Solangeist - Lutherkirche Wiesbaden

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Solangeist - Lutherkirche Wiesbaden

himmel

erde

Juli – Oktober 2011

Die Lutherkirchenzeitung

UND

Gottesdienst

Evangelische Lutherkirchengemeinde Wiesbaden | www.lutherkirche-wiesbaden.de


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Liebe Leserinnen

und Leser, das Titelthema dieser himmel

und erde-Ausgabe scheint auf den

ersten Blick keine Unklarheiten

zu lassen: Gottesdienst. Na klar

– den gibt es jeden Sonntag um

10 Uhr in der Lutherkirche. Ein

scheinbar typisches Thema für

eine Gemeindezeitung. Und doch

haben wir uns mit diesem selbstgewählten

Titel so schwer getan, wie lange nicht mehr.

Woran liegt das? Einerseits ist es vielleicht diese scheinbare

Klarheit, andererseits die Tatsache, dass das Thema

– widmet man ihm sich näher – zunächst viele unklare

Fragen beinhaltet, mit denen es sich auseinanderzusetzen

gilt: Gottes Dienst – unser Dienst an Gott oder doch mehr

Gottes Dienst an den Menschen? Findet Gottesdienst vor

allem in der Kirche statt oder vielleicht auch an ganz anderen

Stellen, wo wir ihn manchmal nicht vermuten? Welche

Konsequenzen für unser eigenes Handeln folgen daraus?

Nicht zuletzt ist es ein Thema, das uns persönlich berührt

und manchmal auch tief in die eigene Geschichte zurückreicht,

Kindheitserinnerungen heraufbeschwört – gute und

Inhalt

Editorial 2

Auf Dienstreise 3

Gottesdienst 4–5

Solange ist es noch nicht her 6–7

Santa Missa, Istentisztelet, Palvonta, obozavanje,

Culto, service, worship, Aanbidden, Adoracao oder

Gottesdiänscht 8–9

Kann man Glauben säen? 10

Zwerge, Bären und mehr 11

Veranstaltungen

Bericht aus dem Kirchenvorstand 12

100 Jahre Lutherkirche 12

Der 1. Schultag 13

Die Nacht der Kirchen 13

Tag des offenen Denkmals 13

schlechte, Erfahrungen mit der Kirche und dem eigenen

Glauben – befreiende wie einengende. Und so halten Sie

– wie wir meinen – dennoch oder gerade deswegen –, eine

himmel und erde- Ausgabe in Ihren Händen, die Beiträge

mit sehr viel Tiefe sowie persönlichen Bekenntnissen und

Statements enthält. Ansichten, die über Länder-, Sprach-

und Konfessionsgrenzen hinausblicken. Und nicht zuletzt

starke Plädoyers sind für die Fröhlichkeit und Lebendigkeit,

die untrennbar zu einer christlichen Gemeinschaft

gehören.

So wünschen wir Ihnen eines für die kommenden Wochen

und Monate, denen viele entgegenfiebern, da sie

Urlaub, Erholung und Auftanken bedeuten: Mögen auch

Sie fröhlichen, anregenden wie auch nachdenklichen und

besinnlichen Gottes-Dienst feiern, erleben und erfahren.

Ganz gleich, ob hier in der Lutherkirche, unter südlichen

Palmen, auf Nordseedünen oder an einem ganz und gar

anderen Ort der Welt.

Es grüßt Sie herzlich

Jörn Dietze für die Redaktion

Deutscher Schwerhörigenbund 13

Fotos 100 Jahre Lutherkirche 14

Sommerfest der Lutherkirchengemeinde 14

Kühlschrank Notizen 15

Musik in der Lutherkirche 16–17

Und wie geht es weiter ohne Zivi? 17

Gottesdienste 18–19

Spenden für die Lutherkirche 19

Einladung zum meditativen Tanzabend 19

Reformationstag 19

Termine und Veranstaltungen 19–20

Frauen der Lutherkirche 20

Taufen, Trauungen, Bestattungen und Konfirmierte 21

Anzeigen 22, 23

Impressum/Anzeigen 23

Traum vom »Vater unser« 24


Auf

Dienst-Reise

von Markus Krieger

Nun bin ich doch glatt auf einer Missionsreise. Und

das in »God’s own country«, wer hätte es gedacht.

Dabei geht es keineswegs um das Verteilen von Bibeln,

sondern um das Teilen von Erfahrungen oder: den Versuch,

zu verstehen. Seit Februar lebe ich mit meiner Familie

in Binghamton, NY (USA), um die Partnerschaft mit

unserer Schwesterkirche, der United Church of Christ, zu

pflegen. Es geht uns sehr gut hier.

Wir lernen viel über dieses riesige Land; es ist faszinierend

und kompliziert. Es macht Spaß, sich in einer fremden

und neuen Welt einzuleben. Immer wieder werden uns

auch die kulturellen Unterschiede bewusst. Wenn wir vergleichen

geht es längst nicht mehr um ein »Besser« oder

»Schlechter«, sondern darum das Andere (wie auch das

Eigene) wertzuschätzen. Also lassen wir uns bereichern

und versuchen ein Gewinn zu sein. Kirche in den USA ist

anders und irgendwie doch nicht. In Europa hören wir

meist nur das Getöse der Fundamentalisten.

Die UCC ist dagegen eine der wohltuend gemäßigten

Stimmen im Kanon der Kirchen. Wie sie unter anderen Bedingungen

Gottes Wort zur Sprache bringt, ist anregend,

aber auch herausfordernd. Offen für die Ausgegrenzten,

einladend für Junge und Alte, vermittelnd zwischen

Tradition(en) und Lebenswelt – die Aufgaben unserer Kirchen

sind gleich, die jeweiligen Antworten unterschiedlich.

Hier ist die Gemeinde Ausgangs- und Zielpunkt des Denkens.

Es geht um die persönliche Reise des Lebens und

die gemeinsame Suche nach Antworten auf Fragen des

Glaubens.

Unter den unzähligen Eindrücken mag ich einen Satz besonders:

»Worship Is Over – Let Service Begin«. Wenn der

Gottesdienst vorüber ist, beginnt der Gottes-Dienst. Unsere

Mission ist Da-Sein für Andere und bei Anderen. Ganz

besonders und ganz selbstverständlich. Und wir sind mittendrin.

Auf Dienst-Reise eben.

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von Volkmar Thedens-Jekel

Es gibt Menschen, die außerordentlich hilfsbereit sind,

die immer zur Stelle sind, wenn andere Unterstützung

brauchen, die anderen so oft mühevolle Arbeit abnehmen,

dass man sich manchmal fragt, woher sie die Kraft dazu

nehmen. Aber sie sagen dann oft: »Das tue ich doch

gern!« und sind dabei durchaus glaubwürdig. Auffällig

ist aber, dass gerade diese hilfsbereiten Menschen

selbst kaum oder nur schwer Hilfe annehmen

können. Sie signalisieren

nicht, wenn sie Unterstützung

Gottes

brauchen könnten, und sträuben sich, wenn sie angeboten

wird. Das macht es nicht nur schwieriger, notwendige Hilfe

an den Mann oder an die Frau zu bringen; es enttäuscht

auch diejenigen, die gerne das empfangene Gute mit

Dank zurückgeben wollen. Und es zeigt, dass diese Menschen

nicht im Gleichgewicht sind.

Auch unsere Auffassung vom »Gottesdienst« scheint

aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Von den meisten

Menschen wird der Begriff »Gottesdienst« so verstanden,

dass darin der Dienst der Menschen für und an Gott zum

Ausdruck kommt. Das ist ja auch nicht falsch. Aber diese

Deutung ist nur ein Teil der Wahrheit, die im Wort »Gottesdienst«

steckt – und dazu auch erst der zweite

Teil. Denn unserem Dienst für Gott geht der

Dienst Gottes an uns voraus, auch und

gerade im »Gottesdienst«. Auch wenn

es erst einmal irritierend ist – Gott

dient uns, er leistet uns Dienste,

ja wir werden durch ihn

bedient. Ein eindrückliches

Bild dafür ist die

biblische Erzählung,

in der Jesus seinen

Jüngern die Füße

wäscht. Petrus ist


dienst

zunächst offensichtlich unangenehm berührt – »Es kann

doch nicht sein, dass Jesus solch einen niederen Dienst

an mir tut!« – und will es nicht zulassen. Aber Jesus macht

ihm deutlich, dass erst die Haltung, sich von ihm bedienen,

beschenken zu lassen, eine gute Christus-Beziehung

begründet. Da stimmt Petrus zu – und schießt gleich wieder

über das Ziel hinaus … (siehe Johannes 13, 1–9).

Gott ist es also, der zuerst uns dient. Gleich bei der Taufe

erhalten wir sein erstes und wichtigstes Geschenk: Die

Zusage seiner Liebe. Und im Heiligen Abendmahl dürfen

wir immer wieder die Bestätigung erfahren: die Gegenwart

unseres Bruders Jesus Christus, seine Hingabe an uns

und die Zusage, dass uns die Schuld vergeben werden

kann. Durch Gottes Dienst erst ist es sinnvoll, im Gebet

alles vor ihn zu bringen, was uns beschäftigt, die Freude

und den Dank, die Last und die Bitte, die Not und die Fürbitte.

So wird unser Gottesdienst, wie wir ihn feiern, ein

Freudenfest für den Dienst, den Gott an uns tut. Und er

wird ein Fest, in dem wir loben und danken.

