Niederbayern West

dmdrogeriemarkt

Niederbayern West

Februar 2012

Peter

Maffay

Eine starke

Stimme für Kinder

Die besten

Zukunftsprojekte in

Niederbayern

West


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BAD ABBACH

Grundschüler testen Umweltwissen

| OBEN | Junge Umweltdetektive gewinnen die Bürger

von Bad Abbach für ihr Umweltquiz.

FRONTENHAUSEN

Wie heißt der Flussbogen beim Kurort Bad

Abbach?, Wie nennt man die Energieentladung

aus den Wolken?, Welchen Himmelskörper

kennst du im hohen Norden? Die 30 Fragen des

von Drittklässlern der Volksschule im beschaulichen

Bad Abbach entwickelten Umweltquiz

haben es in sich.

„In unserer Grundschule Bad Abbach gibt es immer

wieder Aktionen, die mit dem Klimaschutz

verbunden sind und im Unterricht zu bestimmten

Zeiten wiederholt und ausgebaut werden“,

sagt Rektorin Margitta Karl. „Beispielsweise

haben Schüler im ganzen Schulhaus Schilder

aufgehängt, die zum Stromsparen aufrufen.

Deshalb hat es mich auch nicht weiter verwun-

Eltern können ihr schwerkrankes Kind nicht im Krankenhaus besuchen, weil ihnen

das Geld für die Fahrt dorthin fehlt. In einem anderen Fall gerät eine Familie in

Geldnot, weil das Kind ein spezielles Bett benötigt, das 2.500 Euro kostet. Und bei

einer anderen Familie ist das Geld aufgrund der Erkrankung des Kindes so knapp

geworden, dass die Mutter überlegen muss, ob sie den Liter Milch kauft oder im

Ladenregal stehen lässt. Für diese Fälle greift der Verein Robin Hood e. V. Eltern

in Niederbayern helfend unter die Arme. „Durch unsere Arbeit wollen wir Kindern

mit Behinderungen oder schweren Krankheiten ein halbwegs integriertes Leben

ermöglichen“, sagt Isabella Graham, Vorstandsvorsitzende des Vereins.

Da Behinderung in unserer Gesellschaft häufi g noch ein Tabuthema ist, sieht der

Verein seine Aufgabe nicht nur in der seelischen und fi nanziellen Unterstützung

von betroff enen Familien. Er versucht auch die Umwelt dafür zu sensibilisieren,

dass behinderte Menschen genauso normal sind wie alle anderen Menschen.

Eltern von schwer erkrankten oder behinderten Kindern können Robin Hood e.

V.aus Fronhausen gern kontaktieren. Zudem freut sich der Verein über neue Mitglieder

und Spenden, Spendenkonto: Konto-Nr. 3 200 361, Sparkasse Landshut,

BLZ 743 500 00, Stichwort: Robin Hood. Weitere Informationen bei Isabella Graham,

erster Vorstand, Telefon: 08732 754, E-Mail: isabella.graham@t-online.de

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Nachhaltigkeitsprojekte aus Ihrer Region: informieren und mitmachen!

dert, aber natürlich gefreut, dass die Schüler

bei der Erstellung des Umweltquiz so gut mitgemacht

haben. Es war ihnen wirklich wichtig,

den Bürgern von Bad Abbach ihre Heimat und

auch den Umweltschutz nahe zu bringen. Ich

denke, das ist ihnen gelungen.“ Für dieses Jahr

plant die Grundschule in Bad Abbach erneut

einen Umwelttag und eine Neuaufl age des erfolgreichen

Umweltquiz.

www.grundschule-bad-abbach.de

Weitere Informationen zum Projekt „Erstellung eines Umweltquiz“ bei Margitta Karl, Rektorin der

Grundschule Bad Abbach, Telefon: 09405 954640, E-Mail: gs_bad_abbach@t-online.de

Ein Herz für schwerkranke Kinder

| OBEN | Robin Hood e. V. schafft mit seinem Engagement ein Stückchen

Geborgenheit.

www.robin-hood-ev.com

Bildnachweis: Margitta Karl, Dr. Uta Theilen, Bianca Bauer Grundschule Obersüßbach, Hopfareisser

OBERSÜSSBACH NANDLSTADT

Dorfschule sorgt

für prima Klima

| OBEN | Die kleine Dorfschule in Obersüßbach trägt mittlerweile den Titel und

das Gütesiegel „Klimaschule“.

