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MMD16-4253

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LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 16. Wahlperiode Drucksache 16/4253 2. Wie viele Geschädigte wurden in den folgenden Deliktsbereichen im Vergleich zur Zahl der in der PKS erfassten Daten im Vorgangsbearbeitungssystem IGVP in den Jahren 2006 bis 2012 erfasst: a) Gesamtkriminalität? b) Betrugskriminalität insgesamt? c) Computerkriminalität? Bitte auch die prozentuale Differenz zwischen der Zahl der im Vorgangsbearbeitungssystem IGVP erfassten Straftaten und der in der PKS erfassten Fälle darstellen. a) Gesamtkriminalität? Geschädigte werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik begrifflich und als solche deliktisch nicht umfassend registriert. In der Polizeilichen Kriminalstatistik werden „Opfer“ registriert. Ihre Erfassung ist bundeseinheitlich auf bestimmte Straftaten, sogenannte Opferdelikte, beschränkt. Diese bilden nur einen geringen Anteil aller Geschädigten ab. Darüber hinaus werden bei Straftaten gegen höchstpersönliche Rechtsgüter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung) gemäß den Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik i. d. F. vom 01.01.2012, Nr. 4.4.6, in definierten Fällen Betroffene als Opfer erfasst. Die Anzahl der im Vorgangsbearbeitungssystem IGVP erfassten Geschädigten wird von vielen Faktoren beeinflusst. Zu einer ganzen Reihe von Delikten können keine oder nur zum Teil Geschädigte genannt werden (zum Beispiel bei Verstößen gegen das Betäubungsmittel-, Waffen-, Ausländergesetz oder Umweltrecht). Bei anderen Delikten werden häufig mehrere Geschädigte zu einer Straftat erfasst (z. B. Computerkriminalität, Betrug, Körperverletzung, Wohnungseinbruchdiebstahl, Beleidigung, Widerstand). Nur für Betrug, Urkundenfälschung und Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz (511279 Weitere Arten des Warenkreditbetruges, 511300 Warenbetrug, 513200 Anlagebetrug gemäß § 263 StGB, 516200 „Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten ohne PIN (Lastschriftverfahren)“, 517100 „Leistungsbetrug“, 518110 „Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen“, 518179 „Sonstiger Abrechnungsbetrug“, 518800 „Kreditvermittlungsbetrug“, 518900 „Sonstige weitere Betrugsarten“, 540001 „Sonstige Urkundenfälschung gemäß § 267 StGB“, 715050 „Urheberrechtsgesetz – sonstige Verstöße“ (ohne Schlüsselzahlen 715100 und 715200), 715100 „Softwarepiraterie“ (private Anwendung, z. B. Computerspiele), 715200 „Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns“ besteht im Vorgangsbearbeitungssystem IGVP die Möglichkeit, einen sog. Sammelbeleg zu erstellen. Um beispielsweise bei umfangreichen Betrugsverfahren mit vielen Geschädigten die statistische Erfassungen zu erleichtern, besteht die Möglichkeit, zu einem IGVP-Vorgang eine Vielzahl gleichartiger zur Kriminalstatistik zu meldender Fälle anzugeben. Ein Vergleich der mit der PKS registrierten Opfer mit den im Vorgangsbearbeitungssystem IGVP erfassten Geschädigten ist somit statistisch nicht möglich. 20

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 16. Wahlperiode Drucksache 16/4253 Jahr Opfer gemäß PKS -insgesamt- 2006 191 811 2007 204 017 2008 216 069 2009 220 698 2010 222 462 2011 231 222 2012 231 842 Jahr Geschädigte gemäß IGVP -insgesamt- 2006 1 763 481 2007 1 780 356 2008 1 810 002 2009 1 793 120 2010 1 779 854 2011 1 825 893 2012 1 852 291 b) Betrugskriminalität insgesamt? Geschädigte werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik begrifflich und als solche deliktisch nicht umfassend registriert. In der Polizeilichen Kriminalstatistik werden „Opfer“ registriert. Ihre Erfassung ist bundeseinheitlich auf bestimmte Straftaten, sogenannte Opferdelikte, beschränkt. Diese bilden nur einen geringen Anteil aller Geschädigten ab. Darüber hinaus werden bei Straftaten gegen höchstpersönliche Rechtsgüter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung) gemäß den Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik i. d. F. vom 01.01.2012, Nr. 4.4.6, in definierten Fällen Betroffene als Opfer erfasst. Zum Betrug werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik bundeseinheitlich keine Opfer erfasst. Ein Vergleich mit den im Vorgangsbearbeitungssystem IGVP erfassten Geschädigten ist somit statistisch nicht möglich. Jahr Geschädigte gemäß IGVP -insgesamt- 2006 229 063 2007 213 798 2008 213 580 2009 233 421 2010 232 749 2011 224 984 2012 235 346 c) Computerkriminalität? Geschädigte werden mit der Polizeilichen Kriminalstatistik begrifflich und als solche deliktisch nicht umfassend registriert. Mit der Polizeilichen Kriminalstatistik werden „Opfer“ registriert. Ihre Erfassung ist bundeseinheitlich auf bestimmte Straftaten, sogenannte Opferdelikte, be- 21

Entschließungsantrag NFS Landtag NRW 2017-03-08 MMD16-14407
Originaldokument als PDF-Datei - Hessen
Gesetz über die Feststellung des Haushaltsplans de...
Entschließungsantrag - FDP Rhein-Sieg
Drs. 15/1455 vom 08.03.2011 - Sagel, Rüdiger (Die Linke)
Landtag von Baden-Württemberg Antrag Stellungnahme