteile von Investor II in Tranchen von je Euro

10.500 in der Zukunft zu erwerben. Des weiteren wurde ein Managementvertrag

zwischen der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG und dem Investor II geschlossen.

Auf Basis dieses Managementvertrages betreibt die CinemaxX Cinema KG

weiterhin das CinemaxX Berlin.

Einen ebenfalls ganz erheblichen Einfluss auf das Geschäftsmodell hat das Wetter.

Bei sommerlichen Temperaturen sind sofort Besucherrückgänge festzustellen.

Die weiter anhaltende Verbreitung moderner audiovisueller Medien und die

Vielzahl alternativer Freizeitangebote haben ebenfalls einen erheblichen Einfluss

auf den Geschäftsbetrieb.

Weitere wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung für den CinemaxX

Konzern sind nach dem Bilanzstichtag 31.12.2005 nicht zu verzeichnen gewesen.

Die vorgenannten Faktoren wirken sich direkt auf die Anzahl der Kinobesuche

und damit auf die Umsatzerlöse des Unternehmens aus.

D) Risikobericht

I. Risiken des Geschäftsbetriebs

Beim Betrieb von Filmtheatern treten aufgrund einer Vielzahl von externen Faktoren

Risiken auf, die durch das Unternehmen nicht zu beeinflussen sind. Insbesondere

ist hierbei die Abhängigkeit von den Filmverleihern zu nennen.

Kinobetreiber sind auf die Versorgung mit qualitativ hochwertigen und den

Geschmack des Publikums treffenden Filmen angewiesen. Eine Möglichkeit der

Kinobetreiber, auf die filmproduzierende Wirtschaft einzuwirken, ist nicht

gegeben.

Das Geschäftsmodell der Kinobetreiber war im Geschäftsjahr bedroht. Dieses

insbesondere durch den weiter wachsenden DVD-Markt und die Verkürzung des

sogenannten Auswertungsfensters, also derjenigen Zeitspanne zwischen Vorführung

eines Films im Kino und Veröffentlichung desselben Films auf DVD. In

der Vergangenheit haben hier deutliche Umsatzverlagerungen vom Kino in

Richtung der DVD stattgefunden. Die Entwicklung im DVD-Markt ist dabei in

starkem Maße von der Preispolitik beeinflusst. Die derzeit diskutierten Formate

„HD-DVD“ oder „Blue-Ray“ stellen eine weitere qualitative Verbesserung des

Filmerlebnisses in den eigenen vier Wänden dar.

25


Lagebericht

Eine zusätzliche Bedrohung unseres Geschäftsmodells erfolgt durch die sogenannte

Internet-Piraterie, also das illegale Herunterladen von Spielfilmen aus

dem Internet und deren anschließende Vervielfältigung. Die Filmpiraterie

bedroht die Zukunft der gesamten Branche. Die Gesellschaft zur Verfolgung von

Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) bekämpft diesen Bereich der Kriminalität

seit einigen Jahren mit wachsendem Erfolg. Mit 2.549 neu eingeleiteten Verfahren

stabilisierte sich die quantitative Anzahl der durch die Tätigkeit der Organisation

aufgedeckten Verletzungen des Urheberrechts auf dem hohen Vorjahresniveau.

Dabei waren in 78,7% aller Fälle filmische Werke Gegenstand der Verfahren.

Die Filmbranche versucht ihrerseits durch Schaffung eines sog. „digitalen

Wasserzeichens“ und eine Vielzahl von anderen Maßnahmen, den Raubkopierern

das Handwerk zu legen. Mit Hilfe dieses digitalen Wasserzeichens, das

der Filmkopie beigegeben wird, lässt sich die Quelle einer Vervielfältigung

erkennen. Das Fraunhofer Institut für integrierte Publikations- und Informationssysteme

forscht im Auftrag der deutschen Filmbranche an diesem Verfahren.

2. Abhängigkeit von Filmverleihern

Das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit ist wesentlich vom Erfolg der Filme

abhängig. Bisher wurden von den Filmverleihern Leihmieten verlangt, die für

die Filmtheater nicht mehr sinnvoll waren. CinemaxX verhandelt angesichts der

rückläufigen Besucherzahlen kontinuierlich über wirtschaftlich zu vertretende

Konditionen. Aufgrund der gegensätzlichen Positionen kann es zeitweise zur

Nichtabnahme einzelner Titel kommen, was auf das Jahresergebnis Einfluss

haben würde.

3. Digitalisierung des Kinos

Die sog. Digitalisierung des Kinos, also die Umstellung der Filmkopien von Zelluloid

im 35-mm-Format auf ein digitales Format, ist bisher flächendeckend in

Deutschland nicht erfolgt. Hinsichtlich der Finanzierung einer entsprechenden

Umstellung gibt es noch unterschiedliche Auffassungen zwischen den Filmverleihern

und den Kinos. Die Umrüstung auf digitale Projektoren kostet pro Leinwand

derzeit mindestens Euro 80.000. Die Kinobetreiber in Deutschland fordern

daher, dass die Filmverleiher die notwendige Umrüstung mit finanzieren

bzw. den größten Teil der anfallenden Kosten übernehmen. Die Studios werden

von der Digitalisierung erheblich profitieren, da sie wesentlich geringere Kosten

für die Filmkopien kalkulieren müssen. Letztendlich steuert die Branche auf

eine für alle Kinobetreiber gemeinsam gültige Vereinbarung hin, da die finanziellen

Spielräume aller Marktteilnehmer ebenso begrenzt sind wie die der

CinemaxX-Gruppe.

4. Saisonale Schwankungen der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Kinotickets und dem Verkauf gastronomischer

Artikel unterliegen innerhalb des Geschäftsjahres starken Schwankungen.

Unmittelbaren Einfluss auf die Besucherzahlen haben dabei insbesondere

die Faktoren Wetter, Ferienzeiten, Durchführung von regionalen Großveranstaltungen

und natürlich die Terminierung der Filmstarts durch die Verleiher. Die

Planung der erwarteten Umsatzerlöse pro Monat kann daher in der Regel nur

annähernd und mit entsprechenden Unsicherheiten erfolgen.

26


Lagebericht

5. Konjunkturelle Situation in Deutschland

Die Konsumlaune der Deutschen bleibt weiter instabil, mit entsprechend negativen

Auswirkungen auf das Ausgabeverhalten des Einzelnen. Die Furcht vor

Arbeitslosigkeit und die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung

in Deutschland führen zu einer nach wie vor schwachen Binnennachfrage. In

Anbetracht dieser unsicheren konjunkturellen Situation, der hohen Arbeitslosigkeit

und der Erhöhung der Mehrwertsteuer gehen wir nicht davon aus, dass die

Kunden ihre durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben in unseren Kinos steigern

werden. Sollte sich der Trend zur Konsumzurückhaltung verstärken, hätte dieses

womöglich Umsatzrückgänge zur Folge. Wir müssten dann weitere Einsparungen

in allen Bereichen des Unternehmens durchsetzen.

II. Risikomanagement

operativen Einheiten und der Holding unter Gesamtverantwortung des erweiterten

Geschäftsführungsgremiums bzw. des Vorstands durchgeführt. Gleichzeitig

ist durch eine sehr enge Verzahnung mit den operativ vor Ort tätigten Theaterleiterinnen

und Theaterleitern gewährleistet, dass sich abzeichnende Risiken,

auch in lokalen Märkten, rechtzeitig erkannt werden und die zeitnahe

Weitergabe an die Entscheidungsträger jederzeit gegeben ist. Zur Sicherstellung

einer engen Verzahnung mit der Unternehmenssteuerung wird die Risikofrüherkennung

im Controlling zentral gebündelt. Dadurch werden die direkte Einbindung

in die Unternehmensplanung sowie die operative Unternehmenssteuerung

gewährleistet. Die mit der Identifizierung von Risiken einhergehenden

Analysen finden ihren entsprechenden Niederschlag in laufenden Forecasts.

Das Risikomanagement beschränkt sich dabei nicht nur auf finanzielle

Risiken, sondern umfasst auch andere mit der Geschäftstätigkeit verbundene

Problemfelder.

Das Risikomanagement im CinemaxX-Konzern wird als ganzheitliche Unternehmensaufgabe

verstanden, um die potenziellen Risiken, die auf Branchen- oder

Marktveränderungen sowie verändertem Kundenverhalten basieren, kontrollieren

zu können bzw. zu reduzieren oder zu vermeiden. Auf Grundlage der im

Rahmen der jährlichen Budgetplanung verabschiedeten Ziele und Strategien für

den CinemaxX-Konzern erfolgt eine laufende Risikoidentifikation. Die Überwachung

der externen und internen Risikofelder wird dabei in den jeweiligen

Finanzkredite an konzernfremde Unternehmen werden lediglich im Zusammenhang

mit dem Betrieb von Kinostandorten gewährt. Besondere Ausfallrisiken im

Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren aufgrund

der Geschäftstätigkeit nicht.

27


Lagebericht

III. Existenzbedrohende Risiken

Wegen der erwartungsgemäß schwachen Besucherzahlen während der Fußball-

Weltmeisterschaft gleicht der Konzern daraus resultierende finanzielle Unterdeckungen

durch vorab schriftlich vereinbarte Stundungen von Immobilienmieten

aus. Der Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der avisierten guten Filmversorgung

die für den Herbst und Winter 2006 geplanten Besucherzahlen erreicht

werden können. Sollte in den kommenden Monaten jedoch eine negative Planabweichung

eintreten, würde dies die aktuell angespannte Liquiditätssituation

zusätzlich belasten und den Bestand des Konzerns gefährden. Ab dem

01.01.2005 wurde die Mehrwertsteuer auf Umsätze mit den Warengruppen Popcorn

und Tortilla-Chips von 7% auf 16% erhöht. Da der Vorstand der Auffassung

ist, dass die Versteuerung weiterhin mit dem ermäßigten Steuersatz zu erfolgen

hat bestehen Liquiditätsrisiken aus evtl. Umsatzsteuernachzahlungen. Die Frage

der Besteuerung von Umsätzen mit Popcorn und Tortilla-Chips wurde zwischenzeitlich

einer gerichtlichen Klärung zugeführt.

IV. Chancen

Waren die letzten Jahre durch Konsumzurückhaltung und eine schlechte Filmversorgung

geprägt, versprechen die vielen attraktiven Filme, die für das Jahr

2006 angekündigt wurden, eine Verbesserung der Zahlen. Neue Programmangebote

und eine Revitalisierung des Treffpunkt-Charakters des Kinos können

einen dauerhaften Aufschwung mit sich bringen. Zudem wird der „Eventcharakter“

von DVD-„Filmerlebnissen“ nachlassen. Damit könnte das Kino wieder

eine stärkere Position für die Filmfreunde einnehmen. Zusätzliche Möglichkeiten

bietet auch die Vermarktung von anderen, nicht filmbezogenen Inhalten –

wie zum Beispiel Live-Übertragungen von Sportevents oder Konzerten. Aus diesen

Gründen erwarten wir ein durchschnittliches Besucherwachstum von mindestens

2% p. a. innerhalb der nächsten Jahre.

E) Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Aufgrund der Beteiligungshöhe der Concorde Beteiligungs GmbH, München, an

der CinemaxX AG hat der Vorstand einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen

Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz mit der folgenden Schlusserklärung

erstellt:

„Wir erklären hiermit, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften

nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in

dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine

angemessene Gegenleistung erhalten hat. Weiterhin erklären wir, dass andere

berichtspflichtige Maßnahmen der Cinemaxx AG weder vorgenommen noch

unterlassen wurden.“

28


Lagebericht

F) Prognosebericht

Die Besucherentwicklung im Jahr 2005 setzt einen Tiefpunkt im Geschäftsverlauf

seit Beginn der Multiplex-Ära. Verantwortlich für diesen Rückgang waren neben

den von uns schon im vergangenen Jahr geäußerten Einflussfaktoren (DVD-

Boom, verkürzte Auswertungsfenster, Internet-Piraterie) vor allem der Mangel

an wirklich publikumswirksamen Filmen – sowie der lang anhaltende Spätsommer.

Eine Beurteilung der zukünftigen Entwicklung der Kinobranche wird daher auch

wesentlich von der Änderung des Besucherverhaltens geprägt sein. Einen positiven

Einfluss darauf wollen wir durch eine stärkere Serviceorientierung, Investitionen

in die äußere Gestaltung der Kinos sowie die Modernisierung einiger

älterer Säle gewinnen, um damit den Kinobesuch wieder als attraktive Alternative

zum häuslichen DVD-Konsum zu etablieren.

viele weitere Highlights folgen. Zudem ist 2006 auch auf die deutsche Produktion

wieder Verlass: Mit „HUI BUH“, „Das Parfum“ oder auch dem zweiten Teil

der „7 Zwerge“ stehen viel versprechende Filme im Programm. Die Vielfalt der

hochkarätigen Titel in der zweiten Jahreshälfte lässt uns – trotz der Fußball-WM

– wieder mit einem Besucherzuwachs im Jahr 2006 rechnen.

Für das Jahr 2006 wird auf Konzernebene aufgrund einer revolvierenden

Ertragsplanung mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. Dieses Konzernergebnis

wird durch Folgeeffekte der Umstellung auf IFRS voraussichtlich in

Höhe von rund Euro 3,4 Mio. negativ beeinflusst werden.

Hamburg, den 28. September 2006

CinemaxX Aktiengesellschaft

Die Besucherrückgänge im Jahr 2005 waren kein exklusives CinemaxX-Problem.

Vielmehr handelte es sich um eine internationale Entwicklung, die zeigt, dass

vor allem das fehlende Angebot an attraktiven Filmen als Ursache zu sehen ist.

Im Jahr 2006 sollte zumindest dieses Problem nicht entstehen: Nach dem großen

Erfolg der ersten Blockbuster „ICE AGE 2“ und „Da Vinci Code“ konnte sich

das Unternehmen über ein gelungenes erstes Halbjahr freuen. Mit „Fluch der

Karibik 2“, „Ab durch die Hecke“ oder auch dem neuen James Bond werden

Hans-Joachim Flebbe

- Vorstand -

29


CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2005 und 2004

AKTIVA Anhang 2005 2004

Ziffer TEuro TEuro

Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte D. 1 1.560 1.555

Sachanlagen D. 2 40.149 44.280

Finanzierungsleasing Kinoimmobilien D. 3 60.638 74.495

Finanzierungsleasing Kinoinventar D. 3 12.616 14.616

Andere finanzielle Vermögenswerte D. 4 2.686 2.851

Sonstige langfristige Vermögenswerte D. 5 1.124 2.024

Latente Steuern E. 11 12.999 10.908

131.772 150.729

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte D. 6 581 554

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen D. 7 2.589 2.425

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte D. 8 2.755 2.938

Ertragsteuerforderungen D. 9 180 170

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente D. 10 7.798 5.934

13.903 12.021

Bilanzsumme 145.675 162.750

30


CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2005 und 2004

PASSIVA Anhang 2005 2004

Ziffer TEuro TEuro

Eigenkapital D. 11

Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens

entfallendes Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital D. 12 23.800 30.669

Kapitalrücklage D. 12 2.387 91.259

In Vorjahren mit der Kapitalrücklage verrechnete Firmenwerte D. 13 (62.670) (62.670)

Bilanzgewinn/-verlust 18.950 (82.522)

Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung D. 14 20 52

Zur Durchführung der beschlossenen

Kapitalerhöhung geleistete Einlagen D. 12 0 13.009

(17.513) (10.203)

Minderheitenanteile D. 15 2 8

(17.511) (10.195)

Langfristige Schulden

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D.16 6.605 6.694

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing D. 17 80.978 96.097

Verzinsliche Darlehen D.18 7.705 8.521

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.876 2.069

Rückstellungen D. 19 2.653 3.146

Latente Steuern E. 11 12.999 10.908

112.816 127.435

Kurzfristige Schulden

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D.16 19.636 15.758

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing D. 17 1.969 2.379

Verzinsliche Darlehen D.18 12.090 9.107

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten D.20 14.723 13.878

Zuwendungen der öffentlichen Hand D. 21 507 296

Ertragsteuerverbindlichkeiten D.22 364 2.952

Rückstellungen D.19 1.081 1.140

50.370 45.510

Bilanzsumme 145.675 162.750

31


CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2005 und 2004

Anhang 2005 2004

Ziffer TEuro TEuro

Umsatzerlöse E. 1 146.004 165.378

Sonstige betriebliche Erträge E. 2 25.280 26.208

Gesamtleistung 171.284 191.586

Materialaufwand E. 3 (59.195) (67.322)

Personalaufwand E. 4 (33.781) (34.542)

Sonstige Betriebsaufwendungen E. 5 (65.252) (73.021)

Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern,

Finanz- und Beteiligungsergebnis (EBITDA) 13.056 16.701

Abschreibungen E. 6 (11.377) (12.036)

Wertminderungen des Anlagevermögens E. 6 0 (2.593)

Betriebsergebnis (EBIT) 1.679 2.072

Erträge aus Forderungsverzichten E. 7 0 28.090

Erträge aus Beteiligungen E. 8 0 83

Wertminderungen von Beteiligungen E. 9 (545) (1.219)

Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen D. 4 (6) 0

Zinserträge 198 199

Zinsaufwendungen E.10 (11.334) (13.790)

Ertragsteuern E. 11 2.513 221

Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss (7.495) 15.656

- davon auf Minderheiten entfallende Anteile D.15 0 0

- davon auf Anteilseigner des Mutterunternehmens

entfallende Anteile (7.495) 15.656

Ergebnis je Aktie E.12

Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss in Euro (7.495.510) 15.656.350

Anzahl Aktien (gewogener Durchschnitt des Geschäftsjahres) 23.800.000 14.084.932

Ergebnis je Aktie in Euro (unverwässert und verwässert) -0,31 1,11

32


CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2005

2005 2004

TEuro

TEuro

Betriebsergebnis (EBIT) 1.679 2.072

+ Abschreibungen/Wertminderungen des Anlagevermögens 11.377 14.629

-/+ Verminderung/Erhöhung der Rückstellungen -552 2.233

+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 6 199

- Erträge aus dem Abgang von Finanzierungsleasing

Kinoimmobilien (zahlungsunwirksam) -3.627 -3.438

-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -599 -2.515

-/+ Erhöhung/Verminderung der Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen -164 2.262

+/- Erhöhung/Verminderung der Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen 3.747 -1.796

+/- Verminderung/Erhöhung des übrigen Nettoumlaufvermögens 2.844 228

-/+ Ertragsteuerzahlungen -85 224

+ Zinseinzahlungen 198 199

- Zinsauszahlungen -11.267 -13.712

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 3.557 585

Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 54 71

- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -890 -458

+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 0 2

- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -87 -21

+ Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 19 27

- Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte -405 -1.375

+ Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen

abzüglich erworbener Zahlungsmittelbestände 0 37

Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.309 -1.717

Einzahlungen aus der Aufnahme verzinslicher Darlehen 4.005 1.779

- Tilgung verzinslicher und unverzinslicher Verbindlichkeiten -2.011 -351

- Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -2.379 -2.183

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -385 -755

Zahlungsmittelwirksame Veränderung der

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.863 -1.887

+/- Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderungen

der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 2

+ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 5.934 7.819

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 7.798 5.934

Zur Erläuterung der Konzern-Kapitalflussrechnung verweisen wir auf Abschnitt G. des Anhangs.

