Berliner Leben: Zeitschrift für Schönheit und Kunst

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Berliner Leben: Zeitschrift für Schönheit und Kunst

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Nachdruck und Vervielfältigung aus dem Inhalte dieses Heftes ist strengstens verboten.

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1

o rossstadtmensch en.

Ei ne Bcrliller Scenc von Julills I(nopf.

Personen

{

Paul Berend

Anna Krüger

Ein Mädchen

Nachdruck ve rbotell.

All e Rechte vorhehaltell .

S c e n e ri e. Ein e Bank hart am Neuen See in Be rlin .

Man sieht ein e Gondel. Am äussersten rechten Ende

der Bank sitzt Pa ul , welch er mit sein em Spazierstock

Schnö rkel in den Sand zieht, 3m anderen Ende An n a

die in ein em Buche liest. So mmern achmittag, d i~

Dä mm erung .bricht schon heran. Be re n d ist etwa

25 Jahre alt, fri sch, offenes Gesich t; A nn a 18 Jahre

muntere Blondine.

'

Be r e nd (stösst einen Seufze r aus).

A n n a (lässt ersch rocken ein Paar Stullen, die s ie

a us der Tasche gezogen, auf d ie Erd e fa ll en und

springt auf).

Be r e nd (erh ebt sich und zieht den Hut). Entschuldigen

Sie, Frä ul ein, dass ich Sie erschreckt habe, 's

w ar w irklich nicht meine Absicht. Setzen Sie sich nur

ruhig hin. Haben Sie keine Furcht. Ich tu' Ihnen

nichts; w irklich ! Sie könn en mir's g lauben!

Ann a (sich setzend) , Ich g laub's Ih nen ja. (Si e

hebt di e Stullen auf und säubert sie.) Sie sehn ja nicht

aus w ie'n Mö rd er. - Ach di e schönen Käsestullen,

ganz voll Sand.

Bere nd. Reinig t den Magen.

A n n a. Schmeckt aber ni ch, de r Arm enkavia r.

{Essend) Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, sow

ieso na ch Hause zu gehen, 's wird schon schummerig,

lind ich habe noch den ganzen w eiten W eg durch den

T iergarten.

Be r e nd. Bleiben Sie nur noch ' n bischen, unter

mein em Schutz sind Sie sicher. Ich müsste ja sonst

w irklich d enken, ich hätte Sie verj agt.

A n n a. Na ja, dann wer' ich ma n noch bl eiben.

Die Luft is ja so sch ön, und es sitzt sich hi er so

s Üss. - Aber sagen Sie bloss, warum haben Se d enn

vorhin so furchtbar schrecklich geseufzt ? Das war ja,

.Llm sich zu g raul en!

Be r e nd (seufze nd). Ach, das Leben is so schwer!

An n a. Nich schwerer als man sich's selbst macht.

Be r e nd. Aber ich bin doch so ung lücklich!

An n a. Unglücklich ? - Wieso? W as fe hlt Ihnen

-denn ? - Sie könn en mir's dreist sagen ! - (E'r

schüttelt vern eil'l en-d den Kopf.) Nich ? Na, denn wer'

i ch ' s Ihnen sagen : (Path etisch) Unglücklich e Li ebe!

Nich wahr ? Zentrum getroffen! (lachend) Sehn Si e

.aber - verdutzt aus ! Na ja, is doch nich so schwer

zu erraten!·! Sie , sind ganz adrett und nobel: also

Geldschw indsucht haben Se nich - namentlich jetzt,

:50 kurz nach dem Ersten. Sie haben ' n riesig harmloses

Gesicht - ' n Verbrecher sind Sie also auch nich.

Bleibt nur eins übrig : hoffnungslose Li ebe! Bum!

Be r e nd. Wie Si e aber Bes ch eid wissen! Ja, ja

-die Liebe ! (Er seufz t wieder.)

A n n a. Ja, ja, die Liebe! Is t es Ihnen d enn so

'Schlim m gegangen ?

Be r e n d. Sehr! - Sehr! - Ach Fräulein , wenn

:Sie w üssten !

An n a. Weiss ich.

Be r e n d. Sie sind so freundlich -

An n a. Aber!

Be r e n d. Sie sehen so gutmütig aus - viell eicht

w ird mir leichter, wenn ich's Ih nen erzähle. Aber

natürlich nu r, wenn Sie's interessiert.

A nn a (eifr ig) . Aber sehr! - Mi ch in te ressiert

all es, was mit der Liebe zusammenhängt.

Bere n d (näher an sie heranrückend). Noch nich t

d rei Monate sinds her, da lernte ich auf ein er Kremserparti

e nach Schildhorn im Vergnügungsverein «Humorbo

mbe» ein junges Mädchen kennen - hübsch - und

gerade gewachsen, so wie Sie und chic und ausgelassen

wie ' ne Soubrette. Und tanzen konnte sie, sag ich

Ihn en! Und überhaupt - ! ach es is nich zu beschrei ben!

W ir tanzten den ganzen Abend zusammen, rechts rum

und links rl.1m, Walzer und Polka und Cake Walk.

Und als wir im Kre mser nach Hause fu hren - sie

sass natürlich neben mir - die Lampions hatten w ir

aus gemacht - da, na ich wills kurz machen.

A nn a. W al'llm d enn ? Nein, bitte, das ist ja sehr

interessant !

Bere nd. Von dem Tage an verkehrten w ir.

