WARUM GLAUBEN? - Lutherkirche Wiesbaden

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WARUM GLAUBEN? - Lutherkirche Wiesbaden

Foto: Jean Kobben_fotolia.de

himmel

erde

Die Lutherkirchenzeitung

und

November 2012 – Februar 2013

jung


alt

Evangelische Lutherkirchengemeinde Wiesbaden | www.lutherkirche-wiesbaden.de


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Liebe Leserinnen

und Leser, diese Ausgabe von Himmel und

Erde hält gleich am Anfang etwas

Neues für Sie bereit: Der kleine

einführende Text an dieser Stelle,

von Journalisten »Editorial« genannt,

wird ab sofort abwechselnd

von den Redaktionsmitgliedern

geschrieben. So möchten wir uns

der Gemeinde auch einmal bildlich

vorstellen. Da der Vorschlag für unser neues Thema

von mir stammt, ist es an mir, den Anfang zu machen.

Das Thema Alt – Jung hat viele Facetten und wird in dieser

Ausgabe auf verschiedene Art und Weise beleuchtet: Was

sagt die Bibel zum Thema? Wie empfinden wir Jugend und

Alter im Rück- und Ausblick? Welches sind die »besten

Jahre« und haben wir sie auch so wahrgenommen? Wie ist

es, wenn man auf Spurensuche geht und alles verändert

vorfindet? Wie sind die Antworten auf die Frage, woher

wir kommen und wohin wir gehen? Ich hoffe, Sie sind gespannt

auf unsere Beiträge und werden sicher, genau wie

wir, ins Nachdenken geraten.

Inhalt

Editorial 2

Eine Frau in ihren besten Jahren 3–4

Zu jung – zu alt? 5

Das große Wunder 6–7

Spuren 8–9

Veranstaltungen

Weihnachtsfreude aus der Tüte 10

Kleine Veränderungen im Gottesdienst 10

Einladung zur Adventsfeier 11

Adventsgottesdienst 11

Termine in der kath. Kirche Dreifaltigkeit 11

St. Martinsumzug 11

Herzklopfen – Ein Gottesdienst für Liebende 11

Passionsandachten 11

Abrahams Kinder 12

Kindermund tut Wahrheit kund 12

Trotz der wunderbaren Frühherbsttage ist Weihnachten

auch schon im Blick. Lesen Sie, was die Lutherkirche alles

vorbereitet: Musik, Adventsfeiern, Angebote für Kinder

und Familien wie Lichterfeier und Vorlesestündchen und

vieles mehr.

All diesen Aktivitäten liegt die Freude über die Geburt

Christi zu Grunde. Ist jede Geburt eines Kindes ein Wunder

an sich und erfüllt Eltern und Großeltern mit Staunen

und Dankbarkeit, so ist für uns Christinnen und Christen

der Geburtstag von Jesus ein ganz besonderes Ereignis.

Hier nimmt unsere Hoffnung ihren Anfang.

Obwohl Weihnachten beim Erscheinen der neuen Ausgabe

noch nicht vor der Tür steht, tauchen schon die ersten

Lebkuchen in den Geschäften auf. Und so wünschen wir

jetzt schon allen Lesern eine besinnliche Advents- und

Weihnachtszeit.

Es grüßt Sie herzlich

Etta Duckert für die Redaktion

Danksagungen 12

Familiengottesdienste 13

Musik in der Lutherkirche 14–15

Weihnachts-CD des Bachchores 15

Warum glauben? 16

Adventliches Vorlesen 16

Lichterfeier 16

Meditativer Tanzabend 16

Auxilium 17

Gottesdienste 18–19

Deutscher Schwerhörigenbund 19

Veranstaltungen in der Lutherkirchengemeinde 19–20

Taufen, Trauungen und Bestattungen 21

Anzeigen 22

Impressum/Anzeigen 23

Falten und Frikadellen 24


Eine Frau in ihren

besten Jahren

Kennen Sie »Karlsson vom Dach« von Astrid Lindgren?

Vermutlich ja. Dann erinnern Sie sich auch sicher an Karlssons

Lieblingsausspruch, er sei ein »Mann in seinen besten

Jahren«. Unsere Kinder fragen mich beim Vorlesen,

was das denn bedeute und wie alt denn dieser kleine komische

Mann mit dem Propeller auf dem Rücken sei. Ich

konnte Ihnen diese Frage bisher noch nicht beantworten.

Aber es ist eine gute Frage: Wann sind denn die besten

Jahre eines Mannes, einer Frau oder eines Kindes? Woran

erkennen wir sie, wenn sie da sind oder merken wir es vielleicht

gar nicht, wenn wir die besten Jahre

gerade durchleben?

von Tanja Scharnhoop

Ich erinnere mich, dass man als kleines Kind sehr oft zu

hören bekommt, man sei für dieses oder jenes noch zu

klein. »Dazu musst Du noch älter werden« und ähnliche

Sprüche bremsen das Kleinkind oft aus. Also wünscht

sich das Kind, rasch älter zu werden. Warten auf die Einschulung,

warten, endlich in der Schule zu den Großen

zu gehören. Weiterwarten, endlich im Auto vorne sitzen

zu dürfen wie die Großen. Wieder Warten auf die Konfirmation,

auf Geburtstage und so weiter. Endloses Warten

darauf, volljährig zu werden, lange ausgehen und den

Führerschein machen zu dürfen. Wann ist es denn endlich

soweit, den Schulabschluss zu machen, von zu Hause

ausziehen zu dürfen, die Welt zu erobern? Irgendwie,

so scheint es, ist die ganze Jugend ein einziges Warten

auf den nächsten Schritt. Nie fühlt man sich im »richtigen

Alter«.

Auch im Studium

oder der Ausbildung

fiebert

man dem Ende

ent gegen. Vielleicht

kommt

dann irgendwann

die Sehnsucht nach

Fami lie, einem tollen

Job, der Traumwohnung.

Immer ein neues,

fernes Ziel vor Augen sind wir

scheinbar nie angekommen in

den »besten Jahren«.

Wenn die Kinder die Windeln nicht mehr benötigen,

hören wir Eltern oft: »Na, jetzt habt ihr

es geschafft, die Kinder sind aus dem Gröbsten

raus.« Ich beobachte aber durchaus bei

anderen Familien, dass manchmal noch viel

Gröberes kommt. Mit dem Verschwinden so

mancher Sorge kommt auch schon

wieder die Nächste und mit ihr

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himmel und erde | November – Februar 2013


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das Warten darauf, dass sie wieder vergeht.

Später dann kommt das große Jammern

des Älterwerdens. Ich selbst gehe auf

die Vierzig zu und gebe zu, dass

mich das nicht freudig stimmt. Ich

finde es nicht schön, dass die

Kosmetikindustrie mir mit Cremes

für »reife Haut« und Sham-

poos für die Frau »ab Vierzig«

vorgibt, ich gehöre nun in eine

andere Alterskategorie. Alte

Frau, alte Creme. Ich beginne,

meinen jungen Jahren nachzutrauern,

als ich noch jedes

Stück Kuchen essen konnte, ohne

am nächsten Tag dafür eine

halbe Stunde Joggen zu müssen.

Ich habe schon manches Gespräch

von Frauen um die Fünfzig mitbekommen,

das von nächtlichen Schweißausbrüchen,

Schlaflosigkeit und depressiver

Verstimmung handelt. Na, die besten Jahre

können das ja wohl auch nicht sein.

Wie mag es erst weitergehen mit sechzig, siebzig, achtzig

Jahren? Die wenigsten Menschen in diesem Alter sind

weißhaarig, stets gebräunt und kerngesund. Gesundheitliche

Probleme bestimmen mehr und mehr das Leben.

Vielleicht sogar Sorgen um zu wenig Rente.

Mancher Mensch muss sich eingestehen:

Dieses oder jenes geht nun nicht mehr.

Manches will man auch nicht mehr.

Wo sind sie nun also, die besten Jahre?

Oder ist es vielmehr so, dass wir rückblickend

die für uns besten und glücklichsten

Jahre zu der »Zeit unseres Le-

bens« ernennen? Hören wir nicht oft Menschen

zum Beispiel von Ihrer Kindheit schwärmen?

Sogar wenn sie ihre Kindheit in Kriegsjahren erlebt

haben. Unser Gedächtnis ist »gnädig« und färbt unsere

Erinnerungen. Nicht jedes schlechte Ereignis lässt

sich damit wegwischen, aber irgendetwas Gutes nehmen

wir aus der Vergangenheit offenbar mit.

Als Mama von drei Kindern empfinden ich und viele Mütter

um mich herum die Zeit mit kleinen Kindern oft als

sehr anstrengend. In der Erinnerung der Großmütter allerdings

sind diese Jahre gerade die Schönsten.

Also muss es vielleicht stimmen: Ich bin eine Frau, in meinen

besten Jahren. Aber das werde ich erst in Zukunft

merken.

»Ich bin

ein schöner und

grundgescheiter und

gerade richtig dicker Mann

in meinen besten Jahren

und der beste Karlsson

der Welt in jeder

Weise!« Zitat aus Astrid Lindgrens

»Karlsson vom Dach«


Zu jung – zu alt?

von Volkmar Thedens-Jekel

Dafür bist du noch zu klein!« Manche Kinder akzeptieren

diese Feststellung klaglos. andere fühlen sich

gekränkt und kämpfen fortan gegen diese Einengung ihrer

Möglichkeiten. Aber es gibt in der Tat Grenzen: Zehnjährige

sollten noch nicht ein Auto steuern dürfen, Zwölfjährige

nicht noch spät abends in der Stadt unterwegs sein –

Gefahren drohen, die sie noch nicht einschätzen und denen

sie nicht angemessen begegnen können. Es gibt da

allerdings eine breite Zone des Lebensalters, in der die

fremden Bereiche erobert und ausprobiert werden wollen,

damit man sich als Erwachsene/r in der Freiheit bewegen

kann. In einer längerer Phase bis zum Erwachsensein hat

manche Jugendliche, mancher Jugendlicher andererseits

vielleicht auch das Gefühl, noch nicht bereit zu sein für die

Aufgaben, die ihm oder ihr gestellt werden.

