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Anpassung

Anpassung Seewasserstraße „Nördlicher Peenestrom“, FFH H-Verträglichkeitsuntersuchung FFH-Gebiet DE 2049-301 UmweltPlan Eine signifikante Sauerstoffzehrung beim Aushub von anstehenden Feinsanden und Mergel im Bereich des FFH-Gebiets wird deshalb ausgeschlossen. Bei Baggerungsarbeiten (Eimerkettenbagger) im Breitling an der Wendeplatte waren Gewässertrübungen 1 m unter der Wasseroberfläche in Strömungsrichtung bis etwa 300 m nachweisbar (MEYER & ERNST 1999). Bereits in 100 m Entfernung vom Bagger wurden Trübungswerte gemessen, die natürlichen Verhältnissen im Breitling nach stärkeren Windereignissen entsprechen. In den tieferen Bereichen der Fahrrinne wurden noch in 500 m Abstand zum Bagger ab 7 m Wassertiefe erhöhte Trübungen festgestellt. Dies zeigt, dass mit der Fahrrinnenvertiefung resuspendiertes Material hauptsächlich in der Fahrrinne verdriftet wird und die Auswirkungen auf angrenzende Flachwasserbereiche gering sind. Eine signifikante Sauerstoffzehrung beim Aushub von anstehenden organischen Sedimenten im Bereich des FFH-Gebiets wird deshalb ausgeschlossen. 5.2.1.3.1 Mögliche Beeinträchtigung von Lebensraumtypen Lebensraumtyp 1110 – Sandbank Der Lebensraumtyp Sandbank grenzt im Bereich zwischen dem Ausgang der Spandowerhagener Wiek und dem Loch (Kilometer 45 bis 49) an die Fahrrinne. Hier sind Beeinträchtigungen durch Trübungsfahnen zu erwarten. Es wird davon ausgegangen, dass es zu unerheblichen Beeinträchtigungen der typischen Bodenfauna durch Überlagerung mit einer sehr geringmächtigen, vernachlässigbaren Auflage von sedimentiertem Material kommt. Makrophyten wurden in diesem Bereich nur als Driftalgen kartiert. Lediglich in den Uferbereichen bei 0,4 m Tiefe in einer Entfernung von mindestens 300 m zum Eingriffsort sind inselartige Bestände von Ruppia spp. und Potamogeton pectinatus mit geringen Deckungswerten festgestellt worden (IFAÖ 2007b). Eine signifikante Beeinträchtigung der Bestände durch verringerte Assimilationsfähigkeit der Pflanzen wird ausgeschlossen, da sie sich einerseits am Rand vom Wirkungsradius befinden und andererseits bei flutenden Arten von einer raschen Freispülung der möglichen Partikelauflage auszugehen ist. Lebensraumtyp 1140 - Windwatt Der Lebensraumtyp Windwatt am Freesendorfer Haken hat einen Abstand von mindestens 500 m zum Vorhaben. Dem Windwatt vorgelagert ist der Lebensraumtyp Sandbank mit geringen Wassertiefen. Es wird daher davon ausgegangen, dass sich der LRT Windwatt damit außerhalb der in der Literatur beschriebenen Wirkweiten der Trübungsfahnen befindet. Das Windwatt am Peenemünder Haken ist ca. 200 m vom Vorhaben (Ausbau- 33

Anpassung Seewasserstraße „Nördlicher Peenestrom“, FFH H-Verträglichkeitsuntersuchung FFH-Gebiet DE 2049-301 UmweltPlan variante 1) entfernt. Hier werden auch aufgrund der Strömungsverhältnisse Beeinträchtigungen durch Überlagerungen mit Trübungspartikeln begünstigt. Es wird davon ausgegangen, dass es temporär zu einer geringmächtigen, vernachlässigbaren Auflage von sedimentiertem Material kommt. Lebensraumtyp 1160 – Flache große Meeresbuchten (Flachwasserzonen, Seegraswiesen) Die Auswirkungen sind mit oben für die LRT 1110 und LRT 1140 beschrieben vergleichbar und sollen hier nicht wiederholt werden. Eine Beeinträchtigung des LRT 1160 durch die Wirkung der Trübungsfahnen auf charakteristische Fischarten im Laichschongebiet Freesendorfer See wird aufgrund der großen Entfernung ausgeschlossen. LRT 1170 - Riff Der Lebensraumtyp Riff hat einen Mindestabstand von 2.000 m zum Eingriffsort und wird daher nicht von den Trübungsfahnen erreicht. Der Wirkfaktor Trübungsfahnen und Nährstofffreisetzung ist somit nicht geeignet, die Funktion und Struktur der FFH-Lebensräume Sandbank, Riff und Flache große Meeresbuchten erheblich zu beeinflussen. Lebensraumtyp 1130 – Ästuarien Signifikante Beeinträchtigungen durch Trübungsfahnen (100 m um Bagger) werden vor allem in den an die Fahrrinne grenzenden Flachwasserbereichen und den dort beheimateten Charakterarten zu erwarten sein. Nährstofffreisetzungen werden von den gering belasteten Böden nur in unerheblichem Maße erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass es für die Bodenfauna zu unerheblichen Beeinträchtigungen durch Überlagerung mit einer sehr geringmächtigen, vernachlässigbaren Auflage von sedimentiertem Material kommt. Signifikante Auswirkung auf die Fischpopulationen können durch die Fernwirkung der Trübstofffahnen hingegen in den Laichgebieten (Laichschongebiete s. Karte 1) nicht ausgeschlossen werden. Laicher sind in diesen Gebieten vor allem Barsch, Plötz, Blei und Hering. Neben den Laichschongebieten werden die Schilf- und Makrophytenbestände entlang des Nördlichen Peenestroms als Laichhabitat genutzt. Hier können sich die Suspensionen am Laich festsetzen oder ihn überdecken. Dadurch kann es zum Absterben der Fischeier kommen. 34

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