Aber unser Dienst geht weiter, aus der Kirche und über

die Stunde am Sonntag-Vormittag hinaus: Wir sollen auch

den Menschen dienen, ganz wie Jesus es gezeigt hat. Unser

Dienen ist dann die richtige und konsequente Antwort

auf Gottes Dienst: Wir geben aus der Fülle dessen, was wir

empfangen haben, weiter an die, die es brauchen. Wenn

wir auf diese Weise die zentrale Forderung Jesu »Du sollst

deinen Nächsten lieben, wie dich selbst!« mit der Liebe

zu Gott und von Gott verknüpfen, sind wir dem Sinn des

Lebens ganz nah.

Dabei dürfen wir nicht übersehen: Es geht um ein Gleichgewicht!

Die Liebe zum Nächsten soll mit der Liebe zu

sich selbst ausbalanciert sein. Wenn eine von beiden Seiten

zu viel Gewicht bekommt in unserem Leben, wird uns

das nicht gut tun.

»Der Nächste« könnte heute bedeuten: jeder Mensch in

meiner Reichweite.

Martin Luther machte deutlich, dass unser ganzes Leben

ein Gottesdienst sein soll, sei es am Feiertag oder im Alltag,

sei es in Arbeit oder in Freizeit. Unsere Aufgabe und

unsere Chance ist es, diese Dienste und damit unsere Leben

ins Gleichgewicht zu bringen.

»Wir sind nicht Herrscher über euren Glauben, sondern

Diener eurer Freude!« (2. Korinther 1, 24)

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Solange ist es

Unsere Kleinstadt war katholisch. Der Kindergarten

und auch die Schulen. Der Sportverein war katholisch,

auch der Chor. Die Bücher wurden in der katholischen

Bücherei ausgeliehen und auch die Tischtennisplatte,

die einzig freie zugängliche im Ort, stand im katholischen

Pfadfinderheim. Die Filmabende waren katholisch,

die Ferienfreizeiten und die Tanzveranstaltungen. Die

katholischen Priester besuchten regelmäßig unsere

Eltern, um diese zu überreden, ihre Söhne und

Töchter in katholische Internate zu geben.

(Besonders die zweitältesten in der Kinderreihe,

die nicht dafür vorgesehen waren,

die elterlichen Betriebe und Bauernhöfe

zu übernehmen, waren gefährdet, weggegeben

zu werden.)

Ich lernte im katholischen Pfadfinderheim

Gitarre, um Spirituals während

des Gottesdienstes begleiten zu können;

ich lernte Kompass lesen, Karten

einnorden, zehn Schifferknoten binden,

zwanzig Liedtexte auswendig, die wichtigsten

Gebete in Latein und Deutsch. Ich

bestand eine katholische Knappenprüfung.

Zwischen meinem sechsten und achtzehnten

Lebensjahr habe ich circa 1500 Stunden – wie

alle meine Freunde und Schulkameraden – in

Gottesdiensten, in der Pfarrkirche

St. Johannes, in einer

Kleinstadt am Niederrhein

in den 50-er und

60-er Jahren zugebracht.Sonntagmorgens

ging

ich um 9.00 Uhr in den Kinder- und Jugendgottesdienst,

um 12.00 Uhr in die Christenlehre, mittwochmorgens um

7.00 Uhr in den Schulgottesdienst.

Der Besuch der Gottesdienste war wie Aufstehen, Zähneputzen,

Frühstücken, zur Schule gehen – ein normaler Teil

des Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresablaufes.

Zu spät Kommen oder Nichtkommen wurde geahndet.

Auch ohne Videokamera war die Überwachung total.

Den Religionslehrern und Pfarrern schien

nichts zu entgehen. Man wurde aus der

Bank, in die man sich hereinmogeln

wollte, herausgeholt und musste neben

dieser während des ganzen Gottesdienstes

stehen. In der Schule verteilte

derselbe Religionslehrer, wenn

er plötzlich hinter einem stand, eine

Kopfnuss, bei der sich die ganze Rückenmuskulatur

verspannte.

Samstags beichtete man seine Sünden,

manchmal bei dem Pfarrer, der einem

Tage zuvor wegen »Schwätzen im Unterricht«

mit dem Lineal auf die Finger oder

mit der Hand ins Gesicht geschlagen hatte.

Wenn man meinte, keine Sünden begangen

zu haben, erfand man welche.

Herbert, dessen Vater früh verstorben war,

war mein bester Freund. Da seine Mutter

nach dem Tod ihres Mannes ein Ge-


noch nicht her

lübde abgelegt hatte – sie ging jeden Tag in die Messe – ,

musste Herbert jeden Abend im Mai in die Marienandacht.

Ich bin aus Freundschaft mitgegangen, den Rosenkranz

zu beten. Auf dem Nachhauseweg noch ein bisschen

Mädchen gucken, Fußball spielen, Witze erzählen

und Bruchkekse essen.

Man betete den Rosenkranz – den schmerzensreichen –

auch, wenn in unserer Kleinstadt gestorben wurde. An drei

Abenden ging man an dem im offenem Sarg aufgebahrten

Toten in eine halbdunkle, nur von einigen Kerzen erleuchtete

Kapelle, in der zwei alte, in schwarze Tücher gehüllte

Frauen in einem monotonen Singsang die Gegrüßet-seist-

Du-Marias-voll-der-Gnaden vorbeteten.

Mit Beginn der Pubertät wurde es vielen von uns in der

Kirche übel. Wir – auch die Erwachsenen – führten das auf

das Abbrennen von Weihrauch zurück. Man durfte dann

nach Hause gehen, traf sich jedoch manchmal in einer

Kneipe, die früh schon für die jeden Morgen in die Zechen

fahrenden Ruhrpottkumpels aufhatte, trank Altschuss – eine

Mischung aus Alt- und Malzbier – und spielte Skat.

Nicht in den Gottesdienst zu gehen war eine Todsünde.

In den Sommerferien an der holländischen Küste diskutierten

wir Kinder, ob man auch in die Kirche müsse, wenn

diese nur über einen einstündigen Fußweg zu erreichen

sei. Wo lag die zeitliche Grenze zwischen Todsünde und

lässlicher Sünde?

Übelkeit war das beste Argument, sich darüber keine Gedanken

machen zu müssen.

Gottesdienste wurden immer dann spannend, wenn die

Missionare der Steyler Mission auf Heimaturlaub waren

und von ihren Reisen predigten. Madagaskar, Kongo, Neu-

von Günter Meder

guinea, Surinam – magische Orte. Da war von den wilden

Heiden und ihren immer fröhlichen Kindern, vom Urwald,

breiten Flüssen, Schlangen, Ungetier und der Dankbarkeit

die Rede. Das waren flammende Predigten. Da bebte

die Erde, man sah Kannibalen, Monsunregen, spürte tropische

Feuchte, sah nackte Menschen in Hängematten,

riesige Kochtöpfe über offenen Feuern, weißgewandete

Patres und Teufel. Feuerschlünde und Vulkane taten sich

auf und danach die Portemonnaies der Erwachsenen,

wenn die Klingelbeutel von Bank zu Bank wanderten.

Mein Vater, von der Predigt wie fast alle Gottesdienstbesucher

tief beeindruckt, gab mir dann immer eine Menge

Kupfermünzen, die ich nach dem Gottesdienst in einen

Schlitz einer bronzenen »Negerkind«-Figur warf, dessen

Kopf bei jedem eingeworfenen Pfennig »dankbar« nickte.

Mit 18 Jahren zog ich in die Großstadt, trat aus der Kirche

aus, versuchte, die inneren Überwachungskameras zu demontieren,

nie sicher, die eine oder andere doch übersehen

zu haben.

Jahre brauchte es danach für

neue Zugänge und andere Blickwinkel

– nicht nur auf Kirche.

PS: Meine Erfahrungen spielten

im katholischen Milieu,

könnten sich jedoch in anderen

Landschaften, zu anderen Zeiten,

mit anderen Personen so oder so

ähnlich auch in anderen Milieus

und Konfessionen zugetragen haben.

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Santa Missa,

Adoracao,

von Ilona Dudas-Gürtler

Da haben es die Katholiken leichter. Oder anders herum:

Sie haben es sich leichter gemacht. Die Messe ist auch

im Ausland »Messa«, »Missa«, »Santa Missa«, »Mass«,

»Masa«, »Misa« und »mise« »maca«, »missa«, »massa«,

»messa«. Jeder versteht, dass damit der katholische Gottesdienst

gemeint ist und kann sich im Ausland bestens orientieren.

Geht man dann in eine Messe, so kann man als

Vertrauter der katholischen Liturgie ohne Schwierigkeiten

aktiv teilnehmen und mitsingen, mitsprechen sowie beten,

denn die Abläufe und Inhalte der Messen sind in allen Ländern

gleich. Das ist ein großer Vorteil, finde ich. Egal, wo

man als katholisch eingeübter Mensch in die Messe geht,

versteht man alles Inhaltliche. Man ist mit allem vertraut

und fühlt sich auch im Ausland zugehörig und aufgehoben,

ja eingebettet und zuhause in der großen Gläubigergemeinschaft,

weil alles so ist, wie man es kennt.

