Gottesdienste in der Luthergemeinde - Lutherkirche Kiel

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Gottesdienste in der Luthergemeinde - Lutherkirche Kiel

Gottesdienste

in der Luthergemeinde

jeweils um 10 Uhr in der Kirche, falls nicht anders angekündigt

Nachgespräch in der „alten Sakristei“

7. August Gottesdienst am 11. Sonntag nach Trinitatis

mit Abendmahl, Predigt: Pastor Martin Gregor

14. August Gottesdienst am 12. Sonntag nach Trinitatis

mit Taufe, Predigt: Pastorin em. Monika Kiethe

21. August Gottesdienst am 13. Sonntag nach Trinitatis

Predigt: Pastorin Sabine Klatt

Kinderkirche mit Pastor Gregor und Team

28. Augusti Gottesdienst am 14. Sonntag nach Trinitatis

Predigt: Pastor Martin Gregor

4. September Gottesdienst am 15. Sonntag nach Trinitatis

Predigt: Pastorin Renate Ebeling

11. September Gottesdienst am 16. Sonntag nach Trinitatis

mit Abendmahl, Predigt: Pastor em. Hans Kuhn

18. September Gottesdienst am 17. Sonntag nach Trinitatis

Predigt: Pastorin Sabine Klatt

Kinderkirche mit dem Team

25. September Gottesdienst am 18. Sonntag nach Trinitatis

Predigt: Pastorin em. Monika Kiethe

2. Oktober Familiengottesdienst am Erntedanktag

mit Pastor Martin Gregor

Der Eine-Welt-Stand bietet am 1. und 3. Sonntag

im Monat fair gehandelten Waren nach dem Gottesdienst

im Vorraum der Kirche an.

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gratis zum Mitnehmen

August–September 2005

Lutherpost

– Gemeindezeitung der Lutherkirche

Bild: Wodicka

Post vom Patenkind S. 7

Schwedenfreizeit S. 10

Katja Kroll im Interview S. 15


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Liebe Leserinnen

und Leser,

die Würfel sind zunächst gefallen, die endgültige

Entscheidung fällt aber voraussichtlich

erst im Herbst 2006. Die Kirchenkreise

Kiel und Neumünster wollen fusionieren.

Dafür haben sich beide regionalen Kirchenkreissynoden

mit klarer Mehrheit ausgesprochen.

Stimmt die Nordelbische Synode als

höchstes Gesetzgebungsorgan der Nordelbischen

Kirche der Neuordnung zu, würde

ein Großkirchenkreis mit über 250.000

evangelischen Kirchenmitgliedern entstehen.

Es wäre ein schmaler Kirchenkreis von der

Ostseeküste entlang der Autobahn 7 bis vor

die Tore Hamburgs.

Das Votum aus Kiel und Neumünster ist kein

Alleingang. Denn Nordelbiens Landkarte

wird insgesamt verändert. In fast allen derzeit

27 Kirchenkreisen in Schleswig-Holstein und

Hamburg haben Fusionsverhandlungen stattgefunden,

um die Zahl der Verwaltungseinheiten

auf zwölf zu verringern. Grund ist

die anhaltende Finanzmisere der evangelischen

Nordkirche. Gespart werden soll

insbesondere bei den Verwaltungen, die entsprechend

verringert werden. Das ist verständlich,

denn allein in diesem Bereich hat

die Kirche noch erhebliches Sparpotential.

Lange sah es so aus, als ob der Kirchenkreis

Kiel mit seinen 65 Pfarrstellen und rund

900 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern

ohne Fusion in die Zukunft geht. Dass es

jetzt ganz anders aussieht, ist verständlich.

Die Finanzen werden weiter sinken, befürchten

nicht nur kirchliche Haushaltsexperten.

Nicht zuletzt Rudolf Görner, Vorsitzender der

Kieler Kirchenkreissynode, hat deshalb

DIE MEINUNG DAS INTERVIEW

mehrfach für die Fusion plädiert.

