Gottesdienste der Luthergemeinde - Lutherkirche Kiel

lutherkiel

Gottesdienste der Luthergemeinde - Lutherkirche Kiel

Gottesdienste der Luthergemeinde

jeweils um 10 Uhr in der Lutherkirche, falls nicht anders angekündigt

3. Dezember Gottesdienst am 1. Advent mit Abendmahl

Frauengruppe; Predigt: Pastorin Renate Ebeling

Kinderkirche mit Pastor Gregor und dem Team

10. Dezember Gottesdienst am 2. Advent

Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

17. Dezember Gottesdienst am 3. Advent

Predigt: Pastorin Sabine Klatt

24. Dezember Gottesdienste am Heiligen Abend

15.30 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel

Pastor Martin Gregor und das Kinderkirchenteam

17.00 Uhr Christvesper, es singt die Lutherkantorei

Predigt: Pastor Martin Gregor

23.00 Uhr Christmette

Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

25. Dezember Gottesdienst am ersten Weihnachtstag

Predigt: Pastor Martin Gregor; mit Taufe

26. Dezember Gottesdienst am zweiten Weihnachtstag

Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

31. Dezember Gottesdienst an Silvester mit Abendmahl

18.00 Uhr Predigt: Pastor Martin Gregor

1. Januar Gottesdienst an Neujahr

18.00 Uhr Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

7. Januar Gottesdienst am 1. Sonntag nach Epiphanias

Predigt: Pastor Martin Gregor; mit Taufe

14. Januar Gottesdienst am 2. Sonntag nach Epiphanias

mit Abendmahl; Predigt: Pastor Martin Gregor

21. Januar Gottesdienst am 3. Sonntag nach Epiphanias

Predigt: N.N.

28. Januar Gottesdienst am letzten Sonntag nach Epiphanias

Predigt: Pastor Martin Gregor; mit Taufe

4. Februar Gottesdienst am 3. Sonntag v. d. Passionszeit

Septuagesimae Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

Kinderkirche mit Pastor Gregor und dem Team

gratis zum Mitnehmen

Dezember 2006-Januar 2007

Lutherpost

6

– Gemeindezeitung der Lutherkirche

Foto: epd-bild

Neue Pastorin der Region S.22/23

Weihnachtsgottesdienste S. 24


2 DIE MEINUNG

Liebe Leserinnen

und Leser,

Weihnachten steht vor der Tür - und

wir alle und insbesondere die Kinder

freuen sich darauf. Weihnachten, ein

Fest die Friedens bei uns? Wenn es

um militärische Konflikte geht, dann

wohl ja - wenigstens in Deutschland.

Das war, wie insbesondere die Alten

unter uns noch sehr genau wissen,

nicht immer so. Aber manchmal - so

lehrt uns die Geschichte - war die

Sehnsucht nach Frieden zum Fest der

Geburt Jesu Christi so stark, dass

selbst die Realität einer unbarmherzigen

Kriegsmaschine eine Pause einlegen

musste. Dezember 1914, im

Westen nichts Neues: Die Truppen des

Deutschen Reiches haben sich in

Sichtweite ihrer Gegner - Eingländer,

Franzosen, Belgier - in Schützengräben

tief in den Lehmboden eingebuddelt.

Die anderen halten es ebenso. Die

feindlichen Heere liegen sich gegenüber,

der Stellungskrieg tobt mit Toten

und Verwundeten. Doch dann geschieht

das Unglaubliche. Ein Waffenstillstand

über die Festtage ist vereinbart.

Frieden bricht aus mitten im

Wahnsinn. Den Anstoß geben die

Deutschen. Pappschilder werden

hochgehalten, erst hier, dann auf der

anderen Seite. „Merry Christmas“

heißt es oder „Frohe Weihnachten“.Waffenstillstand

in Flan-

dern: Die Soldaten verlassen die

Schützengräben und feiern gemeinsam.

In den Stacheldräten und Gräben

stehen Tannenbäume. Tabak,

Schnaps, Zigarren und Plumpudding

sowie kleine Geschenke wechseln

die Fronten. Die Soldaten, die

gestern noch auf sich geschossen

haben, liegen sich in den Armen.

Aber der kleine Frieden währt nicht

lange. Nach dem abgelaufenen

Waffenstillstand werden die Soldaten

wieder in ihre Schützengräben

gezwungen, das Morden nimmt

wieder seinen Lauf. Der kurze Waffenstillstand

hatte bewiesen, dass

die Sehnsucht nach Frieden gerade

zu Weihnachten selbst im Krieg

ungebrochen stark ist. Zu Weihnachten

wurde der geboren, der uns

lehrte, dass es vor Gott keine

Rechtfertigung für Gewalt gibt.

Das hat damals für nur drei Tage

Waffenstillstand gereicht. Doch

diese Tage in Flandern sollten uns

eine ständige Mahnung sein, gerade

zu Weihnachten: Niemals Krieg.

Eine schöne Vorweihnachtszeit und

ein Fest des Friedens wünscht Ihnen

Hartmut Schulz

Impressum

Die Lutherpost erscheint 6 mal im Jahr. Sie liegt in

der Gemeinde aus, nur die Weihnachtsausgabe wird

verteilt.

Redaktion: Renate Dopheide, Martin Gregor, Katja

Kroll, Kay Rath, Hartmut Schulz, Thomas Zawel

Redaktionsadresse und ViSdPG: Hartmut Schulz,

Schillerstraße 9, 24116 Kiel

Nächster Annahmeschluss für Beiträge: 15. Jan. 2007

DAS INTERVIEW mit

Pastorin Gesa Bartholomae

Was tun Sie, um sich zu entspannen? Ich finde den Glauben an die Gegenwart

und Fürsorge Gottes sehr entspannend, deshalb übe ich mich immer

wieder im Gottvertrauen. Ich nehme mir dafür jeden Morgen Zeit in der Stille.

Dadurch ist es mir tagsüber bewusster, dass Gott da ist, und wenn ich daran

denke, werde ich ruhig.

Welche berufliche Station hat Ihre Arbeit als Pastorin besonders

geprägt? Ich habe in meiner ersten Gemeinde nach dem Vikariat gelernt, was

im Pfarramt notwendig ist. Das war von 1985 bis 1995 in Hamburg-Iserbrook.

Es war wie eine 10-jährige Schule, die mich überhaupt erst zur Pastorin gemacht

hat.

Wer hat Ihren Glauben und Ihre Frömmigkeit geprägt? Meine Eltern

und Pastor Dr. Olav Hanssen, der in meinem Heimatort Hermannsburg ein

Missionsseminar geleitet hat. Er lebte von 1915 bis 2005. Nach seiner Pensionierung

hat er eine kleine Bruderschaft gegründet, die sich dem Gebet verpflichtet

fühlt. Ich habe bei ihm gelernt, wie man eine tiefe Frömmigkeit mit

einem klaren und kritischen Denken vereinbaren kann. Ich lebe selber nach der

geistlichen Regel, die er verfasst hat. Da spielt die Stille und Einkehr eine

wichtige Rolle. Außerdem bemühe ich mich um einen gesunden und einfachen

Lebensstil, weil der Glaube darin besser gedeihen kann.

Welcher Bibelspruch bedeutet Ihnen am meisten? „Kommt her zu mir

alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ (Mt. 11, 28 )

Bleibt Ihnen neben Ihrer Arbeit als Pastorin noch Zeit für ein Hobby?

Leider habe ich weniger Zeit, als ich mir wünsche, um Hobbies zu pflegen.

Ich treibe regelmäßig Sport, in dem ich schwimme, jogge, Fahrrad fahre

und etwas Yoga mache. Außerdem blase ich im Posaunenchor mit, z.Zt. dort,

wo ich wohne, nämlich in Suchsdorf. Ich nähe auch gerne mal ein Kleidungsstück,

am liebsten mit Patchwork verziert, aber dazu komme ich kaum noch.

So gebe ich mich, was die Handarbeit betrifft, damit zufrieden, nebenbei Sokken

zu stricken.

Was würden Sie uns für die Weihnachtszeit gerne mit auf den Weg

geben? Freuen Sie sich darüber, dass Gott Mensch geworden ist, und lassen

Sie ihn in Ihr Herz hinein.

23


22 GEMEINDELEBEN

danach auszustrecken und zu ertasten,

was er von uns möchte. Dann wird

auch sein Segen darauf liegen. Jesaja

beschreibt das im Folgenden so: Gott

wird einen Weg durch die Wüste bahnen

und Wasserstöme durch die Ein-

öde lenken. Ich freue mich auf das

Neue, das Gott für uns bereithält.

Mögen wir es ergreifen!

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Pastorin Sabine Klatt

Ein neues Gesicht

Ich heiße Gesa Bartholomae, bin verheiratet und 49 Jahre alt. Nach meinem

Theologiestudium wurde ich 1985 Pastorin der Nordelbischen Evangelisch-

Lutherischen Kirche. Ich lebte lange Zeit in Hamburg und hatte dort ein

Gemeindepfarramt.

Einige von Ihnen haben mich hier jetzt sicher schon manchmal gesehen, denn

seit dem 1. September arbeite ich mit einer halben Stelle in der Region der

beiden Gemeinden Jakobi-Ost und Luther mit. Ich halte dort Gottesdienste,

mache Amtshandlungen und gebe Konfirmandenunterricht. Vorher war ich seit

April 2000 ganz in der Evangelischen Studierendengemeinde Kiel, die auch

weiterhin zu 50% mein Arbeitsgebiet ist.

Und gerade diese Verbindung kann für alle Beteiligten fruchtbar und bereichernd

werden. Ich würde mich freuen, wenn sich die beiden Arbeitsgebiete

miteinander verbinden, sodass Studierende öfter einmal den Weg in die Lutherkirche

oder die Jakobikirche finden, und bei anderen Menschen aus der Region

auch Interesse für die Veranstaltungen in

der Studierendengemeinde entsteht. Einige

Angebote, wie z.B. ein Gesprächskreis

zur Bibel und die „Zeit der Stille“, sind

bewusst für alle gedacht.

Bei meiner Arbeit geht es mir grundsätzlich

darum, den christlichen Glauben mit

anderen zu teilen und zu leben. Dabei liegt

mir die Botschaft der Bibel besonders am

Herzen. Ich möchte sie gerne durch Gottesdienst

und Gespräch, Unterricht und

Meditation in der Gemeinschaft mit Gläubigen

und auch noch Ungläubigen tiefer

kennen lernen und erfahren.

Katharina von Bora

Blitzgescheit und selbstbewusst ist

sie gewesen. Die Erziehung im

Kloster hatte sie geschult und geprägt.

Sie konnte lesen und schreiben,

beherrschte die lateinische

Sprache wie die deutsche, hatte

pharmazeutische und betriebswirtschaftliche

Kenntnisse. Selbstverständlich

kannte sie sich in theologischen

Themen aus. Ihr Mann, der

Theologieprofessor

Martin Luther, diskutierte

mit ihr wie mit

einem seiner Kollegen.

Als sie das Kloster

heimlich verließ und

verarmt und mittellos

darauf angewiesen

war, durch eine Heirat

versorgt zu werden,

ergriff sie schließlich

selbst die Initiative und

machte ihrem zukünftigen

Ehemann den

Heiratsantrag.

Ihre erste Tat als frisch verheiratete

Ehefrau war, den völlig verfaulten

Strohsack ihres Mannes zu beseitigen,

da weder er noch sein

Famulus auf die Idee gekommen

waren, denselben einmal zu lüften.

Arbeiten und organisieren konnte

sie. Anfangs hatte sie eine Hausgemeinschaft

von 10 Personen zu

betreuen. Im Laufe der Zeit wuchs

LUTHER-ABC

Katharina

3

die Zahl auf 30-40 an; manchmal hatte

sie im „Schwarzen Kloster“ bis zu

80 Personen zu verköstigen. Im Haus

war nicht nur die Wohnstätte der Familie

Luther, es war auf ihre Initiative

hin auch ein Gästehaus, Studentenheim

mit einem ausgedehnten Mittagstisch.

