pdf der aktuellen Ausgabe - moving

moving.now.at

pdf der aktuellen Ausgabe - moving

a l l e s r u n d u m s ü b e r s i e d e l n

3_2012

Helle Lebensfreude

Ins rechte

Licht gerückt

Schutz für Exoten

So überstehen Oleander & Co. den Winter 36

Denkendes Heim

Home Automation im Kommen 41

E 2,90 www.moving-now.at

P.b.b. Verlagsort 1050 Wien, 11Z039017M

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Guter Rat ist ...

Elisabeth, 28

Büffetkraft

Elisabeth lebt schon länger in Wien. In einer Single-Wohnung.

Doch das Haus wurde verkauft und die Miete angehoben. Um ihre

Mietrechte durchzusetzen, sucht sie Rat bei der Mieterhilfe der

Stadt Wien, die bei Fragen rund ums Wohnen rasch, kostenlos und

unbürokratisch hilft. Da sie bald mit ihrem Freund zusammenziehen

möchte, informiert sie sich auch beim Wohnservice Wien

über günstige Wohnungen. Perfekt, denn ein guter Mieterschutz

und bestes Service machen Wien zur Stadt fürs Leben.

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Mehr Infos unter www.wohnservice-wien.at

sowie unter www.mieterhilfe.at oder bei der

Service-Nummer „Alles rund ums Wohnen“:

01/4000-8000 (werktags von 8 bis 20 Uhr)

... unser

Job.

Alexandra, 33

Beraterin Mieterhilfe

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gut beraten

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© Robert Kneschke/fotolia.com, Messe Ried GmbH, IKEA, www.palais-principe.at

& kurz gut

Image-Check für Möbelbranche

Österreichs wichtigste Unternehmen

aus dem Bereich „Möbel- und

Einrichtungshäuser“ wurden heuer

im Juli 2012 vom Online-Markt- und

Meinungsforschungsinstitut

marketagent.com einem Image-

Bitte vormerken!

Umfangereiche Information zu den

Themen Bauen, Wohnen, Renovieren

und Energiesparen erhalten Sie hier:

12.–14. Oktober 2012: Häuslbauer messe

in Vösendorf, www.hausbaumesse.at

2.–4. November 2012: Häuslbauermesse

in Hollabrunn, www.hausbaumesse.at

9.–11. November 2012: Haus & Bau,

Messe für Wohnen, Bauen und

Renovieren in Ried, www.messeried.at l

Wir zahlen mehr

Der monatliche Aufwand pro Wohnung

ist im letzten Jahr gestiegen. Laut

einer Studie von Statistik Austria sind

die Österreicher bereit, für Mieten

bzw. Annuitäten und Betriebskosten

bei Eigentumswohnungen sowie eventuell

enthaltene Kosten

für Heizung,

Garagen- und

Abstellplätze

rund 410

Euro pro

Monat auszugeben.

Im

Jahr 2010 lag

der Wert nur

bei 399 Euro.l

Check unterzogen. Rund 1.000 Österreicher

zwischen 14 und 59 Jahren

nahmen an der Online-Umfrage

in Bezug auf ihre Einstellung zum

österreichischen Möbelhandel teil.

www.marketagent.com l

Was den Österreichern wichtig ist:

70,1 % Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

63,5 % Kompetentes Personal

62,1 % Freundlichkeit

51,3 % Eingehen des Personals auf persönliche Wünsche und Anliegen

51,1 % Große Auswahl

50,7 % Angenehme Einkaufsatmosphäre

news & tools

Österreichs teuerste Wohnung

Das ganze Jahr hindurch werden die

prunkvollen Palais von Wien, von denen

viele für Repräsentationszwecke genützt

werden, von Touristen bewundert und

bestaunt. Will man in einem solchen

residieren, muss man tief in die Tasche

greifen. 18 Nobelwohnungen werden

derzeit im Palais Principe am Hohen

Markt im ersten Bezirk in Wien fertiggestellt.

Käufer haben sich bereits lange

Lebenslichter

Licht spendet Lebenskraft,

am Arbeitsplatz

und daheim wie in

der Natur. Doch nicht

jede Lampe erfüllt

die Anforderungen an

eine korrekt ausgeleuchtete

Lichtinsel:

Die richtige Kombination macht’s

aus (siehe Seite 22). Auf Wunsch

(und Tastendruck) kann das Wohn-

Licht ebenso wie die Heizung (und

so ziemlich alles im Durchschnittshaushalt)

automatisiert oder zumindest

zentral fernbedient werden.

Viel davon gibt’s schon im Handel,

einiges muss allerdings noch selbst

gebastelt werden (siehe Seite 41).

Apropos Licht: Die Sonnenstunden

werden weniger, die Herbst/Winter-

Saison kündigt sich an. Zeit, die (Kübel-)Bepflanzung

auf Terrasse und

Balkon winterfest zu machen (siehe

Seite 36).

Alles Gute wünscht Ihnen

Ihre Marianne Kitzler,

Chefredakteurin moving

PS: Nach dem Umzug weiß man’s bekanntlich

immer besser (siehe Seite 31). Was

haben Sie erlebt? Schicken Sie uns Ihre

persönliche Umzugsgeschichte inkl. Foto an

redaktion@moving-now.at!

vorher gefunden. Zu haben sind nur

mehr die beiden Penthouses im Dachgeschoß.

Der Kaufpreis: 27.500 Euro pro

Quadratmeter. Die rund 520 m 2 große,

zweigeschoßige Penthouse-Wohnung

mit direkt begehbarer, 80 m 2 großer Terrasse

wird um 14,2 Millionen Euro den

Besitzer wechseln. Damit ist es offiziell:

Die definitiv teuerste Wohnung Österreichs

befindet sich in Wien. l

moving 3_2012 3


Ein Mal ist

kein Mal

InHALt

Übersiedeln liegt immer im

Trend. Mit einem Abo versäumen

Sie keine Ausgabe

von moving. Das Jahres-Abo

(4 Ausgaben) kostet nur 10 EUR

inkl. MwSt., Ausland 15 EUR.

Bestellung:

service@albatros-media.at

4 moving 3_2012

Editorial 3

Lebenslichter

Wissen ist die halbe Miete 8

Übersicht über Österreichs

Miet- und Kaufpreise

Ich wohne, also bin ich 10

Wohnraum als Charakteristikum

Finden statt suchen 12

Links & Tipps für die

Traumimmobilie

Komm in die Stadt! 14

Zuzug in die Großstädte boomt

(wieder)

14

sehnsucht planung

Eine Frage der Finanzierung 17

So wird Ihr Wohntraum Wirklichkeit

Selber anders machen 20

Kreative Jungdesigner inspirieren

Die Sache mit dem Licht 22

Beleuchtung als wichtiger Wohn-

und Lebensfaktor

Virtuelle Innenarchitekten 25

App als Einrichtungshilfe?

IMPRESSUM

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Albatros Media GmbH, 1050 Wien, Grüngasse 16, Tel. 01/405 36 10, Fax 01/405 36 10-27, office@albatros-media.at, www.moving-now.at;

Erscheinungsweise: 4 x im Jahr; Erscheinungsort: Wien; Auflage: 60.000; Herausgeber: Mag. Peter Morawetz; Redaktion: Mag. Marianne Kitzler, Andreas Hierzenberger,

Daniela Purer, redaktion@moving-now.at; Grafik und Produktion: Julia Proyer, jp@albatros-media.at; Coverfoto: olly/fotolia.com; Anzeigen: Mag. Alexander Uitz (Leitung),

Tel. 01/405 36 10-37, au@albatros-media.at; Mediadaten: siehe www.moving-now.at; Verlagsleitung: Mag. Siegfried Rupp; Abo: Tel. 01/405 36 10-20,

Preise pro Jahr (4 Ausgaben): Österreich EUR 10,–, Europa EUR 15,–; Druck: NÖ Pressehaus, 3100 St. Pölten

Die Redaktion von spricht mit der grammatikalisch männlichen Form Personen beiderlei Geschlechts gleichermaßen an.


© vovan, Amir Kaljikovic/fotolia.com, design3000.de

Entspannt ins neue Heim 29

Übersiedeln stressfrei

Siedlen mit den Kleinen 30

Relaxter Wechsel

Meine Umzugsgeschichte 31

Schuld war die Waschmaschine

Kein Scherbenhaufen 33

Gut verladen ist halb gesiedelt

25

aufbruch ankommen

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Ihre Meinung ist uns wichtig. Machen Sie mit

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1.000 Euro.

Wie’s geht, erfahren Sie auf Seite 13 und auf

www.moving-now.at.

34

Ding des Monats 34

GummiDepot

Gut geschützt durch den Winter 36

Kübelpflanzen richtig versorgen

Das moderne Lagerfeuer 38

Treffpunkt Küche

Animalische Helfer 40

Accessoires für Ihre Küche

Das denkende Heim 41

Home Automation ist keine

Zukunftsmusik mehr

InHALt

SErvICE

Checklisten:

Vor dem Umzug 26

Gut geplant ist halb gesiedelt!

Rund um den Umzugstag 28

Wie Sie Überblick bewahren

Nach dem Umzug 32

Was den Feinschliff ausmacht

Vormerken:

Das nächste moving erscheint

Ende November 2012

moving 3_2012

5


6

& kurz gut

Stadt oder doch Land?

„Der Bazillus für diesen

Traum schlummert in

jedem von uns“, schreibt

Harald Braun in seinem

Buch „Das Gummistiefelgefühl“.

Gemeint ist

der Wunsch nach einem

Häuschen im Grünen, wo

man zur Ruhe kommen

kann und das Leben mit

Bücher lesen, Äpfel ernten

und Gemüsebeete anlegen

verbringt. Ganz so einfach ist es dann doch nicht,

und mehr als einmal fragt sich der Autor, warum

um Himmels Willen er seine Fünf-Zimmer-Altbauwohnung

mit Holzdielen in Hamburg gegen

die Einöde, das Neandertal der Zivilisation, wo er

niemanden kennt, ausgetauscht hat. Unterhaltsam

und kurzweilig beschreibt Braun die Wandlung

des Stadtmenschen in einen Provinzler, den

man am Ende richtig sympathisch findet.

Erschienen bei Bastei Lübbe. 8,99 Euro bei

Amazon zzgl. Versandkosten. l

moving 3_2012

Hollywood ruft

Wollten Sie immer schon so wohnen wie ein Hollywood-

Star? Dann greifen Sie schnell zu! Schauspieler und Komiker

Jim Carrey (bekannt u. a. durch „Der Ja-Sager“ und

„Mr. Poppers Pinguine“) bietet seine Luxusimmobilie in der

„Malibu Colony“ zum Kauf an. Das 267 Quadratmeter große

Anwesen liegt direkt am Meer, ist mit fünf Bade- sowie

sechs Schlafzimmern ausgestattet und kostet schlappe

14 Millionen US-Dollar (umgerechnet ca. 11 Millionen Euro).

Dafür gibt’s Tom Hanks als Nachbarn gratis dazu. l

sehnsucht

Zeit zum Kuscheln

In der großen, runden Sofainsel Orbit von

Dedon möchte und kann man wunderbar

versinken. Nicht nur zur gemeinsamen Jam

Session im Park verwendbar! Eingekuschelt in

eine warme Decke lassen sich darin so manch

trübe Herbsttage verbringen. Auch zu zweit

hat man auf dem „Loveseat“ ebenso problemlos

Platz, um zu lesen, zu plaudern

oder zu relaxen. Wer sich

nicht gerne festlegt, klappt einfach

die vormontierten Räder

aus und schiebt das Möbelstück

an den gewünschten

Platz im Garten. Zusammen

mit den beiden Beistelltischen

wird die Sofainsel

zum echten Hingucker. Sie

ist in drei verschiedenen

Farben um 5.230,– Euro

erhältlich. l

Die Sehnsucht nach der Stadt

Sowohl Familien als auch Ältere

suchen wieder verstärkt Wohnungen

in der Stadt. Die Nachfrage

nach kleineren Wohnungen steigt,

zugleich wächst die Zahl der Single-

Haushalte. Auch der Wunsch nach

kleinen Freiflächen wie Terrasse

oder Balkon wird größer. Ein Hauptkriterium

bei der Suche ist es, eine

optimale Größe zu finden, die man

sich auch leisten kann. Auch eine

gute Infrastruktur ist wichtig. Die

meisten Städter wollen neben einer

U-Bahn-Station wohnen. l

© Paul Buck, diepresse.at, amazon.com, Dedon, Christian Schwier/fotolia.com


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8

moving 3_2012

SEHnSuCHt

Wissen ist die halbe Miete

Umziehen leicht gemacht. Auf einen Blick die Preise für Wohnungsmieten und

den Hauskauf für das dritte Quartal parat zu haben, ist beim Wohnsitzwechsel

sicher eine große Hilfe.