Wassersparende Hähne, Mülltrennung, Zeitschaltuhren, abschaltbare

Steckdosenleisten, ein Sammeldrachen für Druckerpatronen – all das

ist selbstverständlich an der Grundschule in Obersüßbach, wo rund 80

Kinder klassenübergreifend Unterricht erhalten.

„Die Schüler sollen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass die Erde

in ihrem Bestand in Gefahr ist und dass sie selbst einen Beitrag zu

ihrem Schutz leisten können“, erklärt Rektorin Gabriele Radke-Kluge.

„Zudem sollen die Kinder erfahren, dass umweltbewusstes Verhalten

in der Gemeinschaft leichter fällt und sogar Freude machen kann. Wir

wünschen uns, dass die Kinder ihr erworbenes Wissen mit in ihren

Alltag nehmen, sodass es weite Kreise ziehen kann.“

Während der großen Projektwoche zum Th ema Klima im Juli 2010

befreiten die Kinder die Schulumgebung von Müll, gestalteten einen

Schulgarten mit den Eltern und stellten Musikinstrumente,

Dekorationen und Spielzeug aus Müll her. Seit 2011 macht die Schule

zudem bei der jährlichen Aufräumaktion Rama Dama des Landkreises

Landshut mit, damit die Schulumgebung möglichst müllfrei bleibt.

Wichtig ist bei allen Aktionen die Freude. Denn dann bleibt das neu

Erlernte besser im Gedächtnis haften.

Nähere Informationen zum Projekt „Prima Klima“ bei

Schulleiterin Gabriele Radke-Kluge, Telefon: 08708 282, E-Mail:

gs-obersuessbach@t-online.de

Begleitung und Trost

in schweren Zeiten

Wenn Kinder unheilbar erkranken, ändert sich das Leben der betroff enen

Familien dramatisch. Sie sehen sich plötzlich mit Ängsten, Konfl ikten,

off enen Fragen, Entscheidungen und organisatorischen Problemen

konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet sind. Hilfe erhalten können

die Familien von unheilbar erkrankten Kindern aus ganz Deutschland

seit 2007 von dem Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Seine

Mitarbeiter begleiten die gesamte Familie während dieser schweren Zeit

und helfen ihr auch nach dem Tod ihres Kindes bei der Trauerarbeit.

Da das Hospiz auf Spenden angewiesen ist, haben sich die Holledauer

Hopfareisser – eine original bayerisch-böhmische Blaskapelle – 2008

dazu entschlossen, ein Mal im Jahr ein Benefi zkonzert zugunsten von

todkranken Kindern und ihren Familien zu veranstalten.

„Wir wollen mit unserem Projekt ‚Oafach aufspuit, zwoafach ghoifa’ zeigen,

dass es wichtig ist, einander zu helfen, und man nicht immer nur an

sich selbst denken sollte“, sagt Rainer Klier, Kapellmeister der elfköpfi gen

Blaskapelle, die im In- und Ausland ein gern gesehener Gast ist.

Das Projekt „Oafach aufspuit, zwoafach ghoifa“ aus Nandlstadt

freut sich über jede Spende zugunsten des Kinderhospiz

St. Nikolaus, Spendenkonto Kto.-Nr. 102 297 067, Sparkasse

Memmingen, BLZ 731 500 00, Stichwort: Kinderhospiz St. Nikolaus.

Nähere Informationen bei Rainer Klier, Kapellmeister, E-Mail:

holledauer.hopfareisser@yahoo.com

| OBEN | Die Holledauer Hopfareisser spielen zugunsten des

Kinderhospiz St. Nikolaus.

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LANDSHUT LANDSHUT

Gute Dienste und

Anerkennung

| OBEN | Seltene Pflanzen zieren die Diakonie von Landshut.

Nickendes Leimkraut, Behaartes Johanniskraut, Kleine Pimpinelle –

dies sind nur ein paar der vom Aussterben bedrohten Pfl anzen, die man

in der Gärtnerei der Diakonie von Landshut bewundern kann. Doch

nicht nur die Pfl anzen sind besonders, auch die Menschen, die sich um

deren Vermehrung kümmern. Einige von ihnen leiden an einer psychischen

Krankheit und haben auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance

auf eine Anstellung. „Hier fi nden sie eine sinnvolle Beschäftigung und

gesellschaftliche Anerkennung. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und

gibt ihnen zudem die Möglichkeit, ihr geringes Einkommen etwas

aufzustocken“, erklärt Stefanie Th omas, die das Projekt „Gute Dienste

– Zuverdienstprojekt“ an der Diakonie Landshut leitet.