33


CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Konzerneigenkapitalspiegel 2005-2004

in TEuro Mutterunternehmen Minderheitenanteile

Zur Durchführung

der

In Vorjahren

beschlosmit

der Ausgleichs- senen Ausgleichs-

Kapital- posten Kapital- posten

rücklage Bilanz- aus der erhöhung Minder- aus der - KONZERN-

Anzahl Gezeichnetes Kapital- verrechnete gewinn/ Währungs- geleistete heiten- Währungs- EIGEN-

Stückaktien Kapital rücklage Firmenwerte -verlust umrechnung Einlagen Gesamt kapital umrechnung Gesamt KAPITAL

1.1.2004 11.980.000 30.669 91.259 (62.670) (98.178) 51 0 (38.869) 0 7 7 (38.862)

1. Währungsänderungen - - - - - 1 - 1 - 1 1 2

2. Sacheinlage gemäß Beschluss

der Hauptversammlung vom

28. Oktober 2004 - - - - - - 13.009 13.009 - - 0 13.009

3. Konzernjahresüberschuss - - - - 15.656 - - 15.656 - - 0 15.656

31.12.2004 / 1.1.2005 11.980.000 30.669 91.259 (62.670) (82.522) 52 13.009 (10.203) 0 8 8 (10.195)

1. Handelsregistereintragung der

Kapitalmaßnahmen:

a)Entnahmen aus der Kapitalrücklage

zum Ausgleich von Verlusten - - (91.259) - 91.259 - - 0 - - 0 0

b)Kapitalherabsetzung und Einstellung

in die Kapitalrücklage 0 (18.689) 1.198 - 17.491 - - 0 - - 0 0

c)Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage 11.820.000 11.820 1.189 - - - (13.009) 0 - - 0 0

2. Endkonsolidierung von

Tochterunternehmen - - - - 217 - - 217 - - 0 217

3. Währungsveränderungen - - - - - (32) - (32) - (6) -6 (38)

4. Konzernjahresfehlbetrag - - - - (7.495) - - (7.495) - - 0 (7.495)

31.12.2005 23.800.000 23.800 2.387 (62.670) 18.950 20 0 (17.513) 0 2 2 (17.511)

34


Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2005

Konzernanhang

Inhalt

Seite

A. Allgemeine Angaben 36

B. Erläuterungen der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 36

C. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 42

D. Erläuterung der Konzernbilanz 47

E. Erläuterung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 55

F. Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement 59

G. Erläuterung der Konzern-Kapitalflussrechnung 61

H. Segmentberichterstattung 62

I. Sonstige Angaben 63

A. Allgemeine Angaben

Die CinemaxX Aktiengesellschaft ('CinemaxX AG' oder 'Gesellschaft') hat ihren Sitz in

Hamburg, Friedrich-Ebert-Damm 111, und betreibt 33 Multiplexkinos und 11 traditionelle

Kinobetriebe in Deutschland sowie zwei Multiplexkinos und ein traditionelles

Kino in Dänemark.

Die CinemaxX AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer

HRB 67787 eingetragen. Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht der

CinemaxX AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Handelsregister des

Amtsgerichts Hamburg hinterlegt.

Die Aktien der CinemaxX AG sind zum Handel im Amtlichen Markt an den Börsen

Frankfurt/Main, Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart sowie zum Xetra-

Handel zugelassen.

B. Erläuterungen der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

1. Grundlagen

Der Konzernabschluss der CinemaxX AG und ihrer Tochtergesellschaften („CinemaxX

Konzern“) ist erstmalig nach den am Bilanzstichtag gültigen International Financial

Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, die in der Europäischen Union anzuwenden

sind. Alle für das Geschäftsjahr 2005 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden

International Accounting Standards (IAS), IFRS sowie Auslegungen des

Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting

Interpretations Committee (IFRIC) wurden berücksichtigt.

Die Voraussetzungen des Artikel 4 der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen

36


Konzernanhang

Parlaments i. V. m. § 315a HGB für die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines

Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt. Alle gemäß § 315a HGB

erforderlichen Angaben und Erläuterungen, die über die Vorschriften des International

Accounting Standards Board (IASB) hinaus zur Erzielung der Gleichwertigkeit mit

einem nach dem Handelsgesetzbuch aufgestellten Konzernabschluss erforderlich

sind, wurden gemacht.

Der Konzernabschluss ist auf Basis der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

erstellt worden. Die Berichtswährung ist Euro. Für die Tochterunternehmen

außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgte die Transformation in der Weise,

dass die in der jeweiligen Landeswährung erstellten Abschlüsse zum Stichtagsbzw.

Durchschnittskurs in Euro umgerechnet wurden. Soweit nicht anders vermerkt,

sind alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Dadurch können sich Rundungsdifferenzen

ergeben. Die Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert. Die Gewinn- und

Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur Verbesserung

der Klarheit und der Aussagefähigkeit wurden einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

und der Bilanz zusammengefasst. Die einzelnen Posten sind im Anhang

gesondert ausgewiesen und erläutert.

2. Erstmalige Anwendung der IFRS

Der Konzernabschluss der CinemaxX AG wurde in 2005 erstmalig nach internationalen

Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Die Umstellung auf Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden nach IFRS erfolgte unter Beachtung des IFRS 1 (Erstmalige

Anwendung der IFRS). Die für die erstmalige Anwendung der IFRS erforderlichen

Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgten erfolgsneutral

zugunsten/zulasten des Gewinnvortrags.

Die Ausnahmevorschriften des IFRS 1.13 wurden wie folgt in Anspruch genommen:

• Die Regelungen des IFRS 3 wurden in der IFRS- Eröffnungsbilanz zum 01.01.2004

auf Unternehmenszusammenschlüsse, die vor dem Tag des Übergangs zur IFRS

Bilanzierung stattgefunden haben, nicht retrospektiv angewendet. Die nach dem

deutschen Handelsrecht getroffenen Klassifizierungen als Unternehmenserwerb

bleiben auch für die IFRS Bilanzierung bestehen. Sofern sich bei Unternehmenszusammenschlüssen

vor dem Stichtag der IFRS Eröffnungsbilanz Geschäfts- oder

Firmenwerte ergeben haben, die nach dem deutschen Handelsrecht zulässigerweise

erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet wurden, wurde diese Verrechnungen

in der IFRS Eröffnungsbilanz beibehalten. Aus Transparenzgründen wurden

die in Vorjahren nach deutschem Recht mit der Kapitalrücklage verrechneten

Firmenwerte in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals offen ausgewiesen.

• In der IFRS Eröffnungsbilanz zum 01.01.2004 erfolgte für die Kinoimmobilien an

den Standorten Hamburg- Dammtor, Freiburg und Krefeld, die der CinemaxX Konzern

über als Finanzierungsleasing klassifizierte Miet- und Leasingverträgen

angemietet hat, ein Ansatz zum beizulegenden Zeitwert als Ersatz für die

Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wurde für diese Kinoimmobilien eine

Bilanzierung zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten nach IAS

16.30 durchgeführt.

Im CinemaxX Konzern kommen vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungsund

Bewertungsmethoden zur Anwendung. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS

und HGB in Bezug auf die Rechnungslegung des CinemaxX Konzerns ergeben sich insbesondere

aus folgenden Sachverhalten:

• Die Konzernbilanz ist nach kurz- (Laufzeit unter einem Jahr) und langfristigen

(Laufzeit von über einem Jahr) Vermögenswerten und Schulden aufzuteilen. Minderheitenanteile

sind in der Bilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt auszuweisen

(IAS 1).

• Geschäfts- und Firmenwerte werden seit dem 1. Januar 2004 nicht mehr planmäßig

abgeschrieben, sondern ausschließlich auf der Basis von Werthaltigkeitstests

beurteilt (IFRS 3 i. V. m. IAS 36). Soweit erforderlich, werden Firmenwerte außerplanmäßig

abgeschrieben.

37


Konzernanhang

• Bei den sonstigen Rückstellungen wird nach IFRS in stärkerem Maße auf das Vorliegen

einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses aus drohenden Verlusten

abgestellt als in der handelsrechtlichen Bilanzierung nach dem Vorsichtsprinzip.

Aufwandsrückstellungen werden nicht gebildet. Langfristige Rückstellungen werden

zum Barwert angesetzt (IAS 37).

• Die Bilanzierung von Leasinggeschäften erfolgt entsprechend den Regelungen des IAS

17. Hier ist zu unterscheiden zwischen Operating-Leasing- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen

in Abhängigkeit davon, wer die wesentlichen Chancen und Risiken trägt.

Bei Vorliegen eines Finanzierungs-Leasings erfolgt die Zurechnung des wirtschaftlichen

Eigentums und somit die Aktivierung des Leasinggegenstandes beim Leasingnehmer.

Die Kriterien zur Abgrenzung von Operating-Leasing- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen

sind nach IAS 17 gegenüber dem Handelsrecht erweitert.

• Latente Steuern sind nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode erfasst und

berücksichtigen demzufolge auch die so genannten quasipermanenten Differenzen.

Für den Ansatz von aktiven latenten Steuern besteht – soweit die Voraussetzungen

einer Inanspruchnahme im Zeitpunkt der Auflösung der Differenz in Form von steuerlichen

Gewinnen zu erwarten ist – nach IFRS kein Wahlrecht. Der Ansatz von latenten

Steuern auf Verlustvorträge ist verpflichtend, wobei angemessene Wertberichtigungen

zu berücksichtigen sind.

• Einzelne langlebige Vermögenswerte bzw. sog. Abgangsgruppen, deren Veräußerung

innerhalb eines Jahres höchstwahrscheinlich ist, werden gemäß IFRS 5 in einem

gesonderten Bilanzposten auf der Aktiv- und Passivseite ausgewiesen, auch wenn der

Posten bisher als langfristiger Vermögenswert im Anlagevermögen ausgewiesen wurde.

Eine solche Umgliederung findet nach handelsrechtlicher Rechnungslegung nicht

statt.

• Gemäß SIC-12 ist eine Zweckgesellschaft (sog. Special Purpose Entity, SPE) zu konsolidieren,

wenn die wirtschaftliche Betrachtung des Verhältnisses zwischen einem Unternehmen

und der SPE zeigt, dass die SPE durch das Unternehmen beherrscht wird.

Der Übergang auf die Rechnungslegung nach IFRS hatte im Übergangsjahr folgende

Auswirkungen auf das Eigenkapital, das Jahresergebnis und die Cashflows:

in TEuro 01.01.2004 31.12.2004

Eigenkapital HGB -23.986 -10.814

Finanzierungsleasing von Kinoimmobilien gemäß IAS 17 -16.647 -15.498

Ansatz von beizulegenden Zeitwerten als Ersatz für Anschaffungsoder

Herstellungskosten zum 01.01.2004 gemäß IFRS 1.16 ff.

(zum 31.12.2004 Darstellung der Folgeeffekte) 14.754 14.052

Finanzierungsleasing von Kinoiinventar gemäß IAS 17 -6.517 -7.918

Änderung des Konsolidierungskreises (Zweckgesellschaft -2.138 -2.539

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte -1.755 0

Anpassung Minderheitenanteile am Kapital -1.348 -1.471

Änderung des Kreises der assoziierten Unternehmen -1.225 -613

Geschäfts- oder Firmenwert („Impairment only“) 0 213

Abzinsungen langfristiger Rückstellungen 0 1.384

Ausweis der zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung

geleisteten Einlagen innerhalb des Eigenkapitals 0 13.009

Eigenkapital IFRS -38.862 -10.195

in TEuro 2004

Jahresüberschuss HGB 13.172

Finanzierungsleasing von Kinoimmobilien und Kinoiinventar

- Korrektur Miete Immobilie 9.273

- Korrektur Miete Inventar 2.083

- Abschreibung Kinoimmobilien -4.538

- Abschreibung Inventar -2.039

- Zinsen Immobilien -7.728

- Zinsen Inventar -1.445

-4.394

Erträge aus der Ausbuchung von Finanzierungsleasingverhältnissen

aufgrund Änderung der zugrundeliegenden Mietverträge 3.439

Eliminierung von nach IFRS früher berücksichtigten Wertminderungen

(zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte) 1.755

Abzinsung langfristiger Rückstellungen 1.384

Änderungen im Zusammenhang mit assoziierten Unternehmen 613

Ergebnisse aus Zweckgesellschaften -401

Eliminierung von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 213

Auf Minderheiten entfallende Anteile am Jahresergebnis -125

Jahresüberschuss IFRS 15.656

38


Konzernanhang

Überleitung der Kapitalflussrechnung gemäß IFRS 1.40

3. Neue Rechnungslegungsstandards

in TEuro

" Effekte aus

HGB der IFRS- IFRS

Umstellung

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit -12.242 12.827 585

Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.652 935 -1.717

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 13.009 -13.764 -755

Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel -1.885 -2 -1.887

Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel 0 2 2

Flüssige Mittel zum 1. Januar 2004 7.819 0 7.819

Flüssige Mittel zum 31. Dezember 2004 5.934 0 5.934

Die CinemaxX AG hat für den Konzernabschluss alle bis zum 31. Dezember 2005 vom

IASB verabschiedeten IAS/IFRS Standard angewendet, soweit für diese bis zur Veröffentlichung

des Jahresabschlusses das Endorsement durch die Europäische Kommission

und die Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union erfolgt ist.

Darüber hinaus wurden folgende Standards vom IASB bzw. IFRIC im Laufe des

Geschäftsjahres 2005 verabschiedet, jedoch noch nicht im Konzernabschluss der

CinemaxX AG zum 31. Dezember 2005 angewendet, da diese noch nicht verpflichtend

anzuwenden sind oder noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen

wurden:

Die Veränderung des Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ist überwiegend auf die

Aktivierung von Kinoimmobilien und -inventar als Finanzierungsleasingverhältnisse

nach IAS 17 zurückzuführen. Der für diese Immobilien nach dem deutschen Handelsrecht

anfallende Mietaufwand wird entsprechend IAS 7.17, soweit es sich um den Tilgungsanteil

der Leasingverbindlichkeit handelt, dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

zugewiesen. Die Konsolidierung einer Zweckgesellschaft gemäß IAS 27

i. V. m. SIC-12 hat zur Folge, dass der an diese Gesellschaft gezahlte Mietaufwand im

Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird. Tilgungen der Zweckgesellschaft werden

im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt. Im HGB-Konzernabschluss

2004 wurden Eigenkapitalzuführungen im Rahmen von Sacheinlagen dem Cashflow

aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet.

• Amendment zu IAS 1 (Capital Disclosures)

• Amendment zu IAS 39 (Financial Guarantee Contracts)

• Amendment zu IAS 21 (Net Investment in a Foreign Operation)

• IFRS 7 (Financial Instruments – Disclosures)

• IFRIC 4 (Determining whether an Arrangement contains a Lease)

Diese Standards werden vom CinemaxX Konzern erst ab dem Geschäftsjahr 2006 oder

später angewendet. Nach derzeitiger Einschätzung ergeben sich aus der zukünftigen

Anwendung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

4. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss der Gesellschaft werden alle Tochtergesellschaften einbezogen,

die unter der rechtlichen oder tatsächlichen Kontrolle stehen. Ein derart beherrschender

Einfluss im Sinne des IAS 27 ist dann gegeben, wenn die Möglichkeit

besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen und aus

deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

39


Konzernanhang

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Hier hält

der Konzern 20% bis 50% und/oder übt einen maßgeblichen Einfluss aus.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen

Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt worden

und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochtergesellschaften werden die Anschaffungswerte

dem Eigenkapital gegenübergestellt. Die Differenz wird grundsätzlich, wenn sie

auf stillen Reserven oder Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des

Tochterunternehmens zugeordnet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag

wird als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert und gemäß IAS 36 mindestens einmal

jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (impairment test).

5. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst insgesamt 22 Tochterunternehmen (Vorjahr: 20)

sowie unverändert zwei assoziierte Unternehmen. Bei einem der einbezogenen Tochterunternehmen,

das ein Multiplexkino an ein anderes Konzernunternehmen vermietet,

handelt es sich um eine Zweckgesellschaft i. S. v. SIC-12 (Konsolidierung –

Zweckgesellschaften). Auf die Einbeziehung eines assoziierten Unternehmens, an

dem eine Beteiligung zwischen 20% und 50% besteht, wurde verzichtet, da dessen

Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von

untergeordneter Bedeutung ist und über die Gesellschaft inzwischen das Insolvenzverfahren

eröffnet wurde. Die Beteiligung an diesem Unternehmen ist ebenso wie

Gesellschaften, an denen Beteiligungen von weniger als 20% bestehen, als Beteiligung

unter den anderen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Beteiligungen, an denen die Gesellschaft zwischen 20% und 50% hält, werden nach

der Equity-Methode bilanziert, soweit die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss

ausübt. Die Anschaffungskosten werden jährlich um die auf den Konzern entfallenden

Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens erhöht bzw.

vermindert, sofern sich hierdurch kein negativer Ansatz errechnet.

Beteiligungen mit weniger als 20% der Anteile werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge

sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen Tochterunternehmen

werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden

gemäß IAS 12 latente Steuern abgegrenzt.

Derzeit hat eine Gesellschaft des CinemaxX Konzerns die Kommanditanteile zweier

operativer Gesellschaften unter Einbeziehung gegenläufiger Put- und Call-Optionen

an Investoren verkauft. Gleichzeitig wurde mit dem Verkaufsvertrag ein Kino-

Management-Vertrag abgeschlossen, der die wirtschaftliche Leitung durch eine

Gesellschaft des CinemaxX Konzerns festlegt. Die wesentlichen Chancen und Risiken

liegen beim CinemaxX Konzern. Die beiden Gesellschaften werden daher in den Konsolidierungskreis

einbezogen.

Unternehmenserwerbe

Ende des Geschäftsjahres 2004 wurden weitere 50% der Broadway Filmtheater

Betriebs Gesellschaft mbH („Broadway“) von der CINEMAXX MAGDEBURG GmbH erworben.

Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31.12.2004. Der Kaufpreis belief sich auf TEuro

861. Die Broadway betreibt ein traditionelles Kino und nimmt im Wesentlichen allgemeine

Verwaltungsdienstleistungen von anderen Gesellschaften des CinemaxX

Konzerns in Anspruch.

40


Konzernanhang

Die anteiligen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und

Schulden der Broadway stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEuro 31.12.2004

Kurzfristige Vermögenswerte 253

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19

272

Kurzfristige Schulden -204

Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens 68

Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 793

Kaufpreis 861

Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden in einem fiktiven IFRS-Abschluss

der Broadway zum Stichtag der Übertragung entsprechen im Wesentlichen den im

CinemaxX Konzern angesetzten Werten. Zum Übernahmezeitpunkt waren somit keine

stillen Reserven oder Lasten vorhanden. Der positive Unterschiedsbetrag resultiert

insoweit aus der Differenz des übernommenen Eigenkapitals zum Buchwert der

Anteile.

Der Kaufpreis war dem Kaufvertrag nach in Bar zu leisten, wurde zu einem späteren

Zeitpunkt aber mit Forderungen aus anderen Geschäften aufgerechnet.

Unternehmensverkäufe

Ende 2005 wurde die Liquidation der MaxX Filmpalast AG, Zürich/Schweiz, abgeschlossen.

Das Tochterunternehmen wurde zum 31.12.2005 endkonsolidiert.

6. Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro, die die funktionale Währung

des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen darstellt. Die

im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf der

Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen

Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Vermögenswerte

und Schulden in Fremdwährung sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt des

Zugangs umgerechnet und an jedem Stichtag zu dem jeweiligen Stichtagskurs angepasst.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden grundsätzlich zu den

Jahresdurchschnittskursen angesetzt. Differenzen aus der Umrechnung werden

erfolgsneutral behandelt und innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen.

Die im Konzernabschluss verwendeten Kurse zur Umrechnung der Posten der CinemaxX

Danmark A/S, Kopenhagen/Dänemark haben sich in Relation zum Euro wie folgt

entwickelt.

DKK/EUR 2005 2004

Stichtagskurse 7,46090 7,44160

Durchschnittskurse 7,45434 7,44268

41


Konzernanhang

C. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der Gesellschaft und sämtlicher Tochtergesellschaften werden entsprechend

IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss der CinemaxX AG ist unter der Annahme der Fortführung des

Konzerns erstellt. Die Fortführung des Konzerns könnte gefährdet sein, wenn

bestimmte unwahrscheinliche Ereignisse eintreten. Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen

des Vorstands im Lagebericht.

1. Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden grundsätzlich erst dann realisiert,

wenn die Leistung erbracht ist und damit der Gefahrenübergang auf den Kunden

erfolgt ist. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistungen

bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Umrechnungsdifferenzen

werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Zinserträge und Aufwendungen

werden periodengerecht erfasst.

2. Geschäfts- oder Firmenwert

Die Prüfung der Geschäfts- und Firmenwerte auf ihre Werthaltigkeit erfolgt auf Basis

der Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGE). Die ZGE ist die kleinste definierbare

Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend

unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen

von Vermögenswerten sind. Eine ergebniswirksame Wertminderung (impairment)

wird dann erfasst, wenn der Buchwert der ZGE den sog. erzielbaren Betrag übersteigt.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- und Firmenwerte werden

zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen,

bewertet. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten oder unbegrenzten

Nutzungsdauer sind nicht vorhanden. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte

werden grundsätzlich nicht bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen

werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die

Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung folgender Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer immaterieller Vermögenswerte

Jahre

Software 5

Lizenzen, Nutzungs- und ähnliche Rechte 5

Übrige Immaterielle Vermögenswerte 6

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Überschuss der Anschaffungskosten eines

Unternehmenswertes über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der

identifizierbaren Vermögenswerte und der Schulden. Das betrifft Tochterunternehmen

und assoziierte Unternehmen. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß

IAS 36 mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung

wird sofort erfolgswirksam erfasst.

42


Konzernanhang

4. Sachanlagen

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind gemäß

IAS 16 mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer

Abschreibung bewertet. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Den planmäßigen

Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern

zugrunde:

Nutzungsdauer der Sachanlagen

Jahre

Kinoimmobilien 15 - 40

Bauten auf fremdem Grund und Boden 20

Elektroanlagen 20

Kassen, Tresen 20

Außenwerbung 15

Licht 15

Projektion 15

Bodenbeläge 10

Leinwand 10

Sound 10

Vorhänge, Wandbespannung 10

Bestuhlung 9

Diverse Inneneinrichtung 8

Popcornmaschine 8

werden die Finanzschulden daraus passiviert. Die sich zum 31.12.2003 ergebenden Differenzen

zwischen Anlagevermögen und Verbindlichkeiten wurden gegen den Ergebnisvortrag

gebucht.

Die Gesellschaft setzt zu Beginn des Leasingverhältnisses Vermögenswerte und Schulden

in gleicher Höhe in der Bilanz an, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses

beizulegenden Zeitwerts des Leasingobjekts oder mit dem Barwert der

Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Abschreibungsmethoden

und Nutzungsdauern der aktivierten Vermögenswerte entsprechen denen vergleichbarer

erworbener Vermögenswerte im CinemaxX Konzern. Sofern die wirtschaftliche

Nutzungsdauer des Leasingobjektes die Laufzeit des zugrunde liegenden Mietvertrags

übersteigt, wird das Leasingobjekt über die Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Die daraus resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den Finanzschulden

passiviert. Der Zinsanteil der Leasingraten wird über die Laufzeit der Leasingperiode in

der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Für die über Finanzierungsleasingverhältnisse angemieteten Kinoimmobilien an den

Standorten Hamburg-Dammtor, Freiburg und Krefeld erfolgte im Rahmen des Übergangs

auf die IFRS zum 01.01.2004 ein Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert als

Ersatz für die Anschaffungskosten entsprechend IFRS 1.16 ff.

Die Bilanzierung von Leasinggeschäften erfolgt entsprechend den Regelungen des IAS

17. Hier ist zu unterscheiden zwischen Operating-Leasing- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen

in Abhängigkeit davon, wer die wesentlichen Chancen und Risiken trägt.

Bei Vorliegen eines Finanzierungs-Leasings erfolgt die Zurechnung des wirtschaftlichen

Eigentums und somit die Aktivierung des Leasinggegenstandes beim Leasingnehmer.

Die Kriterien zur Abgrenzung von Operating-Leasing- und Finanzierungs-

Leasingverhältnissen sind nach IAS 17 gegenüber dem Handelsrecht erweitert. Im CinemaxX

Konzern existieren eine Reihe von Mietverträgen über Kinoimmobilien und

Kinoinventar, die diese Kriterien erfüllen. Insofern erfolgte die Aktivierung dieser

Immobilien und Inventare bei Gesellschaften des CinemaxX Konzerns. Gleichzeitig

Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch den CinemaxX Konzern unter Anleitung

sachverständiger Dritte auf der Grundlage einer nachhaltigen Miete, die durch interne

Planungsrechnungen für diese Objekte unter Berücksichtigung von Marktparametern

bzw. –entwicklungen für Kinoimmobilien untersetzt worden ist, ermittelt. Von

der nachhaltigen Miete wurden die prognostizierten Bewirtschaftungskosten, die die

nicht umlagefähigen Betriebskosten, die Instandhaltungskosten sowie die Verwaltungskosten

umfassen, sowie das Mietausfallwagnis abgesetzt. Für die ErmittlungDiskontierung

der beizulegenden Zeitwerte wurden marktübliche Liegenschaftszinssätze

zwischen 6,25% bis 6,5% zugrunde gelegt.

43


Konzernanhang

Die zum 01.01.2004 bestimmten beizulegenden Zeitwerte der drei genannten Objekte

bilden als Ersatz für die Anschaffungskosten die Basis für die Bestimmung der

Abschreibungen der Objekte über die Restlaufzeit der Miet- bzw. Leasingverträge.

5. Finanzinstrumente

• Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (held to

maturity)

• Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Schulden (availablefor-sale)

• Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Schulden.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und

Schulden) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel,

kurz-/langfristige Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie

bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und

Verbindlichkeiten.

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden

Wert bilanziert. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen

die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

Der beizulegende Wert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder

Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, kann der beizulegende Zeitwert mittels

finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontieren der zukünftigen Zahlungsflüsse

mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Preismodelle

ermittelt werden. Sollte eine Marktbewertung nicht möglich sein, erfolgt eine Bewertung

zu Anschaffungskosten.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung

eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte

vorliegen.

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden derzeit in die folgenden Kategorien

unterteilt:

• Darlehen und Forderungen

Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte

und Schulden erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung

der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft

die Klassifizierung zu jedem Stichtag.

Das Unternehmen hat diverse Darlehen zu Zinssätzen zwischen 5% und 15% aufgenommen.

Die erhaltenen Darlehen sind festverzinslich und unterliegen keiner Zinsanpassungsklausel.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mittels der

Effektivzinsmethode gemäß IAS 17.25 verzinst.

6. Latente Steuern

Temporär voneinander abweichende Wertansätze in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz

der Einzelgesellschaften führen zu latenten Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten.

Aktive latente Steuern werden auch gebildet für steuerliche Verlustvorträge,

die in den Folgejahren genutzt werden können, die Realisierung muss mit

hinreichender Sicherheit gewährleistet sein.

Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären

Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte

und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie auf Verlustvorträge

gebildet. Die Bemessung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Grundlage der

vom Gesetzgeber zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres erlassenen Regelungen für

die Geschäftsjahre, in denen sich die Differenzen ausgleichen bzw. die Verlustvorträge

44


Konzernanhang

wahrscheinlich genutzt werden. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw.

Verlustvorträge werden nur angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit in Zukunft hinreichend

gesichert erscheint, entweder durch ausreichende zu versteuernde temporäre

Differenzen oder weil es wahrscheinlich ist, dass die betroffenen Unternehmen zu versteuernde

Ergebnisse erzielen werden, gegen die die steuerlichen Verlustvorträge

genutzt werden können.

Auf temporäre Unterschiede, die aus der Zeitwertbilanzierung von Vermögenswerten

und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben resultieren, werden latente

Steuern bilanziert. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede bei derivativen

Geschäfts- oder Firmenwerten nur dann angesetzt, wenn die derivativen

Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich geltend gemacht werden können.

9. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und

Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind gesondert „als zur Veräußerung

gehalten“ in der Bilanz zu zeigen, wenn sie in ihrem gegenwärtigen

Zustand veräußert werden können und die Veräußerung wahrscheinlich ist. Bei der

Klassifizierung als „zur Veräußerung gehalten“ sind die entsprechenden Vermögenswerte

mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten anzusetzen,

sofern dieser niedriger als deren Buchwert ist. Entsprechend ihrer Klassifizierung

sind direkt mit diesen in Zusammenhang stehende Verbindlichkeiten auf der Passivseite

gesondert als „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit als zur Veräußerung

gehaltenen Vermögenswerten“ auszuweisen.

Aktive und passive latente Steuern werden nur saldiert, sofern sich die latenten Steuern

auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen, die von der gleichen

Steuerbehörde erhoben werden und die laufenden Steuern gegeneinander verrechnet

werden können.

7. Vorräte

10. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurden entsprechend den Kriterien

des IAS 7.6 definiert und beinhalten unterwegs befindliche Gelder, Kassenbestände

und Guthaben bei Kreditinstituten. Sie sind zu dem jeweiligen Nennbetrag

bewertet.

Die Vorräte bestehen im Wesentlichen aus Gastronomieprodukten und sind gemäß

IAS 2 einzeln zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Gastronomieprodukte

am Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten

und Nettoveräußerungswert.

8. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten

bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abzüglich

Wertberichtigungen ausgewiesen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit

von über einem Jahr werden abgezinst.

11. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen gemäß IAS 37 alle erkennbaren Verpflichtungen

gegenüber Dritten, deren Ursprung in der Vergangenheit liegt und bei denen es

wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führt

und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden

kann.

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit

ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

45


Konzernanhang

12. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert.

Für die Bilanzierung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird auf die entsprechenden

Angaben unter Punkt „4. Sachanlagen“ verwiesen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag,

die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Ferner werden Gesellschaften des CinemaxX Konzerns zinslose Darlehen von der FFA

zur Verfügung gestellt, die eine Laufzeit von maximal zehn Jahren haben. In 2005

wurden Unternehmen des CinemaxX Konzerns darüber hinaus einmalig Strukturhilfen

für die Jahre 2002 bis 2004 gewährt.

14. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen und Schätzungen verwendet

worden, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte,

Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt

haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die

Beurteilung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten, die konzerneinheitliche

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen

sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Bei der Klassifizierung

und Aktivierung zu untersuchender Leasingverträge wurden teilweise Schätzparameter

verwendet. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen

Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt

einer besseren Erkenntnis berücksichtigt.

13. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Der CinemaxX Konzern hat von der Öffentlichen Hand (Filmförderungsanstalt Berlin,

FFA) Zuwendungen für Vermögenswerte erhalten. Die Zuwendungen der Öffentlichen

Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür

besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen

gewährt werden.

Die Zuschüsse werden separat auf der Passivseite innerhalb der kurzfristigen Schulden

passiviert.

Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und

basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen

hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig

erscheinen.

Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die

hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den

späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen.

15. Eventualschulden

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen

resultieren und deren Bestehen von künftigen Ereignissen abhängt, die nicht unter

der Kontrolle des Unternehmens stehen, sowie bestehenden Verpflichtungen, die

nicht passiviert werden können, weil entweder ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich

ist oder die Höhe der Verpflichtung nicht hinreichend zuverlässig geschätzt

werden kann. Solche Eventualschulden werden mit ihrem am Bilanzstichtag bestehenden

Haftungsumfang angegeben.

46


Konzernanhang

D. Erläuterung der Konzernbilanz

Langfristige Vermögenswerte

1. Immaterielle Vermögenswerte

in TEuro Konzessionen Geschäfts- oder

Lizenzen Firmenwerte Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2005

1. Januar 2005 1.295 7.334 8.629

Zugänge 87 0 87

31. Dezember 2005 1.382 7.334 8.716

Kumulierte Abschreibungen 2005

1. Januar 2005 1.163 5.911 7.074

Abschreibungen des Geschäftsjahres 82 0 82

31. Dezember 2005 1.245 5.911 7.156

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2004

1. Januar 2004 1.277 6.537 7.814

Zugänge 21 797 818

Abgänge -3 0 -3

31. Dezember 2004 1.295 7.334 8.629

Kumulierte Abschreibungen 2004

1. Januar 2004 1.015 5.492 6.507

Abschreibungen des Geschäftsjahres 149 0 149

Wertminderungen 0 419 419

Abgänge -1 0 -1

31. Dezember 2004 1.163 5.911 7.074

Restbuchwerte 31.12.2005 137 1.423 1.560

Restbuchwerte 31.12.2004 132 1.423 1.555

Unter dem Posten „Konzessionen, Lizenzen“ sind Software, Ticketsoftware und Gastronomiesoftware sowie

THX-Lizenzen (Soundsystem) zusammengefasst.

Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sind aus dem Erwerb der Broadway Filmtheater Betriebs

Gesellschaft mbH, Hamburg, und der Berliner Filmtheater Knapp GmbH & Co. KG entstanden.