Stadt: Wien, 1. Bezirk

Mietpreis/m²: EUR 11,89

Kaufpreis/m²: EUR 8.936,42

Bezirk: Salzburg Stadt

Mietpreis/m²: EUR 10,15

Kaufpreis/m²: EUR 3.615,69

Bezirk: Innsbruck Stadt

Mietpreis/m²: EUR 10,40

Kaufpreis/m²: EUR 3.668,53

Bezirk: Bregenz

Mietpreis/m²: EUR 8,25

Kaufpreis/m²: EUR 2.801,39

Bezirk: Linz Stadt

Mietpreis/m²: EUR 8,24

Kaufpreis/m²: EUR 2.399,85

Stadt: Wien, 13. Bezirk

Mietpreis/m²: EUR 10,10

Kaufpreis/m²: EUR 5.239,83

Bezirk: Zell am See

Mietpreis/m²: EUR 8,15

Kaufpreis/m²: EUR 2.729,06

Bezirk: Kitzbühel

Mietpreis/m²: EUR 8,98

Kaufpreis/m²: EUR 3.632,98

Bezirk: Dornbirn

Mietpreis/m²: EUR 7,89

Kaufpreis/m²: EUR 2.631,74

Bezirk: Vöcklabruck

Mietpreis/m²: EUR 7,44

Kaufpreis/m²: EUR 1.413,82

Stadt: Wien, 20. Bezirk

Mietpreis/m²: EUR 8,04

Kaufpreis/m²: EUR 1.923,76

Bezirk: Tamsweg

Mietpreis/m²: EUR 6,35

Kaufpreis/m²: EUR 1.699,77

Bezirk: Landeck

Mietpreis/m²: EUR 6,32

Kaufpreis/m²: EUR 2.038,24

Bezirk: Feldkirch

Mietpreis/m²: EUR 7,71

Kaufpreis/m²: EUR 2.496,05

Bezirk: Steyr-Land

Mietpreis/m²: EUR 5,34

Kaufpreis/m²: EUR 1.269,23

© lesniewski/fotolia.com; Composing: Albatros Media


Bezirk: Klagenfurt Stadt

Mietpreis/m²: EUR 7,46

Kaufpreis/m²: EUR 1.805,40

Bezirk: St. Pölten Stadt

Mietpreis/m²: 6,97

Kaufpreis/m²: EUR 1.532,54

Bezirk: Eisenstadt Stadt

Mietpreis/m²: EUR 7,41

Kaufpreis/m²: EUR 1.652,04

Bezirk: Graz Stadt

Mietpreis/m²: EUR 8,38

Kaufpreis/m²: EUR 2.285,25

Bezirk: Villach

Mietpreis/m²: EUR 5,95

Kaufpreis/m²: EUR 1.504,41

Bezirk Mistelbach

Mietpreis/m²: EUR 5,43

Kaufpreis/m²: EUR 1.593,42

Bezirk: Neusiedl am See

Mietpreis/m²: EUR 6,97

Kaufpreis/m²: EUR 1.575,57

Bezirk: Mürzzuschlag

Mietpreis/m²: EUR 5,16

Kaufpreis/m²: EUR 910,39

SEHnSuCHt

Quelle: www.immopreisatlas.at

Bezirk: Spittal an der Drau

Mietpreis/m²: EUR 5,78

Kaufpreis/m²: EUR 1.349,22

Bezirk: Zwettl

Mietpreis/m²: EUR 5,59

Kaufpreis/m²: EUR 992,73

Bezirk Oberwart:

Mietpreis/m²: EUR 5,06

Kaufpreis/m²: EUR 1.037,72

Bezirk: Murau

Mietpreis/m²: EUR 5,70

Kaufpreis/m²: EUR 937,62

moving 3_2012 9


10

moving 3_2012

SEHnSuCHt

Ich wohne, also bin ich

Wie sieht Ihr Wohntraum aus? Wohnen Sie so, wie Sie

möchten? Oder haben Sie noch nicht darüber nachgedacht?

Die einen möchten so früh

wie möglich damit anfangen,

die anderen warten

lieber auf den richtigen

Partner. Manche bleiben dabei lieber

unter sich, andere bevorzugen größere

Gruppen. Die Sehnsucht nach

den eigenen vier Wänden ist bei jedem

Menschen anders ausgeprägt,

geteilt wird von allen jedoch das Bedürfnis

danach.

Vom Streben nach Glück

„Man kann nicht nicht wohnen. Wohnen

heißt nicht nur ein Dach über

dem Kopf, sondern ein echtes Zuhause

zu haben, in dem ich mich

wohlfühlen und entspannen kann“,

beschreibt der deutsche Wohnpsychologe

Uwe Linke die Sehnsucht

nach dem Wohnen. Ein eigenes

„Wohnbedürfnis“ gibt es in der Psychologie

allerdings nicht. Wie Wohn-

und Baupsychologe Harald Deins-

Wie wir uns einrichten, gestalten und dekorieren, sagt einiges über uns als Person aus

berger-Deinsweger verrät, versucht

der Mensch mit seinem Lebensraum

vielmehr verschiedene Bedürfnisse

zu befriedigen. Allen voran die

Schutzbedürfnisse, die mit der Sicherung

des (Über-)Lebens seit Urzeiten

in uns verankert sind. Heutzutage

zählt hierzu auch der Wunsch

nach Schutz der Intim- und Privatsphäre.

Wohnen deckt außerdem

Kontaktbedürfnisse, das Verlangen

nach Entspannung, nach Selbstbestimmung

oder Kontrolle sowie

Gestaltungsbedürfnisse ab. „Der

Mensch kann als gestalterisches

Wesen bezeichnet werden, das quasi

von Natur aus seinen Lebensraum

Finden Sie heraus, wie Sie wohnen möchten

› Hinterfragen Sie die eigenen Vorstellungen:

Wären Sie mit Ihrem Wohntraum wirklich glücklich?

› Informieren Sie sich über den aktuellen Immobilienmarkt, um einen

Überblick über Ihre Möglichkeiten zu bekommen

› Ergründen Sie Ihr Bauchgefühl: Wo liegen Ihre tiefen Bedürfnisse?

Sehnen Sie sich nach Landidylle oder Großstadttrubel?

› Ziehen Sie bei der Umsetzung Experten zurate

© IKEA, Panton Chair; Design: Verner Panton, Photographer: Alex Griffiths/vitra,

Elihu the Elephant Design George Nelson 0006649_F; Photographer: Andreas Sütterlin/vitra


gestalten möchte. Eng damit verbunden

ist das Bedürfnis nach Entwicklung

und Entfaltung der eigenen

Persön lichkeit“, weiß Deinsberger-

Deinsweger. Zum Streben nach den

eigenen vier Wänden kommen noch

individuelle Wünsche und Sehnsüchte

hinzu. Und genau damit beschäftigt

sich die Wohnpsychologie im

Kern: mit der Frage nach dem menschengerechten

Lebensraum.

Zeig mir, wie du wohnst

Wie sich die unterschiedlichen Vorstellungen

im eigenen Heim auswirken,

weiß Uwe Linke. Tatsächlich

spiegle die Wohnung meist die Eigenschaften

ihrer Bewohner wider.

„Stil, Beleuchtung, Materialauswahl

und Farben haben eine hohe Aussagekraft.

In der Wohnung kann man

die Art der Kommunikation sehen,

das Verhältnis zu Nähe und Distanz,

Weltbild und Werte eines Menschen“,

so Linke. Die allgemeine

Wohnsituation wie Größe oder Lage

einer Immobilie hingegegen werde

oft von anderen Kriterien wie der finanziellen

Lage bestimmt. Dennoch

kann der Wohnort in vielen Fällen

Aufschluss über die Persönlichkeit

geben. Bewohnern von Hauptstädten

sei laut Linke oft der Zugang zu

kulturellen Highlights, das Leben

am Puls der Zeit und ihre Anonymität

wichtig. Eine Kleinstadt könne

den Wunsch nach Beschaulichkeit

sowie der Teilnahme am kulturellen

und gesellschaftlichen Leben befriedigen.

Wohnst du noch oder lebst du schon?

Aus seiner Erfahrung weiß Wohnpsychologe

Deinsberger- Deinsweger,

dass Träume manchmal Schäume

sind: „Viele scheinen vorgefertigte

Vorstellungen vom vermeintlich

‚idealen‘ Wohnen mit sich zu tragen.

Diese sind jedoch bei einer kritischen

Betrachtung oft gar nicht so

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ideal.“ Angebracht ist deshalb eine

kritische Auseinandersetzung mit

dem Thema Wohnen. Einen Anknüpfungspunkt

sieht Uwe Linke in den

Beziehungsbedürfnissen: „Die Werte,

die einem in der Partnerschaft

wichtig sind, decken sich mit den

Wohnbedürfnissen und können auf

das eigene Umfeld übertragen werden.“

Beispiele hierfür sind etwa Vertrauen,

Authentizität, Gemeinschaft,

Anerkennung, Offenheit, Rückzug,

Beständigkeit oder Verbindlichkeit.

Beginnend bei Architektur, Möblierung

und weiter über persönliche

Gegenstände und Farben kann man

ein detailliertes Gestaltungskonzept

erstellen. Wohnpsychologen bieten

umfassende Beratungsleistungen

an. Bevor man damit loslegt, sollte

man wissen, was man tatsächlich

möchte, und seine aktuelle Situation

mit Stärken und Schwächen analysiert

haben. Und bald wohnen Sie,

wie Sie wirklich wollen. l

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…mehr attraktive Immobilien in unserer

aktuellen Zeitschrift

„Vom Traum zum Raum“

moving 3_2012 11


12

moving 3_2012

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Finden statt suchen

Die Suche nach der Traumimmobilie braucht einen

langen Atem. moving bietet Ihnen Unterstützung,

Tipps und nützliche Links.

Gewusst wie:

Suchen Sie auf den

richtigen Seiten

und finden Sie Ihr

Zuhause

Für die Immobiliensuche

sollten Sie sich viel Zeit nehmen.

Laut einer deutschen

Immobilienfirma liegen zwischen

dem konkreten Wunsch nach

Eigentum und der Schlüsselübergabe

im Schnitt etwa 21 Monate. In

dieser Zeit werden Sie Ihre Kriterien

immer wieder verschieben und revidieren

müssen, denn letztendlich

geht es um den Kompromiss aus

rationalen und emotionalen Beweggründen,

der dann zur Entscheidung

führen kann. Bevor Sie sich

auf die Suche machen, sollten Sie

die Finanzierung mithilfe Ihrer Bank

abgeklärt und sich einen finanziellen

Rahmen gesteckt haben.

Überblick verschaffen

Um Ihre Traumimmobilie zu finden,

gibt es viele Wege. Entweder durchforsten

Sie die Immobilienbörsen

von Tageszeitungen und Internet-

Websites oder Sie engagieren einen

Makler, der Ihnen Objekte speziell

nach Ihren Wünschen heraussucht.

Weiters können Sie auch öffentliche

Suchanzeigen aufgeben oder einen

Suchagenten aktivieren, der Ihnen

individuell immer wieder aktuelle

Angebote zukommen lässt (siehe

Links im Kasten). Zunächst ist es

ratsam, sich einen Überblick über

den aktuellen Markt der Immobili-

Finanzierung

www.abv.at

www.bankaustria.at

www.bausparen.at

www.bawagpsk.com

www.immobank.at

www.immobilienfinanzierung.co.at

www.immoinvest.at

www.mietkaution.com

www.raibau.at

www.sbausparkasse.at

www.sparkasse.at

www.volksbank.at

www.wuestenrot.at

enanbieter und -objekte verschaffen.

Dabei sollten Sie Faktoren wie Lage,

Baustil, Ausstattung, Infrastruktur

und Preis berücksichtigen.

Wer die Wahl hat …

Suchen Sie nach einer Eigentumswohnung,

vergessen Sie nicht zu

bedenken, dass Sie sich mit den

Nachbarn und der Eigentümergemeinschaft

arrangieren müssen.

Falls Sie ein freistehendes Haus suchen,

haben Sie die Wahl zwischen

schlüsselfertigen Objekten, individuell

angefertigten Architektenhäusern

oder Altbestand.

Ein Argument, das dabei gerade für

jüngere Immobiliensucher immer

wichtiger wird, ist die Energieeffizienz.

Wenn Sie wirklich wissen

wollen, wie groß beispielsweise der

Heizaufwand des Objektes ist, lassen

Sie sich einen Energieausweis vorlegen.

Somit bleiben bei der Jahresabrechnung

böse Überraschungen aus.

Für die Besichtigung ist es außerdem

empfehlenswert, eine Liste anzulegen,

die Sie sich in Ruhe zuvor überlegt

haben, um keine relevanten Fragen

zu vergessen. Sinnvoll ist auch,

eine Begleitung mitzunehmen, die

einen objektiveren Blick auf die Immobilie

und eventuelle Mängel hat. l

Immobiliensuche

www.bazar.at

www.derstandard.at

www.dmh.co.at

www.ehl.at

www.era.at

www.flohmarkt.at

www.freeimmo.at

www.gbv.at

www.immobilien.net

www.immobilienmarkt-at.com

www.immo-contract.at

www.immodirekt.at

www.kurier.at/immo

www.remax.at

www.resag-makler.com

www.sreal.at

www.willhaben.at

www.wohnnet.at

© Jürgen Fälchle/fotolia.com


© Milewski, .m.i.g.u.e.l./fotolia.com

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Ihrer Zeit und gewinnen Sie bauMax-Gutscheine im Wert von

1 x 500 und 10 x 50 Euro!

Zutreffendes bitte ankreuzen.

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Gewinnen Sie mit moving!

1. Wie sind Sie zu dieser Ausgabe

von moving gekommen?

Bankfiliale

Immobilienmakler

Zeitschriftenhandel

Anders, nämlich: …

2. Wie viele moving-Ausgaben

haben Sie bereits gelesen?

Das ist die erste Ausgabe

1–3 Ausgaben

Mehr als 3 Ausgaben

3. Welche Themenbereiche in

moving interessieren Sie

besonders? (Bitte kreuzen Sie bis zu

3 Themenbereiche an):

Tipps für die Übersiedlung

(z. B. Organisation, Checklisten,

Berichte über Umzugsfirmen)

Finanzierung (z. B. Bausparen,

Kredite, Förderungen)

Immobiliensuche (z. B. Makler,

Plattformen etc.)

Recht (z. B. Mietrecht, Grundbuch,

Hausordnung etc.)

Sicherheit (z. B. Einbruchsschutz,

Alarmanlagen etc.)

Renovierung und Sanierung

(z. B. Tipps und Tricks vom Handwerker,

Kosten etc.)