Außer in der Gärtnerei beschäftigt die Diakonie psychisch erkrankte

Menschen noch in ihrem Gebäudeservice und in ihrem

Secondhandladen. Beim Gebäudeservice übernehmen sie kleinere

Reinigungsaufträge von Privatpersonen und diversen Einrichtungen.

In dem gut sortierten Secondhandladen prüfen die Mitarbeiter unter

anderem, ob die von Privatpersonen angelieferten Textilien, Möbel

und Bücher noch zu verwerten sind. Damit leisten sie auch hier einen

aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

www.gute-dienste-la.de

Nähere Informationen zum Projekt „Gute Dienste –

Zuverdienstprojekt“ bei Projektleiterin Stefanie Thomas, Telefon:

08713 190910, E-Mail: sthomas@diakonie-landshut.de

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Nachhaltigkeitsprojekte aus Ihrer Region: informieren und mitmachen!

Landshuter pflanzen

Bäume fürs Klima

„Wer möchte noch eine regionale Klimaschutzaktie? Sie kostet

nur zehn Euro! Zehn Euro für unser Klima.“ So ähnlich könnte ein

Verkäufer die besondere Aktie anpreisen, die man seit 2008 im

Landshuter Umweltzentrum e. V. erwerben kann. Mit dem Erlös der

Aktien pfl anzt das Umweltzentrum vornehmlich Winterlinden und

Spitzahornbäume auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen

in einem Trinkwasserschutzgebiet in Siebensee bei Landshut.

„Wir wollen möglichst viele Bäume pflanzen und damit einen

Beitrag zur Verringerung der CO 2 -Emission leisten.

Indem wir aus den Pfl anzaktionen für die teilnehmenden Kinder.

Jugendlichen und Erwachsenen ein besonderes Ereignis machen, tragen

wir diese Idee zugleich auch weiter in die Bevölkerung“, erklärt

Rudolf Schnur, Vorsitzender des Landshuter Umweltzentrums.

Die Vorteile eines „Klima-Waldes“ liegen auf der Hand: So kann

ein Hektar Buchenwald beispielsweise an einem Sommertag bis

zu 50.000 Liter Wasser verdunsten und so das Klima kühlen.

Ein Quadratmeter Waldboden speichert bis zu 250 Liter Wasser,

reinigt das Niederschlagswasser und filtert Luftschadstoffe.

Und für viele Tiere sind die Bäume ein überlebenswichtiges Zuhause.

www.LA-umwelt.de

Weitere Informationen zur Klimaschutzaktie und zum Projekt „1.

Landshuter Klima-Wald“ beim Landshuter Umweltzentrum e. V.,

Telefon: 08719 745555, E-Mail: info@LA-umwelt.de

| OBEN | Ein Abend im ersten Landshuter Wald: Besinnung und Freude an der Natur.

Bildnachweis: Stefanie Thomas, Ludwig Schnur, Ingrid Voß, ÖDP Ortsverband Mainburg

LANDSHUT

Waldwichtel wollen Waldzwerge treffen

Der Wald ist ein guter Lehrmeister. Und Kinder lieben ihn. Deshalb gibt es

europaweit immer mehr Waldkindergärten. Vernetzt sind sie bislang nicht.

