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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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diese Phase menschlicher

diese Phase menschlicher Entwickelung durchmachen. Das wollte ich darstellen in meiner «Philosophie der Freiheit». Wir werden aber nur frei, wenn wir ein Denken haben, das Bilddenken ist, das ganz im physischen Leibe verläuft, wie ich es beschrieben habe. In dem Augenblick, wo wir weiter zurückschauen, blicken wir nicht auf Freiheit, sondern auf Schicksal. Sie sehen, hier findet sich die Möglichkeit, zu erkennen dasjenige, was wir menschliches Schicksal nennen, weil es im Unbewußten waltet, weil wir erst auf sein Walten kommen, wenn wir zur Intuition aufsteigen. Weil wir in diesem Schicksal geistige Gesetze finden, die durch die wiederholten Erdenleben wirken, haben wir in ihm ein geistig Notwendiges. Aber indem wir in das Erdenleben hineinsteigen, heben wir uns für gewisse Handlungen heraus aus der Notwendigkeit, richten uns nur nach dem bildenthaltenden Denken und werden in der gegenwärtigen Epoche der Menschheit dadurch zur Freiheit erzogen. Es ist kein Widerspruch, wenn man in die Sache richtig hineinsieht, zwischen Schicksalsmäßigkeit und Freiheit. Allerdings, um den Schicksalsbegriff später vor die Welt richtig hinstellen zu können, dazu war notwendig, daß zuerst in der «Philosophie der Freiheit» der Freiheitsbegriff hingestellt worden ist. Sie sehen, dasjenige, was getan werden muß, ist nicht ein blindes Schimpfen auf den Agnostizismus, denn er ist in einer gewissen Beziehung nur die andere Seite des Phänomenalismus. Wir lesen in den Naturerscheinungen, aber wir finden in ihnen, wenn wir bloß lesen, nicht dasjenige, was wir suchen müssen auf den höheren Erkenntnispfaden. Aber eben deshalb brauchen wir sie voll erst dann, wenn wir nicht mehr instinktiv aus unserer Menschennatur dasjenige herausbringen, was die Impul- 1-1 O Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 218

se unseres Denkens sind. In älteren Zeiten, auch noch in den Zeiten der Gnosis, hat der Mensch, wie er Hunger und Durst aus sich hervorbrachte, auch das aktive Denken aus seinem Inneren herausgeboren. Da war er auch noch nicht im modernen Sinne ein Techniker. Das wird man erst dann, wenn man äußerlich in der Materie den reinen Gedanken verkörpert. Ich bin sogar - verzeihen Sie, daß ich das sehr Persönliche noch vorbringe -, ich bin sogar überzeugt: Würde ich im gewöhnlichen Sinne Philosophie studiert haben, statt daß ich an einer technischen Hochschule erzogen worden bin und mich hineingefunden habe gerade in dieses technische Leben der Gegenwart, so würde ich nicht die «Philosophie der Freiheit» geschrieben haben, denn die ist eben der Gegenpol zu dem Erleben der reinen Tatsache. Und die reine Tatsache, die im äußerlich Mechanistischen erlebt wird, die dann auch zum Phänomenalismus führt, ist durchaus das, was auf der anderen Seite erst den vollen Gegenpol hervorruft. Sonst bringt man immer aus sich heraus auf instinktive Art etwas, was doch kleine Dämonen in die Uhr hineinträumt. Das wirklich Geistige, das sucht man erst durch innerliche Erkenntniskräfte, die man sich erst erringen muß, wenn man nicht mehr durch instinktive Kräfte herantreten kann an unsere physische Umgebung und da hineinbringt dasjenige, was sich eben aus der instinktiven Anschauung ergibt. So ist das Zeitalter der Technik mit seinen Maschinen auf der einen Seite gerade der fruchtbare Boden für eine geistgemäße, eine anthroposophische Weltanschauung. Und in diesem Sinne muß gerade aus einer recht unmystischen Anschauungsweise der Welt auf der anderen Seite die klare Geisterkenntnis durch Anthroposophie hervorgerufen werden. Es muß hinzugefunden werden nicht eine neue Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 219

RUDOLF STEINER UND DIE ANTHROPOSOPHIE
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