heinsberg 2013 - bei Polizeifeste.de

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heinsberg 2013 - bei Polizeifeste.de

P

D

LIZEI

EIN ARTNER

P

Kreisgruppe Heinsberg

Gewerkschaft der Polizei

FESTABEND FÜR

POLIZEI UND BÜRGER

HÜCKELHOVEN 16. MÄRZ 2013


www.VDPolizei.de

16.03.2013,

20.00 Uhr

Festsaal Sodekamp-Dohmen

Hückelhoven-Hilfahrt

POLIZEI –

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Heinsberg

DEIN PARTNER

Impressum

Verantwortlich für den redaktionellen Teil:

xxxx Lothar Engel, Heinsberg

Fotos: Die Verfasser

Nachdruck des redaktionellen Teils nur nach

ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers

Sämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die im

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gestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.

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und des Verlages erlaubt. Verstöße

hiergegen werden vom Verlag, auch im Auftrag

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Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

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Telefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174

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Bodo Andrae, Joachim Kranz

Anzeigenleiterin: Antje Kleuker

Gestaltung und Layout: Jana Kolfhaus

Satz und Druck:

DTP KUK & GmbH, Druck Düsseldorf GmbH & Co. KG, Düsseldorf

© 2013

für Polizei und Bürger

Grußworte

Programm

Artikel

Danksagung

41. Festabend

3

7

17

36

05/2013/08

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

© 2011

Anzeigenverwaltung


Grußwort

An dieser Stelle möchte ich auch die

Gelegenheit nutzen, den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Polizei für

ihre geleistete Arbeit und Bemühungen

um die Sicherheit in unserem

Kreis zu danken und wünsche Ihnen

gute Unterhaltung.

Alle Besucher des 41. Polizeifestes

heiße ich auf diesem Wege recht herzlich

willkommen.

Das öffentliche Leben und sogar das Privatleben

von öffentlichen Personen gerät

in den heutigen Tagen immer mehr in

den besonderen Fokus des medialen

Interesse.

Uns, die wir im öffentlichen Dienst

beschäftigt sind, wird immer deutlicher,

wie existentiell wichtig eine gute

Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit

ist. Nur über einen guten Kontakt zu den

Menschen hier im Kreis lassen sich Vorurteile

abbauen und schwinden die

Berührungsängste.

Die Gewerkschaft der Polizei hat schon

früh erkannt, dass hierfür ein persönliches

Gespräch mit den Bürgern besser

und sinnvoller ist, als die Veröffentlichung

von Pressemitteilungen und Kriminalitätsstatistiken.

Darum bin ich besonders froh, als Leiter

der Polizeibehörde einen Beitrag zur

Festschrift des 41. Bürger- und Polizeifestes

beisteuern zu können.

An dieser Stelle möchte ich auch die Gelegenheit

nutzen, den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Polizei für ihre

geleistete Arbeit und Bemühungen um

die Sicherheit in unserem Kreis zu danken

und wünsche Ihnen gute Unterhaltung.

Stephan Pusch

Landrat

2


Grußwort

„Der beste Weg, die Zukunft vorher zu

sagen, ist, sie zu gestalten“, dieses Zitat

Willi Brands trifft es auf den Punkt

und dient uns als Ansporn bei unserem

gewerkschaftlichen Handeln.

Verehrte Gäste, liebe Kolleginnen

und liebe Kollegen,

ich darf Sie ganz besonders herzlich zu

unserem 41. Polizeifest der Gewerkschaft

der Polizei, Kreisgruppe Heinsberg, hier

im Saale Sodekamp begrüßen.

Vorab möchte ich mich ganz besonders

bei unseren vielen treuen und neuen Inserenten

bedanken, ohne die ein solcher

Abend mit seinen tollen Darbietungen zu

bürgerlichen Preisen nicht möglich wäre.

Auch diese Veranstaltung soll dazu dienen,

das Vertrauen zwischen Bürger und

Polizei zu vertiefen.

Wir werden als Gewerkschaft der Polizei

versuchen, alles dafür zu tun, dass die

Menschen in NRW weiter auf eine motivierte,

bürgernahe und qualifizierte Polizei

vertrauen können.

„Der beste Weg, die Zukunft vorher zu

sagen, ist, sie zu gestalten“, dieses Zitat

Willi Brands trifft es auf den Punkt und

dient uns als Ansporn bei unserem

gewerkschaftlichen Handeln.

Für heute Abend stehen Unterhaltung,

die Darbietung der Künstler, das Miteinander

von Bürgerinnen und Bürgern und

Polizei sowie die Geselligkeit im Vordergrund.

Ich wünsche uns allen einen kurzweiligen

Abend im Kreise netter Menschen.

Lothar Engel

Kreisgruppenvorsitzender

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Programm

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Heinsberg

Programm

Philipp Dammer

Fürht witzig und humorvoll durch das Programm

Die Marghonas

Artistik

Hertha aus Mettlingen

Mitreissende Humoristin

Philipp Dammer

Soloprogramm

„Der Lange“

Witzige Comedy in Reimform

Nothberger Tanzformation

Showtanzgruppe

Schmitz-Backes

Comedy-Zauberei

Natalie Grant

Gesangsshow

Die Mennekrather

Showband

Finale

Wir wünschen allen Besuchern

des heutigen Festabends frohe

Stunden in beschwingter und

heiterer Atmosphäre.