2. Sachanlagen

in TEuro Grundstücke, Andere Anlagen

grundstücksgleiche Betriebs- und Summe

Rechte und Bauten Geschäftsausstattung

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2005

1. Januar 2005 21.777 95.249 117.026

Zugänge 0 890 890

Abgänge -60 -74 -134

31. Dezember 2005 21.717 96.065 117.782

Kumulierte Abschreibungen 2005

1. Januar 2005 4.740 68.006 72.746

Abschreibungen des Geschäftsjahres 924 4.037 4.961

Abgänge 0 -74 -74

31. Dezember 2005 5.664 71.969 77.633

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2004

1. Januar 2004 21.727 95.721 117.448

Zugänge 50 410 460

Abgänge 0 -882 -882

31. Dezember 2004 21.777 95.249 117.026

Kumulierte Abschreibungen 2004

1. Januar 2004 3.801 62.272 66.073

Abschreibungen des Geschäftsjahres 939 4.371 5.310

Wertminderungen 0 2.174 2.174

Abgänge 0 -811 -811

31. Dezember 2004 4.740 68.006 72.746

Restbuchwerte 31.12.2005 16.053 24.096 40.149

Restbuchwerte 31.12.2004 17.037 27.243 44.280

Die Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten betrifft ein Grundstück, auf dem das CinemaxX

Würzburg belegen ist, sowie Mietereinbauten in Form von Klima-/Be- und Entlüftungsanlagen, Sprinkleranlagen,

Bühnen- und Bildwandkonstruktionen sowie Aufzüge.

Die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten kinospezifische Inneneinrichtung, die der

CinemaxX Konzern auf Basis geschlossener Mietverträge in die Kinos investiert hat. Im Wesentlichen handelt es sich

hierbei um Gegenstände für die Projektion, Bestuhlung, Gastronomieausstattung und sonstige Kinoeinrichtung.

Der überwiegende Teil dieser Einrichtungen ist als Sicherheit für gewährte Avalkredite sicherungsübereignet.

47


Konzernanhang

3. Finanzierungsleasing Kinoimmobilien und Kinoinventar

in TEuro Finanzierungs- Finanzierungsleasing,

leasing, Summe

Kinoimmobilien Kinoinventar

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2005

1. Januar 2005 99.127 25.422 124.549

Abgänge -16.095 0 -16.095

31. Dezember 2005 83.032 25.422 108.454

Kumulierte Abschreibungen 2005

1. Januar 2005 24.632 10.806 35.438

Abschreibungen des Geschäftsjahres 4.334 2.000 6.334

Abgänge -6.572 0 -6.572

31. Dezember 2005 22.394 12.806 35.200

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2004

1. Januar 2004 126.588 25.422 152.010

Abgänge -27.461 0 -27.461

31. Dezember 2004 99.127 25.422 124.549

Kumulierte Abschreibungen 2004

1. Januar 2004 30.944 8.767 39.711

Abschreibungen des Geschäftsjahres 4.538 2.039 6.577

Abgänge -10.850 0 -10.850

31. Dezember 2004 24.632 10.806 35.438

Restbuchwerte 31.12.2005 60.638 12.616 73.254

Restbuchwerte 31.12.2004 74.495 14.616 89.111

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird in Übereinstimmung mit

IAS 17 beurteilt. Ist dies einem Unternehmen des Konzerns zuzurechnen, erfolgt die

Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt der erstmaligen Nutzung in Höhe

des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise des gegebenenfalls niedrigeren Barwerts

der Leasingraten. Gleichzeitig erfolgt eine Passivierung des Barwerts der Leasingraten.

Hinsichtlich der Anwendung des Erleichterungswahlrechtes des IFRS 1.16

ff. für die angemieteten Kinoimmobilien an den Standorten Hamburg-Dammtor, Krefeld

und Freiburg wird auf B.2 und C.4 verwiesen.

Die Finanzierungsleasingverhältnisse über Kinoimmobilien haben eine fest vereinbarte

Grundmietzeit zwischen 20 und 30 Jahren. Der CinemaxX Konzern hat an einigen

Standorten das Recht, den Mietvertrag zu gleichen Konditionen um jeweils fünf

Jahre zu verlängern. Ein Großteil der Mietverhältnisse sieht fixe und besucherabhängige

Mieten sowie preisindexabhängige Anpassungen vor. Für zwei Standorte wurden

aufschiebend bedingte Kaufangebote abgegeben.

Bei vier Immobilienmietverträgen (31.12.2004: fünf) und sieben Inventarmietverträgen

(31.12.2004: sieben) deckt der Barwert der Mindestmietzahlungen den wesentlichen

Teil der Anschaffungskosten des Vermieters (Barwertkriterium). Das wirtschaftliche

Eigentum dieser Vermögenswerte liegt daher beim CinemaxX Konzern. Bei der

Beurteilung des Barwertkriteriums wurde eine Nutzungsdauer der Kinoimmobilien

von 40 Jahren sowie Nutzungsdauern der Inventargegenstände zwischen acht und 20

Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibung der Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing

erfolgt über den kürzeren Zeitraum aus der jeweiligen Nutzungsdauer und der

Restlaufzeit des zugrunde liegenden Mietvertrags.

Soweit durch die Änderung von Mietvereinbarungen die Kriterien des IAS 17 nicht länger

erfüllt sind, werden die betroffenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum

Zeitpunkt der Wirksamkeit der Mietänderung ausgebucht. Der zu diesem Zeitpunkt

bestehende Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der abgehenden Vermögenswerte

und Leasingverbindlichkeiten wird erfolgswirksam in der Gewinn- und

Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Dies betrifft zwei

Mietverträge, für die mit Wirkung zum 01.03.2004 Mietreduzierungen vereinbart werden

konnten. Darüber hinaus wurde das Finanzierungsleasingverhältnis für ein weiteres

Kino zum 31.12.2005 als Abgang behandelt, da der zugrunde liegende Mietvertrag

vorzeitig zu diesem Termin gekündigt wurde.

Änderungen von Leasingvereinbarungen, die nicht in einer anderen Qualifizierung

gemäß IAS 17 resultieren, führen zu einer erfolgsneutralen Anpassung der Verbindlichkeit

und des Leasingobjektes.

48


Konzernanhang

Da sich aus der Bilanzierung der Kinoimmobilien und -inventare gemäß IAS 17 erhebliche

Auswirkungen auf den Ergebnisvortrag sowie die Ergebnisse der Folgejahre

ergeben, haben wir zur besseren Übersicht die Ergebniseffekte der Folgejahre dargestellt.

in TEuro Ergebnis- Anlage- Verbindlicheffekt

vermögen keiten

bis 2003 -8.410 116.898 125.308

2004* -4.393 89.111 98.475

2005* -3.956 73.253 82.947

2006 -3.411 67.873 80.978

2007 -2.880 62.705 78.690

2008 -2.235 57.760 75.980

2009 -1.915 52.901 73.036

2010 -1.610 48.091 69.837

2011 -1.213 43.400 66.359

2012 -699 38.918 62.576

2013 -31 34.773 58.461

2014 444 30.739 53.983

2015 840 26.705 49.109

2016 1.276 22.673 43.801

2017 1.878 18.770 38.019

2018 2.629 15.098 31.719

2019 3.241 11.472 24.853

2020 3.575 8.230 18.035

2021 3.068 5.755 12.492

2022 2.780 3.777 7.733

2023 945 2.792 5.803

2024 796 1.807 4.021

2025 1.004 821 2.032

2026 1.042 0 168

2027 168 0 0

Summe 2004 bis 2007 8.410 0 0

* die Jahre 2004 und 2005 beinhalten Korrekturen im Analgevermögen durch

- den Abgang von zwei Kinoimmobilien und der dazugehörigen Verbindlichkeiten aufgrund Änderung der zugrundeliegenden Mietverträge

- den Abgang einer Kinoimmobilie wegen Kündigung des Mietvertrages

4. Anteile an assoziierten Unternehmen / Andere finanzielle Vermögenswerte

in TEuro

Anteile an

assoziierten Beteili- Sonstige

Unternehmen gungen Ausleihungen Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2005

1. Januar 2005 2.377 1.375 2.695 6.447

Zugänge 6 399 0 405

Abgänge 0 0 -19 -19

31. Dezember 2005 2.383 1.774 2.676 6.833

Kumulierte Abschreibungen 2005

1. Januar 2005 2.377 1.219 0 3.596

Wertminderungen 0 545 0 545

Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6 0 0 6

31. Dezember 2005 2.383 1.764 0 4.147

Anschaffungs- und Herstellungskosten 2004

1. Januar 2004 2.504 0 2.695 5.199

Zugänge 0 1.375 0 1.375

Abgänge -127 0 0 -127

31. Dezember 2004 2.377 1.375 2.695 6.447

Kumulierte Abschreibungen 2004

1. Januar 2004 2.377 0 0 2.377

Wertminderungen 0 1.219 0 1.219

31. Dezember 2004 2.377 1.219 0 3.596

Restbuchwerte 31.12.2005 0 10 2.676 2.686

Restbuchwerte 31.12.2004 0 156 2.695 2.851

Die beiden assoziierten Unternehmen des CinemaxX Konzerns sind im Anhang unter

„B. 4. Konsolidierungskreis“ namentlich aufgeführt. Keines der assoziierten Unternehmen

ist ein öffentlich notiertes Unternehmen. Die folgende Übersicht enthält

zusammengefasste Finanzinformationen über die Anteile am Vermögen und an den

Schulden sowie an Erträgen und Aufwendungen der in den CinemaxX Konzern einbezogenen

assoziierten Unternehmen:

49


Konzernanhang

in TEuro 2005 2004

Anteil an den Aufwendungen und Erträgen

Erträge 2.342 2.052

Aufwendungen -2.757 -2.429

Anteiliges Jahresergebnis -415 -377

Anteil an den Vermögenswerten und Schulden

Kurzfristige Vermögenswerte 331 294

Langfristige Vermögenswerte 14.312 14.664

Kurzfristige Schulden -575 -507

Langfristige Schulden -17.338 17.361

Anteiliges Netto-Reinvermögen -3.270 -3.239

Buchwert der Beteiligungen 0 0

Für die assoziierten Unternehmen besteht zum 31.12.2005 ein nicht realisierter Verlust

in Höhe des anteiligen negativen Eigenkapitals von TEuro 3.270 (Vorjahr: TEuro 3.239).

Die Bewertung der Unternehmen nach der Equity-Methode wurde ausgesetzt. Da die

Beteiligung an einem der beiden assoziierten Unternehmen erst im Geschäftsjahr

2005 erworben wurde (Anschaffungskosten: TEuro 6) und dieses Unternehmen im

Berichtsjahr einen Verlust erzielt hat, der das Eigenkapital überstieg, hat der CinemaxX

Konzern im Jahr 2005 den anteilig auf ihn entfallenden Verlust des assoziierten

Unternehmens bis zur Höhe der Anschaffungskosten übernommen und anschließend

die Bewertung nach der Equity-Methode ausgesetzt.

Aufgrund einer voraussichtlich nachhaltig negativen Ertragslage einer Beteiligung,

hat der CinemaxX Konzern eine Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung) von

TEuro 545 (Vorjahr: TEuro 1.219) auf den Buchwert dieser Beteiligung vorgenommen.

Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um langfristige Darlehen an zwei

Vermieter von Gesellschaften des CinemaxX Konzerns, die im Zusammenhang mit der

Anmietung von Multiplex-Kinos gewährt wurden.

5. Sonstige langfristige Vermögenswerte

in TEuro 2005 2004

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.013 1.091

Langfristige Forderungen 111 933

Summe 1.124 2.024

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten unter anderem einen Baukostenzuschuss

im Zusammenhang mit einem Mietvertrag sowie abgegrenzte Courtagen.

Kurzfristige Vermögenswerte

6. Vorräte

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Gastronomieprodukte wie Getränke, Süßigkeiten,

Popcorn usw. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten

am Bilanzstichtag bewertet. Niedrigere Nettoveräußerungswerte

lagen nicht vor, so dass Wertminderungen hierauf nicht vorgenommen werden mussten.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEuro 2005 2004

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.985 4.189

Wertberichtigungen -1.396 -1.764

Summe 2.589 2.425

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Forderungen

aus Sonderveranstaltungen, Gutschein- und Filmdosenverkäufen, Kompensationsgeschäften,

Vermarktung von Werbeflächen wie Plakate, Programmfolder und

Eintrittskarten sowie Promotions. Aus der Übertragung eines Kinobetriebs im Jahr

2003 besteht eine Forderung aus dem Verkauf der Inneneinrichtung. Da die Begleichung

dieser Forderung an die Erfüllung verschiedener Bedingungen geknüpft ist,

50


Konzernanhang

deren Eintreten aus heutiger Sicht als nicht hinreichend wahrscheinlich einzustufen

ist, wurde die Forderung bereits im Jahr 2003 wertberichtigt. Die Buchwerte der Forderungen

(nach Wertberichtigungen) entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten.

Für eine Forderung mit einem Buchwert von TEuro 755 (Vorjahr: TEuro 1.705) bürgt ein

fremder Dritter.

10. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in TEuro 2005 2004

Guthaben Kreditinstitute 5.769 4.066

Unterwegs befindliche Gelder 1.624 1.412

Kassenbestand 405 456

Summe 7.798 5.934

8. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

in TEuro 2005 2004

Forderungen aus Geschäftsbesorgung 993 597

Debitorische Kreditoren 506 470

Kautionen 449 103

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 425 597

Sonstige Forderungen 187 687

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 195 484

Summe 2.755 2.938

9. Ertragsteuerforderungen

Soweit es sich bei den Guthaben bei Kreditinstituten um Tagesgelder oder Sichteinlagen

handelt, werden die Guthaben verzinst. Über Guthaben bei Kreditinstituten

von TEuro 3.693 kann die Gesellschaft nicht uneingeschränkt verfügen. Dies betrifft

Festgeldeinlagen.

11. Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals in den Geschäftsjahren 2005 und 2004 ist

im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt, auf den verwiesen wird.

12. Gezeichnetes Kapital / Kapitalrücklage / Zur Durchführung der beschlossenen

Kapitalerhöhung geleistete Einlagen

Die Ertragsteuerforderungen betreffen überwiegend Erstattungsansprüche der CinemaxX

AG, der Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. KG, Hamburg, sowie der

Broadway Filmtheater Betriebs Gesellschaft mbH auf Körperschaft- und Gewerbesteuer

sowie ausländische Ertragsteuern für Vorjahre.

Das vollständig erbrachte und eingetragene Grundkapital der CinemaxX AG beträgt

zum 31. Dezember 2005 Euro 23.800.000 und ist in 23.800.000 nennwertlose Stückaktien

mit einem rechnerischen Wert von je Euro 1,00 eingeteilt. Sämtliche Aktien

sind Inhaberaktien.

Die Hauptversammlung der CinemaxX AG am 28. Oktober 2004 hat beschlossen, das

Grundkapital der Gesellschaft von Euro 30.668.800 um Euro 18.688.800 auf Euro

11.980.000 herabzusetzen. Der Beschluss über die Kapitalherabsetzung ist am 13.

Januar 2005 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 67787) eingetragen

worden.

51


Konzernanhang

Die Herabsetzung erfolgte nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung

(§§ 229 ff. AktG), um in Gesamthöhe von Euro 17.490.800 Wertminderungen

auszugleichen und sonstige Verluste zu decken sowie in Höhe von Euro 1.198.000 um

Beträge in die – zum Ausgleich von Verlusten zuvor aufgelöste – Kapitalrücklage einzustellen.

Die Kapitalherabsetzung wurde in der Weise durchgeführt, dass das nominelle

Grundkapital ohne Zusammenlegung von Stückaktien herabgesetzt wird. Der

auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals von Euro 2,56

beträgt nunmehr Euro 1,00.

Zugleich hat die Hauptversammlung am 28. Oktober 2004 beschlossen, das auf Euro

11.980.000 herabgesetzte Grundkapital gegen Sacheinlagen um Euro 11.820.000 auf

Euro 23.800.000 durch Ausgabe von 11.820.000 neuen auf den Inhaber lautenden

Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2004 zu erhöhen. Der Ausgabebetrag

je neuer Aktie wurde auf den geringsten Ausgabebetrag von Euro 1,00

zuzüglich eines Aufgeldes von Euro 0,10 festgesetzt. Das gesetzliche Bezugsrecht der

Aktionäre wurde ausgeschlossen. Bis zur Eintragung der Kapitalherabsetzung und der

anschließenden Kapitalerhöhung in das Handelsregister der CinemaxX AG wurden die

Sacheinlagen, die am 28. Oktober 2004 vollständig erbracht waren, als „Zur Durchführung

der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen“ innerhalb des

Eigenkapitals ausgewiesen.

Im Rahmen der Hauptversammlung am 28. Oktober 2004 wurde weiterhin ein neues

genehmigtes Kapital in Höhe von Euro 11.900.000 beschlossen, die Ermächtigung

über ein genehmigtes Kapital in Höhe von Euro 15.334.400 wurde aufgehoben. Die

Eintragung der Satzungsänderung erfolgte am 13. Januar 2005.

Die Regelungen innerhalb der Satzung über das bedingte Kapital wurden ebenfalls

im Rahmen der Hauptversammlung am 28. Oktober 2004 ersatzlos aufgehoben. Die

in diesem Zusammenhang erhaltenen Anleihen waren in 2004 vollständig zurückgezahlt

worden. Die Eintragung der Satzungsänderung erfolgte am 13. Januar 2005.

13. In Vorjahren mit der Kapitalrücklage verrechneter Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte, die bei der Erstkonsolidierung von fünf Tochterunternehmen

nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts in den Jahren 1997 bis

2001 entstanden sind, wurden nach den damaligen deutschen Rechnungslegungsvorschriften

im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 62.270 erfolgsneutral

mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Bei der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS hat die CinemaxX AG vom Wahlrecht

des IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der IFRS) Gebrauch gemacht, wonach auf eine

rückwirkende Anwendung von IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) auf Unternehmenszusammenschlüsse

vor dem Stichtag der IFRS Eröffnungsbilanz (1. Januar

2004) verzichtet werden kann. Die bisherigen Kapitalkonsolidierungen nach HGB

wurden daher für die oben genannten fünf Unternehmen beibehalten.

Zur Verbesserung der Transparenz und der Aussagefähigkeit des Eigenkapitals wurden

die in Vorjahren nach den bisherigen Rechnungslegungsgrundsätzen mit der Kapitalrücklage

verrechneten Geschäfts- oder Firmenwerte gesondert innerhalb des auf die

Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapitals ausgewiesen.

14. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

Die sich aus Währungskursänderungen in der Zeit zwischen dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung

und dem Bilanzstichtag ergebenden Differenzen in den Eigenkapitalwerten

der ausländischen Tochterunternehmen wurden in der Position "Ausgleichsposten

aus der Währungsumrechnung" gesondert ausgewiesen.

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus der Endkonsolidierung

der MaxX Filmpalast AG, i.L..

52


Konzernanhang

15. Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile betreffen die Anteile anderer Gesellschafter am Kapital und

den Ergebnissen der CinemaxX Danmark A/S, der CinemaxX Filmtheater GmbH, Hamburg,

sowie in 2004 zusätzlich der MaxX Filmpalast AG i.L. Die für 2005 und 2004 ausgewiesenen

Beträge betreffen ausschließlich den auf die Minderheiten entfallenden

Anteil am Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung.

Die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden kumulierten Verluste dieser Tochterunternehmen

übersteigen die auf diese Anteile entfallenden Anteile am Eigenkapital

dieser Gesellschaften. Die Summe der übersteigenden Beträge zum Bilanzstichtag

ergibt sich aus der folgenden Übersicht:

in TEuro Anteil 2005 2004

Cinemaxx Danmark A/S 11% -1.074 -1.083

CinemaxX Filmtheater GmbH 9% -162 -178

MaxX Filmpalast AG 15% 0 -210

Summe -1.236 -1.471

Da die Minderheitsgesellschafter der betroffenen Tochterunternehmen nicht zum

Ausgleich der Verluste verpflichtet sind, wurden die übersteigenden Beträge und alle

weiteren auf Minderheitenanteile entfallenden Verluste gegen die Mehrheitsbeteiligung

am Konzerneigenkapital verrechnet. Falls die betroffenen Tochterunternehmen

Gewinne ausweisen, sind diese in voller Höhe zunächst den Mehrheitsgesellschaftern

zuzuweisen, bis die zuvor von diesen übernommenen Verlustanteile der Minderheiten

vollständig verrechnet sind.

Die in den Geschäftsjahren 2005 und 2004 gegen die Mehrheitsbeteiligung am Konzerneigenkapital

verrechneten Gewinne (+) und Verluste (-) von Tochterunternehmen

ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

in TEuro 2005 2004

CinemaxX Filmtheater GmbH 14 -34

CinemaxX Danmark A/S 11 -91

Summe 25 -125

Schulden

in TEuro 31.12.2005 2005 31.12.2004

Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt

Verbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen 26.241 19.636 3.921 2.684 22.452

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Kinoimmobilien 61.093 1.245 8.737 51.111 75.943

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Kinoinventar 21.854 724 4.121 17.009 22.533

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 82.947 1.969 12.858 68.120 98.476

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.367 623 1.524 5.220 7.749

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften 5.767 5.767 0 0 3.029

Übrige verzinsliche Darlehen 6.661 5.700 584 377 6.850

Verzinsliche Darlehen 19.795 12.090 2.108 5.597 17.628

Verbindlichkeiten aus Gutscheinen 5.893 5.893 0 0 4.951

Schulden aus umgliederten Rückstellungen 4.470 4.470 0 0 4.979

Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2.733 1.036 1.028 669 2.772

Lohn und Gehalt 1.859 1.859 0 0 1.891

Umsatzsteuer 743 743 0 0 0

Kreditorische Debitoren 164 164 0 0 46

Erhaltene Anzahlungen 111 111 0 0 549

Übrige 626 447 116 63 759

Sonstige Verbindlichkeiten 16.599 14.723 1.144 732 15.947

Zuwendungen der öffentlichen Hand 507 507 0 0 296

Ertragssteuerverbindlichkeiten 364 364 0 0 2.952

Rückstellungen 3.734 1.081 1.332 1.321 4.286

Latente Steuern 12.999 0 1.365 11.634 10.908

Summe Schulden 163.186 50.370 22.728 90.088 172.945

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Hier handelt es sich überwiegend um Verbindlichkeiten gegenüber Filmverleihern,

mit denen in der Regel ein Zahlungsziel von 28 Tagen vereinbart ist, sowie um Schulden

gegenüber Gastronomielieferanten. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten

gegenüber Vermietern von Kinoimmobilien und -inventar.

53


Konzernanhang

17. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

19. Rückstellungen

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen die nach IAS

17 bilanzierten Kinoimmobilien und -inventare. Die Verpflichtungen aus Finanzierungs-

und Operatingleasingverhältnissen ergeben sich aus der nachfolgenden

Übersicht:

in TEuro Summe Bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre

2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004

Finanzierungsleasingverhältnisse

Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen 164.449 173.791 9.192 9.342 37.462 37.030 117.795 127.419

Abzinsung 81.502 75.315 7.223 6.963 24.604 21.854 49.675 46.498

Barwert der Mindestleasingzahlungen 82.947 98.476 1.969 2.379 12.858 15.176 68.120 80.921

Operatingleasingverhältnisse 369.921 439.910 27.558 31.059 101.459 115.338 240.904 293.513

SUMME 452.868 538.386 29.527 33.438 114.317 130.514 309.024 374.434

Bedingt geleistete Leasingzahlungen

(Umsatzmieten) 37 1.004

Vertraglich garantierte Mindestleasingzahlungen

aus Untermietverträgen

10.497 12.517 2.021 2.020 5.612 6.913 2.864 3.584

in TEuro 31.12.2004 Zuführung Verbrauch Auslösung Aufzinsung 31.12.2005

Langfristige Rückstellungen

Drohende Verluste und Einlageverpflichtung 3.146 175 814 0 146 2.653

Kurzfristige Rückstellungen

Baukostenverpflichtung Ausland 570 0 0 60 0 510

Gewährleistungen 193 66 0 0 0 259

Übrige 378 168 133 101 0 312

Zwischensumme 1.140 234 133 161 0 1.081

SUMME 4.286 409 947 161 146 3.734

Die Rückstellungen des CinemaxX Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2005 wie

folgt entwickelt:

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste

aus Untervermietungen. Die Einlageverpflichtung betrifft einen Verpflichtungsüberhang

im Zusammenhang mit einer Beteiligung. Darüber hinaus wurden Rückstellungen

für ungewisse Verpflichtungen aus Baukostenverpflichtungen sowie zu

erbringenden Gewährleistungsverpflichtungen gebildet.

18. Verzinsliche Darlehen

Die verzinslichen Darlehen beinhalten mit TEuro 7.033 (Vorjahr: TEuro 7.254) Verbindlichkeiten

gegenüber einem Kreditinstitut aus der Finanzierung einer Zweckgesellschaft.

Darüber hinaus bestehen kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber

Investoren von TEuro 5.700 (Vorjahr: TEuro 5.700) und TEuro 5.538 (Vorjahr: TEuro 338)

im Zusammenhang mit der Finanzierung zweier Tochterunternehmen. Bei einem

Investor handelt es sich um eine nahe stehende Person. Die verzinslichen Darlehen

werden mit Zinssätzen zwischen 5% und 15% verzinst.

20. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten mit TEuro 5.893 (Vorjahr:

TEuro 4.951) Verbindlichkeiten aus noch nicht eingelösten Gutscheinen. Darüber

hinaus enthalten die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten vor allem Personalverpflichtungen,

Rechnungsabgrenzungsposten, Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer

sowie Verbindlichkeiten aus Mietnebenkosten.

54


Konzernanhang

21. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Es handelt sich hierbei um erhaltene Zuschüsse der FFA, die auf Basis gestellter Investitionsanträge

gewährt wurden. Sofern Gesellschaften des CinemaxX Konzerns

Zuschüsse von der FFA vor Bezahlung der begünstigten Vermögenswerte erhalten

haben, werden diese Beträge auf der Passivseite unter den „Zuwendungen der

öffentlichen Hand“ ausgewiesen.

22. Ertragsteuerverbindlichkeiten

Der Saldo des Geschäftsjahres 2005 betrifft überwiegend laufende Gewerbesteuerverbindlichkeiten

der Berliner Filmtheater Knapp GmbH & Co. KG, Hamburg. Im Vorjahr

betraf der Saldo im Wesentlichen eine Gewerbesteuerverbindlichkeit der Hans-Joachim

Flebbe Filmtheater GmbH & Co. KG, Hamburg, für Vorjahre, die im Jahr 2004 im

Zusammenhang mit der Beendigung einer steuerlichen Außenprüfung ergebniswirksam

ausgebucht werden konnte.

E. Erläuterung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEuro 2005 2004

Periodenfremder Ertrag 3.771 959

Erträge aus dem Abgang von Finanzierungsleasingverhältnissen

aufgrund von Mietvertragsänderungen 3.627 3.438

Reklamezuschüsse Filmverleiher 3.188 3.676

Werbekostenzuschüsse 2.915 4.253

Mieterträge 2.259 3.740

Werbeerlöse aus Tauschgeschäften 1.367 2.409

Sonderveranstaltungen 1.333 1.111

Auflösung von Gutscheinverbindlichkeiten 1.054 923

Promotionerlöse 944 1.249

Erträge aus der Auflösung sowie aus der

Inanspruchnahme von Rückstellungen 913 428

Anzeigenerlöse 895 967

Erlöse Parktickets 592 665

Übrige 2.422 2.390

Summe 25.280 26.208

Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Mietnebenkostenabrechnungen

für vergangene Jahre, Verzichte auf gestundete Mietverbindlichkeiten

sowie Rückvergütungen von Gastronomielieferanten für Vorjahre. Darüber hinaus

wurde in 2005 von der FFA eine einmalige Strukturhilfe gewährt. Außerdem konnte

eine bereits wertberichtigte Darlehensforderung realisiert werden.

Die Entwicklung der Umsätze nach Produkten und Ländern ist im Detail in der Segmentberichterstattung

dargestellt.

3. Materialaufwand

in TEuro 2005 2004

Filmmieten 48.651 56.022

Wareneinkauf 6.671 7.281

FFA-Abgabe sowie vergleichbare

internationale Abgaben 2.999 3.127

Übrige 874 892

Summe 59.195 67.322

55


Konzernanhang

4. Personalaufwand

in TEuro 2005 2004

Löhne 18.514 19.255

Gehälter 10.331 10.205

Sonstige Personalkosten 202 180

Soziale Abgaben 4.734 4.902

Summe 33.781 34.542

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

Anzahl der Mitarbeiter 2005 2004

Leitende Angestellte 37 36

Angestellte 214 215

Geringfügig Beschäftigte 565 541

Gewerbliche Arbeitnehmer 1.430 1.562

Summe 2.246 2.354

Bei den periodenfremden Aufwendungen handelt es sich um Endabrechnungen von

Mietnebenkosten für Vorjahre, Nachbelastungen von Filmmieten sowie nachträglich

geltend gemachte Mietforderungen.

6. Abschreibungen / Wertminderungen des Anlagevermögens

in TEuro 2005 2004

Planmäßige Abschreibungen

- auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5.043 5.459

- auf Kinoimmobilien aus Finanzierungsleasing 4.334 4.538

- auf Kinoinventar aus Finanzierungsleasing 2.000 2.039

Summe 11.377 12.036

Wertminderungen

- immaterieller Vermögenswerte 0 419

- von Sachanlagen 0 2.174

Summe 0 2.593

5. Sonstige Betriebsaufwendungen

in TEuro 2005 2004

Mieten 26.337 30.215

Mietnebenkosten 9.975 10.137

Werbekosten 5.935 5.881

Reinigung 4.538 4.664

Im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverträgen

weitergegebene Verwaltungskosten 3.100 3.276

Reparatur / Instandhaltung 2.511 2.558

Rechts- und Beratungskosten 2.093 2.963

Versicherung / Beiträge / Abgaben 1.791 2.073

Periodenfremder Aufwand 1.732 697

Aufwand aus Tauschgeschäften 1.409 2.069

Bürokosten 963 1.171

Grundsteuern 264 171

Übrige 4.604 7.146

Summe 65.252 73.021

Die Wertminderungen von Sachanlagen des Geschäftsjahres 2004 betreffen im

Wesentlichen Kinoinventare im rechtlichen Eigentum im Segment Inland. Die betroffenen

Vermögenswerte wurden auf den beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

Die Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte des Jahres 2004 betreffen den

Firmenwert der CinemaxX Filmtheater GmbH. Der erzielbare Betrag wird auf Basis der

Zahlungsmittel generierenden Einheit ermittelt. Eine Zahlungsmittel generierende

Einheit ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse

erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer

Vermögenswerte oder anderer Gruppe von Vermögenswerten sind. Als Zahlungsmittel

generierende Einheit wird ein einzelnes Kino definiert. Aufgrund des Modells des

Geschäftsbetriebs ist eine genaue Zuordnung einzelner Vermögenswerte zu Zahlungsmittel

generierenden Einheiten möglich. Der Nutzungswert wird auf Basis der vom

Controlling erwarteten Besucherzahlen sowie zukünftiger Informationsgemeinschaft

zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) - Zahlen ermittelt.

56


Konzernanhang

7. Erträge aus Forderungsverzichten

11. Ertragsteuern

Die Erträge des Geschäftsjahres 2004 aus Forderungsverzichten betreffen Verzichte

einzelner Aktionäre, die im Zusammenhang mit den in 2004 getroffenen Kapitalmaßnahmen

stehen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen zum Abschnitt „Eigenkapital“.

8. Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge des Geschäftsjahres 2004 betreffen die Broadway

Filmtheater Betriebsgesellschaft mbH.

9. Wertminderungen von Beteiligungen

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbeertragsteuer,

Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen-

bzw. Ertragsteuern zusammen.

Die Ertragsteuern setzen sich nach der Herkunft wie folgt zusammen:

in TEuro 2005 2004

Tatsächliche Ertragsteuern, (+) Ertrag / (-) Aufwand 2.513 221

Latente Ertragsteuern 0 0

Summe 2.513 221

Die Wertminderungen entfallen auf die Beteiligung an der Cineplex GmbH Mannheim

& Co. KG, Mannheim.

10. Zinsaufwendungen

in TEuro 2005 2004

Langfristige Zinsen

Finanzierungsleasing von Kinoimmobilien 7.260 7.728

Finanzierungsleasing von Kinoinventar 1.403 1.445

Sonstige langfristige Zinsen 1.415 1.529

10.078 10.702

Kurzfristige Zinsen 733 2.547

Avalprovision 523 541

Summe 11.334 13.790

Der fiktive Aufwand für Ertragsteuern, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der

Konzernobergesellschaft CinemaxX AG von 40,38% (2004: 40,38%) auf das IFRS Konzernergebnis

vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Ertragsteuern

gemäß Gewinn- und Verlustrechnung überleiten:

in TEuro 2005 2004

Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss (IFRS) vor Ertragsteuern -10.008 15.435

Konzernsteuersatz in % 40,38 40,38

Erwarteter Steuerertrag/-aufwand 4.041 -6.233

Ertragsteuern für Vorjahre 1.530 0

Permanente Differenzen 164 -65

Abweichende Steuersätze 8 -103

Nutzung von Verlustvorträgen ohne Ansatz

einer aktiven latenten Steuer im Vorjahr 0 6.632

Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge 0 2.233

Gewerbeertragsteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen -146 -296

Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht

abzugsfähiger Betriebsausgaben -1.234 -519

Ansatzkorrekturen latenter Steuern -2.017 -1.594

Sonstige Effekte 167 166

Ertragsteuern gemäß Gewinnund

Verlustrechnung (Ertrag) 2.513 221

57


Konzernanhang

Bei in Deutschland ansässigen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft

fällt Körperschaftsteuer in Höhe von 25% (2004: 25%) sowie ein Solidaritätszuschlag

von 5,5% (2004: 5,5%) der festgesetzten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich

unterliegen diese Gesellschaften sowie Tochterunternehmen in der Rechtsform einer

Personengesellschaft der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit gemeindespezifischer

Hebesätze bestimmt. Die Gewerbesteuer mindert bei Kapitalgesellschaften

die Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer. Ab dem Veranlagungszeitraum

2004 ist eine eingeschränkte Nutzung der körperschaft- und gewerbesteuerlichen

Verlustvorträge zu berücksichtigen (sog. Mindestbesteuerung). Dabei ist eine

positive steuerliche Bemessungsgrundlage bis zu TEuro 1.000 unbeschränkt, darüber

hinausgehende Beträge bis maximal 60% um einen vorhandenen Verlustvortrag zu

kürzen.

Die Auswirkungen abweichender Steuersätze für Personengesellschaften und für inund

ausländische Steuern vom Steuersatz der Konzernobergesellschaft sind in der

Überleitungsrechnung unter den steuersatzbedingten Abweichungen ausgewiesen.

in TEuro 31.12.2005 3112.2005

Latente Steuern

Latente Steuern

aktiv passiv aktiv passiv

Immaterielle Vermögensgegenstände 1.005 - 1.088 -

Sachanlagen 2.431 - 2.610 -

Finanzanlagen - 2 - 2

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 20 - 51 -

Finanzierungsleasing (IAS 17) 3.915 - 3.782 -

Rückstellungen für konzerninterne Patronatserklärungen

und Einzelwertberichtigungen - 11.679 - 9.755

Sonstige Rückstellungen - 585 - 337

Sonstige Verbindlichkeiten - 733 - 814

Temporäre Differenzen 7.371 12.999 7.531 10.908

Verlustvorträge 5.628 - 3.377 -

Summe 12.999 12.999 10.908 10.908

Die gewerbesteuerlichen Auswirkungen ergeben sich hauptsächlich aus der Hinzurechnung

von Dauerschuldzinsen sowie Miet- und Pachtzinsen für die Benutzung

fremder Betriebsanlagegüter.