Einrichtung (z. B. Küche,

Vorzimmer, Bad etc.)

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

4. Wie bewerten Sie moving

(Inhalt und Gestaltung) insgesamt?

Note für den Inhalt:

1 = sehr gut 2 = gut

3 = weniger gut 4 = schlecht

Note für die Gestaltung

(Bilder/Layout):

1 = sehr gut 2 = gut

3 = weniger gut 4 = schlecht

Statistische Angaben

1. Ihr Alter:

16–26 27–45 über 45

2. Wie groß ist der Ort, in dem Sie derzeit wohnen:

bis 2.500 Einwohner

2.501 bis 10.000 Einwohner

10.001 bis 50.000 Einwohner

über 50.000 Einwohner

3. Wenn Sie am Gewinnspiel teilnehmen wollen,

geben Sie bitte Ihre Daten an:

Vorname:

Nachname:

PLZ/Ort:

Straße, Nr.:

Tel.:

E-Mail:

Hauptpreis: 500 Euro

So können Sie gewinnen:

Schicken Sie den ausgefüllten Fragebogen per Fax an 01/405 36 10-27, per Post an Albatros Media,

Kennwort „Gewinnspiel“, Grüngasse 16, 1050 Wien oder füllen Sie den Fragebogen online aus unter

www.moving-now.at. Einsendeschluss ist der 19. 11. 2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir bauMax-Gutscheine im Wert von 1 x 500 Euro und 10 x 50 Euro.

Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Mitarbeiter der Albatros Media GmbH sind von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgenommen.

Die persönlichen Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Gewinner erklären sich damit einverstanden, dass ihr Name in moving

veröffentlicht wird.

moving 3_2012 13


Komm in die Stadt!

Energiepreise, Jobmarkt und Unflexibilität am Lande

sorgen zurzeit für stark erhöhten Zuzug in die Großstädte.

Ein Umzug verändert den Alltag

auch im Detail – selbst

wenn nur der Bezirk gewechselt

wird. Entschließt

man sich aber, sich auch geografisch

zu verändern (etwa von der Stadt

aufs Land zu ziehen), ist eine Vielzahl

an grundlegenden Faktoren zu

bedenken. Die kommerzielle Umgebung,

die Nachbarschaft, Bildungs-

und Jobmöglichkeiten – hier gilt es,

sich innerlich auf eine Umstellung

14 moving 3_2012

SEHnSuCHt

Die Freuden der Großstadt:

dichte Infrastruktur, Bildungsmöglichkeiten

und Jobchancen

vorzubereiten, deren Auswirkungen

auch in Jahren noch spürbar sein

werden.

Stadt schlägt Land

moving befragte Hans-Heinrich

Blotevogel, den Vizepräsidenten der

Akademie für Raumforschung und

Landesplanung, der derzeit am Institut

für Geographie und Regionalforschung

der Universität Wien als

und Raumordnung tätig ist: Welche

Trends in der Entwicklung von Stadt

und Land sind zu beobachten, was

bringt die weitere Zukunft? Eines

scheint unaufhaltsam: Die Städte

werden immer größer, wie Blotevogel

gleich zu Anfang ausführt: „Wir rechnen

in der Wissenschaft mit einem

Anhalten der sogenannten Reurbanisierung,

das heißt mit einem

tendenziellen Trend des urbanen

Wohnens und des Bevölkerungsrückgangs

in den meisten ländlichen

Räumen.“ Dafür macht der Experte

eine ganze Reihe an Rahmenbedingungen

verantwortlich. Ein Faktor,

der bereits jetzt für Schlagzeilen

und ein schmerzliches Loch in so

mancher Brieftasche sorgt, ist der

steigende Energiepreis, der das Autofahren

und damit das Pendeln immer

teurer werden lässt. Es ist also

ein großer finanzieller Vorteil, wenn

sich der Arbeitsplatz zu Fuß oder mit

öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen

lässt, was im Stadtgebiet viel

eher gegeben ist.

Auch soziale Faktoren spielen mit,

die Stadt als Wohnort immer attraktiver

werden zu lassen. Das heutige

Lebensmodell verlangt nach Flexibilität

in allen Bereichen, bestätigt

Blotevogel: „Wenn man zunehmend

in Abschnitten denkt, die nicht nur

Lebensabschnitte der Partnerschaft

umfassen, sondern vielleicht auch

unterschiedliche Berufsabschnitte

mit unterschiedlichen Arbeitsorten

betreffen, dann kommt eine Dynamik

und Mobilität in die Gesellschaft,

von der wiederum die Städte profitieren.“

Das betrifft vor allem auch die wachsende

Erwerbsbeteiligung der Frauen,

die dazu führt, dass „Paare mit

Kindern vor immer größere Probleme

gestellt werden, einen Haushalt

zu organisieren“. Berufstätige Paare

oder Alleinerzieher, die sich um Kind

und Beruf zu kümmern haben, sind

auf gute Infrastruktur und die Versorgung

mit Kinderbetreuungsplätzen

angewiesen, die in der Stadt weit

umfangreicher gegeben sind.

Blotevogel

incomible/fotolia.com, auremar, Kaljikovic, Amir Arcurs, Yuri

Das Familienleben auf dem Land

Gastprofessor für Raumforschung bietet natürlich Vorteile wie ein

Kzenon, ©


gesünderes Klima und relative

Bewegungsfreiheit für Kinder. Die

organisatorischen Schwierigkeiten

sollten allerdings im Vorfeld bedacht

werden.

Bildung und virtuelle Brücken

Als weiteres Argument pro Stadt

nennt Blotevogel die „Professionalisierung

der Bildungs- und Berufsbiographien“.

Der Anteil der Bevölkerung

mit höherer Schulbildung

wird steigen. „Das führt dazu, dass

mehr jüngere Leute in die Städte gehen,

weil dort eben die Ausbildungsstätten

sind.“ Vor allem Universitäten

finden sich nur in größeren

Städten, und „die Studenten gehen

eben nur zum Teil wieder zurück in

ihre Heimatdörfer. Sie suchen sich

eher einen Job in der Stadt“, auch

weil am Land kaum Betätigungsfelder

für Akademiker gegeben sind.

Moderne Kommunikationstechnologien

könnten hier einen Weg schaffen,

räumliche Distanzen „virtuell“

zu überbrücken und der Landflucht

entgegenzuwirken. Denn im Zeitalter

des Internets und der Flexibilisierung

von Arbeitszeit und -ort

müssten viele Tätigkeiten doch sowohl

in einem Büro als auch vom

ländlichen Zuhause aus geführt

Die Großstadt

zieht junge

Landbewohner

magisch

an – und

lässt sie nicht

mehr los

Hans-Heinrich

Blotevogel

werden können. Aber: „Es braucht

erst einen Arbeitsplatz vor Ort mit

Face-to-Face-Kommunika tion, um

dann einen Teil der Arbeitszeit auszulagern.

Wir wissen auch von den

Beschäftigten, dass reine Internetarbeitsplätze

sehr unpopulär sind.“

Es fehlen Feedback und Kommunikation

mit Kollegen zum Austausch

von Erfahrungen und um sich dem

jeweiligen sozialen Kreis zugehörig

zu fühlen. Und auch Arbeitgeber zögen

Modelle mit zumindest ein oder

zwei Präsenzarbeitstagen vor. „Dazu

kommt“, so Blotevogel weiter, „dass

die Breitbandversorgung am Land

Die Reise geht weiter

SEHnSuCHt

unterdurchschnittlich ist – ein Stadt-

Land-Gefälle auch in der Kommunikationsinfrastruktur.“

Mögliches Dörfer-Sterben

Ländliche Gemeinden versuchen

diesem Reurbanisierungstrend

entgegenzuwirken, indem sie immer

mehr Bauland ausweisen und

dementsprechend billig anbieten.

Angesichts bestehender Voraussetzungen

hält Blotevogel dies für

„eine völlig erfolglose Strategie.

Damit verschulden sich Gemeinden

sogar, weil sie Bauland erschließen

und dann entweder nicht loswerden

oder zu Dumpingpreisen verkaufen.

Man kann aber, wenn es keine Lebensmöglichkeiten

für Familien und

Haushalte in diesen Dörfern gibt,

diese Rahmenbedingungen auch

nicht durch Bauland aufbrechen.“

Sinnvoller wäre es, den Standort sowohl

für Unternehmen wie private

Haushalte attraktiver zu gestalten.

Tertiäre Bildungseinrichtungen wie

Fachhochschulen müsste man auch

in ländlichen Räumen ansiedeln, um

jüngere Menschen zumindest in der

Region zu halten. Doch auch derartige

Initiativen werden das Wachstum

der Städte und das Verschwinden

so manchen Dorfes nicht aufhalten.

Der Experte verweist hier auf Ostdeutschland,

wo man bereits mit der

„Entvölkerung ganzer Landstriche“

rechnet. „Diese Dimensionen hat es

in Österreich noch nicht“, beruhigt

Blotevogel abschließend. l

In der nächsten Ausgabe von moving behandeln wir im Gespräch mit

Raumforschungsexperten Hans-Heinrich Blotevogel ein Phänomen, das

im europäischen Raum seit über hundert Jahren als „Garden Cities“ bekannt

ist.

Menschen, die es aus ländlichen Gegenden in die jobsicheren Großstädte

zieht, wollen dort keinesfalls auf rurale Annehmlichkeiten wie Grün- und

Erholungsflächen verzichten.

Das Ergebnis: „Natur-Inseln“ inmitten der Betonwüste, Kleinstadt-in-

Großstadt-Konstrukte und naturnahes Lebensgefühl in den Ballungszentren.

moving 3_2012

15


& kurz gut

Es werde Licht!

Eine Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung

sorgt für optimale Lichtverhältnisse in Ihrem

Zuhause. Ausschließlich indirektes Licht führt

zu Schattenarmut und erzeugt einen diffusen

Raumeindruck. So ist zum Beispiel für

anstrengende Sehaufgaben wie Lesen,

Schreiben oder Handarbeiten direktes Licht

immer die bessere Wahl. Lampen sollten

einen zusätzlichen Lichtaustritt nach unten

haben. l

Mit Maß

zum Ziel …

Kennen Sie das?

Sie stehen im

Möbelhaus und sind

sich ganz sicher,

dass das Regal, das

Ihnen so gut gefällt,

in Ihr Wohnzimmer

passt. Leider haben

Sie beim Ausmessen

das Maßband

zu Hause liegen

lassen.

Gut, dass Sie

moving eingesteckt

haben – wir helfen

Ihnen gerne. l

16

moving 3_2012

Gut versichert?

Vor dem Umzug sollten Sie unbedingt Ihre

Haushaltsversicherung überprüfen, falls beim

Umzug Schäden entstehen. Haben Sie vor, eine

Umzugsfirma zu engagieren, lassen Sie sich diese

von Bekannten empfehlen oder lesen Sie Testberichte

im Internet auf www.umzugcheck.at,

da die Leistungen hier sehr unterschiedlich

sind und es Ihnen passieren kann, dass

die Umzugshelfer lieblos mit Ihrem

Besitz umgehen oder unzuverlässig

sind. l

Inspiration in Weiß

Das großzügig bebilderte

Werk „Inspiration

in Weiß – Wohnen und

Dekoration“ der beiden

leidenschaftlichen

Amateur-Einrichterinnen

Ingela Broling und Petra

Eriksson aus Schweden

inspiriert und liefert

unzählige Deko-Ideen in

Weiß. Es zeigt, wie man

aus Altem, Geerbtem

und Kitschigem eine

planung

Vor den Vorhang

Sie suchen einen Top-Raumausstatter in

Ihrer Nähe? Sie brauchen einen Profiplaner

für Ihre neue Traumküche? Österreichs

größte Online-Plattform zum Thema

Bauen und Wohnen, www.wohnnet.at,

hat mehr als 1.000 Unternehmen in ganz

Österreich unter die Lupe genommen.

Zur Bewertung herangezogen wurden

u. a. die Reaktionszeit auf Anfragen,

Beratungskompetenz, die Qualität der

Auftragsabwicklung, Termintreue oder

Bonität. Die besten Unternehmen der

diesjährigen Bewertung finden Sie unter

www.wohnnet.at/topunternehmen.htm l

Willkommen in Schachtelhausen

20 verschiedene Prototypen

gibt es derzeit von Wolfgang

Warekas „SoftBoxx“. Das

Haus der Zukunft hat abgerundete

Wandecken, und

weil die Wohnbedürfnisse so

unterschiedlich sind wie die

Menschen, gibt es die Modelle

in den Größen S, M, L und XL.

Jede SoftBoxx wird individuell

geplant und dem Kundenwunsch

entsprechend ausgeführt.

Die modulare Bauweise

ermöglicht eine Reihe von

Kombinationvarianten, so wird

das Wohnobjekt zum individuellen

Heim. Zudem hat der

Erfinder und Architekt Wert

auf Nachhaltigkeit gelegt: Die

romantische Ton-in-Ton-

Wohnatmosphäre schaffen

kann. Angesiedelt

zwischen Shappy Style

und Vintage Look verhelfen

die Anregungen

zu einer individuellen

und höchst dekorativen

Einrichtungsnote.

Erschienen bei Busse-

Seewald, um 29,90

Euro bei Amazon zzgl.

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Softboxx mit Niedrigenergiestandard

besteht aus Holz

und hat rund 15 Prozent mehr

Nutzfläche als ein Haus aus

Ziegeln bei gleicher bebauter

Fläche. l

www.softboxx.at

© DI Wolfgang Wareka, fffranz, Mammut Vision, poligonchik/fotolia.com, amazon.com


© BAWAG PSK, detailblick/fotolia.com

Eine Frage der Finanzierung

Den passenden Kredit zum Bauen oder Sanieren zu finden ist oft nicht leicht.