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Programm

PHILIPP DAMMER

DER JONGLEUR ZUM KAPUTTLACHEN.

Philipp Dammer jongliert sich mit seiner quirligen Art

und seinen frechen Sprüchen direkt in die Herzen der

Zuschauer. Ein echtes Feuerwerk aus Tricks und Gags.

Als Europameister im Falschparken ist er beim Polizeifest

der richtige Mann für eine witzige und humorvolle

Programmbegleitung.

DIE MARGHONAS

ARTISTIK – RÖMISCHE KRAFTJONGLAGEN UND BALANCEAKT

Die beiden Artisten jonglieren und balancieren mit schweren römischen Wagenrädern.

Drehendeder fliegen durch die Luft und werden auf Stangen und Händen gefangen.

Eine Highlight-Darbietung ist zweifelsohne der Aufbau einer Pyramide aus Autorädern

auf dem Kopf eines der Artisten.

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Programm

HERTHA

AUS METTINGEN

HÄRTER ALS HERTHA IST KEINE.

Nicht zu toppen die Tratschgeschichten über ihren Ambrosius.

Hertha, eine Frau, die alle in den Schatten stellt (wenn die

Sonne scheint). Sie ist nicht dick, nein! Für ihr Gewicht nur ein

bisschen zu klein!

Hertha ist verheiratet mit Ambrosius, doch wenn sie gewusst

hätte, was in der Ehe so alles auf sie zukommt, wäre sie lieber

„Schingel“ geblieben.

Mittlerweile haben die beiden fünf Kinder (Hertha meint,

Ambrosius wird noch mal an Überzeugung sterben).

Vom Charakter ist Hertha sehr liebenswert, manchmal auch

einfach zu gut für diese Welt. Und das nutzt ihr Ambrosius

natürlich aus.

Hertha erzählt gern und vie (sie hatte schon mal auf der

Zunge einen Sonnenbrand), so aus dem täglichen Leben, war

ihr und der Familie so alles passiert.

Modisch ist sie nicht auf dem neuesten Stand. Ohne Hut (der

leider zum Gesicht zudecken zu klein ist) und ihrem etwas zu

klein geratenen Pelzjäckchen, geht sie nicht aus dem Haus.

Ja, und was sie so in ihrer bestickten Handtasche hat, tja, das

soll sie Ihnen mal lieber selber erzählen.

„DER LANGE“

WITZIGE COMEDY IN REIMFORM.

Als Beamter mit zwei linken Händen nimmt er jeden und

vor allem sich selbst auf die Schüppe.

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Programm

NOTHBERGER TANZFORMATION

SHOWTANZGRUPPE.

Kombinationen mit schwierigen

Hebe- und Schwingfiguren und einer

harmonischen Choreographie hat

die Gruppe über die Stadtgrenzen

hinaus bekannt gemacht.

SCHMITZ-BACKES

COMEDYZAUBEREI.

Der Mehrfach ausgezeichnete Vize-Meister der Comedy-

Zauberei zeigt eine einzigartige Mischung aus klassischer

Zauberkunst und rheinischem Humor.

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Programm

NATALIE GRANT

SÄNGERIN.

Die gebürtige Engländerin schafft es mit jedem Auftritt,

ihre Zuhörer mit ihrer fantastischen Stimme zu

verzaubern. Gerade im Zeitalter der Computermusik

gibt es immer weniger Interpreten, die aus tiefstem

Herzen schöne Melodien mit einfühlsamen, ehrlichen

Texten singen.

DIE MENNEKRATHER

DIE SHOWBAND AUS UNSEREM KREISGEBIET.

14 Musiker, die in einem abwechslungsreichen Show-Programm mit trendigen Outfits, ausgefeilten

Showelementen und stimmungsvoller Musik die Anwesenden auf hohem Niveau unterhalten werden.

8


Klaus Labahn

Polizeisenioren

Polizeisenioren besuchen die

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Die alljährlichen Ausflüge der Gewerkschaft der Polizei – Kreisgruppe Heinsberg – für ihre älteren Mitglieder haben

eine lange Tradition und finden immer wieder einen guten Zuspruch. In diesem Jahr hatten die Organisatoren des

Seniorenvorstandes, Heinz-Willi Jansen und Willi Hermanns

ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm mit

einem Besuch des Nordparks in der Landeshauptstadt

Düsseldorf und am Nachmittag einen Besuch der ehemaligen

Reichsstadt Kaiserswerth vorbereitet.

Die 80 Teilnehmer, unter ihnen Landrat Stephan Pusch, Polizeidirektor

Hans-Joseph Rademacher, Kreisverwaltungsdirektor

Willi Heinrichs und der Personalratsvorsitzende der Kreispolizeibehörde

Franz Janssen, zeigten sich beim Besuch des Löbbecke

Museums beeindruckt von einer einzigartigen Tierwelt, die sich

ihnen im Aquazoo darbot. Auf einer Schaufläche von 6.800 qm

waren in gepflegten Aquarien und Gehegen über 450 Meeresbewohner,

wie Haie, Krokodile, Zwergotter, Korallen zu bewundern.

9


Polizeisenioren

Nach den faszinierenden Bildern

schloss sich ein Spaziergang

durch den 36,6 ha großen

Nordpark an. Die vielfältige

Gestaltung dieser prächtigen

Parkanlage mit Wasserfontänen,

Bäumen, Rasenflächen

mit Rabatten blühender Dahlien

forderte zur Ruhe und

Besinnlichkeit in dieser hektischen

Zeit auf. Obligatorisch

war der Besuch des im Jahre

1975 von der japanischen

Gemeinde an die Düsseldorfer

Bevölkerung übergebenen

japanischen Gartens.