Damit ist klar: Das neue Kirchengebilde ist

zum finanziellen Überleben notwendig geworden.

Es ermöglicht auf überregionaler Ebene

mehr Zusammenarbeit und damit auch erhebliche

Einsparungen. Das gilt ja auch für die

Gemeinden. Dort sind bei Fusionen

beispielsweise Zusammenlegungen von Sekretariaten

und damit Kostenreduzierungen

möglich. Deshalb: An einem neuen Kirchengebilde

mit neuen Zuschnitten von Großgemeinden

geht kein Weg vorbei, meint

Hartmut Schulz

Impressum

Die Lutherpost erscheint 6 mal im Jahr. Sie liegt in der

Gemeinde aus, nur die Weihnachtsausgabe wird verteilt.

Redaktion:

Renate Dopheide, Martin Gregor, Katja Kroll, Kay Rath,

Hartmut Schulz, Thomas Zawel

Redaktionsadresse und ViSdPG:

Hartmut Schulz, Schillerstraße 9, 24116 Kiel

Nächster Annahmeschluss für Beiträge: 3. Sept. 2005

Katja Kroll

Katja Kroll (38) ist Sonderschullehrerin und

macht seit der Geburt ihres Sohnes Julius (1)

Elternzeit. Seit 1998 gehört sie dem Kirchenvorstand

an und arbeitet auch an der

Lutherpost mit.

Was tun Sie, um sich zu entspannen? Ich entspanne mich am besten bei ausgedehnten Radtouren

durch die Natur fernab von großen Verkehrsstraßen.

Worüber haben Sie sich in letzter Zeit gefreut? Täglich über unseren kleinen Sohn. Aber

auch über meinen ehemaligen Nachhilfeschüler, den ich jahrelang im Fach Deutsch unterstützte

und der - inzwischen Elektriker - uns nun eine große Stütze bei der Renovierung

unseres Hauses war.

Und worüber haben Sie sich in letzter Zeit geärgert? Über den Parkettleger, der meine

frisch gestrichenen Wände verschmutzt hat.

Was ist für Sie die höchste christliche Tugend? Die Nächstenliebe. Der verständnis- und

liebevolle Umgang mit anderen ist eine täglich neue Herausforderung.

Welche Bibelschichte oder welcher Bibelspruch bedeutet Ihnen am meisten? Unser

Trauspruch aus dem Römerbrief Kapitel 15, Vers 7: „So nehmet einander an, wie Christus

euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Er erinnert mich nicht nur an einen wunderschönen

Traugottesdiesnt, sondern auch daran, dass alltägliche Miteinander zu bedenken.

Wann oder wo fühlen Sie sich Gott besonders nah? Im Gebet.

Welche Bedeutung hat die Kirche für Ihren Glauben? Mit Kirche verbinde ich die christliche

Gemeinschaft. So ist mir in der Luthergemeinde die Begenung mit anderen Christen

besonders wichtig.

Wer hat Ihre Einstellung zur Kirche geprägt? Die Nikodemus-Gemeinde in Hannover, in

der ich getauft und konfirmiert wurde. Die vielen Kinder- und Jugendfreizeiten, an denen ich

zuerst als Teilnehmerin, später als Jugendgruppenleiterin teilnahm, haben mich auf den

Glaubensweg gebracht.

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In Planung: Neues dreistufiges

Konfirmandenunterrichtsmodell

Drei Pastoren treffen sich in der Kirche. Der

erste klagt über die schlechte Bausubstanz

des Kirchturmes. Ständig müsse renoviert

werden. Der zweite sagt: „Bei uns ist es

noch schlimmer – wir haben Fledermäuse

in der Kirche und werden sie nicht los.“ Der

dritte Pastor: „Wir hatten auch welche, aber

wir sind die ganz einfach losgeworden!“

„Wie das?“ - wollen die Kollegen wissen.