Am anderen Ende des Lebensalters nehmen die körperlichen

und geistigen Fähigkeiten des Menschen immer

mehr ab. Nicht immer stimmt das Lebensgefühl mit diesen

Realitäten überein, oft fühlt man sich innerlich z. B. mit

65 Jahren noch wie ein 40-jähriger. Es ist ein mühsamer

Prozess, zu akzeptieren, dass manches nicht mehr so geht

wie früher. Und dem Bewusstsein, auf das Ende des Lebens

zuzugehen, weicht man gerne noch lange aus. Von außen

aber werden Alterungsprozesse klar wahrgenommen,

manchmal auch grausam scharf formuliert: »Was will denn

der Opa hier?« Schnell fühlt man sich dann abgeschoben,

als »altes Eisen« ins Lager gelegt.

In der Bibel gibt es einige Stellen, in denen beschrieben

wird, wie Gott diese Einordnung »zu jung!« oder »zu alt!«

durchbricht. Ein Beispiel dafür ist die Berufung und Sendung

Abrahams (Gen 12,1–6), in der Abraham als Mann

von 75 Jahren beschrieben wird – eigentlich ein Alter, in dem

man sich zur Ruhe setzt. Stattdessen sendet Gott ihn in ein

völlig fremdes Land, mutet ihm zu, in diesem Alter noch

einmal alles zu riskieren – und schenkt ihm eine großartige

Verheißung, deren Erfüllung wir bis heute be obachten können.

Ein anderes Beispiel ist die Berufung des Propheten

Jeremia (Jeremia 1,4–10): Als Gottes Ruf ihn trifft, ist sein

erster Einwand: »Ich bin zu jung!« Aber Gott lässt dieses

Argument nicht gelten: Auch wenn er Jeremia eine schwere

Aufgabe zumutet, die dieser sein ganzes Leben hindurch

tragen wird, bleibt Gott bei seiner Berufung. Jeremia erweist

sich als begabter Sensor für die falschen Entwicklungen seiner

Zeit und als mutiges Sprachrohr für die kritischen Worte

Gottes an die Verantwortlichen, was ihm nicht gerade ein

gemütliches und ruhiges Leben ermöglicht. Aber er bleibt

seiner Berufung zeit seines Lebens treu, so schwer es ihm

manchmal fällt (vgl. seine Klage in Jeremia 20,9–11).

Ein drittes Beispiel ist die Auswahl des Nachfolgers von

König Saul; der Prophet Samuel wird von Gott nach Bethlehem

zu Isai gesandt mit dem unklaren Hinweis, dass

einer von dessen Söhnen der auserwählte neue König sei.

Die Vorstellungen des erfahrenen alten Propheten werden

völlig konterkariert, denn Gott wählt sich nicht einen der

stattlichen erwachsenen Söhne des Isai zum nächsten König.

Gott entscheidet sich für David, der so jung ist, dass

er vom Vater überhaupt nicht berücksichtig worden war für

das »Königs-Casting« (1. Samuel 16). Der entscheidende

Hinweis Gottes ist: »Ein Mensch sieht, was vor Augen ist;

der Herr aber sieht das Herz an.« (1. Samuel 16,7)

Es gibt also kein Lebensalter, in dem Gott uns nicht anspricht.

Er lässt sich durch keine Äußerlichkeit etwas vormachen.

Gott schaut in unser Herz hinein und weiß genau,

welche Aufgaben wir bewältigen können. Und manchmal

werden uns unserer Fähigkeiten erst bewusst, wenn wir uns

auf den Ruf Gottes einlassen, wenn wir die Aufgabe, die

uns gegeben ist und die uns vielleicht zu schwer erscheint,

annehmen. Andererseits sollten wir uns vor Altersklischees

hüten und wahr nehmen, welche Potentiale andere tatsächlich

haben.

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himmel und erde | November – Februar 2013


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Das große

Wunder

von Ilona Dudas-Gürtler


Mit dem Leben, das ist eine komische Sache. Wir wissen

nicht, woher wir kommen und nicht, wohin wir

gehen.

Wir wissen nicht, wie unser Leben verlaufen wird, wie lange

wir leben, wann sich etwas in unserem Leben grundlegend

ändern wird und überhaupt … Das einzig Sichere im

Leben ist der Tod. Alles Leben, was entsteht, vergeht. Darauf

ist Verlass. Und doch macht uns das meistens ziemlich

zu schaffen, wenn wir begreifen, dass auch wir, also

ich selbst, meine Kinder und meine Liebsten, aus dem

Leben gehen werden und zwar auch mal unerwartet und

ungeplant und viel zu früh und auch mal ganz tragisch

oder nach sehr leidvoller Zeit. Das alles gehört zum normalen

Leben und trotzdem regt sich in mir Widerstand. Es

tobt ein Zwerg in mir und ruft: »Ich will das nicht akzeptieren!

Ich will nicht tragisch enden! Keines meiner Kinder

soll vorzeitig sterben oder schlimm erkranken! Nicht mein

Mann, nicht meine Freundinnen …! Nein! So soll das Leben

nicht sein!«

Ich erinnere mich an einen Gottesdienst, den ich im Norden

Deutschlands besucht habe, bei dem der Pfarrer für

einen kürzlich verstorbenen jungen Mann betete, der zwei

kleine Kinder und Frau und Familie hinterlassen hatte.

Der Pfarrer gab uns danach als Gemeinde

im knappen Satz zu bedenken,

dass wir alle einmal sterben

müssten. Diese Zusage an der

genannten Stelle des Gottesdienstes

gab mir ein Gefühl

großen Trostes. In dem

Moment gelang es mir, diese

Selbstverständlichkeit des Todes

vollkommen zu akzeptieren. Die Be-

troffenheit durch den frühen Tod des jungen Vaters wandelte

sich direkt in ein Gefühl der Ruhe und der Annahme

der Dinge. Es ist alles, wie es ist. Punkt.

Und trotzdem ist es eine seltsame Sache mit dem Leben

und dem Lauf der Dinge. Erst sind wir so klein, zu vielem

unfähig und hilflos, werden groß, können so viel, sind

stark und manchmal übermütig, wollen die Welt erobern,

verlieren dann von unserer Kraft und merken, dass das Leben

auch schwer und traurig sein kann. Dass man auch

Federn lässt und Kraft sammeln muss für einen Neubeginn.

Und dass es immer wieder Neubeginne gibt, nach

dem Hinfallen ein erneutes Aufstehen, manchmal mit

Krücken. Ich bewundere oft alte Menschen, die vieles nicht

mehr können, die Schmerzen haben und Gebrechen und

ihr Leben damit annehmen, tapfer jeden Tag aufstehen

und so machen, wie sie können. Alles, was sie tun, dauert

eine Ewigkeit. Vieles ist wie bei kleinen Kindern geworden.

Es schließt sich ein Kreis.

Haben Sie schon einmal wache, neugeborene Babys beobachtet?

Aus welchem fernen, wissenden Blick sie die

Menschen und die erste Umgebung außerhalb des Mutterleibes

betrachten? Als kämen sie von einem anderen

Ort und wüssten eine ganze Menge über Dinge, die wir

nicht wissen.

Doch was ist das für ein ferner Ort, wo sie herkommen,

und wie sind sie dort hingekommen? Wenn sich ein Kreis

mit dem Altern schließt, könnte es ja sein, dass der Kreis

den Menschen wieder zum Ursprung führt. Zum fernen

Ort. Und dass dort alles gut ist.

Und vielleicht ist der ferne Ort gar nicht so fern, sondern

mitten unter uns, ohne dass wir es uns vorstellen können.

Möglich ist auch, dass irgendwie alles miteinander

zu tun hat: das All, das Leben, das Sterben, der Mensch,

die Tiere, die Natur, die Mathematik und alle Gesetze, die

es gibt. Dass hinter allem die eine, gleiche Kraft steht, die

alles schuf und weiter am Laufen hält. Möglich auch, dass

sich immer alles zu Kreisläufen schließt. Aus dem Vergehen

wird in der Natur neues Leben. Die neuen Samen bei

Pflanzen und Bäumen bilden sich meistens am Verblühten

und Vertrockneten. Ein Leben endet und birgt in sich das

neue. Verrottetes Biomaterial, wie Laub, wird zum fruchtbaren

Dünger. Jedes Unkraut und Geäst, faules Obst und

Gemüse, totes Material auf einen Haufen geworfen, verwandelt

sich nach einiger Zeit in mineralreiche, Nahrung

spendende, wohl riechende dunkle Erde. Alles in der Natur

verwandelt sich beständig und bleibt durch den Kreislauf

in irgendeiner Weise erhalten. Warum sollten wir Menschen

dann verloren gehen?

Unbegreiflich, dieses große Wunder, und wir mittendrin.

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himmel und erde | November – Februar 2013


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S P U

von Günter Meder

Vor drei Monaten, es können auch vier gewesen sein,

rief ihn seine Tochter an und bat ihn, – er saß gerade

im Bus – ›die Kleine‹ im Kindergarten abzuholen, denn sie

selbst stünde im Stau, und das könne, wie sie den Verkehrsmeldungen

entnommen habe, noch Stunden dauern.

Als er aus dem Bus stieg, hat er sich daran erinnert, dass

er vor einigen Jahren in seine Heimatstadt gefahren war,

um sich der Häuser, Plätze und Straßen zu vergewissern,

in und auf denen er gelebt und sich aufgehalten hatte und

die immer noch zu seinem inneren Koordinaten- und Bezugssystem

gehörten.

Er war damals Schulwege abgelaufen, hatte versucht an

Gedanken zu denken, die er als Schüler gedacht haben

mochte. Er hatte sich auf kleinen Plätzen aufgehalten, wo

er als Kind – wie er glaubte – Straßenfußball gespielt hatte.

Als er vor der umgebauten – ehemaligen katholischen,

nun staatlichen – Grundschule gestanden hatte, war ihm

Annemarie eingefallen, die Klarinette gespielt hatte und

deren größter Wunsch es doch gewesen war, einmal die

Pyramiden zu sehen. Sie war früh an Krebs gestorben.

Er hatte bei seinen Rundgängen auch die Klingelschilder

der Häuser fotografiert, in denen er mit seiner Familie zur

Miete gewohnt hatte. Kein Namen erinnerte ihn an irgendjemanden,

an den er sich zu erinnern hoffte.