Das möchte der Landshuter Waldkindergarten e. V. ändern. „Die Natur

kennt keine nationalen Grenzen. Ebenso spielen Kinder aller Nationalitäten

in der Natur dieselben Spiele mit denselben Materialen“, erklärt Ingrid

Voß, Vorstandsmitglied des Waldkindergartens Landshut e. V. „Das kindliche

Spiel in der Natur verbindet die Natur- und Waldkindergärten in

MAINBURG

Wer weiter denkt, kauft näher ein

Biogemüse ab Hof, Vorzugsmilch direkt vom

Bauern. Nicht nur das Argument der Frische

spricht für den Einkauf vor der Haustür: „Regional

erzeugte Produkte haben eine bessere

Energiebilanz als Ware, die von weit her transportiert

wird“, plädiert Projektleiterin Annette

Setzensack für den regionalen Einkauf. „Wer

seine Nahrungsmittel bei Bauernbetrieben vor

Ort kauft, erhält damit zugleich die Artenvielfalt

auf den Äckern und Wiesen. Zudem entstehen

persönliche Kontakte zwischen Endkunden

und Erzeugern oder Verarbeitern.“ Da es Verzeichnisse

von landwirtschaftlichen Direktver-

| LINKS | Der Einkaufsführer zeigt, wo man

ganz Europa. Auf diesen Gemeinsamkeiten aufbauend wollen wir über

Partnerschaften einen Austausch untereinander ermöglichen. Wichtig ist

uns dabei unter anderem, dass die fremde Kultur für Kinder ein Gesicht

bekommt, und dass sie lernen, eher das Gemeinsame zu sehen als das

Trennende.“

Gegenseitige Besuche der Kinder und Hospitationen des Kindergartenpersonals

sollen fester Bestandteil der zukünftigen Partnerschaften

sein – für einen kulturellen und pädagogischen Austausch. Zunächst einmal

aber muss der Waldkindergarten in Landshut einen Partnerkindergarten

fi nden. Bislang haben sie sich in Tirol und Tschechien umgesehen.

| LINKS | Das kindliche Spiel in

der Natur verbindet Waldkindergärten

in ganz Europa. www.waldkindergarten-landshut.de

Weitere Informationen zum Projekt „Waldwichtel trifft Waldzwerg“ bei Vorstandsmitglied

Ingrid Voß, Telefon: 08719 750185, E-Mail: voss@buckelvieh.de

marktern in der Hallertau nur eingeschränkt

gibt, legte der ÖDP Ortsverband Mainburg im

September 2011 seinen ersten Einkaufsführer

auf. In der für Kunden und Landwirte kostenlosen

Broschüre sind 44 Direktvermarkter

von Lebensmitteln und handwerklichen

Produkten aus der Region verzeichnet. Den

Druck fi nanzierte der ÖDP-Ortsverband aus

Eigenmitteln und mit dem dm-Fördergeld,

Anzeigenwerbung und Spenden. Die Bürger

haben den Einkaufsführer bereits so gut angenommen,

dass die Verantwortlichen planen, ihn

alle paar Jahre neu aufl egen zu lassen.

regionale Produkte kaufen kann. www.oedp-mainburg.de

Auf der Internetseite des ÖDP Mainburg können Sie den Hallertauer Einkaufsführer downloaden. Weitere

Informationen zum Projekt „Regionaler Lebensmittel-Einkaufsführer Hallertau“ bei Annette Setzensack,

Projektleiterin, Telefon: 08751 810141, Email: setzensack@vr-web.de

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PFEFFENHAUSEN

Eine Schule mit Courage

Viele schauen weg, wenn ein Mitschüler angepöbelt,

wegen seiner Hautfarbe beleidigt oder

körperlich angegriff en wird. Nicht so die Schüler

der Grund- und Mittelschule in Pfeff enhausen.

Sie schreiben nicht nur die deutsch-polnische

Freundschaft groß, sondern setzen sich auch

ansonsten für einen weltoff enen und toleranten

Umgang miteinander ein. Wegen des besonderen

Engagements der ehemaligen Klasse M10

darf sich die Schule seit September 2009 „Schule

ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen.

„Dieses Projekt ist keine Eintagsfl iege, bei dem

sich die Schule durch eine einmalige Aktion

| LINKS | In Pfeffenhausen setzen

sich Schüler für ein tolerantes

Miteinander ein.

ERGOLDING

Rauschbrille zeigt, wo’s lang geht

Die Party ist im vollen Gange, die Musik sprengt fast die Wände, Bier,

Wein und Mixgetränke machen die Runde. Da hat man schnell ein Glas

zu viel getrunken. Über die Folgen machen sich die meisten Teenager

keinen Gedanken. Eine Aufklärungsarbeit der besonderen Art startete im

vergangenen Jahr Martina Riedl, Jugendbeauftragte der Marktgemeinde

Er-golding. Sie initiierte einen Projekttag zu diesem Th ema, an dem sechzig

Neuntklässler mithilfe einer Rauschbrille erleben konnten, was es bedeutet,

mit 1 bis 1,5 Promille unterwegs zu sein. „Ich habe die Schüler mit

und ohne Rauschbrille beispielsweise versuchen lassen, einen Schlüssel

in ein Schlüsselloch einzuführen. Die Schüler merkten schnell, wie stark

Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen im angetrunkenen Zustand

vermindert ist“, erklärt Martina Riedl.