„Na ja“ räuspert sich der dritte Pastor, „wir

haben sie konfirmiert. Danach sind sie nie

wieder in der Kirche gesehen worden!“

Die Anekdote trifft teilweise die kirchliche

Wirklichkeit. Die Konfirmandenzeit ist oft

zu kurz, um wirklich mit Kirche in Berührung

zu kommen, Gemeinschaft zu erleben

und Glauben erfahren zu können. Deshalb

verlieren Konfirmierte die Kirche leicht aus

dem Blickfeldt.

Aus diesem Grund haben wir, die beiden

Pastoren, uns Gedanken über ein neues

Konzept gemacht, das mehr Berührung mit

Kirche und Gemeinde ermöglicht und etwas

früher, schon mit 11 Jahren beginnt. Es besteht

aus drei Phasen: Die erste Phase dauert

etwas über ein halbes Jahr. Hier werden

erste Grundlagen gelegt. Dieser erste

Kurs beginnt und endet mit einer

Wochenendfreizeit. Danach schließt sich die

freie, die Gemeindephase an. Ein Jahr lang

findet kein Unterricht statt. In dieser Zeit

nehmen die Jugendlichen an den Jugendgruppen/

Pfadfindern oder musischen Angeboten

der Gemeinde teil. Die dritte Phase

wiederum dient der Reflexion: Die Lerninhalte

werden anhand der Praxiserfahrungen

überprüft und neu bedacht. Dieser letzte Abschnitt

wird wiederum von

KONFIRMATION

Wochendfreizeiten gerahmt werden. Auf diese

Art und Weise wird Konfirmandenunterricht

„geerdet“.

Jugendliche können intensiver als bisher erfahren,

was es bedeutet, Teil einer Glaubensgemeinschaft

zu sein. In Ostdeutschland wurde

mit der Christenlehre ein ähnliches begleitendes

Modell entwickelt, das auch jetzt noch

erfolgsversprechend eingesetzt wird. Unseres

ist kürzer, ist dem Grundgedanken der

Begleitung zum Erwachsen-Werden aber

sicherlich ähnlich. Zur Zeit sind wir noch in

der Planungs- und Überlegungsphase. Wir

werden die Gemeinden rechtzeitig von weiteren

Planungen informieren und freuen uns

über Ihre Rückmeldungen auf unsere ersten

Gedankengänge.

Pastorin Sabine Klatt

LUTHER-ABC

Lucas Cranach d. Ältere, ein Zeitgenosse und

Freund Martin Luthers, gehörte zu den bedeutendsten

Malern und Graphikern seiner Zeit.

Mit seinen Holzschnitten für Flugblätter, mit

Altargemälden und Illustrationen zu Luthers

Schriften leistete Cranach einen wesentlichen

Beitrag, den Reformator und seine Lehre bekannt

zu machen. Man kann Cranach als

Schöpfer einer protestantischen Kunst bezeichnen.

Luthers Übersetzung des Neuen

Testaments erschien 1522 nicht zufällig im

Verlag Cranachs. Cranach verdanken wir auch

mehrere Portraits nicht nur von Martin, sondern

auch von Katharina Luther. 1520 hatte

sich Dürer darum beworben, den

Reformator zu portraitieren, aber

der Auftrag ging an Cranach. In

seiner Druckerei und Malerwerkstatt

ließ er Lutherbilder in

Serie fertigen, die zu Tausenden

verkauft wurden.

Als Sohn eines Malers und Reißers

von Holzschnitten 1472 in

Kronach geboren – die Stadt,

nach der Cranach sich auch

nannte – erhielt er seine erste

Ausbildung vermutlich vom Vater,

danach in Nürnberg, Coburg

und Wien. 1505 berief ihn Kurfürst Friedrich

III. (d. Weise) als Hofmaler nach Wittenberg.

Dieser erhob ihn schon drei Jahre später in

den Adelsstand und verlieh ihm einen Wappenbrief,

mit dem er fortan seine Werke signierte.