Auf dem Zentralfriedhof waren auch die Gräber seiner

Urgroß- und Großeltern nicht mehr vorhanden gewesen.

Nur vierzig Jahre könne man hier liegen, hatte ihm ein

Friedhofsarbeiter erklärt. Andere lagen nun an ihrer Stelle

in dieser Erde. Kein Grabstein gab Auskunft über irgendeiner

seiner Vorfahren.

Von seinen Klassenkameraden hatte er nur noch Georg,

der Pächter des Bahnhofkiosks war, angetroffen. Georg

hatte ihm gesagt, dass auch noch Theo in der Stadt lebte

(ehemaliger Deutscher Meister im Boxen, Halbschwergewicht,

der 1972 an den Olympischen Spielen in München

teilgenommen hatte), den aber die vielen Kopfschläge

wohl ganz »irre« gemacht hätten.

Zwei Tage später war er an einer Eisdiele vorbeigekommen,

deren Besitzer früher – wie er sich zu erinnern

glaubte – Giordano gehießen haben musste: Lino, sein

Sohn – oder hieß er Salvatore? – war in seiner Parallelklasse

gewesen. Hier hatten sie immer nach dem Schulunterricht

gesessen, Milchshakes getrunken und die Musikbox

mit Groschen gefüttert, um Down-Town zu hören – später

die Kinks, die Beatles und seinen Lieblingssong Israelites,

dessen Interpret ihm nicht einfallen wollte.

Hier musste es – zwischen der Eisdiele und dem Fahrradgeschäft

– eine Passage gegeben haben, durch die ihn

früher seine Mutter zum Kindergarten gebracht hatte. Das

Bild eines wie aus einer Nebelwand auftauchenden Klinkerbaus

mit roten Backsteinen, zweigeschossig und mit

großer Vortreppe, blendete sich in seine Gedanken ein.

Er hatte den Eisdielenbesitzer nach dieser Passage gefragt.

Er wäre nun zwanzig Jahre hier, sagte dieser, eine Passage

hätte es zwischen ihm und dem Nachbarhaus nicht gegeben.

Aus seiner Kindergartenzeit existiert nur ein einziges

Schwarz-Weiß-Foto: er an einem Tisch sitzend, den Hörer

eines Spielzeugtelefons am Ohr, die Haare mit Scheitel

ordentlich gekämmt, von einem Spängchen festgehalten.

Eine Lederhose hat er an; deutlich ist ein röhrender Hirsch

aus Bakelit im Verbindungsstück zwischen den Hosenträgern

zu sehen. Hinter ihm beugt sich eine Nonne mit

randloser Brille und schwarzer Haube, tief ins Gesicht bis

knapp über die Augenbrauen gezogen, über ihn. Ein Teil

ihrer schwarzen Kleidung bedeckt seine rechte Schulter.

Schwester Magdalena. Oder Schwester Elisabeth?


R E N

Neben ihm auf dem Foto steht Resi, vielleicht ist es auch

Britta, eine Puppe im Arm. Er glaubte sich zu erinnern,

sehr traurig gewesen zu sein, als sie mit ihren Eltern weggezogen

war. Er war in der zweiten Klasse gewesen, vielleicht

auch in der dritten.

Er hatte den Eisdielenbesitzer gebeten, ihm einen Milchshake

mit Cassis zu bringen. Das hätte er nicht, sagte

dieser. »Aber früher gab es das, alle tranken das.« »Wann

früher?«, hatte der Eisdielenbesitzer ihn gefragt. »In den

Sechzigern.« Der Eisdielenbesitzer hatte gelacht: »Das

ist lange her.« »Finde ich nicht«, hatte er ihm geantwortet

und war sich schon nicht mehr sicher gewesen, ob sie

wirklich Milchshakes mit Cassis getrunken hatten. Er hatte

einen Espresso bestellt und den Eisdielenbesitzer gefragt,

ob es denn hinter seinem Haus, das müsse dann in

der Turmstraße sein, ein großes rotes Backsteinhaus mit

einem Kindergarten gäbe. »Nein«.

Er war dann zu der Stelle, wo der Kindergarten seiner Meinung

nach gestanden haben musste, hingegangen: Die

Filiale einer Volksbank stand da. Keine Spur von rotem

Klinker.

Vermeintliche Kindergartengerüche von Pfefferminztee

und warmer Buttermilch mit Backpflaumen hatte er geglaubt

zu riechen, als er mit leichter Übelkeit die Treppen

zum Stadtarchiv hochgestiegen war, um dort einen Stadtplan

aus den Jahren seiner Kindheit zu finden.

Ein alter Mann, sein früherer Kunstlehrer, der ihn aber

nicht erkannte, empfing ihn. Immer noch gefärbte Haare,

ein Seidentuch um den Hals, eine Baskenmütze auf dem

Kopf. Im Unterricht mussten alle Kinder – fünfzig Jahre

war das nun her – sich auf seinen Schoß setzen, um mit

ihm über die zuvor gemalten Bilder zu reden.

Ob es zuträfe, dass dort, wo heute die Volksbank stünde,

einmal ein Kindergarten, ein roter Klinkerbau, gestanden

hätte und ob es neben der Eisdiele mal eine Passage gegeben

hätte. Ja, sagte sein ehemaliger Kunstlehrer, der

Kindergarten sei 1973 abgebrannt, aber ein Klinkerbau sei

das nicht gewesen, eher eine Fachwerk-Villa. Daneben hätte

auch noch die Mennonitische Kirche gestanden. »Die

hat man gleich mit abfackeln lassen. Sie sehen ja, was da

jetzt steht! Und was Ihre Frage wegen der Eisdiele angeht:

Einen Durchgang hat’s da nie gegeben.«

Er ist noch einige Tage in seiner Geburtsstadt geblieben.

Hat auf dem Westfriedhof das Grab von Annemarie

gefunden, ist weit in die Vororte hinein

gelaufen: Das Elternhaus seines Vaters stand

nicht mehr; auch das Krankenhaus, in dem er

geboren worden war, war abgerissen worden;

auf dem Gelände des Freibads, wo er schwimmen

gelernt hatte, stand ein Einkaufcenter und

auf dem Gelände des Fußballclubs Blau-Gelb

1907 das Kreiskrankenhaus.

Als er dann vor drei Monaten aus dem Bus

stieg, um sein Enkelkind aus dem Kindergarten,

einer Ansammlung von roten Containern,

abzuholen, nahm er sich vor, diesen Kindergarten

zu fotografieren und in diese Fotos den

Namen der Stadt, die Straße und das Datum

einzufügen. In zwei Jahren werden diese Container

an anderer Stelle stehen, dachte er, und

›die Kleine‹ würde später, wenn sie mal in seinem

Alter wäre, keine Spuren des Ortes mehr

finden, an dem sie sich wichtige Jahre ihres Lebens

aufgehalten hatte.

Auf den Gedanken, dass es sie vielleicht auch

gar nicht interessieren könnte, kam er nicht.

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himmel und erde | November – Februar 2013


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VEraNStaLtuNgEN

himmel

erde

VEraNStaLtuNgEN

Weihnachtsfreude aus der Tüte

So nennt sich eine vorweihnachtliche Spendenaktion

der Lutherkirche, die dieses Jahr bereits zum dritten

Mal stattfindet. Ziel der Aktion ist es, Menschen in besonders

schwierigen sozialen Situationen zu zeigen, dass wir

an der Lutherkirche an sie denken. Viele von Ihnen haben

diese Aktion in den vergangenen Jahren bereits unterstützt.

Ihnen sei noch einmal ganz herzlich im Namen der

Beschenkten gedankt!

Der Gedanke, der 2010 hinter dem Start dieser Aktion

stand, war, dass es auch bei uns in der Stadt zunehmend

arme und bedürftige Kinder, Frauen und Männer gibt, an

die wir uns mit dieser Aktion ganz besonders wenden

möchten. Menschen, die aus der Gesellschaft ausgegrenzt

werden – Menschen, an denen man oft achtlos vorbei geht

und nur Kleingeld für sie übrig hat – Menschen, die kaum

mehr etwas besitzen – Menschen ohne Dach über dem

Kopf. Ein Treffpunkt für diese Menschen ist beispielsweise

die Teestube der Diakonie in der Dotzheimer Straße oder

das Wiesbadener Frauenhaus.

So entstand die Idee: Es sollte an Weihnachten eine (schöne)

Tüte mit Geschenken im Rahmen einer Feier übergeben

werden.

Warum eine Tüte? In der Teestube sind zirka 120 Menschen,

die dort beschenkt werden. Da die meist obdachlosen

Menschen die Geschenke ja auch mitnehmen wollen,

bietet sich eine Tüte an.

Sie finden die Idee toll? Machen sie mit!

Auch in diesem Jahr können Sie wieder eine Tüte für Bedürftige

packen (im Wert von maximal 25 €). Listen mit

Geschenkvorschlägen erhalten Sie ab Dezember im Foyer

der Lutherkirche oder im Gemeindebüro. Ihre Tüte können

Sie ab dem ersten Advent entweder im Gemeindebüro

oder nach dem Gottesdienst abgeben. Bitte auf jeden Fall

eine Karte mit persönlichen Weihnachtswünschen beilegen!

Für viele Menschen stellt die Karte den wertvollsten

Teil des Geschenks dar!

Wenn Sie die Aktion unterstützen möchten, aber selbst

keine Zeit oder Möglichkeit haben, eine Tüte zu packen,

freuen wir uns auch über Geldzuwendungen, die wir verwenden,

um fehlende/ benötigte Geschenktüten zu packen

(Konto der Lutherkirche bei der Wiesbadener Volks-

und

bank, Kontonummer 263 818; Bankleitzahl 510 900 00,

Verwendungszweck: Weihnachtsfreude aus der Tüte).

Leider kann eine durch Spenden finanzierte Weihnachts-

Tüte nicht ganz so individuell und liebevoll sein, wie eine

fertig gespendete Tüte.

Die Aktion endet am 12.12.2011, bis dahin sollten die Tüten

abgegeben sein, damit sie bis zum Weihnachtsabend

verteilt werden können.

