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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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sehen, daß diese

sehen, daß diese Imaginationen, diese Bilder - denn als Bilder tritt das eigene bisherige Leben einem entgegen in einem großen Tableau, tritt einem die äußere Welt entgegen in einem universellen Tableau -, daß diese Bilder, trotzdem man sie ganz willkürlich hervorgerufen hat, einen stärker festhalten als die gewöhnlichen, blassen, schattenhaften Gedanken. Die meisten Menschen wissen ja, daß diese blassen, schattenhaften Gedanken leider nur zu schnell in Vergessenheit geraten - besonders vor dem Examen ist das meistens der Fall. Aber wenn man eben eine starke Kraft angewendet hat in den Gedanken, so halten einen die Gedanken fest, sie wollen einen nicht mehr loslassen. Man muß nun, um weiterzukommen, nicht auf dieser Stufe stehenbleiben. Mit derselben Willkür, mit der man in die Seele hereingerufen hat diese Bilder, diese Imaginationen, mit derselben Kraft und Willkür muß man sie auch wieder zu entfernen verstehen, sie aus der Seele fortschicken können, so daß man das in der Seele haben kann, was ich nun nennen möchte: Leerheit des Bewußtseins. Machen Sie sich nur klar, wie diese Leerheit des Bewußtseins im gewöhnlichen Leben ausschaut. Wenn leeres Bewußtsein im gewöhnlichen Leben eintritt, da ist eben meistens kein Bewußtsein mehr vorhanden, da schläft man ein. Das gewöhnliche Bewußtsein schläft ein, wenn es leer von Sinneseindrücken, von Erinnerungen und so weiter wird. Aber das ist eben der Unterschied zwischen diesem gewöhnlichen Bewußtsein und dem, was man sich jetzt schon errungen hat im imaginativen Erkennen, daß man dämpfen lernt, ganz herabdämpfen lernt diese Imaginationen, und daß man doch nun der Welt gegenübersteht in einem absolut wachenden Zustand. Ich möchte sagen: ganz Erwartung. Man wacht, hat nichts 11 r\ Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 82 Seite: 130

im Bewußtsein, weil man mit der starken Kraft, die notwendig war, die Imaginationen getilgt hat. Man erwartet wachend, was sich nun ergibt. Und wenn man leeres Bewußtsein dadurch hergestellt hat, daß man erst verstärkte Denkkraft tilgen mußte, dann wartet dieses leere Bewußtsein nicht vergebens. Dann dringt in dieses leere Bewußtsein ein die übersinnliche Welt, dringt genau so ein, wie die sinnliche Welt durch unsere Augen und Ohren, durch unseren Wärmeorganismus und so weiter eindringt. Da machen wir die Entdeckung, daß uns eine übersinnliche Welt umgibt, die nun in das leere, aber wache Bewußtsein hereindringt als die geistige Welt, wie wir vorher die sinnliche Welt um uns hatten. Dabei bleibt immer, weil wir alles das vollziehen mit absolutem Willkür-Bewußtsein, neben diesem erhöhten Bewußtsein das ursprüngliche Bewußtsein des alltäglichen Lebens, das heißt der gesunde Menschenverstand, vorhanden, im Gegensatz zu dem Zustand, wenn jemand halluziniert und Visionen hat, denn dabei geht sein ganzes Bewußtsein in einzelne Visionen über. Das ist bei dem Bewußtsein, von dem ich spreche, nicht der Fall. Das Alltagsbewußtsein, durch das wir fest drinnenstehen im Leben, in der gewöhnlichen Wissenschaft, das bleibt bei jedem Schritt daneben, bleibt fortwährend als Kontrolleur vorhanden. Diejenigen, die davon sprechen, daß auch das, was da als anthroposophisches Bewußtsein geschildert wird, auf Visionen oder Halluzinationen beruhen könnte, die wissen nicht, um was es sich handelt. Die reden, indem sie sich nicht erkundigen, um was es sich handelt. Aber wenn jetzt durch das leere Bewußtsein aus unserer Umgebung eine übersinnliche Welt eindringt, dann sind wir auch in der Lage, noch weiteres an uns selber Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 131

RUDOLF STEINER UND DIE ANTHROPOSOPHIE
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