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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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Zeitalters. Dieser Geist

Zeitalters. Dieser Geist hat heraufgebracht im wissenschaftlichen Forschen selber eine ungeheure Gewissenhaftigkeit und Exaktheit der Methoden. Ich möchte sagen, dasjenige ist die erste Frage geworden für diesen Wissenschaftsgeist: Wie kann man Sicherheit, wie kann man Gewißheit im Wahrheitsforschen erlangen? - Nach Sicherheit, nach Gewißheit im Wahrheitsforschen drangt dieser Wissenschaftsgeist der Gegenwart. Und Ungeheures ist, nun nicht nur für die Erkenntnis, sondern auch für das praktische Leben, namentlich in bezug auf die technischen Gebiete unseres Zeitalters, geleistet worden. Und dennoch, wenn wir uns fragen: Befriedigt dieser Wissenschaftsgeist gerade den drängenden Jugendsinn, wächst die heutige Jugend in diesen Wissenschaftsgeist so hinein, daß sie fühlt, da ist etwas, was ihr entgegenströmt für ihre volle Menschlichkeit? - wir können diese Frage nicht bejahen. Wird sie bejaht, dann ist es deshalb, weil man sich leeren Illusionen hingibt oder weil man einen Nebel vor das geistige Auge breiten will. Denn dieser Wissenschaftsgeist steht in merkwürdigem Konflikt mit anderen Gebieten des Lebens. Da sehen wir zunächst das künstlerische Gebiet. Indem man den Wissenschaftsgeist ausgebildet hat mit seinen exakten Methoden, seinem streng geschulten Denken, fühlen die Künstler, fühlen diejenigen, welche künstlerisch das Leben verfolgen wollen, welche künstlerisch genießen wollen, daß sie eigentlich das Künstlerische fernhalten müssen von diesem Wissenschaftsgeist. Wir hören es heute überall, daß dasjenige, was die Kunst gestalten, was die Kunst bilden will, aus ganz anderen menschlichen Quellen herkommen müsse als dasjenige, was auf eine gewisse, intellektualistisch beobachtende Art die Wissenschaft ergründet. Und wenn jemand her- 1A Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 2 0

eintragen will den heutigen Wissenschaftsgeist in das künstlerische Schaffen, dann hat man das Gefühl, daß er dieses künstlerische Schaffen verdirbt, daß der Wissenschaftsgeist in der Kunst nichts zu suchen habe, daß die Wissenschaft die Wahrheit auf eine Weise erforscht, die nicht übertragen werden darf auf das Künstlerische. Nun, eine solche strenge Trennung desjenigen, was der Mensch von der Welt sich offenbaren läßt durch den Künstlersinn auf der einen Seite und durch den Wissenschaftsgeist auf der anderen Seite, eine solche strenge Trennung kannte das Griechentum, innerhalb dessen auf der einen Seite doch schon ein glänzender Wissenschaftsgeist entsprungen ist und auf der anderen Seite eine ideale Kunst - eine solche Trennung kannte der griechische Geist nicht. Und noch in der neuesten Zeit wollte eine solche Trennung auch Goethe nicht, der sich ja ganz vertieft hat in die griechische Weltanschauung. Goethe wollte zum Beispiel gar nicht sprechen von einer abgesonderten Idee von Wahrheit, von Schönheit, von Religion oder Frömmigkeit. Goethe wollte die Idee als eine wissen, und in Religion und Kunst und Wissenschaft wollte er nur verschiedene Offenbarungen der einen geistigen Wahrheit sehen. Goethe sprach von der Kunst als von einer Offenbarung geheimer Naturgesetze, welche ohne die Kunst niemals offenbar werden würden. Für Goethe war geradezu die Wissenschaft etwas, das er auf die eine Seite hinstellte, das eine andere Ausdrucksweise hat als die Kunst; auf der anderen Seite war ihm die Kunst etwas, was wiederum eine andere Ausdrucksweise hat. Aber nur wenn beide zusammen im Menschen wirken, kann der Mensch auch im Goetheschen Sinne die ganze volle Wahrheit ergründen. Heute denkt man daran, wie der Wissenschaftsgeist, der von Schlußfolge- Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 21

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