WS 3: Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz

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WS 3: Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz

WS 3: Zur Entwicklung von Qualität

am Arbeitsplatz

Kompetenzzentrum Soziale Arbeit Wien

Netzwerk OS‘T

17. Oktober 2006

Zwei Entwicklungspartnerschaften im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL

Gefördert aus Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und

aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.


Donau EQUAL Modul 5 –

„Wohnungssicherung“

Modul 5 ist ein Aktionsforschungsprojekt, in dem Netzwerk OS‘T, das

Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit (fh campus wien) und FAWOS –

Fachstelle für Wohnungssicherung in Wien zusammen arbeiten.

Projektziel: Ermittlung von erfolgskritischen Faktoren bei der Implementierung und

Adaptierung des lösungsfokussierten Ansatzes (Insoo Kim Berg, Steve De

Shazer) in den Bereichen Führung/Management und KlientInnenarbeit

Im Modellprojekt werden Personalentwicklung (PE) und Organisationsentwicklung

(OE) miteinander verbunden

Grundannahme: Qualität der Arbeitsplätze und Qualität der Dienstleistung

beeinflussen einander wechselseitig

Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz


Zwischenergebnisse in Thesenform zur

Diskussion

Sozialarbeit – und Management/Steuerung – sind geprägt von

Widersprüchen:

1. Unmittelbare Qualität versus bestimmte, vermittelte, reflektierte

Qualität (Heintel)

2. Ressourcenorientierte Haltung des Nicht-Wissens versus

Fachexpertise

3. Die Klientin bei ihren Zielen unterstützen versus Auftrag der

Einrichtung (doppeltes/mehrfaches Mandat)

4. Spezialisierung auf bestimmte Problemlage (z.B.

Delogierungsprävention) versus Zieloffenheit

Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz


1. Unmittelbare Qualität versus bestimmte,

vermittelte, reflektierte Qualität (Peter Heintel)

Unmittelbare Qualität

Einmaligkeit, Besonderheit, Individualität, Merkmal von Lebendigem:

Kein Blatt gleicht dem anderen; Effizienzbeurteilung, Deduktion

und Diagnostik versagen hier.

Bestimmte, vermittelte, reflektierte Qualität

Um eine Ordnung größerer Zusammenhänge zu schaffen, braucht es

„bestimmte Qualität“ – je formaler und quantifizierbarer desto

besser

Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz


2. Ressourcenorientierte Haltung des Nicht-Wissens

versus Fachexpertise

Ressourcenorienterte Haltung des Nicht-Wissens

Die KlientIn ist die Expertin ihrer Lebenswelt. Sie wird von der

SozialarbeiterIn unterstützt, ihr „Wissen“ über ihre Ziele,

Ressourcen, Problemlagen zu mehren. Die SozialarbeiterIn agiert mit

einer Haltung des Nicht-Wissens: „Leading from one step behind“ (Insoo Kim Berg).

Fachexpertise

Die Sozialarbeiterin verfügt oft über Expertise, die der der KlientIn

überlegen scheint oder ist: Z.B. Institutionelle Ressourcen,

juristische Kenntnisse, Erfahrungen mit ähnlich gelagerten

Fällen und vieles mehr.

Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz


3. Die KlientIn bei ihren Zielen unterstützen versus

Auftrag der Einrichtung

Die KlientIn bei ihren Zielen unterstützen

„The client goals drives the activities!“ Insoo Kim Berg. Kann

bewirken: Nachhaltige Lösungen, positive Welleneffekte und

Empowerment.

Auftrag der Einrichtung

Der Auftrag der Einrichtung kann den Zielen der KlientIn

widersprechen (doppeltes oder mehrfaches Mandat).

Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz


4. Spezialisierung auf bestimmte Problemlage versus

Zieloffenheit

Spezialisierung auf bestimmte Problemlage (z.B. Delogierungsprävention)

Vorteil: Große Expertise der SozialarbeiterInnen - in

vielerlei Dimensionen - für die Problemlage.

Zieloffenheit ein „wohlformuliertes Ziel“ der KlientIn ist

möglicherweise von der Problemlage unabhängig.

Zur Entwicklung von Qualität am Arbeitsplatz


Ziele für den Workshop:

1. Präsentation der Thesen.

2. Gemeinsame Einschätzung der Relevanz der

Widersprüche, unter Umstände Formulierung

anderer relevanter Widersprüche.

3. Beispiele, wie mit diesen Widersprüchen in der

Praxis fruchtbar verfahren werden kann.

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