A nn a. Also - ' n reell es Verhältnis!

Bere n d. Ja, von mei n er Seite wenigstens! Ich

nahm die Sache ern st. Und als ich ein es Tages von

meine m C hef Zulag'e beka m, da schlug ich ihr vor,

bald H o chzeit zu ma


2

Berend. Sie ~ind ja - na, ich kanns ja gar nich

sagen, wie Sie sind! Held enmässig sind Sie!

An IU . Nein, sparsam bin ich. Ich kauf mir nich

gleich 'n Revolver, wie'n gewisser j emand. Schade

ums Geld!

(Ein zerlumptes, achtjä hriges Mädchen kommt den

Weg entlang; un ter dem Arm ein Körbchen mit Wachsstreichh

ölzern. Sie g eht auf Berend zu.)

Das Mädchen (weinerlich). Wachsstreichhölzer!

Wachsstreichhölze r! Ach mei n lien, ach mein li eber

Herr, kaufen Se mer doch 'lle Schachte l ab.

Berend. Wo koml1lst Du denn her? In die

Gegend !

Das Mädchen. Ich komm' vom Zappalog'schen.

Da hab' ich a 'n Ei ngang g estanden. Aber de feinen

Herrn ham mir nich ei n e Schachtel abgekauft. Ach

kaufen Se mir doch 'ne Schachte l ab, H err Jraf, d enn

wenn ich wieder ohne Geld zu Hause komme, krieg

ich sone Keile.

Anna. Ach, Du armes j öhr! Und wer haut Dich

denn?

Das Mädchell. Mutte r haut mir imm er so.

Anna. Pfui! Solche Mutter!

Das Mädch e n. Mutter is ja nich so schlecht.

früher hat se mir nie jehau' n. Aber seit se bei's

Waschen den ganzen Arm verbrüht hat, kann se nich

mehr arbeiten. Un wenn ich dann kein Jeld zu Hause

bringe, un wenn se denn Hunger hat - denn haut se

mir. sonst nieh. Nee, früher hat se mir nie jehauen!

Berend. Und verdient denn dein Vater nichts ?

Das Mädch e n. Ich habe ja jar keinen Vater

nich - Ach, H err Baron, kaufen Se mir doch 'ne

Schachtel W achsstreichhölzer ab; 's sind so' ne schönen.

Und so'ne sch önen Bilder! Sehn Se mal hier! (Sie

g ibt ihm ein e Schachtel.)

Be ren d (zieht das Portemonnaie). Hier haste

was!

Das Mädch e ll. Aber das sind ja fufzig Pfennig,

un ich habe ja nichts zum Rausjeben. Vielleicht kann

das fräulein?

Berend. Behalt nur das Geld! (Das Mädchen

will ihm die H and küssen). Lass doch!

Das Mädchen. Ich danke ihn auch schön! Atjeh!

An n a. Kleine, wo gehst du denn nu hin?

Das M ädc hen. Zu Hause, jleich zu Hause. -

Ach, Mutter wird ~ ich freuen! Ich w erde man jleich

'n paar Schrippen mitnehmen und 'n Stück Blutwurscht!

Anna. Wohnste denn weit, Kleine?

Das Mädchen. In der Lietzmannstrasse.

Berend. Was! So'n End e noch!

An n a. Graulst de dich denn nich, jetzt noch so

allein durch den Tiergarten zu gehen ? .

Das Mädchen. Graul en ? Nee ! Mir tut niemand

was!

Anna. Komm mal her! Hier haste noch funfzig

Pfennig und nu fii hrste mit de Elektrische.

Das Mädchen. Danke schön! Danke s chön!

Ach j ott, müssen Sie aber reich sein ! Noch viel reicher

als die aus dem Zappalog'sch en. Von di e Leute jibt

mir nie Einer mehr a ls zehn Pfennije. - Ich dank'

auch nochmals. Un hier hab'n Se ooch noch ' ne

schöne Schachtel mit 'ne Balleteuse druf. Nu w er' ick

aber rennen!

Anna. Du fährst doch !

Das Mädch e n. I wo wer' ick denn! for den

jroschen zieh iek mir 'ne Tafel C hokolad e. Einmal

I1lUSS der Mensch doch Chokolade essen! - Sein Se

nu!' nich . b?se drum ! Nee! - Atjeh, H err Baron!

Atj eh f re ll em von (Eil t fort).

An n a. Gott, was g ibts doch für Elend auf der Welt!

...

·

"

· .

....

':... :

Berend. Ja, ja! .Da leben wir noch wie die

Könige ! Wissen Sie, fräulein, w enn man so'n Elend

sieht. da merkt man erst, wie g ut unser einer 's noch

hat, und was man Hirn Esel ist, wenn man unlllfrieden

ist und wunder denkt, wie erbärmlich 's einem geht. -

H errgott, mir is mit einem Mal wi eder so leicht ums

H erz - ! (Er rückt näher an sie heran.)

Anna. Wie mich das freut!

Berend. Wirklich?

An n a. Na jewiss! Dann haben Si e wenigstens

ni ch den dummen Gedanken. sich - (sie macht die

Gebärde d es Erschi essens). Schauderös! - Weg mit

all di e Traurigkeit!

Berend. Ne, ne , das tu' ich nich m ehr. Ich hab'

mir's überh aupt überlegt; 's wär 'ne Dummheit. Es

ko mmt ni chl s bei rau s, w enn man sich totschi esst.

