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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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haben in Deutschland von

haben in Deutschland von den sechzig Millionen Interesse für solche Dinge. - Das ist auch wahr, wenn es sich um intimste philosophische Dinge handelt. Daher können Sie auch nicht erwarten, daß ich Sie hier behelligen will damit, wie sich im deutschen philosophischen Bewußtsein gerade das Selbstbewußtsein in der heutigen Zeit auslebt. Aber dieses Selbstbewußtsein zeigt sich ja seit dem letzten Jahrhundert nicht etwa bloß für den forschenden Philosophen, sondern es zeigt sich auf allen menschlichen Gebieten, und für diese meine ich es eigentlich. So wie der heutige Mensch über sich selber denkt, wie er stark in sich selber sein eigenes Wesen, sein Ich erfühlt - gewiß, es wird nicht beachtet von der äußerlichen Geschichtsforschung, aber die innerliche Geschichtsforschung weiß das -, so hat der Mensch einfach über sich selber nicht gedacht, nichts erkannt und gewußt vor dem 15. Jahrhundert. Da war das innerlich alles dumpfer. Da sagte man nicht mit jener Intensität «Ich», wie man es seither in der zivilisierten Menschheit sagen kann. Es ist also ein allgemeines Intensiverwerden des inneren Erlebens eingetreten. Dieses Intensiverwerden des inneren Erlebens zeigt sich auf dem Gebiete der Wissenschaft, indem man den Autoritätsglauben völlig abweist, indem man mit Recht nur dasjenige annehmen will, was sich vor dem eigenen Selbstbewußtsein rechtfertigen läßt. Es zeigt sich auf künstlerischem Gebiet, indem der Mensch überall dasjenige, was er in seinem tiefsten Selbstbewußtsein erleben kann, auch in das Kunstwerk hineinbilden, hineingestalten will. Es zeigt sich auf religiösem Gebiet, indem der Mensch ein Göttliches nur voll erleben kann, wenn es sich hineinsenkt in sein innerstes Selbst, das er stark erlebt, das er stark mit dem Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 3 2

Göttlichen zusammen erleben will, wenn es überhaupt für ihn eine Geltung, eine Bedeutung haben soll. Im Sittlichen strebt der Mensch - ich habe das schon in meiner «Philosophie der Freiheit» in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gezeigt - nach Impulsen, nach ethischen Motiven, nach ethischen Regulierungen des Lebens, die aus dieser Wurzel seines starken Selbstbewußtseins hervorgehen. Und im sozialen Leben haben wir ja diese eigentümliche Erscheinung heute, daß überall soziale Forderungen auftreten, daß überall gesagt wird: Wir brauchen eine soziale Gestaltung des Lebens -, daß aber im Grunde genommen das menschliche Empfinden ganz weit entfernt ist von sozialen Empfindungen, von sozialem Fühlen. Und gerade weil uns das soziale Fühlen fehlt, fordern wir die soziale Gestaltung des Lebens. Wir möchten, daß von außen dasjenige komme, was uns eigentlich im Innern fehlt. Wir sagen: Wir müssen soziale Wesen werden -, weil wir in der neueren Zeit, gerade während der Wissenschaftsgeist groß geworden ist, im Grunde genommen nur in unserem Ich, in unserem Antisozialen stark geworden sind und heute nach dem Ausgleich zwischen diesem starken Ich und den sozialen Forderungen suchen. Und so tritt uns auf allen Gebieten dieses Selbstbewußtsein des Menschen entgegen. Derjenige, der die soziale Frage heute studiert aus der Gestaltung der menschlichen Arbeit heraus, derjenige, der Herz und Sinn dafür hat, was aus der sozialen Frage geworden ist unter dem Einfluß der modernen Technik, die den Menschen in so weitem Kreise hinweggebracht hat von der unmittelbaren Verbindung mit der Freude-erfüllten Arbeit; die ihn hingestellt hat an die gleichgültige Maschine - der weiß, wie auch auf diesem Gebiet das soziale Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 3 3

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