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Anpassung

Anpassung Seewasserstraße „Nördlicher Peenestrom“, FFH H-Verträglichkeitsuntersuchung FFH-Gebiet DE 2049-301 UmweltPlan ufer, offene Niedermoore und Flussauen mit Verlandungsvegetation sowie Seggenrieden, Hochstaudenfluren und Röhrichtgesellschaften gebunden. Als Futterpflanze für die Raupen dient der Fluss-Ampfer (Rumex hydrolapathum). Das Minimalareal einer für 30 Jahre überlebensfähigen Population beträgt mindestens 64 ha (HIELSCHER 2002). Mögliche Verbreitungsgebiete dieser Art liegen somit in den Peenepoldern nördlich und östlich von Anklam und im Anklamer Stadtbruch. Der Eremit bewohnt das Innere von Baumhöhlen alter Bäume und bevorzugt überwiegend Eichen als Wirtspflanzen. Er zeichnet sich durch eine extrem stationäre Lebensweise aus. Nur 15 % der Tiere verlassen ihre Heimathöhle. Dabei legen sie in der Regel Entfernungen von unter 200 m und höchstens 1 bis 2 km zurück (RANIUS & HEDIN 2001). Der gesamte Lebenszyklus des Eremiten findet daher auf engstem Raum statt. Durch seine enge Bindung an Altholzbestände liegen seine potenziellen Verbreitungszentren im Bereich von als FFH-LRT zugeordneten Waldgebieten des FFH-Gebiets. Ein bekannter Fundort liegt nördlich von Lassan (MEITZNER 2004). Bislang wurde der Menetries’ Laufkäfers in M-V nur an einem Standort – Relzow an der Peene – nachgewiesen (MEITZNER 2004). Die Fundorte waren dabei in den Schilfgebieten entlang der Peene konzentriert, während in den artenreicheren Moorwiesen kaum Feststellungen gelangen. Eine weitere Verbreitung dieser Art entlang der Schilfzonen der Peene werden als möglich erachtet. Schmale und Bauchige Windelschnecke Schmale Windelschnecken bewohnen die feuchte Bodenstreu der Seggenriede und Schilfröhrichte sowie der Bruchwälder in Niedermooren, Flussauen und See- Verlandungsmooren. Bauchige Windelschnecken bewohnen ähnliche Lebensräume wie die Schmale Windelschnecke, sind dabei aber noch mehr an durch vertikale Strukturen gebildete Habitattypen wie Seggenriede und Röhrichte gebunden. Es ist daher eine Überschneidung der potenziellen Verbreitungsgebiete beider Windelschneckenarten anzunehmen. Aufgrund ihrer Habitatbindung an semiaquatische Lebensräume ist eine relativ weite Verbreitung dieser Arten im Schutzgebiet insbesondere in den Uferbereichen von Peenestrom, Achterwasser und Kleinem Haff anzunehmen. Sumpfglanzkraut Das Sumpfglanzkraut tritt in hydrologisch intakten, nährstoffarmen, kalkbeeinflussten Mooren mit hohem Wasserstand auf. Nachweise stammen aus dem unteren Peenetal. Die Potenziallebensräume dieser Art sind demnach im Schutzgebiet vorrangig auf die Peenepolder nördlich und östlich von Anklam sowie den Anklamer Stadtbruch konzentriert. 17

Anpassung Seewasserstraße „Nördlicher Peenestrom“, FFH H-Verträglichkeitsuntersuchung FFH-Gebiet DE 2049-301 UmweltPlan 2.5 Funktionale Beziehungen des FFH-Gebietes DE 2049-301 zu anderen FFH- Gebieten Die Flächen des betrachteten FFH-Gebietes gehen in den folgenden Gebieten auf bzw. überlagern sich mit diesen: • FFH-Gebiet „Greifswalder Bodden, Teile des Strelasundes und Nordspitze Usedom“ (DE 1747-301) • FFH-Gebiet „Peeneunterlauf, Peenestrom, Achterwasser und Kleines Haff“ (DE 2049-302). Die für diese Gebiete definierten Schutzzwecke und Erhaltungsziele gelten entsprechend. Wechselwirkungen bestehen über diese Gebiete hinaus aufgrund des überwiegend aquatischen Charakters mit dem FFH-Gebiet: • FFH-Gebietsvorschlag „Greifswalder Boddenrandschwelle und Teile der Pommerschen Bucht – FFH-marin 05“ Die Herleitung funktionaler Wechselbeziehungen orientiert sich an den gemeinsamen Zielarten und Lebensraumtypen und berücksichtigt dabei die geographischen Gegebenheiten, unter anderem Gewässer- und Küstenverläufe. Funktionale Wechselwirkungen mit dem FFH-Gebietsfachvorschlag „Greifswalder Boddenrandschwelle und Teile der Pommerschen Bucht“ (FFH-marin 05) Gemeinsame Zielartendefinitionen ergeben sich für Kegelrobbe und Seehund. Die Vorkommen in den Gebieten beschränken sich aber aktuell nur auf seltene Einzelnachweise. Aufgrund der großen Aktionsradien dieser Arten ist eine Einbeziehung des Greifswalder Boddens und der Boddenrandschwelle in die regelmäßigen Raumnutzungsmuster von Einzelindividuen zwar möglich, die Wechselwirkungen sind jedoch im Hinblick des seltenen Auftretens dieser Arten im südlichen Ostseeraum derzeit nur sehr sporadischer Natur. Weitere gemeinsame Zielarten sind Meer- und Flussneunauge sowie Finte, Lachs und Bitterling. Die Boddenrandschwelle stellt einen wichtigen Wanderkorridor für anadrome Fische und Rundmäuler auf ihrem Weg in den Greifswalder Bodden dar. Signifikante Wechselwirkungen und funktionelle Beziehungen zwischen den FFH-Gebieten sind daher zu erwarten. Die funktionalen Beziehungen beschränken sich auf einen Populationsaustausch der Arten aquatischer Lebensräume. Dieser Austausch betrifft sowohl den genetischen, dauerhaften Austausch zwischen Individuen der Gebiete, als auch den temporären Austausch in Form von Pendelbewegungen von Tieren. Der Peenestrom wirkt als überregional bedeutsames Laichgebiet auf die typische Artenausstattung der o.g. FFH-Gebiete. Teile des Greifswalder Boddens und des Nördlichen Peenestroms fungieren ihrerseits als Laichgebiete für den Hering. 18

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