Bei uns Protestanten sieht das anders aus. Selbst in der

Nachbargemeinde klingt das gesungene »Amen« oder

das »Ehr sei dem Vater …« anders, weil andere Noten die

Melodie bestimmen. Genauso kann auch die Liturgie des

Gottesdienstes selbst in der gleichen Stadt unterschiedlich

sein. Klar, dass irgendwann während des Gottesdienstes

das Vaterunser einsetzt und dass es einen Predigtteil gibt,

aber die genaue Reihenfolge mancher Elemente kann sich

von Kirche zu Kirche unterscheiden. Kommt ein »Halleluja«

nach der Schriftlesung? Einmal oder zweimal gesungen?

Verschieden ist auch, wie die weiteren Bestandteile

des Gottesdienstes angeordnet und wie viele Bestandteile

überhaupt in den gewöhnlichen Gottesdienst eingefügt

sind. Bei den Reformierten zum Beispiel wird das Apostolische

Glaubensbekenntnis nur zum Taufritus und an den

höchsten Feiertagen gesprochen, in England wiederum ist

es täglicher Bestandteil des kirchlichen Lebens mit sehr

hohem Stellenwert – und in unserer Lutherkirche sonntäglich

in den Gottesdienst eingebettet.

Genauso gibt es auch große Unterschiede in der Häufigkeit

der Abendmahlsfeier. Was in der Messe der Katholiken

als Heilige Kommunion jedes Mal gefeiert wird und

unbedingten Bestandteil bildet, findet bei vielen evangelischen

Gemeinden nur einmal monatlich statt – oft am

ersten Sonntag des Monats, wie auch in der Lutherkirche.

Die Reformierten halten es wieder sparsamer: Viermal

jährlich Abendmahl feiern ist der Standard. Dagegen gibt

es ein wöchentliches Abendmahl in Gottesdiensten mancher

Freikirchen.

Istentisztelet,

worship,

Aanbidden,

Wir Protestanten wissen also nicht genau, was uns erwartet,

wenn wir in einer anderen Gemeinde, gar in einer anderen

Region oder einem anderen Land am evangelischen

Gottesdienst teilnehmen. An der Liturgie aktiv teilhaben

können wir demnach auch nur bedingt. Manches ist natürlich

vertraut und wohltuend auch in fremden Kirchen,

aber ich glaube, so heimisch wie die Katholiken in ihren

Messen fühlen wir uns in anderen Gemeinden nicht.

Eine Missa ist eine Messe. Und wie ist es bei uns? Ist Gottesdiänscht

auch ein Adoracao?

Ein Gottesdienst ist ein schweizerischer Gottesdiänscht

und ein tschechischer bohosluzba und ein englischer/

französischer service sowie ein finnischer Palvonta und

damit wörtlich immer ein Dienst. Aber schon das ungarische

istentisztelet ist wie das rumänische Cult und italienische

Culto, weiterhin das kroatische/serbische obozavanje

und portugiesische Adoracao, sowie Aanbid im Afrikaans

und das verwandte Aanbidden im Niederländischen

oder worship im englischen und skandinavischen Raum

wörtlich die Verehrung und Anbetung, nicht der Dienst!

Die Verehrung gilt genau wie die Anbetung dem biblischen

Gott, Jesus und dem Göttlichen, das ist klar. Menschen

feiern in ihren »Gottes-Verehrungen« und »Anbetungen«

oder


Palvonta,

service,

obozavanje,

Gottesdiänscht

Gott als machtvolle Kraft, Gott als Ursprung und Schutz

ihres Lebens und der Welt. Sie feiern ihre Dankbarkeit und

geben sich diesen Gefühlen mit Liedern, Texten, Ritualen

und Gebeten hin. Sie begeben sich vor Gott und bringen

vor Gott ein, was mit ihnen ist. Sie bitten von Gott und sie

geben Gott ihre Ehre. So sehe und verstehe ich es. Doch

wie ist es nun mit dem Dienst? Was ist das für ein Dienst,

von dem im Wort »Gottesdienst« gesprochen wird? Wer

dient dabei Gott? Oder dient Gott uns?

Pfarrer dienen offensichtlich Gott und den Menschen im

Gottesdienst, weil sie diesen gestalten und die Predigt halten.

Alle Mitwirkenden, die Küster, Musiker und Helfenden,

dienen ebenso Gott und den Gottesdienstbesuchern.

Ohne die »Veranstalter« und Durchführenden gäbe es keinen

Gottesdienst – das ist das eine. Und das andere ist,

dass ein Pfarrer und die mitwirkenden Menschen niemals

den Gottesdienst nur für sich gestalten, sondern immer in

erster Linie für die anderen, die Besucher und Teilnehmer.

Das ist in dem Sinne wirklich ein Dienst, manchmal eine

Dienstleistung.

Aber was ist mit den Gottesdienstbesuchern? Dienen auch

sie? Wenn ja, wem?

Als Gottesdienstbesucher in den Bankreihen sitzen wir

still, singen Lieder aus dem Gesangbuch, sprechen litur-

Culto,

gische Elemente, hören zu, beten und bringen unsere Anliegen

vor Gott. Und in regelmäßigen Abständen feiern wir

gemeinsam Abendmahl. Ob ich Gott oder den anderen

diene, wenn ich in die Kirche gehe und am Gottesdienst

teilnehme, wenn ich singe oder gemeinsam vorgegebene

Worte spreche, weiß ich nicht. Ich glaube, es ist kein direktes

Dienen, sondern wenn, dann ein indirektes Hineinwirken

in die Welt. Ein wenig angesteckt von Gottes Geist.

Was ich mir wiederum gut vorstellen kann, ist die Kraft des

Gebetes und der gemeinschaftlichen Fürbitten. Wir Gläubigen

haben eine lautere Stimme und eine größere Kraft,

wenn wir dies zusammen tun, bin ich überzeugt. Und so

können wir tatsächlich der Welt dienen, wenn wir sie in

die Gebete aufnehmen und diese ernst meinen. Weiterhin

wird gesagt, dass das Abendmahl eine besondere Gemeinschaft

untereinander schaffe und die Gläubigen damit

gestärkt in den Dienst am anderen entlassen würden.

Manchmal erlebe ich das stärker, ein anderes Mal schwächer.

Spürbar ist für mich tatsächlich die Verbindung miteinander,

wenn wir die Gaben vor dem Altar empfangen

haben. Irgendwie stehen wir doch alle gleich mit unseren

Stärken und Schwächen und Ängsten vor Jesus und sind

in seinen Augen vermutlich gleichwertig. Egal, wer was

ist und hat im Leben da draußen oder wer was geleistet

hat bisher. Vielleicht spüre ich das auch im Händedruck

vor dem Auseinandergehen aus dem Kreis. Ich freue mich

dabei immer und merke, dass wir etwas Besonderes bekommen

haben durch Brot und Wein und den Ritus. Ist

das gar ein Liebesdienst von Jesus an uns? Ja; vielleicht

sind wir angesteckt von seiner Liebe, wenn wir nach dem

Abendmahl auseinandergehen und können dann selbst

von dieser Liebe weiterreichen! Wenn das kein schöner

Dienst ist.

Und dann ist da noch der Schlusssegen, für viele bestimmt

wie ein Geschenk Gottes empfunden. Hände geöffnet,

Brust geweitet, fließt in uns die Zusicherung: Gott

ist gnädig und wir stehen unter seinem Schutz.

Bestimmt gibt es noch weitere Gedanken und Zusammenhänge,

an die ich bisher nicht gedacht habe. Und bei all

dieser Vielseitigkeit und Reichhaltigkeit an Diensten und

Verehrungen bedaure ich jene Italiener, deren Region für

Gottesdienst den schlichten Begriff »le funzioni« geprägt

hat: »Funktionen«.

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himmel und erde | Juli – Oktober 2011


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Kann man Glauben säen?

oder:

unter welchen Aspekten wird heute

über Kindergottesdienst nachgedacht?

Viele von uns haben vielfältige und schöne Erinnerungen

an ihren eigenen Kindergottesdienst. Doch

der Kindergottesdienst von heute unterscheidet sich in

manchem von dem, was wir früher erlebt haben. Heute

sprechen wir nicht mehr nur davon, was wir Kindern mitgeben

können, was wir ihnen vermitteln wollen. Sondern

wir fragen uns auch, was wir von den Kindern bekommen.

Eine Grundvoraussetzung dafür, dass wir dies annehmen

können, ist, dass wir Kindheit nicht nur als Vorstufe zum

wirklichen Menschsein sehen, sondern die kleinen Personen

genauso ernst nehmen wie die großen. Das mag

manchen vielleicht selbstverständlich vorkommen. In der

Theologie und in der Kirche ist das aber tatsächlich ein

recht junger Gedanke. Lange wurde das Kind als noch

nicht vollständiger Mensch gesehen.

Inzwischen stellt der Theologieprofessor und Pfarrer Wilfried

Härle sogar die umgekehrte Frage, »ob die Kindheit

eine Entwicklungsform des Menschseins sein könnte, die

über Möglichkeiten verfügt, die später wieder verloren gehen

…«. Das würde dann heißen, dass wir nur dann eine

vollständige Theologie betreiben können, wenn wir uns

durch die Kinder diese Dimensionen des Kindseins wieder

in das theologische Nachdenken und unsere Gottesdienste

hineinholen. Er interpretiert damit das, was Jesus

gemeint haben könnte, als er sagte: »Lasst die Kinder

zu mir kommen. Wehret ihnen nicht. Wahrlich ich sage

euch, wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind

wird nicht hineinkommen.« (Mk 10,15 parr.) Für W. Härle

weist Kinderglaube sogar »Züge des Vorbildhaften« auf,

da Kinder »einen besonders authentischen, vorbehaltlosen,

umfassenden Zugang zum Glauben haben oder zumindest

haben können«.

