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Approximative Indoor-Lokalisierung von RFID ... - Gernot A. Fink

Approximative Indoor-Lokalisierung von RFID ... - Gernot A. Fink

28 3.1

28 3.1 Anwendungsszenario Krankenhaus • vom medizinischen Personal, das damit Patienten behandelt, • von der Verwaltung, die feststellen muss, welche und wie viele Geräte zur Verfügung stehen, • vom technischen Wartungspersonal, das die Geräte warten muss. Es liegt nahe, dass in so einer Umgebung viele Geräte verlegt und dann zeitintensiv gesucht werden müssen. Diese Zeit fehlt dann für die Behandlung. Nicht gefundene Geräte müssen von der Verwaltung neu angeschafft werden, was finanzielle Zusatzaufwendungen bedeutet. Vor diesem Hintergrund ergeben sich vorteilhafte Anwendungen für Location Based Services in einem Krankenhaus, welche im Folgenden vorgestellt werden. Gerätemanagement und Sicherheit. Anwendungen, die das Auffinden von Betriebsmitteln erleichtern oder automatisieren, können den Nutzungsgrad dieser Geräte und die Produktivität des Personals erhöhen, da nun weniger Zeit mit dem manuellen Auffinden verbracht wird. Auch ist vorstellbar, dass Sicherheitsmechanismen mittels Lokalisierung implementiert werden, um beispielsweise den Schwund im Krankenhaus zu verringern. Dazu kann man über ein System virtuelle Grenzen setzen, deren Überschreitung einen definierten Prozess anstößt. Patienten- und Personal-Tracking. Das Lokalisieren von Patienten, insbesondere von Kindern und Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen, stellt ebenfalls eine Verbesserung der Dienstleistung dar, weil so sichergestellt werden kann, dass sie nicht zu weit von möglicher Hilfe entfernt sind. In Notfällen kann dann auch schneller das entsprechende Personal lokalisiert und an den richtigen Ort gerufen werden. Verbesserung von Arbeitsabläufen. Durch die Möglichkeit Personal und Geräte automatisiert zu lokalisieren, können Optimierungspotentiale in Arbeitsabläufen aufgespürt und umgesetzt werden. Beispielweise arbeiten in einem Krankenhaus externe Dienstleister für spezielle Geräte und Instrumente. Eine Nachverfolgbarkeit einer Gerätenutzung durch ein Instrumentenmanagementsystem kann diese Schnittstelle zwischen Krankenhaus und externen Dienstleistern optimieren. Problematisch für Krankenhäuser sind ambulante Patienten, die die vorzeitig das Krankenhaus verlassen, ohne dass die Behandlung abgeschlossen ist. Der häufigste Grund dafür sind lange Wartezeiten [34]. Wenn ein Lokalisierungsdienst die Wartezeit und den Standort eines ambulanten Patienten überwacht, kann man nach einer definierten Wartezeit den Patienten über den Status seiner Warteposition informieren. Dies kann zu einer erhöhten Zufriedenheit des Patienten führen [34]. Zusammenfassend kann man sagen, dass Location Based Services das Potential besitzen, viele Bereiche in einem Krankenhaus zu optimieren. So lassen sich Suchzeiten für Menschen und

3 Konzept für ein Indoor-Lokalisierungssystem 29 Geräte verkürzen. Die gesparte Zeit kann dann für die Patienten verwendet werden. Verkürzte Wartezeiten für Patienten können zu größerer Zufriedenheit führen. 3.2 Konzeption eines Indoor-Lokalisierungssystems Vor diesem Hintergrund soll ein Indoor-Lokalisierungssystem konzipiert werden. Die Designentscheidungen fallen anhand eines Anforderungskatalogs, in dem die Funktionalität des Systems beschrieben wird. Nachdem die Frage geklärt wird, was das System leisten soll, müssen die in Kapitel 2 beschriebenen Methoden und Signaltechnologien für das System bewertet und die passenden ausgewählt werden. 3.2.1 Anforderungen Ein Indoor-Lokalisierungssystem für den Krankenhausbereich soll folgende Eigenschaften besitzen: Lokalisierung von Personen und Geräten. Das Lokalisierungssystem in diesem Szenario soll in der Lage sein, sowohl Personen als auch Geräte und Instrumente zu orten. Raumgenaue Lokalisierung. Für den Zweck der Lokalisierung ist im Krankenhaus-Szenario aus praktischen Überlegungen eine raumgenaue Lokalisierung ausreichend. Eine genauere Lokalisierung ist wünschenswert, aber nicht notwendig. Robustheit gegenüber Sensorfehlern. Das Lokalisierungssystem muss gewährleisten, dass mögliche Fehlfunktionen und Ungenauigkeiten der Sensoren berücksichtigt werden und die Gesamtfunktionsfähigkeit des Systems dadurch nicht dauerhaft beeinträchtigt wird. Zentrale Datenhaltung. Zum Zweck von Arbeitsflussstudien soll das System die Lokalisierungsdaten zentral verwalten. Mögliche Integration in vorhandene Infrastruktur. Aus Kostengründen ist es wünschenswert, zur Realisierung eines Lokalisierungssystems auf eine vorhandene Infrastruktur aufzusetzen.

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