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Gruppenstunde I: Alles was Recht ist - VCP Land Niedersachsen

Gruppenstunde I: Alles was Recht ist - VCP Land Niedersachsen

Platz. Auf diesem Platz

Platz. Auf diesem Platz steht ein seltsames Haus aus Metall und Glas. Es hat hohe Masten. Vor dem Haus ist ein großes Tor. Du gehst auf das Tor zu. Es öffnet sich langsam und bedächtig. Du gehst durch das Tor. Vor dir steht eine seltsame Gestalt. Sie sagt zu dir: ‚Hallo, ich bin O.K. Ich helfe den Kindern, damit sie zu ihren Rechten kommen. Ich freue mich, dass du gekommen bist. Ich habe schon auf dich gewartet. Du bist im Land der Kinderrechte.’ Sieh dich genau um. Wie leben Kinder hier? Gibt es Erwachsene? Welche Aufgaben haben sie hier? Was siehst du? Was hörst du? Was fühlst du? (An dieser Stelle ganz viel Zeit lassen zwischen den Fragen, mindestens jeweils eine halbe Minute) Es wird nun Zeit, O.K. und das Land der Kinderrechte wieder zu verlassen. Du wirfst noch einen letzten Blick auf dieses schöne Land. O.K. winkt dir freundlich zu. Du weißt, du kannst immer wieder zu ihm zurückkommen. Das Tor öffnet sich für dich. Du gehst durch die silbernen Bäume zurück zu deiner Wolke. Die Wolke setzt sich langsam in Bewegung. Sie bringt dich zurück... Du öffnest die Augen und bist wieder zurück im Gruppenraum.“ (ein paar Minuten Zeit zum Ankommen lassen!) Das Erlebte bearbeiten (ca. 20 Minuten) Anschließend sollen die Kids je nach Gruppensituation in Kleingruppen oder alleine ihre Vorstellungen kneten, malen oder mit anderen Materialien zum Ausdruck bringen Dadurch sollen ihre Gedanken und Ideen auch anderen zugänglich gemacht werden. Für die nächste Gruppenstunde habt Ihr dann eine sichtbare (visuelle) Auffrischung des Erlebten parat. Tipp: Wenn die Gruppe über das Aufstellen von Gruppenregeln nachdenkt oder eine Versprechensfeier ansteht, dann kann in der nächsten Gruppenstunde dazu übergegangen werden. Abschluss des Themas Ausstellung – 10 Minuten Zum Abschluss werden die Kunstwerke ausgestellt und die einzelnen Kinder bzw. Kleingruppen stellen sich gegenseitig ihre Ergebnisse vor. Abschlussspiel – 5-10 Minuten Ich bewege euch! In diesem Spiel geht es darum, dass ein Kind den anderen seine Lieblingssportart (oder auch eine Sportart, die ihm oder ihr gerade einfällt) mitteilt und alle anderen sich dann mit dem Kind zusammen mit Hilfe einer entsprechenden Geste durch den Raum bewegen. Am besten macht Ihr als Leitungsteam das einmal vor. Beispiel: Ein Kind sagt „Ich mag am liebsten Basketball!“ - dann müssen alle mit einem ‚Luftball’ durch den Raum dribbeln, oder „Ich mag Ballet!“ – dann sollen alle wie Ballerinas durchs Zimmer tänzeln, oder „Ich finde Autorennen total klasse!“ – dann haben alle ein imaginäres Lenkrad in den Händen und ‚fahren’ laute Motorengeräusche von sich gebend ganz schnell durch den Gruppenraum usw. Das Spiel hat kein bestimmtes Ziel, man kann es so lange spielen, wie den Beteiligten etwas einfällt und es nicht langweilig zu werden droht. Abschlusskreis: Weist darauf hin, dass sich viele Erwachsene Gedanken darüber gemacht haben, welche Rechte Kinder haben sollten und dass Ihr Euch in der nächsten Gruppenstunde damit beschäftigen wollt. Gruppenstunde II: Die Kinderrechte der Vereinten Nationen Kurzbeschreibung: In dieser Stunde wird die UN-Kinderrechtskonvention vorgestellt und mit Leben gefüllt. Dabei sollen einige Kinderrechte im Verlauf der Stunde nicht nur vorgetragen werden. Wichtig ist auch, dass sich jedes Kind überlegen kann, was die Kinderrechte für ihn/sie bedeuten und welche Rechte ihm/ihr besonders wichtig sind. Das ist wichtig, damit es nicht zu abstrakt bleibt. Außerdem ist es eine Vorbereitung auf die nächste Gruppenstunde, in der es um die eigene Lebenssituation geht. Anfangskreis - 5 Minuten Stellt zunächst eine Verbindung zwischen der letzten und der jetzigen Gruppenstunde her, in dem Ihr den Kindern (sinngemäß) erzählt: „Letzte Stunde habt ihr selber überlegt, wie eine Welt aussehen sollte, in der ihr gerne leben wollt, heute möchten wir euch vorstellen, wie sich das eine Menge schlauer Leute für alle Länder dieser Erde gedacht haben....“ Anfangsspiel - 10 Minuten Goofy, das freundliche Monster Lasst die Gruppe mit verbundenen Augen durch den Raum gehen. Die Spielleitung flüstert einem/einer SpielerIn ins Ohr, dass er/sie Goofie ist. Erklärt der Gruppe, dass es darum geht, das freundliche Monster Goofie zu finden. Wenn sie auf eine andere Person treffen, so sollen sie ihr die Hand schütteln