Zur Mittagspause traf sich die Gruppe auf

der Außenterrasse des Restaurants im Park.

Der Vorsitzende der GdP-Seniorengruppe,

Klaus Labahn, nutzte die Gelegenheit, um die

mit zwei Omnibussen angereisten Mitglieder

und die Behördenleitung zu begrüßen. Dem

Landrat dankte er für die Unterstützung der

Seniorenarbeit. Verbindende Worte fand

Labahn für die in Kürze aus dem aktiven

Dienst ausscheidenden Abteilungsleiter

Rademacher und Heinrich, die immer ein

offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Polizeipensionäre

und Hinterbliebenen hatten.

In seinem Grußwort hob der Landrat das

gegenseitige Miteinander innerhalb der Solidargemeinschaft

hervor. Die ältesten Teilnehmer, Grete

Schramm (85 Jahre) und Walter Schorn (87 Jahre)

erfreute er mit einem edlen Tropfen.

Am Nachmittag wurde der älteste urkundlich nachgewiesene

Stadtteil von Düsseldorf, Kaiserswerth aufgesucht.

Bei herrlichem Sonnenschein bummelte die

Besuchergruppe entlang des Rheins vorbei an der Ruine

der ehemaligen Kaiserpfalz, die im Jahre 1045 von

Kaiser Heinrich dem III. gegründete wurde, zum Burghof.

Bei einer Tasse Kaffee oder einem Düsseldorfer

Altbier wurden so manche Erinnerungen ausgetauscht.

Mit einem Ausflugsboot der weißen Flotte ging es

zurück nach Düsseldorf.

Auf der Heimreise wurden den Organisatoren Lob und

Anerkennung gezollt, für einen Ausflug, der die Naturschönheiten

einer pulsierenden Großstadt offenbarte.

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Polizeisenioren

Seniorenbetreuer

Klaus Labahn

erhielt Verdienstmedaille

In einer Feierstunde im alten Rathaus Erkelenz erhielt unser Kollege Klaus

Labahn aus der Hand des Landrates Stephan Pusch die Verdienstmedaille des

Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Klaus Labahn wurde für seinen

unermüdlichen Einsatz als Ehrenamtler in der Seniorenarbeit der Stadt

Erkelenz und in der Seniorenarbeit der Gewerkschaft der Polizei ausgezeichnet.

Nach den Worten des Landrates

bleibt das Ehrenamt weiterhin ein

wichtiger Eckpfeiler im gesellschaftlichen

Engagement. Seine private Zeit

für Menschen jeder Altersklasse einzusetzen,

um sie zu fördern oder

ihnen neue Lebensimpulse zu geben,

ist nicht hoch genug einzuschätzen.

Der 80-jährige Klaus Labahn war bis

1992 Polizeibeamter im Kreis Heinsberg

und dort aktiv in der Gewerkschaft

der Polizei als Schriftführer und

Personalratsmitglied im Kreis wie

auch im Bezirksverband tätig.

Nach seiner Pensionierung baute er als

Seniorenbetreuer ein Netzwerk von

Ansprechpartnern für unsere Senioren

auf und stellte sicher, dass fast jedes

Problem von ihm oder seinem Team

gelöst oder angegangen werden konnte.

Von morgens bis in die Abendstunden

ist Klaus für seine Senioren unterwegs.

Macht Krankenbesuche, füllt

Beihilfeanträge aus, hilft beim Schriftverkehr

mit Behörden und hat immer

den richtigen Tipp parat.

In der Kreisgruppe organisiert er die

Sicherstellung des Informationsflusses

vom Landesverband zu den Senioren

durch regelmäßige Treffen, Sonderveranstaltungen

und einer Flut von

Emails, er vertritt die Kreisgruppe auf

Landes- und Bundesebene in der

Seniorenarbeit der Gewerkschaft der

Polizei.

Und immer ist er gut gelaunt und positiv

gestimmt. Keine Aufgabe ist ihm

zuviel. Für uns ist es ein Glücksfall

solch einen tollen Menschen in unseren

Reihen zu haben.

Wir wünschen ihm für die Zukunft

weiterhin viel Gesundheit und das er

seiner Arbeit, die ihm sichtlich viel

Freude bereitet, noch so lange nachgehen

kann wie er möchte.

11


Klaus Labahn

Polizeisenioren

Vorweihnachtliche Feier

der Polizeisenioren

Zu ihrer traditionellen Weihnachtsfeier trafen sich die Polizeisenioren der Gewerkschaft der Polizei – Kreisgruppe

Heinsberg – mit ihren Angehörigen im Gasthaus Sodekamp-Dohmen in Hückelhoven-Hilfarth.

Im weihnachtlich geschmückten Festsaal begrüßte der Vorsitzende

der Seniorengruppe Klaus Labahn die anwesenden 100 Gäste.

Als Ehrengäste hieß Labahn Polizeidirektor i. R. Hans-Joseph

Rademacher sowie den Vorsitzenden der GdP-Kreisgruppe Heinsberg,

Lothar Engel und den Vorsitzenden des Personalrates der

Kreispolizeibehörde Heinsberg, Franz Janßen willkommen.