Durch diese neue Blickweise ist ein entscheidender Perspektivwechsel

in die Kindergottesdienstlandschaft eingetreten.

Dabei richtet sich die seit ca. 20 Jahren etablierte Methode

der »Kindertheologie« weniger an die »unwissenden«

Kinder, denen man jetzt das erzählt, was richtig ist. Sondern

leitend ist das Interesse an den Gedanken der Kinder

und nicht das Interesse, die Kinder zu belehren.

Die Kindertheologie nimmt die Kinder mit ihren religiösen

Vorstellungen und Fragen selber ernst. Sie werden ermu-

tigt, eine Geschichte zu entdecken und mit eigenen Inhalten

sowie mit Fragen zu füllen. »Was meint ihr, was fehlt

denn noch nach den sechs Schöpfungstagen, an was hat

Gott noch nicht gedacht, was hat er vielleicht übersehen?«

Antwort: »Die Häuser«. Ein anderes Kind: »Aber die werden

doch von Menschen gebaut«. Ein drittes Kind »Es

fehlt gar nix«… . So lernen die Kinder, sich mit den Inhalten

der Geschichten auseinander zu setzen von ihren eigenen

Bildern, aber auch von ihren Fragen zu erzählen. Ein

Kind sagte zum Beispiel, als wir die einzelnen Stationen

der Ostergeschichte miteinander besprochen haben und

an Karfreitag angekommen waren: »Das mit dem Kreuz an

Ostern, das hat der böse Gott gemacht, der Teufel«. Ein

anderes Kind: »Den Teufel gibt es doch gar nicht«. Pfarrerin:

»Ich glaube, das hat gar nicht Gott gemacht, sondern

die Menschen haben Jesus ans Kreuz geschlagen.« Anderes

Kind: »Ja die Römer, die waren das.« So lernen die

Kinder, sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen.

Die Geschichten selber sind offen für die Interpretationen

der Kinder, für ihren eigenen Verstehenszusammenhang.

Die Kindertheologie geht davon aus, dass »wenn Theologie

das Nachdenken über Gott ist, dann sind auch Kinder

schon Theologen, denn sie denken eigenständig über Gott

nach«.

Der Kindergottesdienst von heute nimmt Kinder somit

als eigenständig denkende und fragende Personen wahr.

Die Kinder lernen die Welt und sich selbst in Beziehung zu

Gott kennen und erfahren christliche Sprach- und Handlungsfähigkeiten.

Dabei sind vor allem drei Aspekte wichtig:

1. Zum einen gehört dazu, dass die Kinder Worte und

Gesten für das Beten zu Gott suchen und finden können.

Sei es im Nachsprechen eines Psalm, im gemeinsamen

Vaterunsergebet oder in eigenen Gebetsformulierungen

– Kinder lernen ihren Glauben vor Gott und vor anderen

Menschen zu verbalisieren und auszudrücken.

2. Dabei ist es zum anderen wichtig, dass sie sich selber

eingebettet in eine Erzählgemeinschaft erfahren. Ihre Welt

und das Leben können sie mit Hilfe biblischer Geschichten

deuten. In der jüdisch-christlichen Tradition ist das Erzählen

der Glaubensgeschichten die Methode der Tradierung


gewesen. Im Nacherzählen all dieser Geschichten, in der

Identifikation mit den handelnden Personen, gelingt es

den Kindern eigene Vorbilder zu finden und selber Trost in

bedrückenden Erfahrungen im eigenen Leben zu erfahren.

Auch heute noch ist die Methode das Erzählen von seinem

Glauben in Bildern und Geschichten. Das weiterzugeben,

was Kinder stark macht, sie tröstet, sie aufrichtet, ihnen

Mut zuspricht und sie erfreut.

3. Und schließlich sind es die Rituale, die Übergänge gestalten

und erleichtern. Rituale, die das Kirchenjahr gestalten,

helfen den Kindern, die Zeit zu strukturieren und der

religiösen Bedeutung der einzelnen Feste für ihr Leben

nachzuspüren. Seien es die kirchenjahreszeitlichen Feste

wie Erntedank, die Advents-und Weihnachtszeit und die

Passionszeit oder auch Tauferinnerungsgottesdienste

oder kleine Segensrituale zum Abschluss eines Gottesdienstes.

Immer geht es um den Bezug zum eigenen Leben,

um die Frage, wo ressoniert etwas, wo können sich

die Kindern einfinden und einfühlen, sich stärken und beleben

lassen für ihr Leben.

Abschließen möchte ich meine Überlegungen mit einem

Bild von Jesu, das mich in der letzten Zeit begleitet hat.

Jesu spricht im Gleichnis vom Sämann davon, dass der

gesäte Glaube neben Dornen und karger Erde auch auf

fruchtbaren Boden fallen kann. Dass er aber wirklich aufgeht,

wächst, groß wird und sich verströmt, das liegt nicht

in unserer Macht, sondern in Gottes Hand.

Pfarrerin Monika Kreutz

Zwerge, Bären und mehr

von Etta Duckert

Im Kühlschrank sitzen (Frucht)Zwerge und in Verstecken

hausen (Gummi)Bären, wir haben eine Enkeltochter,

und das ist schön!

Sie wohnt in Frankfurt und ist oft zu Besuch in Wiesbaden,

das ist auch schön!

Gern geht sie in die Lutherkirche. Ein Erlebnis, an das sie

sich ganz genau erinnert, ist der Weihnachtsgottesdienst

2009, den der damalige Vikar Krieger gestaltete: Die Kinder

durften auf Kissen im Altarraum sitzen, kleine Schäfchen

vom Feld zur Krippe tragen und mit den Händen den

Stall formen.

Ein Jahr später war sie bei der Lichterfeier in der Kirche

und bekam vom scheidenden Herrn Krieger eine Kerze mit

auf den Weg nach Hause. Als sie im Dezember mit mir

zusammen die Weihnachtsnummer der Lutherkirchenzeitung

betrachtete, strahlte sie, als sie das Abschiedsfoto

von Markus Krieger sah und rief: » Das ist ja der Krieger!«.

Sehr gern ist sie in den letzten vier Tagen vor Weihnachten

mit in das Pützer-Zimmer gegangen, schon die Kerzen

draußen vor dem Kircheneingang haben ihr gefallen, genau

so wie die Wärme und Gemütlichkeit, die vielen roten

Kerzen beim Vorlesen der Geschichten und das Singen.

Die Süßigkeit aus der Schatzkiste zum Schluss war gar

nicht so wichtig, sehr wichtig aber, dass sie zuletzt auch

beim Kerzenauspusten helfen durfte.

In Frankfurt gibt es in der Straße, in der sie wohnt, eine katholische

Kirche, in die sie auch gern ab und zu geht. Neulich

haben wir für die kranke Mama eine Kerze angezündet,

das hat ihr gefallen. Ein anders Mal fand in der Kirche

ein Spätnachmittagsgottesdienst statt, die Orgelmusik

zog sie magisch an, sie wollte wieder eine Kerze anzünden,

diesmal für ihre Tante in Berlin, Begründung: »Sie

sorgt immer so gut für mich.« Das stimmt, die Tante hatte

ein paar Tage zuvor gerade ein Päckchen geschickt. In der

Kirche war sie mucksmäuschenstill, machte es sich gemütlich

und hängte Mütze und Schal an die Haken, die eigentlich

für Handtaschen gedacht sind. Ganz konzentriert

lauschte sie der Musik, dem Singen der Gemeinde und beobachtete

genau, was Pfarrer und Messdienerin machten.

Leider konnte ich ihr nicht erklären, was der Mann in den

kleinen Schrank einschloss und warum er mit einem Tuch

einen Becher auswischte, die Antwort musste ich schuldig

bleiben und überlege, dass es wohl gut wäre, mich für

künftige Fragen zu präparieren.

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himmel und erde | Juli – Oktober 2011


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V E RANSTAL TUNGE N

himmel

erde

V E RANSTAL TUNGE N

Bericht aus dem

Kirchenvorstand

Danket dem Herrn und rufet an seinen Namen;

verkündigt sein Tun unter den Völkern!

Singet und spielet ihm, redet von seinem Wundern!

Rühmet seinen heiligen Namen;

es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen!

Psalm 105, 1–3

Oft fällt es schwer, oft wird es sogar vergessen, es bleibt

im Hintergrund und ist so unsagbar wichtig … Dank sagen,

Dankbarkeit ausdrücken. Im Psalmwort ist der Dank

an Gott, Vater, Jesus Christus gemeint, ich möchte es erweitern

auf unseren Nächsten unsere Mitarbeiter/Innen

auf die, mit denen wir Kontakt haben, tagtäglich zu tun

haben. Bei »Singet« denke ich zuerst an unseren Chor

und bei »Rühmet« fallen mir sofort unsere PfarrerInnen

ein. Aber ich denke auch an die ErzieherInnen in unseren

Kindertagesstätten und die vielen helfenden Hände in unserem

Gemeindealltag. Gott sei Dank, Herzlichen Dank!

Nun steht es fest, der neue Dekan Dr. Martin Mencke

kommt nach Wiesbaden. Wir freuen uns, er wird in das

ehemalige Pfarrhaus der Lutherkirchengemeinde, in die

Sartoriusstraße 14 einziehen und wünschen uns ein gutes

Miteinander mit unserer Lutherkirchengemeinde. HERZ-

LICH WILLKOMMEN!

