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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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menalismus, zu dem wir

menalismus, zu dem wir uns durcharbeiten müssen. Aber wenn auch dieser reine Phänomenalismus uns, indem wir uns in ihn hineinarbeiten, außerordentlich interessiert, können wir aus ihm nicht dasjenige gewinnen, was uns für unser innerstes Menschentum vor allen Dingen wichtig ist. Wir müssen das auf eine andere Art gewinnen. Nun lassen Sie mich noch einmal, nicht aus Albernheit oder Eitelkeit, sondern weil es zur Sache gehört, etwas Persönliches einfügen. Ich habe schon erwähnt, daß ich im Jahre 1894 meine «Philosophie der Freiheit» abgeschlossen habe. Ich bin überzeugt davon, diese «Philosophie der Freiheit» hätte keiner schreiben können, der nicht reiner Phänomenalist in bezug auf Naturwissenschaft ist. Denn wozu war ich genötigt, um die moralische Wahrheit zu fundieren, trotzdem ich auf dem Gebiete der Naturwissenschaft reiner Phänomenalist bin? Ich war genötigt, in dieser «Philosophie der Freiheit» die moralische Intuition, die ich hier schon als etwas durchaus Übersinnlich-Geistiges charakterisiert habe, einzuführen. Besonders übelgenommen hat man mir den ethischen Individualismus. Aber das war notwendig. Ich mußte zeigen, daß im einzelnen Menschen auf individualistische Art der moralische Impuls intuitiv erlebt werden kann durch das gewöhnliche Bewußtsein schon, während sonst die Intuition nur durch höhere Übungen erlangt werden könne. So mußte gehandelt werden, um der moralischen Welt ein Fundament zu geben, wenn man reiner Phänomenalist war, der aufstieg in die geistige Welt schon dazumal. Denn gegenüber dem reinen Phänomenalismus entfällt der moralische Impuls, wenn der Mensch nur ganz ehrlich gegen sich ist. Wenn er unehrlich ist, kommt er zu allerlei Illusionen. Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 214

Aber wer Menschen kennengelernt hat, die nicht in Theorien, sondern in jeder Faser ihres seelischen Lebens mit Weltanschauungen gerungen haben, der weiß, was die Hinneigung zum Phänomenalismus, der den Agnostizismus im Gefolge hat, für den heutigen Menschen bedeuten kann. Ich habe schon Menschen kennengelernt, die sich sagten: Fassen wir mit den heutigen naturwissenschaftlichen Mitteln die Welt, sehen wir in ihr nur Naturvorgänge. Wir können hypothetisch verfolgen bis zu einem Urnebel oder sonst etwas, was das Geschehen unserer Erde ist. Wir können es bis zum Ende verfolgen, bis zum Wärmetod oder etwas Ähnlichem. Aber da sehen wir, wie wir uns lange in unserem Inneren ausbilden können die moralische Welt - sie ist doch nur Dunst und Nebel, der aufsteigt über dem einzig Realen, das mit dem Urnebel beginnt, mit dem Wärmetod endet. Und nach dem Wärmetod wird da sein das große Leichenfeld für alles dasjenige nicht nur, was auf der Erde gelebt hat, sondern auch was dort gestrebt hat nach moralischen Impulsen, nach religiöser Innerlichkeit. Das alles wird begraben sein. - Gewiß, nicht viele Menschen fühlen für ihr eigenes seelisches Leben diese Diskrepanz, aber es gibt Menschen, die das fühlen. Ich habe sie kennengelernt mit all der inneren Tragik, die sie zweifeln ließ an der Realität nicht nur eines religiös Erfaßbaren, an der Realität auch einer moralischen Weltordnung. Dunst und Nebel sind sie, aufsteigend aus den bloß äußerlich phänomenalistisch erfaßbaren Tatsachen. Im Grunde genommen liegt das in unserer gegenwärtigen sozialen Weltgestaltung. Millionen und Abermillionen von Menschen, namentlich der Proletarierkreise, sehen die Wirklichkeit nur noch in den äußeren, wirtschaftlichen Phänomenen. Dasjenige, was geistig ist - Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 215 T1 C

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