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus den temporären Differenzen

und steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:

Aktive latente Steuern werden auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge

angesetzt, sofern deren Realisierung in Zukunft hinreichend gesichert erscheint.

Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nur insoweit aktiviert, als der Konzern

über ausreichende zu versteuernde temporäre Differenzen verfügt oder als es wahrscheinlich

ist, dass die betroffenen Unternehmen innerhalb eines Zeitraums von

maximal drei Jahren hinreichende zu versteuernde Ergebnisse erzielen werden, gegen

die die steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können. Zum 31.12.2005 wurden

58


Konzernanhang

auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von TEuro 151.041 sowie auf gewerbesteuerliche

Verlustvorträge von TEuro 59.080 keine aktiven latenten Steuern berücksichtigt, da

deren Realisierung in der näheren Zukunft nicht hinreichend gesichert erscheint. In den

Geschäftsjahren 2005 und 2004 wurden neben den nicht bilanzierten steuerlichen Verlustvorträgen

auch für temporäre Differenzen von TEuro 15.432 bzw. TEuro 19.749 keine

aktiven latenten Steuern bilanziert, da für diese Beträge die Generierung ausreichenden

steuerlichen Einkommens in der näheren Zukunft nicht wahrscheinlich ist.

F. Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement

1. Finanzinstrumente

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden entsprechen

im Wesentlichen den Buchwerten.

Die Vortragsfähigkeit der steuerlichen Verlustvorträge im Inland ist nach jetziger Rechtslage

unbeschränkt möglich. Die im Ausland bestehenden steuerlichen Verlustvorträge,

für die latente Steuern aktiviert wurden, sind ebenfalls unbeschränkt vortragsfähig.

12. Ergebnis je Aktie

Zur Ermittlung der Ergebnisse pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende

Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der Aktien dividiert. Die

Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2004 im gewichteten Durchschnitt 14.084.932 und in

2005 23.800.000. Die Gesellschaft hatte bis zum Jahr 2004 Wandelschuldverschreibungen

an Mitarbeiter ausgegeben. Da die Wandlungsbedingungen zur Ausübung nicht

erfüllt waren, war ein verwässertes Ergebnis pro Aktie nicht zu berechnen.

in TEuro 2005 2004

Anzahl der Aktien am 1.1. 23.800.000 11.980.000

x Anzahl der Tage 365 300

Zwischenergebnis (1) 8.687.000.000 3.594.000.000

Kapitalerhöhung / Herabsetzung - 23.800.000

x Anzahl der Tage - 65

Zwischenergebnis (2) 0 1.547.000.000

Summe (1) + (2) 8.687.000.000 5.141.000.000

/ Anzahl der Tage pro Jahr 365 365

Gewichteter Durchschnitt der Aktien 23.800.000 14.084.932

Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -7.495.510 15.656.350

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente sind aufgrund des Geschäftsbetriebes und des Finanzrisikomanagementansatzes

des Vorstands nicht vorgesehen. Klassische standardisierte

derivative Finanzinstrumente bestehen nicht. In geringem Umfang bestehen individuell

verhandelte An- und Verkaufsrechte sowie Stillhalterverpflichtungen. Im

Wesentlichen handelt es sich hierbei um Rechte zum Rückerwerb von Anteilen an

rechtlich ausgegliederten Personen- und Kapitalgesellschaften sowie zum Erwerb

von Kinoimmobilien. Wesentliche Risiken sind derzeit hieraus nicht erkennbar.

Im Einzelnen bestehen folgende derivative Rechte und Verpflichtungen:

• Eine Gesellschaft des CinemaxX Konzerns hat ein aufschiebend bedingtes Recht,

die verbleibenden Anteile an einem assoziierten Unternehmen zum Nennwert

von TEuro 19 zu erwerben.

• An zwei Standorten sind Gesellschaften des CinemaxX Konzerns Stillhalterverpflichtungen

eingegangen und haben aufschiebend bedingte Kaufangebote zum

Erwerb der jeweiligen Kinoimmobilien zum Restbuchwert abgegeben. So-weit die

CinemaxX Gesellschaften die Mietverträge nicht je zweimal verlängern, können

die Vermieter CinemaxX die Immobilien jeweils zum Dezember 2018 / Dezember

2023 bzw. Dezember 2019 / Dezember 2024 andienen.

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie -0,31 1,11

59


Konzernanhang

Aufgrund mangelnder Werthaltigkeit wurden derivative Rechte nicht bilanziert.

2. Risikomanagement und Absicherungsstrategien

Zwei Kinobetriebe sind im Wege der Sacheinlage in jeweils eine eigene Gesellschaft

eingelegt worden. Die Anteile an diesen Gesellschaften wurden anschließend an

dritte Investoren veräußert, wobei sowohl CinemaxX, als auch die Erwerber das Recht

besitzen, zu festgelegten Zeitpunkten (30.04.2006, 31.12.2006) den Rückkauf zu verlangen.

Die Kaufpreise betragen TEuro 4.755 bzw. TEuro 5.700. Für eine dieser Gesellschaften

hat der Investor zum 30.06.2006 seine Put-Option ausgeübt. Zur weiteren

Erläuterung verweisen wir auf unsere Ausführungen zu „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“.

Verbindlichkeiten gegenüber einem Vermieter wurden in ein Darlehen mit Wandlungsoption

unter der aufschiebenden Bedingung der Annahme durch die Hauptversammlung

der CinemaxX AG gewandelt. Da die Entscheidung über die Annahme erst

der Hauptversammlung des Kalenderjahres 2006 vorgelegt werden kann, ist die aufschiebende

Bedingung derzeit nicht erfüllt.

2.1 Risikomanagement

Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist primär auf die Besucherentwicklungen

fokussiert und zielt darauf ab, im Fall ungeplanter Abweichungen, negative

Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Das Risikomanagement erfolgt gemäß vom Vorstand verabschiedeter Leitlinien. Der

Vorstand identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit

mit den operativen Einheiten des Konzerns.

Für weitere allgemeine Informationen zum Risikomanagement verweisen wir auf

unsere Ausführungen im Lagebericht.

2.2 Risiken und Absicherung

In Vorjahren wurde eine Wandelanleihe unter Anrechnung auf das bedingte Kapital

an die Mitarbeiter des CinemaxX Konzerns ausgegeben. Die Wandelschuldver-schreibungen

wurden mit 4% jährlich verzinst. Die Wandelanleihe war ursprünglich am 13.

Juli 2008 zurückzuzahlen. Die CinemaxX AG hatte bis zum 31. Dezember 2004 die

Wandelanleihe vollständig vorzeitig zurückgezahlt. Wandlungsrechte sind nicht mehr

ausstehend.

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken

ausgesetzt: dem Marktrisiko, dem Kreditrisiko, dem Liquiditätsrisiko, dem Zinsrisiko

und dem Cashflow-Zinsrisiko.

a) Marktrisiko

Beim Betrieb von Filmtheatern treten aufgrund einer Vielzahl externer Faktoren Risiken

auf, die durch das Unternehmen nicht oder nur langfristig beeinflussbar sind.

Hierzu zählen:

60


Konzernanhang

• Abhängigkeit von Filmverleihern in Bezug auf die Versorgung mit qualitativ hochwertigen

und den Geschmack des Publikums treffenden Filmen,

• Verkürzung des Auswertungsfensters bis zur Veröffentlichung eines Films als DVD,

• Herunterladen von Spielfilmen aus dem Internet und deren anschließende Vervielfältigung,

• Saisonale Schwankungen (Wetter),

• Vielzahl alternativer Freizeitangebote,

• Konjunkturelle Situation in Deutschland.

Die vorgenannten Faktoren wirken sich direkt auf die Anzahl der Kinobesuche und

damit auf die Umsatzerlöse des Unternehmens aus.

Das Marktrisiko, das einer Einflussnahme durch den CinemaxX Konzern nur schwer

zugänglich ist, kann durch folgende Maßnahmen beeinflusst werden: Durch intensive

Gespräche mit Vermietern versucht der Vorstand, in tendenziell schlechten Sommermonaten

Mieten zu stunden und die Miethöhe an die Ertragskraft der Kinos

anzupassen. Die Personalplanung wird laufend an erwartete Besucherströme angepasst.

b) Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko resultiert aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug

auf Veränderungen des Marktzinsniveaus. Der CinemaxX Konzern verfolgt grundsätzlich

eine sicherheitsorientierte Finanzierungspolitik, bei der in der Regel, sofern für

den Konzern verfügbar, langfristige Festzinsvereinbarungen getroffen werden. Zur

Zeit erfolgt die Refinanzierung im Wesentlichen durch verzinsliche Darlehen von

Gesellschaftern und nahe stehenden Personen sowie durch Vorauszahlungen von

Werbekunden bzw. Werbeverwaltern. Soweit vom CinemaxX Konzern im Rahmen der

Finanzierung Zinsänderungsrisiken eingegangenen werden, werden diese nicht gesichert.

Zum Bilanzstichtag sind keine derivativen Finanzinstrumente zur Zinssicherung

vorhanden.

c) Ausfallrisiko

Aufgrund der Geschäftstätigkeit werden die wesentlichen Umsatzerlöse durch Bareinzahlung

getätigt. Das Ausfallrisiko beschränkt sich hierbei auf den Geldtransport,

das durch den Abschluss von Versicherungen gedeckt ist. Wesentliche Forderungen

entstehen unterjährig gegen Werbetreibende. Das Geschäftsmodell sieht hierfür

Vorauszahlungen durch den Werbetreibenden vor, die durch Verrechnung mit

erbrachten Leistungen unterjährig ausgeglichen werden. Insofern ist ein Ausfallrisiko

nicht vorhanden. Die Einzelwertberichtigungen belaufen sich auf TEuro 1.396 (Vorjahr:

TEuro 1.764). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um eine Forderungen aus

dem Verkauf von Inventar gegen einen Kinobetreiber, der den Geschäftsbetrieb eines

CinemaxX Kinos übernommen hat. Das wahrscheinliche Ausfallrisiko ist in den bilanzierten

Werten berücksichtigt.

G. Erläuterung der Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen), wie sich Zahlungsmittel

im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse

verändert haben.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Kapitalflussrechnung umfassen

alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente.

Über Guthaben bei Kreditinstituten von TEuro 3.693 kann die Gesellschaft nicht

uneingeschränkt verfügen.

61


Konzernanhang

Die Cashflows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen

ermittelt; der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wird ausgehend vom

Betriebsergebnis (EBIT) indirekt abgeleitet.

Der Abgang von Finanzierungsleasingverhältnissen aufgrund Änderung der zugrunde

liegenden Mietverträge führte in den Geschäftsjahren 2005 und 2004 zu zahlungsunwirksamen

Veränderungen der Sachanlagen (Finanzierungsleasingverhältnisse)

und der Finanzierungsleasingverbindlichkeiten. Abgänge von Sachanlagen aus

Finanzierungsleasing des Geschäftsjahres 2005 waren in Höhe von TEuro 9.523 (Vorjahr:

TEuro 21.211) zahlungsunwirksam. Die Veränderung der Finanzierungs-leasingverhältnisse

war im Jahr 2005 in Höhe von TEuro 13.150 (Vorjahr: TEuro 24.649) zahlungsunwirksam.

In Höhe der Differenzbeträge von TEuro 3.627 in 2005 und TEuro

3.438 in 2004 bestehen zahlungsunwirksame Erträge aus dem Abgang von Kinoimmobilien

aus Finanzierungsleasingverhältnissen.

Die Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2004 war in Höhe von TEuro 13.009

zahlungsunwirksam, da es sich um die Sacheinlage von Forderungen handelte.

H. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung ist nach IAS 14 (Segment Reporting) aufgestellt. Die Segmentierung

folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Die primären

Segmente sind geographische Segmente und nach in- und ausländischen Kinostandorten

aufgeteilt. Die ausländischen Standorte beinhalten die drei in Dänemark

betriebenen Kinos. Darüber hinaus erfolgt im Rahmen der primären Segmentberichterstattung

eine weitere Aufteilung in die Kategorien Karten-, Gastronomie- und Werbeerlöse.

Eine weitergehende sekundäre Segmentberichterstattung nach Dienstleistungen

bzw. Produkten unterbleibt, da eine sinnvolle Aufteilung der Vermögenswerte,

Schulden und Aufwendungen nach den Kategorien Filmbetrieb, Gastronomie und Werbung

nicht möglich ist.

in TEuro Inland Ausland Konsolidierung Gesamt

2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004

Verkäufe an externe Kunden

Kartenumsatz 92.186 106.461 12.033 11.787 104.219 118.248

Gastronomie 28.262 33.049 4.296 4.058 32.558 37.107

Werbeerlöse 8.458 9.262 556 519 9.014 9.781

Übrige 213 242 0 0 213 242

Umsatzerlöse 129.119 149.014 16.885 16.364 146.004 165.378

Segmentergebnis 2.665 3.706 -986 -1.634 1.679 2.072

zzgl. Forderungsverzichte 0 28.090

zzgl. Beteiligungsergebnis -551 -1.136

zzgl. Finanzergebnis -11.136 -13.591

abzgl. Ertragssteuern 2.513 221

Konzernergebnis -7.495 15.656

Segementvermögen 103.737 123.308 18.275 19.579 122.012 142.887

zzgl. übrige finanzielle Vermögenswerte 10.484 8.785

zzgl. Latente Steuern 12.999 10.908

zzgl. Ertragsteuerforderungen 180 170

Total Aktiva 145.675 162.750

Segementschulden 43.691 39.286 10.040 11.823 -6.028 -8.128 47.703 42.981

zzgl. Finanzverbindlichkeiten 102.120 116.104

zzgl. latente Steuern 12.999 10.908

zzgl. Ertragsverbindlichkeiten 364 2.952

abzgl. Eigenkapital -17.511 -10.195

Total Passiva 145.675 162.750

Weitere Segmentangaben

Investitionen 1.343 1.691 38 164 1.381 1.855

Abschreibungen 9.940 10.596 1.437 1.440 11.377 12.036

Wertminderungen des Anlagevermögens 0 2.593 0 0 0 2.593

Wertminderungen von Beteiligungen 545 1.219 0 0 545 1.219

Andere nicht zahlungswirsame

Aufwendungen und Erträge -816 -2.515 217 0 -599 -2.515

Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0

Ergebnis aus Anteilen

an assoziierten Unternehmen -6 0 0 0 -6 0

62


Konzernanhang

I. Sonstige Angaben

1. Vorstand

Mitglieder des Vorstands der CinemaxX AG waren im Geschäftsjahr 2005:

• Herr Dr. Hans Falk-Bjerke, Unternehmensberater

Weitere Mandate: keine

• Herr Florent Gijbels, Vorstand der Kinepolis Group N.V.

Weitere Mandate: keine

• Herr Hans-Joachim Flebbe, Filmkaufmann, Hamburg

Weitere Mandate: FilmFörderung Hamburg GmbH, Hamburg (Aufsichtsrat)

• Herr Hartmut Scheunemann, Diplom-Kaufmann, Hamburg, bis zum 13.08.2006

Weitere Mandate: keine

2. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der CinemaxX AG waren im Geschäftsjahr 2005:

Vertreter der Anteilseigner

• Herr Dr. Claus S. Hass, Rechtsanwalt

Weitere Mandate:

- CineMedia Film AG Geyer-Werke, München (Aufsichtsrat)

- ATVplus Privat-TV Services AG, Wien/Österreich (Aufsichtsrat)

- Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim (Aufsichtsrat)

• Herr Joachim Koolmann, Bankkaufmann

Weitere Mandate: keine

• Herr Bernd Schlötterer, Filmkaufmann (als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Kloiber)

Weitere Mandate: keine

• Herr Dr. Herbert Kloiber (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Filmkaufmann

Weitere Mandate:

-CineMedia Film AG Geyer-Werke, München (Aufsichtsratsvorsitzender);

- ATVplus Privat-TV Services AG, Wien/Österreich (Aufsichtsratsvorsitzender)

- Sun New Media Inc., Shanghai/China (Aufsichtsrat)

Arbeitnehmervertreter

• Frau Susanne Gerhards (Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats),

Angestellte

Weitere Mandate: keine

• Herr Dr. Thorsten Bieg, Rechtsanwalt

Weitere Mandate:

- Fibron AG, Teterow (Aufsichtsratsvorsitzender)

- Elbstrom AG, Aschersleben (Aufsichtsrat)

• Herr André Delor, Angestellter

Weitere Mandate: keine

• Herr Matthias von Fintel, Gewerkschaftssekretär, ver.di Bundesverwaltung

Weitere Mandate:

- Mitglied im Verwaltungsrat des Versorgungswerks der Presse, Stuttgart

63


Konzernanhang

• Frau Britta Lorenz, leitende Angestellte

Weitere Mandate: keine

• Frau Kristin Müller, Angestellte

Weitere Mandate: keine

• Herr Christopher O’Donnell, Student, bis zum 31.05.2006

Weitere Mandate: keine

Die Transaktionen mit Unternehmen oder Personen, die einen beherrschenden Einfluss

auf die CinemaxX AG ausüben, oder mit Unternehmen, die mit diesen verbunden

sind, betreffen Verträge über den Verleih von Filmen, Werbegeschäfte, die zum

Teil als Tauschgeschäfte abgewickelt werden, sowie den – rechtlich als Erwerbsgeschäft

(wirtschaftlich als Darlehen) – abgewickelten Kauf eines Tochterunternehmens.

Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

3.2 Transaktionen mit assoziierten Unternehmen des CinemaxX Konzerns

in TEuro 2005 2004

3. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Dem CinemaxX Konzern nahe stehende Unternehmen oder Personen sind gemäß IAS 24:

Mieterträge 25 0

Mietaufwendungen 1.511 1.531

Forderungen 13 0

Verbindlichkeiten 150 0

• Herr Dr. Herbert Kloiber sowie alle von ihm beherrschten Unternehmen und alle

mit diesen verbundenen Unternehmen

• Die assoziierten Unternehmen des CinemaxX Konzerns

• Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der CinemaxX AG sowie deren

nahe Familienangehörige.