Zwei Finanzierungsexperten erklären wie es geht.

Wer ein Haus bauen

oder sanieren möchte,

braucht dreierlei: Ausreichend

Zeit, ein hohes

Maß an Geduld und eine bedarfsorientierte

Finanzierung. So bieten

zum Beispiel die drei KreditBox-

Varianten, „Schnell“, „Wohnen“ und

„Energie“, der BAWAG P.S.K. eine

Finanzierungskombination aus Produkt-

und Servicekomponenten an

und bieten auch noch nützliche Zusatzleistungen.

Michael Bauer, Privatkreditexperte

der BAWAG P.S.K.,

erklärt: „Wer einen Konsumkredit

aufnehmen will, sollte sich für die

Kreditbox ,Schnell‘ entscheiden.

Die Kreditbox ,Wohnen‘ ist für die

Schaffung von Wohnraum und die

Kreditbox ,Energie‘ für das Renovieren

oder Sanieren der eigenen vier

Wände geeignet.“ Zusätzlich erfasst

die BAWAG P.S.K. im Rahmen des

Kreditübernahme-Services die Daten

bestehender Kredite und hilft

so, die monatlichen Ausgaben zu

optimieren. Wer sich für das Thema

Bauen und Wohnen interessiert,

findet in der BauserviceMappe der

BAWAG P.S.K. nützliche Informationen

und Partner sowie sämtliche

Förderungen des jeweiligen Bundeslandes,

regionale Bauunternehmen

und Handwerksbetriebe, sowie

Tipps für Energiesparmaßnahmen.

Durchgerechnet

Christof Sperk, Finanzierungsexperte

der Bank Austria, rechnet vor:

„Wenn ein Kunde einen Kredit zu

Bauzwecken um 100.000 Euro auf

20 Jahre abschließt, erhält er derzeit

einen Zinssatz von rund 2,4 Prozent

bei einer guten Bonität.“ Noch

günstiger werden die Konditionen

allerdings bei einer Immobilienfi-

Baum pflanzen, Kind zeugen und Haus bauen: Mit einem flexiblen Kredit geht alles

nanzierung mit einer eingetragenen

Hypothek als Sicherheit. Der Zinssatz

kann jedoch am nächsten Tag

schon wieder steigen oder fallen.

Dies hängt mit dem „Euribor“ (European

Interbank Offert Rate) zusammen.

Er ist jener Zinssatz, der bei

allen Banken als zugrunde liegender

Indikator für die Zinssätze dient.

Beim Thema Sanieren empfiehlt

Sperk auf jeden Fall zu überprüfen,

ob Elemente des Kaufes förderungsfähig

sind. So bekommt man zum

Beispiel im Wiener Raum für eine

Eigentumswohnung, bei der eine Sicherheitstür

eingebaut wird, eine eigene

Förderung. „Das hat aber dann

nichts mit dem Kredit zu tun. Die

jeweilige Förderung ist von Bundesland

zu Bundesland unterschiedlich.

Am besten man fragt seinen Betreuer

bei der Bank“, rät Sperk.

pLanunG

Auf der sicheren Seite

Wenn es um Kredite geht, stellt

sich dem zukünftigen Hausbesitzer

auch die Frage nach dem fixen oder

dem variablen Zinssatz. Bei Ersterem

bleibt der Zinssatz während

einer vereinbarten Frist unverändert,

während der variable Zinssatz

jederzeit besser oder schlechter

werden kann. „Grundsätzlich ist der

Fixzinssatz höher, weil er ein längeres

Bindungselement innehat. Der

überwiegende Teil unserer Kunden

entscheidet sich für den variablen

Zinssatz“, so Sperk. Einen kleinen

Tipp am Schluss: Laut Sperk ist man

bei der derzeitigen Finanzlage aber

mit dem Fixzinssatz auf der Gewinnerseite.

l

Für weitere Infos:

www.bawagpsk.com

www.bankaustria.at

moving 3_2012

17


WERBUNG

FÜR JEDEN BEDARF DIE RICHTIGE KREDITBOX.

Ihr Wunsch nimmt konkrete Formen an und jetzt heißt es: ab in den Informationsmarathon zum Thema

„Welche ist die richtige Finanzierung für mich?“ und „Wo bekomme ich noch Zusatzservices, die sich auszahlen?“

Legen Sie doch einfach einen Boxenstopp in Ihrer nächsten BAWAG P.S.K. Filiale ein und greifen

Sie zu einer unserer neuen KreditBoxen! Da ist bereits alles drin, was Sie für die Finanzierung Ihrer Pläne

brauchen.

als praktisches KreditBox Sofortgeschenk ein USB-Stick mit 4 GB Speicherplatz für beliebige

Dateien und Zugang zu vielen praktischen Tipps, wie zum Beispiel für schnelles Sparen in allen Lebenslagen,

Energiesparen, Sanierung von älteren Möbelstücken u.v.m.

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Bei Abschluss einer KreditBox Schnell, KreditBox Wohnen oder KreditBox Energie überreichen Ihnen

unsere FinanzierungsexpertInnen Ihr persönliches Bestpreisgarantie Zertifikat. Sollten Sie innerhalb

von vier Wochen nach Abschluss Ihres KreditBox Kreditvertrages eine Finanzierungszusage einer anderen

österreichischen Bank (Bausparfinanzierungen und Wohnbauförderungen sind ausgenommen) für einen

identen Kredit mit günstigeren Konditionen vorlegen, können Sie die Bestpreisgarantie in Anspruch

nehmen. Verglichen wird Bearbeitungsentgelt, Aufschlag auf den Indikator bzw. Fixzinssatz bei identem

Kreditbetrag, identer Laufzeit, identen Kreditbeteiligten und identen Sicherheiten sowie identem Verwendungszweck.

Ist zumindest einer der Vergleichsfaktoren niedriger, passt die BAWAG P.S.K. auf Ihren

Wunsch hin alle Faktoren an jene der Finanzierungszusage des Mitbewerbers an. Die Vorlage der Europäischen

Standardinformation für Kreditierungen nach dem Verbraucherkreditgesetz reicht nicht aus.

MEIn DaHEIM FInanZIERunGSTEaM

Ob Förderungsberatung oder Finanzierungsplanung: Die erfahrenen ExpertInnen

des MEIN DAHEIM Finanzierungsteams nehmen sich gerne ausreichend Zeit für Ihre

Anliegen. Damit Ihr/e FinanzierungsberaterIn Ihnen das passende Angebot bzw. den

optimalen Finanzierungsmix erstellen kann, bedarf es im Vorfeld einer exakten Gesamtkostenermittlung

Ihres Projektes. Dabei müssen alle bis zum Einzug anfallenden

Kosten – auch Nebenkosten, Spesen und Gebühren – berücksichtigt werden, die

sich am besten auf Basis von Kostenvoranschlägen kalkulieren lassen.

Wenden Sie sich an eine/n BAWAG P.S.K. BeraterIn – er/sie vereinbart sofort einen

Termin für Sie bei einem/r MEIN DAHEIM Finanzierungsexperten/in. Auf Wunsch

kommt auch ein/e mobile/r Finanzierungsexperte/in gern zu Ihnen nach Hause.

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passen wir unsere daran an.

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*) Wenn Sie innerhalb von vier Wochen nach Abschluss Ihres KreditBox Kreditvertrages eine Finanzierungszusage einer anderen österreichischen

Bank für einen identen Kredit mit günstigeren Konditionen (Bearbeitungsentgelt, Aufschlag auf den Indikator oder Fixzinssatz) vorlegen, passen

wir auf Wunsch unsere Konditionen insgesamt an diese an. Finanzierungen über Bausparkassen sowie mit Wohnbauförderung ausgenommen.


20 moving 3_2012

pLanunG

Österreichische

Jungdesigner geben

bei OBI Anstöße zum

Selbermachen für

Hobbyheimwerker.

Die Jungdesigner

Breaded Escalope:

www.breadedescalope.com

Vandasye:

www.vandasye.com

T

eure Designerobjekte sind

ein echter Hingucker in jeder

Wohnung. Das einzige

Problem: Sie sind meist unerschwinglich.

Dank einer neuen

Initiative des Bau- und Heimwerkermarktes

OBI kann man solche Möbelstücke

nun ohne Weiteres selber

machen. Zwei junge Wiener Designbüros

haben sich aus diesem Grund

Gedanken über die zweckentfremdete

Nutzung alltäglicher Gegenstände

gemacht. Team Manager Dietmar

Mayer erklärt: „Die Idee ist aus unserer

generellen „Selber machen“-

Strategie entstanden. Der Baumarkt

ist mit einem umfangreichen Produktsortiment

ausgestattet. Wenn

man sich in den Kunden hineinver-

Eine klassische Saugglocke

als multifunktionaler

Wandhaken:

„Helpin’ Hector“ trägt

nicht nur die Garderobe

Selber

anders

machen

setzt, möchte man nicht nur sein

Zuhause verschönern, sondern ihm

auch Ideen und rasche Tipps liefern.

Aus dieser Überlegung heraus ist es

naheliegend, mit den eigenen Produkten

zu spielen.“ OBI nützte die

Gelegenheit, um junge, heimische

Designer zu fördern.

Nachhaltige Wohnobjekte

Haben Sie schon einmal etwas von

„Helpin’ Hector“ gehört? Nein?

Dann wird es höchste Zeit. „Helpin’

Hector“ kann Ihnen eine wertvolle

Stütze in Ihrem Heim sein. Dabei ist

er flexibel, stabil und um weniger

als zehn Euro selbst herzustellen.

Die Rede ist von der Kreation der

Wiener Innendekorateure „Breaded

© Cpro/fotolia.com, OBI


Escalope“, zu deutsch Wienerschnitzel:

Eine klassische Saugglocke

mit Holzstiel als multifunktionaler

Wandhaken. Einfach mit Schrauben

und Dübeln an der Wand befestigt,

tragen zwei „Helpin’ Hectors“ sogar

ein Regal. „Breaded Escalope“, das

sind Sascha Mikel, Martin Schnabl

und Michael Tatschl, exisitieren seit

2008. Sie haben es sich zur Aufgabe

gemacht, neue Ansätze und Strategien

zur Erzeugung sozial nachhaltiger

(Wohn-)Objekte zu entwickeln.

Nun entwerfen sie für OBI verschiedene

Designideen zum „anders Machen“

für den privaten Wohnbereich.

Von ihnen stammt auch ein Kindersessel

aus herkömmlichen Installationsrohren

und einem Geflecht aus

Kunststoffschnüren. Das Werk heißt

„TUBA“ und lässt sich in nur wenigen

Schritten leicht nachbauen. „Wir

freuen uns darüber zeigen zu können,

wie sparsam man mit Produkten

etwas schaffen kann, das man

nicht unbedingt als Wohnraumtool

ansieht“, so Mayer.

Einfach schön

Das zweite Designbüro, welches OBI

sich für seine Initiative ins Team geholt

hat, ist „Vandasye“ von Georg

Schnitzer und Peter Umgeher. Ihr

Regal- und Ablagesystem „Rack’n

Box“ besteht aus drei Boxenelementen

mit unterschiedlichen Maßen.

Vom Sofatisch bis zum Raumteiler

Die „Rack’n Box“ sieht als Raumteiler ebenso gut aus wie

als Sofatisch

lassen sich die verschieden großen

Elemente einfach zusammensetzen.

Mit diesem System kann man

den eigenen Wohnraum jederzeit

lebendig gestalten. Die Grafik- und

Produktdesigner lassen sich von

historischen Vorbildern inspirieren.

Gern experimentieren sie auch mit

verschiedenen Materialien, Oberfläche

und Farben.

Ein positiver Schwerpunkt

Mayer sieht die seit einem Jahr

laufende Kampagne als „positiven

Schwerpunkt, den wir aufgreifen,

um unseren Kunden etwas Neues zu

Einfach und kostengünstig

herzustellen:

Der Kindersessel

„TUBA“ hält so

einiges aus

pLanunG

bieten.“ Im Zuge der Designerweek

Vienna werden die Objekte im September

nochmals vorgestellt. Sind

Sie auf den Geschmack gekommen?

Eine Bauanleitung mit dem benötigten

Materialaufwand zum Selbermachen

der Möbelstücke gibt es auf

der OBI-Homepage problemlos als

Download. So können Sie Ihr Heim

ganz leicht nach dem Motto „Mach’s

dir selber schöner“ kostengünstig

gestalten. OBI kündigt übrigens an,

dass die Suche nach witzigen und

praktischen Objektideen und nach

aufstrebenden Jungdesignern auch

weiterhin fortgesetzt wird. l

moving 3_2012

21


22 moving 3_2012

pLanunG

Die Sache mit dem Licht

Die richtige Beleuchtung daheim und am Arbeitsplatz schont nicht das Energie-Budget.

Aber eine optimale Lichtquellen-Kombination schafft Wohlgefühl, steigert im Anlassfall

die Konzentration – und schenkt dem alltagsgestressten Auge Erholung.

Dass falsche Beleuchtung

krank macht, hat sich in

der Neuzeit bereits bis in

schulmedizinische Kreise

herumgesprochen. Der Umkehrschluss

– Dinge, die ins rechte

Licht gerückt werden, funktionieren

einfach besser – ist weit mehr als

nur Designsache. Wer fernab von

Therapie und Esoterik Arbeitsplatz

und Freizeit schlüssig ausleuchtet,

ist auf der Gewinnerseite.

Konkret und diffus

Jeder Raum stellt unterschiedliche

Anforderungen an Zahl, Position

und Physik seiner Leuchtkörper.

Unterschieden wird grundsätzlich

zwischen Flächen- und Platzbeleuchtung.