Der Kirchenvorstand hat nachgewählt und wir dürfen mitteilen,

dass Herr Hartmut Sager und Herr Niels Weigelt

die Wahl angenommen haben. Herzlichen Dank! Wir wünschen

Ihnen für die vielfältigen Aufgaben Freudigkeit und

Tatkraft und Gottes reichen Segen.

Unser Jubeljahr geht in die Endphase und hat in den Monaten

August, September und Oktober wunderbare Veranstaltungen

vorgesehen. Nach einem erholsamen Sommerurlaub

geht es noch einmal so richtig rund bei »Luther«.

Den Abschluss bildet das Festkonzert am Samstag, 29.Oktober

und der festliche Gottesdienst am 30. Oktober.

Wir freuen uns,

herzliche Grüße

Ihr Werner Ott

UND

100 Jahre Lutherkirche

Wir feiern weiter – und wir hoffen, dass Sie mit uns feiern!

Nach der Sommerpause, die wir zur Renovierung der

Walcker-Orgel nutzen, laden wir zum Sommerfest der Lutherkirchengemeinde

ein: Ein Familiengottesdienst, eine

Orgelführung für Kinder mit »Luki«, der Kirchenmaus, ein

buntes Programm und eine Zeitreise durch die vergangenen

hundert Jahre sind geplant. Feiern Sie mit uns!

Der Architekt Friedrich Pützer hat außer der Lutherkirche

eine Reihe weiterer Kirchen in der Region konzipiert.

Wir wollen sie besichtigen! Kommen Sie mit uns zu einer

Tagesfahrt zu einigen Pützer-Kirchen über Mainz Mombach

(die Friedenskirche von einem Schüler Pützers wird

heuer ebenfalls 100 Jahre alt) und weitere Orte im Rheinhessischen

bis nach Worms. Die Fahrten finden statt am

27. August und am 27. September und kosten jeweils

€ 25,–. Wir bitten um baldige Anmeldung.

Außerdem stehen noch zwei Gottesdienste mit ehemaligen

Pfarrern unserer Gemeinde aus: Am 11. September

dürfen wir Prof. Dr. Peter Scherle auf unserer Kanzel begrüßen

und am 9. Oktober Pfr. i. R. Dr. Ohly.

Dann am Mittwoch, dem 21. September das dritte »Forum

Lutherkirche« in diesem Jahr: Zeitzeugen berichten

aus vielen Jahrzehnten Erfahrungen mit und in der Lutherkirchengemeinde.

Wir erwarten spannende Berichte!

Und es gibt noch eine Ausstellung: Am 1. Oktober

wird um 18 Uhr die Ausstellung »Menschen der Lutherkirche«eröffnet

und kann einen Monat lang besichtigt

werden. Schauen Sie auf die vielen Fotos, entdecken Sie

bekannte und unbekannte Gesichter …

Wenn dann die Walcker-Orgel renoviert und der restaurierte

und modernisierte Spieltisch fertig ist, laden wir zu

einem Orgelkonzert ein, das die Potenziale des Instruments

aufzeigen will. Freuen Sie sich mit uns über das

Konzert für Orgel und Orchester am 9. Oktober!

Schließlich kommt der feierliche Abschluss unseres Jubeljahres:

Das große Festkonzert mit der »Messe in h-moll«

von J. S. Bach am 29. Oktober und der Festgottesdienst

am 30. Oktober. Wir freuen uns, wenn alle, die sich der

Lutherkirche verbunden fühlen, zusammen kommen, mitfeiern

und dankbar auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr

zurückschauen.

»Ein feste Burg« – vom Lutherkirchenbuch von Manfred

Gerber und Friedrich Windolf sind noch einige Exemplare

vorhanden … Sie können das Buch zum Preis von € 14,80

im Gemeindebüro (noch) erwerben.


Der 1. Schultag …

… ist immer aufregend und mit großen Erwartungen verbunden.

Es beginnt ein neuer, nicht unbedeutender Schritt im Leben eines

Kindes. Neben aller Vorfreude und Spannung können auch Ängste

und Sorgen drücken, sowohl bei den Kindern, als auch bei den Eltern.

Zu einem ökumenischen Schulanfängergottesdienst, den die evangelische

Lutherkirchengemeinde und die katholische Liebfrauengemeinde zusammen

feiern, wollen wir Sie und Ihre Kinder herzlich einladen. Wir wollen

Ihnen anbieten, Ihre Freude und Ihre Sorge Gott anzuvertrauen und Ihre

Kinder für den neuen Start segnen zu lassen.

Zeit: 9. August 2011 um 9.00 Uhr

Ort: Lutherkirche

Programm in der Lutherkirche

� 18.00 Uhr: Vespergottesdienst mit gregorianischen Gesängen

mit Mitgliedern des Bachchors Wiesbaden

� 18.45 Uhr: Turmblasen

Der Posaunenchor spielt Choräle und mehr vor dem Turm

� 19.00 Uhr: Kirchenführungen

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� 20.00 Uhr: »Töne und Texte«

Lesung und Musik

Die Nacht der Kirchen am Freitag,

dem 2. September 2011

� 21.00 Uhr: »Best of Bach«

Die Orgel war das Lieblingsinstrument J.S. Bachs,

das er mit einer Vielzahl wunderbarer Kompositionen

bedachte.

Kantor Jörg Endebrock spielt einige der beliebtesten

dieser Orgelwerke, u.a. die berühmte Toccata in d-Moll.

� 22.15 Uhr: »Tanz – Klang – Raum«

Ein Tanz-Experiment im Raum der Lutherkirche

mit Musik-Improvisation der Band »fischer & friends«

� ab 20.30 Uhr: Turmführungen mit

Blick auf das nächt liche Wiesbaden

� von 18.00 bis 22.30 Uhr:

� ��� �����������������������Bistro »Luther« mit Speisen und

Getränken zu zivilen Preisen!

… Eine ideale Möglichkeit, sich auszuruhen und

miteinander ins Gespräch zu kommen …

Tag des

offenen Denkmals

am 11. September 2011

Die Lutherkirche ist von

10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet

12.30 Uhr: Kirchen- und

Turmführung

16.00 Uhr: Kirchen- und

Orgelführung

Deutscher Schwerhörigenbund

Ortsverein Wiesbaden e.V.

Seit vielen Jahren zu Gast in der

Lutherkirchengemeinde

Unser Programm in der Lutherkirche:

Freitags ab 15.30 Uhr

Juli 2011 Sommerpause

12.08.2011 Offenes Treffen

19.08.2011 Mundabsehtraining

26.08.2011 Miniausflug

02.09.2011 Mundabsehtraining

16.09.2011 Thema noch offen

23.09.2011 Offenes Treffen

30.09.2011 Infonachmittag

07.10.2011 Mundabsehtraining

28.10.2011 Offenes Treffen

Gäste sind herzlich willkommen!

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V E RANSTAL TUNGE N

himmel und und erde erde | Juli | März – Oktober – Juni 2011


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V E RANSTAL TUNGE N

Fotos 100 Jahre Lutherkirche

Am 30. Oktober beschließen wir mit einem festlichen

Gottesdienst die Feierlichkeiten zum Jubeljahr »100 Jahre

Lutherkirche«.

Viele schöne Erlebnisse gab es schon, einige kommen

noch.

Im Oktober wird es u.a. eine Ausstellung zu »Menschen

der Lutherkirche« geben. Viele unterschiedliche Menschen

haben die Lutherkirche gestaltet – sie erdacht, erbaut, verändert,

sie mit ihrem Wort, ihrer Musik, ihrer Arbeit erfüllt.

Die Ausstellung zeigt Menschen, die die Lutherkirchengemeinde

ganz unterschiedlich geprägt haben, Zeitzeugen

mit einer bewegten Geschichte.

Sommerfest der Lutherkirchengemeinde

am Sonntag, 14. August 2011

Auch im Jubiläumsjahr beginnt das jährliche Sommerfest

der Lutherkirchengemeinde um 10 Uhr mit

einem fröhlichen Gottesdienst für Kinder und Erwachsene.

Im Anschluss an den Gottesdienst zeigen Jörg Endebrock

und Luki, die Kirchenmaus, wie die Klais-Orgel funktioniert

– eine Orgelführung, nicht nur für Kinder.

Am Nachmittag präsentieren sich verschiedene Gruppen

der Gemeinde mit einem kleinen Programm. Bei Steak,

Würstchen und später dann Kaffee und Kuchen lässt es

sich im Kirchhof (bei schlechtem Wetter im Luthersaal)

gut verweilen.

Neben dem Flohmarkt und dem Stand »Brot für die Welt«

wird es in diesem Jahr auch einen Stand geben, an dem

diverse Artikel der Lutherkirche zu erwerben sind. Sie haben

z.B. unser Buch zum Jubiläum noch nicht? Dann wird

es höchste Zeit! Denn die Auflage ist begrenzt. Oder Sie

wollten sich schon immer mal von der Kuppel der Lutherkirche

beschirmen lassen? Kein Problem. Die ein oder andere

Festschrift fehlt noch? Einige wenige Exemplare gibt

es noch zu erwerben!

Das Wichtigste: Lassen Sie sich einladen! Kommen Sie und

feiern mit uns das Sommerfest 2011!

Und auch heute noch gibt es so viele Menschen, die das

Gesicht unserer Lutherkirche(ngemeinde) ausmachen.