An n a. Is man jut, dass Sie das end lich einsehen.

Be re nd. Ja, und Ihnen, fräulein, verdank' ich

di ese Ein sicht.

An n a (abwehrend). Mir nicht, d er Klein en!

Berend. Und Ihnen auch, fräulein - frä ul ein - -

o je, ich hab' mich Ihnen ja noch gar nicht vorgestellt.

Entschuldigen Sie! Erlauben Sie: mein Name is -

na, ich wi ll Ihnen gleich den richtigen sagen -, mein

Name is Paul Berend.

A nn a. Und meiner Anna Krüger.

Be re tt d (nachsprechend). Anna Krüger.

Anna. Ja! - Nich wahr, n' hässlicher Name

so gewöhnlich!

Be re n d. Ach , aber fräulein Anna, was tut denn

der Name. Die Hauptsache is doch die Person, und

die is (ihr ganz nahe rückend) so nett, so - so - so

bezaubernd - so -

An na (verschämt). Aber Herr BereJHI!

Berend. Wissen Sie was, fräulein Anna, ich hab'

'ne Idee - ieh trau, mich's gar Jlieh, Ihnen zu sagen!

Anna. Traun Se sich nur dreist!

Berend. Aber denn nich >nein « .sagen - bitte!

An n a. Aber ich muss doch erst hören -

Berend. Och!

A nn a. Ne, des können Se doch von mir nich ve r­

langen. Nee! Wirklich ni


d ie Regis tratur der Aufnahm e m it der Antworterteilu ng

ve rg leich end, . das i t ja beinahe, w ie »m it dem uralten

Schl e nd ri a n der T elegraphi e«, als man noch ganze

Stunden a ll f e in e Antwort warten musste! «

In d iesem Augenblick e rschie n a uf der P latte die

Anfrage a us der Küche, w ie der soeben un beschädigt

e in getroffe ne Fisch zubereitet w erd en so ll e?

Nur ein e n Mo me nt war lie rr Lehma nn un entschl

ossen ; denn e r ha tte allmähli ch, da soviel unnütze

Z eit vertrödelt war, liunger beko mmen. Er li ebte

a be r d ie Abwechslu ng bei T isch ; so li ess e r denn

einen T e il braten, e in en a ndere n koche n und einen

d ritten a ls Pann fisch (Labs ka u) ve ra rbeitei;.

Dass e r sich dann sogleich di e Servi ette umba nd

un d sein e n ~ I e k t ri sc h en Tra nchi er-Appa rat, d urch e in e n

D ruck a uf d ie Tischpla tte, ne ben s ich e rschein en li ess t

w a r sehr vernünftig; d enn g leich da rau f ö ffn ete sich

die P la tte nochm als und die verschiedenen bestell ten

Geri chte schoben sich a us der Ve rsenkung he ra us.

Mit g rösstem Appetit begann H err Le hma nn zu essen

in d iesem Auge!l b lick fiel a us ein e r kl ein e n Rö hre;

welche auf seme n Schreibtisch herunte rhing , ein

kurze r diinn er Streifen Blech.

. Ah! « machte I-Ie rr Lehma nn befri edig t, »endlich

e in e lä ngere Nachrich t von mein e r Braut!. Er drii ckte

w ieder a uf ein en klein en Kasten, der vor ihm stand

und scho b den Ble ch streife n hin ein .

'

Ein kurzes Schna rren !

Dann e rkl a ng ein e li ebliche Stim me ! »Guten Mo rgen,

m ein Scha tz ! Wie hast Du g cruht? Im W achen und

im T raume, im wesenl osen Ra ume, d enk' ich all ein -

nur Dein !«

»Ah!« - H e rr Lehmann freute sich gewaltig ,

»Si e h' mal a n, der - pneumatische Gedi chtstell er«, den

ich Laura zum Geburtstag gesch enkt habe, a rbeitet

doch tadell os ! - Nun ja! Ich ha be ihn ja a uch a usd

rü ckli ch »für empfindsame Seelen « ein stell en lassen !«

Dann g ri ff e r nach sein e m eigenen Appa ra t, stellte

ihn a uf »he rzlich befri edig t« ein , und liess ihn - natürlich

w ieder auf ein en kurzen Blechstreife n - d ichten :

. lch bin beglü ckt - entzückt!

H ab's Bri e fl ein heiss ~ e drückt!

Noch mehr würd's mich beglü cken,

D ein Bil d a ns H e rz zu d rücke n !«

Hie rbei war ihm doch wa rm gewo rd e n ; denn

schli esslich ist . Dichte n« - selbst »mit Apparat«, -

a uch jetzt noch, in d er durchaus vorgesch rittene n Zeit! ­

kein Kinderspiel!

Alle rdings werden ja 6 - S-bä ndige Ro mane und

a bend überfüll ende Theate rstücke tadell os a uf diesem

maschinell e n W ege he rgeste ll t, und Fre unden u nd

Bekannten sofort übermittelt ; fiir d ie Oeffe ntli c h ­

k e i t ist a be r i m l11 e r no C h di e Uebera rbeitung eines

der vielen Tinte nkuli - Au toma ten (Ein w urf 20 Ma rk )

nötig; so dass - um ein richtiges Stück zu schre ib e n,

es von den Schauspi eler- Automaten d a rste ll e n, und

es g l e i c h ze i t ig in Am erika und Austra li e n gegen

» une rl a ubte Auff ührung « schü tze n zu lassen, -

imme rhin e in lind e in h a lb e r Tag vergehe n kö nnen.