Wir möchten mit dieser Aktion ein Gefühl von Wärme,

Hoffnung und Zuversicht schenken und dazu beitragen

den Besuchern der Teestube sowie den Kindern und

Frauen aus dem Wiesbadener Frauenhaus ihre Situation

ein wenig zu erleichtern! Helfen Sie mit! Wir freuen uns

auf Ihre Tüte! Dr. Rike Ebert

Kleine Veränderungen im

Gottesdienst

Wie in der letzten Ausgabe angekündigt, wird es in

der Liturgie unserer Gottesdienste einige kleine

Veränderungen geben. Den Gruß des Pfarrers/der Pfarrerin

(»Der Herr sei mit euch!«) und die Antwort der Gemeinde

(»Und mit deinem Geist!«) haben wir aus der

Mitte der Eingangsliturgie an den Anfang gezogen, weil er

hier inhaltlich viel besser passt. Da dieser Gruß bei uns

gesungen wird, haben wir uns dafür entschieden, dass wir

das Votum (»Im Namen des Vaters und des Sohnes und

des Heiligen Geistes«) ebenfalls singen; so passt es besser

mit den jeweils gesungenen Antworten der Gemeinde

zusammen.

Im Abendmahlsgottesdienst fügen wir am Beginn des Teils

mit dem Abendmahl einige liturgische Stücke hinzu, die der

Liturgie unserer Landeskirche entnommen sind, und setzen

das Vaterunser an den Ort, der liturgisch vorgeschrieben

ist: vor die Einsetzungsworte. Genaueres können Sie einem

neuen Ablaufplan der Gottesdienste entnehmen, den wir Ihnen

in Zukunft für die Gottesdienste zur Verfügung stellen

werden. Pfarrer Volkmar Thedens-Jekel


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Einladung zur Adventsfeier

An alle Gemeindemitglieder über 70!

Sehr verehrte, liebe Damen und Herren,

Wir laden Sie herzlich ein für

Donnerstag, 6. Dezember 2012,

15.00 bis 17.00 Uhr, im Luthersaal.

Ihre Anmeldung wollen Sie uns bitte zuschicken

oder im Gemeindebüro abgeben.

Ursula Kuhn

In der Hoffnung, Sie zur Adventsfeier

begrüßen zu können, sind wir

Ihre

Monika Kreutz

Volkmar Thedens-Jekel

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Zu mir selbst kommen – Stille erleben –

Vorfreude spüren

Den Advent als besondere Zeit gestalten:

Herzliche Einladung zum gottesdienst am

2. Sonntag im advent zum thema:

»Was uns aufleben lässt«

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Vorbereitet von Frauen der Lutherkirche

Was sind unsere Kraftquellen? Was nährt unsere

Hoffnung? Woraus schöpfen wir Kraft und Begeisterung

für unseren Alltag?

Dem gehen wir mit allen Sinnen in diesem meditativen

Gottesdienst nach, dem der biblische Text zum 2. Adventssonntag

aus Jesaja 35, 1–10 zugrunde liegt.

Passionsandachten

Ab 17. 02. finden immer sonntags um 17.30 uhr die Passionsandachten

statt. Wir versammeln uns im Vorraum der

Lutherkirche, vielleicht auch wieder im Wechsel mit der

Liebfrauenkapelle.

Wir laden Sie herzlich ein, in diesen Andachten Ruhe und

Besinnung zu finden und sich auf die Passion Jesu einzulassen.

Termine in der

Pfarrei Liebfrauen/Kirche

Dreifaltigkeit

28.10.: 20:00 Uhr, Konzert mit »Cantus Spiritualis«

25.11.: Brückentag in Dreifaltigkeit

24.12.: Messe mit Krippenspiel

04.–06.01.2013 Sternsingeraktion in der Pfarrei

St. Bonifatius

03.02.2013: Kinderfassenacht

07.02.2013: Weiberfassenacht

09.02.2013: große Fassenachtssitzung

10.02.2013: Zugabschluss

16.03.2013: Flohmarkt der KiTa Clemenshaus

Die Kinder tagesstätten der Dreifaltigkeits- und der

Lutherkirchengemeinde laden ein:

am Montag,

den 12. November 2012,

zum St. Martinsumzug

Wir beginnen um 17.00 uhr mit

einem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche.

Nach dem Gottesdienst gehen wir gemeinsam

zum Schulhof des Gutenberg-Gymnasiums. Dort wird wie

in den vergangenen Jahren auch von der »Arbeitsgemeinschaft

kinderfreundliches Dichterviertel« die Martinsgans

versteigert.

HERZKLoPFEN– ein Gottesdienst

für Liebende

Wir möchten Sie einladen zu einem Gottesdienst für Liebende,

in dem Sie Ihren Dank und Ihre Freude vor Gott

bringen und Ihre Beziehung unter Gottes Segen stellen

können.

Wir freuen uns, Sie am

Valentinstag, den 14.2.2013

um 20 uhr

zu einem ökumenischen gottesdienst für Liebende in der

Liebfrauenkapelle willkommen zu heißen.

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VEraNStaLtuNgEN

himmel himmel und erde und | November erde | Juli – oktober Februar 2012 2013


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VEraNStaLtuNgEN

Abrahams Kinder

Eine Reise durch drei Religionen Liebe Eltern!

von Barbara Caesar

Während der Projektwoche in den Sommerferien

reisten die Schulkinder der Kita Sternenzelt durch

das Christentum, den Islam und das Judentum. Die Kinder

waren in drei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe näherte

sich auf ganz eigene Weise den Religionen.

Alle Kinder trafen sich morgens zur Begrüßungsrunde,

sangen und tanzten gemeinsam und stimmten sich auf

den Tag ein. Diese Runde wurde von Pfarrerin Kreutz begleitet

und Kleine wie Große machten begeistert mit.

In den Gruppen wurde dann gewerkt und gebastelt, es

wurden Bücher und Filme angeschaut und besprochen, es

wurde gebacken und gekocht und am Dienstag machte jede

Gruppe einen Ganztagsausflug. Eine Gruppe besuchte

die Bonifaziuskirche und die Christuskirche der SELK, eine

Gruppe besichtigte die russische Kapelle und eine fuhr

zur Synagoge in Mainz um Fotos für eine Bildercollage zu

machen. Am Mittwochvormittag besuchten alle, gemeinsam

mit Pfarrerin Kreutz die Moschee in der Dotzheimer

Straße.

Die Woche verging schnell und die Zeit war knapp, um alles

für das Abschlussfest am Freitagnachmittag, zu dem

die Familien eingeladen waren, fertig zu stellen und einzuüben.

Unter einem Baldachin zogen die Kinder in das Frühdienstzimmer

ein sangen und tanzten gemeinsam und

berichteten, was sie alles in der Wochen erfahren und gemacht

hatten. Danach konnten die Gäste die angefertigten

Werkstücke bewundern und von den gebackenen Leckereien

kosten. Es war ein sehr schöner Nachmittag, der die

Projektwoche, von der Kleine wie Große begeistert waren,

abrundete.

Wir sagen Dank

In der ersten Hälfte des Jahres 2012 haben uns Christa

Wedler und Eva Hodel informiert, dass sie leider aus

dem Kirchenvorstand ausscheiden müssen; ihre zeitlichen

Belastungen wurden so groß, dass sie die Mitwirkung im

Entscheidungsgremium der Gemeinde aufgeben mussten.

Wir bedauern das sehr, haben wir doch stets ihren

klugen Rat, ihre durchdachten Argumente und ihr Engagement

für die Lutherkirchengemeinde geschätzt. Wir

danken beiden herzlich für ihre Mitarbeit im Kirchenvorstand

und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute und

Gottes reichen Segen.

Werner Ott, Vorsitzender des KV

Volkmar Thedens-Jekel, Geschäftsführender Pfarrer

»Kindermund tut Wahrheit kund!«

»Kindermund tut Wahrheit kund!« Mit diesem Spruch lade

ich Sie herzlich zum gemeinsamen Elternabend für religiöse

Fragen unserer drei Kitas Käthe, Sternenzelt und Pauline ein.

Auch alle anderen interessierten Eltern sind herzlich dazu

eingeladen.

Kinder stellen Fragen über das Leben und über Gott. Wie

können wir Erwachsenen antworten? Müssen wir immer die

richtige Antwort parat haben? Wie wär’s, wenn wir auf die

Antworten der Kinder selber hören würden? Die »Kindertheologie«

geht seit einigen Jahren neue Wege in der Religionspädagogik.

Dazu möchte ich Ihnen gerne ein paar Impulse

und Anregungen anbieten. Anschließend werden wir

gemeinsam ins Gespräch darüber kommen, wie sich die

religiösen Fragen der Kinder in den verschiedenen

Altersstufen verändern

und wie Sie als Eltern diese »Fragen

nach dem Woher und Wohin«

unterstützen und begleiten

können.

Der Elternabend findet am Donnerstag,

dem 22.November 2012,

von 20.00–22.00 Uhr in der Kita

Sternenzelt statt.

Herzlichst Ihre

Monika Kreutz, Pfrn.


»Familien, bald ist hier etwas Neues los!«

Eine kleine Vorschau auf die künftigen Familiengottesdienste in der Lutherkirche.

von Tanja Scharnhoop

Liebe Familien der Lutherkirchengemeinde,

im Dichterviertel wimmelt es! Es wimmelt hier von großen

und kleinen Kindern. Es wimmelt von Familien jeder Zusammensetzung.

Wir leben in diesem wunderbaren Viertel

Wiesbadens mit einer Vielzahl an Kitas, Elterninitiativen,

Krabbelgruppen, Spielkreisen, Schulen, Spielkreisen

und vielem mehr. Viele Menschen, die hier leben, sind Gemeindemitglieder,

die am Leben in dieser Kirchengemeinde

teilhaben und sich wohl fühlen. Vor allem die Kinder

sind ein stets willkommener Teil der Gemeinschaft. Sie

und ihre Familien sollen in Zukunft stärker in die Gottesdienste

einbezogen werden.

Nun hat ein Team um Pfarrerin Monika Kreutz sich zusammengefunden,

um ein Konzept für eine größere Anzahl

von Familiengottesdiensten in der Lutherkirche zu erarbeiten.