Ihr Mann pflegte täglich

seine Kollegen und Studenten nach

Hause einzuladen, um beim Mittagessen

theologische Tischgespräche zu

führen, an denen auch Katharina

teilnahm. Im

Grunde leitete sie einen

mittleren Betrieb, war ihre

eigene Architektin, Bauherrin,

Verwalterin. Sie

kaufte Garten, Weinberg

und Acker, ließ Brunnen,

Badestuben, Kamine und

ein Brauhaus bauen. Als

sie 1525 heiratete, war das

„Schwarze Kloster“ - ein

unbewohntes ehemaliges

Augustinerkloster, das der

Kurfürst Johann Martin Luther als

Wohnung zugewiesen hatte - ein

dumpfes, baufälliges Gemäuer. 10

Jahre später hatte Katharina daraus

ein wohnliches und ansehnliches Anwesen

gemacht mit beheizten Zimmern,

Badestuben, Garten und 40

Kammern für die Familie, Gäste, Studenten

und Freunde. Martin Luther,

Fortsetzung auf S. 11


4

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GEMEINDELEBEN

Neues KV-Mitglied

Liebe Luthergemeinde,

vor kurzem wurde ich, Gabriele

Ellermann, in den Kirchenvorstand

nach gewählt und im Gottesdienst

feierlich eingeführt. Meine Familie

und ich sind seit ca. 4 Jahren –

damals begann die Konfi-Zeit unseres

Sohnes – der Luthergemeinde

eng verbunden (Kantorei, Feste,

Besuchsdienst Freiligrathheim).

Bei den bevorstehenden Veränderungen,

die besonders den Kindergarten

betreffen, werde ich meine

Erfahrungen und Ideen, die ich als

langjährige Leiterin eines Kindergartens

sammeln konnte, unterstützend

einbringen.

Gabriele Ellermann

Familiennachrichten

B e e r d i g u n g e n

Elfriede Gülow 93 Jahre

Gertrud Kirch 92 Jahre

Marga Muxfeldt 94 Jahre

Margrit Rönnau 68 Jahre

Otto Distler 88 Jahre

T a u f e n

Lukas Wenzel

Finn Oliver Rath

Gedanken zur Jahreslosung

Meine Tochter kommt hungrig aus

der Schule nach Hause und will

wissen, was es zum Essen gibt.

„Ich habe was Neues ausprobiert!“,

sage ich. Meine Tochter schaut

mich an: Was Neues? Was das wohl

ist? Ob das überhaupt schmeckt? -

Etwas Neues - manchmal lässt uns

das skeptisch aufhorchen, weil wir

unsere Gewohnheiten lieben oder

weil uns das Neue nicht ganz geheuer

ist. Oft löst sich das Unbehagen

auf, wenn wir uns auf das

Neue einlassen und feststellen - wie

meine Tochter mit dem Essen -,

dass das Neue etwas für sich hat.

Die Israeliten damals in der Babylonischen

Gefangenschaft haben

Gottes Wort vom Neuen, das er

schaffen will, anders gehört. Für sie

war der alte Zustand unerträglich.

Sie waren immer noch - nach Jahrzehnten

- in der Verbannung und

sehnten sich danach, dass sich endlich

etwas ändern

würde, ja, dass

sie nach Hause

kommen würden.

„Siehe, ich will

ein Neues schaffen!“

- diese Verheißung

Gottes

ist Zukunftsmusik

in ihren Ohren.

Gott wird ei-

JAHRESLOSUNG 2007

21

nen Weg in eine lohnenswerte Zukunft

bahnen. Auch solche Situationen kennen

wir: Wir wissen, wie bisher geht

es nicht mehr weiter. Es muss sich etwas

ändern! Nicht immer haben wir

den Mut, dass anzupacken, oft zaudern

und zögern wir und fragen: welches

ist denn nun die richtige Entscheidung?

In alle Unsicherheit über

die Zukunft gilt auch uns die Zusage

Gottes: „Ich will ein Neues schaffen,

jetzt wächst es auf, erkennt ihr`s denn

nicht?“ Ihr müsst die Zukunft ja nicht

alleine anpacken, seid doch nur offen

für mein Handeln! Ich finde diese Zusage

äußerst mutmachend, für unsere

privaten Bereiche, aber auch für unsere

Gemeinde und für die Region

Kiel Mitte, in der wir verstärkt zusammen

arbeiten werden. Noch haben

wir keine endgültigen Visionen,

wie sich alles entwickeln wird. Aber

Gott hat sie schon! Nicht nur auf unsere

Pläne, Sorgen, Ängste oder Vorhaben

alleine zu schauen, sondern sich


20

„Eure Almosen könnt Ihr behalten,

wenn Ihr gerechte Preise

zahlt“

Mit dem Verkauf an den drei Adventssonntagen

beenden wir, Annelene

Frohne und Inge Loehr, nach 15 Jahren

aus persönlichen Gründen unsere

Arbeit für den Eine-Welt-Stand. In all

den Jahren hat uns dieses Engagement

viel Freude gemacht, konnten wir

doch innerhalb der Gemeinde für fairen

Handel mit der sogenannten „Dritten

Welt“ werben. Das Wort „Eure Almosen

könnt Ihr behalten, wenn Ihr

gerechte Preise zahlt“ war uns immer

Ansporn, uns für den Verkauf von

Waren, die aus Kooperativen und

Produktionsgemeinschaften von

Kleinbauern kommen, einzusetzen.

Denn damit wird dazu beigetragen,

die Menschen in den Ländern des

Südens zu ermutigen und ihre Lebensbedingungen

nachhaltig zu verbessern.

Wir danken all denen sehr herzlich,

die uns durch den Kauf von

Waren unterstützt und denen, die uns

beim Verkauf geholfen haben.

Der Reingewinn (ca. 1000 DM /500

Euro jährlich) ging an Projekte, die

unsere Gemeinde unterstützt. Jahrelang

war das eine Initiative in Mosambik.

Jetzt ist es das Aidswaisen-

Hilfsprogramm für Gemeinden in

Tansania. Durch den Verkauf des

„Heikendorfer“ Kilimanjaro-Kaffees

wurde das Partnerschaftsprojekt der

EINE-WELT-STAND

Kirchengemeinde Heikendorf mit

der Gemeinde in Mrimbo / Tansania

unterstützt. Der gesamte Gewinn

aus dem Kaffeeverkauf fließt

dorthin. Damit werden Ausbildungsstätten

für Jugendliche geschaffen

und gefördert.

Wir wünschen uns sehr, dass die

erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden

kann. Das Team, das sich dazu

bereit erklärt hat, braucht dringend

noch Verstärkung. Neben dem Verkauf

nach den Gottesdiensten gehört

der Einkauf bei der GEPA

(Gesellschaft zur Förderung der

Partnerschaft mit der Dritten Welt)

in Hamburg zu den regelmäßigen

Aufgaben.

Wir freuen uns, Sie zum Abschied

unserer Tätigkeit an den drei Adventssonntagen

begrüßen zu dürfen.

Neben dem laufenden Angebot

(Kaffee, Honig, Tee, Schokolade,

Gläser, Kindergeldbörsen

u.v.a.) bieten wir wieder spezielle

Weihnachtsartikel wie Geschenkpapiere,

Kunstkarten, Weihnachtschmuck

und Servietten.

Bitte melden Sie sich, wenn Sie

selbst mitarbeiten möchten oder

jemanden kennen, der dazu Lust

hat, bei Annelene Frohne (Tel.:

85509) oder Inge Loehr (180970)

Neue Kinderkonfirmanden

starteten mit Freizeit

Vom 3. bis 5. November

fuhren wir

mit 12 neuen Konfirmanden

und zwei

Teamern auf den

Koppelsberg bei

Plön. Das Erstaunliche:

Wir waren

gleich eine Mannschaft!

In allen Pausen

rollte der Ball,

ob Soft- oder Fußball,

ganz egal, und

alle machten mit. Das war eine

schöne Erfahrung! Insgesamt

war die Freizeit eine „runde Sache“.

Wir beschäftigten uns u. a.

mit den Perlen des Glaubens -

und auch die rollten manchmal

in alle Richtungen. Das Band des

Glaubens wird uns noch weiter

in unserer Konfirmandenzeit begleiten

und - das wünsche ich mir

- das Band unserer Gemeinschaft

stärken. Einen herzlichen Dank

an Markus und Paul, die Nachtwanderung,

Spiele, Spass und

Aktion für uns vorbereitet haben

und viele Kinder vor den gefräßigen

Spinnen retteten.

Pastorin Sabine Klatt

GEMEINDELEBEN

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5


6 ADVENT

Nachdenkliches zum Advent

Wann ist Vorweihnachtszeit? Wenn

die ersten Lebkuchen duften? Wenn

die Patentante fragt, was der Weihnachtsmann

bringen soll? Sind Sie jedes

Jahr wieder vom Heiligen Abend

überrascht? Meine Frau kauft Weihnachtsgeschenke

das ganze Jahr: „Das

nächste Weihnachten kommt bestimmt!“

Wie wäre es denn mit dem

„Advent“? Oder beginnt die „Vorweihnachtszeit“

irgendwie früher? Sie

wissen längst, dass das Wort Advent

„Ankunft“ bedeutet. Aber wer kommt

denn da eigentlich an? Der eingangs

erwähnte Weihnachtsmann sicher

nicht – oder glauben Sie daran? Oder

kommt keine Person, sondern ein nicht

näher beschriebenes, quasi anonymes

„Weihnachten“, ein „X-mas“, mit

dem lateinischen x als Platzhalter für

den, mit dem zu rechnen ist? Ja, mit

wem ist denn zu rechnen? Wer

kommt? Die Antwort wird Sie nicht

überraschen, jedenfalls nicht mehr als

jedes Jahr das Weihnachtsfest: Gott

kommt! Am Heiligen Abend sehen wir

im Symbol des neugeborenen Kindes,

dass Gott in die Welt gekommen ist.

Nicht aber anonym oder als Welterklärungsformel,

sondern als ein

Mensch, nackt, zum Leben und zum

Sterben und zum Leben bestimmt.

Wie wir. Gott ist in die Welt gekommen,

zur Welt gekommen, zu mir gekommen.

Glauben Sie daran? Oder

spüren Sie eher die Wahrheit dieses

Abends darin, dass Gott in Ihnen,

in Ihrem Herzen geboren werden

will? Als Frucht der Liebe?

Dann wäre die Vorweihnachtszeit

jene Zeit, in der Sie mit Gott

schwanger gehen, wie käme er

sonst zur Welt? Lassen Sie einmal

Gottes Geist der Liebe zu sich sprechen.

Sie hören nichts? Dann kommen

Sie zuerst zu sich, nutzen sie

den „Advent“, um bei Ihnen selbst

anzukommen. Und wenn Sie ganz

bei sich sind, vielleicht hören Sie

ihn dann, sogar durch Weihnachtslieder

hindurch. Und wenn Sie daraufhin

bei anderen Menschen ankommen,

weil dieser Geist der Liebe

sie nicht anders lässt, dann

weihnachtet es sehr, denn so kommt

Gottes Geist zur Welt! Für mich beginnt

die Vorweihnachtszeit am

Buß-und Bettag. Sie wissen längst:

Buße heißt Umkehr, Umdenken,

Besinnung – auf das Wesentliche:

FÖRDERER DER LUTHERGEMEINDE

Werden Sie Mitglied!

Wie in anderen öffentlichen Haushalten

wird

auch in der

Luther-Kirchengemeinde

das Geld

knapper. Unser

Verein

„ F ö r d er er

der Luther-

Gemeinde e.V.“ unterstützt konkret

die Luther-Kirchengemeinde, so

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19

dass Sie gezielt helfen und fördern

können. Wir haben viel vor: Energiesparende

Maßnahmen für die Kirche,

die Sicherung der Kinder- und Jugendarbeit

oder die Unterstützung der Kirchenmusik.

Um weiterhin lebendige

und zukunftsweisende Arbeit leisten

zu können, benötigt die Luther-Gemeinde

über den Verein „Förderer der

Luther-Gemeinde e.V.“ Ihre Hilfe.

Darum unsere herzliche Bitte an Sie:

Werden Sie Mitglied!

