Ausgabe Dezember 2010 - Februar 2011 - Ev.-luth ...

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Ausgabe Dezember 2010 - Februar 2011 - Ev.-luth ...

Andacht

„ O Sonne, die das werte Licht

Des Glaubens in mit zugericht’

Wie schön sind deine Strahlen.“

2

Paul Gerhardt, 1653

Da sitze ich mitten im Sommer in einem Café und denke an Weihnachten.

Eine der dort ausgestellten Patchworkarbeiten hängt direkt vor mir an der

Wand. Ich kann gar nicht anders als hinzusehen. Diesen „Patch“ zu

betrachten.

„Weihnachten“, denke ich, „dieses Patchwork erinnert mich an

Weihnachten.“

Die Farben, das Muster, die Strahlen – ein buntes, vielfältig sich

entfaltendes Weihnachtsfest entsteht vor meinem inneren Auge.

Ich freue mich über Jesus Christus, der das „werte des Licht des

Glaubens“ in mir

Aufleuchten lässt. Auch wenn es gerade um mich herum hell ist, so weiß

ich sehr wohl, dass es in mir auch Schatten gibt. Dunkle, verborgene

Kammern.

Ich werde dankbar für seine Strahlen, die meine Seele erfassen. Die mein

Inneres wieder erblühen lassen. Die meine Mitte wieder stärken. Ohne

das werte Licht gäbe es kein Leben und ohne die schönen Strahlen keine

Farben.

Die Weihnachtsfreude erfasst mein Herz – und das mitten im Sommer.

Als ich die Künstlerin ( die mir aus unserer Gemeinde bekannt ist) gebeten

habe mir ein Bild ihres Patchwork zukommen zu lassen, da bekam ich

dieses Foto. Hier hängt ihre Patchworkarbeit mitten im Garten. Von der

Sonne angestrahlt.

Genau, denke ich, da gehört Weihnachten hin: mitten ins Leben. Mitten in

mein Leben. Mitten hinein in die Jahreszeiten des Lebens. Zu jeder Zeit.

An jedem Ort. Ob es schneit oder die Sonne scheint. Ob ich lache oder

weine. Ob ich mein Glück kaum fassen kann oder um einen lieben

Menschen trauere. Jesus Christus hat mir „zugebracht Licht, Leben, Freud

und Wonne!“

Erhellende Weihnachten wünscht,

Pastor Matthias Neumann

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