Einige dieser Gottesdienste werden bereits angeboten

und immer besser angenommen, wie zum Beispiel

der Familiengottesdienst zum Sommerfest oder am Ostermontag.

Die Nachfrage nach noch mehr Familiengottesdiensten

hat Pfarrerin Kreutz veranlasst, die Initiative

zu ergreifen. Sie meint: »Die Zeit dafür ist einfach reif!«.

Umso schöner, dass der Kirchenvorstand einstimmig den

Beschluss gefasst hat, diese Familiengottesdienste zu erweitern.

Unter dem Namen »Familiengottesdienst+ Das Plus für

alle« werden insgesamt sieben bis acht Gottesdienste pro

Jahr zur klassischen Zeit, sonntags um 10 Uhr, Gottesdienste

im Zeichen der Familie sein.

Was ist unter dem Begriff »Familiengottesdienst« zu verstehen?

Unter den Begriff subsumieren wir nicht nur die klassische

Familie mit Mutter, Vater, Kind/Kindern. Wir möchten den

Begriff so weit wie möglich verstanden wissen und alle einladen,

die sich als Familie verstehen.

Alleinerziehende, Patchworkfamilien,

gleichgeschlechtliche Partner mit Kindern,

Großeltern mit Enkeln, Tanten,

Onkeln und so fort. Jedermann ist willkommen,

auch ohne Familienanhang.

Was ist das Besondere an den zukünftigen

Familiengottesdiensten?

Wir werden verschieden Gruppen aus

der Gemeinde die Möglichkeit bieten,

einen Gottesdienst vorzubereiten und

mitzugestalten, jeweils unter der Regie

eines Pfarrers oder einer Pfarrerin.

Das können die Kitagruppen

sein, die Konfirmanden, Spielkreise

oder Teams, die sich zu dem Zweck erst finden werden.

Es wird daher ein abwechslungsreiches und spannendes

Programm sein, das uns in jedem einzelnen Gottesdienst

überraschen wird. Es wird Elemente für Kinder geben,

wie zum Beispiel Bastelangebote, aber auch bewusst Elemente

für Erwachsene, um in Ruhe die Predigt zu hören

oder zu beten. Der Gottesdienst soll der ganzen Familie etwas

bieten. Im Anschluss wird es von Zeit zu Zeit die Einladung

geben, bei kleinen Snacks und Getränken, Kaffee

und Kuchen zusammen zu bleiben, sich kennenzulernen

und auszutauschen. Familiennetzwerke können geknüpft

und ausgebaut werden, die Bedürfnisse von Familien so

gestärkt werden. Dazu bietet sich unsere »Plattform« Kirche

an. Es wird in jedem Falle lebendig werden!

Wir freuen uns sehr, dass wir auch Kantor Jörg Endebrock

für das Projekt gewinnen konnten, die Kinderchöre mit

den mittlerweile sieben Gruppen einzubeziehen. Den Kindern

bietet der Familiengottesdienst ideale Auftrittsmöglichkeiten,

ihr Können unter Beweis zu stellen. Und wenn

die ganze Familie zuhört, macht es gleich doppelt Spaß.

Den ersten Termin können Sie sich bereits vormerken.

Am Sonntag, den 24. Februar 2013 geht es mit dem Konfirmandenvorstellungsgottesdienst

um 10 Uhr los, der von

unseren Konfis gestaltet wird. Im Anschluss daran wird es

ein Kirchenkaffee geben mit kleinen Snacks für ein erstes

Kennenlernen.

Wir freuen uns auf Sie!

Das Vorbereitungsteam Familiengottesdienst

Haben Sie Fragen, Anregungen oder möchten gerne

mitmachen? Wenden Sie sich bitte an

Pfarrerin Kreutz, Telefon 0611 9277842 oder E-Mail

monikakreutz@t-online.de

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VEraNStaLtuNgEN

himmel und erde | November – Februar 2013


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VEraNStaLtuNgEN

MUSIK IN DER LUTHERKIRcHE

Kantaten-gottesdienste, Konzerte und Matineen

Samstag,10. November, 17 uhr

Sonntag,11. November, 17 uhr

Das geheimnis der Kathedrale

Ein Singspiel aus dem Mittelalter von

Kurt Enßle

Kinder- und Jugendkantorei der

Lutherkirche

Mitglieder des Bachorchesters

Wiesbaden

Leitung: Barbara Morlock und

Jörg Endebrock

Ein musikalischer Krimi aus dem Mit-

telalter von beeindruckend musikalischem

Einfallsreichtum – da ist Span-

nung für die jugendlichen Mitwirkenden,

aber auch für die erwachsenen

Zuhörer garantiert!

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Sonntag, 11. November, 11.15 uhr

Sonntagsmatinee – Orgelmusik zum

Ende des Kirchenjahres

Werke von Buxtehude, Bach und Reger

(Wachet auf, ruft uns die Stimme)

Jörg Endebrock an den Orgeln der

Lutherkirche

Die Fantasie über den Choral »Wachet

auf, ruft uns die Stimme« von Max Reger

gilt als eines seiner tiefgründigsten

und reifsten Werke. Die Strophen des

Liedes werden auf ihren Gehalt hin ausgelotet

und von einer prächtigen Fuge

gekrönt. Ergänzt wird das Programm

durch das Präludium in fis-Moll von

Buxtehude und einige Choralbearbeitungen

Bachs.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Sonntag, 18. November, 10 uhr

Kantatengottesdienst

Nicolaus Bruhns: »Die Zeit meines

abschieds ist vorhanden«

Kammerchor und Bachorchester

Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Samstag, 24. November, 19.30 uhr

giuseppe Verdi: Messa da requiem

Janice Dixon, Sopran

Ursula Eittinger, Alt

Reginaldo Pinheiro, Tenor

Raimund Nolte, Bass

Bachchor Wiesbaden

Bachorchester Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Verdis Requiem ist mehr als seine

»größte Oper". Zwar lässt sich der geniale

Musikdramatiker auch in diesem

spektakulären Sakralstück nicht verleugnen.

Doch der Aufriss von Himmel

und Hölle, Apokalypse und Auferstehung

fordert wie die altitalienischen

Fresken kräftige Farben im Gluthauch

des Fegefeuers. Der Bachchor feiert am

»Vorabend“ von Verdis 200. Geburtsjahr

den Komponisten mit einer hochkarätig

besetzten Aufführung dieses

Meisterwerks, in dem der kirchenferne

Agnostiker doch nicht von der Kraft des

Glaubens lassen konnte.

Eintritt: 35/30/24/18/12/10 Euro,

1,– Euro Karten für Hartz4-Empfänger

(nur im Pfarrbüro der Lutherkirche)

Sonntag, 9. Dezember, 17 uhr

adventsmusik im Kerzenschein

Weihnachtliche Orgelmusik

Werke von Bach, Bonnet, Dupré,

Messiaen u.a.

Jörg Endebrock an den beiden Orgeln

der Lutherkirche

Zum ersten Mal finden in diesem Jahr

adventliche Konzerte im Kerzenschein

statt. Im zauberhaften Licht der nur

von Kerzen erleuchteten Kirche erklingen

einige der schönsten Orgelwerke zur

Weihnachtszeit aus vier Jahrhunderten,

um in der hektischen Vorweihnachtszeit

Raum zur Besinnung und Ruhe zu

geben.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Sonntag, 16. Dezember, 17 uhr

adventsmusik im Kerzenschein

Weihnachtliche Musik aus aller Welt

mit Weihnachtsliedern zum Mitsingen

Lutherspatzen, Kinder- und Jugendkantorei

Leitung: Barbara Morlock

und Jörg Endebrock Alle Kinderchorgruppen

– von den Lutherspatzen bis

zur Jugendkantorei – singen in diesem

Adventskonzert für die ganze Familie.

In der nur von Kerzen erleuchteten Kirche

werden Sie auch selbst viel Gelegenheit

zum Mitsingen haben!

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Heiligabend, 24. Dezember, 16 uhr

Christvesper mit Krippenspiel von der

Kinderkantorei der Lutherkirche

Heiligabend, 24. Dezember, 18 uhr

Musikalische Christvesper mit dem

Bachchor Wiesbaden

1. Weihnachtstag, 25. Dezember,

17 uhr

Weihnachtskonzert – Kantaten von

Leipziger thomaskantoren

J. S. Bach: »Jauchzet, frohlocket«

(Kantate I aus dem Weihnachtsoratorium)

J. S. Bach: »Süßer trost, mein Jesus

kömmt« BWV 151 Johann Kuhnau /

Johann Schelle: Magnificat Johann

Kuhnau: »O heilige Zeit!«

Heike Heilmann, Sopran

Franz Vitzthum, Altus

Christian Rathgeber, Tenor

Thomas Gropper, Bass

Kammerchor des Bachchors

Wiesbaden

Bachorchester Wiesbaden auf

Barockinstrumenten

Leitung: Jörg Endebrock

In diesem Jahr stehen Kompositionen

auf dem Programm des Weihnachtskonzertes,

die für die Weihnachtsfeierlichkeiten

der Thomaskirche Leipzig


komponiert wurden. Neben Kantaten

J. S. Bachs hören Sie weithin unbekannte

festliche Werke seiner beiden Vor-

gänger Kuhnau und Schelle, die belegen,

dass an dieser Kirche nicht erst

seit Bachs Zeiten herausragende Musik

entstanden ist!

Eintritt: 30/25/20/15/10/6 Euro

1,– Euro Karten für Hartz IV-Empfänger

Sonntag, 27. Januar, 10 uhr

Festgottesdienst zum Kirchweihfest

Thomas Tallis: Spem in alium

(Motette für 40-stimmigen Chor) mit

dem Bachchor Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Sonntag, 27. Januar, 10 uhr

Festgottesdienst zum Kirchweihfest

Werke von Bach, Händel, Kreisler,

Mulet u.a.

Nadja Nevolovitsch, Violine

Peter Van de Velde, Orgel

Nadja Nevolovitsch (*1984 in St. Petersburg)

gehört zu den begabtesten

Geigerinnen ihrer Generation. Sie studierte

zunächst bei Prof. Thomas Brandis

in Lübeck und bei Igor Oistrach in

Brüssel, wo sie 2008 ihre Abschlussprüfung

mit Auszeichnung und höchster

Punktzahl absolviert hat. Nadja Nevolovitsch

ist Preisträgerin zahlreicher internationaler

Wettbewerbe. Im Jahr

2010 war sie Finalistin des Internationalen

David Oistrach Wettbewerbs in

Moskau. Peter Van de Velde ist Titularorganist

der Liebfrauen-Kathedrale in

Antwerpen, der größten Kirche im Benelux-Raum.