Informationen im Gemeindebüro


18 JUGENDSEITE

Neues (und altes) von den Pfadfindern

Seit fast zwei Jahren gibt es uns VCP Pfadfinder – Stamm Kiel Mitte – nun in

den Gemeinden Jakobi-Ost, Luther und Nikolai! In diesem Jahr haben wir

einiges zusammen erlebt und es hat sich auch einiges verändert. Zweimal waren

wir in diesem Jahr zum Beispiel auf der Hohburg, einem abgelegenen

Häuschen direkt am schönen Westensee. Für einige war dies eine ganz schöne

Umstellung: Kochen auf der „Hexe“; das Wasser aus dem einige hundert Meter

Entfernung entlegenen Brunnen holen, heizen mit dem alten Ofen und dem

Kamin. Stromanschluss und einen funktionierenden Wasserhahn sucht man

hier vergebens. – Aber es geht auch ohne! Auch auf dem Pfingstlager waren

wir mit fast 20 Wölflingen, Pfadfindern und Ranger/Rovern vertreten. In unseren

Gruppenstunden war natürlich ebenfalls viel los, von A wie Apfelkuchen

backen über B wie Buch binden bis Z wie Zeltaufbau üben. Jetzt im Winter

werden wir noch einen Stammesausflug zum Mediendom unternehmen und die

Jahresabschlussfeier des VCP Schleswig Holstein in unserem Gemeindehaus

zu Gast haben.Unsere Wölflingsgruppe ist zwar voll belegt, aber wenn Du

zwischen 14 und 18 Jahren alt bist, kannst Du gerne einmal in unserer Gruppenstunde

(Montags von 18.30 bis 21 Uhr) vorbeischauen.Übrigens: Am 17. Dezember

findet wieder der Friedenslicht-Gottesdienst in der Jakobi-Kirche statt!

Die Zeit der Stille ist eine neue Form

des Gottesdienstes. Im Mittelpunkt

der Andacht steht eine 20minütige

Schweigezeit, in der wir das „Herzensgebet“

üben. Weitere Elemente

des Gottesdienstes sind Lieder, Gebet

und eine Psalmauslegung. Die „Zeit

der Stille“ ist eine Möglichkeit, die

Zeit der Stille

Jeden Montag um 19 Uhr

in der Unikirche, Westring 387

mit Pastorin Gesa Bartholomae

Botschaft des christlichen Glaubens

neu zu erleben. Deshalb sind

besonders die eingeladen, denen die

herkömmliche Form des Gottesdienstes

fremd geworden ist oder

nicht mehr ausreicht. Mitzubringen

sind bequeme Kleidung und warme

Socken.

Gott kommt in die Welt! Wieder zu

beten: „Komm, Gott, auch zu uns,

in unsere laute Welt!“ Am

Ewigkeitssonntag dann feiere ich,

dass Gott kommt und nicht einfach

das Ende aller Dinge. Er hat unsere

Toten schon zu sich geholt und

wird am Ende aller (meiner) Tage

auch mein Leben aufheben mit liebenden

Händen. Im übrigen denke

ich wie meine Frau: Eigentlich

kommt Gott das ganze Jahr. Es ist

gut, deshalb am Sonntag zur Besinnung

zu kommen. Gut, zu sich

zu kommen, gut, zum Nächsten zu

kommen, gut, zu Gott zu kommen.

Denn der ist schon da, ganz überraschend,

schon vorûm Advent.

Daran glaube ich. Eine gute Vorweihnachtszeit,

einen hellen Advent,

ein Weihnachten, das in Ihrem

Herzen ankommt, und ein von

Gott gesegnetes Jahr 2007 wünscht

Ihnen

Ihr Pastor Gregor

Krippenspielproben

Zu Heiligabend um 15.30 Uhr spielen

wir wieder ein Krippenspiel in

der Kirche. Machst Du mit? Dann

sei bei allen Proben dabei: Jeweils

donnerstags um 16 Uhr am 7., 14.

und 21. Dezember!

KINDERSEITE

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7

Kinderkirche

Wir sehen uns zum Krippenspiel am

Heiligabend um 15.30 Uhr in der

Kirche und zur Kinderkirche am 4.

Februar und 4. März.


8 KINDERSEITE

Musikalische Früherziehung

Seit Oktober wird in der Luthergemeinde

Unterricht zur musikalischen

Früherziehung für die Vorschulkinder

ab dem dritten Lebensjahr

angeboten.Durch das Singen neuer

Lieder, Malen, Bewegung und Tanz,

rhythmische Erziehung und vieles anderes

mehr können die Kinder unterschiedliche

Erfahrungen sammeln und

sich kreativ entwickeln. Für uns ist

wichtig, die kreative Auseinandersetzung

mit musikalischem Material, die

Freude am Umgang mit der Musik

und am eigenen Musizieren bei Kindern

zu erwecken. Wir bieten den Kindern

unterschiedliche Übungen zur

akustischen, visuellen und taktilen

Wahrnehmung an, damit Musik so

vielseitig wie möglich empfunden

wird.Verschiedene Musikinstrumente,

Spielzeuge und musikalische Materialien

ermöglichen ein abwechslungsreiches

Programm des Unterrichts.

Was lernen die Kinder im Unterricht:

Auf Klänge und Musik zu hören,

empfindsam und mit vielen Wahrnehmungen

auf Musik zu reagieren,

Notennamen zu lernen, Melodiefragmente

wiederzuerkennen

und zu wiederholen, neue Lieder zu

lernen, Rhythmus- und Orff-Instrumente

zu spielen und durch Bewegungsspiele

und Musik ihre Selbstund

Weltwahrnehmung zu aktivieren.

Musikalische Früherziehung fördert

die sprachliche Entwicklung

und Gedächtnisleistung, das

Sozialverhalten, die Entwicklung

der Intelligenz und die Konzentrations-

und Leistungsfähigkeit.

Ausserdem lernen Kinder, mit Musik

Emotionen auszudrücken und

Selbstdisziplin zu üben.Wir treffen

uns jeden Mittwoch Nachmittag,

von 16.30 bis zum 17.15 Uhr in

der Luthergemeinde.Wir freuen uns

auf Ihr Kind! Kontakt:Janna

Zuckermann Tel. 319 78 80

JUGENDSEITE

Neuer Jugendwart ab Januar

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und auch meine Tage als Jugendwart in den

Gemeinden Jakobi-Ost, Luther und Nikolai sind gezählt. In den vergangenen

2,5 Jahren habe ich hier viele spannende Dinge erlebt: Wochenendfreizeiten,

Ausflüge, Themenabende, Jugendgottesdienste, verschiedenste Gruppenstunden

mit Jugendlichen, Mitarbeiterbesprechungen, Konzeptionstreffen, Jugendwarterunden,

Kirchenvorstandsbesuche und und und. Besonders in Erinnerung sind

mir bei einem Rückblick auf die vergangene Zeit immer die Momente, in denen

Jugendliche selber „etwas auf die Beine stellen“, wie z.B. die Jugendbands mit

ihren selbst geschriebenen Songs oder mit-organisierten Auftritten wie in der

Kieler-Woche. Den Pfadfindern, die ich vor knapp zwei Jahren mit Tim zusammen

ins Leben gerufen habe, werde ich natürlich weiterhin – zumindest

gedanklich – sehr verbunden bleiben. Beeindruckt haben mich besonders „meine“

Teamer, die kreativ und anpackend bei der Organisation und Durchführung

von Gruppenstunden, Freizeitfahrten oder beispielsweise der Weihnachtsfeier

geholfen haben. Euch gilt mein großer Dank! Die Zusammenarbeit der

Gemeinden Jakobi-Ost, Luther und Nikolai in der Jugendarbeit hat sich in den

letzten Jahren sehr bewährt und sollte meiner Meinung nach noch verstärkt

werden. Für die gute Zusammenarbeit mit Martin Gregor, Sabine Klatt und all

den netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinden bedanke ich

mich herzlich!Und meinem Nachfolger – oder wird es diesmal eine Nachfolgerin?

– wünsche ich alles Gute und Gottes Segen!Eine schöne Weihnachtszeit!

Boy Büttner

17


16 SENIORENARBEIT

Veränderungen im Seniorenkreis

Rosemarie Hofmann betreut seit vielen

Jahren den Seniorenkreis in unserer

Gemeinde. Sie hat sich über diese

lange Zeit mit bemerkenswertem Engagement

um die Teilnehmerinnen gekümmert.

Es ist ihr immer ein persönliches

Anliegen gewesen, in der

Luthergemeinde ein Stück Heimat anzubieten.

Nicht, dass sich ihre Arbeit

nur auf die zwei Stunden am Mittwoch

beschränkt hätte, wenn sich alle

gemeinsam getroffen haben. Ganz

selbstverständlich ist es auch für sie

gewesen, vor und im Anschluss an

den Seniorenkreis oder auch an anderen

Tagen in der Gemeinde zu sein,

um Zeit für ein persönliches Gespräch

zu haben und Hilfestellung in allen

Lebensbereichen der Seniorinnen zu

geben (z.B. bei Behördengängen). Wir

als Kirchengemeinde wissen diesen

verantwortungsvollen Einsatz zu

schätzen und bedauern es, dass wir

leider an dieser Stelle Einsparungen

vornehmen mussten. Auch wenn sich

um eine Lösung bemüht wurde, so

dass der Kreis bestehen bleiben kann,

wissen wir, dass die Arbeit von Frau

Hofmann unersetzlich ist und danken

ihr an dieser Stelle noch mal ganz

herzlich für ihren jahrelangen Einsatz

für unsere Gemeinde und besonders

auch für ihre Bereitschaft, sich zweimal

im Monat ehrenamtlich weiterhin

mit den Seniorinnen zu treffen.

Rückblick und Ausblick

Seit 1966 gehöre ich zur Luther-

Gemeinde und unter den Pastoren

Kirchhofer, Sieg, Kuhn und Kiethe

hat es immer den Altenkreis gegeben.

Dieser hat sich in den vergangenen

Jahren kontinuierlich verkleinert

durch Tod, Krankheit, mangelnde

Mobilität und Heimbetreuung.

Seit 14 Jahren betreue ich den

Kreis und wir sind mittlerweile eine

kleine Gruppe von zehn Seniorinnen,

mal mehr, mal weniger.

Der Kirchenvorstand hat zum Jahresende

beschlossen, mein Arbeitsverhältnis

zu beenden. Die Seniorinnen

können nicht verstehen, dass

gerade bei ihnen die Einsparung

sein muss.

Ich möchte mich für die gemeinsame

Zeit, die ich mit den Seniorinnen

verbrachte, bedanken. Für

mein Engagement bin ich reich beschenkt

worden. Ich habe vor, ab

Januar 2007 meine Arbeit ehrenamtlich

14tätig im Gemeindehaus

für diesen Kreis fortzusetzen.

Auch möchte ich mich beim Förderverein

der Lutherkirchengemeinde

für die jahrelange finanzielle

Unterstützung bedanken, die

viele Aktivitäten ermöglichte.

Rosemarie Hofmann

Niemals Gewalt!

Das Weihnachtsfest 2006 steht bevor.

Die vorfestliche Stimmung und

die Vorfreude insbesondere der

Kinder stecken auch uns Erwachsene

an. Weihnachten - da sollte

doch nichts die Freude verderben.

Und doch liegt dem Verfasser dieser

Zeilen ein immer schwerer wer-

dender Stein im Magen, wenn er

an die gesellschaftliche Großwetterlage

denkt und dabei die Situation

der Kinder im Blick hat.

Es ist ein Kind, arm geboren in einem

Stall, das uns den Weg zum

Heil weisen soll. Und die Gesellschaft

in der Bundesrepublik

Deutschland - in ihr ist es insgesamt

gesehen um das Heil der Kin-

WEIHNACHTEN

9

der nicht sonderlich gut bestellt. Dass

ein doppelverdienendes Paar, das auf

Kinder verzichtet, in der Regel materiell

deutlich besser gestellt ist als eine

Familie mit Kindern, ist ein gesellschaftlicher

Skandal und ein steuerpolitischer

Unsinn. Dass Gewalt gegen

Kinder immer nur noch dann aufregt,

wenn dies kriminelle Dimensio-

nen oft mit Todesfolge angenommen

hat, droht Normalfall zu werden.

Es geht aber insbesondere um das tägliche

Miteinander, in dem Gewalt gegen

Kinder zugenommen hat. Die angeblich

notwendige Tracht Prügel hat

nach Untersuchungen des Kinderschutzbundes

wieder an Aktzeptanz

gewonnen. Da ist es gut, sich an eine

Erzählung der schwedischen Schrift-


10 WEIHNACHTEN

stellerin Astrid Lindgren zu erinnern.

Ihr hatte eine alte Dame ein Vorkommnis

erzählt, dass Lindgren auch selbst

zur ständigen Mahnung wurde.