Da die Jugendlichen mit großem Interesse an dem Projekt teilgenommen

haben, ist die Jugendbeauftragte optimistisch, dass diese Teenager zukünftig

sensibler auf die Problematik Alkohol reagieren werden und viel-

Nähere Informationen zum Projekt „Gib Alkohol keine Chance Dein Leben

zu beeinflussen“ aus Ergolding bei Martina Riedl, Jugendbeauftragte,

Telefon: 087131 93186, E-Mail: riedl.martina@arcor.de

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Nachhaltigkeitsprojekte aus Ihrer Region: informieren und mitmachen!

mit einem Titel schmücken darf. Es schaff t

Bewusstsein für Toleranz und Demokratie. Das

Projekt ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt und

wird sich auch im schulischen Alltag auswirken

und bewähren müssen“, sagt die Schulleiterin

Gabriele Lechner.

Damit das gelingt, krempeln Schüler und Lehrer

an der Grund- und Mittelschule gemeinsam die

Ärmel hoch. Neben dem deutsch-polnischen

Schüleraustausch gehen auch die Workshops

mit ausländischen Künstlern weiter.

Weitere Informationen zum Projekt „Erziehung zu Toleranz und Förderung von demokratischem Bewusstsein“

bei Gabriele Lechner, Schulleiterin an der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen, Telefon: 0878 2359,

E-Mail: sekretariat@vs-pfeffenhausen.de

leicht Freunde und Bekannte davon überzeugen können, dass man auch

ohne Alkohol Spaß haben kann. Im Verbund mit Sozialpädagoginnen plant

sie, ähnliche Projekttage regelmäßig und fl ächendeckend anzubieten.

| OBEN | Mit dem Fördergeld können die Siegerinnen weitere Rauschbrillen anschaffen.

Bildnachweis: Gabriele Lechner, Patrizia Grimm, Susanne Reiter, Monika Dietz

ERGOLDING

Herzgruppe besucht Seniorenstift

In der heutigen Zeit ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Jung

und Alt zusammenleben oder Zeit miteinander verbringen. Oft sind die

Großeltern bereits verstorben oder leben weit entfernt von ihren Kindern

und Enkeln. Dieser Umstand brachte acht Frauen aus Ergolding 2010 auf

die Idee, die Generationen in ihrem Heimatort zusammenzubringen.

Einmal im Monat besuchen Kinder des Evangelischen Kindergartens in

Ergolding das Seniorenstift Haus Konrad, machen Brotzeit mit ihnen,

backen Plätzchen, singen und kegeln gemeinsam. „Gerade wegen des großen

Altersunterschiedes, der sich auf Sprache, Gestik und Beweglichkeit

auswirkt, hat diese Projektgruppe einen verbindenden Einfl uss auf alle.

| OBEN | Ergoldinger Kindergartenkinder spielen und singen einmal im

Monat mit Senioren.

Weitere Informationen zur „Projektgruppe Seniorenzentrum“

bei Koordinatorin Susanne Reiter, Telefon: 0871 75110, E-Mail:

evkigaergolding@t-online.de

Gleichzeitig ermöglichen unsere Treff en sowohl den Senioren als auch

den Kindern Vorurteile abzubauen und Verständnis für den jeweils anderen

aufzubauen“, erzählt Susanne Reiter, Beauftragte der „Projektgruppe

Seniorenzentrum“.

Wie wichtig die Senioren für die Kinder geworden sind, erkennt man an

dem Namen Herzgruppe, den sich die Kindergruppe selbst gab. „Weil wir

den Senioren unser Herz schenken“, erklärt eines der Kinder.

ERGOLDING

Rat und Hilfe

für Eltern

Das Neugeborene schreit ununterbrochen, das Geschwisterkind

ist eifersüchtig, der Sohn ein Zappelphilipp – Kinder erziehen ist

keine einfache Aufgabe. Als Fachstelle, die professionelle pädagogische

und psychologische Unterstützung anbietet, will der Verein

Menschenskinder e. V. aus Ergolding Eltern in Erziehungsfragen

unterstützen, sowohl präventiv als auch in akuten Krisensituationen.

