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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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Recht, Sittlichkeit,

Recht, Sittlichkeit, Kunst -, es ist nichts, wie sie sagen, als ein ideologischer Überbau, etwas, was bloß wie ein Scheingebilde, eine Ideologie aufsteigt. Und so sind wir denn fortgeschritten in der agnostizistischen Richtung bis zu dem, wo man von Ideologie spricht. Ich, der ich viel tätig war gerade innerhalb proletarischer Kreise, ich habe es erlebt, in welchem Sinne da von Ideologie gesprochen wird, was ja im Grunde genommen wiederum nur die Schuld ist derjenigen, die heute auch aus der Wissenschaftsrichtung heraus von allem Geistigen, zwar nicht ganz klar, nicht ganz ehrlich, aber doch eigentlich im Sinne einer Ideologie sprechen. Wir sind am entgegengesetzten Pol der Menschheitsentwickelung angelangt im Vergleich zu dem, bei dem einstmals die orientalische Weltanschauung war. Die sprach von Maja und von der wahren Wesenheit. Alles dasjenige, was nur für die Sinne zugänglich und erreichbar ist, war ihr Maja, war die Illusion. Und das Reale, das wahrhaft Wirkliche war dasjenige, was nun über dem Sinnlichen für den Menschen erfaßbar ist. Heute stehen wir in einer Weltanschauung drinnen, die genau das Umgekehrte darstellt. Für diejenigen, die Agnostiker sind, ist die Sinneswelt das einzig Reale. Sie könnten zu demjenigen, was über die Sinneswelt hinaus erfaßbar ist, ebenso gut Maja wie Ideologie sagen. Wir sollten dieses Wort so übersetzen. Unsere Maja ist das Geistige; einstmals war die Maja die Summe der Sinneserscheinungen. Damit aber sind wir gezwungen, gerade weil wir ankommen mußten an diesem Punkte, nach der anderen Seite unsere Erkenntnispfade zu nehmen. Denn steigen wir jetzt auf durch Imagination, Inspiration, Intuition in die geistige Welt, dann erkennen wir eben dasjenige, was uns erst zum eigentlichen Menschenwesen führt. Und 'I A / Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 216

wir finden den starken Impuls, in diese Welten aufzusteigen, wenn wir eben ganz gewahr werden, daß die Sinneswelt nur aus sich selber erklärt werden darf, mit ihren eigenen Methoden. Das gibt uns den Anstoß. Dann aber, wenn die Sinneswelt nur aus ihren eigenen Methoden erklärt werden kann, dann dient in ihr das Denken nur als ein Werkzeug der Erklärung. Dann hat das Denken für die Sinneswelt nur als Diener eine Bedeutung, für die gegenseitige Interpretation der Erscheinungen, um die Erscheinungen so zusammenzubringen, daß sie sich gegenseitig erklären. Dann ist das Denken, wie wir es haben im reinen Phänomenalismus beziehungsweise Agnostizismus, bloß Bild. Dann enthalt es keine Realität mehr. Der Gnostiker fühlte die Realität des Denkens, indem er anschaute. Unser Denken hat ein bloßes Bilddasein. Was folgt daraus, wenn wir wirklich zu diesem reinen Denken aufsteigen und in ihm unsere moralischen Impulse fassen? Nun, wenn ich hier einen Spiegel habe, darinnen Bilder, so können die Spiegelbilder mich nicht durch Kausalität zu irgend etwas zwingen. Will ich mich durch Spiegelbilder zu irgend etwas veranlassen lassen, ist mein Denken in der Weltenentwickelung der Menschheit so weit fortgeschritten, daß es wirklich nur Bildcharakter hat, dann enthält es für mich nicht mehr Kausalität. Dann wird das reine Denken, wenn ich moralische Impulse habe, gebildet zu Impulsen der menschlichen Freiheit. Dadurch, daß wir zum Phänomenalismus gekommen sind, damit aber zum reinen Bilddenken, und dadurch, daß wir aus der Kraft des reinen Bilddenkens moralische Impulse fassen können, gehen wir auch durch das Stadium der Freiheit. Wir erziehen uns die Freiheit in unser Menschenwesen ein, indem wir Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 217

RUDOLF STEINER UND DIE ANTHROPOSOPHIE
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