U nd das ist schlimm ?

D enn di e Spi tzbuben sind heute noc h m e hr a uf

den Poste n als früher.

Noch schlimmer, d. h. ze itra u be nd e r, ist die

Sache mi t dem O pern-Ko mpo ni e ren.

Paul Uncke

-. -.

der popltliirs!e KOlllpo lti s! ßerlilt s.

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Melodi e n s in d nä mlich bei der Massenprodukti o n

so r a r gew o rd en, dass ma n a uf di e verstaubtesten

»o ll en Sache n«, w ie sogar »Nibelungen, Götterd ä mmerung

etc«, zu rü ckgreifen muss, um die lästig-anspruchsvo

ll e K ri t i k zu befri edigen ; die halsstarrig , noch

imme r in den a usgetretenen Kinderschuhen be harre nd,

vo n dem S ch a ff e nd e n »Eigenes« ve rl a ng t.

Eigenes? - In u n se r e r Zeit der unbegrenzten

Ge d a nk e n-T r a n s mi ss ion ! ? !

W e r g a ra ntie rt Eiltem denn dafiir, dass der Gedanke

, den ich e be n a usgedacht habe, nicht vo n eine m

X- be li ebigen a uf d em e rwä hnten W ege der Tra nsmi

ssio n aufgegriffe n und in d ie T ha t umgesetzt w ird,

w ird, noch e he ich ihn mir vom See l e n -Patentam t

ha be gesetzlich schi"l tze n lassen ?

D ie Leute da a uf dem Amt sin d ja auch noch so

g rässli ch vors ün d Hutlich ; sie ve rl angen noch im rner

»A n d e u t un ge n , w o rin di e Erfin d un g beste h t. «

Das i t do ch ei n Unfng !

Denn w ir w issen ganz genau, dass einer jener ungehe

ure n . Fern sehe r« von der A n t i - Mu ste rschn tz­

Compagni e «, je ner be rü chtig'te n Spi tzbuben ba nde in

Ame rika, bestä nd ig unser Reichs - I atentam t durchleuchtet.

Die s chl a uen Eng lä nder ha ben sich ja gegen d iesen

T ri c ihre r Vette rn geschü tzt , in dem sie ein e Art

Dove'schen Panzer, d e r selbst für »Y- un d Z-Bestra

hlu ng u nd ur c h s i c h t ig ist, um ih r ga nz es

P a te n ta m t h e rum ges c hlun ge n h a b e n,

Uns schwe rfä lligen Deut che n w a r d ieser g rand iose

Musterschutz« na tiirlich ' mal wieder zn te u e r!

. .

.-.-.

.-....-

. ...

Zehn M ilI a rd e n Ma rk zu t e u e r ? Läche rl ich.

W ä hre nd unsere eno rm e n Besitzungen in dem vor

kaum zehn Jahre n e ntdeckte n un ter irdi s ch e n Afrika

jetzt scho n tiig li ch fa s t ein e halbe Millia rde Reinve r­

d ie nst a bwerfen.

U nd d as fast o hne jede U nkosten!

, Denn d ie paar Dntze nd T a usendpfe rd ekraftmaschinen,

d ie Jede Woche durch di e , kolossale Arbeitsleistung

unbrauch bar w e rd en oder di e du rch kle in e Ve rsehen

in der ~edien un g bers ten, e:pl odie re n ; di e rechne n

doch bel so lc h e m R e in ge win'n n i ch t mit!

, All e rdings reissen di e » s t ~at iich e n Unfall prä mien «,

d ie den (lli e rkwurd iger W else t r otzd e m oft noch

t r au e r n den) Hinterb li e be nen der Ve rung lli ckten gezahlt

werden, e twas in s Geld.

Aber immerhin!

Was sind denn lumpige zehn Mi ll ia rden für unser

so kl otz ig r e i c h es Land! ?

W ie e in Märche n kling t es, dass früher ' mal ein

a ll erdings höchst bed eute nder Mensch, der seiner Ze it

weit vora usgewesen ist, gesagt habe n soll : »Es muss

dahin komme n, dass am Sonntag J eder a uch der

e in fache Ma nn , sein H ühnche n im Topfe ha ben kann!« -

Ze hn H ühne r kö nnte J eder täg l i c h heute verzehren,

w e nn - e r sie bewältigen kö nnte l

Aber - - - - !!

Das ist der s pri nge nde Punkt !

Unse r e m ed iz i n isc h e Wi sse n sc h a ft is t zur

ückgeb l i e b e n !

Nicht ' mal e in lumpiges Mittel - das notabene

E rfo lge e rzielt ! - ist zum Beis pi el gegen den Tod

erfunde n worden.

Ko pf gestanden (vor g re nzenl ose m Staunen!) habe n

neulich wieder ' mal unsere Aerzte, als ein sehr geschickte

r O pe rateur, l


4

Unsere Bilder.