Er gilt als einer der renommiertesten

und vielseitigsten Organisten

Belgiens. Konzerte in den meisten europäischen

Ländern und zahlreiche CD-

Veröffentlichungen dokumentieren seinen

Rang.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Samstag, 2. Februar, 19.30 uhr

arthur Honegger: Le roi David

(König David)

Symphonischer Psalm für Soli, Sprecher,

Chor und Kammerorchester

Siri Karoline Thornhill, Sopran

Melinda Paulsen, Alt

Julian Prégardien, Tenor

Hartmut Volle, Sprecher

Andrea Wolf, Sprecherin

Frankfurter Kantorei Camerata

Frankfurt, Leitung: Winfried Toll

Der symphonische Psalm »König

David« war als Bühnenmusik konzipiert,

wurde vom Komponisten zum

Oratorium umgearbeitet und 1923

uraufgeführt. Die ursprüngliche dramatische

Konzeption des Werks bleibt aber

deutlich spürbar. Es erzählt die biblische

Geschichte vom Leben König

Davids, beginnend mit seiner Zeit als

Hirte, seine Siege im Kampf, sein Aufstieg

zur Macht, sein Begehren nach

der Frau eines anderen, sein Leid über

den Tod seines Sohnes, sein Ungehorsam

gegenüber Gott und schließlich

seinen Tod. Mit den klanglichen Mitteln

des Impressionismus schuf Honegger

Weihnachts-CD des Bachchors

ein farbenprächtiges Klanggemälde und

ein einzigartiges Kabinettstück der Musikliteratur!

Eintritt: 30/25/20/15/10 Euro Karten

erhältlich über

www.frankfurterkantorei.de

Sonntag, 10. Februar, 11.15 uhr

Sonntagsmatinee – Orgelmusik der

romantik

Werke von Karg-Elert, Bunk, Widor,

Stanford u.a.

Jörg Endebrock auf der historischen

Walcker-Orgel von 1911

Die Walcker-Orgel der Lutherkirche ist

ein Beispiel der elsässischen Orgelreform

Albert Schweitzers, die den Versuch

unternahm, aus den Eigenheiten

des symphonisch-romantischen Orgelbaus

Deutschlands, Frankreichs und

Englands eine Synthese zu schaffen.

Deshalb erklingen Werke aus der

Entstehungszeit der Orgel aus diesen

Ländern.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Sonntag, 17. Februar, 10 uhr

Kantatengottesdienst

J. S. Bach: »Jesus nahm zu sich die

Zwölfe« BWV 22

Solisten, Bachchor und Bachorchester

Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Nähere Informationen auf der

website des Bachchors Wiesbaden:

www.bach-chor-wiesbaden.de

Der Kammerchor des Bachchors Wiesbaden hat unter der Leitung von Kantor

Jörg Endebrock eine CD mit adventlicher und weihnachtlicher Chormusik

aufgenommen.

Es erklingen viele bekannte Advents- und Weihnachtslieder in teils ungewöhnlichen

Bearbeitungen. Ergänzt wird das Programm durch Orgelmusik

auf der frisch renovierten Walcker-Orgel.

Die CD ist ab Anfang November im Gemeindebüro und nach Gottesdiensten

und Konzerten zu erwerben und kostet 13 Euro.

Der Reinerlös kommt der kirchenmusikalischen Arbeit der Lutherkirche zugute

– ein ideales Weihnachtsgeschenk!

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VEraNStaLtuNgEN

himmel himmel und erde und | November erde | Juli – oktober Februar 2009 2013


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VEraNStaLtuNgEN

WARUM GLAUBEN?

Vier gute Gründe,

an Gott zu

glauben

»Was habe ich eigentlich davon, wenn ich glaube?«, fragte

ein Teilnehmer am ersten Abend. Der Titel der Frage hatte

ihn motiviert, sich auf die vier Abende einzulassen. Eine weitere

Teilnehmerin erzählte: »Ich gehöre zwar zur Kirche, arbeite

sogar ehrenamtlich mit, aber ich habe doch meine Fragen

und auch Zweifel. Da möchte ich immer wieder neu mit

anderen Menschen drüber nachdenken.« Und eine andere

Teilnehmerin berichtete nachher: »Ich bin aus der Kirche ausgetreten

– jetzt möchte ich wieder dazugehören.«

An den vier Abenden werden vier gute Gründe, an Gott zu

glauben, gemeinsam bedacht:

n Der Glaube kann mir helfen, mit den Grenzen des Lebens

umzugehen.

n Ich kann nur echt leben, wenn ich es im Gegenüber zum

»Du« mache – in Beziehung.

n Liebe und Glück sind für mich wichtige Werte – und für

Gott auch.

n Ich brauche einen Grund und eine Mitte, die mich tragen

und halten – im Leben und im Sterben.

Die vier Abende richten sich an Erwachsene, die sich genau

diese Frage stellen: »Warum glauben?« – und neu die Grundlagen

des christlichen Glaubens erkunden wollen.

06.11., 20.11., 04.12.,18.12.2012

jeweils 19.30 – 21.30 Uhr im »Bachsaal« der Lutherkirche

Mosbacher Straße 2 65187 Wiesbaden

Kursleitung & Information:

Pfarrerin Ursula Kuhn

Telefon 0611 890673-26

Die Teilnahme ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns.

Wir bitten um Anmeldungen bis 01.11.2012 an:

lutherkirche-wi@t-online.de oder unter

Telefon 0611 890673-0

Adventliches Vorlesen

Ab dem 1. Dezember 2012 ist es wieder soweit! Große

und kleine Leute sind herzlich willkommen bei bunten

Geschichten rund um die Adventszeit.

Lichterfeier in der Lutherkirche

Am 1. Sonntag im advent (02. 12. 2012 um 17 uhr) gibt

es auch in diesem Jahr wieder die »Lichterfeier«. Es

wird ein stimmungsvoller Gottesdienst für Kinder und Erwachsene

sein, bei dem wieder Hunderte von Kerzen die

Kirche in ihr warmes Licht tauchen. Im Mittelpunkt steht

die Einstimmung in die Adventszeit mit schönen Liedern,

Gebeten und einer Geschichte. Wir laden Sie ein: Kommen

Sie – ob allein oder mit Kindern – und freuen Sie sich an

der schönen Kirche, am Licht der Kerzen und an der frohen

Botschaft in Wort und Musik!

Herzliche Einladung

zum Meditativen Tanzabend

Herzliche Einladung zum Meditativen Tanzabend

am Freitag, dem 14. Dezember 2012, 19.00–21.00 Uhr

»Weihnachtsfreude – Weihnachtstanz!«

An diesem Abend lade ich Sie ein,

sich mit Tänzen, Liedern und Texten auf die Adventszeit

einzustimmen.

n Zur Ruhe kommen

n Bei sich ankommen

n Einfache meditative Tanzschritte lernen

n Sich auf Weihnachten vorbereiten

Jedes Wochenende im

advent (freitags,

samstags und sonntags)

16.30 – 17.00 uhr im

Pützer-Zimmer

(Eingang durch das

Kirchenhauptportal)

Wir lesen Euch vor, singen zusammen und freuen uns auf

die »Wiedersehens-Kekse«. Bis zum 23. Dezem ber entzünden

wir jeden Tag eine Kerze mehr und genießen die

vorweihnachtliche Stimmung.

Ort: Bachsaal der Lutherkirche

Leitung: Monika Kreutz, Pfarrerin, Tanztherapeutin,

Tanzpädagogin

Wir bitten um kurze telefonische Voranmeldung bei

Pfarrerin Monika Kreutz,

Telefon 0611 9277824

Email: Monikakreutz@t-online.de oder

im Gemeindebüro.


Sterbebegleitung in Wiesbaden

AUXILIUM – für das Leben bis

zuletzt

von Ruth Reinhart-Vatter

AUXILIUM ist einer der ältesten und

mit aktuell circa 550 Mitgliedern auch

einer der größten Hospizvereine in

Deutschland. Der Leitgedanke blieb

seit der Vereinsgründung 1987 unverändert:

Unterstützung und Beistand

für Menschen in schwerer Krankheit

und im Sterben in ihrer gewohnten

häuslichen Umgebung. Ehrenamtliche,

ausgebildete und zertifizierte

Helferinnen und Helfer besuchen die

betroffenen Menschen regelmäßig zu

Hause und begleiten sie zuverlässig

in den letzten Wochen, Tagen und Stunden des Lebens. Mit

offenen Ohren und offenem Herzen suchen sie die Begegnung

mit dem Menschen in Not, durch Zeit zum Gespräch,

durch Zuhören oder im stillen Dasein. Für die nächsten

Angehörigen und Freunde bedeutet dies Unterstützung

und Entlastung. Eine hospizliche Begleitung kann von jedermann

– unabhängig von der Vereinszugehörigkeit –

kostenlos in Anspruch genommen werden.

In jährlichen Kursen bereitet AUXILIUM auf das Ehrenamt

als Sterbebegleiterin oder Sterbebegleiter vor. Abschiednehmen

in Würde und Autonomie, respektvoll und achtsam

begleiten, ethisch überlegt handeln, dem Anderen tolerant

und offen begegnen sind u.a. Themen der Ausbildung bei

AUXILIUM. Viele Schwerkranke bedürfen neben der psychosozialen

Begleitung der palliativmedizinischen Betreu-

165x114,5_himmelErde_Villa_4c_Layout 1 21.09.2011 17:48 Seite 1

ung. In enger Zusammenarbeit mit

dem Hausarzt und/oder einem Palliativmediziner

und einem ambulanten

Pflegedienst bieten die Pflege-

Fachkräfte von AUXILIUM Palliative-

Care-Betreuung im 24-Stundendienst

an. Die Kosten für diese Betreuung

werden im Rahmen der SAPV-Verträge

(spezialisierte ambulante Palliativversorgung)

von den Krankenkassen

getragen. Nach dem Tod eines nahestehenden

Menschen bietet AUXI -

LIUM Trauerbegleitung in Einzelgesprächen

oder in Gruppen an. Auch diese Leistung kann

von jedermann und unabhängig von der Vereinszugehörigkeit

kostenlos in Anspruch genommen werden.