Als die alte Dame selbst noch eine junge

Mutter war, schien die Zeit gekommen,

dass ihr kleiner Sohn nach

einer „Missetat“ eine Tracht Prügel

kassieren sollte. Es sollte die erste in

seinem Leben werden. Sie trug ihm

auf, in den Garten zu gehen und selbst

einen Stock zu suchen, den er ihr dann

bringen sollte. Der kleine Junge ging

und blieb lange fort. Schließlich kam

er weinend zurück und sagte: „Ich

habe keinen Stock finden können, aber

hier hast du einen Stein, den kannst

du ja nach mir werfen.“ Da aber fing

auch die Mutter an zu weinen, denn

plötzlich sah sie alles mit den Augen

des Kindes. Das Kind muss ja gedacht

haben: „Meine Mutter will mir wirklich

weh tun, und das kann sie ja auch

mit einem Stein.“

Sie nahm ihren kleinen Sohn in die

Arme, und die beiden weinten eine

Zeit gemeinsam. Dann legte sie den

Stein auf ein Bord in der Küche, und

dort blieb er liegen als ständige Mahnung

an das Versprechen, das sie sich

in dieser Stunde selbst gegeben hatte:

„Niemals Gewalt!“

Ja: „Niemals Gewalt!“ Unsere Kinder

haben ein Recht auf gewaltfreie

Erziehung und wir haben es ohne

Wenn und Aber einzuhalten. Auch

daran sollten wir insbesondere zu

Weihnachten denken. Feiern wir

Heiligabend und Weihnachten und

denken wir an die Jesu-Worte: Selig

sind die Friedfertigen, denn sie

werden Gottes Kinder heißen“.

Und das wollen wir doch alle sein,

kleine und große Kinder Gottes.

Eine gesegnete Weihnacht wünscht

Ihnen

Hartmut Schulz

Seniorentanz in Jakobi-Ost

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit Oktober 2004 biete ich im Gemeindehaus

Jakobi-Ost im

Knooper Weg 53 Senioren-Tanz

an. Wir treffen uns am 2. und 4.

Mittwoch im Monat um 15 Uhr

und tanzen dann bis 16.30 Uhr.

Möchten Sie sich bei Musik bewegen,

Geselligkeit und Freude haben?

Kommen Sie doch einfach

mal vorbei. Wir tanzen zu alten und

neuen Schlagern, zu klassischer

Musik und auch zu Volksliedern:

Tänze im Kreis, in der Square-

Aufstellung oder als fröhliche Party-Tänze.

Die Tänze sind leicht zu

SENIORENARBEIT

15

lernen und bereits nach kurzer Übung

werden Füße und Musik zusammenpassen.

Wir tanzen zu unserer eigenen

Freude und werden nicht für die

Olympischen Spiele trainieren. Der

Unkostenbeitrag beträgt für 1,5 Stunden

1,50 Euro.

Wir freuen uns auf Sie! – Bis bald

Elke Tantz

Geburtstagsfrühstück

Am 4. Januar 2007 um 10 Uhr

sind alle, die in den Monaten September

bis Dezember 2006 70 Jahre

oder älter geworden sind, herzlich

zum Geburtstagsfrühstück ins

Lutherhaus eingeladen!

Monatsspruch Januar


14

UNSERE GRUPPEN

Soweit nicht anders angegeben, finden die Gruppen wöchentlich statt.

LH= Lutherhaus, Eingang Hebbelstr. 1-3

MB= Mittelbau, Eingang rechts neben dem Turm

Jakobi-GH= Jakobi-Gemeindehaus, Knooper Weg 53

Montag

16.15 Pfadfindergruppe „Panther“ (8-12 Jahre) MB - Boy Büttner (2211723)

18.00 Besuchskreis (mtl. n. Vereinbarung) LH - Klaus Radke (561382)

18.00 Bibelkreis für jüngere Senioren (mtl. n. Vereinbarung) LH -

Pin. em. Monika Kiethe (5869484)

18.30 Pfadfindergruppe „R/R“ (14-25 Jahre) MB - Boy Büttner (2211723)

Dienstag

15.15 Kinderchor Jakobi-GH - Klaus Rathke (5603791)

16.15 Jugendchor Jakobi-GH - Klaus Rathke (5603791)

17.00 Vorkonfirmanden LH - Pin. Gesa Bartholomae (3197557)

17.00 Konfirmanden - neues Modell Jakobi-GH - Pin. Sabine Klatt (92402)

18.00 Dienstagtreff (ab 13 Jahre) Jakobi-GH - Boy Büttner (2211723)

18.00 Teamer-Treff (n.Vereinb.) Jakobi-GH - Boy Büttner (2211723)

20.00 Lutherkantorei LH - Jens Siewertsen (790346)

20.00 Gesprächskreis „Glaube konkret“ (mtl. n. Vereinbarung) LH -

P. em. Hans Kuhn (554479)

Mittwoch

15.00 Seniorenkreis (alle zwei Wochen) LH - Rosemarie Hofmann (372637)

18.00 Jugendgruppe „Lujanis“ (13-16 Jahre) LH - Boy Büttner (2211723)

20.00 Posaunenchor LH - Agnes Rose (6794689)

Donnerstag

09.30 Frühstückstreff (mtl. n. Vereinbarung) LH -

Pin. Sabine Klatt und Team (92402)

16.00 Gitarrentreff (ab 12 Jahre) LH - Boy Büttner (2211723)

16.00 Hauptkonfirmanden A Jakobi-GH - P. Martin Gregor (553477)

17.30 Hauptkonfirmanden B Jakobi-GH - P. Martin Gregor (553477)

18.00 Offener Jugendkeller (alle zwei Wochen) LH - Boy Büttner (2211723)

18.00 Band-Proben (alle zwei Wochen) LH - Boy Büttner (2211723)

19.30 Kreuz und quer (alle zwei Wochen) LH- Pin. Gesa Bartholomae

(3197557)

Sonnabend

13.00 Bandprobe „Funky Monks“ LH - Boy Büttner (2211723)

16.00 Bandprobe „Becoming Stacy“ LH - Boy Büttner (2211723)

der mit wirtschaftlichen Dingen

und vor allem mit Geld wenig im

Sinn hatte, nannte sie zuweilen liebevoll

„mein Herr Käthe“.

Sechs Kinder hat sie geboren, allerdings

nur vier davon großgezogen.

Elisabeth starb mit einem Jahr,

Magdalene mit 13; gerade der Tod

dieses Mädchens hat die Eheleute

stark mitgenommen. Überhaupt

hatten sie nicht viel Glück mit ihren

Kindern. Hans, der Älteste,

blieb ewiger Student, seine Spur

verlor sich im Dunkeln. Martin

starb mit 34 Jahren als Alkoholiker.

Paul studierte sehr erfolgreich

Medizin und wurde Leibarzt des

Kurfürsten von Sachsen. Und Margarete,

die Jüngste, heiratete einen

ostpreußischen Adligen, starb aber

noch relativ jung im neunten Kindbett.

Außer ihren eigenen Kindern

hatte Katharina noch eine Anzahl

Pflegekinder, Nichten und Neffen

ihres Mannes, im Haus. Es wird

erzählt, dass sie einen freien Erziehungsstil

liebte. Auch im Bereich

der Medizin und Gesundheitspflege

ging sie wohl für damalige

Verhältnisse ganz neue und moderne

Wege, so dass Ärzte und Hebammen

zuweilen die Hände über

dem Kopf zusammenschlugen. Als

die Pest in Wittenberg wütete, funktionierte

sie das „Schwarze Kloster“

in ein Krankenhaus um und

FORTS. LUTHER-ABC

11

war Tag und Nacht im Einsatz.

Als Martin Luther im Februar 1546

starb, war Katharina untröstlich. Die

Verbindung, die als Vernunftehe begonnen

hatte, wurde über die Jahre

zu einer tiefen Lebens-, Liebes- und

Arbeitsgemeinschaft. Sie hatte ihn

gehegt und gepflegt, hatte ihn in geistigen

und geistlichen Dingen unterstützt,

so sehr sie nur konnte, und er

hatte ihr Wertschätzung, Liebe und

Respekt entgegen gebracht. Mit seinem

Tod war nun die Mitte ihres Lebens

weggebrochen. Auch äußerlich

war ihre Existenz gefährdet. Sie wollte

das Haus als Gästehaus und Studentenheim

weiterführen, aber da der

Lehrer fehlte, blieben auch die Gäste

und Studenten aus. Zeitweilig musste

Melanchthon bei Freunden und Fürsten

für ihren Unterhalt betteln gehen.

Mit dem Schmalkalischen Krieg und

seinen Verwüstungen war für sie jede

Hoffnung endgültig verloren, wirtschaftlich

wieder auf eigene Füße zu

kommen.

1552 floh sie aus Wittenberg vor der

Pest nach Torgau. Ihr Reisewagen

stürzte, sie zog sich eine schwerwiegende

Verletzung zu, von der sie sich

nicht mehr erholte. Sie starb mit 53

Jahren am 20. Dezember 1552 einsam

und verlassen, obwohl die Stadt

voller Freunde und Studenten Martin

Luthers war.

Pastorin em. Monika Kiethe


12

BESONDERE VERANSTALTUNGEN

Adventsandachten

Unter dem Titel „Fenster zum Licht“

gestalten Pastor em. Karsten Sohrt

(am 7.12.) und Pastor Martin Gregor

die diesjährigen Adventsandachten.

Donnerstag, 7., 14. und 21. Dezember,

jeweils 18 Uhr, Wittenberghalle

Adventsfeier für Senioren

Sie findet am Dienstag, den 12. Dezember

von 15 bis 17 Uhr in der

Wittenberghalle im Lutherhaus statt.

Es erwartet Sie ein adventliches Programm

mit Musik, Geschichten und

einer festlichen Kaffeetafel.

Kreuz und quer

Der Gesprächskreis zur Bibel mit

Pastorin Gesa Bartholomae. Folgende

Themen sind für die nächste

Zeit geplant: Prophet Elia, das Gebet

in der Bibel, Wunder, Sara und

Abraham.

Donnerstag, 14. Dezember, 4. und

18. Januar, 1. Februar, jeweils

um 19.30 Uhr, Martinsklause

Freitagabend in Jakobi

Die Konzertreihe zum Erhalt der

Jakobi-Kirche an jedem ersten Freitag

im Monat geht im neuen Jahr

mit folgenden Konzerten weiter:

5. Januar Anja-Lisa Lührmann

(Geistliche Arien und Lieder)

2. Februar Rachmaninowchor

(Chormusik u.a. aus Russland)

Beginn: 19.30 Uhr Der Eintritt ist

frei, um eine Spende wird gebeten.

Monatsspruch

Dezember

Frühstückstreff

Der Frühstückstreff von Jakobi und

Luther findet regelmäßig jeden 2.

Donnerstag im Monat um 9.30 Uhr

im Coburgzimmer des Luthergemeindehauses

statt. Mitzubringen

ist nur gute Laune, für Brötchen

und alles andere wird gesorgt.

Hier ein Überblick über unsere

Themen:

14. Dezember Weihnachtsfeier

11. Januar Der Weiße Ring besucht

uns und berichtet von seiner

Arbeit

8. Februar Information über den

Weltgebetstag ( Alltag und Glaube

in Paraguay)

8. März Herr Dr. Laszig berichtet

über die Geheimnisse des Kaffees

12. April Die Bewegung von Taizé

10. Mai Besuch der Märchenerzählerin

E. Rothe

14. Juni Pastor Liß-Walther berichtet

über den Jüdisch-Christlichen

Dialog

KONTAKTE

lindenstraße 9: 24118 kiel

tel. 0431 / 57 97 60 mobil 0173/8888311

Wir sind mit dabei!

13

Hier erreichen Sie uns

Das Gemeindebüro und die Pastoratsräume

befinden sich in der Schillerstraße

27, 24116 Kiel. Das Gemeindebüro

ist montags bis freitags von 8 bis

11.30 Uhr geöffnet. Zum Kindergarten

gelangen Sie durch den Kircheneingang.