Hier ist erstens Nomen

Omen, zweitens schon die erste

Möglichkeit, Missverständnissen zu

erliegen. Das romantische Bild von

der einsamen Schreibtisch-Lichtinsel

im ansonsten abgedunkelten

Raum funktioniert auf der Leinwand

bestens, sorgt allerdings in der Realität

nur für vorzeitig ermüdete Augen

und verringerte Arbeitsleistung.

Gutes Licht vermeidet allzu starke

Hell-Dunkel-Kontraste, also sollte

auch der momentan ungenützte

Restraum jederzeit ausreichend

geflutet werden. Dass die Arbeitsplatzbeleuchtung

weder blenden

noch reflektieren darf, versteht sich

von selbst. Die ideale Lösung für unser

Schreibtisch-Beispiel wäre also

eine Kombination aus Stehlampe

(diffus, über Kopfhöhe) und Schreibtischlampe

(gebündelt, in Kopfhöhe).

Großflächige Raumbeleuchtung verlangt

demnach schon im Vorhinein

nach Leuchtkörper-Gruppierung. So

Warm, kalt, künstlich, natürlich – Licht im Wohnbereich stellt Einrichter vor die Qual der geschmackvoll auch die klassische

Wahl. Beruhigend: Echte Regeln gibt es nicht. Wohl tut, was gefällt, mischen ist erlaubt! Reispapier-Kugel in Katalogen wirkt,

olly/fotolia.com

©


so ineffektiv ist sie im täglichen Einsatz

– und strengt den menschlichen

Sehapparat unbewusst über Gebühr

an. Seil-, Stangen- oder Schienensysteme

bieten dank beliebiger Anzahl

an Leuchtpunkten hier für (fast)

jedes Lichtproblem eine Lösung: Die

Auswahl ist gewaltig, der Preisbereich

ebenso breit gefächert.

Ausleuchtungs-Faustregeln

abstimmung ist Geschmackssache

Apropos Flächenbeleuchtung: Wohn-

zimmer, Schlafzimmer, Lese-Ecke,

Sitzgruppe, TV-Einheit, Essplatz –

alles Entspannungsbereiche, deren

richtige Ausleuchtung nur durch

genaue Abstimmung zwischen direktem

und indirektem Lichteinfall

zu bewerkstelligen ist. Die technisch

Wohnzimmer Bad Küche

Halogen 100 W 175 W 120 W

Leuchtstoff 30 W 40 W 30 W

Leuchtdioden 15 W 30 W 20 W

Wohnzimmer: 12 m²

Bad: 6 m²

Küche: 10 m²

Quelle: Wikipedia/Licht.de

ECHT ODER FALSCH FACHBERATER ODER BLABLA HANDWERK ODER PFUSCH

ENTSCHEIDEN SIE SELBST WAS ZU IHNEN PASST.

pLanunG

korrekte Berechnung von Lichtstärke

und Einfallswinkel ist eine eigene

Wissenschaft, dennoch lässt sich mit

wenig Aufwand und ein paar Faustregeln

(siehe Kasten) durchaus ein

Ergebnis erzielen, das selbst einen

gelernten Beleuchtungstechniker

zufriedenstellen würde.

Es geht aber durchaus einfacher:

Man vertraut hier schlicht dem eigenen

Wohlgefühl. Auch hier gilt folgende

Faustregel: Für je zwei Direktlichtquellen

– also Halogenstrahler,

„Reispapierkugel“ oder sonstige

„hängende“ Deckenleuchte – sollte

ein deckenwärts gerichteter indirekter

„Deckenfluter“ ergänzend eingesetzt

werden. Das schont auf lange

Sicht die Sehnerven, verhindert

Schlagschatten – und ermöglicht

den Einsatz wesentlich energiesparender

Leuchtmittel.

Fortsetzung Seite 24

Ihren INKU Fachbe-

rater, der Spezialist

für schöne „Raumge-

staltung“, finden Sie

auf www.inku.at


24

moving 3_2012

pLanunG

Zwei Lichtwelten

Die Auswahl des Lichtmediums

stellt auch geübte Wohnraum-

Beleuchter ob des übergroßen

Angebots manches Mal vor

Herausforderungen. Lässt man

die stets präsente Diskussion

pro/contra Energiesparlampen

einmal außen vor, bleibt immer

noch ein breites Portfolio an

vollkommen unterschiedlichen

Lichtquellen mit teilweise eng

eingegrenztem Einsatzbereich.

Der Tausendsassa

Leuchtdioden etwa gibt es

mitterweile (fast) für jeden

Einsatzzweck und in jeder

Preisklasse. Sie glänzen durch

niedrigen Stromverbrauch (ca.

ein Viertel einer vergleichbaren

Glühlampe), haben aber

in Sachen Lichtleistung noch

etwas Nachholbedarf. Der Vorwurf,

LED-Leuchtkörper gäben

ausschließlich kaltes Licht ab,

ist Legende: Es sind phosphorbeschichtete

LEDs auf dem

Markt, deren Licht durchaus als

„warm“ durchgeht.

Besser als ihr Ruf

Aber auch die kontroverse

Energiesparlampe hat sich

(obschon gezwungenermaßen)

im Wohnbereich etabliert,

wenn ihr auch die Brillanz und

Farbechtheit der guten alten

Glühbirne fehlt. Der Energiespar-Faktor

kommt bei ihr allerdings

nur zum Tragen, wenn

sie in Dauerbetrieb ihren Dienst

verrichtet. Es wird empfohlen,

sie im Wohnbereich in kleinerer

Ausführung als Ambiente-

Dauerlichtquellen einzusetzen

und sie gegebenenfalls durch

andere Lichtquellen (Halogen,

Glühlampen, LED-Leuchten)

zu ergänzen. Die richtige

Mischung erzeugt den guten

Geschmack.

Entspannende Lichtmelange aus Direkt­ und diffusen Lichtquellen

Der Ton macht die Musik

TV-Geräte-Hersteller haben es

schon aufblitzen lassen: interaktives

Stimmungslicht. Nicht ganz so

Hightech, aber mindestens ebenso

effektiv gestaltet sich der Einsatz

zusätzlicher Stimmungsleuchten.

Die Home-Appliances-Sparte des

Philips-Konzerns bietet etwa eine

eigene Linie unter dem Namen

„Living Colors“ an. Hierbei handelt

es sich um Leuchtkörper verschiedener

Ausführung (Decken-, Wand-

und Stehlampen), deren Farbtemperatur

bequem per Fernbedienung an

die jeweilige Stimmung angepasst

werden kann. Dabei genügen einige

wenige Beleuchtungskörper im

gesamten Lichtreigen – die Wirkung

dieser und anderer Lösungen ist,

gelinde gesagt, verblüffend.

achtung! Sonderfall(e)

Soviel zum „einfachen“ Teil des

Weges zur „Lux vera“. Wohnbereiche

mit hohem Spezialisierungsgrad

– hier vor allem Küche, Bad,

Schlafräume – verlangen nach

ebenso passgenau zugeschnittenen

Beleuchtungslösungen.

In der Küche, dem kulinarischen und

kommunikativen Zentrum der eigenen

vier Wände, werden beide Beleuchtungs-Grundtypen

(Fläche und

Punkt) in extremer Form kombiniert.

Einerseits muss der Arbeitsbereich

nicht nur aus Sicherheitsgründen

satt und schattenfrei ausgeleuchtet

werden. Unter dem Hängeschrank

exakt ausgerichtete Halogen-Punktstrahler

sichern die „chirurgische

Präzision“ beim Juliennisieren des

Wurzelgemüses, ausreichende Deckenflutung

verhindert starke Kontraste

und verschafft Überblick nach

allen Seiten.

Im Schlafzimmer soll regeneriert

werden. Bis Morpheus seine schützenden

Flügel über bettreife Abendmenschen

breitet, soll aber auch

noch die Möglichkeit bestehen, einen

anstrengenden Arbeitstag bei

einem guten Buch ausklingen zu

lassen. Mehrteilige Deckenbeleuchtung,

Schrankleuchten oder Stehlampen

sorgen für diffuse Raumausleuchtung.

Nachttischlampen

– im Idealfall mit schwenk- und/

oder drehbaren Armen – liefern Individuallicht,

das im Zweifelsfall den

Bettnachbarn nicht am Einschlafen

hindert, während der Krimi aufgelöst

wird.

Das Badezimmer schlussendlich

wartet mit den meisten „Stolperfallen“

auf. Der gute, altbewährte „Alibert“,

der meist wenig ansehnliche

Plastikhängeschrank mit Schiebetüren

und generischer Leuchtstoffröhre

hinter Milchglas, sorgt nicht nur

für Bestürzung beim ersten Blick in

den Spiegel, er ist einfach ein Unding.

Ideal beleuchtet ist der Morgenmensch

ebenfalls mit Flächenbeleuchtung

aus Plafond-Richtung,

rückreflektierende (also an der Vorderseite

verspiegelte) Leuchtmittel

beiderseits des Spiegels sorgen für

(ernüchternden) Detailblick. l

angebrachte Leuchtschienen oder © XtravaganT, Petra Heveroch/fotolia.com


© vovan/fotolia.com

pLanunG

Virtuelle Innenarchitekten

Einrichtungs-Apps könnten Planern viel Zeit und Nerven sparen. Leider sind die App-

Märkte derzeit noch eher karg bestückt.

Virtuelles Einrichten mittels App: In der Praxis größtenteils wenig

brauchbar, als Denkhilfe aber empfehlenswert

apps zum Thema „Einrichten“ sind im Netz mit

minimalem Rechercheaufwand gut auffindbar.

Doch unbedarfte Apple- oder Android-User

tappen leicht in die Werbefalle. Zahlreiche

elektronische „Helferlein“ rund ums Planen und Einrichten

entpuppen sich schnell als reine Werbefläche

ohne echte Funktionalität. Wir haben einige seriöse Angebote

ein wenig unter die Lupe genommen.

Werkzeuge für die Hosentasche

„Interior Design Gallery“ bietet eine sehr breit gefächerte

Auswahl an Einrichtungsideen. Mehr macht diese

Android-App nicht – aber die Designfülle bietet für jeden

Gschmack ein paar Denkanstöße.

Der erste Schritt zur erfolgreichen Möblierung ist, den

Platzbedarf aufs Angebot abzustimmen. Mit „Measure

& Sketch“ fürs Android-Handy können (vorher händisch

Klassiker

Um das „etwas andere Möbelhaus“, IKEA, kommt bei

der Einrichtung kaum jemand herum. Die für Apple-

und Android-Geräte erhältliche App wurde jüngst upgedatet

– perfekt fürs virtuelle Einrichten unterwegs.

durchgeführte) Abmessungen und Winkel auf Fotos von

Möbelstücken übertragen werden. Nützlich, wenn man

sich künftigen Wohnraum nicht nur optisch, sondern

auch technisch visualisieren will.

Um die drei bis vier Euro muss man ausgeben, entscheidet

man sich für die Pro-Version der Android- und iOS-

App „MagicPlan“. Dafür darf damit so richtig Innenarchitekt

gespielt werden. Ein fotografierter Raum wird

am Handy/Tablet vermessen, danach dürfen Möbel platziert

werden. Am Tablet durchaus brauchbar, ein Handy

bietet hier viel zu wenig Fingerspitzen-Freiraum.

Zum Schluss noch ein grundlegendes Tool, das (nicht

nur) beim Einrichten möglichweise einen schweren

Werkzeugkoffer erspart: Die iOS-App „Messwerkzeuge“

beinhaltet von Wasserwaage bis zur Schiebelehre alles,

was zum raschen (und relativ genauen) Planen zwischendurch

notwendig ist. l

Heizungsregelung übers

Smartphone, wo immer Sie sind.

App JunkersHome –

die mobile Heizungsregelung.

* iPhone, iPad, und iPod touch sind

eingetragene Marken von Apple Inc.

Mit App JunkersHome können Sie Ihre

Heizung jederzeit und überall per

Fingertipp auf Ihrem iPhone, iPad oder

iPod touch steuern, oder Sie werden

– z.B. im Urlaub – über eine eventuelle

Störung informiert. Denn die innovative

App JunkersHome gibt Ihnen über

das Internet direkten Zugriff auf Ihre

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moving 3_2012 25


26

pLanunG

CHECKLISTE: Vor dem Umzug

Kündigen Sie Ihren Mietvertrag (Beachten Sie die Kündigungsfrist!)

Vereinbaren Sie einen Termin für die Wohnungsbegehung mit Ihrem Vermieter

Klären Sie die Ablöse mit Ihrem Nachmieter und lassen Sie sich die Übernahme von Einrichtungs-

gegenständen schriftlich bestätigen

Vereinbaren Sie einen Termin für die Wohnungsübergabe

Legen Sie einen Umzugstermin fest und beantragen Sie Übersiedlungsurlaub

Melden Sie Zeitschriften- und Zeitungsabonnements, Kataloge usw. um und kündigen Sie

Mitgliedschaften in Vereinen, im Fitnessstudio, in der Videothek u. a.