Der pensionierte Polizeidirektor übermittelte die guten Wünsche

des Landrates Stephan Pusch sowie der Abteilungsleiter Polizeidirektor

Friedhelm Hinzen und Kreisverwaltungsdirektor Willi

Heinrichs, die leider kurzfristig ihre Teilnahme absagen mussten.

Bei einer reichhaltigen Kaffeetafel mit leckerer Sahnetorte und

belegten Brötchen wurde sich an so manche Begebenheit aus vergangenen

Zeiten erinnert und über Familiengeschichten von

gestern und heute geplaudert.

Mit seiner Hammondorgel

spielte Benno, der

alljährlich in bezaubernder

Weise die Veranstaltung

musikalisch

umrahmt, vertraute

volkstümliche Weisen,

die stimmungsvoll mitgesungen

wurden.

Mit einem brillanten Feuerwerk

voller Gedichte

und Geschichten begeisterten

die Seniorenvertreter

die Zuhörer.

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Polizeisenioren

Wilfried Fußangel ließ die Ereignisse in der großen Politik und die

Geschehnisse innerhalb der Kreisgruppe Revue passieren. Er

erinnerte an die viertägige Kreisgruppenfahrt an den Bodensee

mit einem Besuch der Blumeninsel Mainau, der trotz Dauerregen

unvergessliche Eindrücke hinter ließ. Mit anfänglicher Skepsis

wurde der Ausflug der Polizeisenioren in die Landeshauptstadt

Düsseldorf aufgenommen, der dann zeigte welche wunderschönen

blühenden Parkanlagen, die zur Erholung einladen, eine pulsierende

Großstadt aufzuweisen hat.

Seine Geheimnisse als Baumeister von Vogelhäuschen gab Hubert

Tharau preis.

Willi Hermanns ließ die Weihnachtsglocken hell erklingen.

Der Höhepunkt dieses festlichen Nachmittags war wie in jedem

Jahr das Erscheinen des Nikolaus (Grete Schramm), der mit eindrucksvollen

Worten die Zerstrittenheit der Völker und die Armut

der Menschheit anprangerte und die Verantwortlichen in dieser

Welt zu Frieden und Eintracht aufrief. Die Anwesenden beschenkte

er mit einer köstlichen Flasche Rotwein aus einer Pfälzer Weinkelterei.

Mit einem Dank an die Behördenleitung und den GdP-Kreisgruppenvorstand

für ihre Hilfen in der Seniorenseniorenbetreuung

und die Seniorenvertreter Dieter Weichsel, Geilenkirchen, Manfred

Gröger, Übach-Palenberg, Werner Gebbing, Heinsberg, Hans Müller

Hückelhoven, Hubert Tharau, Geilenkirchen, Wilfried Fussangel,

Wassenberg, Heinz-

Willi Jansen und Willi Hermanns,

Wegberg / Linnich,

für ihr soziales Engagement

schloss Klaus Labahn

die weihnachtliche Feier.

Für die Seniorenbetreuer

standen noch anstrengende

Tage der Begegnung,

aber auch der weihnachtlichen

Freude bevor, denn

allen Mitgliedern, die aus

vielerlei Gründen an der

Feier nicht teilhaben konnten,

wurden aufgesucht

und mit einem Präsent

bedacht.

Mit den Besuchen wird die

innere Verbundenheit einer

intakten Organisation zum

Ausdruck gebracht. Bei

etlichen Begegnungen

konnte mit Rat und Tat in

sozialer und fürsorglicher

Hinsicht geholfen werden.

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Humor

Ein Jahr Rentner

24. Mai: Es ist geschafft. Mein letzter Arbeitstag. Ich bin endlich Rentner. Jetzt geht mein Leben richtig los.

Ich will einfach das machen, woran mich diese verdammte Arbeit immer gehindert hat.

25. Mai

Ich stehe früh auf, und weiß gar nicht, was

ich zuerst tun soll. Der Rasen muss gemäht

werden, ich will die Dachrinne reparieren,

ich muss die Wasserhähne entkalken, ich

will ein Vogelhäuschen bauen und endlich

mal „Krieg und Frieden“ lesen. Treffe vor

dem Haus meinen Nachbarn. Er ist auch

Rentner. Er läuft unrasiert im Jogginganzug

rum, sieht aus wie Jörg Kachelmann

nach 30 Tequila. Er schaut den ganzen Tag

Nachmittagstalkshows oder löst Kreuzworträtsel.

Das wäre nichts für mich.

Ich mähe erstmal den Rasen, reinige die

Dachrinne und fange mit einem Vogelhäuschen

an. Das Leben ist wunderbar.

2. Juni

Der Rasen ist gemäht, die Dachrinne gereinigt

und das Vogelhäuschen ist fertig. Die

Piepmätze kommen an und tirilieren fröhlich.

Ich fahre zu OBI, besorge Entkalker für die

Wasserhähne. OBI ist voll mit Rentnern.

Jeden Morgen trifft sich da das Krampfadergeschwader

am Holzzuschnitt. Trübe

Tassen. Fahre nach Hause und entkalke

die Wasserhähne.

7. Juni

Etwas länger geschlafen. Dann frühstücke

ich, und kontrolliere, ob die Wasserhähne

nicht neuen Kalk angesetzt haben.

Danach Rasenmähen und Fahrt zu OBI.