Er ist montags bis freitags

von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Sie erreichen uns unter folgenden Telefonnummern

oder E-Mail-Adressen:

Gemeindebüro 55 44 79

Fax (Gemeindebüro) 55 63 19

buero@luther-kiel.de

Kindergarten 55 53 82

Pastor Martin Gregor 55 34 77

pastor.gregor@luther-kiel.de

Pastorin Sabine Klatt 92 40 2

pastorin.klatt@jakobi-ost.de

Pastorin Gesa Bartholomae 3197557

gesa.bartholomae@gmx.de

Jugendwart Boy Büttner 2211723

jugend@jakobi-ost.de

Pfadfinder www.kielmitte.vcp-sh.de

lutherpost@luther-kiel.de

Homepage: www.luther-kiel.de

Spendenkonto: Nr. 71 40 19,

Sparkasse Kiel, BLZ 210 501 70


Gottesdienste der Luthergemeinde

jeweils um 10 Uhr in der Lutherkirche, falls nicht anders angekündigt

3. Dezember Gottesdienst am 1. Advent mit Abendmahl

Frauengruppe; Predigt: Pastorin Renate Ebeling

Kinderkirche mit Pastor Gregor und dem Team

10. Dezember Gottesdienst am 2. Advent

Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

17. Dezember Gottesdienst am 3. Advent

Predigt: Pastorin Sabine Klatt

24. Dezember Gottesdienste am Heiligen Abend

15.30 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel

Pastor Martin Gregor und das Kinderkirchenteam

17.00 Uhr Christvesper, es singt die Lutherkantorei

Predigt: Pastor Martin Gregor

23.00 Uhr Christmette

Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

25. Dezember Gottesdienst am ersten Weihnachtstag

Predigt: Pastor Martin Gregor; mit Taufe

26. Dezember Gottesdienst am zweiten Weihnachtstag

Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

31. Dezember Gottesdienst an Silvester mit Abendmahl

18.00 Uhr Predigt: Pastor Martin Gregor

1. Januar Gottesdienst an Neujahr

18.00 Uhr Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

7. Januar Gottesdienst am 1. Sonntag nach Epiphanias

Predigt: Pastor Martin Gregor; mit Taufe

14. Januar Gottesdienst am 2. Sonntag nach Epiphanias

mit Abendmahl; Predigt: Pastor Martin Gregor

21. Januar Gottesdienst am 3. Sonntag nach Epiphanias

Predigt: N.N.

28. Januar Gottesdienst am letzten Sonntag nach Epiphanias

Predigt: Pastor Martin Gregor; mit Taufe

4. Februar Gottesdienst am 3. Sonntag v. d. Passionszeit

Septuagesimae Predigt: Pastorin Gesa Bartholomae

Kinderkirche mit Pastor Gregor und dem Team

gratis zum Mitnehmen

Dezember 2006-Januar 2007

Lutherpost

6

– Gemeindezeitung der Lutherkirche

Foto: epd-bild

Neue Pastorin der Region S.22/23

Weihnachtsgottesdienste S. 24


2 DIE MEINUNG

Liebe Leserinnen

und Leser,

Weihnachten steht vor der Tür - und

wir alle und insbesondere die Kinder

freuen sich darauf. Weihnachten, ein

Fest die Friedens bei uns? Wenn es

um militärische Konflikte geht, dann

wohl ja - wenigstens in Deutschland.

Das war, wie insbesondere die Alten

unter uns noch sehr genau wissen,

nicht immer so. Aber manchmal - so

lehrt uns die Geschichte - war die

Sehnsucht nach Frieden zum Fest der

Geburt Jesu Christi so stark, dass

selbst die Realität einer unbarmherzigen

Kriegsmaschine eine Pause einlegen

musste. Dezember 1914, im

Westen nichts Neues: Die Truppen des

Deutschen Reiches haben sich in

Sichtweite ihrer Gegner - Eingländer,

Franzosen, Belgier - in Schützengräben

tief in den Lehmboden eingebuddelt.

Die anderen halten es ebenso. Die

feindlichen Heere liegen sich gegenüber,

der Stellungskrieg tobt mit Toten

und Verwundeten. Doch dann geschieht

das Unglaubliche. Ein Waffenstillstand

über die Festtage ist vereinbart.

Frieden bricht aus mitten im

Wahnsinn. Den Anstoß geben die

Deutschen. Pappschilder werden

hochgehalten, erst hier, dann auf der

anderen Seite. „Merry Christmas“

heißt es oder „Frohe Weihnachten“.Waffenstillstand

in Flan-

dern: Die Soldaten verlassen die

Schützengräben und feiern gemeinsam.

In den Stacheldräten und Gräben

stehen Tannenbäume. Tabak,

Schnaps, Zigarren und Plumpudding

sowie kleine Geschenke wechseln

die Fronten. Die Soldaten, die

gestern noch auf sich geschossen

haben, liegen sich in den Armen.

Aber der kleine Frieden währt nicht

lange. Nach dem abgelaufenen

Waffenstillstand werden die Soldaten

wieder in ihre Schützengräben

gezwungen, das Morden nimmt

wieder seinen Lauf. Der kurze Waffenstillstand

hatte bewiesen, dass

die Sehnsucht nach Frieden gerade

zu Weihnachten selbst im Krieg

ungebrochen stark ist. Zu Weihnachten

wurde der geboren, der uns

lehrte, dass es vor Gott keine

Rechtfertigung für Gewalt gibt.

Das hat damals für nur drei Tage

Waffenstillstand gereicht. Doch

diese Tage in Flandern sollten uns

eine ständige Mahnung sein, gerade

zu Weihnachten: Niemals Krieg.

Eine schöne Vorweihnachtszeit und

ein Fest des Friedens wünscht Ihnen

Hartmut Schulz

Impressum

Die Lutherpost erscheint 6 mal im Jahr. Sie liegt in

der Gemeinde aus, nur die Weihnachtsausgabe wird

verteilt.

Redaktion: Renate Dopheide, Martin Gregor, Katja

Kroll, Kay Rath, Hartmut Schulz, Thomas Zawel

Redaktionsadresse und ViSdPG: Hartmut Schulz,

Schillerstraße 9, 24116 Kiel

Nächster Annahmeschluss für Beiträge: 15. Jan. 2007

DAS INTERVIEW mit

Pastorin Gesa Bartholomae

Was tun Sie, um sich zu entspannen? Ich finde den Glauben an die Gegenwart

und Fürsorge Gottes sehr entspannend, deshalb übe ich mich immer

wieder im Gottvertrauen. Ich nehme mir dafür jeden Morgen Zeit in der Stille.

Dadurch ist es mir tagsüber bewusster, dass Gott da ist, und wenn ich daran

denke, werde ich ruhig.

Welche berufliche Station hat Ihre Arbeit als Pastorin besonders

geprägt? Ich habe in meiner ersten Gemeinde nach dem Vikariat gelernt, was

im Pfarramt notwendig ist. Das war von 1985 bis 1995 in Hamburg-Iserbrook.

Es war wie eine 10-jährige Schule, die mich überhaupt erst zur Pastorin gemacht

hat.

Wer hat Ihren Glauben und Ihre Frömmigkeit geprägt? Meine Eltern

und Pastor Dr. Olav Hanssen, der in meinem Heimatort Hermannsburg ein

Missionsseminar geleitet hat. Er lebte von 1915 bis 2005. Nach seiner Pensionierung

hat er eine kleine Bruderschaft gegründet, die sich dem Gebet verpflichtet

fühlt. Ich habe bei ihm gelernt, wie man eine tiefe Frömmigkeit mit

einem klaren und kritischen Denken vereinbaren kann. Ich lebe selber nach der

geistlichen Regel, die er verfasst hat. Da spielt die Stille und Einkehr eine

wichtige Rolle. Außerdem bemühe ich mich um einen gesunden und einfachen

Lebensstil, weil der Glaube darin besser gedeihen kann.

Welcher Bibelspruch bedeutet Ihnen am meisten? „Kommt her zu mir

alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ (Mt. 11, 28 )

Bleibt Ihnen neben Ihrer Arbeit als Pastorin noch Zeit für ein Hobby?

Leider habe ich weniger Zeit, als ich mir wünsche, um Hobbies zu pflegen.

Ich treibe regelmäßig Sport, in dem ich schwimme, jogge, Fahrrad fahre

und etwas Yoga mache. Außerdem blase ich im Posaunenchor mit, z.Zt. dort,

wo ich wohne, nämlich in Suchsdorf. Ich nähe auch gerne mal ein Kleidungsstück,

am liebsten mit Patchwork verziert, aber dazu komme ich kaum noch.

So gebe ich mich, was die Handarbeit betrifft, damit zufrieden, nebenbei Sokken

zu stricken.

Was würden Sie uns für die Weihnachtszeit gerne mit auf den Weg

geben? Freuen Sie sich darüber, dass Gott Mensch geworden ist, und lassen

Sie ihn in Ihr Herz hinein.

23


22 GEMEINDELEBEN

danach auszustrecken und zu ertasten,

was er von uns möchte. Dann wird

auch sein Segen darauf liegen. Jesaja

beschreibt das im Folgenden so: Gott

wird einen Weg durch die Wüste bahnen

und Wasserstöme durch die Ein-

öde lenken. Ich freue mich auf das

Neue, das Gott für uns bereithält.

Mögen wir es ergreifen!

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Pastorin Sabine Klatt

Ein neues Gesicht

Ich heiße Gesa Bartholomae, bin verheiratet und 49 Jahre alt. Nach meinem

Theologiestudium wurde ich 1985 Pastorin der Nordelbischen Evangelisch-

Lutherischen Kirche. Ich lebte lange Zeit in Hamburg und hatte dort ein

Gemeindepfarramt.

Einige von Ihnen haben mich hier jetzt sicher schon manchmal gesehen, denn

seit dem 1. September arbeite ich mit einer halben Stelle in der Region der

beiden Gemeinden Jakobi-Ost und Luther mit. Ich halte dort Gottesdienste,

mache Amtshandlungen und gebe Konfirmandenunterricht. Vorher war ich seit

April 2000 ganz in der Evangelischen Studierendengemeinde Kiel, die auch

weiterhin zu 50% mein Arbeitsgebiet ist.

Und gerade diese Verbindung kann für alle Beteiligten fruchtbar und bereichernd

werden. Ich würde mich freuen, wenn sich die beiden Arbeitsgebiete

miteinander verbinden, sodass Studierende öfter einmal den Weg in die Lutherkirche

oder die Jakobikirche finden, und bei anderen Menschen aus der Region

auch Interesse für die Veranstaltungen in

der Studierendengemeinde entsteht. Einige

Angebote, wie z.B. ein Gesprächskreis

zur Bibel und die „Zeit der Stille“, sind

bewusst für alle gedacht.

Bei meiner Arbeit geht es mir grundsätzlich

darum, den christlichen Glauben mit

anderen zu teilen und zu leben. Dabei liegt

mir die Botschaft der Bibel besonders am

Herzen. Ich möchte sie gerne durch Gottesdienst

und Gespräch, Unterricht und

Meditation in der Gemeinschaft mit Gläubigen

und auch noch Ungläubigen tiefer

kennen lernen und erfahren.

Katharina von Bora

Blitzgescheit und selbstbewusst ist

sie gewesen. Die Erziehung im

Kloster hatte sie geschult und geprägt.

Sie konnte lesen und schreiben,

beherrschte die lateinische

Sprache wie die deutsche, hatte

pharmazeutische und betriebswirtschaftliche

Kenntnisse. Selbstverständlich

kannte sie sich in theologischen

Themen aus. Ihr Mann, der

Theologieprofessor

Martin Luther, diskutierte

mit ihr wie mit

einem seiner Kollegen.

Als sie das Kloster

heimlich verließ und

verarmt und mittellos

darauf angewiesen

war, durch eine Heirat

versorgt zu werden,

ergriff sie schließlich

selbst die Initiative und

machte ihrem zukünftigen

Ehemann den

Heiratsantrag.

Ihre erste Tat als frisch verheiratete

Ehefrau war, den völlig verfaulten

Strohsack ihres Mannes zu beseitigen,

da weder er noch sein

Famulus auf die Idee gekommen

waren, denselben einmal zu lüften.

Arbeiten und organisieren konnte

sie. Anfangs hatte sie eine Hausgemeinschaft

von 10 Personen zu

betreuen. Im Laufe der Zeit wuchs

LUTHER-ABC

Katharina

3

die Zahl auf 30-40 an; manchmal hatte

sie im „Schwarzen Kloster“ bis zu

80 Personen zu verköstigen. Im Haus

war nicht nur die Wohnstätte der Familie

Luther, es war auf ihre Initiative

hin auch ein Gästehaus, Studentenheim

mit einem ausgedehnten Mittagstisch.