Die Mieterträge sowie ein geringer Teil der Forderungen zum 31.12.2005 betreffen die

Vermietung von Kinoinventar an ein assoziiertes Unternehmen. Die Mietaufwendungen

sowie die Verbindlichkeiten betreffen die Anmietung einer Kinoimmobilie von

einem anderen assoziierten Unternehmen. Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen

Konditionen abgewickelt.

3.1 Transaktionen mit Unternehmen oder Personen, die einen beherrschenden Einfluss

auf die CinemaxX AG ausüben, oder mit Unternehmen, die mit diesen verbunden

sind

Zwischen einem Unternehmen des CinemaxX Konzerns und einer Objektgesellschaft

in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG besteht ein Generalmietvertrag, mit dem ein

Multiplex-Kino, Büro- und Gastronomieflächen sowie ein Parkhaus angemietet werin

TEuro 2005 2004

Verkäufe und Dienstleistungen 35 23

Einkäufe und erhaltene Dienstleistungen 610 727

Zinsaufwand 472 231

Forderungen 8 1

Verbindlichkeiten 5.122 2.867

3.3 Transaktionen mit Organmitgliedern

in TEuro 2005 2004

Mietaufwendungen 2.037 2.191

Rechts- und Beratungskosten 197 151

Verbindlichkeiten 560 673

64


Konzernanhang

den. Gesellschafter der Objektgesellschaft sind als Kommanditisten ein Organmitglied

sowie Familienangehörige dieses Organs. Das Organmitglied ist neben einem

Geschäftsführer der Komplementär GmbH zugleich geschäftsführender Kommanditist

der Objektgesellschaft. Die Konditionen des Generalmietvertrags sind bei Vertragsschluss

nach den Vorgaben des Aufsichtsrats der CinemaxX AG auf ihre Marktüblichkeit

überprüft worden. Die Angaben zu Mietaufwendungen und Verbindlichkeiten

betreffen diesen Generalmietvertrag.

Ferner besteht zwischen einer Gesellschaft des CinemaxX Konzerns und einer Objektgesellschaft

in der Rechtsform einer BGB Gesellschaft ein Mietvertrag über ein weiteres

Multiplex-Kino. An der Objektgesellschaft ist ein Organmitglied mit 5% beteiligt.

Für ein weiteres Multiplex-Kino besteht ein Mietvertrag zwischen einer Gesellschaft

des CinemaxX Konzerns und einer Objekt KG, an der ein Organmitglied mit 6% beteiligt

ist.

Ein Tochterunternehmen des CinemaxX Konzerns ist Nießbraucherin eines mit einem

Kinogebäude und einem Wohnkomplex bebauten Grundstücks. Ein Organmitglied ist

einer der Vertragserben des Grundstücks.

Der Aktienbestand der Mitglieder des Vorstands beträgt zum Bilanzstichtag:

Anzahl Aktien 31.12.2005

Hans-Joachim Flebbe 3.990.922

Hartmut Scheunemann 0

Der Aktienbestand der Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt zum Bilanzstichtag:

Anzahl Aktien 31.12.2005

Dr. Herbert Kloiber 11.834.000

Dr. Thorsten Bieg 0

Dr. Hans Falk-Bjerke 0

Florent Gijbels 0

Dr. Claus Hass 0

Joachim Koolmann 0

Dr. Bernd Schlötterer 0

Susanne Gerhards 52

André Delor 0

Matthias von Fintel 119

Britta Lorenz 0

Kristin Müller 0

Christopher O'Donnell 1

Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die Vorstandsbezüge beliefen sich im Geschäftsjahr 2005 auf TEuro 517 (Vorjahr: TEuro

586) zuzüglich TEuro 100 (Vorjahr: TEuro 150), die für das Vorjahr geleistet wurden.

Die Bezüge setzen sich aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammen.

Die Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2005 belief sich, ebenso wie im Vorjahr,

auf TEuro 173.

4. Haftungsverhältnisse

Die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co. KG, Hamburg, haftet durch die Eintragung

einer Gesamtgrundbuchschuld - zusammen mit der Multiplex-Kino GmbH &

Co. Objekt Veitshöchheimer Straße KG, München - in Höhe von TEuro 7.669 auf dem

Grundstück Veitshöchheimer Straße 5a, Würzburg.

65


Konzernanhang

Mit Schreiben vom 15.12.2003 und Klage vom 18.11.2004 hat der Insolvenzverwalter

der UFA-Theater GmbH & Co. KG Ansprüche von ca. Euro 4 Mio. gegen die Hans-Joachim

Flebbe Filmtheater GmbH & Co. KG geltend gemacht. Diese Ansprüche stehen im

Zusammenhang mit Abtretungen von Kaufpreisansprüchen der UFA-Theater GmbH &

Co. KG gegen die Surfer Verwaltungsgesellschaft mbH (letztere wurde später zunächst

in RMB (Deutschland) GmbH und anschließend in RMB Germany Holding GmbH

umbenannt). Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf unsere Ausführungen im

Lagebericht.

Gegenüber Dritten wurden Verpflichtungen zur laufenden Erneuerung genutzter

Kinoimmobilien übernommen. Die zukünftigen Belastungen hängen maßgeblich von

den erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen ab.

Die Muttergesellschaft ist an der Cineplex GmbH Mannheim & Co. KG, mit einer Vermögensbeteiligung

von 10% beteiligt und hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2020

eine monatliche Einlage von TEuro 33 zu erbringen. Für einen Teil dieser Verpflichtung

wurde bereits eine Rückstellung gebildet.

Verschiedene Gesellschaften des CinemaxX Konzerns haften an einigen abgegebenen

Standorten für ausstehende Mietschulden des neuen Mieters. An einem Standort hat

sich die CinemaxX AG aufschiebend bedingt zu einem Mieteintritt verpflichtet.

Verschiedene Gesellschaften des CinemaxX Konzerns haben unbeschränkte und

beschränkte Bürgschaftserklärungen zur Absicherung von Mietverträgen von anderen

Unternehmen des Konzerns gegenüber Vermietern abgegeben.

6. Schwebende Rechtsstreitigkeiten

In einem zwischen dem Vermieter eines CinemaxX-Multiplexkinos und dem seinerzeit

mit der Errichtung beauftragten Bauunternehmen gerichtlich anhängigen

Rechtsstreit über die Berechtigung von Werklohnforderungen ist einer Konzerngesellschaft

wegen behaupteter Nachtragsforderungen von TEuro 1.008 der Streit verkündet

worden.

Weiterhin hat die CinemaxX AG eine Garantieerklärung für 49% der jährlichen Mietverpflichtungen

bezüglich des von der CAP Kiel Betriebs-GmbH, Kiel, gemieteten

Gebäudekomplexes abgegeben. Die Gesellschaft haftet für Bürgschaftsverpflichtungen

der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG, Hamburg, gegenüber einem Kreditinstitut

in Höhe von TEuro 2.466.

In einem weiteren Gerichtsverfahren wird eine Konzerngesellschaft durch den Insolvenzverwalter

eines in der Insolvenz befindlichen Kinounternehmens wegen einer

angeblichen unerlaubten Rückführung Eigenkapital ersetzender Darlehen und unter

dem Gesichtspunkt der Insolvenzanfechtung auf Zahlung eines Betrages von insgesamt

TEuro 4.080 in Anspruch genommen.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verschiedene Gesellschaften des CinemaxX Konzerns haben langfristige Miet- und

Leasingverträge für Filmtheater geschlossen. Daraus resultieren in den kommenden

Jahren (bis zum Ende der Grundmietzeit) finanzielle Verpflichtungen von TEuro

369.921. Die Mietvereinbarungen beinhalten darüber hinaus zum Teil Umsatzbeteiligungen,

die in Abhängigkeit von den Besucherzahlen zu leisten sind.

In einem weiteren Gerichtsverfahren wird eine Konzerngesellschaft als seinerzeit mit

der Errichtung des Kinogebäudes beauftragte Generalübernehmerin vom Vermieter

eines CinemaxX-Multiplexkinos auf Zahlung eines Kostenvorschusses zur Mängelbeseitigung

von TEuro 220 in Anspruch genommen.

66


Konzernanhang

Schließlich droht einer Konzerngesellschaft eine gerichtliche Auseinandersetzung mit

dem Vermieter eines CinemaxX-Multiplexkinos im Zusammenhang mit der Beendigung

eines Mietverhältnisses für ein CinemaxX-Kino, bei der es u. a. um die Berechtigung

vorgenommener Mietminderungen und die Höhe von nachvertraglichen Nutzungsentgelt-

sowie Schadensersatzansprüchen des Vermieters gehen wird. Dabei ist

nicht auszuschließen, dass seitens des Vermieters gegenüber der Konzerngesellschaft

Zahlungsansprüche in einer Größenordnung von bis zu TEuro 1.500 geltend gemacht

werden.

Soweit die mit den vorgenannten Rechtsstreitigkeiten verbundenen Risiken für den

CinemaxX Konzern vom Vorstand nicht als gering eingestuft werden, wurden dies im

Rahmen der Bilanzierung entsprechend berücksichtigt.

7. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

nach § 161 AktG

Mit Inkrafttreten des Transparenz- und Publizitätsgesetzes wurden Vorstand und Aufsichtsrat

börsennotierter Gesellschaften verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob

den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance

Kodex“ entsprochen wurde und wird bzw. in welchen Punkten von dem Empfehlungen

abgewichen wurde. Aufsichtsrat und Vorstand der CinemaxX AG haben die nach

§ 161 AktG geforderte Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite

der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechungserklärung wurde

letztmalig am 25.10.2005 geändert.

8. Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz weist die unmittelbar und mittelbar gehaltenen Anteile an Beteiligungen

der CinemaxX AG aus. Das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaften

werden nach den lokalen Rechnungslegungsvorschriften ausgewiesen.

in TEuro Gezeich- Eigen- Jahres-

Anteil netes kapital ergebnis

in % Kapital 31.12.2005 2005

Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH & Co.KG, Hamburg 100 2.684 -73.692 1.088

Hans-Joachim Flebbe Kino-Betriebs GmbH, Hamburg 100 103 103 -738 a)

CINEMAXX Magdeburg GmbH, Hamburg 100 51 -7.985 -566

Verwaltungsgesellschaft Hans-Joachim

Flebbe Filmtheater mbH, Hamburg 100 26 30 -1

Verwaltung Berliner Filmtheater

Knapp GmbH, Hamburg 100 25 18 -4

Berliner Filmtheater Knapp GmbH & Co. KG, Hamburg 100 102 102 741

CinemaxX Augsburg GmbH, Hamburg 100 26 -3.770 -9

CinemaxX Würzburg GmbH, Würzburg 100 52 -7.926 -1.252

CinemaxX Filmtheater GmbH, Hamburg 91 55 -2.021 179 b)

CinemaxX Colosseum Filmtheater Betriebs-GmbH, Hamburg 100 102 -6.318 -806

CinemaxX Danmark A/S, Kopenhagen/Dänemark 89 TDK 561 -7.184 80

Cine Sales & Services GmbH, Hamburg 100 25 60 112 a)

Omega Filmtheater GmbH, Salzburg/Österreich (in Liquidation) 100 35 2 0

CallmaxX Tickets & Services GmbH, Hamburg 100 26 -384 0

Verwaltung CinemaxX Cinema GmbH, Hamburg 100 25 14 -2

CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG, Hamburg 100 5.000 12.913 -1.222

Fünfzigste "BEATRICE" Vermögensverwaltungsgesellschaft

mbH, Hamburg 100 26 32 -1

Einundfünfzigste "BEATRICE" Vermögensverwaltungsgesellschaft

mbH, Hamburg 100 26 32 -1

Broadway Filmtheater Betriebs GmbH, München 100 128 527 107

MaxX München GmbH & Co. KG, München 100 250 4.750 100 b)

MaxX München Verwaltungs GmbH, München 100 25 23 -2

CAP Kiel Betriebs-GmbH, Kiel 49 500 1.045 -214

CinemaxX Dresden GmbH, Dresden 25,2 25 -124 -149

Big Screen Cinema Projektgesellschaft mbH i.I., München 25,1 307 -798 -332 c)

a) Vor Ergebnisabführung

b) Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB Gebrauch.

c) Angaben für 2004

67


Konzernanhang

9. Aufwendungen für Honorare Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Honorare für die Prüfung von Jahresabschlüssen

von Tochterunternehmen, des Mutterunternehmens sowie des Konzernabschlusses

einschließlich der Prüfung der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 sowie der

IFRS-Zahlen zum 31. Dezember 2004 und 2005 auf TEUR 250. Darüber hinaus wurden

in 2005 TEUR 103 für Jahres- und Konzernabschlussprüfungskosten 2004 aufgewendet.

Steuerberatungsleistungen oder sonstige Bestätigungsleistungen wurden vom

Abschlussprüfer des CinemaxX Konzerns weder für das Berichtsjahr noch für Vorjahre

erbracht.

Im Geschäftsjahr 2003 wurden die Kommanditanteile der Berliner Filmtheater Knapp

GmbH & Co. KG an einen Investor (Investor I) veräußert. In der Berliner Filmtheater

Knapp GmbH & Co. KG ist der Geschäftsbetrieb des CinemaxX Berlin (Potsdamer Platz)

gesellschaftsrechtlich organisiert. Zugleich wurde ein Management-Vertrag zwischen

der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG und dem Investor I geschlossen. Auf Basis dieses

Management-Vertrags betreibt die CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG weiterhin

das CinemaxX Berlin. Die zwischen dem Investor I und der CinemaxX Cinema GmbH &

Co. KG geschlossenen Verträge sehen vor, dass die CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG

für die in Rede stehende verkaufte Gesellschaft eine Rückkauf-Option hat. Der Investor

I seinerseits verfügt über eine Put-Option. Der Investor I hat diese Put-Option mit

wirtschaftlicher Wirkung zum 30.04.2006 ausgeübt. Die CinemaxX Cinema GmbH &

Co. KG hat daraufhin den Investor I gebeten, den Kommanditanteil unter Aufhebung

des durch die Ausübung der Put-Option begründeten Kommanditanteilskaufvertrags

an einen anderen Investor zu veräußern (Investor II). Investor I ist damit einverstanden

gewesen. Der Verkauf des Kommanditanteils erfolgte von Investor I an Investor

II mit schuldrechtlicher Wirkung zum 31.05.2006. Investor II hat sodann einen Teil des

in Rede stehenden Kommanditanteils im Nennkapital von Euro 40.500 sofort einschließlich

der damit verbundenen Kapitalbeteiligung an die CinemaxX Cinema GmbH

& Co. KG veräußert. Die CinemaxX Cinema KG hat darüber hinaus aufgrund ihr zustehender

Call-Optionen die Möglichkeit, weitere Teilkommanditanteile von Investor II

in Tranchen von je Euro 10.500 in der Zukunft zu erwerben. Des weiteren wurde ein

Managementvertrag zwischen der CinemaxX Cinema GmbH & Co. KG und dem Investor

II geschlossen. Auf Basis dieses Managementvertrages betreibt die CinemaxX Cinema

KG weiterhin das CinemaxX Berlin.

10. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 31. Juli 2006 wurde das Kino Harmonie Freiburg übernommen.

Der Finanzvorstand, Herr Hartmut Scheunemann, ist zum 13. August 2006 aus dem

Unternehmen ausgeschieden.

Weitere wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung für die CinemaxX Konzern

sind nach dem Bilanzstichtag 31.12.2005 nicht zu verzeichnen gewesen.

11. Datum der Freigabe zur Veröffentlichung

Der Konzernabschluss der CinemaxX AG wurde am 28. September 2006 vom Vorstand

zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe durch den Vorstand zur Vorlage an

den Aufsichtsrat).

68


Konzernanhang

12. Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Nach § 25 Abs. 1 WpHG hat die Gesellschaft Mitteilungen über gemäß § 21 Abs. 1 und

1a WpHG meldepflichtige Veränderungen der Stimmrechtsanteile zu veröffentlichen.

Die Gesellschaft hat dementsprechend folgende Veröffentlichungen in der Börsenzeitung

als überregionalem Börsenpflichtblatt veranlasst:

Veröffentlichung vom 21. Januar 2005

Die Concorde Beteiligungs GmbH, München, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt,

dass der Stimmrechtsanteil der Concorde Beteiligungs GmbH an der CinemaxX

AG am 13. Januar 2005 die Schwellen von 5, 10 und 25% überschritten hat und seit

diesem Zeitpunkt 49,66% beträgt.

Die Tele-München Fernseh GmbH & Co Produktionsgesellschaft, München, sowie Herr

Dr. Herbert Kloiber, c/o Tele-München Fernseh GmbH & Co Produktionsgesellschaft,

München, haben uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an

der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 jeweils die Schwellen von 5, 10 und 25% überschritten

hat und seit diesem Zeitpunkt 49,66% beträgt. Davon werden ihnen

49,66% jeweils gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die Flebbe Verwaltungs GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Hans-Joachim

Flebbe, Hamburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil

der Flebbe Verwaltungs GmbH an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005

die Schwelle von 25% unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 17,12% beträgt.

Davon sind ihr 2,53% nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Frau Rita Flebbe, Hamburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr

Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 die Schwelle von 10%

unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 9,74% beträgt. Davon sind ihr 9,26%

nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Frau Edith Flebbe hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil

an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 die Schwelle von 10% unterschritten

hat und seit diesem Zeitpunkt 9,72% beträgt. Davon sind ihr 9,26% nach § 22 Abs. 2

Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die Senator Entertainment AG, Berlin, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Rolf Rattunde

als Insolvenzverwalter, Berlin, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass

ihr Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 die Schwellen von 75,

50 und 25% unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 12,61% beträgt.