Auch sie sollen zu sehen sein. Viele haben bei den unterschiedlichsten

Veranstaltungen im Jubeljahr Fotos

gemacht. Es wäre schön, wenn Sie uns diese (in digitalisierter

Form) zur Verfügung stellen könnten – zum einen

für unser Fotoarchiv, zum anderen für eine Fotowand des

Jubeljahres, die wir bei der Ausstellung im Oktober zeigen

wollen. Sie können uns die Fotos gebrannt auf einer CD

oder per Email an u.kuhn@lutherkirche-wiesbaden.de zukommen

lassen.

Haben Sie vielen Dank dafür!

Programm

10.00 Uhr Gottesdienst

mit Kindern und Erwachsenen

11.15 Uhr Sonntags-Matinee:

Orgelführung für Kinder, mit Jörg

Endebrock und Luki, der Kirchenmaus

12.00 Uhr Eröffnung im Kirchhof

Mittagessen: Grill, Salatbar, Suppe,

Kaffee und Kuchen

Markt mit Artikeln der Lutherkirche,

Flohmarkt

Spiele für Groß und Klein

Stand »Brot für die Welt« mit Verkauf von

fair gehandeltem Kaffee und anderen

Produkten aus dem »Eine-Welt-Laden«

Wiesbaden

Ab 13.00 Uhr buntes Programm

u.a. Kinderprogramm, Präsentation

verschiedener Gemeindegruppen,

Kicker-Turnier, Coktail-Bar

Ab 14.00 Uhr Turmbesteigungen: Blick auf Wiesbaden

(jeweils zur vollen Stunde)

Ab 14:30 Uhr Musik aus einem Jahrhundert

Für das Kuchenbuffet bitten wir noch um Ihre Spende!


KÜHLSCHRANK NOTIZEN

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V E RANSTAL TUNGE N

himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2011


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V E RANSTAL TUNGE N

MUSIK IN DER LUTHERKIRCHE

Kantaten-Gottesdienste, Konzerte und Matineen

Freitag, 5. August, 20.00 Uhr

im Rahmen des Rheingau Musik

Festivals

»Song of Songs«

Vokalensemble Stile Antico

(Großbritannien)

Das Ensemble Stile Antico verzaubert

Presse wie Publikum gleichermaßen.

Das jedenfalls bewiesen die jungen britischen

Sänger bereits mit ihrem ersten

Besuch im Rheingau. »Sie entfalten

einen saftigen, dabei trennscharfen

Vollklang, der bis zum himmeldurchdringenden

Forte reichen konnte«,

rezensierte die Frankfurter Allgemeine

Zeitung 2009. Viele ihrer Aufnahmen

wurden mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet.

So auch die CDEinspielung

»Song of Songs«, die 2009 den Grammophone

Award für Early Music erhielt

und sogar mehrere Wochen an der

Spitze der US Classical Charts stand.

Eintritt: 27/21/15 Euro (Karten nur

über das Rheingau-Musik-Festival)

1. Wiesbadener Orgel-Sommer

In diesem Jahr findet erstmals ein

ökumenischer Orgelsommer in

Wiesbaden statt.

Diese Veranstaltungsreihe ist eine

Kooperation zwischen Marktkirche,

St. Bonifatius und der Lutherkirche.

Sonntag, 7. August, 20 Uhr,

Marktkirche

I. Orgelsinfonik aus Frankreich

Jörg Endebrock spielt Werke von

Widor, Vierne und Bonnal

Eintritt: 8 Euro

Sonntag, 14. August, 11.15 Uhr,

Lutherkirche

Orgelführung für Kinder

Mit Jörg Endebrock und Luki, der

Kirchenmaus

Eintritt frei

Sonntag, 14. August, 20 Uhr,

St. Bonifatius

II. Orgelwerke im Schatten der

Großmeister

Thomas J. Frank spielt Werke von

Stanley, Ketelbey, Kuchar, Pasini u.a.

Eintritt: 8 Euro

Sonntag, 21. August, 20 Uhr,

Lutherkirche

III. Orgelmusik mit Pfiff für

4 Hände und 4 Füße

Elisabeth Maranca & Andreas

Karthäuser spielen Werke von

Saint-Saëns, Langlais, Reveyron u.a.

Eintritt: 8 Euro

Sonntag, 28. August, 20 Uhr,

Marktkirche

IV. Hommage à Franz Liszt

Gabriel Dessauer spielt die drei

großen Orgelwerke

von Franz Liszt

Eintritt: 8 Euro

Sonntag, 4. September, 20 Uhr,

Lutherkirche

V. I sette peccati mortali

(Die sieben Todsünden)

Klaus Uwe Ludwig spielt die

Uraufführung

seiner »Symphonischen Skizzen«

nach Holzschnitten von Pieter

Brueghel d. Ä.

Eintritt: 8 Euro

Sonntag, 11. September, 16 Uhr

Lutherkirche

Orgelführung mit Jörg Endebrock

Eintritt frei

Sonntag, 11. September, 20 Uhr,

St. Bonifatius

VI. In memoriam 11. September 2001

Hans Uwe Hielscher spielt Werke

amerikanischer Komponisten

Eintritt: 8 Euro

Sonntag, 11. September, 11.15 Uhr,

Bachsaal

Sonntagsmatinee – Liedrecital

„Es lauschten leis die Wälder“

Lieder zum Thema »Wald« von

Brahms, Pfitzner, Schubert und

Schoeck

Christian Glosemeyer, Tenor

Dominik Hermann, Bariton

Jörg Endebrock, Klavier

Wenn es einen Begriff gibt, der die

Sehnsüchte der romantischen Dichter

in besonderem Maße bündelt, dann ist

es der »Wald«. Verschiedene Lieder zu

diesem urromantischen Topos erklingen

in dieser Matinee.

Eintritt frei

Sonntag, 18. September, 10 Uhr

Gottesdienst mit musikalischem

Schwerpunkt

Mit dem Bachchor Wiesbaden

Nähere Informationen immer auf der

website des Bach-Chors Wiesbaden:

www.bach-chor-wiesbaden.de


Konzert

»100 Jahre Walcker-Orgel»

Zusammen mit der Kirche wurde

sie im Jahr 1911 eingeweiht und ist

als Denkmal von nationaler Bedeutung

eingestuft: die symphonische

Walcker-Orgel vorn in der Kirche.

Im Sommer 2011 wird sie generalüberholt

und erhält einen neuen

Spieltisch. Das ist Grund genug für

ein festliches Konzert, das die Vielseitigkeit

und Klangschönheit des

Instrumentes demonstriert:

Sonntag, 9. Oktober, 17 Uhr

I. ORGEL UND ORCHESTER

Einweihungskonzert für den neuen

Spieltisch der Walcker-Orgel

Werke für Orgel und Orchester von

Rheinberger, Poulenc u. a.

Jörg Endebrock, Orgel

Bachorchester Wiesbaden

Leitung: Marktkirchenkantor Thomas

J. Frank

Eintritt: 12 Euro

Samstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr

Festkonzert »100 Jahre Lutherkirche«

J. S. Bach: Messe in h-Moll, BWV 232

Trine Wilsberg Lund, Sopran

Franz Vitzthum, Altus

Gerd Türk, Tenor

Raimund Nolte, Bass

Bachchor Wiesbaden

Bachorchester Wiesbaden auf

Barock instrumenten

Leitung: Jörg Endebrock

Die h-Moll Messe gilt als der Gipfelpunkt

der geistlichen Chormusik des

Abendlandes.

Als Höhepunkt und Abschluss der

Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr führt

der Bachchor das Werk seines Namengebers

mit international renommierten

Solisten auf.

Eintritt: 30/25/20/15/10 Euro

Und wie geht es weiter ohne Zivi?

Seit Januar 2011 beträgt der Zivildienst nur noch 6 statt bisher 12 Monate

und ab dem 1. Juli wird aufgrund der Aufhebung der Wehrpflicht auch die

Zivildienststelle der Lutherkirche ganz wegfallen. Vom Zivildienstleistenden

(Zivi) wurden bisher wöchentlich einzelne Senioren gegen Zahlung eines geringen

Entgelts betreut: Zum Beispiel als Begleitung bei Spaziergängen, der

Übernahme von kleineren Einkäufen oder beim Vorlesen. Daneben hatte der

Zivi in der Gemeinde bei Bedarf auch Küsterdienste zu versehen und übernahm

Urlaubsvertretungen im Gemeindebüro. Finanziell wurde diese Stelle

vom Bundesamt für Zivildienst (BfZ) getragen und zusätzlich zu fast gleichen

Teilen von der Gesamtgemeinde und der Lutherkirchengemeinde. Zum Gemeindeanteil

leistete in den letzten Jahren der Verein Evangelische Frauen der

Lutherkirche e.V. einen nicht unerheblichen Betrag.

Nun wird diese Stelle also wegfallen. Um die weitere Vorgehensweise zu planen,

ermittelte der Personalausschuss des Kirchenvorstandes zunächst den

Bedarf an Aufgaben für den Zivi. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Aufgaben

für die Zivistelle in den letzten Jahren stark verändert haben:

n So ist der Bedarf für die Seniorenbetreuung massiv zurückgegangen. Das

hängt unter anderem mit der verbesserten Beratung durch die Stadt (z.B.