Ihr Mann pflegte täglich

seine Kollegen und Studenten nach

Hause einzuladen, um beim Mittagessen

theologische Tischgespräche zu

führen, an denen auch Katharina

teilnahm. Im

Grunde leitete sie einen

mittleren Betrieb, war ihre

eigene Architektin, Bauherrin,

Verwalterin. Sie

kaufte Garten, Weinberg

und Acker, ließ Brunnen,

Badestuben, Kamine und

ein Brauhaus bauen. Als

sie 1525 heiratete, war das

„Schwarze Kloster“ - ein

unbewohntes ehemaliges

Augustinerkloster, das der

Kurfürst Johann Martin Luther als

Wohnung zugewiesen hatte - ein

dumpfes, baufälliges Gemäuer. 10

Jahre später hatte Katharina daraus

ein wohnliches und ansehnliches Anwesen

gemacht mit beheizten Zimmern,

Badestuben, Garten und 40

Kammern für die Familie, Gäste, Studenten

und Freunde. Martin Luther,

Fortsetzung auf S. 11


4

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GEMEINDELEBEN

Neues KV-Mitglied

Liebe Luthergemeinde,

vor kurzem wurde ich, Gabriele

Ellermann, in den Kirchenvorstand

nach gewählt und im Gottesdienst

feierlich eingeführt. Meine Familie

und ich sind seit ca. 4 Jahren –

damals begann die Konfi-Zeit unseres

Sohnes – der Luthergemeinde

eng verbunden (Kantorei, Feste,

Besuchsdienst Freiligrathheim).

Bei den bevorstehenden Veränderungen,

die besonders den Kindergarten

betreffen, werde ich meine

Erfahrungen und Ideen, die ich als

langjährige Leiterin eines Kindergartens

sammeln konnte, unterstützend

einbringen.

Gabriele Ellermann

Familiennachrichten

B e e r d i g u n g e n

Elfriede Gülow 93 Jahre

Gertrud Kirch 92 Jahre

Marga Muxfeldt 94 Jahre

Margrit Rönnau 68 Jahre

Otto Distler 88 Jahre

T a u f e n

Lukas Wenzel

Finn Oliver Rath

Gedanken zur Jahreslosung

Meine Tochter kommt hungrig aus

der Schule nach Hause und will

wissen, was es zum Essen gibt.

„Ich habe was Neues ausprobiert!“,

sage ich. Meine Tochter schaut

mich an: Was Neues? Was das wohl

ist? Ob das überhaupt schmeckt? -

Etwas Neues - manchmal lässt uns

das skeptisch aufhorchen, weil wir

unsere Gewohnheiten lieben oder

weil uns das Neue nicht ganz geheuer

ist. Oft löst sich das Unbehagen

auf, wenn wir uns auf das

Neue einlassen und feststellen - wie

meine Tochter mit dem Essen -,

dass das Neue etwas für sich hat.

Die Israeliten damals in der Babylonischen

Gefangenschaft haben

Gottes Wort vom Neuen, das er

schaffen will, anders gehört. Für sie

war der alte Zustand unerträglich.

Sie waren immer noch - nach Jahrzehnten

- in der Verbannung und

sehnten sich danach, dass sich endlich

etwas ändern

würde, ja, dass

sie nach Hause

kommen würden.

„Siehe, ich will

ein Neues schaffen!“

- diese Verheißung

Gottes

ist Zukunftsmusik

in ihren Ohren.

Gott wird ei-

JAHRESLOSUNG 2007

21

nen Weg in eine lohnenswerte Zukunft

bahnen. Auch solche Situationen kennen

wir: Wir wissen, wie bisher geht

es nicht mehr weiter. Es muss sich etwas

ändern! Nicht immer haben wir

den Mut, dass anzupacken, oft zaudern

und zögern wir und fragen: welches

ist denn nun die richtige Entscheidung?

In alle Unsicherheit über

die Zukunft gilt auch uns die Zusage

Gottes: „Ich will ein Neues schaffen,

jetzt wächst es auf, erkennt ihr`s denn

nicht?“ Ihr müsst die Zukunft ja nicht

alleine anpacken, seid doch nur offen

für mein Handeln! Ich finde diese Zusage

äußerst mutmachend, für unsere

privaten Bereiche, aber auch für unsere

Gemeinde und für die Region

Kiel Mitte, in der wir verstärkt zusammen

arbeiten werden. Noch haben

wir keine endgültigen Visionen,

wie sich alles entwickeln wird. Aber

Gott hat sie schon! Nicht nur auf unsere

Pläne, Sorgen, Ängste oder Vorhaben

alleine zu schauen, sondern sich


20

„Eure Almosen könnt Ihr behalten,

wenn Ihr gerechte Preise

zahlt“

Mit dem Verkauf an den drei Adventssonntagen

beenden wir, Annelene

Frohne und Inge Loehr, nach 15 Jahren

aus persönlichen Gründen unsere

Arbeit für den Eine-Welt-Stand. In all

den Jahren hat uns dieses Engagement

viel Freude gemacht, konnten wir

doch innerhalb der Gemeinde für fairen

Handel mit der sogenannten „Dritten

Welt“ werben. Das Wort „Eure Almosen

könnt Ihr behalten, wenn Ihr

gerechte Preise zahlt“ war uns immer

Ansporn, uns für den Verkauf von

Waren, die aus Kooperativen und

Produktionsgemeinschaften von

Kleinbauern kommen, einzusetzen.

Denn damit wird dazu beigetragen,

die Menschen in den Ländern des

Südens zu ermutigen und ihre Lebensbedingungen

nachhaltig zu verbessern.

Wir danken all denen sehr herzlich,

die uns durch den Kauf von

Waren unterstützt und denen, die uns

beim Verkauf geholfen haben.

Der Reingewinn (ca. 1000 DM /500

Euro jährlich) ging an Projekte, die

unsere Gemeinde unterstützt. Jahrelang

war das eine Initiative in Mosambik.

Jetzt ist es das Aidswaisen-

Hilfsprogramm für Gemeinden in

Tansania. Durch den Verkauf des

„Heikendorfer“ Kilimanjaro-Kaffees

wurde das Partnerschaftsprojekt der

EINE-WELT-STAND

Kirchengemeinde Heikendorf mit

der Gemeinde in Mrimbo / Tansania

unterstützt. Der gesamte Gewinn

aus dem Kaffeeverkauf fließt

dorthin. Damit werden Ausbildungsstätten

für Jugendliche geschaffen

und gefördert.

Wir wünschen uns sehr, dass die

erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden

kann. Das Team, das sich dazu

bereit erklärt hat, braucht dringend

noch Verstärkung. Neben dem Verkauf

nach den Gottesdiensten gehört

der Einkauf bei der GEPA

(Gesellschaft zur Förderung der

Partnerschaft mit der Dritten Welt)

in Hamburg zu den regelmäßigen

Aufgaben.

Wir freuen uns, Sie zum Abschied

unserer Tätigkeit an den drei Adventssonntagen

begrüßen zu dürfen.

Neben dem laufenden Angebot

(Kaffee, Honig, Tee, Schokolade,

Gläser, Kindergeldbörsen

u.v.a.) bieten wir wieder spezielle

Weihnachtsartikel wie Geschenkpapiere,

Kunstkarten, Weihnachtschmuck

und Servietten.

Bitte melden Sie sich, wenn Sie

selbst mitarbeiten möchten oder

jemanden kennen, der dazu Lust

hat, bei Annelene Frohne (Tel.:

85509) oder Inge Loehr (180970)

Neue Kinderkonfirmanden

starteten mit Freizeit

Vom 3. bis 5. November

fuhren wir

mit 12 neuen Konfirmanden

und zwei

Teamern auf den

Koppelsberg bei

Plön. Das Erstaunliche:

Wir waren

gleich eine Mannschaft!

In allen Pausen

rollte der Ball,

ob Soft- oder Fußball,

ganz egal, und

alle machten mit. Das war eine

schöne Erfahrung! Insgesamt

war die Freizeit eine „runde Sache“.

Wir beschäftigten uns u. a.

mit den Perlen des Glaubens -

und auch die rollten manchmal

in alle Richtungen. Das Band des

Glaubens wird uns noch weiter

in unserer Konfirmandenzeit begleiten

und - das wünsche ich mir

- das Band unserer Gemeinschaft

stärken. Einen herzlichen Dank

an Markus und Paul, die Nachtwanderung,

Spiele, Spass und

Aktion für uns vorbereitet haben

und viele Kinder vor den gefräßigen

Spinnen retteten.

Pastorin Sabine Klatt

GEMEINDELEBEN

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5


6 ADVENT

Nachdenkliches zum Advent

Wann ist Vorweihnachtszeit? Wenn

die ersten Lebkuchen duften? Wenn

die Patentante fragt, was der Weihnachtsmann

bringen soll? Sind Sie jedes

Jahr wieder vom Heiligen Abend

überrascht? Meine Frau kauft Weihnachtsgeschenke

das ganze Jahr: „Das

nächste Weihnachten kommt bestimmt!“

Wie wäre es denn mit dem

„Advent“? Oder beginnt die „Vorweihnachtszeit“

irgendwie früher? Sie

wissen längst, dass das Wort Advent

„Ankunft“ bedeutet. Aber wer kommt

denn da eigentlich an? Der eingangs

erwähnte Weihnachtsmann sicher

nicht – oder glauben Sie daran? Oder

kommt keine Person, sondern ein nicht

näher beschriebenes, quasi anonymes

„Weihnachten“, ein „X-mas“, mit

dem lateinischen x als Platzhalter für

den, mit dem zu rechnen ist? Ja, mit

wem ist denn zu rechnen? Wer

kommt? Die Antwort wird Sie nicht

überraschen, jedenfalls nicht mehr als

jedes Jahr das Weihnachtsfest: Gott

kommt! Am Heiligen Abend sehen wir

im Symbol des neugeborenen Kindes,

dass Gott in die Welt gekommen ist.

Nicht aber anonym oder als Welterklärungsformel,

sondern als ein

Mensch, nackt, zum Leben und zum

Sterben und zum Leben bestimmt.

Wie wir. Gott ist in die Welt gekommen,

zur Welt gekommen, zu mir gekommen.

Glauben Sie daran? Oder

spüren Sie eher die Wahrheit dieses

Abends darin, dass Gott in Ihnen,

in Ihrem Herzen geboren werden

will? Als Frucht der Liebe?

Dann wäre die Vorweihnachtszeit

jene Zeit, in der Sie mit Gott

schwanger gehen, wie käme er

sonst zur Welt? Lassen Sie einmal

Gottes Geist der Liebe zu sich sprechen.

Sie hören nichts? Dann kommen

Sie zuerst zu sich, nutzen sie

den „Advent“, um bei Ihnen selbst

anzukommen. Und wenn Sie ganz

bei sich sind, vielleicht hören Sie

ihn dann, sogar durch Weihnachtslieder

hindurch. Und wenn Sie daraufhin

bei anderen Menschen ankommen,

weil dieser Geist der Liebe

sie nicht anders lässt, dann

weihnachtet es sehr, denn so kommt

Gottes Geist zur Welt! Für mich beginnt

die Vorweihnachtszeit am

Buß-und Bettag. Sie wissen längst:

Buße heißt Umkehr, Umdenken,

Besinnung – auf das Wesentliche:

FÖRDERER DER LUTHERGEMEINDE

Werden Sie Mitglied!

Wie in anderen öffentlichen Haushalten

wird

auch in der

Luther-Kirchengemeinde

das Geld

knapper. Unser

Verein

„ F ö r d er er

der Luther-

Gemeinde e.V.“ unterstützt konkret

die Luther-Kirchengemeinde, so

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19

dass Sie gezielt helfen und fördern

können. Wir haben viel vor: Energiesparende

Maßnahmen für die Kirche,

die Sicherung der Kinder- und Jugendarbeit

oder die Unterstützung der Kirchenmusik.

Um weiterhin lebendige

und zukunftsweisende Arbeit leisten

zu können, benötigt die Luther-Gemeinde

über den Verein „Förderer der

Luther-Gemeinde e.V.“ Ihre Hilfe.

Darum unsere herzliche Bitte an Sie:

Werden Sie Mitglied!

