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Sachbericht DGB Jugend Niedersachsen Mitte zum Next Netz Projekt

Sachbericht DGB Jugend Niedersachsen Mitte zum Next Netz Projekt

Evaluation der Teamenden

Evaluation der Teamenden und Teilnehmenden: Alle Projektbeteiligten wurden auf dem Auswertungswochenende qualitativ befragt. Da eine ausführliche Auswertung hier den Rahmen überspannen würde, hier nur einige wichtige Aussagen Warum bist du bei diesem Projekt dabei? A: (.) Ich denke in erster Linie, wegen der Leute tatsächlich, das find ich immer ne unheimlich wichtige Sache, dass das Team stimmt, und das man mit den Leuten gut arbeiten kann und das ist mit der Gruppe definitiv der Fall. Ähm, und dann bin ich halt noch auf der Suche nach Formen der Ansprache und, ähm, was funktioniert, was nicht. Bildungsarbeit, und in welche Richtung sollte es gehen und welche Ziele verfolgt man und da, möchte ich auch viele Dinge ausprobieren und mich auch ausprobieren. Und nicht zuletzt wegen der Erfahrung. Das Seminar zu konzipieren, das war ja noch mal ne ganz andere Sache, dass direkt in einer so großen Gruppe zu erarbeiten und auch umzusetzen. Und auch mit der Evaluation, das war auch ne große Chance für mich. Genau, weil ich eben auch wusste, dass das gemacht wird und dann ist ende, sondern dass man da weiter dran denken und arbeiten kann. Sowas reizt mich auch immer. B: Warum bin ich dabei? Weil mich die Zielgruppe interessiert, gerade auch so benachteiligte Jugendliche. Weil ich glaube, dass es für , gewerkschaftliche Arbeit auch wichtig ist mit diesen Gruppen zu arbeiten, sie nicht aus dem Blickfeld zu lassen. C: Um mit vielen netten Menschen, (.) die ich lieb gewonnen habe und schätzen gelernt habe, was gemeinsam zu machen. E: […]Ganz bewusst auch noch mal die benachteiligten Jugendlichen ins Blickfeld von gewerkschaftlicher Arbeit zu nehmen. Ihnen zu zeigen, da gibt es etwas. Gewerkschaften publik zu machen, ihnen halt auch Denkanstöße zu geben und nicht immer alles so platt hinzunehmen, wie es gesagt wird, sondern tatsächlich mal den Grips einzuschalten und vielleicht bei dem einen oder anderen mal so´ n Aha- Erlebnis hervorzurufen. Hat Next Netz Deinen Weg in der DGB-Jugend verändert? D: Hat ihn auf jeden Fall breiter gemacht ja. Mmm das ist ja das erste Mal das ich so intensiv in einem Projekt drin stecke und einen Einblick eigentlich einen tieferen Einblick in die ganzen Strukturen und so weiter und bei mir auf jeden Fall ob im positiven oder im Negativen auf jeden Fall erstmal breiter geworden. In beide Richtungen im Endeffekt. Wenn man auf der einen Seite mitkriegt wie toll die Arbeit sein kann wie gut die Leute miteinander harmonieren und wie viel Einsatz auch von den Hauptamtlichen auch geleistet wird. Auf der anderen Seite wie viele blöde Steine einem in den Weg wegen irgendwelchem schwachsinnigen Politikkram… in den Weg gelegt werden, was einfach nicht sein muss. (...) F: hm, ja. (…) Vielleicht die Eigenständigkeit im DGB. Also nicht mehr ein vorgesetztes Konzept zu teamen, sondern eigenständig mitzuentwickeln, nicht durch Teamschulungen. Das ja, das Ziel dann auch selbst Leute ausbilden zu wollen, also dahin zu schulen, das hätte ich jetzt zum Beispiel bei dem normalen PDM nicht.

2.2. Prinzip der Zielgruppenorientierung Auftakt des Schulungskonzept bildet ein aufwendiges Planspiel, dass insbesondere durch die psychologische Funktion der Perspektivübernahme besondere Wirkung entfaltet. Ein besonders empathischer Einblick in die Situation unserer Zielgruppe wird darüber möglich und eigene Erfahrungen mit Benachteiligungen werden aufgedeckt und aufgearbeitet. So wird den zukünftigen BildungsarbeiterInnen eine Selbstreflexion ermöglicht, die sie für ihre Position als „Lehrende“ und Teamende bei der DGB-Jugend stärkt. Danach werden die Erfahrungen über mehrere kreative Auswertungsmethoden aufgearbeitet. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Benachteiligung“ in unserer Gesellschaft und eine Wissensvermittlung über die Zielgruppe der benachteiligten werden abschließend ermöglicht. Gesamttagesziele der Schulungswoche: Tagesziel 1: Die TN nehmen an einem Planspiel teil. Dieses ermöglicht ihnen das Erleben der Strukturen unserer Gesellschaft. Intensive insbesondere emotionale Aspekte, die die Zielgruppe unserer Arbeit betreffen werden konkret von den TN nachempfunden. Ebenso können mögliche Handlungsstrategien, die der Zielgruppe zur Verfügung stehen spielerisch erprobt werden. Am Ende soll jeder Teilnehmer sich emotional in der Situation befinden, die unsere Zielgruppe hat, wenn wir auf sie treffen. Tagesziel 2: Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Planspiel wird den TN die psychosoziale und gesellschaftliche Situation der Zielgruppe verdeutlicht. Neben einer ausführlichen Zielgruppenanalyse werden strukturpolitische Funktionsweisen der schulischen Kurzzeitausbildung von den TN erfasst. Tagesziel 3: Die Teilnehmenden kennen die Grundlagen der marxistischen Theorie und verfügen über ein solides Hintergrundwissen für die Arbeit mit unsere Zielgruppe im gewerkschaftlichen Kontext. Tagesziel 4: Die TN kennen Darstellendes Spiel als eine Methode der ganzheitlichen Ansprache im Seminar. Die TN fühlen sich sicher im Anleiten und Begleiten von Rollenspielen und kennen die rollenspielerischen Methoden des ZIMs. Tagesziele 5 und 6: Konzeptprobe für die Ansprache von Jugendlichen in außer- und überbetrieblichen Warteschleifen. Aus dem Schulungsordner die Inhalte für die Auseinandersetzung mit der Zielgruppe

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