Die Welt legte das mit blutigen Lettern geschriebene

Buch der Weltgeschichte bei Seite, sie vergass den weltgeschichtlichen

Spuck, der sich in den atiatischen Gewässern

formte, sie vergass das blutige Ringen der Prozessbeteiligten

in der "Plötzenseer chlacht" zu Moabit, das der Verteidiger

Dr. Halpert, unser Rechtsanwalt der Zukunft, zeitcharakteristisch

mit dem monumenlal wirkenden Worte

"Gegen ?" markierte - und sie wandte sicb einem friedlicheren,

aber ebenso wirkun g~vollem Schauspiel, der Hochzeitsfeier

rles Kronprinzen, zu. 'Wir eröffnen den Bildercyklus

der Hohenzollemtage mit einem Bilde des Kronprinzen,

der seine Kompagnie zum Ehrendienst

nach dem Kgl. Schlosse fübrt. Es folgt hierauf der feierliche

Einzug der flinUichen Braut, der Herzogin Cecilie.

Herr Oberbürgermeister Kirschner bpgrüsst die Tronerbin

auf dem Pariser P latz, während de~sen Tochter in

zarter Symbolik einen Rosenstrauss überreicht. Es reihen

sich 27 Bilder fürstlicher Persönlichkeiten an, die als

Hochztitsgäste aus den vier Himmelsrichtungen Deutschlands

und der übl'igen 'Welt hierhp.r geeilt waren. Es hatten sich

eingestellt diel'ürstlichkeitell aus Mecklenburg- ch werin

neben den erlauchten Vel·tretern Dänemarks, der Gros.­

herzog von Baden nebst Gemahlin, der Köuig von

Wlirttemberg und Frau neben dem Grossh~rzog

von Mecklenb urg- talitz. achsen, Bayern,

Niederlande entsandten ihre Prinzen. Gl'ossfürst

Nicolaus Michailowitsch von l'ussland dudte hier

auf dem neutralen Boden der Hochzeitsfeier mit j a pan is ch en

Prinzen in bestem Frieden leben; - der Erbprinz von

Sachsen-Meiningen und Frau Gemahlin, die Schwester

de~ Kaisers, vel'herrlichten das Fest ihres Neffen und der

Kronprinz von Sch weden partizipierte an der Festesfreude,

während sich zu I-lause die Hälfte des Königreiches

von seines Vaters Besitztum loslöste. - Auf Seite

weud en wir uns dem portlehen und den Sportfreuden zu.

Voil:l.! Die Trabrennbahn Westend. Wir sehen Prinz

Joachim Albrecht von Preussen zum Concourshippi

lue die Preise vert,ilen, wir sehen Herzog Erns t

Günther von chleswig-Hol steill im Gespräch mit

Graf Al vensle ben, ebenso uusel'eu Kron prinzen in

überaus heiterer Gesellschaft und wir erfreuen uns nach

Würdigung einiger charakteristischen Stimmungsbilder auf

dem Sattelplatz der Ren u bahn Ka rI horst des Anblickes

der Dampf yacht .Alexandria", auf der der Kaiser, dem

Wassersport huldigend, eine pazierfahrt Dach der Oberspree

unternimmt. - Nicht Jlm die Familienfeste und die verschiedenen

Sportarten trieben in dieseDl Monat ihre Blüten,

auch das soziale Leben und das Leben mancher Persönlichkeit

war reich an bedeutungsvoller Abwechslung. Nach

kurzer Frist ist das durch die E I nenn ung dcs Oberprä~iden l en

v. Bethmann-Hollweg zum preussischen Minister des Innem

frei gewordene Ober präsidium der Provinz Brandenburg durch

d 11 bisherigenRegierungspräsident en v.Trott Zu Sol~z

in Kassel besetzt worden August v. Trott, welcheram25.Dezemberi

55 in Kassel geboren wDl'de, trat 1 79 als Referendar

bei dem OberlalldsgedchtzllF rankfurt a.M. in denJns'izdieust

und wurde 1 4 zum Regierungsassor ernannt.

J 8 G begleitete er als Reisebegleiter den später im

lndischeu Ozean llmgekommenen Landgrafen von

II es s en auf dessen Orientfahrten. - EhrenvolleHuldigungen

konnten in diesem Monate dem Gelehrten und Professor

der Berliner Universität, Dr. Adolf Tobler, gelegentlich

seines 70. Geburtstages von Seiten der Vertreter der

romanischen Philologie aller Herren Länder dargebracht

werden. Tobler gilt als der Bedeutendste im Reiche der

romanischen Philologie und seinen Ansichten über die

Aufgabe der Philologie, von dem geistigen Leben der in

Völ.ker gesonderten Menschheit eine wirsenschaftlich gerechtfertIgte

Anschauung zu geben, ist er wie kein Zweiter

sowohl in seillen sprachwissenschaftlichen Werken, als auch

.....

:

·

rlll~

ilt 11 Iti

in denen der Völkerpsychologie gerecht geworden. Adolf

T bIer Wal' am 23. Mai 1885 als Sohn des auch literarisch

bekannten Pfarrers alomo n Tobler zu Hirzel im

Kanton Zürich geboten worden. -- Ein Kollege Toblers,

jedoch einer anderen Fakultät angehörig, ist I rofessor

Bernh ard Hübler, welcher ebenfalls vor wenigen Tagen

in bewulldel nSW~J tel' Frische des Geistes und des Körpers

seinen 70. Geburtstag feierte. Htibler ist nicht nur einer

der angesehensten, sondern auch einer der be:iebtesten

Lehrer des Rechts an unserer alma mater. In den bewegtesten

Zeilen des Kulturkampfes stand er ein en Mann

und von ihm stammt das Wort; "Der uralte Kampf zwischen

Königtum und P riestertnm wird niemals aufhören". -

An die Geburtstage der auf wissenschaftlichem Gebiete hervorragenden

Herren reiht sich der Geburtstag eines Arztes

an, deI' aber nicht als solcher, sondern in seiner Eigenschaft

als ozialpoliliker der Theorie und der Praxis das

hohe Ansehen der Metropole geniesst. lch spreche von

dem Stadtverordneten-Vorsteher P. Langelhaus und der

Feier seines:S5. Geburtstages. - WennBerlin wirklicb verdient,

die schönste Stad t, vielleicht auch die gesundeste der Welt

genannt zu welden, so gebührt zweifellos einen nicht geringen

Grad von Anerkennung Herrn Gustav Schl osky,

dem Direktor der Städt. S trassenreinigung. Es ist

durchaus keine Leichtigkeit, bei der Turbulenz einer Gr05sstadt

den modernen Ansprüchen der Hygiene und der Aesthetik

gerecht zu werden - die Schlussseite des Berliner

Lebens giebt uns ein anschauliches Bild davon, welche

Krä te und Hilfsmittel in Bewegung gesetzt werden müssen,

um den Schmutz zu beseitigen und Mad:lme Berolioa täglich

wie eine sauberr, gleich der Aphrodite dem Bade entstiegenen

JnngIrau erstehen zu lassen. - Wir treten mit dem

fol genden Bilde in die Hallen der Kunst ein und erfreuen

uns an dem Anblick der kleinen, flollen, ausserol dentlich

begabten IIenny Wildner. die mit dem "Wiener Ensemble"

in das Neue Kön igl. Opernhaus gezogen ist,

um dort als "Leutnant" in ")ung-Heidelberg" allabendlich

das Publikum zu begeistertem Beifall hinzureissen. Auf Seite 11

ist uos ein Blick in den 0 nc er t saal der berühmten Klaviervirtuosin

und Lehrerin Etelka Gerster-Gardini gestattet

und wir sehen die Dame inmitten ihrer zahlreichen Schülerinnen,

die mit ihrer Kun~t die Kunst der Meisterin in die Welt

tragen und auf eile 13 geniessen wir mit Andacht in dem

vornehmen Atelier des Malers N. Sichel die Gemälde

herrlicher Frauengestalten, deren zarten, schön versinnlichten

Formen und glühenden Augensterne von der Gestaltungskraft

uud Tiefe des Schöpfers Kommentare reden. - Wenn

wir im Reiche der Kunst Umschau halten, dÜI'fen wir

Paul Linke nicht vergessen, dessen Bild wir auf einer der

ersten Seiten des Berlin.er Lebens den. Freunden der Operette

vorgeführt haben. Paul Linke, der Hauskomponist des Apollo­

Theaters, bat an dieser Stätte gl'osse Triumphe gefeiert. Wer

kenot uicht sein e "Frau Luna", seine "Venus auf Erden"

und sein "Im Reiche der Indra" ? - Wi r gedenken hier noch an

der I-land einer photographischen Wiedergabe des nicht lange

nach seinem achtzigsten Geburtstag verstorbenen Schriftstellers

und König!. Bibliothekars Balduin Möllhausen,

des Sängers der "Tafelrunde von Dreilinden", des Verassers

"der alten Trapper", als welchel' er selbst in einem

abenteuerlichen Leben unt


5

Vcr Kronprinz fiihrt seine Kompagnie zum Ehrendienst

nach dem König!. Schloss.

phol. Dn llll c 'l be y~ & Co.

Herzogin C ~cilie

im Hochzeitswagen a'lf dem Pariser Platz.

P;'Ol. Berl. / llllslr.-Ces·

Einzug der Herzogin Cecilie in Berlin.

(Ankunft auf dem Pariser Platz.)

phOl. Sdle & K",,/::e.

Von der Hochzeit unseres I(ronprinzen.

BERLINER LEBEN


BERLINER LEBEN

6

Obere Reihe:

Grossherzogin von Mecklenburg-Schwerin, Grosshel'zog von MecklenbUl'g-Schwerin, Grossherzogin-vVilwe Anastasia von Mccklenburg-Schwerin,

Prinz Chrislian von Dänemark, Prinzessin Christian von Dänemark,

Mitllere Reihe : Gl'ossherzogin von Baden, Grossberzog von Baden, König von Würltemberg, Königin von W ürllembcl'g, Gl"Ossherzog von Mecklenburg-Strelitz.

Untere Reihe: Prin z J ohann Ge org von achsen, Grossherzog von Oldenburg, Herzogin Cad Theo dor in Bayern, Herzog Cul Theodor in Bayern, Prinz

Heinrich der Niederlanilc.

Fürstliche Hochzeitsgü.ste.


7

Obere Reihe:

Grossfürst Nicolaus Michailowilsch von Russland, Iüonprinzessill. von Griechenland, Kronprinz von Griechenland, Prinz Ferdinand von Rumänien.

Mitllere Reihe: Prinz Ruprecht von Bayern mit Famil ie, Erbprinzessin vou Sachsen-Mainingen, Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Grossherzog und Grossherzogin

von Hessen .

Untere'Reihe:

HerzQgin::.Marie Anloinelte von Mecklenburg, El·zherzog Franz Ferdinand von Ocsterreich, Kronprinz von Schweden, Herzog von Aosla.

Fürstliche Hochzeitsgäste.

BERLINER LEBEN


Prinz Joachim Albrecht von Prellssen übeneicht die Preise.