Informationen im Gemeindebüro


18 JUGENDSEITE

Neues (und altes) von den Pfadfindern

Seit fast zwei Jahren gibt es uns VCP Pfadfinder – Stamm Kiel Mitte – nun in

den Gemeinden Jakobi-Ost, Luther und Nikolai! In diesem Jahr haben wir

einiges zusammen erlebt und es hat sich auch einiges verändert. Zweimal waren

wir in diesem Jahr zum Beispiel auf der Hohburg, einem abgelegenen

Häuschen direkt am schönen Westensee. Für einige war dies eine ganz schöne

Umstellung: Kochen auf der „Hexe“; das Wasser aus dem einige hundert Meter

Entfernung entlegenen Brunnen holen, heizen mit dem alten Ofen und dem

Kamin. Stromanschluss und einen funktionierenden Wasserhahn sucht man

hier vergebens. – Aber es geht auch ohne! Auch auf dem Pfingstlager waren

wir mit fast 20 Wölflingen, Pfadfindern und Ranger/Rovern vertreten. In unseren

Gruppenstunden war natürlich ebenfalls viel los, von A wie Apfelkuchen

backen über B wie Buch binden bis Z wie Zeltaufbau üben. Jetzt im Winter

werden wir noch einen Stammesausflug zum Mediendom unternehmen und die

Jahresabschlussfeier des VCP Schleswig Holstein in unserem Gemeindehaus

zu Gast haben.Unsere Wölflingsgruppe ist zwar voll belegt, aber wenn Du

zwischen 14 und 18 Jahren alt bist, kannst Du gerne einmal in unserer Gruppenstunde

(Montags von 18.30 bis 21 Uhr) vorbeischauen.Übrigens: Am 17. Dezember

findet wieder der Friedenslicht-Gottesdienst in der Jakobi-Kirche statt!

Die Zeit der Stille ist eine neue Form

des Gottesdienstes. Im Mittelpunkt

der Andacht steht eine 20minütige

Schweigezeit, in der wir das „Herzensgebet“

üben. Weitere Elemente

des Gottesdienstes sind Lieder, Gebet

und eine Psalmauslegung. Die „Zeit

der Stille“ ist eine Möglichkeit, die

Zeit der Stille

Jeden Montag um 19 Uhr

in der Unikirche, Westring 387

mit Pastorin Gesa Bartholomae

Botschaft des christlichen Glaubens

neu zu erleben. Deshalb sind

besonders die eingeladen, denen die

herkömmliche Form des Gottesdienstes

fremd geworden ist oder

nicht mehr ausreicht. Mitzubringen

sind bequeme Kleidung und warme

Socken.

Gott kommt in die Welt! Wieder zu

beten: „Komm, Gott, auch zu uns,

in unsere laute Welt!“ Am

Ewigkeitssonntag dann feiere ich,

dass Gott kommt und nicht einfach

das Ende aller Dinge. Er hat unsere

Toten schon zu sich geholt und

wird am Ende aller (meiner) Tage

auch mein Leben aufheben mit liebenden

Händen. Im übrigen denke

ich wie meine Frau: Eigentlich

kommt Gott das ganze Jahr. Es ist

gut, deshalb am Sonntag zur Besinnung

zu kommen. Gut, zu sich

zu kommen, gut, zum Nächsten zu

kommen, gut, zu Gott zu kommen.

Denn der ist schon da, ganz überraschend,

schon vorûm Advent.

Daran glaube ich. Eine gute Vorweihnachtszeit,

einen hellen Advent,

ein Weihnachten, das in Ihrem

Herzen ankommt, und ein von

Gott gesegnetes Jahr 2007 wünscht

Ihnen

Ihr Pastor Gregor

Krippenspielproben

Zu Heiligabend um 15.30 Uhr spielen

wir wieder ein Krippenspiel in

der Kirche. Machst Du mit? Dann

sei bei allen Proben dabei: Jeweils

donnerstags um 16 Uhr am 7., 14.

und 21. Dezember!

KINDERSEITE

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7

Kinderkirche

Wir sehen uns zum Krippenspiel am

Heiligabend um 15.30 Uhr in der

Kirche und zur Kinderkirche am 4.

Februar und 4. März.


8 KINDERSEITE

Musikalische Früherziehung

Seit Oktober wird in der Luthergemeinde

Unterricht zur musikalischen

Früherziehung für die Vorschulkinder

ab dem dritten Lebensjahr

angeboten.Durch das Singen neuer

Lieder, Malen, Bewegung und Tanz,

rhythmische Erziehung und vieles anderes

mehr können die Kinder unterschiedliche

Erfahrungen sammeln und

sich kreativ entwickeln. Für uns ist

wichtig, die kreative Auseinandersetzung

mit musikalischem Material, die

Freude am Umgang mit der Musik

und am eigenen Musizieren bei Kindern

zu erwecken. Wir bieten den Kindern

unterschiedliche Übungen zur

akustischen, visuellen und taktilen

Wahrnehmung an, damit Musik so

vielseitig wie möglich empfunden

wird.Verschiedene Musikinstrumente,

Spielzeuge und musikalische Materialien

ermöglichen ein abwechslungsreiches

Programm des Unterrichts.

Was lernen die Kinder im Unterricht:

Auf Klänge und Musik zu hören,

empfindsam und mit vielen Wahrnehmungen

auf Musik zu reagieren,

Notennamen zu lernen, Melodiefragmente

wiederzuerkennen

und zu wiederholen, neue Lieder zu

lernen, Rhythmus- und Orff-Instrumente

zu spielen und durch Bewegungsspiele

und Musik ihre Selbstund

Weltwahrnehmung zu aktivieren.

Musikalische Früherziehung fördert

die sprachliche Entwicklung

und Gedächtnisleistung, das

Sozialverhalten, die Entwicklung

der Intelligenz und die Konzentrations-

und Leistungsfähigkeit.

Ausserdem lernen Kinder, mit Musik

Emotionen auszudrücken und

Selbstdisziplin zu üben.Wir treffen

uns jeden Mittwoch Nachmittag,

von 16.30 bis zum 17.15 Uhr in

der Luthergemeinde.Wir freuen uns

auf Ihr Kind! Kontakt:Janna

Zuckermann Tel. 319 78 80

JUGENDSEITE

Neuer Jugendwart ab Januar

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und auch meine Tage als Jugendwart in den

Gemeinden Jakobi-Ost, Luther und Nikolai sind gezählt. In den vergangenen

2,5 Jahren habe ich hier viele spannende Dinge erlebt: Wochenendfreizeiten,

Ausflüge, Themenabende, Jugendgottesdienste, verschiedenste Gruppenstunden

mit Jugendlichen, Mitarbeiterbesprechungen, Konzeptionstreffen, Jugendwarterunden,

Kirchenvorstandsbesuche und und und. Besonders in Erinnerung sind

mir bei einem Rückblick auf die vergangene Zeit immer die Momente, in denen

Jugendliche selber „etwas auf die Beine stellen“, wie z.B. die Jugendbands mit

ihren selbst geschriebenen Songs oder mit-organisierten Auftritten wie in der

Kieler-Woche. Den Pfadfindern, die ich vor knapp zwei Jahren mit Tim zusammen

ins Leben gerufen habe, werde ich natürlich weiterhin – zumindest

gedanklich – sehr verbunden bleiben. Beeindruckt haben mich besonders „meine“

Teamer, die kreativ und anpackend bei der Organisation und Durchführung

von Gruppenstunden, Freizeitfahrten oder beispielsweise der Weihnachtsfeier

geholfen haben. Euch gilt mein großer Dank! Die Zusammenarbeit der

Gemeinden Jakobi-Ost, Luther und Nikolai in der Jugendarbeit hat sich in den

letzten Jahren sehr bewährt und sollte meiner Meinung nach noch verstärkt

werden. Für die gute Zusammenarbeit mit Martin Gregor, Sabine Klatt und all

den netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinden bedanke ich

mich herzlich!Und meinem Nachfolger – oder wird es diesmal eine Nachfolgerin?

– wünsche ich alles Gute und Gottes Segen!Eine schöne Weihnachtszeit!

Boy Büttner

17


16 SENIORENARBEIT

Veränderungen im Seniorenkreis

Rosemarie Hofmann betreut seit vielen

Jahren den Seniorenkreis in unserer

Gemeinde. Sie hat sich über diese

lange Zeit mit bemerkenswertem Engagement

um die Teilnehmerinnen gekümmert.

Es ist ihr immer ein persönliches

Anliegen gewesen, in der

Luthergemeinde ein Stück Heimat anzubieten.

Nicht, dass sich ihre Arbeit

nur auf die zwei Stunden am Mittwoch

beschränkt hätte, wenn sich alle

gemeinsam getroffen haben. Ganz

selbstverständlich ist es auch für sie

gewesen, vor und im Anschluss an

den Seniorenkreis oder auch an anderen

Tagen in der Gemeinde zu sein,

um Zeit für ein persönliches Gespräch

zu haben und Hilfestellung in allen

Lebensbereichen der Seniorinnen zu

geben (z.B. bei Behördengängen). Wir

als Kirchengemeinde wissen diesen

verantwortungsvollen Einsatz zu

schätzen und bedauern es, dass wir

leider an dieser Stelle Einsparungen

vornehmen mussten. Auch wenn sich

um eine Lösung bemüht wurde, so

dass der Kreis bestehen bleiben kann,

wissen wir, dass die Arbeit von Frau

Hofmann unersetzlich ist und danken

ihr an dieser Stelle noch mal ganz

herzlich für ihren jahrelangen Einsatz

für unsere Gemeinde und besonders

auch für ihre Bereitschaft, sich zweimal

im Monat ehrenamtlich weiterhin

mit den Seniorinnen zu treffen.

Rückblick und Ausblick

Seit 1966 gehöre ich zur Luther-

Gemeinde und unter den Pastoren

Kirchhofer, Sieg, Kuhn und Kiethe

hat es immer den Altenkreis gegeben.

Dieser hat sich in den vergangenen

Jahren kontinuierlich verkleinert

durch Tod, Krankheit, mangelnde

Mobilität und Heimbetreuung.

Seit 14 Jahren betreue ich den

Kreis und wir sind mittlerweile eine

kleine Gruppe von zehn Seniorinnen,

mal mehr, mal weniger.

Der Kirchenvorstand hat zum Jahresende

beschlossen, mein Arbeitsverhältnis

zu beenden. Die Seniorinnen

können nicht verstehen, dass

gerade bei ihnen die Einsparung

sein muss.

Ich möchte mich für die gemeinsame

Zeit, die ich mit den Seniorinnen

verbrachte, bedanken. Für

mein Engagement bin ich reich beschenkt

worden. Ich habe vor, ab

Januar 2007 meine Arbeit ehrenamtlich

14tätig im Gemeindehaus

für diesen Kreis fortzusetzen.

Auch möchte ich mich beim Förderverein

der Lutherkirchengemeinde

für die jahrelange finanzielle

Unterstützung bedanken, die

viele Aktivitäten ermöglichte.

Rosemarie Hofmann

Niemals Gewalt!

Das Weihnachtsfest 2006 steht bevor.

Die vorfestliche Stimmung und

die Vorfreude insbesondere der

Kinder stecken auch uns Erwachsene

an. Weihnachten - da sollte

doch nichts die Freude verderben.

Und doch liegt dem Verfasser dieser

Zeilen ein immer schwerer wer-

dender Stein im Magen, wenn er

an die gesellschaftliche Großwetterlage

denkt und dabei die Situation

der Kinder im Blick hat.

Es ist ein Kind, arm geboren in einem

Stall, das uns den Weg zum

Heil weisen soll. Und die Gesellschaft

in der Bundesrepublik

Deutschland - in ihr ist es insgesamt

gesehen um das Heil der Kin-

WEIHNACHTEN

9

der nicht sonderlich gut bestellt. Dass

ein doppelverdienendes Paar, das auf

Kinder verzichtet, in der Regel materiell

deutlich besser gestellt ist als eine

Familie mit Kindern, ist ein gesellschaftlicher

Skandal und ein steuerpolitischer

Unsinn. Dass Gewalt gegen

Kinder immer nur noch dann aufregt,

wenn dies kriminelle Dimensio-

nen oft mit Todesfolge angenommen

hat, droht Normalfall zu werden.

Es geht aber insbesondere um das tägliche

Miteinander, in dem Gewalt gegen

Kinder zugenommen hat. Die angeblich

notwendige Tracht Prügel hat

nach Untersuchungen des Kinderschutzbundes

wieder an Aktzeptanz

gewonnen. Da ist es gut, sich an eine

Erzählung der schwedischen Schrift-


10 WEIHNACHTEN

stellerin Astrid Lindgren zu erinnern.

Ihr hatte eine alte Dame ein Vorkommnis

erzählt, dass Lindgren auch selbst

zur ständigen Mahnung wurde.

