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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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ergeben sich eben einer

ergeben sich eben einer solchen Erkenntnis nicht, die nicht ins Künstlerische einmündet. Auf eine andere Weise kann die Welt nicht begriffen werden als auf die Art und Weise, die nicht sich beschränkt auf das bloß durch Gedanken zu Erfassende, sondern die auf das universelle Erfassen der Welt geht, die den ganz organischen, den natürlichen Übergang findet von der Betrachtung in das künstlerische Anschauen und auch in das künstlerische Gestalten, so daß aus dem künstlerischen Gestalten dann derselbe Geist spricht, der aus den Worten spricht, mit denen man mehr theoretisch-ideell dasjenige, was man erschaut in der Welt, zum Ausdruck bringt. Aus demselben Geiste heraus ist dann die Kunst, wie die Wissenschaft ist. Wir haben in Kunst und Wissenschaft nur zwei Seiten ein und derselben Offenbarung. Man kann sagen, auf der einen Seite schauen wir so die Dinge an, daß wir das Angeschaute durch Gedanken aussprechen; auf der anderen Seite schauen wir sie so an, daß wir das Angeschaute in künstlerischen Formen zum Ausdruck bringen. Aus dieser inneren Geistesgesinnung heraus ist dasjenige entsprungen, was zum Beispiel im Dornacher Bau sowohl in der Architektur wie bildhauerisch und auch in der Malerei zum Ausdruck gekommen ist. Ich könnte auch vieles über die Malerei sagen, denn auch sie gehört in gewissem Sinne zur bildenden Kunst. Aber da rückt man auf zum mehr Seelischen des Menschen, was nicht bloß im Ätherleibe, sondern von der Seele heraus den Ätherleib färbend, unmittelbar Seelenausdruck wird. Auch dabei würde sich zeigen, wie gerade die anthroposophische Welterfassung dazu führt, zum Elementar- Künstlerischen, zum Künstlerisch-Schöpferischen wiederum aufzusteigen, während wir heute sowohl im Reli- Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 82 Seite: 104

giösen wie im Künstlerischen, ohne daß es die Betrachter, und meistens auch ohne daß es die Künstler wissen, eigentlich nur aus dem Traditionellen leben, aus den alten Stilformen, den alten Motiven heraus. Wir glauben heute produktiv zu sein, sind es aber nicht. Wir müssen wiederum den Weg finden, um uns hineinzuversetzen in die schaffende Natur, damit dasjenige, was wir schaffen, wirklich auch künstlerisch ursprüngliche, elementarische Schöpfung sei. Und solch eine Gesinnung hat ja von selbst dazu geführt, daß der Kunstzweig der Eurythmie auf dem Boden der Anthroposophie erwachsen ist. Dasjenige, was in der menschlichen Lautsprache und im menschlichen Gesang durch eine ganz bestimmte Organgruppe als eine Offenbarung der menschlichen Wesenheit sich ergibt, das kann verbreitert werden auf den ganzen Menschen, wenn man diesen nur auch wirklich versteht. In dieser Beziehung sprechen aus alten, instinktiven, hellsichtigen Einsichten heraus alle religiösen Urkunden. Und es hat schon eine Bedeutung, wenn in der Bibel gesagt wird, daß Jahve einhauchte dem Menschen den lebendigen Odem, und damit angedeutet wird, daß der Mensch in gewisser Beziehung ein Atmungswesen ist. Ich habe gestern angedeutet, wie überhaupt in älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung die Anschauung geherrscht hat, daß der Mensch ein Atmer, ein Atmungswesen ist. Dasjenige, was der Mensch als Atmungswesen wird in der konfigurierten Atmung, in der Sprache und im Gesang, das kann wiederum dem ganzen Menschen und seiner Gestalt zurückgegeben werden. Wie seine Stimmbänder, seine Zunge, sein Gaumen sich bewegen und andere Organe, indem gesprochen und gesungen wird, das kann, weil jedes einzelne Organ und Organ- Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch:82 Seite: 105

RUDOLF STEINER UND DIE ANTHROPOSOPHIE
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