Vom

Herzog Ernst Giinther von Schleswig-Holstein

im Gespräch mit Graf Alvensleben-Neugattersleben.

oncours-hippique auf der Trabrennbahn Westend.

Unser Kronprinz in heiterer Gesellschaft.

Pilot. ß erl. 1//I/slr ·res

BERLl.:\ER LEBEN

Bilder vom Sattelplatz der R ennbahn Karlshorst.

PIIOI. Oalt"wb" f[ & Co.


Der Kaiser unternimmt vom Kg1. Schloss au auf der Dampf yacht " le 'andrine"

eine Spazierfahrt nach der Obers! ree.

Spe= ia/~.~J/(I"a/l1lle r/ir's .. Rer/iuty Lebeu U

VO lt Mn x MiSSl/lfll1 l1, ßerlin ,

BERLINER LEBEN


10

August von Trolt zu Solz, der neue Oberpräsidenl

der Provinz Brandenbllrg.

Prof. Dr. phi!. Adolf Tobler feierte seinen

70. Geburtstag.

Geh. Ob.-Reg.-Rat Pro r. Dr. jur. Bernbard Hübler,

feierte seinen 70. Geburtstag.

Stadtverordueten-Vorsteber Dr. med. P . Langerhans

feierte seinen 85. Geburtstag.

Gustav Scbl osky,

Direktor der Slädl. Strassenreinigung.

HeOllY Wilducr

(Neucs König!. Opern-Theat er).

Balduin Möllhausen t

BERLINER LEBEN


11

Etelka Gerster-Gardini 1m Kreise ihrer Schülerinnen.

Specialaupla/l1l1C fii,S " Berliner Leben"

VOlt Zander & Labisclz.

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12

Berliner Frühbörse.

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13

N. Sichel nebst Gell1ahlin In1 Atelier.

SpcciatalllJloh1'1" ,/ir,t: R/-


14

Conrad Alberti

(Berliner Morgenpost).

Hel'mann Bachmann

(Vossischc Zeit llDg) ,

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Wilhelm Bmhn

(Staatsbürger Zeitung).

Arthur Dix

(National-Zeitung).

Heinrich Engel

(DC1' Reichsbote).

Dr. Reinold Issberner

(Freie Deutsche Presse).

Dr. Georg Korn

(Welt am Montag).

Dr. Wilhelm Kronsbein

(Die Post).

Chefredakteure Berliner Tageszeitungen.

BERLINER LEBEN


15

J. L andau

(Berliner Börsen-Courier).

Dr. Arthur Levysohn

(Berliner Tageblatt).

A l/sel1n ilar/og- phol.

Paul Ma:rx

(Der Tag).

Dr. Georg Qertel

(Deutsche Tages-Zeitung)

Max Graf PilaU von Tassul zu Daxberg

(Deutsche Warte).

Heinrich llippler

(Tägliche Rundschau).

P. Runge

(Norddeutsche AlIg ~ m e iuc

Zeitung).

Dr. Tyrol

(Deutscher Reichs-Anzeiger).

C hefredakteure Berliner Tageszeitungen.

BERLINER L.EB EN


16

Berliner Strassenreinigung.

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überfettete, 10 prozentige Salicylsäureseife, welche im

Gegensatz zu den bisherigen Seifen die Salicylsäure

nicht als Alkalisalz enthält, sondern in freiem, bei

äusserlicher Anwendung allein resorptionsfähigem und

wirksamen Zustande. Im Rheumasan erst zeigt das

Salicyl seine volle Wirkung o hn e j ede Nebenwirkung

a uf den Organism u s. Rheumasan wirkt,

wenn Salicyl innerlich und andere Mittel versagen.

Rheumasan leistet nach Ausspruch erster Autoritäten

vortreffliche Dienste bei Rheilluatismus, Gicht, lchias,

Migräne, Neuralgie und Influenza, lmd hat sich benüts

glänzend bewährt. Es ist zu haben in den meisten

Apotheken in Tuben zu Mark 2,- .

-

zwei Tagen hatte ich das Gewiinschte in Häuden.

Fedel'leicht lieg t es auf .dem Kopfe, da es ein Hohlgestell

aus feinem Federstahl mit Ttill ist, in welches

die Harre hinein geknüpft sind, eine wahre Wohltat

im Vergleich zu den anderen bi sher von mir benutzten

Unterlagen aus Krepp oder 'Wolle, die Kopfschm erz

und Schinnenbildung vcrursachten. da sie der Luft

den Zutritt zum Haarboden nahmen. Da ich die

"Heul'eka" mit Stirnlöckchen bestellt hatte, trug ich

sie in den ersten vVocben als Vordel'frisur obenauf ;

dann, nachdcm sich mein versengtes, struppiges Haar

danmt' r rasch erholt hatte, als Unterlage. Meine

neue moderne Frisur wird viel bewundert und doch

ist sie In wenigen Minuten hergestellt. Ja, einige

Bekannte wollen gar nicht glauben, dass es ohue

fremde Hilfe geschieht. Da jedem Exemplar von

Eine Erfahrung. Durch häufiges Brennen

"Heureka" eine gen aue Anleitung mit Abbildung beige6eben

ist, so ist die tadell ose Herstellung der Frisur

hatte ich mir das Vorderhaar versengt ; es war missfarbig

und kurz geworden und sah, über eine Kreppunterlage

gekämmt, die vorwitzig überall ihre Existenz

auch der ungelibtes ten Hand möglich. Im Interesse

meiner Mitschwestern möchte ich Ihnen raten,

verriet, sehr unordentlich aus. Da las ich das Inserat

besonders flir die Reisesaison, als Hilfsmittel zum

der Haarunterlage "Heureka·. "Halt! Ich hab's gefLmdenl"

dachte ich, "das wäre etwas für dichi"

Selbstfrisieren, sich eine "Heureka" anz uschaffen: sie

veljüngt und verschönt und giebt der ganz eu Erscheinung

das Cachet des Modernen.