Beantragen Sie einen Nachsendeauftrag bei der Post. Alle Informationen finden Sie online

unter www.post.at

Melden Sie Gas, Strom, GIS, Telefon, Internet und Fernsehen ab bzw. um

Organisieren Sie eine Umzugsfirma oder einen Transporter und lassen Sie sich den Termin bestätigen

Informieren Sie Freunde/Helfer über Ihren Umzugstermin

Planen Sie genug Zeit für etwaige Renovierungsarbeiten in Ihrer alten Wohnung ein. Ausmalen ist bei

normaler Abnützung, sofern nicht anders im Mietvertrag vereinbart, nicht Pflicht

Misten Sie aus: Verschenken, versteigern oder verkaufen Sie Ihre alten Kleider und Sachen

Entrümpeln Sie Ihre Wohnung und kümmern Sie sich um den Sperrmüll

Besorgen Sie Umzugskartons, Polstermaterial (Decken, Zeitungspapier, Luftpolsterfolie) und Klebeband

Denken Sie an Zubehör wie Müllsäcke, Werkzeug (Hammer, Schraubenzieher, Maßband, Bleistift, Schere,

Schnur) und Arbeitshandschuhe

Bauen Sie die Möbel ab, packen Sie die Kartons und beschriften Sie diese auf allen Seiten

Gießen Sie Ihre Pflanzen vor dem Umzug nicht übermäßig, weil Sie dadurch unnötig das Gewicht erhöhen

Planen Sie die Einrichtung der neuen Wohnung anhand des Grundrisses und kaufen Sie Möbel

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Fehlt Ihnen etwas? Verbessern Sie mit uns die Checkliste: redaktion@moving-now.at


© Deklofenak, evgenyatamanenko, d3images, Nessi/fotolia.com

www.post.at

& kurz gut

Die „Notfallkiste“

Wenn Sie schon einmal umgezogen sind,

kennen Sie das vielleicht: Alles ist verstaut, und

plötzlich braucht einer Ihrer Helfer ein Pflaster,

ein anderer hat Durst, einen Happen zu essen könnten

auch alle vertragen und niemand weiß, in welchem Karton

alles steckt. Organisieren Sie daher vor dem Umzug

eine „Notfallkiste“, in die Sie neben Verbandszeug und

Verpflegung auch Ersatzkleider und eine Verteilersteckdose

packen. Sie kommt beim Verladen als Letztes in

den Transporter und im neuen Heim sind die wichtigsten

Dinge sofort griffbereit. l

So machen’s die Schweizer

Wer glaubt, besonders spektakulär umgezogen zu

sein, hat wahrscheinlich noch nichts vom Zürcher

Stadtteil Oerlikon gehört. Hier ist ein ganzes Haus

„umgezogen“ oder besser gesagt verschoben worden.

Weil für den Ausbau der S-Bahn-Strecke zu wenig

Platz war, entschloss man sich, das 123 Jahre alte

Gebäude kurzerhand um die erforderlichen 60 Meter

beiseitezuschieben. Das historische Gebäude – die

ehemalige Maschinenfabrik Oerlikon – wurde mithilfe

von Hydraulikpressen versetzt. Die Planung dieses

Megaspektakels dauerte beinahe ein Jahr und ging

problemlos über die Bühne bzw. über die Gleise. l

In Österreich übersiedeln

jährlich 680.000

Menschen. Übrigens

unterscheidet sich die

Bezeichnung je nach

Region: In Wien oder

Vorarlberg spricht man

eher vom „Umzug“, in

Salzburg, Oberösterreich

und Niederösterreich

häufiger vom

„Übersiedeln“, und in

der Steiermark wird

„gesiedelt“. l

aufbruch

Steht der Umzug vor der Tür,

mistet man idealerweise vorher

aus, um „alten Ballast“ loszuwerden.

Doch wo soll man

anfangen? Ganz einfach: Fenster

putzen! – Wie bitte? Ja, genau!

Das ist so eine „Kopfsache“: Sind

die Fenster sauber, kommt mehr

Sonne in den Raum, dadurch

wirkt er heller, und dann will

man erst Recht weitermachen

und den Raum entrümpeln.

Probieren Sie’s aus! l

Umziehen oder Übersiedeln?

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Mit den Online Services der Post können Sie im Internet – auch

im größten Umzugsstress – einen Nachsendeauftrag erteilen.

Dann � ndet Ihre Post auch sofort Ihr neues Zuhause.

Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.

moving 2_2012 31


28 moving 2_2012

AUfbrUch

CHECKLISTE: Rund um den Umzugstag

Wohnen Sie in Wien, reservieren Sie einen Parkplatz vor der alten und der neuen Wohnung.

Beantragen Sie dazu einen Bescheid bei der MA 46 (Dauer ca. 5 Werktage). Mit diesem können Sie

bei der MA 48 Halteverbotsschilder ausleihen

Kümmern Sie sich rechtzeitig um Kinderbetreuung, wenn Ihre Kinder noch zu klein sind, um beim

Umzug helfen zu können

Sofern Sie Haustiere haben, stellen Sie Wasser und Futter bereit

Packen Sie einen Versorgungskarton, der für alle zugänglich ist, mit Toilettenpapier, Waschzeug,

Medikamenten und Verbandszeug

Besorgen Sie Getränke und Snacks als Stärkung für Ihre Helfer

Packen Sie Dinge, die Sie in der neuen Wohnung gleich brauchen, separat ein

Schützen Sie Ihre Planzen vor großer Hitze bzw. eventuellem Frost

Kontrollieren Sie die Umzugskisten: Sind diese zugeklebt und beschriftet?

Machen Sie hochauflösende Fotos vom Endzustand der alten Wohnung

Kontrollieren Sie bei der Schlüsselübergabe zur alten Wohnung die Zählerstände

Lassen Sie sich die Mietkaution inkl. Zinsen rückerstatten

Unterschreiben Sie das Übergabeprotokoll, entfernen Sie die Türschilder und hinterlassen Sie die

Wohnung besenrein

Schützen Sie die Böden Ihrer neuen Wohnung durch Abdecken mit Zeitungspapier bzw. Karton

Weisen Sie die Möbelpacker an, welcher Karton und welches Möbelstück in welches Zimmer gehört

Lassen Sie sich Transportschäden von Umzugsunternehmen bestätigen

Kontrollieren Sie die Zählerstände in der neuen Wohnung

Begutachten Sie den Zustand der neuen Wohnung und dokumentieren Sie diesen mit Fotos

Halten Sie im Übergabeprotokoll Schäden und Mängel fest

Fehlt Ihnen etwas? Verbessern Sie mit uns die Checkliste: redaktion@moving-now.at


© auremar/fotolia.com

Entspannt ins neue heim

AUfbrUch

Der Umzug: eine Zerreißprobe für die Nerven? moving verrät, wie Sie komplett (und)

stressfrei von A nach B kommen.

Schneller als gedacht ist er da:

Der Umzug steht vor der Tür.

Mit ihm schleicht sich oft ein

ungebetener Gast namens

Stress ein. Mit guter Planung und

durchdachter Organisation können

Sie der Anspannung beim Übersiedeln

einen Riegel vorschieben.

Was Sie VOR dem Umzug beachten

sollten:

Planung. Sprichwörtlich das halbe

Leben, sollte die Planung auch beim

Übersiedeln im Mittelpunkt stehen.

Den Umzug bis zum Stichtag vor sich

herzuschieben kostet Nerven. Befassen

Sie sich daher so früh wie möglich

mit dem Thema, erstellen Sie Checklisten

oder suchen Sie im Internet

nach brauchbaren Tipps. Speziell angelegte

Kalender, Word- oder Excel-

Gut informiert ist halb gesiedelt. Holen Sie sich praktische Tipps von

Profis und schon kann’s losgehen

Dateien können Ihnen dabei helfen,

Ihre Gedanken zu ordnen. Tragen Sie

wichtige Termine vorab ein und listen

Sie verfügbare Helfer und Fahrzeuge

auf – so steht am Tag X alles bereit!

Entrümpeln und packen. Bereits Wochen

vor dem Umzug sollten Sie mit

der Entrümpelung und Verpackung

Ihres Hab und Guts beginnen. In kleinen

Portionen können seltener gebrauchte

Gegenstände schon früher

ins neue Zuhause überführt werden.

Unterschätzen Sie dabei nicht, was

sich in Keller und Dachboden angesammelt

hat!

Ab- und Ummeldung. Parallel zur

Planung müssen Sie sich rechtzeitig

um die Kündigung Ihres alten Mietvertrages,

die Ab- beziehungsweise

Ummeldung von

Gas, Strom, Wasser

und Heizung,

Telefon und Internet

sowie GIS

kümmern. Beantragen

Sie zudem

einen Nachsendeauftrag

bei der

Post.

Material. Kisten

sind das Um und

Auf eines jeden

Umzugs. Achten

Sie beim Einpacken

auf das

Nützliche Links

Gewicht: Sie sollten jede Kiste ohne

Anstrengung heben können – lieber

öfter gehen als zu schwer tragen.

Auch die richtige Beschriftung ist

wichtig: Geben Sie jeder Schachtel

eine Nummer und schreiben Sie

Raum und Inhalt seitlich und oben

darauf. Legen Sie für den Umzugstag

außerdem Tragegurte, Gummispanner,

Decken (für zerbrechliche Gegenstände),

Akkuschrauber, Klebeband,

Stifte und Müllsäcke bereit.

Was Sie WÄHREND des Umzugs beachten

sollten:

Orientierung. Während der Übersiedlung

sollte alles so reibungslos

wie möglich ablaufen. Zeigen Sie den

Helfern vorab die Räumlichkeiten –

auf diese Weise kommt später alles

an seinen Platz.

Leibliches Wohl. Ein Umzug ist mit

enormer körperlicher Anstrengung

verbunden. Sorgen Sie daher rund

um die Uhr für die Versorgung Ihrer

Helfer. Planen Sie ausreichend Pausen

ein und stellen Sie Getränke und

Snacks bereit. Gerne gesehen ist

außerdem immer ein kleines Dankeschön

für Ihre fleißigen Unterstützer.

Zum Abschluss: Selbst wenn Sie

den bevorstehenden Umzug bis ins

kleinste Detail planen, können immer

unvorhergesehene Ereignisse eintreten.

Begegnen Sie stressigen Situationen

mit Humor, das ist bekanntlich

die beste Medizin. l

› www.derumzug.com

› www.wohnnet.at/umziehen.htm

› www.wienermoebelpacker.at/blog/umzug-tippsinfos/die-umzug-checklisten-und-umzug-tipps

moving 3_2012 29


Weg vom Trubel

Vor dem Umzug: betreuung Schon rechtzeitig vor dem Umzug

Wer sich für einen neuen Wohnort entschieden hat, muss

sich auch rechtzeitig um die dortige Betreuung des Nachwuchses

kümmern. Denn Kindergarten-, Krippen- oder

Tagesmütterplätze sind heiß begehrt. l

hase benni kommt auch mit!

Geben Sie Ihren Kindern die Möglichkeit,

beim Packen ihrer Sachen

dabei zu sein (auch wenn es dadurch

länger dauert). So sehen sie, dass

alle ihre Sachen eingepackt und mitgenommen

werden. Das Lieblingsstofftier

kommt anstatt in den Karton

lieber ins Auto – hier ist es gleich bei

der Hand und macht den Abschied

leichter. l

Vertrautes

schaffen

Babys und Kleinkinder schätzen

Veränderungen ihrer gewohnten

Umgebung nicht sonderlich. Daher

sollte darauf geachtet werden,

dass beim Einzug der Kleinen das

vertraute Kinderzimmer schon steht,

das bekannte Bettchen gerichtet ist,

Spieluhr, Betthimmel und weitere

Lieblingsstücke schon installiert

sind. Der Umzug ist daher auch ein

denkbar ungünstiger Zeitraum, um

das Kinderzimmer gleich neu einzurichten.

Soll Ihr Kind sich wohlfühlen,

braucht es viel Vertrautes. l

30 moving 3_2012

AUfbrUch

sollte man sich darum kümmern,

dass die Kinder während der stressigen

Übersiedlungsphase in guten

Händen sind. l

Kinder

Stressfreier Umzug für die

Kleinsten der Familie.

Griffbereit

Bei allem Verpackungswahn

müssen ein paar Dinge

immer in Griffweite bleiben:

genügend Wechselkleidung,

ausreichender Windel- und

Pflegeproduktevorrat und

das Lieblingskuscheltier! l

Zeit geben

Nach dem Umzug brauchen Kinder Zeit, sich

einzugewöhnen. Gönnen Sie Ihren Kindern eine

ausgiebige Eingewöhnungsphase und entdecken

Sie beispielsweise beim gemeinsamen Auspacken

das Kinderzimmer neu. l

© Andres Rodriguez, fornok_de/fotolia.com


© Artner

Mein Tipp

AUfbrUch

Schuld war die Waschmaschine

Alte Geräte sind immer wieder für Überraschungen gut. Es ist daher ratsam, ein

wachsames Auge auf sie zu richten.

Meine Waschmaschine und

ich hatten schon immer

ein schwieriges Verhältnis.

Unsere Beziehung

eskalierte jedoch am Tag meiner

Übersiedlung. Ich arbeitete gerade

auf dem Balkon mit der Bohrmaschine,

als diese den Geist aufgab. Nichts

Böses ahnend, versuchte ich erst, das

Gerät zu reparieren – ohne Erfolg. Als

ich dann meine neue Wohnung betrat,

hörte ich ein unheilvolles Glucksen.

Jetzt allmählich doch Böses ahnend,

ging ich in die Küche und wurde von

einer regelrechten Wasserflut begrüßt.

Schuld an der Bescherung: der

abgerissene Zulaufschlauch meiner

Waschmaschine. Beim Schleudern

Bernhard

Morawetz,

Verlagsangestellter

dürfte sich die

Maschine wieder

einmal so heftig

bewegt haben,

dass sie mehrmals

gegen die

Wand gekracht

ist und sich im

Zuge dessen quasi

selbst verletzt

hat. Doch damit

nicht genug:

Da sich im PVC-Boden in der Küche

seitlich ein Spalt befindet, erhielt

meine Nachbarin als kleines Kennenlernpräsent

meinerseits einen

großen Wasserfleck auf dem Schlafzimmerplafond.

Zum Glück bezahlte

UM EIN HAAR HÄTTE ICH

MICH MIT DEM VERLUST

DER KAUTION ABGEFUNDEN.

DIE MIETERVEREINIGUNG

FAND DAS AUCH HAARIG

UND HAT MIR GEHOLFEN.

die Versicherung den Schaden. Inzwischen

befindet sich die Maschine eingepfercht

zwischen zwei Holzkeilen.