„Unser Ziel ist es, die Situation von Familien zu verbessern, indem

wir Eltern beratend zur Seite stehen“, erklärt Heidi Walter,

Sozialpädagogin bei Menschenskinder e. V. „So bieten wir

Seminare, Elternvorträge und verschiedene Kurse an, wie beispielsweise

Spielgruppen für die ganz Kleinen, PEKiP, Bewegungs-

und Musikgruppen. Und natürlich auch Einzelberatung.

Mit unseren Angeboten möchten wir Eltern befähigen, ihre

Erziehungsverantwortung besser wahrzunehmen.“

Der Verein gibt halbjährlich ein Programmheft heraus, in dem

Eltern alle Angebote des Vereins einsehen und für sich das

Passende heraussuchen können. Menschenskinder e. V. arbeitet

in enger Kooperation mit Kindergärten und Schulen zusammen

und baut sein Netzwerk ständig aus.

| LINKS | Viele Dinge lassen sich

ungezwungen bei einem

gesunden Frühstück bereden. www.menschenskinder-ev.de

Das kostenlose Programm von Menschenskinder e. V. ist in Kindergärten,

Schulen, Sparkassen, Arzt- und Hebammenpraxen erhältlich.

Weitere Informationen zum Projekt bei Diplom-Sozialpädagogin Heidi

Walter, Telefon: 08719 661562, E-Mail: menschenskinder-ev@web.de

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Ein Tier ist schnell angeschaff t. Dass es Fürsorge benötigt, Arbeit macht

und auch Geld kostet, darüber denken einige Tierbesitzer am Anfang

nicht unbedingt nach. Das führt dazu, dass einige Tiere ausgesetzt werden.

Manche der herrenlosen Tiere haben Glück und fi nden eine neue

Familie. Für die Zeit dazwischen brauchen sie Pfl egefamilien. Und von denen

gibt es in Au zu wenig. Die 163 Mitglieder vom Auer Tierschutzverein

Nachhaltigkeitsprojekte aus Ihrer Region: informieren und mitmachen! Gemeinsam gestalten wir die Zukunft.

AU

Eine neue Herberge für Tiere in Au

suchten deshalb einen Ort, an dem sie verwaiste Katzen und Kleintiere

vorübergehend unterbringen können. „Wir haben das alte Feuerwehrhaus

von der Gemeinde gemietet“, erzählt Vereinsvorstandsmitglied Susanne

Langer. „Aber bevor wir es für die Tiere verwenden konnten, mussten wir

einen Antrag auf Nutzungsänderung stellen, das Gebäude von Grund auf

sanieren und für unsere Zwecke umbauen. Wir brauchen ja auch einen

Quarantäneraum, der komplett gefl iest sein muss.“

Die Tiere, die in der „Tierherberge Franz Assisi“ unterkommen, können

nicht wissen, welchen Einsatz die Auer Tierfreunde für sie gezeigt haben.

Für die Laborantin Anett Karsties, die das Feuerwehrhaus gemeinsam mit

ihrem Mann Daniel entkernt hat, ist dieser Einsatz selbstverständlich.

| LINKS | Das alte Feuerwehrhaus

in Au dient nun als Herberge für

Katzen und Kleintiere.

Das Projekt „Tierherberge Franz von Assisi“ freut sich über Spenden und freiwillige

Helfer. Nähere Informationen bei Vereinsvorstandsmitglied Susanne

Langer, Telefon: 0175 1915875, E-Mail: info@tierschutzverein-hallertau.de

Mehr Wohnkomfort durch frische Luft

Bewusstes Lüften sorgt für ein angenehmes Raumklima und geringere Heizkosten

Vier Personen geben pro Tag etwa zwölf Liter Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf an

die Umgebungsluft ab. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit in einem Wohnraum auf über

70 Prozent ansteigt, begünstigt dies die Bildung von Schimmel. Nur wenn die Bewohner

durch regelmäßiges Lüften die entstandene Feuchtigkeit hinauslassen, wirken sie dem

entgegen.

Wer mindesten zwei- bis dreimal täglich lüftet, trägt zu einem guten Raumklima

bei. Die eff ektivste Methode, um die Luft schnell auszutauschen, ist ein Lüften mit

Durchzug. Dazu macht man gegenüberliegende Fenster für etwa 10 bis 15 Minuten

weit auf. In der Heizperiode im Winter verbraucht das kurzzeitige Stoßlüften weniger

Energie als das Lüften mit kontinuierlich gekippten Fenstern. Denn nur die feuchtwarme

Luft entweicht. Die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicherte

Wärme bleibt bestehen und sorgt dafür, dass sich die frische Luft schnell erwärmt. Das

ist wichtig, da Luft bei unter 14 bis 16 Grad Celsius weniger Feuchtigkeit aufnimmt

und sie diese als Kondensat abgibt.