Flugs schrieb ich an den Erfinder und Fabrikanten

HelTn Paul Lange, Berlin C., Königstrasse 38,

sandte einen Teil ' ausgekämmter Haare hin und nach

Joltamza Klein.

-

VICTORIA ZU BERLIN

ALLGEMEINE VERSICHERUNGS -ACTIEN -GESELLSCHAFT.

Vermögens-Ausweis Ende Dezember 1904.

I

Vermögen. .;It .J Verbindlichkeiten. I .;1(' ..J

W echsel der Aktiolläre 4,8flO 000 - Ak tien-Kapital . 6,000,000 -

Bare Kasse 394,926 04 Reservefonds :1,200,000 -

Effekten . 13,965,295 20 Pl'ämien-Reserven und U ber.-

Hypotheken *13,5t4,775 88 träge, Schaden-Reserven 374,946, 22 78

Grundbesitz der GesellschafL 8,810,437 24 Gewinn-Reserven 66,054,729 92

Dm'lehen auf Polizen 27,208, 126 73 Sonstige und Extra- Res~rv~Jl 9,966,186 93

Guthaben:

Gu thaben von Vel'sicherungsbei

den Vertretern 6,256,673 - Gesellschaften [md Banken 2,077,756 92

an Teilprämien fällig 1905 6,421,592 - Barkautionen und Spargelder 154,167 74

an Hypotheken- u. Effekten-

Unterstützungs-Fonds für

Zinsen und Mieten, fällig Beamte lllld Hinterbliebene 1,604,030 54

_Anfang 1905 3,202,738 13 Ü':::,schuss d. Gesamtgeschäfts 22,570,869 39

1484,574,564122 1484,574,564122

Es werden fü r das Rechnullgsjahr 1904 an Dividenden für die mit Gewinn-Anteil

Versicherten verteilt in Summa Mk. 20,945,543,09 und zwar ;

a) 40 pet. der Jahres-Pl'ä mie in der Unfall-Versicherungs-Branche,

b) 3 pet. deI' vom Versicherungs-BC'ginn an gezahlten Gesamt - Prämien (nicht

nur der einzelnen Jahres-Prämie) der Lebens-Versicherungs-Branche,

d. h. beginnend mit 10 pCt. der Jahresprämie fliT den jüngsten Jahrgang, steigend

bis zu 81 pet. der Jahres-Prämie Inr den ältesten Jahrgang 1878.

c) 10 pet. der Jahres-Prämie in der Abteilung der Versicherungen auf

den Erlebensfall mit Gewinn-Beteiligung (Tarif L 1.).

d) 25 pet. der Jahres-Prämie in der Volks-Versicherungs-Abteilung.

Der Oalawagen, den die Provinz Posen

dem Kronprinzen anlässlich seiner

Vermählung schenkte, war in der

Fabrik für Wagenbau von Küh lstein zu

Charlottenburg, SalZllfer 4, ausgestellt und

erregte allgemein e Bewunderung. Der

ultramarinblaue, von silbernen Zierleisten

eingefasste Wagen kasten hängt in Riemen

und ist achtfach gefedert. Auf den Türen

sieht man das schöngemalte preussischmecklenburgische

Allianz-Wappen und Zll

beiden Seiten ein kleineres preussisches

Wappen. An allen vier Ecken des Wagenkastens

sind grosse silberne Laternen angebracht

worden, während die Wagendecke

durch vier Eck-Adler und zwei über den

Türen befindliche silberne Kronen abgeschlossen

wird. Das Innere des Wagens

ist mit cremefarbenem Atlas ausgeschlagen,

die Sitze und der Himmel sind gepolstert,

und die ganze Polsterung ist mit einer

kostbaren Borte eingefasst. Die grossen

Kristallscheiben sind fazettiert, die maschinenartig

angelegten Einsteigetritte sind in das

Innere des Wagens hineingebaut worden.

Die Oala-Bockdecke besteht aus rotem

Sammet und ist mit Posamenten aus Silber

und rotem Sammet behangen. Zu beiden

Seiten der Decke befindet sich in der Mitte

je ein wunderbar gesticktes Allianz-Wappen,

bei dem die Kronen mit Perlen besetzt

sind. Das Wagengestell ist karminrot und

mit Silber abgesetzt, die Räder haben dicke

Reifen aus Vo llgummi. Die prachtvol le

Kutsch e ist ein Meisterwerk der deutschen

Wagenbaukunst.

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vier absolut getrennten EJUzelwannen untergebracht w erden, als Zu· und Ableitung und

zwtngt somit den elektrischen Strom zum Durchzug durch den Rumpf. Die K ombination

mit den » vier Ze ll en" ermöglicht für jede Stromat·t fllnfzig .in sich verschiedene, einheit.

liehe Applikationsarte n und bezweckt ausser der aligeme lO en, den Stoffwecbsel d es G e·

samtorganismu s . förderpden W irl


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