Herr Hans-Joachim Flebbe, Hamburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass

der Stimmrechtsanteil von Herrn Flebbe an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 die

Schwellen von 75, 50 und 25% unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 18,61%

beträgt. Davon sind ihm 15,30% nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG sowie 2,53% nach §

22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die Kinepolis Group N.V., Brüssel, Belgien, vertreten durch die Vorstände Joost Bert

und Florent Gijbels, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil

an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 die Schwellen von 75, 50 und 25%

unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 12,61% beträgt.

69


Konzernanhang

Die BdW, Beteiligungsgesellschaft für die deutsche Wirtschaft mbH & Co. KG, Frankfurt,

hat uns gem. §21 Abs.1 Satz 1 i.V.m. §22 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr

Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 die Schwelle von 10%

unterschritten hat. Der Stimmrechtsanteil beträgt nunmehr 9,57%, davon sind ihr

7,66% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Veröffentlichung vom 28. Januar 2005

Die AXA Secondary Fund II, Limited Partnership, Jersey/Channel Islands, hat uns

gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 22 Abs.1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr

Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 10% der Stimmrechte

unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 9,5 7% beträgt. Davon sind ihr 9,57%

nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die ASF II German Holdings Limited, Jersey/Channel Islands, Großbritannien, hat uns

gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CinemaxX

AG am 24. Mai 2005 5% der Stimmrechte unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt

0,00% beträgt.

Die BdW Beteiligungsgesellschaft für die deutsche Wirtschaft mbH & Co. KG, Frankfurt

am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr

Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 24. Mai 2005 5% der Stimmrechte unterschritten

hat und seit diesem Zeitpunkt 0,00% beträgt.

Frau Rita Flebbe, Hamburg, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt,

dass ihr Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 24. Mai 2005 die Schwelle von 5%

unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 0,48% beträgt.

Die ASF II German Holdings Limited, Jersey/Channel Islands, hat uns gemäß § 21 Abs.

1 Satz 1 in Verbindung mit § 22 Abs.1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil

an der CinemaxX AG am 13. Januar 2005 10% der Stimmrechte unterschritten hat und

seit diesem Zeitpunkt 9,57% beträgt. Davon sind ihr 9,57% nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

zugerechnet.

Veröffentlichung 2. Juni 2005

Frau Edith Flebbe, Hamburg, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt,

dass ihr Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 24. Mai 2005 die Schwelle

von 5% unterschritten hat und seit diesem Zeitpunkt 0,46% beträgt.

Herr Hans-Joachim Flebbe, Hamburg, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass sich sein

Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 24. Mai 2005 von 18,36% auf 15,83% reduziert

hat. Davon sind ihm 15,30% nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die AXA Secondary Fund II, Limited Partnership, Jersey/Channel Islands, Großbritannien,

hat uns gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil

an der CinemaxX AG am 24. Mai 2005 5% der Stimmrechte unterschritten hat und seit

diesem Zeitpunkt 0,00% beträgt.

Die Flebbe Verwaltungs GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Hans-Joachim

Flebbe, geschäftsansässig Friedrich-Ebert Damm 111, 22047 Hamburg, Deutschland,

hat uns mitgeteilt, dass sich ihr Stimmrechtsanteil an der CinemaxX AG am 24.

Mai 2005 von 17,12% auf 14,59% reduziert hat.

70


Konzernanhang

Veröffentlichung 16. Dezember 2005

Veröffentlichung 7. April 2006

Die Dr. Kloiber Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungs KG, München,

hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer

Gesellschaft am 07.12.2005 die Schwelle von 5% überschritten hat und nun

49,66% beträgt. Davon sind ihr 49,66% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1

WpHG zuzurechnen.

Ferner hat uns die Dr. Kloiber Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München, als

Komplementärin der Dr. Kloiber Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungs

KG gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer

Gesellschaft am 07.12.2005 die Schwelle von 5% überschritten hat und nun 49,66%

beträgt. Davon sind der Dr. Kloiber Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH 49,66%

der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, hat uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt,

dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 29. März 2006 die

Schwellen von 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 12,46%

betrug.

Weiterhin hat uns die Deutsche Bank AG gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass

ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 29. März 2006 unmittelbar nach

Überschreiten der Schwellen von 5% und 10% die Schwelle von 10% der Stimmrechte

an unserer Gesellschaft wieder unterschritten hat und nunmehr 6,10% beträgt.

Hamburg, 28. September 2006

Weiter hat uns die Tele München Fernseh GmbH & Co. Produktionsgesellschaft, München,

gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer

Gesellschaft am 07.12.2005 die Schwelle von 25% unterschritten hat und nun 0%

beträgt. Vor der Unterschreitung des Schwellenwertes waren ihr 49,66% der Stimmrechte

nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Schließlich hat uns die Tele-München Fernseh Verwaltungs GmbH, München, als

Komplementärin der Tele-München Fernseh GmbH & Co. Produktionsgesellschaft

gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft

am 07.12.2005 die Schwelle von 25% unterschritten hat und nun 0% beträgt. Vor der

Unterschreitung des Schwellenwertes waren der Tele-München Fernseh Verwaltungs

GmbH 49,66% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

CinemaxX AG

Hans-Joachim Flebbe

- Vorstand -

71


Bericht des Aufsichtrats

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und

Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Während des gesamten

Berichtszeitraumes ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als

auch mündlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Ertragslage

der CinemaxX AG und ihrer Konzerngesellschaften informieren. Insgesamt wurden

vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen – am 7. März, 8. September, 27.

Oktober und am 8. Dezember 2005 abgehalten.

Schwerpunkte der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2005 lagen wie schon in den

Vorjahren in umfangreichen Maßnahmen zur Kostensenkung. In diesem

Zusammenhang wurde der Aufsichtsrat regelmäßig über den Stand der Verhandlungen

mit den Filmverleihern über Verbesserungen der Filmmieten

sowie mit den Vermietern über Mietreduzierungen der Immobilien unterrichtet

und hat im Einzelfall der Modifikation von Mietverträgen und der Abgabe von

Standorten zugestimmt. Auch die Übernahme des Standortes Sindelfingen

wurde vom Aufsichtsrat befürwortet.

Die Jahresabschlüsse einschließlich Prüfungsbericht wurden dem Aufsichtsrat

zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten

Jahresabschluss und Lagebericht der CinemaxX AG geprüft und am 16. Oktober

2006 ohne Einwendungen gebilligt sowie den Konzernabschluss und –lagebericht

zustimmend zur Kenntnis genommen. Damit ist der Jahresabschluss nach

§ 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Arbeitnehmervertretungen sowie

allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im abgelaufenen

Geschäftsjahr.

Hamburg, 16. Oktober 2006

Der Aufsichtsrat

Dr. Herbert G. Kloiber

(Vorsitzender)

Darüber hinaus hat sich das Gremium regelmäßig über den Stand der Gerichtsverhandlungen

über die Anfechtungsklagen zur Hauptversammlung 2004

berichten lassen – und hat letztlich dem vorgeschlagenen Vergleich zugestimmt.

Ferner wurde der Abhängigkeitsbericht dem Aufsichtsrat zur Prüfung

vorgelegt. Das Gremium hat diesen ohne Einwände gebilligt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der CinemaxX AG sowie der Konzernlagebericht

für das Geschäftsjahr 2005 wurden durch die Abschlussprüfer der

Ebner, Stolz, Mönning GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft,

Hamburg, denen der Aufsichtsrat auf Beschluss der Hauptversammlung

den Prüfungsauftrag erteilt hatte, geprüft und mit einem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen.

72


Bestätigungsvermerk

„Wir haben den von der CINEMAXX AKTIENGESELLSCHAFT, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss

- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,

Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das

Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss

und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind,

und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften

liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe

ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den

Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut

der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,

dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss

unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch

den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung

der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das

wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche

Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss

und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss

einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten

Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen

der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses

und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine

hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht

der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den

ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und

vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht

steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes

Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im

Konzernlagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die Liquiditätslage einzelner Konzerngesellschaften

im Geschäftsjahr 2005 angespannt war. Die weitere Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit

dieser Gesellschaften ist insbesondere von einem ausreichenden Besucheraufkommen,

von gewährten Stundungen und von wirtschaftlich tragfähigen Vertragskonditionen

bei den Immobilien- und Filmmieten abhängig. Sollte das Besucheraufkommen unterhalb

der geplanten Entwicklung liegen, wäre die Zahlungsfähigkeit einzelner Konzerngesellschaften

bedroht und damit gegebenenfalls der Fortbestand des Konzerns gefährdet.

Darüber hinaus führt der Vorstand im Konzernlagebericht aus, dass Ansprüche des Insolvenzverwalters

der UFA-Theater GmbH & Co. KG i. I., Hamburg, gegen die Hans-Joachim

Flebbe Filmtheater GmbH & Co. KG, Hamburg, von rund EUR 4 Mio. geltend gemacht wurden,

die bei Durchsetzung existenzbedrohend für die Hans-Joachim Flebbe Filmtheater GmbH &

Co. KG sein würden und mittelbar auch für den Konzern sein könnten.“

Hamburg, den 29. September 2006

Ebner, Stolz, Mönning GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Maertins

Wirtschaftsprüfer

Schulze

Wirtschaftsprüfer

73


CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Bilanz zum 31. Dezember 2005 und 2004

AKTIVA 2005 2004

EUR

EUR

A. ANLAGEVERMÖGEN

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 14,00

II.

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 178,00

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.050.000,00 55.050.000,00

2. Beteiligungen 417.500,00 768.729,60

B. UMLAUFVERMÖGEN

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

55.467.500,00 55.818.729,60

55.467.500,00 55.818.921,60

1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 534.529,54 8.145.979,55

2. Sonstige Vermögensgegenstände 457.356,04 637.837,38

991.885,58 8.783.816,93

II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinsituten 2.812,95 1.069,37

994.698,53 8.784.886,30

C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 12.110,37 11.582,37

56.474.308,90 64.615.390,27

74


CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Bilanz zum 31. Dezember 2005 und 2004

PASSIVA 2005 2004

EUR

EUR

A. EIGENKAPITAL

I. Gezeichnetes Kapital 23.800.000,00 30.668.800,00

II. Kapitalrücklage 2.386.903,00 91.259.292,02

III. Bilanzgewinn / (Bilanzverlust) 20.249.354,38 (86.550.780,84)

46.436.257,38 35.377.311,18

B. ZUR DURCHFÜHRUNG DER BESCHLOSSENEN

KAPITALERHÖHUNG GELEISTETE SACHEINLAGEN 0,00 13.008.903,00

C. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN 4.147.181,66 4.479.902,81

D. VERBINDLICHKEITEN

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 368,61 463,47

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 368,61

(Vorjahr: EUR 463,47)

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 235.632,76 431.954,98

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 235.632,76

(Vorjahr: EUR 431.954,98)

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.639.378,29 7.089.029,42

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.639.378,29

(Vorjahr: EUR 7.089.029,42)

4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein 357.635,16 337.790,00

Beteiligungsverhältnis besteht

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 19.845,16

(Vorjahr: EUR 337.790,00)

5. Sonstige Verbindlichkeiten 560.281,04 2.374.338,78

(Vorjahr: EUR 26.355,56)

(Vorjahr: EUR 5.932,61)

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 260.281,04

(Vorjahr: EUR 1.974.338,78)

4.793.295,86 10.233.576,65

E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.097.574,00 1.515.696,63

56.474.308,90 64.615.390,27

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CinemaxX Aktiengesellschaft, Hamburg

Gewinn- und Verlustrechnung 2005 und 2004

2005 2004

Euro

Euro

1. Sonstige betriebliche Erträge 4.421.621,11 9.917.586,08

2. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 876.606,65 874.435,68

b) Soziale Abgaben 56.644,53 54.251,58

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.073,82 295,00

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.588.140,96 9.426.792,15

5. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 112.431,93 84.631,92

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.127,77 13.598,00

- davon aus verbundenen Unternehmen:

7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 750.037,60 1.831.844,40

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 240.639,34 1.434.829,51

- davon an verbundene Unternehmen:

EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 154.844,17)

9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (1.983.962,09) (3.606.632,32)

10. Außerordentliche Erträge / Außerordentliches Ergebnis 0,00 16.144.452,99

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (34.005,29) 0,00

12. (Jahresfehlbetrag) / Jahresüberschuss (1.949.956,80) 12.537.820,67

13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr (86.550.780,84) (99.088.601,51)

14. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 91.259.292,02 0,00

15. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 18.688.800,00 0,00

16. Einstellung in die Kapitalrücklage (1.198.000,00) 0,00

17. Bilanzgewinn / (Bilanzverlust) 20.249.354,38 (86.550.780,84)

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Die Organe

Mitglieder des Vorstands

Hans-Joachim Flebbe,

Kaufmann, Hamburg

Hartmut Scheunemann,

Dipl. Kaufmann, Hamburg

Mitglieder des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Aufsichtsrates:

Dr. Herbert G. Kloiber,

Geschäftsführer der Tele-München Fernseh-GmbH & Co.

Produktionsgesellschaft, München

Dr. Thorsten Bieg, Rechtsanwalt, Hamburg

weitere Mandate: Fibron AG, Teterow (Aufsichtsratsvorsitzender);

Elbstrom AG, Aschersleben (Mitglied des Aufsichtsrats)

Dr. Hans Falk-Bjerke, Unternehmensberater, Aschau

Florent Gijbels, Vorstand der Kinepolis Group N.V.,

Brüssel/Belgien

Dr. Claus Hass, Rechtsanwalt, München

Arbeitnehmervertreter:

Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates:

Susanne Gerhards, Angestellte

André Delor, Angestellter

Matthias von Fintel, Gewerkschaftssekretär,

ver.di-Bundesverwaltung

Britta Lorenz, leitende Angestellte

Kristin Müller, Angestellte

Christopher O’Donnell, Student

Joachim Koolmann, Bankkaufmann, London/England

Bernd Schlötterer, Filmkaufmann, München

als Ersatzmitglied für Herrn Dr. Kloiber

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profil

Die CinemaxX-Gruppe im Profil

Geschäft: Betrieb und Bewirtschaftung von Filmtheatern seit 1977

Multiplex-Kinos der CinemaxX AG:

35 Multiplex-Kinocenter mit 307 Leinwänden und 84.000 Sitzplätzen in

30 Städten unter den Markennamen CinemaxX und MaxX.

• CinemaxX Hannover

(Eröffnung am 8. März 1991;

10 Säle / 3.280 Plätze)

• CinemaxX Essen

(12. Dezember 1991; 16 / 5.370)

• MaxX-Filmpalast München

(2. September 1993; 7 / 1.501)

• CinemaxX Kiel

(8. März 1995; 10 / 3.090)

• CinemaxX Halle

(25. Oktober 1995; 10 / 2.250)

• CinemaxX Wuppertal

(11. Dezember 1997; 9 / 2.733)

• CinemaxX Bremen

(30. April 1998; 10 / 3.053)

Wuppertal

Hamburg

Kiel

Berlin

Magdeburg

• CinemaxX-Filmfestspielhaus

Hamburg

(3. Oktober 1996; 8 / 2.730)

• CinemaxX Magdeburg

(25. Oktober 1996; 9 / 2.694)

• CinemaxX Göttingen

(15. Dezember 1996; 9 / 1.725)

Freiburg

Regensburg

• CinemaxX Krefeld

(4. September 1997; 10 / 2.228)

• CinemaxX Freiburg

(23. Oktober 1997; 9 / 2.210)

• MaxX Stuttgart im SI-Centrum

(6. Dezember 1997; 6 / 1.500)

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profil

• CinemaxX-Filmfestspielhaus

Berlin-Potsdamer Platz

(3. September 1998; 19 / 3.539)

• CinemaxX Regensburg

(3. Dezember 1998; 8 / 2.052)

• CinemaxX Mülheim

(10. Dezember 1998; 11 / 3.359)

• CinemaxX

Berlin-Hohenschönhausen

(12. Dezember 1998; 9 / 2.046)

• CinemaxX Bielefeld

(17. Dezember 1998; 8 / 2.648)

• CinemaxX Oldenburg

(18. Februar 1999; 8 / 2.000)

• CinemaxX Hamburg-Harburg

(7. Oktober 1999; 7 / 1.691)

• CinemaxX Offenbach

(25. November 1999; 7 / 1.650)

• CinemaxX Würzburg

(18. Dezember 1999; 7/ 1.846)

• CinemaxX Augsburg

(13. Januar 2000; 9/ 2.427)

• CinemaxX Trier

(17. Februar 2000; 7/ 1.818)

• CinemaxX Braunschweig

(2. August 2000; 8/2.600)

• CinemaxX Wandsbek

(9. November 2000; 5/1.411)

• CinemaxX Wolfsburg

(9. November 2000; 7/1.636)

• CinemaxX Heilbronn

(16. November 2000; 6/1.506)

• CinemaxX Hannover Raschplatz

(14. Dezember 2000; 10/2.848)

• CinemaxX Stuttgart Bosch-Areal

(8. Februar 2001; 6/1.526)

• CinemaxX Halle-Neustadt

(übernommen Juni 2002; 8/1.655)

• CinemaxX Sindelfingen

(übernommen November 2005;

5/1.699)

Ausland:

• Rosengaard Bio Odense

(übernommen im Juli 2000; 7/ 977)

• CinemaxX Kopenhagen

(6. Oktober 2000; 10/3.200)

• CinemaxX Aarhus

(10. Oktober 2003; 8/2011)

Traditionelle Kinos:

11 traditionelle Filmtheater mit

32 Leinwänden in sieben Städten

(Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Freiburg,

Göttingen, Herten, Wolfsburg,

Hamburg und Hannover)

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