Lasse mir Holz für ein weiteres Vogelhäuschen

zuschneiden. Dann hab ich zwei. Eins

für die Vogelmännchen und eins für die

Vogelweibchen.

22. Juni

Bis Mittags geschlafen. Dann noch ein

Vogelhäuschen für Behinderte gebaut.

Dann Rasen gedüngt, damit er schneller

wächst und häufiger gemäht werden

muss.

Danach Tee mit meiner Frau! Ich gebe ihr

Tipps für den Haushalt. Aber manchmal

habe ich den Verdacht, ich nerve sie. Zum

Beispiel, wenn wir im Garten zusammen

Darts spielen. Nicht dass wir uns

streiten – aber warum klebt sie vor dem

Werfen immer mein Foto auf die Dartsscheibe?

30. Juni

Will mal wieder mit einem anderen Menschen

reden, und gehe zum Arzt. Viele

Rentner gehen zum Arzt, um mal zu quatschen;

ich habe mir Prostatabeschwerden

ausgedacht. Aber er schickt mich nach

Hause – Prostata würde bei Kassenpatienten

in meinem Alter nicht mehr behandelt

– Rentner hätten genügend Zeit zum Pinkeln?

13. Juli

Schlafen bis Zwei. Danach Rasen mähen

und ein Vogelhäuschen basteln. Im Garten

stehen jetzt 28 Stück. Als ich es aufstellen

will, entdecke ich auf dem Rasen einen

Brief: Die Vögel haben ihn geschrieben:

„Alter, hör auf mit den Scheiß Vogelhäuschen!

Wir sind satt und es ist uns vor den

anderen Tieren peinlich.“

Mein Nachbar bietet mir ein

Kreuzworträtselheft an.

Ich schau mal rein.

Russischer Fluss mit sieben

Buchstaben. Ach was denkt denn

sich der Idiot? Das ich Zeit habe,

mir im Atlas russische Flüsse

mit sieben Buchstaben

rauszusuchen?

1. August

Es gibt insgesamt 1.376

russische Flüsse mit sieben

Buchstaben. Die

bekanntesten sind: Bjelaja,

Dnjestr, Irtysch, Utschur

und Wolchow.

Am Abend Krise mit

meiner Frau.

Unser erotisches

Leben ist eingeschlafen.

Passiert vielen Rentnern.

Meine Frau schlägt als Lösung vor, wir

sollten mal Sex an ungewöhnlichen Orten

probieren.

4. September

Wir haben die Seiten im Bett getauscht.

Hilft auch nicht. Habe gelesen, 50% der

Männer über 65 nehmen Viagra. 70%

davon können sich allerdings nicht mehr

daran erinnern, warum...

30. September

Krieg und Frieden lese ich nicht mehr.

Schaue jetzt mehr Nachmittagstalkshows.

Heut ist das Thema „Ich mach Dich kalt,

Du blöde Summse“. Na ja, ein bisschen

lehnt sich das ja auch an „Krieg und Frieden

an“.

14


Humor

26. Oktober

Meine Frau meint, wir sollen etwas für

unsere Körper tun...

Wellness. Sobald man Rentner ist, soll alles

nur noch Wellness sein.

Man soll die Seele baumeln lassen...

Warum? Wenn man älter wird, baumelt

am Körper sowieso schon so viel. Da muss

die Seele nicht auch noch mit baumeln.

Meine Frau schleppt mich zum Rentner-

Yoga, zur Rentner-Sauna, zum Pilates.

Pilates! Das war für mich bislang der Typ,

der Jesus gekreuzigt hat!

12. November

Beim Rentner-Yoga soll ich die Figur

machen: „Das Gnu liegt in der Morgensonne“.

Ich mache die Figur „Der Arbeitnehmer

betätigt die Stechuhr“. Werde aus

dem Kurs geworfen!

3. Januar

Habe mit dem Sport aufgehört. Nur den

Jogginganzug trage ich noch ganz gern.

Rasieren tu ich mich auch nicht mehr.

Wenn ich auf die Straße gehe, fragen mich

manchmal die Obdachlosen, ob ich einen

Euro brauche.

Meine Frau will mich aktivieren und

schafft einen Dackel an.

Das ist das Ende. Wenn der beste Freund

eines Mannes, eine Wurst mit Beinen ist,

die Purzel heißt, ist es Zeit für ihn, abzutreten.

Dackel wurden Anfang des 20. Jahrhunderts

in England gezüchtet. Ziel der Züchtung

war es, eine Nackenrolle zu haben,

die selbstständig in die Waschmaschine

gehen kann!

Ich schäme mich. Aber ich geh mit ihm

spazieren. Sitze dann im Wald auf einer

Bank, mein Blick fällt auf die Ameisen am

Boden.

Tja, die arbeiten und arbeiten, von denen

sagt keine „Ich bin in Rente und mach jetzt

Pilates“.

12. Februar

Bin nachts nicht müde. Wovon auch? Stehe

deshalb auf, setze mich ins Auto und fahre

durch die nächtliche Stadt. Ich lande bei

meiner alten Firma, steige aus, streichle

das Gebäude.

Auf der Rückfahrt sehe ich, wie an einer

Landstraße Türken auf dem illegalen

Arbeitsstrich rumstehen und warten, dass

sie zur Schwarzarbeit abgeholt werden.

Traurig so was!

3. März

Habe mich dunkel geschminkt, mir einen

Schnäuzer angeklebt und reihe mich unter

die Türken an der Straße ein. Serhat, Mehmet,

Ügür und Öczan.

