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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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es Ihnen heute zunächst

es Ihnen heute zunächst nur skizzenhaft andeuten, in den nächsten Tagen wird es noch genauer ausgeführt werden. Nehmen Sie das Verhältnis der Umwelt zu unserer eigenen inneren Welt. Wir können dieses so beschreiben, daß wir sagen, für das gewöhnliche Bewußtsein ist da draußen die materielle Welt. Wenn wir uns nun dem Menschen objektiv gegenüberstellen, so sagen wir: Wenn der Mensch durch seine Augen in diese materielle Welt hineinschaut, durch seine Ohren anderes wahrnimmt, so sind da draußen die materiellen Dinge und Tatsachen, und im Seelenwesen drinnen sind denkend, fühlend und wollend seine ideellen, seine seelischen Inhalte. Indem der Mensch das Materielle wahrnimmt, trägt er in seinem seelischen Inneren bildhaft, als Abbild, seelisch fein, seelisch dünn, diese äußere materielle Welt. In dem Augenblick, wo wir lernen, in unserem leeren Bewußtsein die geistige Welt um uns herum zu erfassen, da tritt auch für unser Inneres etwas Neues auf. Nehmen Sie an, ich sähe für das inspirierte Bewußtsein diese materielle Welt nunmehr durchdrungen von der geistigen Welt. Jetzt tritt im Inneren des Menschen nicht bildhaft auf dasjenige, was da draußen als geistig geschaut wird, sondern jetzt lernt man erkennen das Geistige draußen, wie es sich im Inneren des Menschen spiegelt, und da spiegelt es sich als seine physischen Organe, als Lunge, Leber, Herz, Nieren und so weiter, als alles dasjenige, was materiell zunächst im Inneren ist. Es ist ein vollständiges Umkehren, eine Reziprozität vorhanden. Während die materielle Welt sich in uns spiegelt auf geistig-seelische Weise für das gewöhnliche Bewußtsein, spiegelt sich die geistige Weit durch unsere Organe in uns. Wir lernen uns innerlich als physische Menschen kennen, indem wir die geistige Welt um uns •\ 1 A Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 13 4

herum gewahr werden. Vorher versteht man den physischen Menschen nicht. Vorher lernt man durch Anatomie äußerlich Herz, Lunge, Leber kennen, aber keinen Zusammenhang mit der äußeren Welt. Man lernt durch Anatomie und Physiologie Herz, Lunge, Leber so kennen, wie wenn man kennenlernen würde, daß der Mensch allerlei Vorstellungen in seinem Inneren hat, aber nicht wüßte, daß seine inneren Bilder sich auf die Außenwelt beziehen. Man weiß nicht, daß diese Organe sich auf die geistige Außenwelt beziehen. Hier liegt der Ursprung desjenigen, was zum Beispiel als die Auswirkung der Geisteswissenschaft in einer rationellen Medizin möglich wird. Denn man lernt jetzt erst den Menschen wirklich kennen, man lernt die innere Natur seines Organismus kennen. Die kann man vorher auf keine Weise kennenlernen. Man kann sie nur äußerlich erkennen. Das ist nun die zweite Stufe der übersinnlichen Erkenntnis, des übersinnlichen Forschungsweges, das ist die Stufe der Inspiration. Eine dritte Stufe wird dadurch erreicht, daß man sich an den Willen wendet. Man kann nun auch diesen Willen ausbilden insbesondere dadurch, daß man wiederum zunächst sich ganz klar wird, was es mit diesem Willen für eine Bewandtnis hat im gewöhnlichen Leben. Es ist ja schon erwähnt worden, auch von anderen Seiten in diesen Tagen, daß der Mensch eigentlich in bezug auf seine Willensnatur fortwährend ein schlafendes Wesen ist. Wenn ich nur meinen Arm erhebe, so habe ich zuerst in der Vorstellung das Ziel, daß ich meinen Arm heben will. Was aber dann vorgeht, indem ich diesen Zielgedanken hinuntertauche in die menschliche Wesenheit und durch den Willen die Armbewegung hervorbringe, das entzieht sich zunächst der menschlichen Erkenntnisfähigkeit. Ich werde wiederum 1 1 C Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch:82 Seite: 135

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