Das Schleuderprogramm muss ich

nun jedes Mal persönlich beaufsichtigen,

um rechtzeitig einzuschreiten,

falls die Waschmaschine wieder einmal

beschließt auszurasten. Vielleicht

wird’s Zeit für eine neue – dann

klappt’s auch mit der Nachbarin. l

Eine isolierende Matte unter die

Waschmaschine legen. Verhindert

auch heftiges Schleudern.

Das beste Mittel gegen nicht zurückerstattete

Kautionen, zu hohe Mieten und Betriebskosten

sowie ungerechtfertigte Kündigungen ist eine

Mitgliedschaft bei der Mietervereinigung. Alle

Infos auf www.mietervereinigung.at oder unter

Telefon 050 195.

Gut beraten

Gut vertreten

moving 3 _2012 31


32 moving 3_2012

AUfbrUch

CHECKLISTE: Nach dem Umzug

Bringen Sie Ihren Namen an Tür, Gegensprechanlage und Briefkasten an

Gehen Sie spätestens nach drei Tagen auf das zuständige Bezirks- oder Gemeindeamt. Bringen Sie Ihren

alten Meldezettel, Geburtsurkunde, Lichtbildausweis mit

Melden Sie Gas, Strom, GIS, Telefon, Internet und Fernsehen an beziehungsweise um

Ihr Auto sollte unbedingt am neuen Wohnort zugelassen werden. Achtung: Bei Nicht-Einhaltung

der Ein-Wochen-Frist droht eine Verwaltungsstrafe

Informieren Sie Freunde, Bekannte, Banken, Schulen, Arbeitgeber und zum Beispiel die Kirche über die

neue Adresse (Bei der Pendlerpauschale gilt eine einmonatige Frist)

Teilen Sie dem Arbeitsmarktservice die neue Adresse mit, wenn Sie Arbeitslosenhilfe beziehen

Geben Sie Ihre Adressänderung bei Krankenkasse/Pensionsversicherung bekannt. Die Frist ist abhängig

vom Versicherungsträger; Infos finden Sie online auf der Website der Versicherung

Informieren Sie Fachhochschule oder Uni über die neue Adresse. Wer Studienbeihilfe bezieht, muss der

Studienbeihilfenbehörde die neue Adresse melden (Frist: 14 Tage)

Wenn Sie in Wien wohnen, beantragen Sie eine Parkkarte

(max. Gültigkeitsdauer: 2 Jahre; alle Informationen finden Sie online unter www.wien.gv.at)

Teilen Sie dem Finanzamt Ihre neue Adresse mit. Beziehen Sie Familienbeihilfe, muss die Meldung

unmittelbar nach dem Umzug erfolgen, sonst bei der nächsten Arbeitnehmerveranlagung

Bewahren Sie alle Belege der Umzugskosten (Rechnung der Spedition, Benzinkosten, Verpackungsmaterial,

Werkzeug, Renovierungskosten, Maklergebühren) für Ihre Steuererklärung auf. Lassen Sie sich

beraten, inwieweit Sie die Umzugskosten absetzen können

Legen Sie einen Termin für Restarbeiten fest und bitten Sie Bekannte und Freunde um Mithilfe. Oft sind

noch Kleinigkeiten zu erledigen, zum Beispiel Sesselleisten zu montieren, Kästen zusammenzubauen etc.

Erkunden Sie mit Ihrer Familie die neue Umgebung: Wie weit ist’s in der Früh zum Bäcker, wo befindet

sich die nächste Apotheke und auf welchem Weg geht’s zur Schule?

Feiern Sie Ihren Einzug und laden Sie Ihre neuen Nachbarn zur Party ein. So lernen Sie einander leichter

kennen und fühlen sich nicht so fremd in der neuen Umgebung

Fehlt Ihnen etwas? Verbessern Sie mit uns die Checkliste: redaktion@moving-now.at


© arsdigital/fotolia.com

Kein Scherbenhaufen

Ein Umzug erfordert durchdachte Planung und

starke Nerven. Wer diese Aufgabe nicht von

Profis erledigen lässt, sondern selbst Hand

anlegt, muss sich geeignete Transportmittel

organisieren. Hier sollte besonders auf die Sicherheit

geachtet werden, sonst endet der Umzug im Krankenhaus

oder mit viel kaputtem Eigentum. Zurrgurte, Umzugskartons,

Schutzdecken, Luftpolsterfolie und Klebebänder

sorgen für ein erfolgreiches Unternehmen.

Gut eingepackt?

Besonders wichtig für einen gelungenen

Umzug: alles gut verpacken

und überlegt in den Transporter verladen.

Möbelstücke sollten, so weit es

geht, zerlegt und mit Decken geschützt

werden. Um Schäden zu vermeiden,

sollte man Türen von Kästen am besten

mit breitem Klebeband verkleben

– hier unbedingt darauf achten, dass

sich dieses rückstandslos entfernen

lässt! – und Schubladen herausnehmen.

Das Abschrauben von Griffen

verhindert unschöne Kratzer auf

anderen Möbeln. Beim Abbauen

von Schrankwänden zusammengehörende

Teile nummerieren

und Schrauben mit Klebeband

ankleben – so entsteht beim

Wiederaufbau kein Chaos.

Nach Möglichkeit sollten alle

Kisten beschriftet werden,

das macht das Einräumen

in der neuen Wohnung

einfacher. Besonders bei

Schachteln mit zerbrech-

AUfbrUch

Stabil verpackt und klug verladen – ein einwandfrei überstandener Transport der

Besitztümer ist Grundstein für einen guten Start im neuen Wohnsitz.

Unser Tipp

Lassen Sie sich beim Ausborgen eines Transporters

Fahrtipps vom Personal des Verleihers geben

und drehen Sie ein paar Proberunden am Parkplatz,

um ein Gefühl für die ungewohnten Dimensionen zu

bekommen.

lichem Inhalt sollte dieser außen draufstehen, um später

nicht vor einem Haufen Scherben zu stehen.

Überlegtes Beladen

Ist alles verpackt, geht’s ans Verladen. Auch hier sollte

man ein paar Grundregeln beachten: Die schweren

Sachen zuerst und hinter dem Fahrer verstauen. Dabei

auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung achten.

Matratzen und Pölster an die Seiten des Transporters

lehnen, ebenso wie lange Gegenstände, etwa Teile von

Schränken oder Tischplatten. Plötzliche Ausweichmanöver

oder Schlaglöcher können bei schlecht gesicherter

Ladung große Schäden an den Gegenständen im

Umzugswagen verursachen. Mit Gurten und durch kluges

Beladen kann das verhindert werden, daher empfehlen

Experten, sich für das Einräumen des Transpor-

myplace-mov90x122_12-05 15.05.12 12:46 Seite 1

ters genügend Zeit zu nehmen. l

Umzug geplant?

Wohin nur mit all den Sachen?

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moving 3_2012 33


& kurz gut

34 moving 3_2012

Das

schaut ja witzig

aus! Als Hingucker

Flexibler Eyecatcher

schlechthin macht das

„GummiDepot“ auch im Regal

eine gute Figur. Und das Beste ist:

Man muss nie wieder nach Gummiringerln

suchen, wenn man eines

braucht und keines zur Hand hat.

Übrigens soll sich das Gummi-

Depot auch als Stressball

hervorragend

eignen. l

Sinnvolle

Zweitverwertung

Alte Plastikkübel werden zur Designerlampe,

Holzabfälle zu funktionstüchtigen

Einrichtungsgegenständen und selbst die

Lampe aus Papier kann zu 100 Prozent

recycelt werden. Galten sogenannte Recyclingmöbel

lange Zeit als gewöhnungsbedürftig,

so haben sie sich mittlerweile

als echte Designerstücke etabliert. Nachahmung

dringend empfohlen. Ideen gibt’s

hier: www.breadedescalope.com

www.stylingrooms.de l

Gesunde

Wohntemperatur

Fühlt man sich in der eigenen Wohnung

wohl, trägt das entscheidend

zur Erhaltung der Gesundheit bei.

Neben der richtigen Raumtemperatur

(in Wohnräumen zwischen 20 und

23, in Schlafräumen höchstens 20

Grad Celsius) soll auch die Luftfeuchtigkeit

regelmäßig überprüft

werden. Ist die Luft im Raum zu

trocken, werden die Schleimhäute in

Mitleidenschaft gezogen und man ist

anfälliger für Verkühlungen. Zu einer

als angenehm empfundenen Raumtemperatur

tragen zudem täglich

mehrmaliges Stoßlüften von bis zu

zehn Minuten sowie die Anpassung

der Kleidung an die Jahreszeit und

Tätigkeit bei. l

Versteckte Anziehung

Sie ist dekorativ, praktisch und

unsichtbar. Sie sorgt für mehr

Überblick und Ordnung und

verwandelt langweilige Wände in

originell nutzbare Flächen: Die

MagnetFarbe. Der Clou: Durch

die Eisenteilchen, die dem Farbgemisch

beigemengt wurden,

haften Magnete an der Wand.

Mit drei Farbanstrichen erzielt

man die beste Wirkung, denn je

mehr Eisenteilchen an der Wand

kleben, umso besser haften die

ankommen

Magneten. Der

einheitsgraue

Farbton kann

problemlos

mit jeder

gewünschten

Farbe übermalt

werden. Der

Kreativität sind keine Grenzen

gesetzt und Klebeband, Nägel

und Reißnägel werden

überflüssig.

www.magnetfarbe.at l

Unkonventionelle Deko

Nicht zwangsweise auf Blumenschmuck verzichten

muss man in der eher düsteren und kalten Jahreshälfte.

Mit wenig Aufwand lässt sich ein haltbares

florales Arrangement selbst herstellen: Man nehme

ein dekoratives Einmachglas, befülle es

mit Spiritus, befestige eine schöne

Blume am Deckel, schließe

diesen und warte ab. Mit etwas

Glück sieht das Ergebnis so

aus wie jene schönen Dekogläser

von NSybrandy. Viel

Spaß beim Ausprobieren!

www.nsybrandy.nl l

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36 moving 3_2012

AnkommEn

Gut geschützt

Winter

durch den

Richtig versorgt überstehen

frostsichere

und nicht winterharte

Kübelpflanzen unbeschadet

die kalte

Jahreszeit und erfreuen

im kommenden Frühjahr

mit prachtvoller Blüte.

© Horváth Botond/fotolia.com


Achtung Frost: Bewegen sich die

Temperaturen um den Gefrierpunkt,

ist es an der Zeit, nicht winterharte

Kübelpflanzen wie z. B. den violetten

Enzianstrauch hineinzustellen.

© Julija Sapic, Nuvola, Anfor/fotolia.com, Milewski

Farbenprächtige Oleander-

und Enzianbäume,

sattgrüne Olivenbäume

und Palmen bringen als

Kübelpflanzen mediterranes Flair

auf Terrasse, Veranda und Balkon.

moving sagt Ihnen, wie Sie Ihre Kübelpflanzen

gut über den Winter

bringen.

Wenn die Nächte kälter werden …

„Man unterscheidet zwischen nicht

winterharten und frostsicheren

Kübelpflanzen“, erklärt Dietmar

Bergmoser, Inhaber der Erlebnisgärtnerei

Blumen Bergmoser in

Frankenmarkt (OÖ) und Landesgärtnermeister

von Oberösterreich.

„Klassiker wie Oleander, Palme und

der beliebte Olivenbaum zählen z. B.

zu den frostsicheren Pflanzen.“ Bis

zu –6 C° halten sie aus. Nicht winterharte

Kübelpflanzen wie der violette

Enzianbaum, die gelb blühende

Cassia oder der rot blühende Hammerstrauch

vertragen keinen Frost.

„Werden die Nächte länger, sollte

der Hobbygärtner die Temperaturen

im Auge behalten. Sinken sie

Anfang Oktober in der Nacht unter

null Grad, empfiehlt sich eine leichte

Decke oder ein Leintuch zum Schutz

der Triebe“, so Bergmoser.

Die Vorbereitung

Vor der Überwinterung schneidet man

die Pflanze etwas zurück. Bergmoser:

„Es reicht, nur das Gröbste wegzuschneiden

und die Pflanze einziehen

zu lassen.“ Der Oleander ist eine

der wenigen Pflanzen, die nicht zurückgeschnitten

werden: „Mit jedem

Trieb, der im Herbst abgenommen

wird, schneidet man eine Blüte fürs

kommende Jahr weg“, informiert

der Experte. Düngen kann man das

letzte Mal im September. „So sammelt

die Pflanze Kraft für die Überwinterung.

Das nächste Mal gedüngt

wird erst wieder im März“, sagt

Bergmoser. Um Schädlings befall zu

verhindern, kann man seine Pflanze

vor der Einwinterung noch vorbeugend

behandeln. „Das ist wie eine

Grippeimpfung und erspart viel Ärger“,

so der Pflanzenexperte.

Der passende Platz

Zum Überwintern der nicht Winterharten

eignen sich Garage oder Keller

mit kleiner Lichtquelle. Optimal sind

null bis maximal zehn Grad Celsius.

Die kühlen Temperaturen machen

die Pflanze nicht nur robuster, sondern

schützen auch vor Schädlingsbefall:

„Ist das Winterquartier zu

warm, beginnt die Pflanze auszutrei-

AnkommEn

1 2 3 4

Zurückschneiden: Vor dem Einwintern

der Pflanzen schneidet man das

Gröbste weg und lässt die Pflanze

einziehen. Im Frühjahr treibt sie dann

kräftig aus.

Kühler Standort: Maximal 10°C sind

ausreichend. Ist es zu warm, treibt die

Pflanze vorzeitig aus und Schädlinge

haben ein leichtes Spiel.