Im Auto stellt sich raus, die heißen eigentlich

Franz, Theo, Günther und Willi. Und

sind auch Rentner mit angeklebten

Schnauzern.

Am Nachmittag – Arbeit auf einer Baustelle.

Ich war lange nicht so glücklich!

12. April

Fahre jetzt jeden Morgen mit den andern

Rentnern auf die Baustelle.

Nachmittags sitzen wir zusammen und

überlegen, was wir noch machen könnten.

Wir wollen eine Firma gründen, einen

Konzern erschaffen, wir wollen ackern

und malochen.

Auch mit 65 kann man noch viel bewegen.

Eine Geschäftsidee für unseren Konzern

haben wir auch schon:

Vogelhäuschen.

15


pressto gmbh, Köln

Internet

ZEHN TIPPS

zu Ihrer Sicherheit im Internet – so schützen

Sie sich vor Internetbetrügern

Die moderne Kommunikationswelt hat auch ihre dunkle Seite: Internetbetrüger

versuchen mit immer neuen Techniken, Computernutzer auszuspionieren und

um ihr Geld zu bringen. Wie Sie sich vor diesen und anderen Gefahren

schützen können, zeigen wir in unseren zehn Tipps.

Halten Sie Ihre Software

immer auf dem aktuellen

Stand!

Die Hersteller von Betriebssystemen,

Office-Software, Internetbrowsern aber

auch von Sicherheitssoftware oder

Media-Playern schließen immer wieder

Sicherheitslücken in ihren Produkten.

Die aktualisierte Software wird über

automatische Update-Services oder über

die Webseiten der Hersteller bereitgestellt.

Sie sollten diese Updates so rasch

wie möglich installieren – Internetbetrüger

nutzen diese Lücken gerne für ihre

Aktivitäten.

Das gilt übrigens auch für Geräte wie

Digitalkameras oder iPods, bei deren

Anschluss an PCs oder Laptops ebenfalls

Computerschädlinge übertragen werden

können.

Installieren Sie Sicherheitssoftware

und halten Sie die

Programme aktuell!

Firewalls und Virenschutzprogramme

halten Eindringlinge fern und blockieren

verseuchte E-Mails oder andere unerwünschte

Nachrichten. Auch hier gilt:

Updates möglichst rasch installieren, da

die Internetkriminellen ihre Angriffe

ständig neu gestalten.

m. schuckart/Fotolia.com

Sicherheitsmaßnahmen wie

Verschlüsselung sind in der

modernen Welt unverzichtbar.

Vorsicht bei Nachrichten

und Links aus unsicheren

Quellen!

Alle Arten von Nachrichten – ob Text,

Videos oder Grafiken – können mit

Schadsoftware verseucht sein.

Der Rechner kann schon alleine durch das

Öffnen der Nachricht selbst infiziert werden,

nicht erst durch das Klicken auf

16


Internet

Anhänge! Daher gilt: Nachrichten aus

nicht vertrauenswürdigen Quellen sollten

am besten gleich gelöscht werden.

Links sollten nur dann verfolgt werden,

wenn die Quelle wirklich sicher ist.

Betrüger nutzen zunehmend auch Foren

wie Social Networks, um dort Links auf

gefälschte Seiten zu platzieren und persönliche

Daten auszuspionieren.

Vorsicht beim Herunterladen

von Software aus dem

Internet!

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um

Videos, Grafiken, Sounds oder Softwareprogramme

aus dem World Wide Web

herunterzuladen – allerdings können

dadurch eine ganze Reihe von Problemen

entstehen: So kann etwa schädliche

Software wie Spionageprogramme

unbemerkt mit auf den Rechner geladen

werden.

Immer wieder verstecken Abzocker aber

auch Abonnement-Bestimmungen im

Kleingedruckten, das vor dem Download

oft achtlos weggeklickt wird. Der überraschte

Nutzer merkt dann zu spät, dass

durch das Herunterladen etwa eines Klingeltons

gleich ein teures Jahresabo abgeschlossen

wurde.

Andererseits macht man sich durch das

Herunterladen von beispielsweise urheberrechtlich

geschützten Videos aus Online-Börsen

strafbar.

Daher gilt: Vor dem Download besser

genauer hinsehen!

Verschlüsseln Sie drahtlose

Netzwerke!

Über ungesicherte W-LAN können Eindringlinge

auf Ihren Computer eindringen

und dort geheime Daten ausspionieren.

Sie können aber auch auf Ihre Kosten

im Internet surfen, oder Ihren Rechner

für üble Zwecke wie den Versand von

Spam-Nachrichten oder den Download

illegaler Inhalte missbrauchen. Es lohnt

sich also, die Sicherheitskonfigurationen

anzupassen. Die von den Herstellern vorab

eingestellten Schutzmaßnahmen können

von Angreifern oft mühelos umgangen

werden.

Führen Sie unterschiedliche

Benutzerkonten!

Viele Computernutzer arbeiten ständig als

„Administratoren“ – oft ohne es zu wissen.

Wenn Sie über ein solches Benutzerkonto

arbeiten, haben Sie uneingeschränkte

Rechte, Einstellungen auf Ihrem Rechner

zu ändern. Das bedeutet aber auch, dass

Eindringlinge auf Ihrem Computer

ungleich mehr Schaden anrichten können,

als wenn Sie nur mit eingeschränkten

Rechten arbeiten. Ein weiterer Grund für

die Einrichtung von beschränkten Benutzerkonten:

Sie können damit die Rechte

von Mitbenutzern limitieren.

