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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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ziehen und unterrichten

ziehen und unterrichten wir wirklich so, daß wir zum Beispiel in der Schule nicht einfach Begriffe bekommen, die fertig sind, mit fertigen Konturen. Das wäre so, als wenn man die Hände und Arme das ganze Leben hindurch so klein behalten sollte, wie man sie als Kind hatte. Wenn man dem Kinde fertige Definitionen und Begriffe beibringen will, so ist das so, wie wenn man die Glieder des Menschen einspannen wollte, daß sie nicht wachsen können. Man muß dem Kinde solche Begriffe, Vorstellungen und Empfindungen beibringen, die leben und wachsen, so daß sie im vierzigsten, sechzigsten Jahr durch ihr eigenes inneres Wachstum nicht mehr dasselbe sind wie früher. Diese Möglichkeit gibt es. Sie wird gesucht in der Pädagogik der Freien Waldorfschule. Da wird aus Menschenerkenntnis nicht bloß nach dem Kind gefragt, sondern nach dem ganzen Menschen; wird gefragt, wie er erzogen werden muß, damit er das ganze Leben hindurch etwas von der Erziehung hat; damit er sich nicht sagen muß, wenn er dreißig Jahre alt ist: Jetzt hast du gelernt, aber deine Begriffe sind kindliche Zwerge geblieben; sie wachsen nicht. - Man muß dem Kinde so lebendige Vorstellungen, so lebendige Begriffe und Willensimpulse übermitteln, daß sie im Wachstum sind, daß sie erst im späteren Lebensalter richtig ausgebildet werden. So kann man intensiv aus wirklicher, vergeistigter Geschichtsbetrachtung heraus für das Leben unmittelbar lernen. Und wenn heute gesagt wird, man lerne aus der Geschichte nichts, so rührt das davon her, daß man nicht viel von ihr lernen kann, weil sie ja nicht viel besagt außer der Zusammenstellung der Daten, die für frühere Epochen gegeben wurden, die aber nur aus Äußerlichkeiten zusammengesetzt sind. Anthroposophisch orientierte Betrachtung führt auch da ins Innere -i ns Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch:82 Seite: 186

hinein, indem sie Wahrnehmungen liefert, in denen die geistigen Entitäten nicht bloß Worte sind, sondern auch geistige Substanz haben. So konnte ich Ihnen nur in einzelnen Beispielen skizzenhaft zeigen, wie sich die Forschungsresultate der Anthroposophie ausnehmen. Sie nehmen sich eben so aus, daß wir zuerst den Menschen kennenlernen, daß wir vom Menschen aus das Weltenall kennenlernen, daß wir durch richtige Anwendung der höheren Erkenntnisse auf die menschliche Wesenheit auch zu einer entsprechenden Lebenspraxis kommen, zu einer Lebenspraxis bis in das soziale Leben hinein, wie ich an dem Beispiel der Pädagogik noch zu zeigen versuchte. So darf man auch in bezug auf diese Betrachtung in ähnlicher Weise denken, wie ich das schon am Schlüsse einer anderen Betrachtung gesagt habe: Anthroposophie will eben nicht sein eine Theorie, will nicht sein eine einseitige Lehre, sondern sie will etwas sein, was aus dem Leben herausgeschöpft ist und was deshalb, weil es aus dem vollen Leben, aus dem leiblichen, seelischen und geistigen Leben herausgeschöpft ist, auch wiederum dem vollen Menschenleben dienen kann. Denn nur dann wird eine Weltanschauung richtig dem Leben dienen, wenn sie selbst Leben ist. Denn das muß festgehalten werden: Nicht abstrakte Gedanken, die an sich innerlich tot sind - morgen werde ich von dem Totsein der Gedanken noch mehr zu sprechen haben -, nicht Gedanken, die tot sind, sondern allein die Gedanken, die vom Leben durchpulst sind, können auch dem Leben dienen. Nur die Weltanschauung, die nicht in toten Gedanken lebt, sondern die selber Leben ist, kann dem Leben dienen, weil dem Leben nur das Leben selbst der richtige Diener sein kann. Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 82 Seite: 187

RUDOLF STEINER UND DIE ANTHROPOSOPHIE
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