Auch für Bad und Küche gibt es einen Rat: Beim Duschen oder Kochen hält man die

entsprechenden Räume geschlossen, damit die Feuchtigkeit nicht in andere Zimmer

gelangt. Die entstandene Feuchte verschwindet aus Bad und Küche am besten, wenn für

etwa fünf Minuten mit geschlossener Tür und weit geöff netem Fenster gelüftet wird.

| OBEN | Geheitze Räume wärmen sich nach dem Stoßlüften schnell

wieder auf.

Bildnachweis: Susanne Langer • mauritius images/Zen Shui (S. 46), corbis/Johnny Valley/cultura (S. 47), Robert Kutschera (S. 47)

Reisen mit Zukunft

Der Trend zur Nachhaltigkeit ist auch in der Tourismusbranche angekommen.

Nachhaltig reisen – was ist das und wie funktioniert das?

| OBEN | Auf dem Bio-Hof fühlen sich nicht nur die Urlauber wohl, sondern auch die Tiere. | OBEN | Mediterranes Ambiente in Südtirol.

Nachhaltiger Tourismus soll laut den Vereinten Nationen sozial gerecht,

kulturell angepasst, ökologisch tragfähig und vor allem für die

Einheimischen wirtschaftlich ergiebig sein. Dass das Interesse an

Öko-Reise-Angeboten wächst, darauf hat sich die Tourismusbranche

eingestellt: Urlaubsregionen werben mit autofreier Mobilität, und

Bio-Herbergen bieten elektrosmogfreie Zimmer an.

Großes Angebot

Bei so viel Auswahl fällt es nicht leicht, zu prüfen, welche Angebote

tatsächlich zum Um weltschutz beitragen. Bislang gibt es kein einheitliches

Siegel als Orientierungshilfe. In Deutschland steht Viabono

für umweltorientierte Tourismusangebote. Die Auszeichnung wird

unter anderem an Hotels, Campingplätze und Vermieter von Ferienwohnungen

vergeben. Sie werden zu 40 Umweltkriterien – von der

Energieeinsparung bis zur Förderung regionaler Produkte – befragt

und stichprobenartig überprüft. Institutionen wie der World Wide

Fund for Nature (WWF), der Verkehrsclub Deutschland und die

Verbraucher Initiative informieren unter www.reisekompass-online.de

über nachhaltiges Reisen und die verschiedenen Umwelt siegel in der

Tourismusbranche. Das Forum Anders Reisen ist ein Zusammenschluss

von etwa 130 Anbietern nachhaltiger Reisen. Seine Mitglieder haben

sich verpfl ichtet, einen umfassenden Kriterienkatalog für umwelt- und

sozialverträgliches Reisen einzuhalten. Dazu gehört unter anderem,

keine Flugreisen in Zielgebiete, die weniger als 700 Kilometer entfernt

sind, anzubieten. Auch wohnen die Erholungssuchenden in landestypischen

Unterkünften.

Bayern oder die Bahamas?

Urlauber selbst können darüber hinaus ihr Reiseverhalten bewusster

gestalten. Je näher das Urlaubsziel, desto geringer sind der

Energieverbrauch und die Emissionen. Falls es Sie doch in die Ferne

zieht, sollte das Verhältnis zwischen der Entfernung zum Reiseziel

und der Reisedauer stimmen. Bei einem Wochenendtrip nach Paris

oder einer Woche Urlaub in der Dominikanischen Republik stehen die

Klimabelastungen in keiner Relation zur Reisedauer. Fragen Sie sich

vor Antritt einer Reise, ob das Flugzeug oder das Auto tatsächlich nötig

ist. Denn Bus- oder Bahnfahrten sind deutlich umweltverträglicher.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser, Energie, Abwasser

und Abfall ist für umweltbewusste Menschen auch im Urlaub selbstverständlich.

Buchen Sie am Urlaubsort ortsansässige Reiseführer, besuchen

Sie Geschäfte und Restaurants, die von Einheimischen geführt

werden. Denn so profi tieren auch die Menschen im Urlaubsland von

Ihrem Besuch.

| WEB-TIPP | www.reisekompass-online.de

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