Etwa 1512/13 heiratete er die Tochter

eines Gothaer Ratsherren, Barbara Brengebier,

mit der er zwei Söhne und drei Töchter hatte.

Beide Söhne erhielten in der väterlichen Werkstatt

eine umfangreiche Ausbildung. Cranach

galt als einer der wohlhabendsten Bürger

Wittenbergs. Neben seiner Malerwerkstatt

Cranach

und der Druckerei betrieb er auch eine Apotheke,

die damals eher einem Gemischtwarenhandel

glich, einen Wein- und Buchhandel.

Die Cranachsche Werkstatt war ein

Unternehmen von einer für die damalige Zeit

einzigartigen Größe, Vielseitigkeit und Arbeitsleistung.

Freundschaftliche Beziehungen verbanden

ihn und seine Familie mit der Familie

Luthers. Als die 24-jährige Nonne Katharina

von Bora aus dem Kloster floh, lebte sie

einige Zeit bei Barbara und Lucas Cranach.

Sie soll auch in der Apotheke Cranachs mitgearbeitet

haben. In Cranachs Haus lernte

sie die Haushaltsführung, u.a.

auch die Bierbrauerei. Zusammen

mit seiner Frau Barbara,

einer engen Freundin Katharinas,

fungierte er 1525 als

Trauzeuge bei der Heirat

Martin Luthers mit Katharina

von Bora und übernahm auch

das Patenamt für den ersten

Sohn, Johannes. Martin Luther

war der Patenonkel einer der

Töchter Cranachs.

Von Lucas Cranach wird berichtet,

dass er trotz aller seiner

Verpflichtungen Zeit für seine Freunde,

aber auch eine offene Hand für Notleidende

hatte. 1538 wurde er für sieben Jahre Bürgermeister

Wittenbergs, nachdem er vorher

schon etwa 20 Jahre Ratsherr gewesen war.

1550 folgte er einem Kurfürsten Johann

Friedrich, dem Großmütigen, freiwillig in die

kaiserliche Gefangenschaft. Im Alter von

81 Jahren starb er 1553 im Hause einer

Tochter in Weimar und wurde dort auch

beigesetzt.

Renate Dopheide

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Monatsspruch

August

GEMEINDELEBEN

Termine Literaturkreis

Der Literaturkreis mit Pastorin em. Monika

Kiethe trifft sich wieder am 15. August um

20 Uhr in der Martinsklause. Im Mittelpunkt

des Abends steht das Buch von Angelika

Schrobsdorff „Jerusalem, oh dass ich dich je

vergessen könnt“. Am 12. September beschäftigt

sich der Kreis mit dem „Roman einer

Schicksalslosen“ von Imre Kertész.

Fördern, was nahe liegt !

Was(s)erleben: Jugendliche auf der

„Carolina“

Im Zusammenhang mit den Aktionen von

„Brot für die Welt“ zum Thema „Menschenrecht

Wasser“ hatten während der Kieler

Woche vier Jugendliche unserer Gemeinden

die Gelegenheit, auf dem Segler „Carolina“

eine Schiffstour auf der Kieler Förde mitzuerleben.

Gemeinsam ging es für einige Stunden

per Motorkraft hinaus Richtung Strande,

um dann gemütlich wieder in den

Germaniahafen zu segeln. Die Aktion war ein

Dankeschön für die Jugendlichen, die im Rahmen

der Menschenrecht-Wasser-Aktionen

den Gottesdienst am 19. Juni in der Nikolai-

Kirche mitgestaltet haben.

Termine:

12. August: Sozialer Tag der Jugend

21. August: Pfadfinder „auf Fahrt“

27. August: Fahrt zur Phänomenta

2-4. September: Nordelbische Jugendtage

und Konfirfahrt

28. September: Hansa-Park-Fahrt

Monatspruch

September

JUGENDSEITE

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