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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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erlangen wollte,

erlangen wollte, studierte man, indem man den Atmungsprozeß gesetzmäßig umbildete; indem man, mit anderen Worten, das ausbildete, was später das Joga- Atmen, die Joga-Übung genannt wurde. Und was wurde da ausgebildet? Wenn man verfolgt, wozu nun derjenige gekommen ist, der das Joga-Atmen übte, um hinaufzukommen zu höheren Erkenntnisstufen, dann findet man etwas Merkwürdiges. Diejenigen, die so durch Joga- Übungen Gelehrte geworden waren - der Ausdruck ist uneigentlich auf diese älteren Verhältnisse angewandt, aber man kann vielleicht so sagen, und auch das Studium dauerte etwa so lange, wie unser Universitätsstudium dauert -, diejenigen, die auf diese Weise Gelehrte geworden waren, hatten in dieser Erkenntnis etwas in ihrer Seelenverfassung ergriffen, was in einer späteren Zeit, zum Beispiel in der griechisch-römischen Zeit, als Ideenwelt angesehen worden ist und nunmehr wie von selbst da war; so da war in der menschlichen Seelenverfassung, daß man kein Joga mehr brauchte. Das ist ja das Interessante, daß dasjenige, wonach der Mensch in einer früheren Epoche mit allen möglichen Übungen streben muß, in späteren Epochen von selbst da ist in der Entwickelung. Da bedeutet es nicht mehr dasjenige, was es früher bedeutet hat. Als Sokrates, als Plato wirkten, bedeutete die Philosophie eines Plato, eines Sokrates nicht mehr dasselbe, was es für die alten Jogaschüler oder Jogalehrer bedeutet hätte, wenn sie zu den sokratischen oder platonischen Wahrheiten gekommen wären. Der Jogaschüler war durch sein Joga-Atmen nicht genau so organisiert, aber er war in der Seelenverfassung, in der Plato, Aristoteles oder Scotus Erigena waren. So sehen wir dasjenige, was in den ältesten Zeiten getrieben worden ist als geregelte Übungen des At- ~ir\ Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 7 0

mungsprozesses, und wir sehen, daß eine gewisse anschauliche Begriffswelt das Ergebnis dieses Erkenntnispfades war. Man bekommt eigentlich von dem, was in der späteren Zeit in Heraklit, in Parmenides, in Anaxagoras lebte, eine richtige Vorstellung, wenn man sich sagt: Das ist dasjenige, was in diesem Zeitalter den Menschen als selbstverständlich gegeben war, und was in noch älteren Zeiten durch Joga erreicht wurde. Übungen waren es immer, wodurch man für ein Zeitalter die höheren Erkenntnisse anstrebte. So war das Anschauen der Welt in späteren Epochen so vorhanden, daß man nun nicht mehr den Atem wahrnahm, indem man sich selbst beschaute, sondern daß man wahrnahm, wie der Grieche wahrnahm. Ich habe darüber in meinen «Rätseln der Philosophie» Näheres ausgeführt. Da war es noch so, daß man sich nicht abgesonderte Gedanken über die Welt machte, sondern die Ideen waren mit den Sinneserlebnissen eine Einheit. Man sah seine Gedanken draußen, wie man Rot oder Blau draußen sah, wie man Cis, G, H hörte. Die Gedanken waren draußen in der Welt. Die griechische Weltanschauung versteht nur, wer das weiß. Aber man nahm nur Geist von Sinneswahrnehmungen durchdrungen, oder Sinneswahrnehmungen von Geist durchdrungen jetzt wahr, nicht mehr das Differenzierte des Atmungsprozesses. Wiederum aber strebte nun die Menschheit danach, auf all denjenigen Gebieten, wo man eben nach höheren Erkenntnissen strebte, eine höhere Stufe des Erkennens zu erreichen. Und diese Stufe wurde wiederum durch Übungen erreicht. Man hat ja gerade über die Zeit des ersten Mittelalters, über das Geistesleben des ersten Mittelalters heute ziemlich unbestimmte Vorstellungen. "7-t Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 71

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