und sie fragen „Goofie?“. Antwortet diese mit einem ebenfalls fragenden „Goofie?“, so war es nicht Goofie, der stumm ist. Bleibt die andere stumm, ist sie das Goofie-Monster. Nun werden die Kids ein Teil des Goofie-Monsters, in dem sie die freie Hand von Goofie nehmen. Die andere Hand bleibt frei zum Händeschütteln. Hier kann sich dann der nächste anschließen. Goofie kann sich immer nur an den Enden verlängern. Wenn die Kids gleichzeitig zwei Hände zu fassen bekommen, haben sie Goofie irgendwo in der Mitte erwischt. Dann sollen sie sich entlang tasten, bis eine freie Hand sie aufnimmt. Sind alle verstummt, ertönt kein fragendes „Goofie?“ mehr, so sind alle Goofie geworden. Die Kinder können die Augen öffnen und finden sich in einer Schlange wieder. Einstieg in das Thema: 5-10 Minuten 1. Möglichkeit: Erzählt kurz etwas über die Entstehungsgeschichte und die Inhalte der Kinderrechte. Betont dabei auch, wie wichtig den beteiligten PolitikerInnen die Rechte der Kinder waren und sind. 2. Möglichkeit: Solltet Ihr zu den musisch begabten Leitungsteams gehören, überlegt Euch zu den unter 1. genannten Punkten ein kurzes Theaterstück, z.B. mit Kasperle-Figuren. Bei beiden Vorgehensweisen ist es wichtig, die 10 bedeutsamsten Punkte der Konvention entweder ganz deutlich während des Erzählens bzw. Spiels schriftlich festzuhalten oder im Anschluss gemeinsam mit den Kids herauszuarbeiten und dabei dann schriftlich zu fixieren. Wählt dazu DIN A3 Bögen, die auf einer Seite vorher mit einem Strich in zwei Hälften unterteilt wurden, da ihr diese für die nachfolgenden Collagen weiterverwenden könnt. Weiter geht’s: - 30 Minuten Collagenerstellung zu einzelnen Kinderrechten Die nunmehr erstellten Kinderrechtebögen dienen als Ausgangspunkt für die Erstellung von Collagen, die die Kinderrechte visualisieren (vor Augen führen) und konkretisieren helfen. Die Collagen sollen dabei auf einer Seite des Bogens vorstellen, was die Verwirklichung des jeweiligen Rechts beinhaltet, und auf der anderen Seite verdeutlichen, was eine Nichtbeachtung des Rechts für Folgen hätte. Dazu braucht Ihr Kataloge, Zeitschriften oder andere Materialien, mit denen Ihr gerne arbeitet. Die Collagen stellen sich die Kinder anschließend gegenseitig vor, um die Bilder allen verständlich zu machen und ihre Gedanken auszutauschen. Je nach Gruppengröße empfiehlt es sich, nur ein paar der wichtigsten Kinderrechte mit der Gruppe zu bearbeiten. Entscheidet selber, welche Anzahl von Rechten Eure Gruppe bearbeiten kann, ohne dass die Kinder überfordert sind und den Überblick verlieren. Als Richtlinie für die Collagen gilt, dass pro Plakat 2 oder besser 3 Kinder beteiligt sein sollten. Die nicht von der Gruppe erarbeiteten Kinderrechte könnt Ihr anhand bereits vorbereiteter Plakate ausführlicher vorstellen, nachdem die Kinder Ihre Collagen präsentiert haben. Zur Erstellung der Plakate könnt Ihr auf die altersgerecht formulierten Broschüren des Kinderschutzbundes zurückgreifen (Quelle siehe Anhang). Tipp: Die folgenden Rechte wurden von Kindern 1999 im Rahmen einer Abstimmung des „Aktionsbündnis Kinderrechte“ zu den drei für sie wichtigsten Kinderrechten gewählt. 1. Platz: Kinder haben das Recht, ohne Gewalt erzogen zu werden. „Es gibt Kinder, die werden von ihren Eltern vernachlässigt, mihandelt und gequält. Es kommt sogar vor, daß Kinder sexuell mißbraucht werden. Solche Kinder müssen geschützt werden. Für diese Kinder kann es schon eine große Hilfe sein, wenn ihren Eltern geholfen wird, die Kinder richtig und gut zu versorgen. Denn oft ist es Hilflosigkeit und Verzweiflung, wenn Eltern ihre Kinder schlagen (...).Wenn ein Kind aber zu große Angst vor seinen Eltern hat, kann es zu einer Beratungsstelle gehen und um Schutz und Hilfe ersuchen. In einem besonders schweren Fall ist es möglich, daß dann das Jugendamt das Kind in seine Obhut übernimmt. Oder das Gericht entscheidet, dass das Kind von seinen Eltern getrennt wird.“ 2. Platz: Kinder haben alle die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden. „Alle Kinder sind gleich, es gibt keine gleicheren. Kinder türkischer oder griechischer Eltern haben also dieselben Rechte wie Kinder deutscher Eltern. Kein Kind darf benachteiligt werden, weil es eine andere Hautfarbe hat als andere Kinder, weil es ein Mädchen ist und nicht ein Junge, oder weil seine Eltern etwas Verbotenes getan haben. Denn ein Kind ist für das, was seine Eltern machen, nicht verantwortlich. Das Übereinkommen soll alle Kinder auf der Welt vor Benachteiligung schützen.“ 3. Platz: Kinder haben das Recht zu leben, ohne wirtschaftlich oder sexuell ausgebeutet zu werden. „Es gibt immer noch Kinder, die den ganzen Tag wie Erwachsene arbeiten müssen. In Indien oder arabischen Ländern müssen zum Beispiel Mädchen von früh bis spät Teppiche knüpfen. (...) Diese

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