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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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len Auffassen der

len Auffassen der Sinneswahrnehmungen und der inneren Seelenerlebnisse, wie sie sich zunächst für das gewöhnliche Bewußtsein ergeben, gesagt: Ja, aber man kann nicht zu dem, was nun als irgendein Urgrund oder viele Urgründe hinter diesen Erscheinungen liegt, mit menschlichen Fähigkeiten vordringen; man kann nicht eine wirkliche Gnosis, einen wirklichen Gnostizismus erringen, keine Erkenntnis. Man ist gerade dadurch ein aufgeklärter Mensch, daß man zugesteht, die Urgründe der Dinge können nicht erkannt, nicht erforscht werden. - Der Agnostizismus hat gerade in dieser Form weite Kreise ergriffen. Das ist auch in verschiedenen Variationen vorhanden. Dieser Agnostizismus ist nun allerdings, wenn er philosophisch auftritt, eine Art Gegensatz zur Anthroposophie, und ich könnte ja, wenn es mich danach gelüsten würde, von diesem Zeitpunkte an anfangen, mich polemisch kritisierend, schimpfend meinetwegen, je nach Temperament, gegen den zeitgenössischen Agnostizismus zu wenden. Dasjenige, was über ihn zu sagen ist, sofern er wirklich Verderbnis bringt den menschlichen Fortschrittskräften der Zivilisation, das wird man demnächst in der Zeitschrift «Die Drei» lesen können. Ich habe es ausgeführt in einem Vortrage, den ich bei einem Stuttgarter Hochschulkursus gehalten habe. Wie gesagt, man könnte auch von dieser Seite die Sache anfassen. Aber das möchte ich heute nicht. Ich möchte in diesem Agnostizismus doch auch aufzeigen etwas, was notwendigerweise einmal heraufkommen mußte in der geistigen Menschheitsentwickelung. Gewiß, auf den einzelnen Gebieten des Daseins können Irrtümer aufkommen. Dann werden wir zu Kritikern dieser Irrtümer. Wir müssen diese Irrtümer und Illusionen ausrotten. Wenn aber etwas mit einer solch Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 82 Seite:204

weiten Verbreitung auftritt wie der Agnostizismus, dann können wir ihn allerdings bekämpfen, die Bekämpfung kann ihr Recht haben, aber wir müssen doch auch fragen: Ja, wie kommt es denn, daß innerhalb der Geistesentwickelung der Menschheit sich so etwas wie dieser Agnostizismus ergeben hat. - Nun, derjenige, der in diesen Dingen tiefer sieht, der muß sich das Folgende sagen: Wir mußten einmal zu dem vorrücken in der Menschheitsentwickelung, was ich an einem der letzten Vortragsabende für die äußere Naturwissenschaft, insbesondere die anorganische Naturwissenschaft, streng verteidigt habe, wir mußten vorrücken zu dem reinen Phänomenalismus, wie ihn ja auch Goethe gefordert hat. Zu jenem reinen Phänomenalismus, der das Denken nicht mehr dazu gebraucht, um hinter den Sinneswahrnehmungen allerlei atomistische Welten, die nicht mehr wahrgenommen werden können, zu konstruieren; der das Denken lediglich dazu gebraucht, um in den Sinneswahrnehmungen zu lesen, um innerhalb der phänomenalen Welt stehen zu bleiben, die Phänomene so zu ordnen, daß sie uns als Urphänomene im Goetheschen Sinne erscheinen. Das alles ist ja in den verschiedensten Variationen in diesen Tagen hier ausgeführt worden. Ich möchte auch gar nicht sagen, daß nicht in einer großen Anzahl von Menschen der Gegenwart so etwas lebt. Trotzdem ist auf der einen Seite durchaus ein gewisses Theoretisieren vorhanden, wo wir gewissermaßen, weil wir einmal im Denken darinnen sind, den Sinnesteppich durchstoßen und mit dem Denken noch eine Weile fortrollen hinter den Sinneswahrnehmungen, wo für das Denken nichts mehr zu schaffen ist. Da statuieren wir dann Atome und allerlei anderes. Das entspricht einer Art Gesetz der Trägheit. Das Denken Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 2 0 5

RUDOLF STEINER UND DIE ANTHROPOSOPHIE
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