AUXILIUM berät unverbindlich und kostenlos über Patientenverfügung

und Vorsorgevollmacht.

Die Begleitung durch AUXILIUM ist für die Betroffenen kostenfrei.

Der gemeinnützige Verein ist auf Unterstützung

durch Spenden, durch Mitgliedschaft beim Verein, durch

ehrenamtliche Mitarbeit oder neue Ideen angewiesen.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Geschäftsstelle

von AUXILIUM (Luisenstraße 27, 65187 Wiesbaden,

Telefon 0611 408080, Fax 0611 4080829,

info@hospizverein-auxilium.de) und im Internet unter

www.hospizverein-auxilium.de.

Kursana Villa Wiesbaden

Premium-Wohnen & Komfortpflege

Stilvoll leben, selbstbestimmt agieren, sich verwöhnen

lassen, persönlichen Service erleben und anspruchsvoll

gepflegt werden – so lautet die Intention der Kursana

Villa, die Premium-Wohnen und Komfortpflege in einem

stilvollen Gründerzeit-Ambiente mit höchstem Wohnkomfort

und familiärem Charakter bietet.

Ein erstklassiger Service in allen Lebensbereichen

sowie die individuelle Rundum-Betreuung werden

gehobenen Ansprüchen mehr als gerecht.

Wir freuen uns darauf, Sie in der Kursana Villa

begrüßen zu dürfen!

Kursana Villa Wiesbaden, Mosbacher Straße 10, 65187 Wiesbaden, Telefon: 06 11 . 3 35 39 – 0, www.kursana.de

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VEraNStaLtuNgEN | aNZEIgE


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VEraNStaLtuNgEN

gOttESDIENStE

n November 2012

1. November, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrer Thedens-Jekel

3. November, Samstag, 10 bis 12 uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

4. November, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst mit abendmahl

Pfarrer Thedens-Jekel

7. November, Mittwoch, 6.30 uhr

Morgenandacht

im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

8. November, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienste

in der Kursana-Villa

Pfarrer Thedens-Jekel

11. November, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst

Dekan Dr. Mencke

15. November, Donnerstag,

16.00 uhr gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrer Thedens-Jekel

18. November, Sonntag, 10.00 uhr

Kantatengottesdienst

Pfarrerin Kreutz

21. November, Mittwoch 20.00 uhr

gottesdienst zum Buß- und Bettag

Pfarrerin Kuhn

22. November, Donnerstag,

16.00 uhr gottesdienst

in der Kursana-Villa

Pfarrer Thedens-Jekel

25. November, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst zum Ewigkeitssonntag

mit abendmahl

Pfarrerin Kuhn und

Pfarrer Thedens-Jekel

29. November, Donnerstag,

16.00 uhr gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrer Thedens-Jekel

n Dezember 2012

1. Dezember, Samstag, 10 bis 12 uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

2. Dezember, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst mit abendmahl zum

1. advent

Pfarrer Thedens-Jekel

2. Dezember, Sonntag, 17.00 uhr

Lichterfeier zum 1. advent

Pfarrerin Kuhn

5. Dezember, Mittwoch, 6.30 uhr

Morgenandacht

im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

9. Dezember, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst zum 2. advent

Pfarrerin Kreutz und Team

10. Dezember, Donnerstag, 15.30 uhr

Weihnachts-gottesdienst für die

Hortkinder

Pfarrerin Kreutz

13. Dezember, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrer Thedens-Jekel

16. Dezember, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst zum 3. advent

Dekan Dr. Mencke

20. Dezember, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienste

in der Kursana-Villa

Pfarrer Thedens-Jekel

23. Dezember, Sonntag, 10.00 uhr

Singe-gottesdienst zum 4. advent

Pfarrerin Kuhn

24. Dezember, Montag

Heiligabend

Krabbelgottesdienst, 15.00 uhr

Pfarrerin Kuhn

Familiengottesdienst, 16.00 uhr

mit Krippenspiel der Kinderkantorei

der Lutherkirche

Pfarrerin Kreutz

Musikalische Christvesper, 18.00 uhr

mit dem Bachchor Wiesbaden

Pfarrer Thedens-Jekel

gospelmette, 23.00 uhr

mit dem New Spirit Gospel Choir

Dekan Dr. Mencke

25. Dezember, Dienstag, 10.00 uhr

gottesdienst mit abendmahl zum

1. Weihnachtstag

Pfarrerin Kuhn

26. Dezember, Mittwoch, 10.00 uhr

gottesdienst zum 2. Weihnachtstag

Pfarrer Thedens-Jekel

27. Dezember, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrer Thedens-Jekel

30. Dezember, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst

Pfarrerin Kreutz

31. Dezember, Sonntag, 17.00 uhr

gottesdienst mit abendmahl zum

altjahresabend

Pfarrerin Kuhn

n Januar 2013

1. Januar, Dienstag, 17.00 uhr

andacht zum Neuen Jahr

Pfarrer Thedens-Jekel

3. Januar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienste

in der Kursana-Villa

Pfarrer Thedens-Jekel

6. Januar, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst mit abendmahl

Pfarrer Thedens-Jekel


9. Januar, Mittwoch, 6.30 uhr

Morgenandacht

im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

10. Januar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrer Thedens-Jekel

13. Januar, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst

Dekan Dr. Mencke

17. Januar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienste

in der Kursana-Villa

Pfarrerin Kuhn

20. Januar, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst

Pfarrerin Kuhn

24. Januar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrerin Kuhn

27. Januar, Sonntag, 10.00 uhr

Fest-gottesdienst zum Kirchweihfest

im Anschluß kleiner Umtrunk

Pfarrer Thedens-Jekel und

Kirchenrat Pfarrer Dulige

31. Januar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienste

in der Kursana-Villa

Pfarrer Thedens-Jekel

n Februar 2013

2. Februar, Samstag,10 bis 12 uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

3. Februar, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst mit abendmahl

Pfarrerin Kreutz

6. Februar, Mittwoch, 6.30 uhr

Morgenandacht

im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

10. Februar, Sonntag, 10.00 uhr

gottesdienst

Dekan Dr. Mencke

14. Februar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienste

in der Kursana-Villa

Pfarrer Thedens-Jekel

14. Februar, Donnerstag, 20.00 uhr

Ökumenischer gottesdienst für

Liebende

in der Liebfrauenkapelle

Pfarrerin Kreutz (ev.) und N.N.(kath.)

17. Februar, Sonntag, 10.00 uhr

Kantatengottesdienst

Pfarrerin Kuhn

21. Februar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienst

im Clemenshaus

Pfarrer Thedens-Jekel

24. Februar, Sonntag, 10.00 uhr

Vorstellungs-gottesdienst der

KonfirmandInnen

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrerin Kuhn und

Pfarrer Thedens-Jekel

28. Februar, Donnerstag, 16.00 uhr

gottesdienst

in der Kursana-Villa

Pfarrer Thedens-Jekel

KINDErKIrCHE

Ansprechpartner, auch für das

Kinder kirchenteam:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Jeden ersten Samstag im Monat von

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Beginn im Treffpunkt.

03.11. | 01.12.2012 | 02.02.2013

MOrgENaNDaCHtEN

Ansprechpartner: Jörn Dietze

Tel.: 801889

Mittwoch, 07.11. | 05.12.2012 |

09.01.2013 | 06.02.

jeweils 6.30 Uhr im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück.

BIBELKrEIS

Informationen und Gespräche

zu biblischen Geschichten

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89067325

jeweils um 19.30 Uhr im Treffpunkt

07.11. »Schwierige Kinder«

Das Gleichnis vom Vater und den

beiden Söhnen (Lukas 15,11–32)

05.12. »Ein enttäuschter Gastgeber«

Das Gleichnis vom großen Gastmahl

(Lukas 14,15–24)

09.01. »Wem kann/will ich treu sein?«

(Lukas 16,10–13 u.a.)

06.02. »Grenzen der Hilfsbereitschaft?«

Das Gleichnis vom barmherzigen

Samariter (Lukas 10,25–37)

Deutscher Schwerhörigenbund

Ortsverein Wiesbaden e.V.

Seit vielen Jahren zu Gast in der

Lutherkirchengemeinde

unser Programm in der Lutherkirche:

Freitags ab 15.30 uhr

02.11.2012 Mundabsehtraining

09.11.2012 Offenes Treffen mit Gym.

16.11.2012 Best of Burma Vortrag

30.11 2012 Fingeralphabet

08.12.2012 Samstag, Adventsfeier,

15.00 Uhr

14.12.2012 Mundabsehtraining

18.01.2013 Neujahrstreff

25.01.2013 Mundabsehtraining

01.02.2013 Thema noch offen

15.02.2013 Mundabsehtraining

22.03.2013 Thema noch offen

Gäste sind herzlich willkommen!

19

VEraNStaLtuNgEN

himmel himmel und erde und | November erde | Juli – oktober Februar 2009 2013


20

VEraNStaLtuNgEN

KIrCHENMuSIK

Ansprechpartner: Jörg Endebrock

Tel.: 89067313

n Kinder- und Jugendkantorei

Dienstag, 15.00 – 15.30 Uhr

(Kinder 5–6 Jahre)

Dienstag, 15.45 –16.15 Uhr

(Kinder 5–6 Jahre)

Mittwoch, 15.00 – 15.45 Uhr

(Jungen 7–9 Jahre)

Mittwoch, 15.45 – 16.30 Uhr

(Mädchen 7–9 Jahre)

Mittwoch, 16.45 – 17.45 Uhr

(Kinder und Jugendliche

ab 10 Jahren)

n Bachchor Wiesbaden

Donnerstag, 19.45 Uhr

n Posaunenchor

Donnerstag, 19.30 Uhr

Ansprechpartner: Matthias Schädlich

Tel.: 0 611 1355014

rEDaKtIONStEaM

DEr gEMEINDEZEItuNg

»HIMMEL uND ErDE«

Sitzungstermine bitte im Gemeindebüro

erfragen.

