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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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ven Beobachtung die

ven Beobachtung die Außenwelt verfolgt im Experiment. Das eigene Innere soll vollständig schweigen, wenn man beobachtet oder experimentiert. Nur die Außenwelt soll sprechen. Wozu ist man dadurch gekommen? Dadurch ist man dazu gekommen, diese Außenwelt in treuer Beobachtung, im exakten Experiment zu erforschen, aber man kann mit dieser Erforschung im Grunde genommen nicht weiter kommen als bis zum Mechanismus. Ein Mechanismus ist für die Astronomie das Weltenall geworden. Ein Mechanismus ist für die Geologie die sich gestaltende Erde geworden. Ein Mechanismus ist selbst der Organismus des Menschen geworden, und die modernen neo-vitalistischen Versuche sind ja nur mit unzureichenden Mitteln angestellte Versuche, ein wenig dasjenige zu erreichen, was nicht erreicht werden kann mit der wissenschaftlichen Methode, die nun einmal anerkannt ist, und die doch nur dazu führt, im Experiment, in der Beobachtung den Mechanismus - etwas radikal gesprochen: die Maschine - zu begreifen. Indem wir dazu kommen, die Maschine zu begreifen, glauben wir, indem wir gar nichts hineinmischen in den Zusammenhang der physikalischen und mechanischen Gesetze, die wir da in der Maschine zu einem Gewebe formen, da glauben wir, dasjenige, was vor uns steht, zu durchschauen. Wir durchschauen es in einem gewissen Sinne durchaus, durchschauen, wie die einzelnen Glieder eines Mechanismus ineinanderwirken, ineinanderlaufen. Wir fühlen uns zunächst, weil es uns anerzogen wurde aus der neueren Geistesrichtung, befriedigt, indem wir die Maschine begreifen, indem wir selbst das Weltenall, den Kosmos als Maschine begreifen, mit ineinanderlaufenden Rädern und so weiter. Wir glauben befriedigt zu sein, aber wir sind es im Inneren nicht. Da bleibt etwas Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 3 6

zurück, was uns gerade in bezug auf unsere volle Menschlichkeit zurückstößt vor diesem Begreifen der Maschine. Ein Begreifen der Maschine ist dasjenige, was eigentlich zu der Großartigkeit, zu den Triumphen des modernen Wissenschaftsgeistes beigetragen hat. Warum? Durchsichtig wird uns, nicht für die Augen, aber für den Verstand, für das Begreifen, die Maschine. Wenn wir in den Organismus hineinschauen, da bleiben die Dinge zunächst für eine solche äußere Beobachtung dunkel. In der Maschine ist alles durchsichtig. Allein, wir müßten fragen: Begreifen wir den Diamanten deshalb besser, weil er durchsichtig ist? - Es ist einfach nicht wahr, daß dasjenige, was durchsichtig wird, deshalb für uns begreiflicher wird. Denn was in der Maschine wirkt, das fühlen wir auf die Dauer, wenn wir ihm gegenüberstehen, immer mehr und mehr als fremd unserem eigenen Wesen. Und das ist das unbewußte Gefühl, das sich geltend macht: Da steht die Maschine, durchsichtig wird sie dem Verstand, aber sie hat nichts, was du in dir selber finden kannst, sie ist dir ganz fremd. Und so fühlen wir uns hinausgestoßen aus der Welt, die wir begreifen, die wir maschinell begreifen. Wir fühlen uns zurückgestoßen durch den anderen Pol unseres geistigen Lebens. Während der eine Pol nicht hinein kann in die Wirklichkeit, ohnmächtig ist gegenüber der Wirklichkeit, stößt uns die Wirklichkeit, die wir begreifen, zurück. Das ist der tiefe Zwiespalt im modernen Menschen. Sein Selbstbewußtsein hat er durch das Denken ausgebildet, aber er kann mit diesem Denken nun nicht in die Welt hinein. Aus der Welt holt er sich die Maschine; indem er diese aber begreift, stößt sie ihn zurück, denn sie hat nichts mit dem Menschen gemeinschaftlich. Das Denken macht uns wirklichkeitsfremd; die Wirklichkeit der Beobachtung Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 3 7

RUDOLF STEINER UND DIE ANTHROPOSOPHIE
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