Aufrufe
vor 3 Jahren

Download - Portal Ostseeküste

Download - Portal Ostseeküste

Anpassung

Anpassung Seewasserstraße „Nördlicher Peenestrom“, FFH H-Verträglichkeitsuntersuchung FFH-Gebiet DE 2049-301 UmweltPlan belastete Gewässer. Im Nördlichen Peenestrom ist daher nur von sporadischen Vorkommen dieser Arten auszugehen. Fischotter und Biber Der Fischotter ist im gesamten FFH-Gebiet weit verbreitet (NEUBERT 2005a). Ein Schwerpunkt liegt entlang des Nördlichen Peenestroms, hier im Bereich der Ziese und des Peenemünder Hakens/Struck. Bedeutung erlangen die Gebiete insbesondere im Winter, wenn binnenländische Gewässersysteme zufrieren und die Tiere an die offene Boddenküste ausweichen. Der Biber ist entlang der Peene zwischen Gützkow und Anklam, entlang von Uecker und Randow zwischen Torgelow und Ueckermünde, in der Zarowmündung sowie in einigen nördlichen Zuflüssen der Krumminer Wiek verbreitet (DOLCH et al. 2002, NEUBERT 2005b). Der südliche Peenestrom stellt einen Verbindungskorridor zwischen den Hauptverbreitungszentren dieser Art dar. Teichfledermaus und Großes Mausohr Beide Arten wurden mehrmals (zuletzt im Winter 2000) im Rahmen der Kartiertätigkeiten der Beringungszentrale Dresden in ihrem Winterquartier in Greifswald-Eldena nachgewiesen (Tierartendatenbank des LUNG). Aus anderen Bereichen des Greifswalder Boddens liegen keine weiteren Belege vor, was jedoch überwiegend auf Erfassungslücken von Fledermäusen im Untersuchungsraum zurückzuführen ist. Die Teichfledermaus und das Große Mausohr sind fast ausschließlich Gebäudebewohner im menschlichen Siedlungsbereich. Die Wochenstubengemeinschaften werden auf Dachböden oder sonstigen warmtemperierten Gebäudeteilen angelegt. Als Winterquartiere werden von beiden Arten unterirdische Befestigungsanlagen, Bergwerksstollen und Kellerräume aufgesucht. Die Jagdgebiete des Großen Mausohr sind lichte Laub- und Mischwälder, Parks und Obstgärten. Die Nahrungsareale der Teichfledermaus hingegen werden durch insektenreiche Gewässerlandschaften (Flüsse, Auen, Seen, Teiche) gebildet. Im Hinblick der genannten Anforderungen, die beide Arten an ihren Lebensraum stellen, ist eine weite Verbreitung des Großen Mausohr und der Teichfledermaus insbesondere in den terrestrischen Bereichen des Schutzgebietes sowie den Boddenseitenbuchten möglich. Große Moosjungfer Die Große Moosjungfer wurde seit den 1980er Jahren mehrmals im unmittelbaren Umfeld des Schutzgebietes, und zwar 1986 in der Kiesgrube Gristow sowie bei Dolgenmost auf Rügen, 1985 im Wampener Wald bei Greifswald und 1981 bei Dietrichshagen (Tierar- 15

Anpassung Seewasserstraße „Nördlicher Peenestrom“, FFH H-Verträglichkeitsuntersuchung FFH-Gebiet DE 2049-301 UmweltPlan tendatenbank des LUNG) nachgewiesen. Die aktuellsten Nachweise dieser Art stammen von 1999 bis 2002 und wurden im NSG Struck/ Freesendorfer Wiesen geführt. Kegelrobbe und Seehund In der deutschen Ostsee sind die reproduktiven Bestände der Kegelrobbe vor etwa 100 Jahren erloschen. Die Beobachtungen beschränkten sich seitdem auf sporadische Einzelvorkommen. So gelangen zwischen 1951 und 2000 etwa Nachweise der Kegelrobbe im Greifswalder Bodden. In den letzten 6 Jahren haben sich die Bestände der Kegelrobbe in der Ostsee verdoppelt (auf etwa 20.000 Tiere). Auf diese positive Bestandsentwicklung ist es wohl zurückzuführen, dass in jüngster Zeit vermehrt Kegelrobben insbesondere im Greifswalder Bodden sowie in der Ostsee vor Usedom und Rügen beobachtet werden. Die Beobachtungen deuten darauf hin, dass die ehemaligen Stammplätze (z.B. Stubber, Freesendorfer Haken) von der Art wieder besiedelt werden (K. HARDER, Meeresmuseum Stralsund in Ostseezeitung, 8. Januar 2007). Die hohe Anzahl entdeckter toter Jungtiere (2006 allein 12 zwischen Peenemünder Haken und Rügen) lässt zudem bereits auf reproduktive Vorkommen schließen. Es ist somit von der Möglichkeit auszugehen, dass sich mittelfristig wieder autochthone Bestände der Kegelrobbe im Greifswalder Bodden einstellen. Auch vom Seehund waren die beständigen, reproduktiven Vorkommen in der deutschen Ostsee seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts erloschen. Der gesamte Ostseebestand des Seehundes wird derzeit auf etwa 250 Exemplare geschätzt (RHEINHEIMER 1996). Die Verbreitung des Seehunds reicht in der Ostsee über Skagerrak und Kattegat bis zur Arkonasee (LUCKE 2000). Die Zahl der Seehundbeobachtungen und Totfunde an der Küste Mecklenburg- Vorpommerns ist jedoch seit 1991 ansteigend (zwischen 3 und 8 Ereignisse pro Jahr). Die Tiere werden überwiegend im Mai/ Juni sowie von September bis November beobachtet. Aus dem Winterhalbjahr (Dezember bis April) liegen im Gegensatz zur Kegelrobbe nur sehr sporadische Beobachtungen vor. Seit einigen Jahren halten sich regelmäßig einzelne Tiere in den westrügenschen Boddengewässern auf. Für den Seehund ist daher eine ähnliche Bestandsentwicklung wie bei der Kegelrobbe in den Boddengebieten und die Wiederbesiedlung ehemaliger Stammplätze im Greifswalder Bodden durchaus möglich. Großer Feuerfalter, Eremit und Menetries’ Laufkäfer Der Große Feuerfalter wurde im NSG „Unteres Peenetal“ bei Anklam festgestellt (Artendatenbank des LUNG). Der Lebensraum des Großen Feuerfalters sind Moore und Feuchtwiesen. Er ist dabei überwiegend an natürlich-eutrophe Gewässer- und Graben- 16

zum Download - Portal Kirche-Uelzen.de
zum Download - Nockbike, Bike Portal für die Region Nockberge
Download - Nockbike, Bike Portal für die Region Nockberge
Informationen zu Corporate Flex als PDF-Download - OMC Portal
Download - Portal Ostseeküste
download - Das Moto Guzzi Portal
Download - LineQuest. Das online Umfrage Portal
ANPASSUNG DER FAHRRINNE DER UNTER ... - Portal Tideelbe
Download - Portal Kunstgeschichte
Download Presseinformationen - Portal zur Geschichte