Tel.: 8906730

OFFENE LutHErKIrCHE

Ansprechpartnerin:

Edith Mädche, Tel.: 1374595

Nach Möglichkeit ist die Kirche

täglich von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

geöffnet.

Kollekten-Bons im Wert von

2€, 3€, 5€ und 10 €

können Sie in Bögen à 70 Euro

und 90 Euro gegen Barzahlung im

Gemeindebüro erwerben.

aNgEBOtE FÜr SENIOrEN

uND SENIOrINNEN

n Kontaktkreis

Ansprechpartnerin: Helga Schütz

Tel.: 809576

Mittwoch,

21.11. | 12.12.2012 | 16.01.2013 |

13.02.

jeweils um 19.30 Uhr

n Samstagscafé

Gemütliches Beisammensein

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8906730

Samstag, 15.00 – 17.00 Uhr

n treffpunkt

Ansprechpartnerin:

Hannelore Bensberg

Tel.: 371167

Zusammensein bei Kaffee und

Kuchen, Plausch und Spielen

Donnerstag, 14.30 Uhr

(im Treffpunkt)

n Senior/innengymnastik

Ansprechpartnerin:

Annette Aschenbrenner

Tel.: 06196 83560

Donnerstag, 10.00 Uhr

im Bach-Saal

n ruheständler

Gemütliches Beisammensein bei

Kaffee, Kuchen und interessanten

Vorträgen

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89067325

1 x im Monat um 15.00 uhr

im Luthersaal.

05.11. Wanderungen in den

Pyrenäen

06.12. Seniorenadvent

07.01.2013 Eindrücke aus

San Sebastian

04.02. Kreppelkaffee

SPIELKrEISE FÜr KINDEr

uND ELtErN

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8906730

(alle Spielkreise sind offen)

Montag

17.00 – 18.30 Uhr (Schmusekätzchen)

LItEraturKrEIS

Ansprechpartner:

Dr. Winfried Duckert

Tel.: 0177 2757379

KONFIrMatIONSuNtErrICHt

Ansprechpartner/in:

Pfrin. Ursula Kuhn

Tel.: 89067326

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Dienstags, 15.15 Uhr und 17.00 Uhr

KONFI-tEaM

Mitarbeit im Konfirmationsunterricht

Mittwoch, 17.30 Uhr

Ansprechpartner/in:

Pfrin. Ursula Kuhn

Tel.: 89067326

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

FrauEN DEr LutHErKIrCHE

n Frauenfrühstück im Vorraum

des Luthersaales

Ansprechpartnerin:

Susanne Regel, Tel.: 9490653

10.11. | 08.12.2012 | 12.01.2013 |

09.02.

jeweils um 9.30 Uh

n Frauenhilfe

Ansprechpartnerin:

Ulrike Brommer, Tel.: 379550

Bibelkreis der Frauenhilfe mit

Pfr. Thedens-Jekel

21.11. | 19.12.2012 | 30.01.2013 |

20.02.

jeweils um 15.30 Uhr


tauFEN | trauuNgEN | BEStattuNgEN

tauFEN

Wir wünschen allen neu Getauften,

dass sie von Gott begleitet und behütet

werden. Allen Verantwortlichen

wünschen wir Klarheit und Liebe im

Zusammenleben.

trauuNgEN

Wir freuen uns mit den Ehepaaren

und erhoffen für sie, dass der Reichtum

von Gottes Liebe sie stärke und

ihre Gemeinschaft mit Freude fülle.

BEStattuNgEN

Allen, die im Glauben von uns gegangen

sind, ist das Wort Christi zugesagt:

»Ich lebe und ihr sollt auch leben!«

So wissen wir die Verstorbenen

bei Gott wohl geborgen. Für alle, die

vom Abschied betroffen sind, beten

wir um Kraft und Trost, dass sie aufrecht

und zuversichtlich durch das Leben

gehen können.

Die Pfarrerinnen und Pfarrer

der Lutherkirchengemeinde

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VEraNStaLtuNgEN | aNZEIgE

himmel himmel und erde und | November erde | Juli – oktober Februar 2009 2013


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Ihr Freundeskreis

Selbsthilfegruppe für alkohol-

und Medikamentenabhängigkeit

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Betroffene und angehörige

jeden Montag, 19.00 – 21.00 Uhr

im kleinen Gruppenraum

der Evangelischen Lutherkirche

Ansprechpartner:

Lothar Dittmar

Telefon: 0177/65708 82

n gemeindebüro

Gemeindesekretärin Bärbel rathgeber

Telefon 8906730, Fax 89067311

Sartoriusstraße 16

E-Mail: lutherkirche-wi@t-online.de

Montag–Donnerstag

9.00 Uhr–12.00 Uhr,

Mittwoch 15.00–18.00 Uhr

Freitag geschlossen

n Seelsorger/innen

Pfarrerin ursula Kuhn

Telefon 89067326,

Mosbacher Straße 4

u.kuhn@lutherkirche-wiesbaden.de

Pfarrer Volkmar thedens-Jekel

(Geschäftsführung)

Telefon 89067325,

Mosbacher Straße 4a

thedens-jekel@web.de

Pfarrerin Monika Kreutz

Telefon 9277824,

Nelkenweg 4a

monikakreutz@t-online.de

n Kirchenmusik

Jörg Endebrock

Telefon 89067313, Sartoriusstraße 16

endebrock@t-online.de

n Kirchenvorstand

Werner Ott (Vorsitzender)

Telefon 06128 44548

Impressum: Die Kirchenzeitung der Lutherkirchengemeinde erscheint für jeweils vier

Monate im Auftrag des Kirchenvorstandes (Postanschrift: Gemeindebüro, s.o.)

redaktion: Jörn Dietze, Etta Duckert, Ilona Dudas-Gürtler, Günter Meder,

Tanja Scharnhoop, Volkmar Thedens-Jekel

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.

V.i.S.d.P.: Kirchenvorstand der Lutherkirchengemeinde, Sartoriusstraße 16,

65187 Wiesbaden

grafische Konzeption/Herstellung: rsrdesign, Wiesbaden, www.rsrdesign.de

Druck: Druckerei Wilhelm & Adam, Heusenstamm

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

n Küster/in

Lothar Dittmar

Mobil 0177 6570882

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Marina Herkt

Mobil 0171 2064602

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Kindertagesstätte Käthe

Leiterin Susanne Schwieder

Telefon 844631, Fax 9854244,

Roseggerstraße 6

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Kindertagesstätte Pauline

Leiterin Sonja Strauch

Telefon 842308, Fax 9889481,

Schiersteiner Straße 48

ev.kita-pauline.wiesbaden@ekhn-net.de

Kindertagesstätte Sternenzelt

Leiterin Barbara Caesar

Telefon 840065, Fax 9881212,

Klopstockstraße 35

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n Bankverbindung

Wiesbadener Volksbank 263818,

BLZ 51090000

www.lutherkirche-wiesbaden.de

n Ehe- und Familienberatung: Rheinstr. 65, Tel. 3609125

n Haus für Frauen in Not (Frauenhaus): Tel. 806050

n Wohngemeinschaft für Mutter und Kind: Kapellenstr. 82, Tel. 51886

n teestube für Wohnsitzlose: Dotzheimer Straße 3, Tel. 445660

n telefonseelsorge: 0800/1110111 oder 0800/1110222

n Kinder- und Jugendtelefon: 0800/1110333, Mo–Fr 15.00–19.00 Uhr

23

IMPrESSuM/aDrESSEN/aNZEIgEN

IMPrESSuM | aNZEIgE

himmel himmel und erde und | November erde | Juli – oktober Februar 2009 2013


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Falten und

Frikadellen

von Etta Duckert

Am meisten genieße ich den Besuch unserer 5jährigen

Enkeltochter, wenn sie morgens schlafverstrubbelt

mit ihrem Zottelbären vor meinem Bett steht und fragt:

»Kann ich reinkommen?« Natürlich darf sie und nicht selten

werden dann tiefgründige Themen erörtert.

Sie stellt zum Beispiel fest: »Du hast ganz viele Falten«

und fragt gleich darauf: »Kann ich die mal anfassen?«

Nach eingehender Prüfung findet sie sie weich und angenehm,

empfiehlt mir aber, eine Creme zu benutzen.

Dann betrachtet sie meine Handrücken und stellt viele

blaue Adern auf ihnen fest. »Ich habe keine Adern auf meinen

Händen.« Und dann beginnt ein Gespräch über das

Blut im menschlichen Körper.

Auf dem Spielplatz neulich wollte sie unbedingt, dass ich

in eine kleine Eisenbahn einsteige und als ich meinte, ich

sei zu alt und ungelenk und die Tür zu klein, sagte sie: »Du

bist nicht alt, aber zu dick!«

Schön, wenn jemand findet, ich sei nicht alt, obwohl schon

längst über siebzig, und für meine weit über 90jährige

Nachbarin scheine ich es auch nicht zu sein, denn sie duzt

mich seit einiger Zeit und sagt gelegentlich auch »Kind«

zu mir. Meistens sagt sie »Kind, kannste mal … ?«

Ja ich bin froh, dass ich noch »kann.«

Mit ihr kann man manchmal auch herzlich lachen, und

wenn etwas einmal nicht so funktioniert wie es soll, dann

sagt sie immer: »Ist doch nicht so schlimm, ich bin ja

auch schon soo alt!«.

Obwohl sie schlecht sieht und die Wohnung nicht mehr

verlassen kann, klagt sie ganz selten und auch deshalb

tun viele Leute in ihrem Haus gern mal etwas Nettes für

sie, denke ich: Sonntags ein gekochtes Bio-Ei, manchmal

ein weiches Brötchen, und für einen Kasten Mineralwasser

sorgt »der junge Mann von unten« zuverlässig. Und dann

sind da noch ihre beiden »Buben«, die sich natürlich auch

kümmern.

Mit meiner Enkelin mache ich jedes Mal, wenn sie bei uns

ist und wir zusammen Frikadellen gebraten haben, einen

Besuch bei ihr. Da trifft dann wirklich Uralt auf Alt und

Jung und die Kommunikation läuft bestens.

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