Wählen Sie sichere

Passwörter und gehen Sie

sorgfältig damit um!

Ein Passwort zu knacken ist mit der „richtigen“

Software heutzutage keine schwierige

Aufgabe für Kriminelle – machen

Sie es Ihnen daher möglichst schwer,

indem Sie längere Kombinationen

von Ziffern und Buchstaben

ohne erkennbaren Zusammenhang

wählen. Verzichten Sie

auf den Einsatz von elektronischen

Passwort-Speichertools,

denn dort suchen

Computerspione am ehesten

nach den Daten. Bewahren

Sie die Zugangsdaten auch

nicht im direkten räumlichen

Zusammenhang zu Ihrem Rechner

auf – das Post-it am Schreibtisch

ist zwar bequem, lädt aber

geradezu zum Missbrauch ein.

Seien Sie vorsichtig bei der

Weitergabe persönlicher

Informationen!

Besonders in Social Networks wie Facebook

oder Studi-VZ, aber auch in Online-

Diskussionsforen ist die Verlockung groß,

persönliche Daten und Vorlieben preiszugeben.

Vor allem Jugendliche platzieren

dort gerne Fotos oder Videos aus dem persönlichen

Umfeld online, die dann vielleicht

auch von möglichen Arbeitgebern

gefunden werden können. Machen Sie

sich immer bewusst, dass alles, was Sie

der elektronischen Welt anvertrauen, von

Millionen Menschen mitgelesen werden

kann. Das Internet vergisst nie!

Sichern Sie Daten extern

und verschlüsseln Sie

mobile Geräte!

So modern Ihr neuer Rechner auch sein

mag – irgendwann kann auch er kaputt

gehen. Nicht nur der normale Materialverschleiß

kann dazu beitragen, auch

Viren und Würmer können Festplatten

unlesbar machen. Daher sollten Sie Ihre

Daten regelmäßig auf externen Festplatten

oder anderen Speichermedien sichern. Das

gilt auch für Laptops, bei denen noch ein

anderes Risiko dazu kommt: Sie können

auf Reisen leicht verloren gehen oder

gestohlen werden!

Misstrauen Sie dem

„schnellen Geld“ im

Internet!

Wie in der „normalen Welt“ gilt auch im

Internet: Hände weg von dubiosen Jobangeboten,

mit denen man etwa als Finanzagent

merkwürdig rasch und mühelos reich

werden kann, oder verblüffend günstigen

Schnäppchen! Damit kann man nicht nur

eine Menge Geld verlieren, sondern sich

beispielsweise als unfreiwilliger Geldwäscher

auch ernste strafrechtliche Probleme

einhandeln!

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Medienkompetenz

pressto gmbh, Köln

DIE MEDIALEN KINDER

Wie Computer und Internet das Leben beeinflussen

Kind zu sein, ist heute schwieriger und anstrengender geworden als in der

Generation der Eltern. Die Anforderungen in der Schule aber auch in der

Freizeit sind im Vergleich zu denen von vor 20 Jahren gestiegen. Kinder von

heute wachsen aber auch in einer Welt voller medialer Möglichkeiten auf,

die es damals noch nicht gab. Handys, Computer und Internet sind für sie

selbstverständlich. Sie sind es gewohnt, schnell und einfach mit jedem Kontakt

aufzunehmen und jederzeit auf Informationen zugreifen zu können.

Computer bei Kindern

immer beliebter

Sabine Feierabend

ist Referentin

in der

SWR-Medienforschung

und

dort u. a. für

das Thema

Kinder und

Jugend zuständig.

Gemeinsam

mit dem Medienpädagogischen Forschungsverbund

Südwest ist sie für die

Konzeption, Durchführung und Aufbereitung

der KIM-Studie (Kinder + Medien,

Computer + Internet – Basisuntersuchung

zum Umgang sechs- bis 13-Jähriger in

Deutschland) verantwortlich. „Für die 6-

bis 13-Jährigen ist der Fernseher das wichtigste

Medium. Das stimmt immer noch –

obwohl wir in den letzten Jahren beobachten,

dass die Kinder immer früher und

spielerischer mit Technologien wie Handys

oder Computern umgehen, da diese

in vielen Familien zu Alltagsgegenständen

geworden sind“, berichtet die Expertin

über die Ergebnisse der KIM-Studie 2010.

Danach haben neun von zehn Haushalten

mit Kindern zwischen sechs und 13 Jahren

einen Computer zu Hause und 89 Prozent

auch einen Internetanschluss. Jedes zehnte

Kind zählt den Computer zu seinen drei

Lieblingsbeschäftigungen. Dabei werden

die Kinder, die einen Computer selbstständig

benutzen, immer jünger. Da für die

Marzanna Syncerz/Fotolia.com

Kinder beschäftigen sich in ihrer

Freizeit gerne mit dem Internet.

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Medienkompetenz

meisten Internetanwendungen Lesen und

Schreiben eine Grundvoraussetzung ist,

ist dem Alter nach unten aber eine natürliche

Grenze gesetzt. Daher nutzen die 6-

bis 7-Jährigen den Computer am häufigsten

zum Spielen. „Bei älteren Kindern

sieht das anders aus, sie sind schon sehr

aktiv und eigenständig im Netz“, erklärt

Sabine Feierabend. Die Tendenz geht

dabei zu sozialen Netzwerken wie SchülerVZ.