»Selbständiges Leben im Alter«) zusammen und den verbesserten Unterstützungsangeboten

von mobilen Krankenpflegediensten.

n Dagegen haben die Küstertätigkeiten, die Unterstützung bei Veranstaltungen

oder als Urlaubsvertretung des Küsters zugenommen. Die Lutherkirche

führte gerade in diesem Jahr aufgrund der 100-Jahr-Feier sehr viele

besondere Gottesdienste und Veranstaltungen durch.

n Die Urlaubsvertretung im Gemeindebüro (z.B. die Erledigung von E-Mail-

Verkehr, Abhören des Anrufbeantworters oder die Erledigung von Zahlungsverkehr/Überweisungen)

ist zurückgegangen, denn sie wird im Zuge der anhaltenden

Technisierung zunehmend von den Pfarrern direkt übernommen.

Wie kann es nun weitergehen? Die Gemeinde hat in den letzten Jahren vor

allem im Personalbereich viele Einsparungen vornehmen müssen. Bei allen

Überlegungen muss daher darauf geachtet werden, den bestehenden Personalschlüssel

nicht zu erhöhen. Der Kirchenvorstand hat sich dazu entschlossen,

auf Dauer die Seniorenbetreuung weiter zurückzufahren. Gerne werden aber

drei Pfarrer und das Gemeindebüro bei Anfragen unterstützend beraten und

Kontakte zu den entsprechenden Institutionen herstellen.

Der derzeitigen Zivi wird auf 400,– Euro-Basis bis auf weiteres beschäftigt, um

die laufende Betreuungen und die Arbeiten zu gewährleisten.

Der anfallende Bürodienst in der Urlaubszeit wird von den jeweilig zuständigen

Pfarrern übernommen. Eine Schließung des Gemeindebüros in dieser Zeit hat

sich als machbar herausgestellt.

Für Veranstaltungen sind unterstützende Maßnahmen angedacht, z.B. die Bildung

eines verlässlichen Helferteams für das Auf- und Abbauen der Podeste

bei Konzerten. Hier werden noch Freiwillige gesucht.

Der Kirchenvorstand geht davon aus, durch diese Entscheidungen und Aufgabenverteilungen

die Lücke aus dem Wegfall der Zivildienststelle gut schließen

zu können.

Elle Krack-Roberg

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himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2011


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GOTTESDIENSTE

n Juli 2010

3. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

mit Abendmahl

Pfarrerin Kreutz

6. Juli, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

10. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Schröher

17. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Kirchenrat Pfr. Dulige

24. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Thedens-Jekel

31. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrerin Kuhn

n August 2010

3. August, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

6. August, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

7. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst zur Jubiläumskonfirmation

Pfarrerin Kreutz

9. August, Dienstag, 9.00 Uhr

Ökumenischer Schulanfangsgottesdienst

in der Lutherkirche

Pfarrer Thedens-Jekel

Pastoralreferentin Hering

Erzieherinnen und Kinder der

Kita Käthe

14. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Familiengottesdienst zum Sommerfest,

anschließend Matinee: Orgelführung

für Kinder

Pfarrer Thedens-Jekel

21. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Thedens-Jekel

28. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee und

Turmführung

Pfarrerin Kuhn

n September 2010

3. September, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

4. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

mit Abendmahl

Pfarrerin Kreutz

7. September, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

11. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

(»Ich schäme mich des Evangeliums

nicht«)

Gastpredigt von Prof. Dr. Scherle

Pfarrerin Kuhn

18. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit musikalischem

Schwerpunkt

Pfarrer Thedens-Jekel

25. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee,

und Kirchen- und Turmführung

für Kinder

Pfarrerin Kuhn

n Oktober 2010

1. Oktober, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

2. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Familiengottesdienst zum

Erntedankfest

mit Abendmahl

Pfarrerin Kreutz

5. Oktober, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht

im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

9. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

(»Ich schäme mich des Evangeliums

nicht«)

Gastpredigt von Pfarrer Dr. Ohly

Pfarrer Thedens-Jekel

16. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Thedens-Jekel

23. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee und

Turmführung

Pfarrerin Kreutz

30. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Festgottesdienst

Pfarrerin Kuhn, Pfarrerin Kreutz und

Pfarrer Thedens-Jekel

BIBELKREIS

Informationen und Gespräche

zu biblischen Geschichten

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89 06 73 25

20. 7. | 10. 8. | 14. 9. | 19. 10.

jeweils um 19.30 Uhr im Treffpunkt


KINDERKIRCHENTEAM

Treffen bitte bei Pfr. Thedens-Jekel

erfragen.

Tel.: 89 06 73 25

KINDERKIRCHE

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89 06 73 25

Jeden ersten Samstag im Monat von

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Beginn im Treffpunkt.

6. 8. | 3. 9. | 1. 10.

MORGENANDACHTEN

Ansprechpartner: Jörn Dietze

Tel.: 80 18 89

Mittwoch, 6. 7. | 3. 8. | 7. 9. | 5. 10.

jeweils 6.30 Uhr im Treffpunkt

mit anschließendem Frühstück.

Spenden für die

Lutherkirchengemeinde

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die

Lutherkirchengemeinde finanziell

zu unterstützen: Durch Bargeldspende

in den Gottesdiensten oder durch

Überweisung einer Spende auf

unser Konto Nr. 263818 bei der

Wiesbadener Volksbank (510 900 00)

(Spendenquittung möglich).

Zur Verstärkung der Lutherkirchenstiftung

nehmen Sie bitte Kontakt

mit dem Gemeindebüro auf. Nähere

Informationen finden Sie auch auf unserer

Internetseite www.lutherkirchewiesbaden.de.

Wir freuen uns über alle Beträge, seien

es Münzen oder Scheine, jeder

Cent ist willkommen!

Pfarrer Thedens-Jekel

Herzliche Einladung zum Meditativen Tanzabend

am Dienstag, dem 14. Juni 2010, 19.30 – 21.30 Uhr unter dem Motto

»Von der Geisteskraft bewegt!«

An diesem Abend lade ich Sie ein, sich mit Tänzen, Liedern und Texten

von der Geisteskraft, die an Pfingsten spürbar wird, begeistern zu lassen.

n Die eigene Kraft spüren

n Auftanken

n Einfache meditative Tanzschritte

n Sich dem Pfingstgeschehen hingeben und gestärkt in den Alltag gehen

Ort: Bachsaal der Lutherkirche

Leitung: Monika Kreutz, Pfarrerin, Tanztherapeutin, Tanzpädagogin

Wir bitten um kurze telefonische Voranmeldung bei Pfarrerin Monika

Kreutz, Tel. 0611/9277824

Email: Monikakreutz@t-online.de oder im Gemeindebüro.

R EFORMAT IONST AG

Reformationstag

31. Oktober 2011

Lutherkirche Wiesbaden

Mosbacher Str. 2, Am Gutenbergplatz

18.00 Uhr

Gottesdienst

mit Pfarrer Dr. Volker Jung,

Kirchenpräsident der EKHN

anschließend:

Festvortrag

Redner/in wird zu einem späteren Zeitpunkt

bekanntgegeben.

anschließend:

Empfang im Luthersaal

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen

und Nassau lädt zu dieser Festveranstaltung ein.

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himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2011


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KIRCHENMUSIK

Ansprechpartner: Jörg Endebrock

Tel.: 89 06 73 13

n Kinder- und Jugendkantorei

Dienstag, 15.00 – 15.30 Uhr

(Kinder 5–6 Jahre)

Dienstag, 15.45 –16.15 Uhr

(Kinder 5–6 Jahre)

Mittwoch, 15.00 – 15.45 Uhr

(Jungen 7–9 Jahre)

Mittwoch, 15.45 – 16.30 Uhr

(Mädchen 7–9 Jahre)

Mittwoch, 16.45 – 17.45 Uhr

(Kinder und Jugendliche

ab 10 Jahren)

n Bach-Chor Wiesbaden

Donnerstag, 19.45 Uhr

n Posaunenchor

Donnerstag, 19.30 Uhr

Ansprechpartner: Matthias Schädlich

Tel.: 0 611/1 35 50 14

REDAKTIONSTEAM

DER GEMEINDEZEITUNG

»HIMMEL UND ERDE«

Sitzungstermine bitte im Gemeindebüro

erfragen.

Tel.: 8 90 67 30

OFFENE LUTHERKIRCHE

Ansprechpartnerin:

Edith Mädche, Tel.: 1 37 45 95

In der Regel ist die Kirche täglich von

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Kollekten-BONS im Wert von

2€, 3€, 5€ und 10 €

können Sie in Bögen à 50 Euro

und 90 Euro gegen Barzahlung im

Gemeindebüro erwerben.

ANGEBOTE FÜR SENIOREN

UND SENIORINNEN

n Kontaktkreis

Ansprechpartnerin: Helga Schütz

Tel.: 80 95 76

Mittwoch,

27. 7. | 24. 8. | 28. 9. | 26. 10.

jeweils um 19.30 Uhr

n Samstagscafé

Gemütliches Beisammensein

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8 90 67 30

Samstag, 15.00 – 17.00 Uhr

n Treffpunkt

Ansprechpartnerin:

Hannelore Bensberg

Tel.: 37 11 67

Zusammensein bei Kaffee und

Kuchen, Plausch und Spielen

Donnerstag, 14.30 Uhr

(im Treffpunkt)

n Senior/innengymnastik

Ansprechpartnerin:

Annette Aschenbrenner

Tel.: 0 61 96/8 35 60

Donnerstag, 10.00 Uhr

im Bach-Saal

n Ruheständler

Gemütliches Beisammensein bei

Kaffee, Kuchen und interessanten

Vorträgen

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89 06 73 25

1 x im Monat um 15.00 Uhr

im Luthersaal.

