Begründung zur 2. Änderung des Bebauungsplans NAU ... - Nauen

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Begründung zur 2. Änderung des Bebauungsplans NAU ... - Nauen

Bebauungsplan NAU 0011/93 „Stadtrandsiedlung“, Nauen

Stadt Nauen

Die Regelung zur Stellung baulicher Anlagen (gemäß zeichnerischer Festsetzung) gelten

nicht für die rückwärtig angeordneten Gebäudeteile oder –anbauten. Die Firsthöhe des

rückwärtig angeordneten Gebäudeteils oder –anbaus muss mindestens 50 cm unter der

Firsthöhe des traufständigen Hauptgebäudes liegen.

Satz 2 ist erforderlich, um eine Mindesthöhenabstufung vom vorderen traufständigen Teil

des Hauptgebäudes zu den rückwärtig angeordneten Gebäudeteilen oder –anbauten zu sichern.

Dacheindeckung

Mit Ausnahme des WA 4 wird die Dacheindeckung der gesamten Siedlung maßgeblich

durch Dachsteine oder Dachziegel geprägt. Außerhalb des WA 4 wies nur ein Wohngebäude

eine andere Dacheindeckung auf. Es wird daher festgesetzt, dass die Dacheindeckung mit

Dachsteinen oder Dachziegeln zu erfolgen hat.

Im WA 3 sind in Verbindung mit den rückwärtigen Gebäudeteilen oder –anbauten Spezifika

zu beachten. Die Vielzahl an flachen Dächern auf den rückwärtigen Gebäudeteilen oder –

anbauten mindert in hohem Maße die Praktikabilität des Einsatzes von Dachsteinen oder –

ziegeln. Vielfach kommen hier Bitumeneindeckungen zum Einsatz. Zur Sicherung von Abweichungen

wird daher festgesetzt:

Auf rückwärtig angeordneten Gebäudeteilen oder –anbauten sind auch Bitumen- oder Plattendeckungen

zulässig.

Die bereits in der 1. Änderung zum Bebauungsplan formulierte Ausnahme für das WA 4 wird

in Bezug auf die letztgenannten Arten der Dacheindeckungen aufgrund der flachen Dachneigungen

beibehalten.

Der Begriff für „kleinformatige Platten“ ist wie folgt präzisiert: Die Kantenlänge von kleinformatigen

Platten darf 60 cm nicht überschreiten.

Dachaufbauten

Dachgauben und Dachflächenfenster

Es wird festgesetzt, dass

für Wohngebäude Dachgauben und Dachflächenfenster zulässig sind. Die Gesamtbreite der

Dachgauben und Dachflächenfenster je Dachfläche darf in der Summe nicht mehr als ein

Drittel der darunter liegenden Gebäudewand betragen. Die Gauben sind nur als

Schleppgauben auszubilden.

Im WA 2 sind die Dachgauben zentriert als gemeinsame Schleppgaube der Doppelhaushälften

mit 2 Fenstern auszubilden.

Die Regelung zu Gauben und Dachflächenfenstern gelten nicht für die von der Straße abgewandten

Dachflächen und rückwärtig angeordneten Gebäudeteile oder –anbauten.

Die Festsetzung des 2. Satzes ist erforderlich, da sie in Bezug auf die Breite der Summe aus

Gaube und Dachflächenfenster (ein Drittel der Gebäudewand) ein besonderes Gestaltungsmerkmal

der Dachlandschaft der Siedlung sichert. Alle Dächer der Siedlung halten sich gegenwärtig

an diesen Rahmen. Mit einer Ausnahme wurden in der Siedlung alle straßenseitigen

Gauben als Schleppgauben ausgebildet. In Bezug auf die Art der Gauben spiegelt sich

Begründung Entwurf 36

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