Regelmäßig gießen: Ihre Pflanze

braucht auch im Winter weniger, aber

ausreichend Wasser. Durch Löcher

im Boden kann es abfließen und die

Wurzeln faulen nicht.

ben. Die Triebe sind weich und anfälliger

für Ungeziefer, das man nur mit

viel Aufwand wieder loswird“, erklärt

Bergmoser.

Gut gepflegt

Auch wenn die Pflanze im Winter quasi

auf „Stand-by“ steht, braucht sie alle

drei bis vier Wochen Wasser. Bergmoser:

„Frostschäden sind oft Trockenschäden.“

Ob der Topf aus Holz,

Ton oder Kunststoff besteht, ist Geschmackssache.

Das Wasser muss

durch Löcher im Boden abfließen

können, weil sonst die Wurzeln faulen

können. Daher auch unbedingt ohne

Übertopf einwintern. Frostsichere

Pflanzen brauchen bei tiefen Temperaturen

extra Schutz: Eine Styroporplatte

unter dem Topf verhindert,

dass der Frost aus dem Boden die

Pflanze angreift, Blätter und Zweige

schützt man mit Vlies oder Jute. Die

Pflanze soll atmen können. Den Topf

am besten mit einwickeln und windgeschützt

an die Hauswand stellen.

Hat man selbst keine Möglichkeit,

größere Pflanzen zu überwintern,

fragt man beim Gärtner seines Vertrauens.

„Viele Betriebe bieten diese

Dienstleistung bereits an und sorgen

in der kalten Jahreszeit für die richtige

Pflege“, sagt Dieter Bergmoser. l

moving 3_2012

37


Früher sind wir am Lagerfeuer gesessen, heute versammeln wir uns am Herd.

Die moderne Küche ist weit mehr als nur ein Ort der Essenszubereitung.

Auf Partys ist in der Küche

oft am meisten los. Das sei

kein Zufall, erklärt Wohnraumcoach

Robert Pap:

„Die Gäste wollen, archaisch gesehen,

beim Lagerfeuer sitzen bleiben.“

Dieses Verhalten zeigt sich

auch im Alltag: „Wenn Kinder ihre

Hausaufgaben in der Küche machen,

sehen wir dasselbe. Rund um den

Herd, den Nachfolger des Lagerfeuers,

befindet sich das aktive Zentrum

der Wohnung, die Küche ist der

Yang-Raum schlechthin.“ So kommt

es, dass die Wohnküche zurückgekehrt

ist. Was noch im vorigen Jahrhundert

aus Platznot entstand, wird

heute als kommunikativ und modern

angesehen: Offene Küchen, bei denen

Koch-, Ess- und Wohnbereich

ineinander übergehen.

Die moderne Küche

So ist die Küche zu einem halböffentlichen

Raum geworden, in dem

In der modernen Küche von heute wird gelacht, gelebt, gekocht und vor allem eines: kommuniziert

Speisen im Mittelpunkt steht. „In

diesen Räumen geben sich Träume

und Schäume die Hand“, beschreibt

Innenarchitekt Norbert Stock. Denn

Konzeption und Nutzung der Küche

sind zwei verschiedene Dinge. Dabei

ist Küchenplanung noch immer

Frauensache. Laut einer aktuellen

Studie gaben 41 Prozent der Frauen

und nur acht Prozent der Männer

an, dass ihnen die Küche wichtig

sei. Seit Margarete Schütte-Lihotzky

1927 die Frankfurter Küche als Inbegriff

der Effizienz entwickelt hat,

folgt die Form immer noch der Funktion.

„Wenn jedoch mit dem Arbeitsobjekt,

also zum Beispiel mit dem

hochwertigen Edelstahlgeschirr,

nicht mehr gekocht wird, wird es

zum unbearbeiteten Kunstobjekt“,

so Stock. Schade darum, denn in

der Küche dominiert der Genuss und

die moderne Küche kann dazu beitragen.

„Es macht tatsächlich einen

Unterschied im Geschmack, ob ich

beim Kochen gegen eine Mauer oder

nicht mehr nur die Zubereitung von © drubig-photo, stokkete, Simone van den Berg, Andres Rodriguez/fotolia.com

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AnkommEn

Treffpunkt küche

ins Zimmer hineinschaue“, meint

Wohnraumcoach Pap.

Damit die offene Küche im Alltag

und beim Entspannen nicht störend

wirkt, gibt es immer leisere Spülmaschinen

und Geräte, die im Raum

verschwinden können.

Ton um Ton

Es empfiehlt sich, für den Wohn- und

Küchenbereich ein durchgängiges

Farb-, Material- und Lichtkonzept zu

entwickeln. Pap rät zu erdbetonten,

warmen Tönen, die den Raum wohnlich

machen. „Glänzende Oberflächen,

etwa aus Glas und Kunststoff,

wirken zwar sauber, aber kühl.“ Es

kommt aber auf den eigenen Typ an.

Helle Farbtöne spenden Energie und

geben Auftrieb. Gedeckte Farben,

wie etwa Schlamm- und Erdtöne,

kombiniert mit sanften Beleuchtungskonzepten,

wirken beruhigend

und fördern die Konzentration. Starke

Hell-Dunkel-Kontraste und kühle

Lichtquellen sprechen hingegen


In der Küche sollte das Thema Genuss dominieren. Dabei spielen Farben und Licht eine große Rolle

eher rationale und funktionale Menschen

an.

Wenn der Elan in der Küche erlahme,

könne das am schlechten Licht

liegen: „Gewöhnliche Spots haben

ein enges Lichtspektrum, man wird

beim Arbeiten schneller müde. In so

einem Fall ist es ratsam, die schwache

Glühbirne gegen eine Vollspek-

trumlampe zu tauschen.“ Beim Essen

sollte man dagegen auf dezente,

indirekte Beleuchtung umschalten

können.

Gestaltung geht aber auch mit der

Jahreszeit. „Im Winter kann man mit

roten Tönen einen warmen Ausgleich

schaffen“, so Pap. Im Sommer rät der

Wohnraumexperte, wenn schon nicht

Alles neu beim

Übersiedeln?

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zum Tapeten-, so doch zum Vorhangwechsel.

„Auch den Vorhang einmal

ganz weglassen oder die Bilder in

der Küche tauschen ist einen Versuch

wert. Es bedeutet eine Stunde Aufwand,

aber die Wirkung ist spürbar.“

Wo sonst sollten sich die Lebensgeister

schließlich wohlfühlen, wenn

nicht im Lebensraum Küche? l

Beim Übersiedeln in ein neues Zuhause darf das neue Kochgeschirr

natürlich nicht fehlen - ganz besonders, wenn man sich für einen

modernen Induktionsherd entscheidet, für den man spezielles Kochgeschirr

benötigt.

Fissler bietet nicht nur ein komplettes Sortiment an Küchenausstattung,

sondern auch praktische Basis-Pakete für die Grundausstattung Ihrer

neuen Küche - das Wichtigste auf einen Griff!

Erhältlich im ausgewählten Fach- und Möbelhandel.

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Set „Fissler basic“

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Der praktische Utensilo Rudolf

wird an den Tassenrand gehängt

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Brotkrümel, Cornflakes und

Zucker auf die kleine Schaufel,

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Mit Bunnys XL-Karotte ist

nicht nur die Küchenrolle

griffbereit zur Hand. Als

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Ihre Hände von unangenehmen

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Der Affe greift den Kleinen unter die

Arme: Er knackt die Banane, hilft beim

Entfernen der weichen Streifen und

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Kasimir stellt seine Stacheln

auf und verfeinert Pizza,

Nudelgerichte oder Gratins

im Handumdrehen mit feinen

Käsestreifen.

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© design3000.de, Koziol


© Alterfalter/fotolia.com

Andreas hat sein Haus immer

in der Hosentasche.

Auf seinem iPhone ist eine

auftragsprogrammierte App

installiert, die praktisch alle Handgriffe

des Wohn-Alltags entweder

automatisiert – oder zumindest über

den Äther zugänglich macht. Das beginnt

schon bei der Anfahrt zu Andreas’

Haus. Sein iPhone meldet sich

automatisch im WLAN-Netzwerk an,

das Garagentor öffnet sich. Andreas

tippt seinen persönlichen 16-stelligen

PIN-Code ein, um die Alarmanlage

zu deaktivieren. Gleichzeitig

schaltet sich, wie von Geisterhand

bedient, im Wohnzimmer die Hi-Fi-

Anlage ein, Lichter in Vorzimmer,

Küche und Wohnzimmer stellen

Das denkende Heim

Licht und (Heiz-)Energie: Zwei Aspekte des Wohnalltags, die sich mit wenig Aufwand automatisieren lassen

sich (es ist nach 20.00 Uhr) auf halbe

Helligkeit, im Wohnzimmer wird

entspannendes Stimmungslicht mittels

Vollspektrum-Zusatzleuchten im

blau-violetten Farbton verbreitet. Die

Klimaanlage flüstert und versucht,

die gewünschten 23 Grad Celsius

zu erreichen. Sein Home-Entertainment-PC

hat, bis er das Wohnzimmer

betritt, bereits die tagesaktuellen

News auf dem Flatscreen-TV,

die (legalen) TV-Serien-Downloads

sind nach Download-Status geordnet

bereits in einem Fenster gelistet und

warten aufs Anschauen.

Selbstbau-Projekt

Was hier wie Science Fiction – oder

zumindest wie Bill Gates’ Traum vom

AnkommEn

Home Automation ist stark im

Kommen. Wer sich vollkommen

auf das elektronische „Hirn“

seiner vier Wände verlassen

will, muss derzeit aber noch

improvisieren.

„lebenden Haus“ – anmutet, hat Andreas

ein Jahr Tüftelei, „gefühlte

zehn Kilometer Kabel verlegen“ und

an die 6.000 Euro gekostet. Frustanfälle

nicht mitgerechnet. Andreas

ist den „Weg aller Nerds“ gegangen,

wie er es lachend ausdrückt, und hat

sich seine höchstpersönliche Home-

Automation-Variante mit gratis erhältlicher

Open-Source-Software,

Elektronik aus Online-Shops und viel

Erfahrung und Geduld geschaffen.

Ob er diese Erfahrung anderen zumuten

würde? „Auf jeden Fall! Das

Ergebnis rechtfertigt zumindest für

mich den Aufwand total.“ Und das

Automations-Erlebnis ist wirklich

Fortsetzung Seite 42

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42 moving 3_2012

AnkommEn

verblüffend unaufdringlich, nahtlos –

und sehr bequem. „Die ganzen kleinen

Handgriffe, Licht ein- oder ausschalten,

Heizung oder Klima anlage

einstellen, immer genau dann, wenn

man sich’s gerade gemütlich machen

will, erledige ich jetzt ganz bequem

vom Sofa aus. Nie wieder nach

einer Fernbedienung suchen müssen

– Entspannung pur.“

Andreas gibt unumwunden zu, dass

sein System „ein wenig so ist, als

würde man mit Atomraketen auf Mücken

schießen“. Ursprünglich wollte

er lediglich ein paar Lichter im Haus

so programmieren, „dass es von

außen so aussieht, als wäre ich daheim,

auch wenn ich in Wirklichkeit

mit einem kalten Bier in der Hand

am Adriastrand liege“.

Problemloser Alltag

Ganz so tief muss der Wohnende

auch nicht in die Materie eintauchen,

will er einige wichtige Funktionen

seines Haushalts aus der

Ferne überwachen und steuern.

JunkersHome etwa bietet ein Heizungssteuerungssystem

für bis zu

vier separate Heizkreise per iPhone-,

iPad- oder iPod-App an, mit dem

sich nicht nur das Raumklima exakt

steuern lässt. Im Falle eines Falles

lassen sich auch detaillierte Störungsmeldungen

oder Wartungsinformationen

anzeigen. Das alles

ortsunabhängig und intuitiv bedienbar

– ganz ohne Programmierkenntnisse.

Alles, was dazu nötig ist, ist

ein handelsüblicher WLAN-Router

Bald Alltag: Was

heute nur für

Bastler ein Thema

ist, wird in den

nächsten zwei bis

drei Jahren die

Baumarkt-

Regale füllen

(bei den meisten Internet-Anbietern

ein Standard im Angebot), das „MB

LAN“-Steuerungsmodul und ein

handelsübliches Heizgerät mit sogenanntem

2-Draht-Bus. Ausgeklügelten,

individuellen Heizprogrammen

steht nichts im Wege – verfügen die

so ausgestatteten eigenen vier Wände

auch über eine Solaranlage am

Dach (oder sonstwo), kann sogar der

Zugewinn berechnet und gratis angezeigt

werden. Auch Android-User

dürfen aufatmen: Auf Anfrage wurde

bestätigt, dass mit Anfang 2013 auch

Was ist zu Hause automatisierbar?

eine Version für Google’s Betriebssystem

verfügbar sein wird.

Längst im Handel

Home Automation ist längst keine

Zukunftsmusik mehr – große, bekannte

Hersteller sind auf den Zug

aufgesprungen, und es ist nur eine

Frage der Zeit, bis auch in Baumärkten

und zu leistbaren Preisen individuelle

„Denkmodule“ für Wohnung

und Haus erhältlich sein werden, die

sich Andreas noch mühsam „zusammenkleben“

musste. l

› Heizung/Klimaanlage

› Beleuchtung

› Unterhaltung (Musik, TV, Radio, Internet-Multimedia)

› Alarmanlage

› Schließsysteme

› Brennstoffzufuhr, z. B. bei Hackschnitzel- oder Pellets-Heizung

› Solaranlagen

› Pflanzenbewässerung und -düngung

› Fenster, Zu- und Abluft

© lassedesignen, auremar/fotolia.com


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44 moving 1_2011

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