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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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wird gemäß unserer

wird gemäß unserer gegenwärtigen Stellung, unserem gegenwärtigen Verhältnis zur Welt, eigentlich nur so anwendbar sein, daß wir es im Dienste der Gruppierung, der gegenseitigen Interpretation der Phänomene anwenden können, also innerhalb der phänomenalen Welt bleiben, gewissermaßen die Phänomen ablesen und nicht den Dingen allerlei Erklärendes unterlegen. Wenn jemand aufschreibt das Wort «Tisch», so hat er Einzelheiten. Er bemüht sich, die einzelnen Buchstaben zum Wort zusammenzusetzen. Er liest. Er würde eine verkehrte Tätigkeit beginnen, wenn er sagen würde: T, darunter muß ich Vorgänge annehmen, die mir das T zusammensetzen. Dann das i. - So nimmt sich derjenige aus, der mit dem Denken, einem inneren Gesetz der Trägheit folgend, den Sinnesteppich durchstößt, statt zu lesen in der Sinneswelt. Man durchstößt die Sinneswelt und stellt Hypothesen auf, womit nichts gegen den phänomenalen Atomismus gesagt werden soll. Manche Menschen haben in der Gegenwart durchaus das Bewußtsein, es müsse zu einem reinen Phänomenalismus kommen. Dahin tendiert einfach die Naturwissenschaft. Die Naturwissenschafter selbst, die üben ja mehr eine Experimentier- und Beobachtungspraxis und denken weniger nach über die Methoden. Daher kann man es ihnen auch nicht besonders übelnehmen, wenn allerlei Konstruktionen hinzugefügt werden zu den Phänomenen. Dann glauben sie, in diesen Konstruktionen Tatsachen zu haben. Aber gewisse philosophische Geister fühlen, es muß zum reinen Phänomenalismus kommen. Insbesondere haben wir unter den westlichen Denkern - im Osten ist es ja ganz anders - öfter solche Persönlichkeiten, die genau einsehen, die Wissenschaft der äußeren Welt muß zuletzt dahin kommen, die Phänomene Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 82 Seite: 206

ein zu erfassen und das Denken nur zu brauchen, um die Phänomene gegenseitig sich selber interpretieren zu lassen. «Alles Faktische ist schon Theorie», sagt Goethe. Und in William James, dem Amerikaner, der den Pragmatismus aufgestellt hat, ist ein philosophischer Interpret erstanden nach dem Pragmatismus hin. In Europa ist er etwas krasser hervorgetreten in der sogenannten «Als-ob-Philosophie», wo man sagt, man solle nichts hineininterpretieren in die Erscheinung. Aber man muß doch zu etwas aufsteigen, was nicht mehr Erscheinung ist, also sagt man von dem, was da aufsteigt, nicht: es ist da, sondern man tut so, als ob es da wäre. Viel klarer als diese «Als-ob-Philosophie» ist diejenige des William James, der eigentlich aufgibt jedes substantielle Wirken der Denkkraft. Er ist sich klar darüber, mit dem Denken kann man nur äußere Tatsachen gruppieren und zu etwas kommen, wodurch man diese äußeren Tatsachen dann praktisch im Dienste der Menschheitsentwickelung, der Zivilisation beherrschen kann. So daß er eigentlich in allen Gesetzmäßigkeiten, zu denen der Mensch vordringt, nichts anderes sieht als gewissermaßen praktische Richtlinien, um mit der Welt zurechtzukommen. Im Grunde genommen ist das etwas, wohin durchaus der Phänomenalismus tendiert. Wenn man ihn in seiner Reinheit bei Goethe studiert, wo er in ganz wunderbarer Weise mit seiner vollen Berechtigung auftritt, so erkennt man, er mußte eben entstehen, er muß da sein. Denn nur dadurch kann der Mensch voll sich aufklären über dasjenige, was eigentlich in seiner Umgebung ist, daß er zum reinen Phänomenalismus kommt. Aber dann ist alles dasjenige, was über das Phänomen hinausgeht, zunächst etwas, womit der Mensch nicht zurechtkommt. Weiß man nichts von Erkenntnismethoden, die in die Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung %uch: 8 2 Seite: 2 0 7

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