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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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übersinnlichen Welten

übersinnlichen Welten aufsteigen, die also von den Phänomenen als Tatsachen zu anderen, aber jetzt übersinnlichen Tatsachen aufsteigen, so muß man, indem man zum Phänomenalismus tendiert, sich zuletzt sagen: Es sind überhaupt nur Phänomene gegeben. Wenn ich sie mit dem Denken bearbeite, erfahre ich ja nichts, was hinter ihnen weiter lebt, als die Phänomene selber. Denn die Urphänomene sind zuletzt ja auch nur Phänomene, So daß ich eigentlich nichts herausbekomme als praktische Grundsätze, die Phänomene zu brauchen, zu verwenden im Dienste der Menschen. Gesetzt, das wäre schon ganz ausgebildet; dieser Phänomenalismus wäre da, und das Denken wäre nur in regulativen Prinzipien bestehend, welche die Phänomene anordnen, so haben wir da etwas, das wir jetzt im Sinne der älteren Erkenntnisbegriffe, zum Beispiel der Gnosis, nicht mehr Erkenntnis nennen könnten. Denn worin bestand dasjenige, was man früher aus instinktiver menschlicher Weltanschauung immer Erkenntnis genannt hat? In meinem Buche «Die Rätsel der Philosophie» können Sie das Nähere für die griechische Zeit nachlesen: Erkenntnis bestand darin, daß man ja überhaupt, wenn man die Welt angesehen hat, nicht bloß die Sinneswahrnehmungen - Töne, Farben, Wärmequalitäten - empfunden hat, sondern daß man den Gedanken objektiv draußen, außer sich wahrgenommen hat wie eine Farbe. Goethe nimmt noch für sich in Anspruch, so seine Ideen in der Welt zu sehen, wie die Griechen die Ideen in der Welt gesehen haben, nämlich wie Sinneswahrnehmungen. Aber nun stellen Sie sich einen Menschen in dieser seelisch-sinnlichen Tätigkeit vor. Er schaut etwas an, nicht nur die Farben, sondern die Gedanken. Indem er die Gedanken schaut, da fühlt er in sich, erlebt Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch:82 Seite:208

er in sich nicht etwas Passives wie heute, wo wir das bloß Sinnenfällige vor uns haben, sondern Aktivität fühlte er in sich. Darauf ist es zurückzuführen bei Plato, daß in dem Sehen etwas Aktives liege, etwas wie ein Greifen. Etwas wie Aktivität fühlte er, etwas, was ihn als Mensch verband mit demjenigen, was er als Objekt draußen sah. Und dieses war Erkennen, dieses Fühlen, dieses Erleben einer Tätigkeit, war nicht bloß das Hinnehmen eines Passiven. Diese Art, die Erkenntnis zu erleben, ist heute nur bei einigen zurückgeblieben, bei einigen mehr in ihrem Instinkt als in ihrem Intellekt lebenden Menschen, oder neu erworben bei denjenigen, die sich eben auf anthroposophische Art wiederum, aber jetzt vollbewußt und nicht instinktiv, wie auch bei der Gnosis noch, in höhere Erkenntnisse hinaufarbeiten. Das gewöhnliche Bewußtsein nähert sich aber heute mehr und mehr dem Punkte, wo es passiv den äußeren Phänomenen hingegeben ist, wo das Denken nicht mehr gerechnet wird zu den Phänomenen, wo es nur darinnen lebt als richtunggebendes Prinzip, um die Phänomene immer praktischer zu ordnen und in den Dienst der Menschheit zu stellen. Das, was man da vollbringt mit der äußeren phänomenalen Welt, das führt zu keiner Erkenntnis im alten Sinne. Diejenigen, die zum Beispiel den religiösen Inhalt mit dem Gottesimpuls aus alten Traditionen noch haben, wie Spencer zum Beispiel, und dann auf das sehen, was man heute Erkennen nennt, was aber nicht mehr Erkennen, Gnosis ist, die bekennen sich dazu, daß sie sagen: Man kommt eigentlich nicht zu dem Urgrund in diesem phänomenalen Dasein. - Agnostizismus! Und im Grunde genommen hat dieser Agnostizismus schon zwei Seiten. Auf der einen Seite nimmt er uns alles dasjenige, was uns als ganze Menschen kraftvoll macht, wenn wir Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch:82 Seite: 209

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