Während im Jahr 2008 erst 16 Prozent

der Kinder mindestens einmal die

Woche Social Communities nutzten,

waren es 2010 mit 43 Prozent mehr als doppelt

so viele. Vor allem Mädchen sind hier

sehr aktiv.

Für die meisten Kinder ist der Computer

aber auch ein wichtiges Arbeitsmittel.

Jedes zweite Kind verwendet ihn, um

Schularbeiten zu erledigen. Dabei nutzen

sie vor allem das Internet (72 Prozent),

arbeiten mit Lernprogrammen und schreiben

Texte (zwei Drittel) oder erstellen Präsentationen

(17 Prozent).

„Die Vorteile von Computer und Internet

sind gleichzeitig auch die Risiken. Es ist

wichtig, dass Kinder lernen, verantwortungsvoll

damit umzugehen“, berichtet

Sabine Feierabend. „Kinder sollten in ihrer

Neugierde nicht gebremst, aber darin

unterstützt werden, für sich herauszufinden,

wie sie am besten mit der Flut an

Möglichkeiten umgehen können. Außerdem

müssen sie lernen, Risiken zu erkennen

und zu vermeiden.

Kritischer Umgang

mit Informationen

Kinder gelangen heute ganz schnell und

einfach an viele Informationen. Die Herausforderung

liegt in der Bewertung dieser

Informationen und deren Quelle. Während

vor zwanzig Jahren gedruckte Bücher

die wichtigsten Informationsquellen

waren, die zudem eine hohe Glaubwürdigkeit

besaßen, wachsen die Kinder heute

in eine neue Zeit hinein und müssen lernen:

Nicht alles, was im Internet steht, ist

wahr. Die Kinder müssen in ihrer Kritikfähigkeit

gestärkt werden. Künftig werden

also nicht die Wissensvermittlung, sondern

der Umgang, das Herausfiltern und

das Verknüpfen der Informationen im

Vordergrund stehen. „Eine große Chance

der so genannten „Medialisierung“ liegt

ganz klar in der Bildung“, weiß Sabine

Feierabend. Mit Computer und Internet

können Sprachen einfacher erlernt,

Im Chat kann man auch

auf unangenehme

Gesprächspartner treffen.

Zusammenhänge und Abläufe verständlicher

dargestellt und Orte erfahrbarer

gemacht werden. GoogleEarth, Animationsprogramme

für den Physik- oder

Chemieunterricht und Sprachprogramme

sind nur einige Beispiele für die sinnvolle

Nutzung von Internetapplikationen, die

beim Lernen helfen.

Gefährliche Bilder

und Videos

Das selbstständige Surfen im Internet birgt

auch die Gefahr, mit jugendgefährdendem

Inhalt in Berührung zu kommen oder

belästigt zu werden. Jedes dritte Mädchen

und jeder vierte Junge berichtete während

der Befragung zur KIM-Studie von 2010

von unangenehmen Begegnungen im

Chat. 17 Prozent der Mädchen und 14 Prozent

der Jungen sind schon mehrfach auf

unangenehme Gesprächspartner gestoßen.

Acht Prozent der befragten Kinder

gaben an, dass sie auf unangenehme

Sachen im Internet gestoßen sind. Dabei

war mehr als die Hälfte sexuellen Inhaltes,

20 Prozent von Gewalt geprägt und neun

Prozent Horrorvideos. Dagegen können

Filter und Kindersicherungssysteme helfen.

Jedoch waren solche Systeme nur bei

22 Prozent der befragten Kinder installiert.

shockfactor/Fotolia.com

Mobbing 2.0

Ein weiterer großer Vorteil des

Internets ist, dass Kinder schneller

Kontakte knüpfen und stärker vernetzt

sind. Dadurch können sich die Kinder

sehr viel einfacher und schneller organisieren.

„Das hat positive Aspekte, aber

auch negative“, weiß Sabine Feierabend,

„gerade das Thema Mobbing hat ganz

neue Dimensionen angenommen.“ Wenn

vor 15 Jahren jemand in der Klasse gesagt

hat: „Der ist doof“, dann wurde er im

schlimmsten Fall nur in der Schule

gemobbt: Es wurden Zettel mit kurzen

Texten durch die Klasse gereicht, die den

Mitschüler oder die Mitschülerin lächerlich

machen sollten. Die Möglichkeiten

haben sich geändert. Mobbing in der

Schule tritt sicher nicht häufiger als früher

auf, aber intensiver: Denn es kann in kurzer

Zeit viel schneller verbreitet werden.

In Zeiten von Handy, Internet und Sozialen

Netzwerken haben Schüler auch

nach Schulschluss die Möglichkeit, ihre

Mitschüler weiter zu belästigen. Die

gemobbten Kinder haben es deutlich

schwerer als früher. Mit nur wenigen

Klicks kann man zudem Bilder verändern

und ins Internet stellen. „Da ist schnell

der Kopf von jemandem auf einen anderen

Körper montiert und online gestellt,

so dass es jeder sieht“, erzählt Feierabend,

„das war früher in dieser Einfachheit und

Geschwindigkeit nicht möglich.“

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Danksagung

VIELEN

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haben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür sehr herzlich!

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Kreisgruppe Heinsberg

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