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rudolf steiner gesamtausgabe vorträge - Freie Verwaltung des ...

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um dasjenige wieder

um dasjenige wieder auszubilden, was man in dieser oder jener Stilepoche, wo man noch mit dem lebendigen Schaffen zusammenhing, gewußt hat, was man heute nicht mehr weiß. Nicht dadurch wird man Bildhauer, daß man sich an Traditionelles anlehnt - das geschieht heute zumeist, auch bei vollendeten Künstlern -, sondern man wird Bildhauer dadurch, daß man aus vollem Bewußtsein heraus zurückgreifen kann bis zu den gestaltenden Kräften, die einmal zur bildenden Kunst geführt haben. Da muß man wiederum kosmische Empfindungen bekommen, muß man wiederum das Weltenall empfinden und in dem Menschen einen Mikrokosmos, eine kleine Welt sehen können. Da muß man es ansehen können der menschlichen Stirn, wie ihr aus dem Kosmos heraus das Gepräge aufgedrückt ist. Da muß man ansehen können der Nase, wie ihr das Gepräge aufgedrückt ist aus demjenigen, woraus auch dem ganzen Atmungssystem das Gepräge aufgedrückt ist: aus dem Umkreise, aus demjenigen, was in der Äquatoriallinie, in der Tierkreislmie die Erde umkreist. Und man bekommt dann die Empfindung dafür, was man darstellen muß. Man schafft nicht durch bloße Nachahmung, durch bloße Imitation nach dem Modell, sondern man schafft, indem man sich hineinversenkt in diejenige Kraft, aus der heraus die Natur selber den Menschen geformt und geschaffen hat. Man gestaltet so, wie die Natur selber gestaltet. Dann muß sich aber die ganze erkennende und künstlerisch schaffende Empfindung dem anpassen können. Wenn wir die menschliche Gestalt vor uns haben, richten wir zunächst den künstlerischen Blick nach dem menschlichen Haupte. Wir tun das mit der Tendenz, dieses menschliche Haupt plastisch zu formen. Wir Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 9 2

werden uns dann bemühen, soviel als möglich dieses menschliche Haupt in allen Einzelheiten herauszubilden, möglichst jede Fläche liebevoll zu behandeln: die Stirnfläche liebevoll zu behandeln, die Wölbung zu den Augen hin liebevoll zu behandeln, die Ohren herauszuarbeiten und so weiter. Wir werden uns bemühen, die Linien, welche über die Stirnfront, über die Nase laufen, möglichst liebevoll zu bilden. Wir werden uns bemühen, je nach dem, was wir schaffen wollen, eine so oder so geformte Nase zu machen. Kurz, wir werden alles liebevoll in den einzelnen Flächen auszubilden versuchen, was sich auf das menschliche Haupt bezieht. Wenn wir dagegen als Bildhauer - vielleicht sage ich für viele Menschen etwas Ketzerisches, aber ich glaube doch, daß das auf ursprüngliche, künstlerische Empfindungen zurückgeht, was ich zu sagen habe -, wenn wir als Bildhauer uns anstrengen wollten, menschliche Beine zu formen, so würde einem das immerfort widerstreben. Man möchte den Kopf so liebevoll wie möglich gestalten, aber nicht die menschlichen Beine. Die möchte man dadurch cachieren, dadurch weghaben vom künstlerischen Formen, daß man versucht, allerlei Bekleidungsstücke darüber zu haben, allerlei, was sich in anderer Weise bildhauerisch dem anpaßt, was im Kopfe zum Ausdruck kommt. Eine menschliche Gestalt mit richtig ausgemeißelten Beinen, Waden zum Beispiel, ist dem Bildhauer eigentlich etwas für den künstlerischen Blick Unsympathisches. Ich weiß, daß ich damit etwas Ketzerisches sage, aber ich weiß auch, daß ich dadurch um so elementarer künstlerisch spreche. Richtig ausgemeißelte Beine, die will man nicht haben. Warum nicht? Nun, weil es einfach für den Bildhauer eine andere Anatomie gibt, eine andere Menschengestaltungs-Erkenntnis, als m Copyright Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung Buch: 8 2 Seite: 9 3

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