1. 8. | 10. 10. | 12. 9.

5. 9. –9. 9. 2011, Fahrt nach

Merseburg

SPIELKREISE FÜR KINDER

UND ELTERN

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8 90 67 30

(alle Spielkreise sind offen)

Montag

17.00 – 18.30 Uhr (Schmusekätzchen)

LITERATURKREIS

Ansprechpartner:

Dr. Winfried Duckert

Tel.: 01 77/2 75 73 79

11.07.11, 15.00 Uhr

Anton Tschechow

Erzählungen 1893 bis 1896

15.08.11, 15.00 Uhr

Österreichische Erzähler

Joseph Roth: Die Legende vom

Heiligen Trinker

16.05.11, 15.00 Uhr

Österreichische Erzähler

Joseph Roth: Der Leviathan

KONFIRMATIONSUNTERRICHT

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89 06 73 25

Dienstags

Gruppe I: 15.00 bis 16.30 Uhr

Gruppe II: 16.45 bis 18.15 Uhr

KONFI-TEAM

Mitarbeit im Konfirmationsunterricht

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89 06 73 25

FRAUEN DER LUTHERKIRCHE

Ansprechpartnerin:

Ulrike Brommer, Tel.: 37 95 50

n Frauenfrühstück im Vorraum

des Luthersaales

9. 7. | 13. 8. | 10. 9. | 8. 10.

jeweils um 9.30 Uhr

Ansprechpartnerin:

Susanne Regel, Tel.: 9 49 06 53

n Frauenhilfe

Bibelkreis der Frauenhilfe mit

Pfr. Thedens-Jekel

27. 7. | 24. 8. | 21. 9. | 26. 10.

jeweils um 15.30 Uhr


22

V E RANSTAL A N NTUNGE ZEIG EE N

Die Buchhandlung im Dichterviertel

mit dem individuellen Service:

Wir nehmen uns Zeit für kompetente und freundliche Beratung

und pflegen unsere Spezialgebiete: Kinderbücher,

aktuelle und bewährte Belletristik, Krimiliteratur, Kulinaria

Brigitte Endres-Grzybek · Niederwaldstraße 8 · 65187 Wiesbaden

Telefon 06 11/2 67 56 28 · www.erLesen-wiesbaden.de

Öffnungszeiten: Mo 15 –19 h · Di bis Fr 10–13 / 15 –19 h · Sa 10–16 h

Hebammenpraxis Renate Dahmen

Oranienstraße 21

65185 Wiesbaden

Tel: 0611/81 28 94 oder 0611/3 41 72 57

Hebammenpraxis-Dahmen@t-online.de

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KirchenFenster Schwalbe 6

Schwalbacher Straße 6

65185 Wiesbaden

Öffnungszeiten:

Montag 10 – 16 Uhr

Dienstag bis Freitag 10 – 18 Uhr

Evangelische Stadtkirchenpfarrerin

Annette Majewski

Telefon: 06 11/1 40 92 16

E-Mail: majewski-stadtkirchen arbeit

@web.de

schwalbe6@web.de

Was Sie bei uns finden:

Informationen rund um Kirche,

Cappuccino und mehr, Kircheneintrittsstelle,

Rat und Hilfe und

spezielle Veranstaltungen.

Infos unter: Tel. 06 11/1 40 92 16

Ihr Freundeskreis

Selbsthilfegruppe für Alkohol-

und Medikamentenabhängigkeit

Gruppenabende für

Betroffene und Angehörige

jeden Montag, 19.00 – 21.00 Uhr

im kleinen Gruppenraum

der Evangelischen Lutherkirche

Ansprechpartner:

Lothar Dittmar

Telefon: 01 77/6 57 08 82

n Seelsorger/innen

Pfarrerin Ursula Kuhn

(Geschäftsführung)

Telefon 89 06 73 26,

Mosbacher Straße 4

E-Mail:

u.kuhn@lutherkirche-wiesbaden.de

Pfarrer Volkmar Thedens-Jekel

Telefon 89 06 73 25,

Mosbacher Straße 4a

E-Mail: thedens-jekel@web.de

Pfarrerin Monika Kreutz

Telefon 9 27 78 24,

Nelkenweg 4a

E-Mail: monikakreutz@t-online.de

n Kirchenvorstand

Werner Ott (Vorsitzender)

Telefon 0 61 28/4 45 48

n Gemeindebüro

Gemeindesekretärin Bärbel Rathgeber

Telefon 8 90 67 30, Fax 89 06 73 11

Sartoriusstraße 16

E-Mail: lutherkirche-wi@t-online.de

Montag – Donnerstag

9.00 Uhr – 12.00 Uhr,

Mittwoch 15.00 – 18.00 Uhr

Freitag geschlossen

n Küster/in

Lothar Dittmar

Mobil 0177/6 57 08 82

Impressum: Die Kirchenzeitung der Lutherkirchengemeinde erscheint für jeweils vier

Monate im Auftrag des Kirchenvorstandes (Postanschrift: Gemeindebüro, s.o.)

Redaktion: Jörn Dietze, Etta Duckert, Ilona Dudas-Gürtler, Günter Meder,

Tanja Scharnhoop, Volkmar Thedens-Jekel

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.

V.i.S.d.P.: Kirchenvorstand der Lutherkirchengemeinde, Sartoriusstraße 16,

65187 Wiesbaden

Grafische Konzeption/Herstellung: RSRDesign Reckels & Schneider-Reckels, Wiesbaden

Druck: Druckerei Wilhelm & Adam, Heusenstamm

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

Marina Herkt

Mobil 0171/2 06 46 02

Gemeindetelefon 89 06 73 14

n Kirchenmusik

Jörg Endebrock

Telefon 89 06 73 13, Sartoriusstraße 16

E-Mail: endebrock@t-online.de

n Kindertagesstätten

Kindertagesstätte Käthe

Leiterin Susanne Schwieder

Telefon 84 46 31, Fax 9 85 42 44,

Roseggerstraße 6

E-Mail:

ev.kita-kaethe.wiesbaden@ekhn-net.de

Kindertagesstätte Pauline

Leiterin Sonja Strauch

Telefon 84 23 08, Fax 9 88 94 81,

Schiersteiner Straße 48

E-Mail:

ev.kita-pauline.wiesbaden@ekhn-net.de

Kindertagesstätte Sternenzelt

Leiterin Barbara Caesar

Telefon 84 00 65, Fax 9 88 12 12,

Klopstockstraße 35

E-Mail:

ev.kita-sternenzelt.wiesbaden@ekhnnet.de

n Bankverbindung

Wiesbadener Volksbank 263818,

BLZ 510 900 00

www.lutherkirche-wiesbaden.de

n Ehe- und Familienberatung: Rheinstr. 65, Tel. 3 60 91 25

n Haus für Frauen in Not (Frauenhaus): Tel. 80 60 50

n Wohngemeinschaft für Mutter und Kind: Kapellenstr. 82, Tel. 51 88 6

n Teestube für Wohnsitzlose: Dotzheimer Straße 3, Tel. 44 56 60

n Telefonseelsorge: 08 00/1 11 01 11 oder 08 00/1 11 02 22

n Kinder- und Jugendtelefon: 08 00/1 11 03 33, Mo – Fr 15.00 – 19.00 Uhr

23

I MPR E SSUM / IADR MPRE ESSE SSUM N/A/ NA N ZEIG ZEIGE NE

himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2011


24

Traum vom »Vaterunser«

von Tanja Scharnhoop

Vor kurzem in einem Taufgottesdienst

im Rahmen der Kinderkirche

der Lutherkirchengemeinde:

Der Pfarrer fragte die Kinder, wie viel

Wasser man denn benötige, um ein

Kind zu taufen. Die Antwort eines

kleinen Jungen lautete spontan und

sehr selbstbewusst: »Circa zweieinhalb

Liter!«

Es war schön zu erleben, dass die

Kinder keine Scheu hatten, sich am

Gottesdienst zu beteiligen. Viele Kinder

sprangen sogar auf und jubelten,

wenn ein gemeinsames Lied angekündigt

wurde, das sie gerne singen.

Die Kinder stellten Fragen, wenn sie

etwas nicht verstanden haben.

In manchen Gottesdiensten dürfen

die Kinder auch vorne im Altarraum

Platz nehmen. Sie sind ganz nah dran

und einfach aktiv dabei und dürfen

auf diese Weise Gottesdienste richtig

»erleben«.

Irgendwie erinnerte mich das sogar

an einen Gottesdienst, den ich vor

ein paar Jahren in New York besucht

habe: Dort rufen die Gemeindemitglieder

laut zustimmende Worte

mitten in die Predigt hinein oder sie

bekräftigen mit einem fröhlichen

»Halleluja!«. Was für mich zunächst

außergewöhnlich war, hat mich am

Ende beeindruckt. Die Teilnehmer

des Gottesdienstes lassen ihren Gefühlen

und Gedanken freien Lauf, sie

rufen laut ihren Glauben heraus. Alle

sollen es hören, Gott soll es hören! Es

gibt keinen Grund, sich zu verstecken.

Seither träume ich davon, in einem

Gottesdienst ein lautes und fröhliches

»Vaterunser« zu beten, weniger

»getragen«, vielleicht sogar mit

Bewegungen, wie es die Kinder tun.

Wer das mal ausprobiert, wird verblüfft

sein, wie sich das anfühlt.

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