Als die alte Dame selbst noch eine junge

Mutter war, schien die Zeit gekommen,

dass ihr kleiner Sohn nach

einer „Missetat“ eine Tracht Prügel

kassieren sollte. Es sollte die erste in

seinem Leben werden. Sie trug ihm

auf, in den Garten zu gehen und selbst

einen Stock zu suchen, den er ihr dann

bringen sollte. Der kleine Junge ging

und blieb lange fort. Schließlich kam

er weinend zurück und sagte: „Ich

habe keinen Stock finden können, aber

hier hast du einen Stein, den kannst

du ja nach mir werfen.“ Da aber fing

auch die Mutter an zu weinen, denn

plötzlich sah sie alles mit den Augen

des Kindes. Das Kind muss ja gedacht

haben: „Meine Mutter will mir wirklich

weh tun, und das kann sie ja auch

mit einem Stein.“

Sie nahm ihren kleinen Sohn in die

Arme, und die beiden weinten eine

Zeit gemeinsam. Dann legte sie den

Stein auf ein Bord in der Küche, und

dort blieb er liegen als ständige Mahnung

an das Versprechen, das sie sich

in dieser Stunde selbst gegeben hatte:

„Niemals Gewalt!“

Ja: „Niemals Gewalt!“ Unsere Kinder

haben ein Recht auf gewaltfreie

Erziehung und wir haben es ohne

Wenn und Aber einzuhalten. Auch

daran sollten wir insbesondere zu

Weihnachten denken. Feiern wir

Heiligabend und Weihnachten und

denken wir an die Jesu-Worte: Selig

sind die Friedfertigen, denn sie

werden Gottes Kinder heißen“.

Und das wollen wir doch alle sein,

kleine und große Kinder Gottes.

Eine gesegnete Weihnacht wünscht

Ihnen

Hartmut Schulz

Seniorentanz in Jakobi-Ost

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit Oktober 2004 biete ich im Gemeindehaus

Jakobi-Ost im

Knooper Weg 53 Senioren-Tanz

an. Wir treffen uns am 2. und 4.

Mittwoch im Monat um 15 Uhr

und tanzen dann bis 16.30 Uhr.

Möchten Sie sich bei Musik bewegen,

Geselligkeit und Freude haben?

Kommen Sie doch einfach

mal vorbei. Wir tanzen zu alten und

neuen Schlagern, zu klassischer

Musik und auch zu Volksliedern:

Tänze im Kreis, in der Square-

Aufstellung oder als fröhliche Party-Tänze.

Die Tänze sind leicht zu

SENIORENARBEIT

15

lernen und bereits nach kurzer Übung

werden Füße und Musik zusammenpassen.

Wir tanzen zu unserer eigenen

Freude und werden nicht für die

Olympischen Spiele trainieren. Der

Unkostenbeitrag beträgt für 1,5 Stunden

1,50 Euro.

Wir freuen uns auf Sie! – Bis bald

Elke Tantz

Geburtstagsfrühstück

Am 4. Januar 2007 um 10 Uhr

sind alle, die in den Monaten September

bis Dezember 2006 70 Jahre

oder älter geworden sind, herzlich

zum Geburtstagsfrühstück ins

Lutherhaus eingeladen!

Monatsspruch Januar


14

UNSERE GRUPPEN

Soweit nicht anders angegeben, finden die Gruppen wöchentlich statt.

LH= Lutherhaus, Eingang Hebbelstr. 1-3

MB= Mittelbau, Eingang rechts neben dem Turm

Jakobi-GH= Jakobi-Gemeindehaus, Knooper Weg 53

Montag

16.15 Pfadfindergruppe „Panther“ (8-12 Jahre) MB - Boy Büttner (2211723)

18.00 Besuchskreis (mtl. n. Vereinbarung) LH - Klaus Radke (561382)

18.00 Bibelkreis für jüngere Senioren (mtl. n. Vereinbarung) LH -

Pin. em. Monika Kiethe (5869484)

18.30 Pfadfindergruppe „R/R“ (14-25 Jahre) MB - Boy Büttner (2211723)

Dienstag

15.15 Kinderchor Jakobi-GH - Klaus Rathke (5603791)

16.15 Jugendchor Jakobi-GH - Klaus Rathke (5603791)

17.00 Vorkonfirmanden LH - Pin. Gesa Bartholomae (3197557)

17.00 Konfirmanden - neues Modell Jakobi-GH - Pin. Sabine Klatt (92402)

18.00 Dienstagtreff (ab 13 Jahre) Jakobi-GH - Boy Büttner (2211723)

18.00 Teamer-Treff (n.Vereinb.) Jakobi-GH - Boy Büttner (2211723)

20.00 Lutherkantorei LH - Jens Siewertsen (790346)

20.00 Gesprächskreis „Glaube konkret“ (mtl. n. Vereinbarung) LH -

P. em. Hans Kuhn (554479)

Mittwoch

15.00 Seniorenkreis (alle zwei Wochen) LH - Rosemarie Hofmann (372637)

18.00 Jugendgruppe „Lujanis“ (13-16 Jahre) LH - Boy Büttner (2211723)

20.00 Posaunenchor LH - Agnes Rose (6794689)

Donnerstag

09.30 Frühstückstreff (mtl. n. Vereinbarung) LH -

Pin. Sabine Klatt und Team (92402)

16.00 Gitarrentreff (ab 12 Jahre) LH - Boy Büttner (2211723)

16.00 Hauptkonfirmanden A Jakobi-GH - P. Martin Gregor (553477)

17.30 Hauptkonfirmanden B Jakobi-GH - P. Martin Gregor (553477)

18.00 Offener Jugendkeller (alle zwei Wochen) LH - Boy Büttner (2211723)

18.00 Band-Proben (alle zwei Wochen) LH - Boy Büttner (2211723)

19.30 Kreuz und quer (alle zwei Wochen) LH- Pin. Gesa Bartholomae

(3197557)

Sonnabend

13.00 Bandprobe „Funky Monks“ LH - Boy Büttner (2211723)

16.00 Bandprobe „Becoming Stacy“ LH - Boy Büttner (2211723)

der mit wirtschaftlichen Dingen

und vor allem mit Geld wenig im

Sinn hatte, nannte sie zuweilen liebevoll

„mein Herr Käthe“.

Sechs Kinder hat sie geboren, allerdings

nur vier davon großgezogen.

Elisabeth starb mit einem Jahr,

Magdalene mit 13; gerade der Tod

dieses Mädchens hat die Eheleute

stark mitgenommen. Überhaupt

hatten sie nicht viel Glück mit ihren

Kindern. Hans, der Älteste,

blieb ewiger Student, seine Spur

verlor sich im Dunkeln. Martin

starb mit 34 Jahren als Alkoholiker.

Paul studierte sehr erfolgreich

Medizin und wurde Leibarzt des

Kurfürsten von Sachsen. Und Margarete,

die Jüngste, heiratete einen

ostpreußischen Adligen, starb aber

noch relativ jung im neunten Kindbett.

Außer ihren eigenen Kindern

hatte Katharina noch eine Anzahl

Pflegekinder, Nichten und Neffen

ihres Mannes, im Haus. Es wird

erzählt, dass sie einen freien Erziehungsstil

liebte. Auch im Bereich

der Medizin und Gesundheitspflege

ging sie wohl für damalige

Verhältnisse ganz neue und moderne

Wege, so dass Ärzte und Hebammen

zuweilen die Hände über

dem Kopf zusammenschlugen. Als

die Pest in Wittenberg wütete, funktionierte

sie das „Schwarze Kloster“

in ein Krankenhaus um und

FORTS. LUTHER-ABC

11

war Tag und Nacht im Einsatz.

Als Martin Luther im Februar 1546

starb, war Katharina untröstlich. Die

Verbindung, die als Vernunftehe begonnen

hatte, wurde über die Jahre

zu einer tiefen Lebens-, Liebes- und

Arbeitsgemeinschaft. Sie hatte ihn

gehegt und gepflegt, hatte ihn in geistigen

und geistlichen Dingen unterstützt,

so sehr sie nur konnte, und er

hatte ihr Wertschätzung, Liebe und

Respekt entgegen gebracht. Mit seinem

Tod war nun die Mitte ihres Lebens

weggebrochen. Auch äußerlich

war ihre Existenz gefährdet. Sie wollte

das Haus als Gästehaus und Studentenheim

weiterführen, aber da der

Lehrer fehlte, blieben auch die Gäste

und Studenten aus. Zeitweilig musste

Melanchthon bei Freunden und Fürsten

für ihren Unterhalt betteln gehen.

Mit dem Schmalkalischen Krieg und

seinen Verwüstungen war für sie jede

Hoffnung endgültig verloren, wirtschaftlich

wieder auf eigene Füße zu

kommen.

1552 floh sie aus Wittenberg vor der

Pest nach Torgau. Ihr Reisewagen

stürzte, sie zog sich eine schwerwiegende

Verletzung zu, von der sie sich

nicht mehr erholte. Sie starb mit 53

Jahren am 20. Dezember 1552 einsam

und verlassen, obwohl die Stadt

voller Freunde und Studenten Martin

Luthers war.

Pastorin em. Monika Kiethe


12

BESONDERE VERANSTALTUNGEN

Adventsandachten

Unter dem Titel „Fenster zum Licht“

gestalten Pastor em. Karsten Sohrt

(am 7.12.) und Pastor Martin Gregor

die diesjährigen Adventsandachten.

Donnerstag, 7., 14. und 21. Dezember,

jeweils 18 Uhr, Wittenberghalle

Adventsfeier für Senioren

Sie findet am Dienstag, den 12. Dezember

von 15 bis 17 Uhr in der

Wittenberghalle im Lutherhaus statt.

Es erwartet Sie ein adventliches Programm

mit Musik, Geschichten und

einer festlichen Kaffeetafel.

Kreuz und quer

Der Gesprächskreis zur Bibel mit

Pastorin Gesa Bartholomae. Folgende

Themen sind für die nächste

Zeit geplant: Prophet Elia, das Gebet

in der Bibel, Wunder, Sara und

Abraham.

Donnerstag, 14. Dezember, 4. und

18. Januar, 1. Februar, jeweils

um 19.30 Uhr, Martinsklause

Freitagabend in Jakobi

Die Konzertreihe zum Erhalt der

Jakobi-Kirche an jedem ersten Freitag

im Monat geht im neuen Jahr

mit folgenden Konzerten weiter:

5. Januar Anja-Lisa Lührmann

(Geistliche Arien und Lieder)

2. Februar Rachmaninowchor

(Chormusik u.a. aus Russland)

Beginn: 19.30 Uhr Der Eintritt ist

frei, um eine Spende wird gebeten.

Monatsspruch

Dezember

Frühstückstreff

Der Frühstückstreff von Jakobi und

Luther findet regelmäßig jeden 2.

Donnerstag im Monat um 9.30 Uhr

im Coburgzimmer des Luthergemeindehauses

statt. Mitzubringen

ist nur gute Laune, für Brötchen

und alles andere wird gesorgt.

Hier ein Überblick über unsere

Themen:

14. Dezember Weihnachtsfeier

11. Januar Der Weiße Ring besucht

uns und berichtet von seiner

Arbeit

8. Februar Information über den

Weltgebetstag ( Alltag und Glaube

in Paraguay)

8. März Herr Dr. Laszig berichtet

über die Geheimnisse des Kaffees

12. April Die Bewegung von Taizé

10. Mai Besuch der Märchenerzählerin

E. Rothe

14. Juni Pastor Liß-Walther berichtet

über den Jüdisch-Christlichen

Dialog

KONTAKTE

lindenstraße 9: 24118 kiel

tel. 0431 / 57 97 60 mobil 0173/8888311

Wir sind mit dabei!

13

Hier erreichen Sie uns

Das Gemeindebüro und die Pastoratsräume

befinden sich in der Schillerstraße

27, 24116 Kiel. Das Gemeindebüro

ist montags bis freitags von 8 bis

11.30 Uhr geöffnet. Zum Kindergarten

gelangen Sie durch den Kircheneingang.

Er ist montags bis freitags

von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Sie erreichen uns unter folgenden Telefonnummern

oder E-Mail-Adressen:

Gemeindebüro 55 44 79

Fax (Gemeindebüro) 55 63 19

buero@luther-kiel.de

Kindergarten 55 53 82

Pastor Martin Gregor 55 34 77

pastor.gregor@luther-kiel.de

Pastorin Sabine Klatt 92 40 2

pastorin.klatt@jakobi-ost.de

Pastorin Gesa Bartholomae 3197557

gesa.bartholomae@gmx.de

Jugendwart Boy Büttner 2211723

jugend@jakobi-ost.de

Pfadfinder www.kielmitte.vcp-sh.de

lutherpost@luther-kiel.de

Homepage: www.luther-kiel.de

Spendenkonto: Nr. 71 40 19,

Sparkasse Kiel, BLZ 210 501 70

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